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Lohanneskirche Gießen

Karfreitag, 20 Uhr

Matthäuspafsion

von Heinrich Schütz

2047 D

den Jahresbericht Die Kasse war durch den Rech« nungsprüfer in bester Ordnung befunden worden. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Man be­schäftigte sich dann noch mit verschiedenen züchte­rischen Angelegenheiten. Einer der Züchter konnte mit einem Batertier die diesjährige Landesvater­schau in Frankfurt a. M beschicken und guten Er­folg erzielen. Zum Abschluß der Versammlung er­mahnte der Vereinsführer die Mitglieder, der Ziegenzucht auch fernerhin treu zu bleiben.

ch Lauter, 23. März. Am Samstagabend fand die Generalversammlung der Freiwillig e n Feuerwehr statt. Da die Rechnungsablage für richtig befunden wurde, konnte dem Rechner Ent­lastung erteilt werden. An dem Kreisfeuerwehrfest in Rieder-Bessingen nimmt die Wehr teil. Am Montagabend zeigte die Gaufilmstelle im Saale von Hock den TonfilmFriesennot".

- Kloster Arnsburg, 23. März. Aus ver­schiedenen Gründen mußte vor Jahren das e v g l. Erziehungsheim Arnsburg derBursen- bau" räumen und den ganzen Anstaltsbetrieb allein in dasGartenhaus" verlegen. DerBursenbau" wurde nur noch zu Schulzwecken verwandt. Da diese Gründe in der Zwischenzeit hinfällig wurden, da insbesondere durch immer stärkere Belegung das Gartenhaus" für den Betrieb zu klein wurde, wurde derBursenbau" jetzt wieder in Betrieb genommen. Vorher wurde er jedoch einer gründ­lichen Erneuerung unterzogen; alle Räume wurden, soweit nötig, frisch gestrichen bzw. tapeziert, das ganze Haus mit Zentralheizung versehen, der Wasch- und Baderaum neuzeitlichen Anforderungen entsprechend eingerichtet, so daß das Heim in jeder Beziehung den Ansprüchen gerecht werden kann, die heute an Anstalten ähnlicher Art mit Recht gestellt werden. Die neuen Räume wurden durch eine schone Feier in Gebrauch genommen, zu der der Vorstand, der leitende Architekt, Baurat Schuhmacher, die Handwerker und Arbeiter, sowie die verschiedenen mit dem Haus arbeitenden Aemter und eine Reihe von Gästen geladen und in großer Anzahl erschienen waren. Die Ein­weihung wurde durch den Vorsitzenden, Ober­kirchenrat D. Wagner, vorgenommen. Rach der Besichtigung der neuen Räume vereinigte eine Kaffeetafel die Festteilnehmer. Die Kinder führten u. a. ein reizendes Festspiel auf,Lindenelf, Lieder­elf, Epheuelf", das eine Arnsburgerin eigens zu diesem Tag verfaßt hatte, und trugen auch sonst noch durch mancherlei schöne Darbietungen sehr zur Unterhaltung der Gäste bei. Am folgenden Tage vereinigte ein Gottesdienst imParadies" eine große Zahl von Freunden der Anstalt aus den umliegenden Gemeinden. Im Anschluß an den Gottesdienst wurde den Teilnehmern ebenfalls Ge­legenheit gegeben, das Heim in seinem neuen Ge­wand zu besichtigen. Pfarrer Lenz (Darmstadt), der den Festgottesdienst gehalten hatte, begrüßte die Gemeindeglieder und erzählte mancherlei aus der Geschichte des Klosters und des Hauses. Alle sprachen sich sehr anerkennend über die Erneue­rungsarbeiten aus. Das Heim wird von Diakonissen des Elisabethenstifts geleitet und zählt zur Zeit 29 Zöglinge.

kreis Jriebberg.

pb. Butzbach, 23. März. Im Saal desDeut­schen Hauses" fand die Generalversammlung der Vereinsbank für Butzbach und Um­gegend statt. Den Vorsitz führte A. Schnei­der IV., Bürgermeister und Bezirksbauernführer, Ostheim. Aus dem Geschäftsbericht für das Ge­schäftsjahr 1936 ist folgendes zu entnehmen: Der Gesamtumsatz betrug 56 048 000 Mark, gegen 49 892 000 Mark im Jahre 1935. Die Spareinlagen vermehrten sich um 175 449 Mark, sie betrugen am 31. Oktober 1936 1 428 990 Mark. Die Gesamtaus­leihungen (einschl. Wechsel) betrugen 1 681 960 Mark gegen 1 610 442 Mark des Vorjahres. Der Wert- papierbeftand erhöhte sich um etwa 30 000 Mark auf 183 431 Mark. An 4'/s v. H. Deutsche Reichs­anleihe wurden 75 000 Mark gezeichnet. Der Ge­nossenschaft gehörten am 31. Dezember 1936 625 Mitglieder an, wovon etwa 350 Landwirte sind. Die Bilanz schließt mit 2 037 292 Mark ab. Die Geschäftsguthaben haben sich vermehrt um 2068,19 Mark, die ausstehenden Pflichtanteile betragen 12 673 Mark, die Haftsumme vermehrte sich um 7000 Mark. Der Gewinn aus dem Jahre 1936 be- läuft sich, einschließlich des Vortrags aus dem Vor­jahre, auf 8709,62 Mark. Er verteilt sich wie folgt: 5 v. H. Dividende --- 7117,22 Mark, 500 Mark an Reservefonds, 1000 Mark an Betriebsrücklage und 92,40 Mark Vortrag auf neue Rechnung. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die ausscheidenden Mitglieder Joh. Bill IV., Rieder-Weisel, Konr. Phil. Diehl, Hochweisel, Dr. Paul Küchel, Butzbach, Johs. Konrad Philipps II., Fauer­bach v.d.H., und Karl Schmidt, Ebersgöns, .wiedergewählt.

Kreis Schotten.

x. Schotten, 23. März. Im Singsaal der Turnhalle fand eine Abschlußfeier des ersten Lehr- ganges der Landwirtschaftsschule Schot­ten statt. Rach einleitendem Musikstück begrüßte der Leiter der Schule, Landwirtschaftsrat Dr. Günther, die Besucher und dankte für das In­teresse und die Unterstützung, die die Schule bei der Bevölkerung und den maßgebenden Stellen des Kreises gefunden habe. Rach einem gemeinsamen Kaffee trugen die Schüler Gedichte, ein Bauern- fpiei, Leibesübungen u. dgl. vor, gemeinsame Sie­ber wechselten ab. Abends fand ein Dorfgemein­schaftsabend statt, der sehr stimmungsvoll und har- manisch verlief. , , , ,

Laubach, 24. März. In der gut besetzten Aula der Realschule fand die Schlußfeier statt. Der Leiter der Schule Studien-Assessor Hainz gab einen Einblick in die bevorstehende Vereinheit- lichung des höheren Schulwesens im gesamten Reiche. Ab Ostern führt die hiesige Lehranstalt die Bezeichnung Oberschule. Die ausscheidenden Unter­sekundaner'entließ er mit den besten Wünschen für die Zukunft. Im abgelaufenen Jahre hatte die Realschule auch mehrere schöne sportliche Erfolge zu verzeichnen. Sie konnte u. a. den Hans-Schemm- Preis (Schwimmen) zum zweiten Male im Kreis Schotten erringen. Reallehrer Haas überreichte anschließend 11 Schülern das Reichsjugendsport-

abzeichen. Sodann wurde das MärchenspielDie zerrissenen Schuhe" aufgeführt, wobei die Zuhörer den Darbietenden reichen Beifall spendeten. Der Abend wurde von Musikstücken des Realschulorche- sters, durch Gedicht- und Chorvorträge umrahmt.

Kreis Alsfeld.

< A l s f e l d , 24. März. Zur V e r s ch ö n e r u n g des Landschaftsbildes hat die Stadtver­waltung auf dem hiesigen Erlenteich, der in Verbindung mit den Grienanlagen und dem Schwimmbad eine idyllische Lage besitzt, ein Paar Schwäne eingesetzt, die eine große Anziehungs­kraft auf die zahlreichen Besucher der Anlagen aus- üben und besonders der Jugend Freude bereiten.

Homberg, 23. März. In der Stadthalle veranstalteten die Arbeitsmänner des hiesigen Ar- beitsdienstlagers eine Abschiedsfeier, an der auch die Bevölkerung unserer Stadt teilnahm. Oberfeldmeister Schneider wies in großen Zü­gen auf das Wesen des Arbeitsdienstes hin, auf feine hohe Bedeutung für das Vaterland, wie auch für jeden einzelnen. Der Abschiedsabend solle ein Abend der Freude fein, denn die Arbeitsmänner verdienten es, nach erfüllter Pflicht auch einmal richtig zu feiern. Im Verlaufe des Abends wußten die Ar- beitsmänner mit allerlei luftigen Darbietungen auf- zuwarten. Sie traten als Boxer, als Schauspieler und als Künstler auf und wußten ausgezeichnet zu unterhalten. Ein Teil des Alsfelder Mufikzuges füllte die Pausen mit guter Musik. Der hiesige Klein kaliber-Schützenoerein hielt dieser Tage sein Opferschießen zugunsten des Win- teryilfswerkes ab und konnte einen erfreulich hohen Betrag an das Winterhilfswerk abführen.

Homberg, 24. März. Dieser Tage hielt der hiesige K y f f h ä u s e r b u n d seine diesjährige Generalversammlung ab. Die Versammlung nahm ihren Verlauf in der üblichen Weise. Es sei nur erwähnt, daß der Vorsitzende und sämtliche Vor­standsmitglieder ihr Amt weiterführen.

+ Ob er-Gleen, 22. März. In der Gastwirt­schaft von H. K- Schaaf I. fand eine Brenn- holzversteigerung des Forstamts Kirtorf statt. Es wurden folgende Durchschnittspreise je Raummeter erzielt: Scheiter: Buche 7,19 Mark, Eiche 4,30 Mark, Birke 5 Mark; Knüppel: Buche 5,34 Mark, Hainbuche 5 Mark, Eiche 3,40 Mark, Birke 5 Mark. Astreisig: Buche 1,60 Mark.

4- Kirtorf, 22. März. Dieser Tage fand die Verpachtung der Staatsjagd im Forst­amtsbezirk Kirtorf statt. Die drei letzten Gebote fielen auf die Herren Dr. E n g e l a n d (Kirtorf), Dr. K r ö ck (Alsfeld) und auf den seitherigen Jagd- Pächter Wichelhoven (Iserlohn). Der Zuschlag ist noch nicht erteilt. Im nahen Staatswald des Forstamtsbezirks Kirtorf ereignete sich dieser Tage ein schwerer Unglücksfall. Einem Land­arbeiter, der mit Tagelohnfahrten im Walde be­schäftigt war, scheuten plötzlich die Pferde, der Fuhrmann stürzte vom Wagen und die Räder gingen ihm über den Leib. Der Verunglückte wurde mit dem Auto sofort zum Arzt gebracht, der seine Ueberführung in die Klinik nach Marburg anord-

nete. Die Schule veranstaltete im Saal von Johannes Becker einen E l t e r n a b e n d. Die Ober- klasse sang zunächst ein Lied. Lehrer Erdmann hielt die Begrüßungsansprache. Die Unterklalle brachte zwei (spiele unterhaltsam zur Ausführung. Im weiteren Verlaufe des Abends wartete auch die Oberklasse mit Theateraufführungen auf, die sehr beifällig aufgenommen wurden. Zum Schluß rich­tete Lehrer Erdmann noch herzliche Worte an die zur Entl'assung kommenden Schuler. Der Reichsluftfchutzbund hielt eine Film­veranstaltung ab, zu der Dr. 5 r a n f Den einleitenden lehrreichen Vortrag hielt Im Anschluß daran gelangte der große FilmVolk m Gefahr zur Vorführung. Rach den Osterfeiertagen soll in unserem Städtchen ein Luftschutzkursus stattfinden.

- Schuber

Das hiesige Arbeitsdienstlager hielt aus Anlaß der Entlassung von Arbeitsdienstmannern des Winterhalbjahres 1936/37 einen Kameradschafts- abend ab. Oberstfeldmeister Dingeldey hielt nach einem Lied der Arbeitsmänner eine Ansprache, in der er der Hoffnung Ausdruck gab, daß noch viele solcher Abende Bevölkerung und Arbeitsdienst vereinigen möchten. Die Veranstaltung brachte eine Fülle unterhaltsamer Vorführungen. Die Arbetts- männer zeigten lebende Bilder, sangen, turnten, führten Gymnastik und Boxen vor. Ein Truppfüh­rer hielt einen humoristischen Vortrag über den Umzug der Abteilung von Nidda nach Kirtorf. Die Vorführungen wurden mit großem Beifall aus­genommen. In unserer Kirche wurden am Sonntag 2 Mädchen und 8 Knaben konfirmiert.

Preutzen.

Vor Aufregung gestorben.

Marburg, 24. März. (Lpd.) Dor einigen la­gen verunglückte, wie gemeldet, ein junger Mann auf der Landstraße zwischen Rieder- und Ober­weimar dadurch tödlich, daß er während der Fahrt auf unerklärliche Weise vom Hilfssitz einer Zug­maschine herunterfiel und unter den Anhänger ge­riet. Der Führer d e r Zugmaschine, ein 28jähriger Mann aus Lohra, einziger Sohn einer Familie, hat sich über den plötzlichen Tod seines aus dem gleichen Orte stammenden Arbeitskame­raden so aufgeregt, daß er an einem plötzlich auf­getretenen Blutsturz gestorben ist.

3d> fontt nicht bezahlen, holen Sie die Polizei "

Lpd. Weilburg, 24. März. In einer Weil- burger Wirtschaft kehrte dieser Tage ein junger Mann ein, bestellte sich ein Kotelett und verzehrte es mit gutem Appetit. Er würzte das Mahl mit

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Schwerhörigkeit 4o9

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Schwerhörigkeit ist eine Herab, setzung des Hörvermögens; kann ihre Ursache haben in einer Er­krankung des mittleren oder des inneren Ohres, oft ist aber auch ein verhärteter Oyrschmalzpfropf, der den ganzen Gehörgang ver­legt, die Ursache des Übels. Schwerhörigkeit kann angeboren ob. erworben, als Folge von Er­krankungen, z. 93. von Scharlach, sein. Ein Ohrschmalzpfropf kann vom Arzt leicht entfernt werden, darnach ist das Gehör wieder normal. Bestehen Erkrankungen des Gehörorganes. Jo ist eine Besserung kaum möglich. Den Kranken kann dadurch geholfen werden, daß sie vom Mund ab­lesen lernen oder durch das Tra­gen von Hörapparaten.

Schwermut, s. Melancholie und manisch depressives Irresein.

Schwertlilie, s. Iris.

Schwester, Bezeichnung für Or. densscywestern, aber auch für weltliche Krankenpflegerinnen. Der Name ist neuerdings ge­schützt.

Schwiegereltern haben kein Erb­recht gegen die Schwiegerkinder, auch kernen Unterhaltsanspruch und umgekehrt. Jeder Ehe­gatte kann verlangen, daß un­verträgliche Schwiegereltern nicht als Hausgenossen ausgenommen werden. Siehe Ehehindernisse, Zeugnisverweigerung.

Schwiele ist eine Verdickung der Gewebe z. B. durch Druck. Auf

diese Art entstehen die Horn­hautschwielen der Oberhaut. Oder Wucherung von Bindgewebe als Folge fortgesetzter Reize durch Entzündung oder Fremdkörper. Die Schwielen der Oberhaut er­weicht man durch häufige Sei­fenbäder oder durch Verwendung von Salizylpflaster. Dgl. Huh. nerauge.

Schwimmen, außerordentlich ge­sunder Sport, bei dem der ganze Körper durchgearbeitet wird. Man unterscheidet Brustschwim- men, Rückenschwimmen und Kraulschwimmen, bei dem die Arme abwechselnd über Wasser greifen und die gestreckten Beine sich in rhythmischem Wechsel auf und ab bewegen.

Schwindel ist das Gefühl gestör­ten Gleichgewichtes. Man hat die Empfindung, als ob der Boden wanke ober die Umgebung sich drehe. Leicht kann man Schwin­del erzeugen, indem man sich rasch einige Male nach der glei­chen Seite dreht ober durch an­dauernde schaukelnde Bewegung. Krankhafter Schwindel entsteht durch Erkrankungen des inneren Ohres, bet Blutarmut, Arterien­verkalkung, Herzkrankheiten, bet fieberhaften Erkrankungen. Alko­holvergiftung usw., aber auch bei Äugenerkrankungen. Man wende sich an einen Arzt, der das Grundübel ausfindig machen und behandeln kann.

Schwindeln, f. u. Aufschneiden.

Schwindsuckt ist eine allgemeine Abnahme der Körperfülle und der Körperkräfte, gewöhnlich De- zeichnung für die Abnahme bei

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Da gibt es zunächst mal einen für die Herdrcinigung. Diese Arbeit geht mit ihm viel schneller. Dann ist noch der Schmirgelblock fürs Messerputzen zu erwähnen. Beide gibt es bei Häuser sehr preiswert in verschiedenen Ausführungen.

3. 23. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.