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kehrt vom 31. März bis 17. April täglich ein Schiff von Mainz nach Koblenz und zurück, bis dann ein erweiterter Fahrplan in Kraft tritt. In der lieber» aanHSzeit sind die Schiffe geheizt. Man beachte die yeutlge Anzeige.

Amtsgericht Gießen.

Der 29 Jahre alte Otto Herbold aus Lippolds- berg hatte sich gestern wegen einer Reihe von Be­trugsfällen vor dem Amtsgericht zu verantworten. Es war ihm zur Last gelegt, in der Zeit von Ende 1935 bis Anfang 1936 in sechs Fällen sich des Be­truges schuldig gemacht zu haben. Er hatte u. a. einem Vertreter einer Firma vorgetäuscht, er wolle sich ein Geschäft gründen und benötige dazu einen Lastwagen. Da er den Wagen am Sitz der Firma vor dem Kauf erst besichtigen wollte, händigte ihm der Vertreter 45 Mark für die Fahrt aus. Der An­geklagte dachte aber gar nicht daran, zu fahren.

sondern behielt das Geld für sich. In einem anderen Falle bewog er einen Förster, ihm einen Betrag von 16 Mark auszuhändigen. Er gab an, eine Achse für einen Lastwagen einlösen zu müssen. Auch dieses Geld behielt der Angeklagte für sich. Weiterhin hat er seinen Zimmerwirt, seinen Arbeitgeber und zu der Zeit, als er Vertreter einer Nähmaschinenfabrik war, diese Fabrik durch ähnliche Manipulationen um Geldbeträge geschädigt.

In der gestrigen Hauptoerhandlung war der An­geklagte in überwiegendem Maße geständig. In zwei Fällen wurde er durch die Zeugenaussagen über­führt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten, bet mehrfach einschlägig vorbestraft ist, unter Annahme mildernder Umstände, um ihn nochmals vor dem Zuchthaus zu bewahren und ihm so die Möglichkeit zu geben, sich auf ein besseres Leben zu besinnen, zu einer Gesamt.gefängnisstrafe von 1 Iahr und zu den Kosten des Verfahrens.

Bürgermeister und Gemeinde-Haushaltsplan.

Versammlung der Kreisabteilung Gießen des Deutschen Gemeindetagö.

Am gestrigen Mittwochnachmittag vereinigte die Kreisabteilung Gießen des Deu ticken Gemeindetag s, Landesdienststelle Hessen-Nassau, die Bürgermeister der Gemeinden des Kreises zu einer Versammlung imKühlen Grund" zu Gießen.

Die Versammlung unter der Leitung des Kreis- obmannes, Bürgermeister Euler (Wieseck), begann schon am Vormittag mit einer internen Besprechung, an die sich ein Vortrag über die Aufgaben der Bürgermeister im Dienste des Luft­schutzes anschtoß. Studienrat Clotz (Gießen) und Regierungsrat Grein vom Kreisamt Gießen umrissen die Aufgaben der Bürgermeister im Luft­schutz und ihre Verantwortlichkeiten als Ortspolizei­behörde. Der Bürgermeiester sei innerhalb seiner Gemeinde, so wurde u. a. ausgeführt, verantwortlich für alle Maßnahmen und Fragen, die den Luftschutz betreffen. Der Reichsluftschutzbund sei lediglich zur Unterstützung der Ortspolizeibehörde und zur Mit­wirkung bei der Verwirklichung der angeordneten Maßnahmen da. Im Anschluß daran wurde be­kanntgegeben, daß, um die Bürgermeister für ihre Aufgaben auf dem Gebiete des Luftschutzes genü­gend auszurüsten, demnächst zwei Lehrgänge statt­finden, die auf dem Gleiberg abgehalten werden.

Nachmittags begrüßte Bürgermeister Euler die Bürgermeister und die Gäste. Dann sprach

Berwaltungsinspektor Scheid

vom Kreisamt Gießen über die Aufstellung des Haushaltsplanes für das Rech­nungsjahr 1 9 3 7. Der Redner ging von der Tatsache aus, daß die finanzielle Lage vieler Ge­meinden erfreulicherweise als gut bezeichnet werden könne, diese Tatsache aber keinen Bürgermeister da­zu verleiten dürfe, Aufwendungen zu machen, die nicht in allen Punkten vertretbar wären, da noch nicht zu übersehen fei, in welcher Höhe sich die Reichssteuerüberweisungen für das Jahr 1938 be­wegen werden.

Nachdem der Redner auf zu erwartende grund­sätzliche Neuregelungen auf dem Gebiete der Real­steuererhebung hingewiesen und deren Berücksichti­gung in den Haushaltplänen empfohlen hatte, be­tonte er besonders, daß etwa beabsichtigte Projekte nicht ohne weiteres und nur unter der Poraus- setzung einer Anleiheaufnahme durchgeführt werden könnten. Die Rücklageverordnung werde ebenfalls eine einschneidende Auswirkung für die Aufstellung der Haushaltpläne haben. Vor allem werde der Betriebsmittelrücklage ein erheblicher Be­trag zugewiesen werden müssen. Rechnungsreste aus dem vergangenen Jahre dürften in Zukunft nicht mehr ohne weiteres für die Abdeckung laufender Aus­gaben verwandt werden, sondern sollten entweder zur Bildung von Fonds, oder zur Schuldentilgung herangezogen werden. Das Reich erwarte, daß eine erhöhte Schuldentilgung von den Gemeinden ange­strebt werde. Neben der Betriebsmittelrücklage solle auch die Ausgleichsrücklage gestärkt werden.

Im weiteren Verlause seiner Darlegungen gab der Redner eine Reihe praktischer Anregungen für öie Auf­stellung der Haushaltspläne und wies dabei besonders darauf hin, daß der Bürgermeister alle Verantwor­tung trage für den Voranschlag und für die Ab­

striche, die er an den Ausgaben und ganz zuletzt an den Rücklagen mache.

Die aus den Mehrhieben in den Waldungen kommenden Einnahmen sollten im außerordent­lichen Haushaltplan verrechnet werden und feien dort entsprechend zu verwerten. Vor allem sollten damit neue Vermögenswerte geschaffen werden. Solche Beträge könnten für die Schaffung von Hitler-Jugend-Heimen eingesetzt werden. Eine wichtige Aufgabe der Gemeinden fei ferner die Straßenunterhaltung, die in der ver­gangenen Zeit von mancher Gemeinde immer wie­der zurückgestellt worden sei. Im Interesse des ge­steigerten Verkehrs und damit im Interesse der Allgemeinheit sei eine Rückstellung der hier drän­genden Arbeiten nicht mehr möglich. Zum Abschluß feiner Darlegungen empfahl der Redner dringend die genaue Einhaltung der gegebenen Richtlinien.

Oberregierungsrat Dr. Schönhals

wies im Anschluß auf verschiedene aus der Ver­sammlung gestellte Fragen darauf hin, daß durch die Umgestaltung der steuerlichen Gesetzgebung zu­nächst zwar einige Schwierigkeiten zu überwinden sein würden, daß aber im ßaufe der Zeit manche fühlbare Erleichterung zu spüren sein werde.

Im weiteren Verlaufe der Versammlung sprach der Vertreter des Landesstatistischen Amtes

Dr. Brennig-Darmstadt

über den Ausbau her Landwirtschaft s- ftatiftif. Der Redner wies zunächst darauf hin, daß von richtigen und zuverlässigen Erhebungen manche wichtige Maßnahme, die von der Reichs­regierung getroffen werden müsse, abhängig sei. Falsch angegebene Anbauflächen oder Viehbestände müßten sich meist verhängnisvoll für die Maß­nahmen der Volksernährung auswirken. Falsche Angaben müßten sich auch immer wieder rächen an jenen, die sie machten. Die statistischen Angaben würden, so betonte der Redner, vertraulich behan­delt. Sie seien, entgegen mancher Befürchtung, keine Grundlage für die Steuerbehörde.

In seinen weiteren Ausführungen gab der Red­ner praktische Ratschläge über die sachgemäße und richtige Ausfüllung der statistischen Formulare, und er bat dringend, der Ausfüllung der Formulare alle Aufmerksamkeit und Sorgfalt angedeihen zu lassen, damit sich die bisherigen vielen Rückfragen erüb­rigten.

Der Versammlungsleiter

gab dann noch einige Rundschreiben bekannt und wies besonders auf die Aufgaben hin, die den Bür­germeistern im Zusammenhang mit dem Vier­jahresplan erwachsen. Ferner wies er auf eine Reihe von in Vorbereitung befindlichen neuen Ge­setzen hin und deutete in kurzen Sätzen die Ver­pflichtungen an, die sich für die Bürgermeister dar­aus ergeben.

Nach einigen Fragen aus der Versammlung und deren Beantwortung wurde die arbeitsreiche Ta­gung in üblicher Weise geschlossen.

Kirche und Schule.

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 23. März. Am Sonntag vor Ostern wurden hier 56 Kinder konfirmiert. 31 von ihnen waren Knaben, 25 Mädchen. Die Kna­ben wenden sich folgenden Berufen zu: 1 wird Landwirt, 7 Kaufleute, 6 Hilfsarbeiter, 6 Werk­zeugschlosser, 2 Mechaniker, 3 Schlosser, 1 Maschi­nenbauer, 1 Elektromechaniker, 1 Weißbinder, 1 Sattler und 2 gehen weiter in Gießen zur Schule. Von den Mädchen gehen 15 in die Zigarrenfabrik von Rinn & Cloos, 3 bleiben zu Hause, 2 besuchen die Handelsschule, 1 die Aliceschule, 1 das Lyzeum, 1 wird Verkäuferin, 1 geht in einen auswärtigen Haushalt und 1 wird Zeichnerin. Eine Autobus­fahrt auf den Feldberg bildete den Abschluß der Konfirmandenzeit.

± Annerod, 24. März. Am vergangenen Palmsonntag wurden in unserer Kirche durch Pfar­rer Bönning sechs Knaben und fünf Mädchen konfirmiert. In der nächsten Zeit geht ein langgehegter Wunsch vieler Mütter in Erfüllung. Es wird eine Klein-Kinderschule eröffnet, für die die Gemeinde einen zweckentsprechenden Raum zur Verfügung gestellt hat.

6 Steinbach, 23. März. Am Palmsonntag wurden in unserer Kirche die diesjährigen Kon­firmanden konfirmiert. Es waren 21 Kinder (1936: 23), 13 (13) Knaben und 8 (10) Mädchen, bie unter starker Beteiligung der ganzen Gemeinde eingesegnet wurden und darauf zum ersten Male zum hl. Abendmahl gingen.

oo Eberstadt, 23. März. Am Sonntag fand die Einsegnung der Konfirmanden statt. Es verließen in diesem Jahre 5 Kinder die Schule, 2 Buben und 4 Mädchen wurden in die Schule aufgenommen.

[fi Allendorf a. d. L d a., 24. März. Am Sonntag fand hier die Konfirmation statt. 8 Knaben und 16 Mädchen konnten eingesegnet werden. Am Nachmittag fand zu Ehren der früh- verstorbenen zwei Alterskameraden auf dem Fried­hof eine kleine Andachtsfeier mit Kranzniederlegung statt. Der Abend versammelte die Konfirmierten und deren Angehörige nochmals in der Kirche zu

einer Nachfeier, bei der die Konfirmationsscheine verteilt wurden.

4- @ r ü n b e r g , 22. März. Am Palmsonntag fand in der Stadtkirche die Konfirmation durch Pfarrer Matthäus statt. Musikverein und Männerchor wirkten bei der Feier mit. Zur Ein­segnung kamen 64 Konfirmanden, 28 Knaben und 36 Mädchen. Davon entfielen auf Grünberg 21 Knaben und 17 Mädchen. Don den Filialgemeinden waren aus Stangenrod 1 Knabe und 6 Mädchen, aus Lehnheim 3 Knaben und 6 Mädchen, aus Lumda 2 Knaben und 7 Mädchen, ferner aus Atzenhain 1 Knabe.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 23. März. In der St. Markus- kirche fand am Sonntag die Konfirmation statt. Es wurden insgesamt 74 Kinder konfirmiert, davon waren 42 Jungen und 32 Mädchen.

Kreis Schotten.

(D Schotten, 21. März. Am Palmsonntag fand in der hiesigen Stadtkirche die Konfirma­tion der 55 Konfirmanden des Kirchspiels Schot; ten I durch Dekan Widmann statt. 33 Knaben und 22 Mädchen wurden eingesegnet, und zwar aus Schotten 20 Knaben und 17 Mädchen, aus Michelbach 5 Knaben und 3 Mädchen, aus Götzen 3 Knaben und 1 Mädchen, aus Betzenrod 5 Knaben und 1 Mädchen. Bei der Einsegnung und bei der Feier des heiligen Abendmahls assistierte Pfarrer Romer.

Laubach, 24. März. In der hiesigen Stadt­kirche wurden am Sonntag 18 Konfirmanden (11 Knaben und 7 Mädchen) eingesegnet.

Kreis Büdingen.

8 Nidda, 22. März. Am Sonntag fand die Einsegnung der diesjährigen Konfirmanden, 35 Knaben und 33 Mädchen, in der Stadtkirche statt. Den Vorjahren gegenüber ist eine beachtliche Zunahme der Schulentlassenen fest.zustellen. Zum Kirchspiel zählen außer Nidda die Gemeinden Bad Salzhausen, Kohden, Michelnau und Unter-Schmitten.

Oberheffen.

Voranschlagsberaiung in Alsfeld.

Alsfeld, 24. März. In der Sitzung der Ratsherren am Dienstag stand der Vor­anschlag der Stadt-, Hospital- und Armenkasse, sowie des Wasserwerks und des Schlachthofs zur Beratung. Einleitend gab Bürgermeister Dr. Vol - sing einen Ueberblick über den Aufbau des Vor­anschlags für das Rechnungsjahr 1937.

Der Voran] dj lag der Stadt schließt in Einnahme und Ausgabe für die Betriebsrechnung mit 425 083,38 Mark, für die Bermögensrechnung mit 51 250 Mark ab. Der Voranschlag ist ausge­glichen. Bürgermeister Dr. l sing bezeichnete Die Finanz- und Wirtschaftslage der Stadt als ge­sund. Die Stadt hat keinerlei rückständige Zahl- lungsverpflichtungen. Der Gesamtumlagenbedarf be­trägt 140 000 Mark. Durch die Realsteuerreform wird auf Grund des neuen Gewerbesteuergesetzes voraussichtlich eine erhebliche Umschichtung des Kreises der Steuerpflichtigen eintreten, deren Aus­wirkung zur Zeit noch nicht zu überblicken ist. Auf Grund der Beratung, in deren Verlauf zahlreiche Anregungen zu einzelnen Ansätzen des Voranschla­ges gegeben wurden, stellte der Vorsitzende den Voranschlag in der oben angegebenen Höhe fest.

Der Voranschlag des Wasserwerks schließt in Einnahme mit 51 798,40 Mark, in Aus­gabe mit 30 202,25 Mark ab, so daß ein Betriebs­überschuß von 21596,15 Mark verbleibt. Wie der

WaintdieMeidunq

Vorsitzende dabei mitteilte, wird zur Zeit die all­gemeine Einführung von Wassermessern erwogen.

Der Voranschlag des städtischen Schlachthofes für das Rj. 1937 schließt im Betrieb in Einnahme und Ausgabe mit 25 785,41 Mark und im Vermögen mit 3700 Mark ab.

Der Voranschlag der Hospital- und Armenkasse gleicht sich mit 23 453,60 Mark aus.

Sämtliche Voranschläge wurden vom Vorsitzenden nach der Beratung in der oorgelegten Form fest- gestellt. Die Festsetzung der Steuerausschlagsätze er­folgt nach dem Vorliegen der Steuerkapitalien. Für das im Rechnungsjahr 1937 zur Erhebung kom­mende Wässergeld wird der seitherige Zuschlag von 50 v. H. weiter erhoben.

Hinsichtlich des Verkehrswesens wünschten die Ratsherren eine Nachprüfung des für die sechs von Alsfeld ausgehenden Postautolinien jährlich an die Poftoerwaltung zu zahlenden Zuschusses von 1700 Mark. Für die Ausgestaltung des Prämien­marktes 1 9 3 7 wurden mehrfache Anregungen gegeben.

Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende ein Schrei­ben des Gruppenführers Prinz Richard von Hessen der Motorgruppe Hessen des NSKK. bekannt, worin dieser der Stadt Alsfeld im An­schluß an die kürzlich mit dem Ziel Alsfeld durch­geführte Nachtsuchfahrt 1 93 7 den herzlich­sten Dank ausspricht für die große Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung und für die überaus herzliche Aufnahme in der Stadt, so­wie für die Stiftung zahlreicher Ehrenpreise.

Kommunale Tagung in Scholten.

ch Schotten, 20. März. Jrn Rathaussaal fand gestern eine Tagung des Kreisverban­des Schotten vom Deutschen Ge­rn e i n b e t a g statt. Dom Kreisamt Schotten wa­ren Regierungsrat Schwan und Inspektor Mül- l e r erschienen. In Vertretung des verhinderten Obmannes begrüßte Bürgermeister Hägy (Lau­bach) die Erschienenen. Es fand zunächst eine all­gemeine Aussprache über verschiedene Kommunal­fragen statt. Standesamtliche Angelegenheiten wur­den besprochen. Obersteuerinspektor Hertel vom Finanzamt Schotten hielt alsdann einen Vortrag über steuerrechtliche (fragen, besonders über die neue Realsteuerreform und die ab 1. April 1937 zu erhebende Gewerbesteuer, sowie die ab 1. April 1938 neue Grundsteuer. Verschiedene Verfügungen und Verordnungen wurden bekanntgegeben. Reaie- rungsrat Schwan brachte eine Reihe von verwal­tungstechnischen Fragen zur Sprache. Der Heim- beschaffung für die HI., den BDM. und das Jung­volk muß größtes Interesse entgegengebracht wer­den. Maßnahmen zur Bekämpfung der Wild­schweine, die überhand nehmen und großen Scha­den anrichten, ebenso die Rattenbekämpfung wur­den behandelt und eine Reihe weiterer Fragen be­raten und erledigt.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 25. März. Im Gasthaus von Braun fand gestern abend die Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Konsumver­eins statt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Karl D a u p e r t verlas zunächst die Jahresreck)nung und Bilanz. Der Gesamtumsatz im Jahre 1936 betrug 732 000 Mark. Der Warenumsatz in beiden Ver­kaufsstellen belief sich auf 195 000 Mark und war etwas geringer, als im Jahre 1935. Der Reinge­winn war etwa 1000 Mark hoher als 1935. Nach der Bilanz konnte der Vorsitzende festftellen, daß das Unternehmen auf einer gefunden Grundlage ruht, was auch aus dem gesetzlichen Revisionsbe­richt hervorging. Die Rückvergütungen betragen, wie im Vorjahre, 3 v. H. und fojnmen sofort zur Verrechnung. Die Immobilien wurden durch den Ankauf des Hauses der Verkaufsstelle 2 wesentlich vergrößert. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die Mitgliederzahl beträgt zur Zeit 616 und bewegt sich auf der Grundlage der letzten Jahre. Da der Landwirtschaftliche Konsum­verein nun auf sein 50jähriges Bestehen zurück­blickt, ist beabsichtigt, dieses in einer feierlichen Ver­anstaltung zu würdigen. Der Termin wird vom Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt.

5 Steinbach, 24. März. Dieser Tage hielt die hiesige Evangelische Frauen Hilfe ihre Schlußversammlung im Saale bei Deucker ab. Der Leiter, Pfarrer Doll, erstattete den Jahresbericht des 21. Vereinsjahres, das in der Mitgliederbewe­gung den höchsten Stand seit der Gründung brachte. Darauf wurde die Kassenführung der Rechnerin Frau Lina Wald geprüft und ihr Entlastung ge­währt. Aus der Kasse konnten in gewohnter Weise dem WHW. und Anstalten und Vereinen der christ­lichen Liebestätigkeit ansehnliche Beiträge gewährt werden. Der Leiter dankte der Rechnerin für ihre

vorbildliche Kassenführung und bat sie, auch im neuen Vereinsjahre die Rechnung weiterzuführen. Die Reisesparkasse, ebenfalls von Frau W a l b ge­führt, erfreut sich regen Zuspruches der Mitglieder. Als Reiseziel wurde für dieses Jahr Eisenach und die Wartburg gewählt und als Reisetag der erste Sonntag im Juli vorgesehen. Ein treues Mitglied hat die Frauenhilfe durch den Tod verloren, das seit Gründung treu zum Bunde hielt, Frau Susanne R e u s ch l i n g ; ihrer wurde gedacht. An der Kreis­frauenhilfetagung in Rödgen am 4. April wird sich die Frauenhilfe beteiligen.

* Hausen, 25. März. Gestern abend ereignete sich in unserem Dorfe ein schwererVerkehrs- Unfall. Der 14jährige Erich Seng geriet, als er mit seinem Fahrrad aus einem Seitenweg auf die Hauptstraße einbiegen wollte, gegen einen Kraft- wagen, der im gleichen Augenblick die Straße pas­sierte. Der Knabe stürzte und erlitt schwereVer­letzungen, die seine sofortige Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gießen notwendig machte.

T Garbenteich, 23. März. Wie in ver­gangenen Jahren, so fand auch in diesem Jahre hier ein Elternabend der Schule verbunden mit Entlassungsfeier statt. Die vereinigten Säle der Wirtschaft Lotz waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Schulleiter, Lehrer Mörschel, be­grüßte in herzlichen Worten die Besucher und wies darauf hin, wie das Vertrauen der Eltern zur Schule erste Vorbedingung für eine ersprießliche Er. ziehertätigkeit des Lehrers sei. Er betonte weiter, wie die heutige Zeit der Schule viel Anregung und Belebung verdanke. Zum Schluß gedachte er des im Vorwinter verstorbenen seitherigen Lehrers in Garbenteich, Adam Selz er, der vor dem Kriege schon in Garbenteich tätig gewesen. Lehrer Mör­schel würdigte die Verdienste des Verstorbenen und begrüßte zugleich dessen Nachfolger, Schulver­walter Lutz. Schüler der Ob er Haffe wiesen in einem von Lehrer Stumpf verfaßten Spiel auf die Be­deutung des Landesschulheims hin. Weitere Gar- benteicher Dialektdichtungen von Lehrer Stumpf losten viel Heiterkeit aus und fanden gleichfalls reichen Beifall. Die Klaffe von Lehrer Mörschel erfreute mit einigen gut gelungenen Reigen und Scherztänzen, die viel Freude bereiteten. Die etgenf- liehe Schulentlassungsfeier fand in Form eines sinnvollen Zwiegespräches zwischen Lehrer und Schüler statt, dem Worte des Führers zugrunde lagen und das mit dem Deutschland- und dem Horst- Wessel-Lied endete. Gesänge der Kinder umrahmten den schonen Abend, den Lehrer Mörschel mit Hinweis auf den bald in die Gemeinde kommenden Schullandheim-Film schloß. Pfarrer Steiner (Hausen) (prad) dann noch im Namen der Besucher ein kurzes Dankwort. Der Abend war burd) seine heimatgebundene Art besonders wertvoll und vor­bildlich.

s. Lang-Gons, 23. März. Von der Gaufilm­stelle wurden in der Turnhalle einige sehr wertvolle Filme oorgeführt. Von der schweren Arbeit der Bergarbeiter im Kohlengebiet Oberschlesiens er­zählte der erste Film, es folgte eine größere lieber- schau über politische Tagungen der letzten Monate, sodann eine Reise nach Island. Als letzter Film lief sodannFriesennot", der in packenden Bildern die Not der Ausländsdeutschen in Rußland vor­führte und einen tiefen Eindruck hinterließ.

cs) Eberstadt, 24. März. Die hiesige Pferde- Versicherungsanstalt hielt ihre diesjährige Generalversammlung unter Leitung des Vorsitzen­den F. L ö b r i ch im GasthausZum Adler" ab. Der Rechner G. W. Schmandt gab den Kassen­bericht bekannt, der mit 1313 Mark Einnahmen und 1274 Mark Ausgaben abschloß. Außer den Aerztekosten wurden noch 1075 Mark Entschädi­gungen ausgezahlt. Die Anstalt zählt 49 Mitglieder und hat 85 Pferde versichert. Die gesamte Versiche­rungssumme betrug 82 060 Mark. Der Kassenbericht wurde genehmigt und dem Vorstand und Aufsichts­rat Entlastung erteilt. Die Versammlung schloß dann in der üblichen Weise.

< Staufenberg, 23. März. Bei der jüng­sten Holzversteigerung wurden durchschnitt, lich folgende Preise je Raummeter erzielt: Buchen­scheite 9 bis 10 Mark, Buchenknüppel 8 bis 9 Mark, Kiefern-Rundscheit 7 bis 8 Mark, Fichten-Knüppel 1 bis 1,50 Mark, Buchen-Reiser 1,50 bis 2 Mark.

nsf. Trais a. d. Lumda, 24. März. In unse­rer Frauenschaft fand ein Vortrag von Frau Dr. Neumann aus Gießen statt. Die Frauen folgten sehr aufmerksam den interessierten Ratschlä- gen und Aufklärungen über die Erziehung der Kin­der, über die Bekämpfung schlechter Anlagen und das Wecken und Stärken guter Eigenschaften. Im zweiten Teil des Abends sprach die Leiterin der Ortsbäuerinnen über die Frühjahrsbestellung in Feld und Garten und über den Kampf gegen Pflan­zenschädlinge. An 41 Frauen, die sich schon vor der Machtübernahme für die Bewegung einsetzten, konnte die Ehrennadel des Führers gegeben werden.

[U Saasen, 23. März. Zur Zeit werden einige Straßen unseres Ortes ausgebessert. Diese Arbeiten, die wegen der unbefriedigenden finanziel­len Lage lange Zeit zurückgestellt werden mußten, werden von der Einwohnerschaft sehr begrüßt. Im gleichen Arbeitsprogramm wird auch ein viel be­nagter Holzabfuhrweg ausgebessert. Die Bauern sind gegenwärtig mit dem Auslichten der Obstbäume beschäftigt. Die Gemeinde geht mit gutem Beispiel voran, indem sie ihre Dbftbaum- bestände durch Fachleute in Ordnung bringen läßt. Ferner werden durch die Gemeinde 10 0 neue Ob st bäume gepflanzt.

> Saasen, 23. März. Auch in unserer Ge­meinde soll nunmehr die Seidenraupenzucht eingeführt werden. Zu diesem Zwecke läßt die Ge­meinde auf dem Wingertberg (öort wurde früher Wein gebaut) 1 000 Maulbeerbäume an- pflanzen. Dadurch wird ein bisher fast unbebautes Land nutzbar gemacht. An alle Einwohner, die Interesse an der Seidenraupenzucht haben, werden Maulbeerbäume kostenlos verteilt. Im oergange- nen Jahre war die Bautätigkeit in unserer Gemeinde sehr rege. Neben zahlreichen Um- und Anbauten wurden drei neue Wohnhäuser errichtet. Auch für das laufende Jahr sind mehrere Neubau» len geplant. Der Bau einer Scheune wurde bereits in Angriff genommen. Durch die rege Bautätigkeit sind die hiesigen Handwerker gut beschäftigt.

# Ettingshausen, 24. März. Der hiesige Ziegenzucht-Verein hielt bei Gastwirt Keil II. seine Jahreshauptversammlung ab. Der Vereinsführer Gotthard Stein erstattete zunächst

Magenbeschwerden vorbeugen ! ff JCf»- S<»f» 2Qpf<,