Ausgabe 
24.7.1937
 
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Bald steckten auch Neger ihren Kopf aus dem Busch: Natacka Kasi, Bwana!" (Ich wünsche Mrbeit, 5)err.) Die Eingeborenen nannten das Waldland ,Mu- finbi", und dieser Name blieb

Nach mehr als einem halben Jahre erschien der erste englische Beamte, um zu sehen,ob die wilden Deutschen noch lebten" Er staunte nicht schlecht, als er eine leidliche Auto st raße oorfand, die zu Däusern aus Lehmziegeln hinführte, in denen die Verschollenen recht gemütlich wohnten Noch mehr staunte er über die Gemüsegärten und die Saat­beete, in denen die Kaffeebäumchen bereits munter wuchsen Er sandte einen Landmesser, der die einzelnenPlots", ausgehend von der alten Grundlinie, genau vermaß.

In den folgenden Jahren stieg die Zahl deutscher Siedler in diesem Gebiete auf mehr als 50. Doch stand ihnen eine schwere Enttäuschung bevor. Der Kaffee wollte nicht recht wachsen, erquiemte" und war nach drei Jahren, als er die erste Ernte bringen sollte, noch nicht kniehoch. Es schien nun so, als wäre das Unternehmen derMufindianer", wie man die Waldleute mit Spitznamen nannte, zum Tode verurteilt. Da kam einer der Siedler auf den Gedanken, statt des Kaffees Tee anzu­bauen. Er besorgte sich von den englischen Behörden, die großes Entgegenkommen zeigten, Teesaat und bald zeigte es sich, daß der Teebaum das Klima nicht nur vertrug, sondern es liebte und freudig aufwärts wuchs. Die Kultur des Tees gleicht der des Kaffes auf ein Haar. Die im Saatbeet gezo­genen Bäumchen werden nach zwei Jahren in sorgfältig gerodetes Land ausgepflanzt, im Ver­bände von 1,50 zu 2,50 Meter Die Bäume, die das Bestreben haben, in die Höhe zu wachsen, werden künstlich niedergehalten und so beschnitten, daß sie brusthohe, breite Büsche bilden, die sich bequem vflücken lassen. Die Spitzen der jungen Triebe wer­den gepflückt und geben den uns bekannten Tee.

Als die Pflanzer von Mufindi die erste Ernte hatten, sandte die englische Behörde einen Tee- Experten, der die Qualität prüfte Es ergab sich, daß der Tee sehr gut war. Die erste Probe wan­derte nach London zur wissenschaftlichen Unter­suchung. Man kann sich vorstellen, mit welchen Ge­fühlen unsere Siedler auf das Ergebnis warteten, und wie sie jubelten, als die Nachricht kam, ihr Tee fei gleich hinter dem berühmten Cey­lon-Tee eingestuft. Mit großem Eifer wurden die Anlagen erweitert, und es gelang sogar, eine Fabrik zur Aufbereitung der Blatter zu errichten, die das ganze Jahr über geerntet werden. Die Fabrik bereitete im Jahre 1935 nur 5000 Pfund Tee. 1936 stieg die Aufbereitung bereits auf 35 000 Pfund, und in diesem Jahr sind bis zum 1. Mai bereits 49 000 Pfund verarbeitet und verschifft wor­den. Die Anbauflächen für Tee sind international geregelt, jeder Siedler hat feine Zahl an Hektaren, die er nicht überschreiten darf. Neue Siedlungen können daher nicht entstehen, der Tee kann aber auch keinen Preissturz durch Ueberproduktion erle­ben. Deutschland verbraucht im Jahre etwa neun Millionen Pfund Tee, die deutschen Pflanzer von Mufindi werden nach Ausnützung ihrer Kontingente im Jahre etwa 1,2 Millionen Pfund Tee erzeugen. Nun gibt es in Ostafrika in unserer ehemaligen Kolonie aber noch andere Tee- Anbau-Gebiete Diese könnten mit Leichtigkeit die Hälfte des deutschen Tee-Bedarfs Herstellen.

Es versteht sich, daß die Maschinen, die recht kom­pliziert und teuer sind, sämtlich aus Deutschland stammen.

Die grünen Teeblätter und Spitzen werden zu­nächst auf Horden zum Verwelken gebracht. Da es in Mufindi sehr feucht ist, sorgt ein großer Ventila­tor für den Durchzug im Welkraum. Alsdann kom­men die geschmeidigen welken Blätter in den Rol­ler, eine verzwickte Maschine, die die Blätter auf­rollt. Im Trommelsieb werden die feinen von den groben Teilen geschieden, und getrennt kommen die Sorten in den Jsolierraum. Hier fermentieren sie ein bis sechs Stunden bei bestimmter Temperatur und Feuchtigkeit. Surrend versprüht ein Zerstäuber Wasser in den warmen Raum. Hier nimmt der Tee eine gleichmäßige braungrüne Farbe an. Diese Farbe verwandelt sich in dem Trockner, den der Tee nun durchläuft, in die uns bekannte, dunkle Teefarbe. Endlich wird der Tee auf ein lau­fendes Band geschüttet, welches ihn durch die Schneidemaschine auf ein Schüttelsieb bringt, bas ihn in verschiedene Sorten teilt. Zum Schluß wird der fertige Tee in saubere, mit Staniolpapier ausge­schlagene Kisten gefüllt und verfrachtet. Keines Menschen Hand hat ihn auf dieser ganzen Reise berührt.

Die Teebörse in London stuft ihn nach der Qua­lität ein. Der Tee wird hiernach bar bezahlt, egal, ob der Markt überfüllt ist oder nicht. Für den Pflanzer ist das Geschäft mit Tee als gut zu be­zeichnen. Wenn auch nicht große Reichtümer zu er- ringen sind, so ist es doch ein sicheres Geschäft, das

ihn bestimmt ernährt. Die englischen Behörden haben die Leistung unserer Tee-Pflanzer hoch anerkannt, haben eine gute Straße nach Mufindi gebaut, Post- ftation, Hospital und Polizeiwache dorthin gelegt.

Fast alle Siedler konnten die ersten, primitiven Häuser schon durch größere Bauten ersetzen. Nir­gends fehlt der in der kalten Zeit stets behaglich flackernde Kamin. Blumenanlagen mit herrlichen

Rosen, Kalla in verschiedenen Farben, Veilchen und Lilien aller Art neben afrikanischen Blumen von großer Farbenpracht umgeben die Häuser, zu denen Alleen von Zedern, Zypressen, Eukalypten und Ka- fuarien heranführen Die Siedler sind gesunde, selbstbewußte Leute, die wi^en, daß ihre eigene Tat­kraft sie bas erreichen ließ, was von Pionieren bes Deutschtums in Ostafrika gefarbert wird.

Wandern und Reisen.

Hunsrück und Rahe.

Bon 3ofob Kneip.

Wenn man von Bacharach rheinaufwärts nach Bingen fährt, sieht man auf der linkem Rheinseite alsbald einen breiten Bergrücken, der sich mit sei­nen dunklen Wäldern fast drohend über bas sonst so heitere Rheintal hinabbeugt. Der Berg ist ber letzte Ausläufer bes Soonwalbes, unb biefes Walbgebiet zieht sich, droben zu beträchtlicher Höhe auffteigenb, breit und massig bis tief in das hoch­wellige Bergland hinein, bas ben seltsamen, in sei­ner Deutung vielumstrittenen NamenH u n s - r ü ck" trägt Bis zum starkfließenben Simmerbach, an bem bes Hunsrücks Hauptstabt liegt, behnt sich ber Soonwalb hinab, alsLützelsoon" steigt er am jenseitigen Ufer roieber auf unb verläuft bis zum Hahnenbachtal; bann schließt sich in ununterbro­chener Kette ber Jdarwald an, hinter bem sich, nach Sübwesten hin, ber höchste ber Hunsrücker Gebirgs­züge lagert. Er trägt ben NamenH o ch w a l b" unb senkt sich bis zur Saar hinab. Mit einem Sei­tenarm, bem Osburgwalb, reicht er sogar bis auf die Moselhöhen bei Trier

In diesen Walbgebieten jagte vor 150 Jahren, als Prachtwilb noch rubelweise umherzog, berJä­ger aus Kurpfalz" In ber bamals noch unerschlos­senen Wilbnis hauste auch ber Räuberhauptmann Johannes burch ben Walb", wie er selber sich nannte, berS ch i n b e r h a n n e s", wie er im Volke hieß. Jahrelang boten bie Waldtiefen unb Felsentäler, boten verfallene Burgen und weltver­lorene Mühlen bem Räuberhauptmann und feinen Gesellen sicheren Unterschlupf. Unabsehbar sind noch heute diese Wälder, mächtig stehen hier die Eichen, Tannen und Buchen in alter deutscher Waldherr­lichkeit und Einsamkeit.

Von allen rheinischen Gebirgsteilen wurde der Hunsrück bis heute am wenigsten aufgeschlossen und ausgebeutet. Kaum hat die Industrie hier Ein­gang gefunden: ja, abseits von den wenigen Stra­ßen und Bahnlinien herrscht hier noch tiefe Wald- und Wiesenstille. Der Bauer pflügt mit seinem Ochsengespann friedlich den Acker, wie vor tausend

Jahren; der Jäger findet hier noch seltenes Weid­mannsglück, und dem Wanderer begegnen noch un­geahnte Naturwunder in ben Wälbern, Felsentälern, Buchten unb Mulben biefes Lcmbes. An feinen Ränbern aber ist biefes walbreiche Hochlanb vom Rhein, von ber Mosel, ber Saar unb ber Nahe um­spült. So ruht es, eingebettet im grüngolbenen Rahmen, zwischen bem Lauf von vier Flüssen, bie im bunten Wechsel der Landschaft an Schönheiten bieten, was der Wanderer in deutschen Flußtälern finden kann. Die kostbarste Leiste an diesem Rah­men bildet der Zaubergarten des Rheins zwischen Koblenz und Bingen. Aber kaum minder reizvoll ist das Band der Mosel zwischen Koblenz unb Trier. Die Felswänbe unb Rebenhügel des Saartales und bie halb milbe, balb felsigzerklüftete Schönheit bes fruchtbaren Nahetales schließen in Fülle unb Reichtum biefe unvergleichliche Umrahmung.

Die Zugänge zum Hunsrück sinb mannigfaltig unb reizvoll, von wo man auch kommen mag. Wer nicht zu Fuß von Koblenz hinauffteigen will, findet heute einen schönen und bequemen Zugang mit der Bahn, die von Boppard zum Hunsrück hinaufführt. An steiler Wand klettert sie über hohe Brücken zu ben Hunsrückhöhen hinaus. Änfänglich sieht man hinter sich ben Rhein mit seinen Dörfern. Dann tun sich unter ber Bahn tiefe Täler auf, mit Müh­len im Grunb unb seltsam gemunbenen Bergkäm­men. Nach jebem Tunnel öffnen sich neue Schluch­ten, Walbestiefen unb Berghöhen. Durch Tannen- unb Buchenwälber, über Felb- unb Wiesenflächen, an sauberen schiefergebeckten Dörfern vorüber führt diese Bahn in bas Herz bes Hochlanbes hinein: zu ben alten, nahe zusammen liegenden Marktstädtchen Kastellaun, Simmern und Kirchberg. Kastellaun lagert sich um die Ruinen einer alten Burg: Simmern war ehemals bie Hauptstabt eines Herzogtums Simmern. An ben Markttagen herrscht auf den Plätzen, in den Straßen unb Wirtshäusern der Hunsrückstäbte ein bewegtes Treiben.

Schön unb mannigfaltig sinb auch die Zugänge von ber Nahe aus. Unb gerade sie führen in die eigenartigsten Gebiete des Hunsrücks. Wenn man von Bingerbrück im sanftgewellten breiten Tal auf­wärts fährt, so zweigt in Langenlonsheim bie Huns-

anderfahklen.

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Gießen Krofdorf Fellingshausen Dünsberg Vetzberg Gießen.

Einen befonberen Reiz für Dünsbergfreunbe bildet ber Besuch bes Beherrschers unserer Gegenb von Gießen aus hin unb zurück, was bequem in 5% Stunben zu bewerkstelligen ist. Wir gehen bie Krof- borfer Straße entlang nach unserem Nachbarborfe Krofborf. Bei ber Friesschen Wirtschaft beginnen bie roten Striche, bie uns auf guter Straße auf­wärts ^um Walb leiten, an besten Ranb sich ein hübscher Rückblick bietet. Wir roenben uns nun links, erreichen nach einiger Zeit bas anmutig gelegene Fellingshausen, bas wir burchschreiten, um alsbalb an ben Fuß bes Dünsbergs zu kommen. Der Auf­stieg zum Gipfel, ber von hier nicht allzustell ist, bürste etwa 40 Minuten beanspruchen. Nachbem wir uns oben gestärkt unb vom Turm bie herrliche Aus­sicht genossen haben, steigen wir auf bemfelben Weg, ben wir heraufgekommen sinb, roieber nach Fellings­hausen hinunter. Jenseits bes Ortes gehen wir roieber hoch, biesmal nach rechts, jetzt ohne Zeichen, burchschreiten bas Vetzberger Wälbchen unb gelangen auf Felbroegen nach Vetzberg. Sehr lohnenb wegen ber hübschen Aussicht ist bie Besteigung ber Burg­ruine. Zum Heimmarsch wählen wir ben Weg, ber von ber Beckerschen Wirtschaft in süböstlicher Rich­tung führt. Wir überqueren einige Straßen sowie hinter bem Abenbstern bie Bahn unb kommen beim Winbhof auf bie Robheimer Straße, auf ber wir Gießen zuwanbern. Die Wanberung ist, ba nicht viel Walb vorhanben ist, für kühlere Tage geeignet.

Wetzlar Nauborn Honigmühle Laufdorf Albshausen.

Vom Bahnhof Wetzlar burchschreiten wir bie alte Reichsstabt unb gelangen auf ber Nauborner Straße nach bem nahegelegenen Nauborn am Ausgang bes Wetzbach- ober Siebenmühlentales. Mitten im Ort

steigen wir nach links in bie Höhe unb kommen auf den fog. Pfarrweg, ber sich parallel mit bem Tal hin­zieht unb immerzu schöne Ausblicke gewährt. Nach einiger Zeit steigen wir hinab in bas Tal. An biefer Stelle, jenseits bes Tales, wenige Schritte in bie Hohe, befinben sich bie freigelegten Ueberrefte einer Basilika. Wenige Minuten später erreichen wir bie reizvoll gelegene Honigmühle mit guter Einkehr. Nunmehr folgen wir roten Dreiecken, bie uns zuerst burch freies Gelänbe nach ßaufborf, später bei ber Grube Helfenstein in ben Walb bringen. In biefem gehen wir weiter bis an unser Enbziel Albshausen. Wegbauer 4 Stunben.

Moselschiffahrt bis Trier.

Wie unbegründet es ist, eine Moselreise schon bei Bernkastel abzubrechen, zeigt so recht bie Wei­terfahrt auf bem verbauten Moselschiff, bas ben mittleren Flußlau |eit kurzem bis nach Trier hin­auffährt. All bie Reize, bie bie Mosel unterhalb Bernkastel zeigt, findet man auch noch aufwärts bis Trier. Zwischen Minheim unb Neumagen win­det sie sich ebenso verschlungen, bei Mehring ragen die fBefge gleich hoch und steil auf, und bie Wein­orte sinb hier nicht weniger berühmt als im Unter­lauf. Da^u finben sich hier in immer stärkerem Maße Erinnerungen an bie Römerherrschaft vor fast 2000 Jahren, so in Neumagen, Riol unb Pfal­zel. Und wenn sich das Tal vor Trier etwas weitet, dann scheint dies nur deshalb zu geschehen, um bie Einfahrt in Deutschlanbs älteste Stabt um so ein- brucksvoller zu gestalten. Rotsanbsteinfelsen treten dicht ans Ufer; hoch wölben sich bahinter bie Eifel­berge, unb als Wahrzeichen von Trier ragt bie Ma- rienfäule in ben Himmel. Ein herrliches Erlebnis ist biefe Fahrt vom winkligen Moselstäbtchen Bern- kastel bis zur Stabt ber mächtigen Römerbauten.

rückbahn ab, bie burch bas walb- unb fagenreify Gulbenbachtal an Stromberg unb Rheinvöllen doi. bei nach Simmern fährt. Ratsam aber ist es, feinen Standort in ben schönen Säbern Kreuznach urb Münster am Stein oder dem Luftkurort Sc.- bernheim zu wählen. Sie bieten herrliche Ruhi, punkte unb Erholung jeher Art. Von hier läßt sih zu Fuß unb mit bem Postauto ber hohe Hunsruj leicht burchqueren. Auch von Kirn und Idar, Ob erste in führen Wege durch freundliche Tälrr zum Hunsrück hinauf. Und von Birkenfeld und Noj. felden, beispielsweise, finden sich weitere mannig­faltige Zugänge zum Gebiet des Hochwaldes urä seiner Ausläufer bis nach Saarbrücken und Trier hinab. Das Bild an ber Nahe aber wechselt, zwischen fruchtbarem Feld- und Wiesenland, Weinbergen und Felswänden. Schöne alte Dörfer unb Stodi. chen breiten sich ins Tal. Eine Reihe von Burgen, Ebernburg, Schloßböckelheim, Burg unb Äloitr j Sponheim, Schloß Dhaun, Burg Kirn unb Kallen, fels, bekrönt die Höhen.

7OO=3of)rfeier

der Gemeinde Gladenbach

Gladenbach, 24. Juli. Der idyllisch im Kronz von Hügeln und Wäldern gelegene Marktflecken Gladenbach, kann am heutigen Samstag uni am morgigen Sonntag die Feier'seines 700jäh. rigen Bestehens begehen. Für dieses Jubi. läum ist eine Anzahl von Veranstaltungen vorgi. sehen, die sicherlich viele Volksgenossen aus roeitem Umkreis in Gladenbach vereinigen werden.

Am heutigen Samstag eröffnet eine Fest, fitzung ber Oemeinberäte bie Feierlich feiten. Dann erfolgt bie feierliche Eröffnung einer Ausstellung, in ber ein Eindruck von (Bi- schichte, Volkskunde unb Kunst bes Hinterland« RUHL Seilersweg Nr. 67 W

adiO Telephon Nr. 3170 I

eparaturen l897i> |

gegeben werben wirb. Zur Ausgestaltung biefer Schau stellte sich auch Dr. I o r n s vom Oberhessj.! schen Museum in Gießen zur Verfügung. Zkr heutige Samstagabend bringt einen Festakt ii der Festhalle, einen Festvortrag unb ein historische; Festspiel, bas (unter ber künstlerischen Leitung doi K. Walter vom Stabttheater Gießen) Bilder aiii sieben Jahrhunderten Gladenbacher Geschichte brin> gen wird.

Der morgige Sonntag sieht einen Festgoitez > bien ft, anschließenb einen Kreis - Appeil der NSDAP, vor. Für ben Nachmittag ist eil großer historischer Festzug geplant, bei Festwagen mit Gruppen aus der Geschichte Gladew bachs, Festwagen aus bem Hinterländer Volksleben- unb TrachtenpuppenVon ber Schwalm bis zu,' Wetterou" zeigen wird. Anschließenb beginnt ein Volksfest auf ber Au.

Am Montag, 26. Juli, finbet noch eine Sip > pentagung statt. Der Nachmittag wird roieber einem Volksfest geroibmet sein.

Verleihung der Sladlrechke und eines Stabfroappens an Gladenbach.

ßpb. Der Oberpräfibent ber Provinz Hessen« Nassau, Prinz Philipp von Hessen, hat bem Markb flecken Glabenbach, Kreis Biedenkopf, anläßlich sei­nes 700jährigen Bestehens das Recht verliehen, d i t Bezeichnung Stabt,3u führen. Die öer- leihungsurkunde wirb ber Stadt gelegentlich ber Feierlichkeiten an Ort unb Stelle überreicht roerbem Gleichzeitig hat ber Oberpräsident der nunmehrigen Stabt Gladenbach das Recht zur Führung! einesheraldisch und künstlerisch m e r t- vollen Wappens verliehen.

Oer Raubmord an dem Althänd^er.

500 Mark Belohnung für Ergreifung des Talers ßpb. Frankfurt a. M., 23. Juli. Zu dem Raubmord an bem Althändler Bauer in Zeils- Heim wird noch bekannt, daß Bauer am vergange­nen Dienstag gegen 23 Uhr mit dem ber Tat Der - bächtigen Schlitzkus in einer Wirtschaft in Höchs! zusammengesessen hat. Nach ben bisherigen Fest­stellungen scheint sich Schlitzkus bereits ander« Kleidung beschafft zu haben. Für bie Ermittlung unb Ergreifung bes Schlitzkus ist eine Beloh­nung von 500 Mark ausgesetzt worben.

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