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paoting von -en Japanern gestürmt.

Wichtigste Stellung des chinesischen Verteidigungssystems in Nordchina.

Mittelpunkt der diesjährigenJahresschau": die SonderausstellungDie Küche das Reich der Frau". Zehn deutsche Gaue stehen hier am eigenen" Herd. Ein wahres Panorama hei­matlicher Rezepte, das hier gekocht und serviert wird! 80 Gastwirtsfrauen aus allen Him­melsrichtungen Deutschlands führen in dieser muster­haften Küchenschau den Kochlöffel nach einem täg­lich wechselndenMagenfahrplan". Daß das Kochen auch bei bescheidenen Mitteln als eine Kunst geübt werden kann, werden in der Meisterschaftsküche 80 deutsche Wirtsfrauen beweisen. Küche, Keller und Quartier, kurz, die Gesamtbehaglichkeit einer Gaststätte bildet ihr Wesen und gründet ihren Ruf.

Die rund 270 000 Gast- und Beherbergungsbe­triebe warten gleichfalls mit einer Sonderausstel­lung auf. Eine geschichtliche Schau1000 Jahre gewerbliche Gastfreundschaft" läßt erkennen, wie schon im 11. Jahrhundert sich aus der Gastfreund­schaft der Fürsten und Klöster das Gastgewerbe entwickelt hat. Im 16. Jahrhundert stand das deutsche Gastgewerbe bereits in so hoher Blüte, daß der Franzose Montaigne in begeisterten Worten davon spricht. Zu Beginn des 18. Jahr­hunderts wird in den Hansestädten mancher Rats­keller gegründet, der bis heute seinen Ruhm er­halten hat. Weiter sieht man denkwürdige deutsche Gaststätten in Bildern, in deren alten Fassaden und Schildern sich die reiche geschichtliche Ver­gangenheit des Gewerbes spiegelt.

In einer Musterfleischerei werden vor den Augen der Zuschauer die verschiedensten Arten von Würsten hergestellt. In einerStraße der deut­schen Wurstspezialitäten" kann man sich dem Ge­nuß der köstlichen Würste hingeben. U. a. ist hier ein Schiff aufgebaut, aus dessen Kombüse der Schiffskoch das beliebte SeemannsgerichtLabs­kaus, verabreicht. Das weit über die Grenzen des Reiches hinaus bekannte Kochkunst-Museum in Frankfurt a. M. bietet eine fesselnde Schau von Menü- und Speisekarten der Jahrhunderte.

Ein völkisches Deutschland.

Estländische Journalisten berichten über ihre Eindrücke.

Reval, 23. Sept. (DRB.) In estnischen Blät­tern finden sich Berichte über die Reise, die sieben Hauptschriftleiter estländischer Blätter auf Einla­dung der Reichsregierung durch Deutschland ge­macht haben.Waba Maa" hebt den freundlichen Empfang hervor. Nach einem Hinweis darauf, daß es in Osteuropa autoritäre Regierungen gebe, denen es schwer falle, einen Kontakt mit ihrem Volk und eine sogenannteMassenbasis" herzustellen, wird betont, daß der Nationalsozialismus von Anfang an völkisch sei, von unten her aufgestiegene Männer aus dem Volke seine Führer seien und die Ueberbrückung der Unterschiede zwischen den Schichten und Ständen im Volksganzen seine wichtigste Aufgabe sei. Der Nationalsozialismus heißt es weiter scheine in Deutschland wirklich die erste Staatsordnung zu sein, in der tatsächlich das völkische Wesen zur Macht gelangt sei. Nach einem Hinweis darauf, daß der Weima­rer Republik dieser Versuch nicht geglückt sei, weil es :hr nicht gelungen sei, volkstümlich zu werden, erklärt Hauptschriftleiter Laabann, es sei keine reine Phrase, wenn von einemneuen Deutsch­land" gesprochen werde. Was aus ihm werde, fei natürlich eine Frage der Zukunft,- daß es aber nicht so sein werde wie das Deutschland der Ver­gangenheit, das scheine mit jedem Tag klarer zu werden.

Krisenstimmung in Belgien.

Bleibt van Zeeland am Ruder?

Brüssel, 23. Sept. (DNB.) Zur Klärung der volitischen Lage empfing der König nacheinander den Finanzminister de Man und den ehemaligen Außenminister Paul Hymans. Der Vorstand des Generalrates der belgischen Arbeiterpartei faßte eine Entschließung, worin erklärt wird, der Vorstand wünsche, daß die jetzige Regierung unter dem Vorsitz van Zeelands ihre Aufgabe fortsetze und ihr Programm verwirkliche. Falls der Gesundheitszustand den Ministerpräsiden­ten zwinge, sein Amt niederzulegen, so fordere die belgische Arbeiterpartei als stärkste Gruppe der Regierungsmehrheit, daß ein Sozialist mit der Neubildung einer Regierung be­auftragt werde.

Diese Entschließung wurde van Zeeland von Außenminister Spaak und dem Minister für öffent­liche Arbeiten Merlot überbracht. Eine Entscheidung des Ministerpräsidenten ist noch nicht bekannt ge­worden, jedoch wurde erklärt, daß die Regierung ihre Arbeit fortsetzen könne.

Ministerpräsident van Zeeland hatte auch eine Besprechung mit drei liberalen Ministern, die auf ihn eingewirkt haben, an der Spitze der Re­gierung zu bleiben. Van Zeeland hat sich seine Entscheidung noch vorbehalten. Ferner hatte der Ministerpräsident eine Besprechung mit Vertretern der flämisch-katholischen Gruppe. Ge­genstand der Besprechungen soll die Nachfolge des Innenministers de Schryver gewesen sein, der bereits vor einiger Zeit aus persönlichen Gründen aus der Regierung ausscheiden wollte. Die flämi­schen Katholiken bestehen darauf, daß als Nach­folger des Ministers de Schryver abermals ein ihrer Gruppe angehörender Flame ins Kabinett eintritt. Am Freitagnachmittag findet ein Kabinetts­rat statt, von dem man eine endgültige Klärung der politischen Lage erhofft.

Abschluß der Schweizer Herstmanöver.

Bern, 23. Sept. (DNB.) Die Schweizer Herbst­manöver wurden mit den Manöoern der 3. Division ' im Raume des Aare-Laufs bis einschließlich Bern beendet. Vor dem Bundesrat und der Bundesver­sammlung sowie den diplomatischen Missionen fand in Bern eine Truppenparade statt. Bei der Manöver- Ek wies Bundesrat Minger, der Leiter des Militärdepartements darauf hin, daß die 3. Division Ende des Jahres durch neue Formationen *5 f ® b t werde. Ihre Auflösung hänge mit der ein» Q2n.e . n Umgestaltung zusammen, die die Ischwelzerische Armee in Anpassung an die moderne ^Kriegsfuhrung erfahre. Durch das Einspielen der »Einheiten auf die neue Truppenordnung iwerde die Schweiz vor!940keine Manöver

Tokio, 24. Sept. (DNB. Funkspruch.) (Ostasien- dienst des DNB.) Die Stadt P a o t i n g an der PeipingHankau - Bahn, ungefähr 150 Kilometer südlich von Peiping, wurde am Freitagoormittag von den japanischen Truppen g e - stürmt. Damit ist die wichtigste Stellung des chinesischen Verteidigungssystems süouch von Tientsin und Peiping gefallen. Paoting war nicht nur das Große Hauptquartier der chinesischen Nordarmee während des jetzigen Feldzuges, son­dern auch die stärkste Garnison Nordchinas mit ausgedehnten Truppenübungsplätzen, einem Arse­nal usw. Die Stadt war früher Sitz der Provin- zialregierung von Hopei und einer berühmten Mi­litärakademie, die von nahezu allen chinesischen Ge­nerälen einschließlich des Marschalls Tschiangkai- schek besucht worden ist.

England

zur Bombardierung Kantons.

L o n d o n , 24. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Bombardierung Kantons durch japanische Flug­zeuge hat in der Londoner Presse Entrüstung und Unruhe hervorgerufen. Die Linksblätter verlangen sogar, daßendlich die europäischen Mächte und insbesondere England und die Ver­einigten Staaten sich zu einer gemein­samen Aktion entschließen und dem Vorgehen der Japaner in China entgegentreten"Daily Expreß" meint, Japan scheine stark zu sein, denn

Paris, 23. Sept. (DNB.) Der Nachfolger General Kutiepows als Präsident des Zari­stischen Frontkämpferverbandes, Ge­neral von Miller, ist feit Mittwoch mittag verschwunden. Die Blätter fragen sich, ob General Miller, ebenso wie sein Vorgänger, General Kutiepow, entführt worden sei. Zuletzt habe er Dienstag sein Büro betreten und seinen Mit­arbeitern gegenüber erklärt, daß er noch eine Reihe von Besuchen in Paris erledigen wolle; seitdem sei der General nicht wieder gesehen worden. Der General habe einen Brief hinterlassen, in dem er mitteilt, daß er um 12.30 Uhr mit General S k o b l i n in Paris an der Ecke der Rue Jasmin und Rue Raffet eine Besprechung habe. Gene­ral Skoblin wolle ihn zuzwei ausländischen Offizieren bringen. Vielleicht handele es sich um einen Hinterhalt, deshalb lasse er diesen Brief zurück.

Am Mittwochnachmittag habe General Skob­lin überraschenderweise erklärt, von einer ge­planten Zusammenkunft mit General von Miller nichts zu wissen und den Inhalt des geheim­nisvollen Briefes nicht zu verstehen (!). General Skoblin sei auf dem Heimwege gleichfalls verschwunden. Obwohl die Polizei bereits alle Freunde und Bekannte des Generals vernommen hat, so konnte doch nicht die geringste Spur zur Aufklärung des Vorfalles gefunden werden. In Ozoir-la-Ferriere, wo General Skoblin und feine Frau ihren Wohnsitz haben, erklärt man, daß der General Mittwoch gegen 19 Uhr nach Paris ge­fahren fei und daß man seither von ihm keinerlei Nachricht besitze.

Die französische Sicherheitspolizei wurde von einem Polizeikommisfar in Le Havre davon unterrichtet, daß dort gegen 16 Uhr aus Paris ein Lastkraftwagen eintraf, - in dem sich drei Männer befanden. Gegen 19.20 Uhr hatten mehrere Zeugen dasselbe Fahrzeug wieder nach Paris zurückfahren sehen. Diesmal fei es aber nur mit dem Wagenlenker und einer Person beseht gewesen. Um 20.45 Uhr

größeren Stils mehr durchführen. Bundesrat Minger betonte die Notwendigkeit eines obligato­rischen Vorunterrichts durch die Turn- und Sport­vereine zur Ertüchtigung der Jugend. Eine Vorlage darüber sei in Vorbereitung.

Gegen die kommunistische Verhetzung der Eingeborenen Südafrikas.

Pretoria, 23. Sept. (DNB.) In der kleinen Stadt Vereenigina in der Nähe von Kapstadt, in der vor einiger Zeit drei Polizisten durch Eingeborene getötet wurden, fand eine Kundgebung statt, die ein bezeichnendes Licht auf die Stimmung unter der weißen Bevölkerung Süd­afrikas angesichts der ständig zunehmenden jüdisch- bolschewistischen Wühlarbeit unter den Eingeborenen wirft. Ein Farmer erklärte, daß die versammelten 1500 Weißen zusammengeströmt seien, ohne daß sie irgendwer gerufen habe, um ihrer Erregung über die Ermordung von zwei weißen und einem schwarzen Polizisten durch Eingeborene Ausdruck zu geben. Harry Inch, ein Führer der südafrika­nischen Grauhemden-Bewegung, forderte die Union-Regierung auf, die verderbliche rote Wühlarbeit unter den Schwar­zen z u verhindern und verlangte die Aus­weisung derUeberseejude n", die diese Hetze in erster Linie betrieben. Unter großer Er­regung wurde eine Entschließung angenommen, die den Rücktritt des Justizministers Ge­neral Smuts forderte, weil er die nach der Ermordung der Polizisten verhafteten 430 Einge­borenen wieder freigelaffen habe. Zahlreiche Zwischenrufer verlangten auch den Rücktritt des Ministerpräsidenten General H e r tz o g und des Ministers H o f m e y r. Ein Neger, der sich der Versammlung genähert hatte, wurde von den er­bitterten Weißen so zugerichtet, daß ihn die Polizei schwerverletzt ins Krankenhaus schaffen mußte.

es reagiere nicht auf d i e bisherigen Proteste. Man dürfe aber nicht vergessen, daß Japan vom Verkauf seiner Waren lebe. England, Amerika, Holland und China seien die b e ft e n Kunden Japans. Tokio solle sich die Ausfuhr­ziffern nach diesen Ländern vor Augen halten und sich daran erinnern, daß die Stimmung des Volkes eine wesentliche Rolle spiele.Daily Mail" warnt vor einer übertriebenen oder sensa­tionellen Beurteilung der Vorgänge, ist aber trotz­dem der Ansicht, daß mit einem P r o t e st d e r Großmächte zu rechnen sei.Daily Herold" meint, es sei eine lebenswichtige Frage, daß jetzt Amerika und England sich zusammen­täten.

Japanischer Bombenangriff in Schantung.

Tokio, 24. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die ja­panische Marine teilt die erstmalige Bombardierung eines ungenannten strategisch wichtigen Ortes in der Schantung-Provinz mit. Militärische Anlagen, wie Eisenbahnstation, Lager­plätze und Ansammlungen der Schantung-Truppen seien stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Po­litische Kreise messen diesem Bombenangriff erheb­liche Bedeutung bei, da hier eine Entscheidung des bisher neutral gebliebenen Gouverneurs von Schan­tung in anti» oder projapanischem Sinne beschleu­nigt werden muß.

habe man erfahren, daß der forojet- russische Frachtdampfer2Narya Ul y a no wa" ganz plötzlich von Le Havre nach Leningrad in See gegangen sei. Wie unterrichtete kreise vermuten, ist Willer mit dem Lastwagen nach Le Havre ge­bracht worden und dort an Bord des sowjet- russischen Frachtdampfers.

Nach einer Meldung desMatin" befand sich der Marya-Ulyanowa" feit etwa 8 Tagen im Hafen von Le Havre und hatte den Transport der aus Amerika herübergekommenen zerlegten beiden Sowjetpolarflugzeuge in die Heimat übernommen. Außerdem befanden sich noch 130 Fahrgäste an Bord, und zwar aus Sowjet­spanien heimkehrende sowjetrussische sog. Freiwil­lige sowie sowjetrussische Besucher der Pariser Welt­ausstellung. Häufig seien Automobile der Pariser S o w j e t b o t s ch a f t in der Gegend von Le Havre gesichtet worden. Der Sowjetdampfer habe kurz nach Eintreffen des oben­erwähnten Lastkraftwagens feine An- Per gelichtet, ohne auf der bei der Hafenpolizei aufliegenden Liste vorschriftsmäßig seine Ausfahrt­zeit eingetragen zu haben.

In den Morgenblättern wird ein gewisser Ver­dacht gegen den zwölf Stunden später verschwun­denen GeNeral Skoblin ausgesprochen, der widerspruchsvolle Angaben über das in dem hinterlassenen Brief Millers erwähnte Stell­dichein abgegeben habe. General Skoblin fei schon früher der Verbindung mit den Sow­jets bezichtigt worden, man habe sich nicht erklären können, aus welchen Mitteln sich General Skoblin ein Landhaus kaufte und ein Automobil erwarb. Manche Blätter vermuten, daß nicht Gene­ral Miller als Opfer, sondern General Skob­lin als Mitschuldiger und Flüchtling der geheimnisvolle Fahrgast sei, der sich mit dem Lastkraftwagen nach Le Havre und dort an Bord des fowjetrussischen Frachtdampfers begeben habe. Frau Skoblin ist ebenfalls von der Bildfläche verschwunden.

Kleine politische Nachrichten.

Der neue deutsche Botschafter bei der spanischen Nationalregierung von Stohrer überreichte am Donnerstag in Salamanca dem spanischen Staats­chef General Franco mit dem üblichen feierlichen Zeremoniell sein Beglaubigungsschrei­ben.

Wegen des Besitzes von zwei Papierböllern wur­den von einem Salzburger Schöffen­gericht zwei österreichische Nationalsozialisten zu fünf und sechs Jahren schweren Kerkers ver­urteilt. Die Aufdeckung einer geheimenDrucke- r e i, in der derÖsterreichische Beobachter" her- gestellt wurde, hatte einen neuen Prozeß zur Folge, in dem ein Angeklagter 14 Monate, ein anderer ein Jahr Gefängnis erhielt.

Der deutsche Lehrer Pflaum erhielt die An­ordnung des Warschauer Kultusministeriums, daß er von der deutschen Schule in Papoc im Kreise Neutomischel an eine rein polnische Schule nach Kluczewo im Kreise Kosten versetzt worden sei. Durch diese Verfügung ist der neunte deutsche Lehrer aus dem Kreise Neutomischel versetzt worden.

Kunst und Wissenschaft.

Tagung der deutschen Geschichts- und Altertums­vereine in Gotha.

Im Anschluß an den 27. deutschen Archivtag be­gann in Gotha die diesjährige Tagung des Gesamtvereins der deutschen Ge° s ch i ch ts - und Altertumsvereine. Bei der Eröffnung konnte der Leiter des Gesamtvereins, Universitätsprofessor Dr. Ho p p e (Berlin) die Ver­treter von Partei und Staat und zahlreiche Gäste des In- und Auslandes sowie annähernd 400 Ver­treter der deutschen Geschichtsvereine begrüßen. Sein besonderer Gruß galt dem Führer und

Reichskanzler, dem Professor Hoppe im Namen des Gesamtvereins ein Telegramm übermittelte, das der Führer erwiderte. Reichsarchivdirektor Dr. Zip- f e l überbrachte die Grüße der preußischen (Staats­regierung und des Reichsministers für Volksauf- klärung und Propaganda. General-Staatsarchivar Dr. Kallbrunner (Wien) sprach im Namen des österreichischen Bundeskanzleramtes und der von ihm geleiteten Delegation. Dem Tagungsort entsprechend wurden am ersten Tage Vorträge über thüringische landesgeschichtliche Forschungen gehal­ten, während der zweite Tag mehr allgemeinen Vorträgen landesgeschichtlicher Arbeiten und For­schungen Vorbehalten blieb.

Uraufführung des Violinkonzertes von Robert Schumann.

Das bisher unveröffentlicht gebliebene einzige Violinkonzert von Robert Schumann wird auf Anordnung des Reichsministers für Volksauf­klärung und Propaganda am 13. November wäh­rend der Jahresversammlung der Reichskulturkam- mer in Berlin seine feierliche Uraufführung erleben.

Aus aller Welt.

Die Alpenflüffe steigen.

Infolge der feit Mittwochnachmittag im Gebirge und im Alpenvorland ohne Unterbrechung anhal­tenden starken Regenfälle besteht für Südbayern Hochwassergefahr. Für die Alpenflüffe und verschiedentlich auch für die Flachlandflüsse muß mit erheblichem Steigen gerechnet werden. Hoch­wassermeldungen liegen bereits vor von der Iller beim Kempten, vom Lech bei Füssen, von der Wer- tach bei Kaufbeuren, der Isar bei ßengries, der Loisach bei Wolfratshausen, der Ammer bei Ober­ammergau, der Mangfall bei Feldolling, der Schlie- rach bei Miesbach, der Leitzach bei Stauden und dem Inn bei Rosenheim. Aus Bad Tölz wird ge­meldet, daß die Isar in außerordentlich schnellem Steigen begriffen ist.

Auf der Ferienfahrt mit dem Auto tödlich verunglückt.

In Plattling (Oberbayern) forderte ein Kraft - wagenunfall zwei Menschenleben. Ein Per­sonenkraftwagen raste aus noch nicht geklärter Ur­sache mit solcher Wucht gegen einen Straßenbaum, daß der Wagen fast in zwei Teile auseinander­gerissen wurde. Der Lenker des Wagens war so­fort tot, seine Frau starb im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Die auf dem Rücksitz befind­lichen drei Kinder im Alter von 3, 6 und 9 Jahren kamen mit mehr oder minder schweren Prellungen davon und liegen im Krankenhaus. Es handelt sich bei den Verunglückten um den Steueroberinspektor Christian Mayr aus Garmisch, der sich mit sei­ner Frau und den Kindern auf einer Ferienfahrt befand.

Wieder ein deutscher Rordatlantikflug in Rekordzeit.

Der ausgezeichneten Leistung des Nordatlantik- PostflugzeugesNordwind", das am 15. September auf der Flugstrecke Horta (Azoren)Neuyork mit einer Flugzeit von 14 Stunden und 35 Minuten einen Streckenrekord aufstellte, reiht sich ein neuer Rekordflug des gleichen Flugzeuges in umge­kehrter Richtung würdig an. Von dem in Port Washington, dem Wasserflughafen Neuyorks, statio­nierten FlugstützpunktSchwabenland" wurde die Nordwind" der Deutschen Lufthansa mit der Be­satzung Flugkapitän Graf Schack, Flugkapitän Ro- dig, Flugmaschinistenfunker Roesel und Flugzeug- fünfer Stein zürn Fluge nach Horta abgeschossen, wo die Maschine nach einer Flugzeit von nur 14 Stunden und 18 Minuten glatt wasserte. An diesem Fluge nahm auch der Atlantik-Flugbetriebsleiter der Deutschen Lufthansa, Freiherr von Budden­brock, teil, der die zweite Nordatlantik-Flugoer- suchsreise der Deutschen Lufthansa leitete.

Blutiges Eifersuchtsdrama in Wien.

Ein gewisser Ismet Aga Dzino in Wien er- schoß in einem Anfall von Eifersucht seine Frau Margret, eine gebürtige Engländerin, sein fünfjäh­riges Söhnchen Ismet und dann sich selbst Wäh- rend er selbst auf der Stelle tot war, ft a r b e n die beiden anderen Opfer des Eifersuchtsdramas bald nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus. Ssmet Aga Dzino war ein etwas mysteriöser Mann. Angeblich der Sohn eines hohen türkischen Offiziers, soll er ebenfalls als Offizier in der öster­reichischen Armee gedient haben. Später betätigte er sich als Sekretär desHellsehers" Hanussen. Wo- von er in letzter Zeit lebte, ist noch nicht aufgeklärt.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Während sich im Alpenvorland noch immer Regentätigkeit fortsetzt und infolge Schauerwirkung auch in ost- und mitteldeutschen Gebirgen teilweise Regen fällt, herrscht im Großteil des Reiches herbst­liches Schönwetter. Die nächtliche Ausstrahlung läßt dabei die Temperaturen vielfach in Gefrier­punktnähe absinken. Üeber Nordeuropa hat sich hef­tige Wirbeltätigkeit eingestellt, die auf die nord­deutschen Gebiete nicht ohne Einfluß bleibt. .Aussichten für Samstag: Voraussicht­lich keine Störungen, die den herbstlichen Schön­wettercharakter stärker beeinträchtigen werden.

Aussichten für Sonntag: Noch keine durchgreifende Aenderung.

Lufttemperaturen am 23. September: mittags 17,8 Grad Celsius, abends 10 Grad; am 24. September: morgens 5,2 Grad. Maximum 18,4 Grad, Minimum heute nacht 4,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. September: abends 12,5 Grad; am 24. September: morgens 8,8 Grad. Sonnenschein­dauer 9,5 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum- schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D A. VIII. 37: 9090. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange. K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugs­preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufs­preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr

flur Zeit ist Preisliste Nr 3 vom 1 Juni 1935 aültig.

Zwei Zaren-Generale aus Paris verschwunden.

Begründeter Verdacht einer Entführung auf sowjetrussischem Irachtdampfer.

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