Ausgabe 
24.3.1937
 
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Die Bedeutung der Gasmaske.

Der Schutzraum wird niemals entbehrlich.

größere Bedeutung zukommt. Japan und Deutsch­land seien sich glücklicherweise aus dorn Gebiete des Films immer näher getreten.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat aus seinen Mitteln einen wei­teren höheren Geldbetrag zur Erbauung einer neuen Jugenherberge zur Verfügung ge­stellt. Diese neuerliche Unterstützung des Sugenö» Herbergswerkes zeigt, welche Bedeutung der Führer dem Bauprogramm der Hitler-Jugend beimißt und wie er stets bestrebt ist, der Jugend, die seinen Na­men trägt, zu helfen.

tigen Zeit ist: Eingedenk bleiben und sich vorbereiten!

Heber die französische Grenze nach Spanien.

über die Lieferungsmöglichkeiten bei Rohstoffen usw. haben zu einer Einigung geführt.

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Die zwischen der Reichsbahn und dem Reichs­kraftwagenbetriebsverband schwebenden Verhand­lungen über die künftige Gestaltung des Reichs- kraftwagentarifes sind noch nicht abge- chlossen. Der Reichsverkehrsminister hat daher die Geltungsdauer des Reichskraftwagentarifes und des Tarifes für den Möbelfernverkehr bis zum 1. Juli 1937 verlängert.

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Der Danziger Völkerbundskommissar Professor Burckhardt hat den polnischen Außenminister Oberst B e cf in Cannes besucht. Uebereinstimmend wurde festgestellt, daß das Amt des Völkerbunds­kommissars Lern Frieden und der Milderung etwa entstehender Mißverständnisse und Streitfälle dienen

Rom, 24. März. (DRV.)Giornale d'Jtalia" wendet sich mit aller Schärfe gegen marxistische Behauptungen, daß italienische Truppen an den Kämpfen in Spanien teilnehmen. Kein, ita­lienischer Heeresverband kämpfe in Spanien, was jetzt auch Eden im Unterhaus zugegeben habe. Da­gegen sehe man Zehntausende ausländi­scher Freiwilliger unter der Fahne der Weltrevolution gegen die nationale Rechte Spaniens kämpfen. Es strömten dabei n o ch immer weitere Scharen von Freiwilligen übzr die französische Landesgrenze nach Spanien. Diese Hilfskräfte würden von ausländischen Offizieren befehligt und seien mit erstklas­sischen sowjetrussischen und französischen Waffen und Kriegsmaterial ausgerüstet. Allein im Februar seien von den spanischen Bolschewisten über die französi­sche Grenze zugeschoben worden: 230 Offiziere, 5290 Soldaten (unter diesen 3100 Franzosen und 680 Amerikaner), 5150 Gewehre (3150 französische und 2000 russische) über Perthus. 75 000 in Frankreich hergestellte Granaten über Cerb6re. 20 000 in England hergestellte Pistolen über CerbSre. 15 in Frankreich hergestellte Flugzeuge. Die verantwort­lichen Regierungen sollten einmal ehrlich diese Liste prüfen, um sich über die wirklichen Verhältnisse :- Spanien Rechenschaft zu geben.

FÜR BLONDES HAAR V--''ALKALIFREI 30 PFG.

Das politische Nachspiel von Clichy

Bussprache in der Kammer. - Berrrauensvotum für Blum

Der Gouverneur der rumänischen Natio­nalbank weilt in Berlin zum Besuch des Reichs­bankpräsidenten Dr. Schacht. Er ist auch von Minl- sterpräsident Göring empfangen worden und hat im übrigen den Besuch benutzt, um ihn besonders interessierende Einrichtungen des neuen Deutschland kennenzulernen. In eingehenden Aussprachen wur­den Fragen des deutsch-rumänischen Handels- und Zahlungsverkehrs erörtert.

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Die feit mehreren Tagen zwischen Vertretern der deutschen und derdänischenRegierung in Kopenhagen geführten Verhandlungen über eine Aenderung des Verhältnisses zwischen Ein- und Ausfuhr im beiderseitigen Warenverkehr und

die

©er englisch-belgische Meinungsaustausch.

Belgien will keine militärischen Verpflichtungen übernehmen.

London, 24. März. (DNB. Funkspruch.) Nach englischen Mitteilungen dürfte der politische Teil des Besuches König Leopolds nach seinen Be- sprechuna^n mit Eden und Baldwin in der belgi­schen Botschaft abgeschlossen sein. König Leopold widmete sich am Dienstag dem GolfsPiel. Am Mittwochabend wird er mit dem englischen Kömgs- paar im Buckinghampalast speisen.

Times" meldet, daß König Leopold ine Ver­sicherung erneuert habe, daß d i e belgische Wehrmacht genügend stark gemacht werde, um jedem plötzlichen Angriff einen wirkungsvollen Widerstand zu leisten. Die Unterredung mit Eden und Baldwin hätte einen hoffnungsvollen Eindruck hinterlassen.Daily Telegraph" schreibt: König Leopold habe Eden den belgischen Wunsch klar­gemacht, nicht an einem 23erteibigungs- b ünbn i 9 mit Frankreich unb England gegen Deutschland teilzunehmen, i

Morning Post" will wissen, daß gute Aussichten auf eine bessere Verständigung zwischen Belgien, Frankreich und England erzielt worden seien. Sie werde unterstützt durch das Echo, das die kürz­liche deutsche Note in Belgien hervorgerufen habe.Daily Herald" schreibt, daß die belgische Außenpolitik sich aufbaue auf die drei Grundsätze der Unabhängigkeit, Neutralität und Unparteilich­keit zu seinen Nachbarn. Belgien wolle keiner­lei militärische Verpflichtungen über­nehmen, und besonders werde es sich nicht an irgendeinem Bündnisvertrag einer Entente oder einer militärischen Verständigung irgendwelcher Art beteiligen. Es scheine klar zu sein, daß Belgien von jetzt an nicht mehr als ein Verbündeter Frankreichs, sondern als ein neutraler Staat m i e Holland und die Schwerz angesehen werden müsse.

An die Hetzer.

Italien hat ein gutes Gedächtnis.

Paris, 24. März. (DNB.) In der Kammer er­läuterte Ministerpräsident Blum den Standpunkt der Regierung zu den blutigen Ereignissen in Clichy. Die Regierung habe die Versammlung der Sozialpartei in Clichy nicht verbot e n. Sie habe ihr sogar polizeilichen Schutz angedeihen lassen. Praktisch sei es richtig, daß sich eine ganze Stadt gegen einige hundert Personen erhoben habe. Trotzdem betrachte er den Aufruf an die Bevölkerung von Clichy als einen Fehler. Die Verantwortlichen der Kommunistischen Partei hät­ten in Clichy alles getan, um zu verhindern, daß die Volksmenge in unmittelbare Berührung mit der Sozialpartei komme. Es sei eine sehr heikle Frage, wer die Volksmenge aufgewiegelt habe. Alles sei so vor sich gegangen, als ob man einen blutigen Verlauf der Gegenkundgebung gewünscht habe. Die Polizeibeamten hätten keinen Befehl er­halten zu schießen, sondern i n st i n k t i v gehandelt. Eine kommandierte Truppe dürfe aber nicht bas Recht der Notwehr in Anspruch nehmen, sie dürfe nicht schießen, ohne dazu B e f e h l von ihren Vor­gesetzten erhalten zu haben. Man müsse vor allem die leitenden Stellen besser auswählen und der Truppe auch andere Mittel als die Feuerwaffe in die Hand geben.

Unmöglich hätte eine so feinfühlige Bevölkerung wie die Pariser es sich versagen können, ihrer Zu­sammengehörigkeit mit den Opfern Ausdruck zu geben. Die Organisatoren des Generalstreiks hätten den Streik beschränkt. Leider habe es Zwischen­fälle gegeben, die er als untragbar bezeichnen müsse. Die verantwortlichen Organisationen Der Ar­beiterklasse hätten diese Zwischenfälle jedoch nicht verhindern können, die von Kräften hervoraerufen worden seien, die ihrem Zugriff entgingen. Gewisse Kreise fragten, ob die Regierung nicht gezwungen sein werde, die eine Gruppe ihrer Mehrheit der an­deren zu opfern, beispielsweise die Radikalsozialisten den Kommunisten oder umgekehrt. Die Regierung habe niemand zu opfern, lieber allem stehe die republikanische Ordnung. Die Regierung klammere

sich nicht an die Ausübung der Gewalt. Ihre Pflicht sei es aber, sie so lange zu behalten, wie die Kam­mer dies wünsche, und so lange sie selbst überzeugt fei, daß ihre nützliche Rolle noch nicht beendet let.

Ein algerischer Abgeordneter brachte die Sprache auf die Unruhen in Nordafrika, wo die bewaffnete Macht gegen eingeborene Arbeiter von ihrer Schußwaffe Gebrauch machen mußte und einige Personen getötet wurden. Die Aufständischen hätten die Unterstützung der französi­schen Kommunisten gefunden, die doch der Regierung nahe stünden. Die Aushebung des Bun­desNordafrikanischer Stern" reiche nicht aus, man müsse auch feinen früheren Mitgliedern ihre ver­brecherische Betätigung unmöglich machen. Der kom­munistische Abgeordnete Duclos schob Die Schuld an Den Clichy-Interessen der französischen Sozial­partei zu, die er als Provokateure bezeichnete. Ab­geordnete der Rechten bedachten den Abgeordneten Duclos mit der BenennungMörder", während Die kommunistischen Abgeordneten ein Pfeifkonzert anfingen.

Der Abg. Doriot erklärt: Bei den Zwischen­fällen in Clichy seien kommuni st ische Kampf­abteilungen in Erscheinung getreten. Ihre Schüsse seien vor allem gegen Die Polizeioffiziere gerichtet gewesen. Eindringlich wies der rechts­stehende Abgeordnete V all ad auf die Verant­wortung des Stadtrates von Clichy hin, der gewissenlos durch Maueranschlag zu einer Pro­testkundgebung gegen eine harmlose Kinoausfüh- rung der französischen Sozialpartei aufgewiegelt hätte. In den frühen Morgenstunden begannen die Abstimmungen. Eine Entschließung, die die Einsetzung eines Untersuchungsausschus­ses zur Prüfung der ausländischen Geld­quellen der französischen kommuni­stischen Partei bezweckte, wurde mit 361 gegen 232 Stimmen abgelehnt. Die von den Linksparteien eingebrachte Tagesordnung, die der Regierung Blum das Vertrauen ausspricht, wurde Mit 362 gegen 215 Stimmen angenommen.

Reichserziehungsminister Rust hat wie schon _ meldet einen Fors chungsrat gebildet und zu feinem Präsidenten den General der Artillerie Dr. phil. h. c. Dr.-Jng. Karl Becker, Dekan und ordentlicher Professor der wehrtechnischen Fakultät Der Technischen Hochschule Berlin, ernannt.

(Scherl-M.)

Der italienische Außenminister Graf C i a n o begibt sich am Mittwoch nach Sei grab zu Be­sprechungen mit dem jugoslawischen Ministerpräsi­denten Stojadinowitsch. Die Reise steht im Zusam­menhang mit den italienisch-jugoslawischen Verhand­lungen zwecks Klärung der beiderseitigen Beziehun­gen.

Heiraisalier und Beruf.

Das Statistische Reichsamt hat zum ersten Male die Zusammenhänge von H e i r a t s - alter und Beruf durch eine Sonderauszählung Der Eheschließungen lediger Männer im Jahre 1934 in der Stadt Berlin und Der Provinz Brandenburg festgestellt. Danach betrug das durchschnitt­liche Alter Der erheiratenden Männer 27,7 Jahre. Von Den einzelnen Berufsgruppen hatten Die Arbeiter das niehrigfte Durchschnittliche Heiratsalter mit 26,7 Jahren. Insgesamt 70,4 Prozent Der Arbeiter heirateten vor Vollendung Des 28.Lebensjahres. Die gelernten Arbeiter, Gesellen und Gehilfen in Handwerk und Industrie, schlossen im Durchschnitt sogar noch etwas früher Die Ehe, nämlich mit 26,3 Jahren. Das durchschnitt­liche Heiratsalter Der Angestellten war mit 28,7 Jahren genau um zwei Jahre höher als Das Der Arbeiter. Die Selbständigen von Hand­werk, Industrie und Handel waren im Durchschnitt mit 29,4 Jähren nur wenig älter als Die Angestellten. Auffallend ist, wie Das Amt er­klärt, Der verhältnismäßig hohe Anteil Der Land- wirte, Die erst im Alter von über 30 Jahren ge­heiratet haben, nämlich 41,5 Prozent gegenüber 34,3 Prozent bei Den übrigen Selbständigen. Bei den mittleren und unteren Beamten ergab sich eine Deutliche Zusammendrängung Der Ehe­schließungen auf die Altersspanne zwischen Dem 25. und Dem 30. Lebensjahr. (50,3 Prozent.) Das Durchschnittsalter wirD jedoch auf 29,9 Jahre her­aufgedrückt durch zahlreiche (Späteben, vor allem bei den Versorgungsanwärtern. Bei den akade­mischen Berufen schließlich ergab sich ein recht hohes Heiratsalter. Am günstigsten lagen Die Ver­hältnisse bei Den evangelischen Geistlichen, Denen wegen zahlreicher Vakanzen oft mit Voll­endung des 25. Lebensjahres eine Pfarrstelle offen­ste! nd. Besonders spät heirateten die Aerzte und Juristen. Von den Aerzten waren 58,3 Prozent schon über 30 Jahre alt, von den höheren Beamten 57,3 und von den Rechtsanwälten 61 Prozent. Ein Viertel bis ein Fünftel der Aerzte und Juristen waren bei der Eheschließung bereits über 35 Jahre alt.

Kunst und Wissenschaft

Uraufführung des deulfch-japanifchen Gemeinschafls- filmsDie Tochter des Samurai.

Zu einem bedeutsamen filmkünstlerischen Ereig­nis im Zeichen der deutsch-japanischen Freund­schaftsbeziehungen gestaltete sich Die Uraufführung des ersten deutsch-japanischen Gemeinschaftsfilms Die Tochter des Samurai" in Berlin. Die Besucher bereiteten dem Werk, das in einer packen­den Handlung einen Einblick in das Wesen des ja­panischen Volkes vermittelt, begeisterte Aufnahme. Der Schöpfer des Films, Dr. Arnold Fanck, und

Rom, 23. März. (DNB.) Anläßlich des ^.Jah­restages Der Gründung der faschistischen Kampf­bünde sprach Mussolini vom Balkon des Pa­lazzo Venezia zu der nach Hunderttausenden zäh­lenden Menge. Der Jahrestag, so führte Musso­lini aus, hängt zusammen mit einem jener üblichen Gewitterstürme, die gegen unser faschistisches Ita­lien toben. Es ist ein Sturm der Drucker­schwärze. Diese Ueberschwemmungen trüber Flu­ten werden natürlich von dem scheinheiligen Gerede gewisser amerikanischer Kanzelredner begleitet, die immer bereit sind, in Den Augen Des anderen den Splitter zu sehen, nicht aber Den Balken im eigenen Auge. Diese Fluten haben jedoch weder unsere unerschütterliche Ruhe, noch die nicht weniger un­erschütterliche Ruhe des italienischen Volkes zum Wanken bringen können. Der Unehrlichkeit anderer stellen wir unsere unbestreitbare Auf­richtigkeit entgegen, ihren Lügen unsere alles überwindende Wahrheit, ihrem blinden Haß unsere bewußte Verachtung. Mit der wirtschaftlichen V e l a g e r u n g hat das ita­lienische Volk seine Probe bestanden Trotzdem muß es laut ausgesprochen werden, daß diese von den berufsmäßigen Pazifisten ins Werk gesetzte Kam­pagne die Vorbereitung für Wirren und Konflikte bildet und daß also jene d i e wahren Feinde jenes Friedens und jener europäischen Zusammenarbeit sind, die Italien auf­richtig will. Das italienische Volk hat ein sehr scharfes Gedächtnis. Es hat 40 Jahre dar­auf gewartet, Adua zu rächen. Aber es hat es ge­rächt. Und sollte es je vergessen, so werden wir es aufrütteln. Schwarzhemden! Die Losung Der heu-

Berlin, 23. März. (DNB.) Unter dem Titel Für und wider die Gasmaske" bringt dieS t ° re ne" einen Aufsatz, der die in aller Welt aktuelle Frage:Ist eine Gasmaske für die Bevölkerung , notwendig oder nicht?" beantwortet Zunächst darf bei Betrachtungen über die Gasgefahren eines künf­tigen Krieges nicht nur an die Luftkampf- ftoffc gedacht werden, die mit der Atemlust in Den Körper gelangen und dort durch Reiz­oder Giftwirkung schädigend wirken können, sondern es müssen auch die Geländekampf- ft o f f e berücksichtigt werden, die jeden Teil des Körpers angreifen, mit dem sie in Spntzer- oder Dampfform in Berührung kommen. Die Gasmaske schützt in vollkommener Weise gegen alle Beimengungen der Luft, gleichviel in welcher phy­sikalischer Erscheinungsform (Gas, Dampf, Nebel, Rauch) diese vorliegen, während sie gegen die Ge­ländekampfstoffe nur einen Teilschutz darstellt, da sic nur d i e Atemwege und das Gesicht vor den aus diesen Stoffen sich entwickelnden Dämpfen, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden darf, zu ig. Welche Schäden an Leben und Ge- Menschen durch einen aerochernlschen Angriff angerichtet wurden, wird immer erst lange nachher zu übersehen sein. Viel entscheidender für Erfolg oder Mißerfolg eines derartigen Angriffes wird aber oftmals seine unmittelbare Wirkung auf die seelischen Kräfte der Bevölkerung sein. Hier können die Belästigungen durch kleinste Men­gen chemischer Kampfstoffe, die noch keine Gesund- heitsschädigungen bedingen, eine erhebliche Rolle spielen. Sie sind sehr ernst zu nehmen, weil sie durch Angstvorstellungen weit überschätzt werden. Eine solche Beunruhigung kann nun durch fast jeden der uns bekannten chemischen Kampfstoffe hcrvor- gerufen werden, vor allem aber durch die sogenann­ten Reizstoffe, von Denen Spuren in Der Luft bereits unangenehmste Reizerscheinungen Hervor­rufen, lange bevor sie beginnen, ernstliche Gesund­heitsschäden zu verursachen. Es spricht also vieles Dafür, durch rechtzeitige Beschaffung einer zuver­lässigen, einfach zu handhabenden Gasmaske Das Bedrohliche so schwieriger Lagen, die auch durch Die bestdurchdachte Organisation niemals verhindert werden können, von vornherein auszuschalten. Der Wert, den Der Besitz einer solchen Gasmaske be­deutet, würde also nicht so sehr in der Notwendigkeit liegen, Leben und Gesundheit vor der mög­lichen Schädigung Durch Giftgase zu schützen, als vielmehr Darin, Die seelischen Kräfte, Die ja bei Luftangriffen ohnehin stärksten Beanspruchun­gen ausgesetzt finD, vor oermeihbaren Belastungen zu bewahren. Es kann kein Zweifel Darüber be­stehen, daß Der Besitz eines Gasmaske nicht Die Lösung des Luftschutzproblems schlechthin, sondern nur eines Teiles davon darstellt, mit anderen Wor­ten, daß der Schutzraum auch durch Die beste Maske nicht entbehrlich wird.

Aus aller Welt.

Der Führer belohnt die Retter von der TBaßmann-Offroand. Der Führer und Reichskanzler hat vierzehn Männern, die sich bei dem Rettungswerk an der Watzmann-Ostwand bei Berchtesgaden verdient ge­macht haben, die Rettungsmedaille am Bande verliehen. Die feierliche Überreichung Der Rettungsmedaille hat Reichsstatthalter Ritter von E p p im Auftrag des Reichs- und preußischen Mi­nisters des Innern Dr. Frick oorgenommen.

Dom Führer begnadigt.

Der Führer und Reichskanzler hat Die durch Urteil des Sondergerichts in Hamburg gegen den Adolf Scheffel, Hamburg, wegen Mordes er- kannte Todesstrafe im Gnadenwege in eine löch­rige Zuchthaus st rafe umgewandelt. Scheyel war bisher nicht vorbestraft und von einwandfreier Führung.

Dollsireckung eines Todesurteils.

In Berlin ist der Andreas Szymanski aus Trebbus h i n g e r i ch t e t worden, der durch Urteil des Schwurgerichts Kottbus wegen Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Szymanski hat die Anna Gräfe aus Trebbus, die von ihm schwanger war, erwürgt, um sich seinen Verpflichtungen zu ent­ziehen.

Betrügerischer Bankrott eines jüdischen Bankgeschäftes.

Wie die Polizeipressestelle Hamburg mitteilt, ist das jüdische Bankgeschäft Willi Seligmann zu­sammengebrochen. Bei einer auf Anordnung des

Reichskommissars für das Kreditgewerbe vorge- nommenen Prüfung ist eine Unterbilanz von etwa 600 000 bis 800 000 Mark festgestellt worden. Es besteht dringender Verdacht des Konkursver­brechens sowie Des Verbrechens der Depotunter­schlagungen. Der Inhaber Seligmann hat Selb st- m o r D verübt. Ein Bevollmächtigter, der Kaufmann M ü n d h e i m , ist seit dem 16. März verschwunden. Er ist Der Mittäterschaft bzw. Der Beihilfe Dringend verdächtig. Aus dem gleichen Grunde ist ein Be­vollmächtigter Seligmanns, der jüdische Finanz­agent L ö w e n st e i n , festgenommen worden. Das Bankgeschäft ist auf Anordnung Des Reichskommis­sars geschlossen worden.

Jüdischer Frauenfchänder verurteilt.

Die Oppelner Strafkammer verurteilte den jüdi­schen Arzt Dr. Heimann aus ©uttentag (Ober­schlesien) zu einem Jahr Zuchthaus und zwei Jahren Ehrverlust. Heimann hatte sich in mehreren Fällen an werbliche Patienten vergangen.

Derhängnisvolles Spiel mit der Schußwaffe.

In Köln schoß ein etwa 16jähriger Junge im Scherz" auf einen andern. Dieser, ein 15jähriger Schüler, trug einen Gehirnsteckschuß davon. Er wurde Dem Hospital zugeführt, wo er kurz Darauf starb. Der Täter flüchtete, konnte aber Dann in Der elterlichen Wohnung festgenommen werden. Er gab zu, absichtlich auf den Jungen geschossen zu haben, um festzustellen, ob Die Kugel durch den Mantel gehe. Er will allerdings auf Das Gesäß gezielt haben.

Hungerstreik auf der Giesche-Gerube beendet.

Der Streik auf der Giesche-Grube in Janow (Ostoberschlesien) ist nach achttägiger Dauer b e - endet worden. Unter dem Vorsitz des ostober­schlesischen Woiwoden fanden Besprechungen zwi­schen Den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeroertretern statt. Die zu einer Einigung führten. Die Arbeiter brachen Den Streik ab. Die 1500 Gesolgschaftsmit- glieDer, Die Drei Tage lang im Hungerstreik ftanDen und Den Schacht seit acht Tagen nicht verlassen, hat­ten, fuhren völlig erschöpft aus. Ein Häuer ist im Lazarett an Entkräftung g e ft o r b e n. Die Arbeit soll in vollem Umfange wieder aufgenommen werden.

Ruth Eveler, die einzige in dem Film mitwir­kende deutsche Darstellerin, wurden stürmisch ge­feiert. Die deutsch-japanische Gesellschaft und die Terra-Film hatten zu einem Empfang geladen, dem Reichsminister Dr. Goebbels und der japanische Botschafter Graf M u s h a k o j i beiwohnten. Bot­schafter Graf Mushakoji hob hervor, daß dem Film für die Völkerverständigung eine immer

Wetterbericht

des Relchswetlerdienskes. Ausgabeort Frankfurt.

Im Zufuhrbereich kalter Meeresluft hat auch bei uns unter schauerartigen Niederschlägen Die Abküh­lung weitere Fortschritte gemacht und in Der ver­gangenen Nacht vielerorts zu Frost geführt. Gleich­zeitig hat die Kaltluftzufuhr Die Ausdehnung Des ostatlantischen HochDruckgebietes auf Das Festland begünstigt, so Daß ein starkes Eingreifen von Tief- Driufftörimgen auf unser Wetter verhindert wird. Die Witterung wird daher im ganzen einen freund­lichen, wenn auch keinen direkt störungsfreien Ver­lauf nehmen.

Aussichten für Donnerstag: Wolkig bis heiter, nachts vielerorts Frost, tagsüber wieder etwas höher ansteigende Temperaturen, veränder­liche Winde.

Aussichten für Freitag: Im ganzen freundlich und tagsüber mild, Doch nicht ganz stö­rungsfrei.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für Die BilDer: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyrioi; für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für Den Inhalt her Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II 37: io 933. Druck- und Verlag: Brühl'sche llniverfitäts-Buch- und Steindruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit Der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit Der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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KAMILLOFLOR

FÜR DUNKLES HAAR