Ausgabe 
23.8.1937
 
Einzelbild herunterladen

»

I

|

11

i

1

n

1

b

ir

ta

hq

L

U

9

(

b

L

u i

fid en Li lve

in kl tt fr n: m u

L n

L ui b< A

n b bi

sci an in

an in Id

Ih Ä

rvi rei am er

lei et 6

J bi

b

Der Führer und Reichskanzler hat an den Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk nachstehendes Glückwunschtelegramm ge­richtet:In dankbarem Gedenken an ihre wertvolle Mitarbeit übersende ich Ihnen zu Ihrem morgigen 50. Geburtstag meine herzlichsten Wünsche für Jhi persönliches Wohlergehen und weiteres erfolgrei­ches Wirken, (gez.) Adolf Hitler."

In diesem Kamps müsse der Reichsbund mit an erster Stelle stehen.

Matin" weist darauf hin, daß Frankreich selbst die Initiative zu diesem großen Luftrennen ergriffen und Preise für drei Millionen Franken ausgesetzt hat, die nun allesamt verloren sind.Das wäre nicht weiter dramatisch", so schreibt das Blatt,man könnte das noch unter dieruhm­reiche Ungewißheit des Sports' rechnen. Uner­träglich aber ist es, daß die Franzosen ge­schlagen wurden, ohne überhaupt nur d i e gering st en Aussichten auf Gewinn ge­habt zu haben, daß Frankreich also schon im vor­aus unterlegen st artete. Frankreich ist ge­schlagen worden, weil es wieder einmal, wie schon auf anderen Gebieten, nicht rechtzeitig auf dem Posten war. Es ist geschlagen worden, weil die Apparate, über die seine Piloten schließlich ver­fügen konnten, weniger schnell waren, als die ita­lienischen Serien-Militärslugzeuge, Frankreich ist geschlagen worden von dem Geschwader eines Lan­des, das nicht über so große Mittel verfügt, das aber vom ersten bis zum letzten Mann eine ein­mütige methodische Arbeit geleistet hat, bei der niemand ausfiel."

toi di« Kc ha s°

ich ob

Kleine politische Nachrichten.

NSG. Anläßlich des ersten Deutsch-Polnischen- Staatsjugendaustausches überreichte der Führer der in Deutschland weilenden polnischen Pfadfinder in Wiesbaden dem Gebietsführer Brandt, dem Chef des Grenz- und Auslarckrsamtes der Reichs­jugendführung, Oberbannführer Stadler, dem Stabsleiter Dettmar und dem Standortführer der Frankfurter HI., Oberbannführer Linden- burger, als Anerkennung den polnischen Lwow-Orden".

w de N ei G A S Ai wi de tlc flu de 1q de

Italien siegt beim Lustrennen ZstresDamaskus - Paris.

Starker Eindruck in der französischen Oeffentlichkeit. Scharfe Angriffe in der presse gegen Lustfahrtminister Eot.

in der Provinz Schantung. Als Grund für diese Maßnahme werde das Heranrücken von Truppen der chinesischen Zentralarmee und der Ausbruch von Unruhen unter den chinesischen Angestellten der in Tsingtau ansässigen japanischen Textilfabriken genannt. Damit wird der letzte Zufluchtsort der japanischen Bevölkerung an der chinesischen Küste praktisch aufgegeben. Zurückgeblieben sind zunächst nur noch einige Einheiten der japanischen Lan­dungstruppen. Rach Mitteilung der Agentur muß mit der Möglichkeit militärischer Operationen auch südlich von Tsingtau gerechnet werden.

Dom Hauptquartier der japanischen Nordchina­garnison wird mitgeteilt, daß im Stadtgebiet von Tientsin neuerlich Unruhen ausge­brochen fiitb, die von versteckten Resten der 29. Ar­mee angezettelt worden waren. Südlich von Tient­sin an der Eisenbahn TientsinPukau, haben nun ebenfalls Kämpfe begonnen. Japanische Truppen griffen die vorgeschobenen Stellungen der Chinesen an, die nach heftigen Gegenangriffen, bei denen sie schwere Verluste erlitten, in Richtung auf Mat­schang zurückgetrieben würben. Die japani­sche Nachrichten-Agentur Domei meldet die Be­setzung Kalgans nordöstlich von Peiping durch Teile der japanischen Kwantung,Armee am Sonn­tagabend ohne ernstlichen Widerstand der Chinesen.

Das ärztliche Fortbildungswesen

Der internationale Kongreß in Berlin.

Erstes mainfränkisches Dichterireffen.

Dem Wunsche des Gauleiters Dr. Hellmuth entsprechend findet von nun an alljährlich i n Amorbach im Odenwald ein mainfränkisches Dichter- und Schrift stellertreffen statt. Hans Z ö b e r l e i n gab vor einer großen Ge- meide von Freunden des Schrifttums Einblick in sein dichterisches Schaffen. Im grünen Saal des fürstlich Leiningifchen Schlosses fand dann eine Dichterfeier stunde statt. Gauleiter Dr. Hell­muth, Generalarbeitsführer Henrici, Fürst Leinin- gen sowie viele Persönlichkeiten der Partei nahmen teil. Der Schirmherr des mainfränkischen Dichter­und Schriftstellertreffens, Landeskulturwalter und Gaupropagandaleiter Waldemar Vogt, wies auf die Bedeutung der nun Jahr für Jahr wiederkeh- renben Veranstaltung für das mainfränkische Schrifttum hin. Sein besonderer Gruß galt Hans Zöberlein, dem alten Kämpfer der Bewegung und nationalsozialistischen Dichter, der anschließend aus seinen Werken las. Der Vortrag war mit Beethooen- scher Musik umrahmt. In der Abteikirche brachte Berthold Bührer auf der berühmten Barockorgel Kompositionen von Johann Sebastian Bach zum Vortrag. Nachmittags führte Gauheimatpfleger Prof. Schenk die Teilnehmer des Dichtertreffens durch die Ruinen der Ende des 12. Jahrhunderts erstandenen Wildenburg. Der Landesleiter der Reichsschrifttumskammer Diehl sprach über Wolf­ram von Eschenbach und seinen Parzival und die Beziehungen des Parzival zur Wildenburg.

Zeitschriften

Kann dein Kind richtig sprechen?" Diese Frage geht alle Eltern von Kindern zwischen zwei und vier Jahren an, denn mit dem Schuleintritt möchte das Kind sauber sprechen können' M Schmerler, Lehrer für Stimmbildung, zeigt im Augustheft der MonatsschriftKleine Kinder" (Verlag in Lindau am Bodensee), was Eltern da tun können und wie Sprachmängel durch einfache Uebungen behoben werden. - Prof. Dr. Hildegard Hetzer nimmt Stellung zu der viele Mütter be- ängstigendenKindlichen Unruhe" und zeigt an Bei- hnelen, roie das starke Bewegungsbedürfnis und der rasche Jntereffenwechsel des Kleinkindes zu sol- cher Unruhe fuhren und wie man sich dazu verhak- tenJ°£U:.Neben vielem Anderen bringt das Heft auch für die Sauglingsmutter Beiträge und Rat- ^Gäube^Ü-' -Uk°sw°r°>°ig°rung",Erziehung

Wie die polnische Presse berichtet, hat sich der Moskauer amerikanische Botschafter Davies mit seiner Privatjacht nach Gdingen begeben, um sich dort mit dem amerikanischen Bankier M o r - g a n zu treffen, der mit feiner Jacht von Vlissingen nach Gdingen unterwegs ist. Morgan will sich von dem Botschafter über die letzten Ereignisse in der Sowjetunion und im Fernen Osten unterrichten lassen.

Oito Gebühr.

Gastspiel im Gießener Stadttheater.

Zwischen Abend und Morgen", eine Begebenheit in 3 Akten vonZdenkovon Kraft, war, wie vor zwei Jahren, das Stück, mit dem Otto G e b ü h r und ein kleines Ensemble der Berliner Di­rektion Klubertanz vor das Gießener Publikum traten. Wir haben uns daran gewöhnt, die Gestalt des großen Preußenkönigs so zu sehen, wie sie Otto Gebühr in vielen Filmen und nun auch auf der Buhne verkörpert. Es ist der unter der Last der Verantwortung, unter der Sorge um das Durch­wehen in einem Krieg gegen die ganze Welt und unter den persönlichen Strapazen des Feldzugs vor der Zeit alt gewordene Herrscher, der trotzdem nicht müde wird, die Wunden zu heilen, die der Krieg seinem Preußen schlug, der als ein rechter Landes­vater im Sinne des aufgeklärten Absolutismus auch die kleinen Sorgen der Aermften seiner Untertanen für nicht zu gering achtet, um an ihnen teilzu­nehmen, der Ratschläge zur Hand hat gegen Diehsterben und Obstkrankheit, den aber auch ein seelischer Konflikte bis ins Innerste packen kann, wenn er auf ihn trifft. Das ist der große König, wie ihn Otto Gebühr wieder vor uns hinstellte, unnach­ahmlich in Maske, Gebärde und Haltung, mit der frappierenden Ähnlichkeit des Profils, die wir schon aus dem Film kennen, mit den erklärenden Bewegungen der Hand, dem klaren Blick des gro­ßen blauen Auges, das den Dingen auf den Grund schauen möchte, der überraschend heilen, leicht ber­linerisch gefärbten Stimme und den cheoaleresken Gesten eines Mannes, der über dem Herrscher nie­mals den Menschen vergaß, der verstehen wollte und verzeihen konnte, wo er auf einen wahrhaf­tigen Charakter und edlen Stolz traf, wie bei die­ser Besichtigungsreise, von der unser Stück handelt, auf einer armseligen Landpfarre, die der König gegen den Rat seines Kammerherrn zu fernem Nachtquartier wählt, weil er dem Pfarrer das hohe Kostgeld gönnt, das für Beherbergungen des Kö­nigs ausgesetzt ist. Er trifft hier auf die Witwe eines seiner tapfersten Offiziere, die durch eine Lumperei um ihr Vermögen gebracht worden ist und nun, ganz dem Andenken an den gefallenen Gatten sich hingebend, keinen Sinn hat für die fordernde Gegenwart, die in Gestalt eines jungen, um Erhörung seiner Liebe flehenden Hauptmanns

mit dem Problem der Naturheilkunde im Rahmen der Gesamtmedizin beschäftigen. Es ist be­absichtigt, der Hamburger Akademie besondere Lehrgänge über Tropen-Hygiene und Tropen-Krankheiten sowie allgemein über Fragen der Uebersee-Medizin anzugliedern. Die ge­plante M ü n ch e n e r Akademie wird versuchen, die Tätigkeit und Vorsorge des Arztes am schaffen- d e n M e n s ch e n in engster Berührung mit seinem Arbeitsplatz in den Vordergrund zu stellen. Auf Grund eines besonderen Studiums in der Arbeits­physiologie und der genannten Frühschäden soll der Arzt mit der Möglichkeit der Verhütung oder gar der Vermeidung von Krankheiten Den. trautgemacht werden. Die Fortbildung des Fach­arztes in feinem Sonderfach wird voraussichtlich noch in diesem Jahre anlaufen. Besonders wichtig für den Facharzt ist es, sich auf außerdeutschen internationalen Kursen fortzubilden. Eine plan­mäßige Inangriffnahme der Frage des internatio­nalen Austausches von Lehrern und Lernenden ist eine außerordentlich wichtige Aufgabe des Kon­gresses."

Professor Dr. O b e r I i n g von der Medizini­schen Fakultät Paris gab einen Ueberblick über das ärztliche Fortbildungswesen in Frankreich, um dann die Bedeutung der pathologischen Anatomie für den Fortbildungsunterricht zu behandeln. Be­sonderes Interesse fanden die Ausführungen über die ärztliche Fortbildung in Japan. Ausbildung und Studentenwesen sind in Japan stark durch Deutschland beeinflußt worden. Die ärztliche Fort­bildung ist allerdings nicht wie in Deutschland Pflicht. Durch längere Studienreisen in der ganzen Welt, die durch den Staat finanziert werden, wird den japanischen Aerzten, insbesondere aber den Wissenschaftlern, die Möglichkeit einer weitgehenden Fortbildung gegeben. In Italien werden dem praktischen Arzt und auch dem Landarzt von Uni- versitätsprofessoren an Sonntagen Vorträge aus den neuesten Forschungsgebieten gehalten. Gleich­zeitig werden, wie in Deutschland, Kurse über spe­zielle Fachgebiete gehalten. So handhaben es auch andere Länder, die teils in Universitätsinstituten, teils in Fachgesellschaften und durch Zeitschriften bemüht sind, den Arzt ständig auf dem Laufenden ZU halten und ihn in gewissen Forschungsgebieten weiterzubilden.

Paris, 22. Aug. (DNB.) Die ersten Teilnehmer des Wettfluges Ist res Damaskus Paris trafen am Samstag am Ziel auf dem Pariser Flugplatz Le Bvurget ein. Es handelt sich um die Italiener Cupini-Paradisi, die um 16.08 Uhr landeten. Die Mannschaft war am Frei­tag um 22.30 Uhr in Jstres bei Marseille gestartet, hatte Damaskus am Samstag um 5.24 Uhr er­reicht und um 6.15 Uhr wieder verlassen. Acht Mi- uten später traf eine weitere italienische Maschine lit der Besatzung Fiori-Lucchini ein. Das dritte Flugzeug trug die Besatzung Biseo - Bruno Mussolini. Nacheinander trafen dann folgende Flieger ein: Der Engländer Clouston, die Fran­zosen C o d o s und A r n o u x, die Italiener Tondi und Moscatelli svwie die französische Militärmannschaft mit Oberstleutnant Franxois. Der französische Flieger G u i l1 a u m e t mußte wegen Gewitter in Belgrad eine Zwischenlandung vornehmen.

Der Sieg der italienischen Flieger, die die ersten drei Plätze belegten und somit alle drei er ft en P r e i s e des französischen Luftfahrtministeriums in Höhe von insgesamt drei Millionen Franken ge­wonnen haben, hat in der französischen Oeffent­lichkeit nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Manche Zeitungen machen den Luftfahrtminister Eot für den Mißerfolg der französischen Teilnehmer verant- worllich. Selbst das zur Polksfrontpresse gehörende Oeuvre" fragt: Arbeitet man in Frankreich nicht allzu ungeordnet? Wozu soll man in Abrede stel­len, daß die staatliche Organisation der Italiener in diesem Falle den Erfolg über das tastende, sich nicht zu helfen wissende Dersuchsregime der Fran- losen den Sieg davongetragen hat?Petit Journal" meint, die parteipolitische Haltung Cots gehöre zu den tiefen Ursachen des Mißerfolges der franzö- schen Flieger. Es unterliege keinem Zweifel, daß beim Pariser Luftfahrtministerium eine beträchtliche Unentschlossenheit herrsche. Die Piloten, die als erste an dem guten Funktionieren der zuständigen Stel­len interessiert seien, seien nicht die letzten, die darüber Beschwerde führten.Epoque" betont, feit Zehn Jahren sei das französische Flugwesen trotz großer finanzieller Opfer ins Hintertreffen geraten, und die Geschwindigkeit der meisten im Dienst ste­henden französischen Flugzeuge liege um 50 Kilo­meter je Stunde hinter der der Maschinen anderer Großmächte zurück. Frankreich habe anscheinend nichts anderes zur Verfügung, während es den Italienern, um zu siegen, genügte, aus ihrer Luft­flotte einige im Dienst befindliche Bombenflug- zeuge herauszunehmen.

Berlin, 22. Aug. (DNB.) Auf dem Kongreß für ärztliche Fortbildung führte der Präsident Dr. Blome aus: Im Rahmen der Pflichtfortdildung wird der deutsche Facharzt zunächst nicht in seinem Spezialgebiet, sondern in der Allge­meinmedizin fortgebildet. In diese Pflichtfort­bildung wurde die Naturheilkunde eingebaut, jedoch nicht als Grundlage für eine neue deutsche Heilkunde, wie teilweise im Ausland angenommen wird, sondern aus der Erkenntnis einer notwendigen Synthese von Schulmedizin und Naturheilkunde her­aus. 1935 ließen wir die Pflichtfortbildung des Land- und Klein ft adtarztes anlaufen. Der Land- und Kleinstadtarzt hat infolge der teil­weise großen Entfernungen zu den nächsten Kran­kenhäusern und zu Fachärzten die größte Verant­wortung der Volksgesundheit gegenüber zu tragen, und ihm sind naturgemäß weniger Möglichkeiten zur Fortbildung geboten als dem Großstadtarzt. 1936 setzte auch die Pflichtfortbildung des Großstadt­arztes ein.

Jeder deutsche Arzt, bis auf gewisse besonders gelagerte Ausnahmefälle, wie z. B. Dozenten, Amtsärzte usw., muß im Laufe von je fünf Jahren an einem Pflichtfortbildungskursus teilnehmen. Der Pflichtfortbildungskursus beträgt für die Landärzte drei Wochen. Den größten Teil der Großstadtärzte bilden wir zunächst noch in besonderen Fortbil­dungskursen an seinem Wohnort fort, wobei die Praxis weiterbetrieben werden kann. Jeder Arzt hat die Möglichkeit, sich besonders in solchen Fällen fortzubilden, in denen er gewisse Mängel merkt, oder aber für die er eine besondere Vorliebe hat. Auch besondere Betriebsbesichtigungen werden vorgenommen. Ein Arzt, der seinen Patienten auch in seiner Arbeitstätigkeit, in seinen besonderen Arbeits- und Lebensbedingungen kennt, ist viel besser in der Lage, seine Kranken und ihre Leiden, aber auch die Grenzen ihrer Leistungs­fähigkeit beurteilen zu können. Im allgemeinen vertreten sich unsere Aerzte gegenseitig. Wenn der fortzubildende Arzt einen Vertreter benötigt, sind wir ihm behilflich. In Zukunft werden wir vier Akademien für ärztliche Fortbildung in Deutsch­land haben, und zwar die Berliner, die Dresdner, die Hamburger und die Münchener Akademie. Während die Berliner Akademie ihren bis­herigen umfassenden Charakter beibehalten wird, wird die Dresdener Akademie sich insbesondere

hingen in Schanghai stattgefunden. Angriffe, die teilweise mit chinesischen Panzerwagen vorqetragen wurden, sind unter großen Verlusten der Angreifer Hurückgeschlagen worden. Chinesische Truppenabtei- lungen eröffneten vom Ufer des Wangpu- Flusses aus Maschinengewehrfeuer auf das ja­panische FlaggschiffI d z u m o". Eine unter dem Schutz der Schiffsgeschütze gelandete japanische Matrosenabteilung griff darauf mit ande­ren japanischen Truppenverbänden die Chinesen an und schlug f i e zurück. Die Japaner erbeute­ten zwei Tanks.

*

Der Befehlshaber der U8A-Kriegsschiffe in Schanghai hat dem japanischen Marinebefehlshaber Hasegawa den Wunsch übermittelt, das japanische Flaggschiff aus der unmittelbaren Nähe der ame­rikanischen Schiffe zu entfernen. Hasegawa habe dem amerikanischen Wunsch sofort entspro­chen.

Heue Kümpfe in Aordchma.

Tsingtau von japanischer Bevölkerung geräumt.Kalgan besetzt.

Tokio, 22. Aug. (DNB.) Nach einer Meldung der Agentur Domei räumt die japanische Bevolke-1 rung nun auch das Gebiet von Tsingtau!

Erste 3Retd?sfagung des deutschen Weinbaus.

Heilbronn, 22.Aug. (DNB.) In Anwesen­heit zahlreicher Vertreter des Staates, der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, des Ar­beitsdienstes, des Reichsnährstandes und der staat­lichen und städtischen Behörden wurde am Sonntag die erste Reichstagung des deutschen Weinbaues in Heilbronn eröffnet. Der württernbergifche Wirt­schafts- und Innenminister Dr. Schmid, wies darauf hin, daß feit langen Zeiten in Württemberg Weinbau betrieben werde. Aber Wein fei immer nur dort gebaut worden, wo Halm- und Hackfrüchte nicht gedeihen können. Deshalb habe auch der würt- tembergische Wein keinen großen Qualitätsschwan­kungen unterlegen. Stabsamtsführer Dr. Reifchle betonte, der Winzerstand fjabe sich auf harter Scholle und in schwerer Arbeit durch die Jahr­hunderte hindurch behauptet. Nicht nur wirtschaft­lich, auch brauchtummäßig und kulturell habe er seine Bedeutung erwiesen. Im Kampfe um das Recht des Bauern fei der Winzer durch die Jahr­hunderte ein Vorkämpfer gewesen. Ein solcher Stand verdiene wohl die Beachtung und Pflege durch den Nationalsozialismus. Der Reichsnährstand habe deshalb für den Weinbau eine besondere vor sie hintritt. Der hält auch zu ihr, als sich bei einer Prüfung der ihm zur Verfechtung ihrer Rechtsansprüche vor dem König übergebenen Pa­piere herausstellt, daß ihr angebeteter Gatte, ein preußischer Offizier mährischer Abstammung, mit den Oesterreichern unter einer Decke gesteckt und nur öer Tod auf dem Schlachtfeld ihn vor Schimpf und Schande bewahrt hat. Der König, dessen gerechter Zorn dem Verräter den falschen Ruhmeskranz vom Hauvt reißen will, wird durch die mutige Ent­schiedenheit des Hauptmanns und die gläubige Un­befangenheit der Witwe davon überzeugt, daß hier rücksichtslose Wahrheit tödliches Unheil anrichten müßte. So schweigt er und tut beim Abschied schließ­lich das Seine, damit zwei ehrenwerte Menschen den Weg zueinanderfinden.

Mit Otto Gebühr, dessen König wir schon gebührend in den Mittelpunkt unserer Betrachtung gerückt haben, haben sich wieder Josef Dischner als ein die Sorgen des Alltags mit Humor neh­mender Landpfarrer und Lutz Götz als Haupt­mann von innerem Schneid zusammengefunden Die Obristenwitwe gab diesmal Annemarie M ö - urbig unb stolz in ihrer bebingungslosen Gläubigkeit, den Kammerherrn Ernst Pitt- schau, das Mäbchen Maria Müller. Ein sehr gut besetztes Haus feierte bas Wiebersehen mit Otto Gebühr mit fast stürmischen Huldigungen.

J.V.: Dr. Fr. W. Lange.

Hauptvereinigung gegründet. Die sachliche Arbeit der Hauptvereinigung habe Fortschritte ge­macht. Damit sei auch auf dem Gebiete des Wein­baues das Ziel des Reichsnährstandes, das schwächste Glied der Volkswirtschaft den landwirtschaft­lichen Erzeuger zu stützen und zu schützen, seiner Verwirklichung sehr nahe gebracht.

Ein Kameradschastsheim der Oiplomiandwirte.

Berlin, 21. Aug. (DNB.) Am Samstagnach­mittag wurde in Berlin ein Kameradschaftsheim des Reichsbundes deutscher Diplom­landwirte eingeweiht. Der Stellvertreter des Reichsführers SS. in der Leitung des Reichsbundes, Ministerialrat Dr. Kummer, begrüßte die Er­schienenen und sprach über die Arbeiten des Bun­des. Professor Dr. Angelini (Rom), der Präsident der Internationalen Liga akademischer Landwirte, überbrachte auch als Präsident des faschistischen Larüiarbeiterspitzenverbandes herzliche Glückwünsche. Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Himmler gab dem neuen Heim die Wünsche mit auf den Weg, daß das neue Haus stets ein bäuerliches Heim fein möge und niemals ein städtisches; daß es nicht nur Karnerabschaftshaus, sondern auch ein Haus der Verwaltung und Führung und schließlich, daß es niemals nur ein Heim der Diplomlanbwirte, son­dern überhaupt der deutschen Bauern­schaft in der Großstadt sein möge. Deutschland wachse Jahr für Jahr um soundso viel Esser. Das sei gut, aber der Boden wachse nicht mit. Daher müsse aus diesem Boden alljährlich herausgeholt werden, was menschlicher Fleiß, menschlicher Geist und menschliches Können herauszuholen vermögen.

Kunst und Wissenschaft.

Großer Erfolg des deutschen Films Der Herrscher" auf der Filmkunstschau in Venedig.

Der deutsche TobissilmDer Herrscher" hinterließ bei ber Internationalen Film- kunstschau in Venebig, vor allem wegen ber uberragenben Leistung von Emil Jannings einen außerorbentlich starken Einbruck. Die behexc- schenbe Gestalt bes Jnbustrieführers Clausen die Jannings mit unerhörter, mitreißenber Tragik'bar­stellt, ist ohne Zweifel bie gewaltigste, bis ins Letzte bramatlsch burdjbrungene schauspielerische Leistung bie in biefem Jahre bisher auf ber Filmschau in Venebig zu sehen war. Hier hat man es mit Film­kunst im höchsten Sinne bes Wortes zu tun. Aller­dings barf nicht übersehen werben, daß der Film

im Auslande nur schwer verständlich sein kann, weil sein Hauptgewicht im Dialog liegt. Die un­terlegten französischen Textzeilen, bie ben Film ben Auslänbern näherbringen sollen, stellen nur ein recht unzureichenbes Hilfsmittel bar, eben weil alles von der Kraft des gesprochenen Wortes abhängt. Um so höher ist der Erfolg für Jannings persönlich zu bewerten. Kaum war das letzte Wort verklun­gen, setzte begeisterter, anhaltender Beifall ein. Selbst während ber Vorführung würbe lebhaft ge­klatscht.

Die beiben amerikanischen FilmeLloyds of London" undH i s A f f a i r", die beide in Deutschland bereits gelaufen finb, wurden wegen ihrer einfachen und interessanten Hanblung mit Zustimmung ausgenommen. Ein englischer Lehrfilm Hydra" zeigte anschaulich mikroskopische Groß, aufnahmen eines nieberen Lebewesens, bas burch feine polypenartigen Fangarme an bie sagenhafte Hydra erinnert. MitThree smart girls" zeigte auf ber Internationalen Filmkunst - d) au die amerikanische Filmprobuktion (Universal ictures) pinen flotten Film ohne abwegige Sen- ationen. Hier fiel befonbers bie noch nicht zwanzig­jährige neuentbedte Schauspielerin Deanna Durbi auf, bie mit einer erstaunlichen Fertigkeit spielt unb durch ihre hübsche Stimme entzückt. Der beutsche Ufa-KulturfilmU n e n b l i ch e r W e l t e n r a u m" fuhrt an Hanb rounberbarer Himmelphotographien SJ5 2n fernsten Fernen des Weltraumes. Prachtvolle Bilder von Sternen, Sternhaufen unb Spiralnebeln werden durch lehrreiche schematische und Trickaufnahmen ergänzt, die in wirkungsvoller Weise dazu beitragen, die unendlichen Weltenfernen ZS? Kerstandnis näherzubringen. Der Film wurde mit stärkstem Beifall ausgezeichnet. Ungarn zeigte einen eigenartigen FilmLhomme $ ° r ' oer manche hübsche Aufnahme enthält. Die Handlung spielt stark ins Phantastische. Es ist ein besondere Ansprüche an ben Beschauer lr «C Ausgezeichnet gefiel der in ber gleichen Aufführung gezeigte Ufa-DokumentarfilmBesuch l f u r t", ber in flüssig erzählenber Form nnr Schönheiten dieser beutschen Stabt am Main ^rtc' ein Kultur- unb gleichzeitig ^rbefilm wie er kaum besser gedacht werben KotTfc -per "'großer Sorgfalt und meisterhafter H?te $nif d^beltete französische Marquis-Film erörtert Probleme, bie aus dem Leben S m der filmischen Wiedergabe

aller falschen Theatralik entbehren.