SJi.-tfport
Turnerischer Werbeabend in Steinbach.
Der Turnverein Steinbach hielt am Sonntag einen Werbeabend ab. Nach dem Einmarsch aller Abteilungen hieß Dietwart Klucker die Teilnehmer willkommen und sprach über den Zweck des Reichsbundes für Leibesübungen. Sodann stellten alle Abteilungen des Vereins ihr Können unter Beweis. Die Kleinsten warteten mit Bodengymnastik auf und turnten am Barren und am Pferd, die Mädchen zeigten Ballspiele und die Turnerinnen erfreuten mit einigen Reigen. Dann traten noch die Zöglinge auf und schließlich beschlossen die aktiven Turner die Reihe der Darbietungen mit Hebungen an Reck, Barren und Pferd. Im Verlauf des Abends gelangten auch noch zwei kleine Theaterstücke zur Aufführung. Propagandawart Größer dankte im Namen der Ortsgruppe der NSDAP, dem Verein für die an diesem Abend unter Beweis
gestellte Arbeit im Dienste der Leibesertüchtigung. Erfreulicherweise konnten dem WHW. 50 Mark ab-- geführt werden.
Bei der dieser Tage abgehaltenen Generalversammlung des Turnvereins erstattete der Dereinsführer zunächst den Jahresbericht, der einen starken Aufschwung der Vereinstätigkeit erkennen ließ. Neu aufgestellt wurden eine Turnerinnen- und eine Altersabteilung. Die Jahresrechnung, von Rechner Gerhard verlesen, zeigte einen erfreulichen Stand der Kasse. Der Vorstand blieb durchweg in seinen Aemtern: als Schülerturnwart wurde O. W a l b verpflichtet. Im weiteren Verlauf der Versammlung sprach Dietwart K l ü ck e r über den Reichsbund für Leibesübungen und die Stellung der Leibesübung im Dritten Reich. Der Vereinsführer erzählte von seinen eigenen Eindrücken bei den Olympischen Spielen.
Zur Ermittlung des Staffelsiegers war ein Entscheidungsspiel notwendig, das Lützellinden mit viel Glück für sich entscheiden konnte. Denn ein wirklicher Unterschied in der Spielstärke beider Mannschaften besteht nicht. Ueberraschend kommt das gute Abschneiden von Oberkleen.
Staffel 4.
Spiele
Gew. Unentsch. Verl.
Pkte.
Tv. Wetzlar Tv. Münchholz
12
10
0 2
20:4
hausen
11
9
0 2
18:4
Tv. Garbenheim
12
6
1 5
13:11
Tv. Atzbach
11
5
1 5
11:11
Tv. Niedergirmes
11
5
1 5
11:11
To. Burgsolms
12
2
0 10
4:20
To. Nauborn
11
1
0 10
2:20
Die zahlenmäßig stärkste Staffel mit den
unter-
schädlichsten Leistungen! Während die beiden Spitzenreiter gleich stark zu sein scheinen, fallen alle übrigen Manschaften ziemlich stark ab. Obwohl die Frage des Endsieges hier noch nicht geklärt ist, wird man mit Wetzlar rechnen müssen.
Staffel 5.
Sie Zugendarbeit im Iachamt Handball.
Es ist wohl kaum ein Augenblick günstiger, über die Jugendarbeit des Fachamtes Handball zu berichten, als gerade jetzt nach Schluß der Pflichtspiele in den einzelnen Klassen. Die Jugendspielbewegung hat in den letzten Jahren im Fachamt Handball einen ungeahnten Aufschwung genommen. Ueberall entstanden neue Mannschaften, und die jetzt abgeschlossene Runde hatte eine Rekordbeteiligung aufzuweisen. Den Hauptanteil an dem Erfolg tragen in erster Linie die Vereine und ihre Spielwarte. Aber nicht nur rein mengenmäßig gesehen kann man mit der geleisteten Arbeit zufrieden sein. Auch die Spielstärke hat sich überall deutlich sicht-
behaupten, ohne sich sonderlich anzustrengen. Alle übrigen Mannschaften, zu denen auch noch Lich zählte, waren zu unbeständig, um ernstlich eingreifen zu können.
Staffel 3.
Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte.
To. Lützellinden
8
7
0
1
14:2
Tv. Hochelheim
8
7
0
1
14:2
Tv. Oberkleen
8
3
0
5
6:10
Tv. Gr.-Rechtenbach 8
3
0
5
6:10
Tv. Ebersgöns
8
0
0
8
0:16
Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte.
Tv. Londorf 6 6 0 0 12:0
To. Allendorf (Lda.) 6 2 1 3 5:7
To. Lollar 6 2 1 3 5:7
Tv. Beuern 6 1 0 5 2:8
Londorf hat durch seine starke Mannschaft klar gesiegt. Es ist nur schade, daß für diesen Verein so wenig Uebungsmöglichkeit besteht.
Sportomt „Kraft durch Freude".
Heute folgender Kursus:
Allgemeine Körperschule, Lyzeum, Dammstraße 26, nur für PL. der NSDAP. Ortsgruppe „Nord", 20.15 bis 21.45 Uhr.
dar gehoben. Dazu kommt noch, daß Jugendliche durch ihre ungezwungene und ungekünstelte Spielweise trotzdem technisch auf der Höhe find. Viele Beispiele ließen sich anführen, wo heißumstrittene Lokalkämpfe in einem kameradschaftlichen Geiste ausgetragen wurden. Die Aussichten für die Zukunft find jedenfalls die denkbar besten und der Erfolg ist garantiert. Wenn dann noch im Rahmen dieses Berichtes eine Uebersicht über den Stand der Spiele nach Abschluß der Runde 1936/37 folgen soll, dann deshalb, um den beteiligten Kreisen Kenntnis zu geben, wie sich die einzelnen Tabellen seit der letzten Veröffentlichung gestaltet haben.
Staffel 1.
Spiele
Gew. Unentsch. Verl.
Pkte.
Mto. Gießen I
8
8 0
0
16:0
Tv. 1846 Gießen
8
6 0
2
12:4
Tv. Dutenhofen
8
3 0
5
6:10
Mtv. Gießen II
8
2 0
6
4:12
Spvg. 1900 Gießen
8
1 0
7
2:14
Die Mannschaft der Männerturner hatte schon von vornherein die größten Aussichten, Sieger zu werden. In Verfolg der Spiele stellte es sich dann zur allgemeinen Ueberaschung heraus, daß auch die Jungens des To. 1846 ernsthafter Anwärter waren. Es steht fest, daß beide Mannschaften über ein ausgezeichnetes Können verfügen, und daß die Reihenfolge genau so gut hätte umgekehrt lauten können. Gut haben sich in diesem Feld auch die beiden anderen Mannschaften gehalten, während 1900 durch Pech in diesem Jahre nicht zur Entfaltung kommen konnte.
Staffel 2.
To. Lang-Göns Tv. Holzheim Tv. Grüningen Tv. Garbenteich
Spiele Gew. Unentsch. Verl.
Pkte.
6 5 10
11:1
6 3 12
7:5
6 10 5
2:10
6 10 5
2:10
Lang-Göns, mit feinem ausgesuchten Material, konnte hier von Anfang an unangefochten die Spitze
Zum S. Gießener Hallen-Handball-Turnier.
Nachdem im Jahre 1932 der Polizeisportverein Butzbach mit einem Hallen-Handball-Turnier beispielgebend vorausging, hatten die beiden Gießener Turnvereine, Tv. 1846 und Männerturnverein, die Initiative ergriffen und für den 24. April 1932 zu ihrem 1. Hallen-Handball-Turnier in der Gießener Volkshalle eingeladen. Diese Turniere sollten — hier ging die Turnerschaft einen Schritt weiter — eine ständige Einrichtung werden.
Gerade in unserem Gau XII ist, abgesehen vom Kasseler Bezirk, die Gießener Volkshalle für derartige Veranstaltungen sehr geeignet. Das Hallenspiel unterscheidet sich von dem Feldhandball in drei Hauptpunkten: Wegfall des Abseitsraumes, zeitliche Begrenzung in der Führung des Balles und in der Teilnehmerzahl. Selbstverständlich bedingen die kleineren Ausmaße der Hallenspielfelder unter anderem auch kleinere Tore.
Wirft man nun einen kurzen Ueberblick über die bereits ftattgefunbenen Gießener Turniere, so sieht man, wie es die beiden Gießener Turnvereine verstanden haben, für derartige Veranstaltungen weit über unseren Kreis hinaus bei allen Handballfreunden großes Interesse zu erregen. Am 24. April 1932 stieg das erste Hallen-Handball-Turnier der Gießener Turnerschaft mit einer damals schon ansehnlichen Besetzung von 16 Mannschaften. Schon beim ersten Turnier teilte man die Mannschaften je nach Spielstärke in zwei Gruppen.
Der Gedanke der ersten Gießener Hallen-Veran- ftaltung hatte viel Echo gefunden, so daß im darauffolgenden Jahre bei dem zweiten Turniere nicht weniger denn 26 Mannschaften Meldungen abgegeben hatten.
Es war ein erfreuliches Zeichen, daß das dritte Hallen-Handball-Turnier im Jahre 1934 einen weiteren starken Zuspruch erleben konnte. Be
sondere Freude machte die rege Anteilnahme der Soldaten. 41 Mannschaften aus etwa 30 Vereinen waren zum Kampf erschienen. Man mußte schon zur Verkürzung der Spielzeit übergehen, um überhaupt in der Lage zu sein, alle Spiele.an einem Tage durchführen zu können.
Weiteren Aufschwung nahm das vierte Hallenturnier am 14. April 1935. Nicht weniger als 48 Mannschaften zeigten, welch großer Beliebtheit sich diese Veranstaltungen bei den handballspielenden Vereinen erfreuten.
Leider erlitt das Gießener Hallenturnier im Jahre 1936 eine Unterbrechung. Um so mehr ging man nun in diesem Jahre wieder an die Arbeit. Zum 5. Gießener Hallen-Handball-Turnier sind die Vorbereitungen getroffen. Die Ausschreibungen sind den Vereinen zugegangen, Meldeschluß am 5. März.
Deutscher Eishockey-Sieg gegen die Tschechen.
Um die Weltmeisterschaft.
In der Wembley-Arena spielte Deutschland im zweiten Spiel am Dienstagabend gegen die Tschechoslowakei. Die deutsche Mannschaft blieb mit 2:1 nach dreimaliger Verlängerung (0:0, 0:1, 1:0; 0:0, 0:0 1:0) siegreich und sicherte sich damit die Teilnahme an der Vorschlußrunde zusammen mit Kanada in der Gruppe II.
*
I n London gewannen in den letzten Spielen der Zwischenrunde um die Eishockey-Weltmeisterschaft am Montag Tschechoslowakei 8:1 (2:1, 2:0, 4:0) über Frankreich, und die Schweiz 4:2 (0:1, 2:1, 2:0) über Ungarn.
Testament
5W
Testament
kann nicht mitwirken der Ehegatte oder frühere Ehegatte des Erblassers, Verwandte oder Verschwägerte des Erblassers, der im Testament bedachte und seine Verwandten und Verschwägerten, ferner Verwandte oder Verschwägerte des beurkundenden Notars oder Richters. Minderjährige. Leute, denen die bürger- licken Ehrenrechte aberkannt fino. sollen nicht mitwirken. Über die Errichtung des Testaments muß ein Protokoll ausgenommen und von allen Mitwirkenden unterschrieben werden. — Stumme können ein öffentliches Testament nur durch üoergabe einer Schrift errichten. 2. Das privatschriftliche T. Der Erblasser kann ein T. auch in der Form errichten, daß er seinen letzten Willen in einer Schrift niederlegt. Das T. muß vom Erblasser eigenhändig geschrieben, datiert (Ortsangabe nicht vergessen!) und unterschrieben werden. Dabei muß jedes Mort vom Erblasser eigenhändig geschrieben sein. Die Benützung eines Briefbogens, in dem der Ort oder das Datum vorgedruckt oder mit Maschine vorgeschrieben ist, macht das ganze Testament ungültig. Gleichgültig ist dagegen, ob das Testament mit Tinte, Bleistift oder Griffel geschrieben ist. 3. Neben den unter !, u. 2. angeführten ordentlichen Testamenten gibt es noch die sogenannten Nottestamente und zwar a) das Dorftestament: dieses ist zulässig, wenn zu befürchten ist, daß der Erblasser sterben werde, bevor die Errichtung eines Testaments vor einem Richter oder Notar
möglich ist. Zur Ausnahme des Dorftestamentes ist zuständig der Bürgermeister, der 2 Zeugen zu- ziehen muß. Es muß ein Protokoll über die Errichtung ausgenommen und von allen Mirwir- kenden und dem Erblasser unterschrieben werden, b) das Seuchentestament : es ist zulässig, wenn der Erblasser sich an einem Ort aufhält, der infolge des Ausbruches einer Krankheit oder sonstigen außerordentlichen Umstandes (z. V. Überschwemmung) derart abgesperrt ist, daß die Errichtung eines Testamentes vor einem Richter oder Notar nicht möglich ist. Zuständig ist wie unter a der Bürgermeister. Ein solches Testament kann auch durch mündliche Erklärung vor 3 Zeugen unter Aufnahme eines Protokolls errichtet werden. Letzteres ist auch die Form für ein sogenanntes See-Testament, das zulässig ist. wenn der Erblasser sich während einer Seereise an Bord eines deutschen Schiffes (ausgenommen Kriegsschiff) außerhalb eines deutschen Hafens befindet. Die Nottestamente werden unwirksam, wenn seit der Errichtung 3 Monate verstrichen sind und her Erblasser noch lebt. — Eheleute können ein gemeinschaftliches Testament errichten, s. dort. Kinder unter 16 Jahren, Entmündigte und Geisteskranke können kein gültiges Testament errichten. Minderjährige über 16 Jahren und Volljährige, die Geschriebenes nicht lesen können, können nur ein öffentliches Testament errichten und dieses nur durch mündliche Erklärung. —
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Segen das Blutschuhgeseh vergange, Lpd. Frankfurt a. M., 23. Febr. Die ßj Strafkammer verurteilte den 67jährigen <4! Ernst Cohen aus Bad Homburg wegen RM schände zu eineinhalb Jahren Zuchthiug Der Angeklagte hatte eine 45jährige arische hälterin, die er schon 1920 kennenlernte und mii 3 er bis zum Herbst 1936 intimen Verkehr pflepej
Hohe Gefängnisstrafen für Hinterländer Wilddiebe.
LPD. Marburg, 23. Febr. Bereits seit meJ reren Jahren hatten die Jagdpächter und Försts den Waldbergen um Buchenau (Kreis Bilde! köpf) Wahrnehmungen gemacht, welche biral schließen ließen, daß dort Wilddiebe q! Werke waren. Oftmals traf man auf kraut J schossenes oder verludertes Wild und fand auch 3 Ufer der Lahn unterhalb von Buchenau ReM welche von den Wilddieben aus Angst vor der deckung ins Wasser geworfen waren. Erst m 1 Ende vorigen Jahres gelang es, den Wildd^Ü auf die Spur zu kommen. Die Ermittlungen 8 n ten zur Verhaftung der Buchenauer Einwohners brüder Albert und Karl D e r f ch, sowie Llh I B ö ß e r. Vor dem Schöffengericht legte die-I klage den drei gewohnheitsmäßige Wilddieberei^ den Jahren 1935/36 zur Last. Die Beweisaufnchtz! erbrachte eine ganze Reihe belastender Zeugens sagen. Jagdpächter und Förster vermuteten in« Angeklagten schon seit langer Zeit die Wilddr» sie hatten aber keine genügenden BeweisnW Die Gebr. Dersch arbeiteten bei ihrer Wilddiebe« Hand in Hand. Das Urteil lautete wegen fortye|3 ter gewohnteitsmäßiger Wilddieberei für das Hru« des Wilderertrios, Albert Dersch, auf Jahre, für Karl Dersch auf ein Jahr uri für Bößer auf sechs Monate G e f änzujd
Rundfunkprogramm.
Donnerstag. 25. Februar:
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik, d Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.05: Wetter- urj Schneebericht. 8.10: Gymnastik. 8.30: Ein MoiÄ grüß aus der Westmark. 10: Schulfunk. 11: M frau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: SozialdieH 12: Mittagskonzert. Romantische Musik. 13: M richten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: MitM konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Im Rhythmus 3 Freude um die Welt. 15: Volk und Wirtshm 15.30: Kinderfunk. 16: Kleines Flötenkonzert, lül Wir laden ein zu einem Tänzchen am Rhein. 1/3 Unvergessenes deutsches Land. 17.45: Das afiuej Buch. 18: Blaskonzert. 19: Es muß doch FriihlW werden ... Don seinen Vorboten im Monat $ bruar. Funkfolge. 19.30: Sportvortrag der WH Aufgaben und Ziele der Sportberichterstattung D Funk. 19.45: Was willst du werden? Ein FuiD richt aus der Kolonialen Frauenschule in ReÄ bürg. 20: Nachrichten. 20.10: Konzert. 22: NachM ten. 22.15: Nachrichten aus dem SendebkM Sportbericht, Nachrichten der DAF. 22.30: GasW des Elsässischen Theaters, Freiburg: Er fjüroti sini Frau. Schwank von G. Stosköpf.
Berlin,, fensterlt Kammer“— wenn det man jut jeht!
Handfest, derb, aber echt u.gesund ist der Humor in dem FilmlustspitJ
REGIE: FRANZ SEIT!
Darsteller:
Walter Lantsch, Ursula Grabley, Franz Schafheitlin, Harald Paulsen, Joe Stöckel. Herbert Weißbach, Vicky Werkmeister
Auf der Bühne: M3P
3 Poletos
Parterre-Akrobaten in höchster VollendungI
Im Beiprogramm:
Chiemsee-Hanseaten und Ufa-Ton-Wocha
Täglich 4,6, 8.30, Sonntag 3, 5.30 u. 8.30 Uba


