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Heuchelheim bekommt ein HL-Heim
seinen Fußtapfen e und hoffentlich
Der Entwurf zum Heim der Hitler-Jugend in Heuchelheim.
Aus der engeren Heimat
50 Lahre Turnverein Krofdorf
findsam-schwärmerischer Jünglinge, die im unfernen
Weendespring Milch tränten, in ihrer „Bardei" des Harr (Barfüßerstraße 16) auch einmal Wein, unter Eichen | stellt hat.
nerischen Leistungen, so daß mancher zuerst zweifelnd Abseitsstehende zu der unermüdlichen Turnschar stieß.. Erfolge und Auszeichnungen auf Wettkampfveranstaltungen spornten immer wieder an So floß das Vereinsleben in harmonischer turnbrüderlicher Zusammenarbeit bis 1914 dahin als das gewaltige Völkerringen einsetzte und die Mitglieder unter die Fahne rief. 26 der besten Turner ließen ihr Leben für Volk und Vaterland. Ihrem ehrenden Angedenken widmete der Verein am 16. Oktober 1922 eine künstlerisch ausgeführte Gedenktafel, welche die Namen der Helden enthält und in der Turnhalle ihren würdigen und bleibenden Ehrenplatz hat
Wurde der Turnbetrieb in den Kriegsjahren fo gut als es ging mit den jungen Kräften aufrecht erhalten, so ging es trotz des unglücklichen Ausganges des Krieges mit frischem Mut an den Wiederaufbau in der Erkenntnis, daß uns nur geistige und körperliche Ertüchtigung aus den unglückseligen Verhältnissen herausbringen könne. Erst zaghaft, aber dann mit Ueberzeugung setzte auch das Frauenturnen ein, und heute gibt es kaum ein
Mädel, das nicht in der Turnerei steht. Oberturn- wart Wilhelm Leib leistete in langen Jahren Großes mit seinen Riegen, und in seinen Fußtapfen folgte ihm bis zum heutigen Tage und hoffentlich noch lange weiterhin Heinrich A m e n d.
Die jahrelang vorbereitete und beratene Frage eines unbedingt notwendig gewordenen Turnhall e n b a u e s gelangt in vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit zur Lösung. Einen Teil des Platzes hierfür stiftete das verstorbene Mitglied Heyer, das fehlende Gelände wurde nach und nach angekauft Unter großen Opfern an Geld Zeit und Kraft stand zum 40jährigen Veremsiubilaum 1927 die Halle im Rohbau Aber auch die innere Ausgestaltung kam zum guten Abschluß, so daß ein Werk als Beispiel uneigennützigen Gemeinsinnes und treuer Zusammengehörigkeit entstand, das heute neben seinen eigentlichen Zwecken allen größeren Dorfoeranstaltunqen als Feierraum dient. Möge der Turnverein Krofdorf auch m der zweiten Jahrhunderthälfte seine Tätigkeit zu Nutz und Frommen der Allgemeinheit dienstbar machen!
zwischen französischem und deutschem Geist: auch der große Romantist Gaston Paris studierte in Göttingen. Von den zahlreichen klastischen Gästen aus anderen Ländern seien nur die Dänen noch genannt: die Brüder und nachmaligen Minister Gra-
lieb, daß der hochberühmte Gelehrte die ehrenvollsten Berufungen nach Oxfort und Utrecht ablehnte. „Du hast bei Gründung unserer Universität so für unsere Kunst gesorgt" schrieb er an Münchhausen, „daß wir viel besitzen, was alte Universitäten entbehren, und kaum etwas vermissen, wodurch andere glänzen." Büsten am Auditorium und im Botanischen Garten und eine Gedenktafel an seinem Wohnhause halten das Gedächtnis an Albrecht von Haller wach.
Wer das alte Göttingen durchwandert, wird fast vor jedem Haus stehenbleiben können und auf der Tafel den Namen eines erlauchten Bewohners lesen. Ein Rückblick in die Geschichte der Kultur und der Wissenschaften ist hier ein Spaziergang. Nur ganz wenige Persönlichkeiten können in diesem Rahmen angeführt werden. Gothmarstraße 1 hauste Lichtenberg, Professor der Physik und der witzigste deutsche Schriftsteller, von dem Goethe wußte, wo er einen Spaß mache, liege ein Problem verborgen, und dessen spöttische und von heimlicher Mystik beunruhigte Aphorismensammlung Nietz - s ch e zu den fünf besten Büchern der deutschen Prosaliteratur zählte. Und wieder ist,es wie ein Sinnbild für das spätere Göttingen, den europäischen Mittelpunkt der England-Kunde: dieser bucklige Hypochonder -Lichtenberg, der sonst kaum mehr von Elektrisier-Apparat und Manuskripten wegzubringen ist, reist zweimal nach England, und das wird das Hauptereignis seines Lebens. Nach zehn Tagen schon teilt er begeistert mit: „Ich habe in meinem Leden sehr viele schöne Frauenzimmer gesehen, aber seitdem ich in England bin, habe ich deren mehr gesehen als in meinem ganzen übrigen Leben zusammengenommen." Wichtiger: Licht-mberg widmet G a r'r i ck , dem damals hervorragendsten Schauspieler Englands, die genaueste Rollenbeschreibung, die man in der Theaterwissenschaft kennt und behandelt den Komödianten mit mehr Hochachtung als irgendeinen seiner gelehrten Kollegen.
lieber Gottfried August Bürger etwa goß Lichtenberg mit Vorliebe die Schale des Hohnes aus, und doch schwang der sich noch als „Condor" über die „Eulen, Rohrdommeln, Wiedehopfe und Rohrsperlinge" des „Hain s" auf, eines Bundes emp-
Für immer bleibt Göttingen verbunden mit den Brüdern Grimm, deren Märchen die Kinder der ganzen Welt kennen. In ihrem Haufe, Alleestraße 6, gab es trotz mühseligster Arbeit an der „Deutschen Grammatik" und dem Bibliotheksdienst gesellige Abende, an denen Jakob derbkomische Gedichte zum besten gab, Wilhelm Grimm Hampelmanniaden vortrug, der Germanist G e r o i n u s Volkslieder zur Gitarre sang und der Hellenist Otfried Müller, der später Delphi ausgrub, reisende Engländer bei Museumsbesichtigung parodierte.
Von unfreiwilliger Komik war es, daß die hochlöbliche Ortspolizei versuchte, eine der umwälzendsten Erfindungen der Menschheit zu verhindern: Erst nach ärgerlichem Streit mit dem Büttel durften Gau ß und Weber 1833 vom Physikalischen Kabinett in der Prinzenstraße zu Gauß' Wohnung in der Sternwarte jenen Draht ziehen, der d'e elektrische Telegraphie bewies, als sie sich durch ihn die bedeutsame Nachricht übermittelten: „Michelmann kommt!": Michelmann war der Jnstitutsdiener. (Die Zeiten änderten sich: 1898 hat der Nobelpreisträger N e rn st seine Glühlampe in einem Göttinger Cafe erprobt.) 1837 protestierte Weber als einer der „Göttinger Sieben", darunter den Grimms und Gervinus, gegen die widerrechtliche Aufhebung der Staatsverfassung, wurde amtsenthoben und lebte bis zur Wiedereinsetzung jahrelang als Privatmann in Göttingen, um sich nicht voy Gauß trennen zu müssen. Als Göttinger Student hatte Gauß bereits das Problem der Kreisteilung, das seit 2000 Jahren ruhte, gelöst und wäre allein dadurch einer der genialsten Mathematiker aller Zeiten. Gauß liegt auf dem Albani-Friedhof, das Porträt feines Grabreliefs wurde wenige Wochen vor feinem Tode modelliert, Weber auf dem Zentral-Friedhof, wie
der Philologie zur Mathematik. So hat der Philosoph Arthur Schopenhauer hier zunächst Naturkunde studiert, Thaer, der Begründer der rationellen Landwirtschaft, Philosophie; der Historiker Treitschke wollte sich in Göttingen ursprünglich für Nationalökonomie als Prioatdozent nieöerlaffen, und wie sie für alle hat Wilhelm v. Humboldt, der hier anfangs Rechtswissenschaften trieb, gesagt: „Wie ich nach Göttingen kam, da dämmerte es erst in mir, daß doch eigentlich nur das Wert habe, was der Mensch in sich ist." Auch Alexander von Humboldt war Göttinger Student. Ebenso der Freiherr vom Stein und sein späterer Mithelfer am Neubau Preußens, Hardenberg, von dem die Bibliothek eine „Verhandlung des Universitätsgerichts wegen Verabfolgung von Nasenstübern und einer Ohrfeige" ausbewahrt; auch Knigges Göttinger Benehmen ließ nicht auf sein späteres Buch über den Umgang mit Menschen schließen. Stein war Schüler Schlözers, den auch Bismarck noch hörte, Göttingens berühmtester Student, dessen Wohnung Am Wall zu einer Gedächtnisstätte ausgestaltet ist.
Auf Schlözers Lehren ist die Umwandlung der Münchener Universität durch den Göttinger Studenten und späteren bayerischen König Ludwig I. zurückzuführen Genau so hatte schon Benjamin Franklin 1766 in Göttingen Eindrücke gewonnen, die er dann in der Universität Pennsylvania als einem „amerikanischen Göttingen" verwirklicht hat. Aus Amerika kam der Dichter L o n g s e 11 o w , in dessen „Hyperion" deutsche Gedichte eingefügt sind, aus England C o l e r i d g e, der Uebersetzer von Schillers „Wallenstein". Drei amerikanische Staatsmänner und Historiker zugleich haben sich in Göttingen für ihre Tätiakeit ausgebildet: George Bancroft, Marineminister und Gesandter m Berlin, der die Verträge über die Staatszugehörigkeit der Auswanderer schloß, Edward Everett, Staatssekretär und Präsident des Harvad-College und Bismarcks Freund Motley, der amerikanische Gesandte in Wien und London. Frankreich schenkte Europa in dem Artillerieoffizier und späteren Göttinger Professor der französischen Svrache Charles de Villers einen der edelsten Mittler
0 Krofdorf - Gleiberg, 22. Juni. Für drei angesehene Ortsoereine ist 1937 ein Jubiläumsjahr: Die wohlgelungene 100-Jahrfeier des Gleiberg- v er eins ist noch in bester Erinnerung, es folgt nun am kommenden Samstag und Sonntag die 5O-Jahrfeier des Turnvereins Krofdorf, uni) im Herbst wird der Gesangverein „Germania" seines 95jährigen Bestehens gedenken. Em großes Stück wertvoller dörflicher Kulturarbeit haben alle drei Vereine feit der Zeit ihres Bestehens geleistet, jeder in feiner Art und doch alle mit dem gleichen Ziel: Dienst an Heimat, Volk und Vaterland.
Der Turnverein Krofdorf, dessen Name im heimatlichen Gau stets einen guten Klang hatte und noch hat, kann bei seiner bevorstehenden Feier mit Stolz auf die 5Ojährige Tätigkeit zurückblicken.
Den großen Wert körperlicher Ertüchtigung erkennend, schlossen sich 1887 eine Anzahl Männer zur Gründung des Vereins zusammen. Keiner von ihnen wird damals auch nur geahnt haben, daß ihr Werk einmal diese glänzende Entwicklung nehmen
Freundschaftsschwüre tauschten, K l o p st o ck i ehrten, Wieland verachteten und trotz allen lyrischen Ueberschwanges erstaunlich schnell -ns Philistertum eingingen bis auf Hö11y, den zarten, frühvollendeten Dichter von „Heb' immer Treu und Redlichkeit". Lichtenberg ruht friedlich auf dem Johanniskirchhof neben dem unglücklichen Bürger, der unsterblich ist durch feine Ballade , Leonore" und die — zugleich vermehrende — Eindeutschung des Volksbuches vom Lügen-Münchhausen.
kungsvoll verkleideten Scharräume der Gliederungen. Insgesamt sind für das Erdgeschoß 4 Scharräume zu je 60 Quadratmeter vorgesehen.
Der größte Teil des Heimes wird unterkellert. Hier ist die Aufstellung eines Brauseraumes vorgesehen, außerdem werden die Wasch- und Toiletteräume für Jungen und Mädel hier Platz finden. Schließlich ist ein großer Fahrradabstellraum in dem Projekt eingeschlossen, der gleichzeitig als Luftschutzraum gedacht ist und dementsprechend mit den nötigen Schutzeinrichtungen ausgestattet werden wird.
Das erste Obergeschoß wird vorläufig nur zum Teil ausgebaut. Die ganze Anlage wird aber so errichtet werden, daß jederzeit ohne große Mühe ein weiterer Ausbau erfolgen kann. Zunächst ist nur ein größerer Arbeitsraum vorgesehen, der als Bastelraum Verwendung finden soll.
Für die Heuchelheimer Staatsjugend. die heute ungefähr 400 Jungen und Mädel umfaßt, wird damit ein Jugendheim geschaffen, das allen Anforderungen gerecht wird und deshalb als ideales Heim angesprochen werden kann. Nachdem bie Gemeinde Heuchelheim in ihrem Gemeindeetat die notwendigen Mittel ohne Zuhilfenahme von irgendwelchen Unterstützungen bereitgestellt hat, kann nut der Bauausführung für die nächsten Tage gerechnet werden, so daß noch im Herbst das neue Heim im Rohbau fertiggestellt fein wird. Im nächsten Frühjahr wird der innere Ausbau erfolgen, so daß zu Beginn des Sommers das Heim in feierlicher Form feiner Bestimmung übergeben werden kann.
Der Beauftragte für Heimbeschaffung des Bannes 116, Scharführer Müller, steht mit weiteren Gemeinden in Verbindung, so daß zu hoffen ist, daß wir in nächster Zeit über weitere Bauvorhaben berichten können. Hk.
2OO Lahre Universität Göttingen.
Berühmte Professoren und Studenten der „Georgia Augusta“.
Von Herbert Günther
Dom 25. bis 30. Juni begeht die Universi- 1 töt Göttingen die Feier ihres 2OOjähri- ! gen Bestehens. Im Rahmen der Festlichkeiten , wird auch in einer Ausstellung die Geschichte der berühmten Hochschule dargestellt. Gleich- , zeitig finden die traditionellen Händel-Festspiele statt, die neben einem Festkonzert and Serenaden die Opfer „Scipio" von Händel und die Uraufführung eines Tanzspieles „Die Hochzeit im Walde" von Wagner-Regeny bringt.
König Georg II. von England-Hannover brachte 1748 bei einem Festmahl in Göttingen die Gesundheit der Tochter seines kinderlosen Ministers Münchhausen, nämlich der „Georbia Augusta", aus. Aber mit noch mehr Recht könnte sie den Namen Gerlaco-Adolphia tragen; denn Gerlach Adolf von Münchhausen ist der eigentliche Schöpfer der Göttinger Universität Man kann nicht die Hochschule Niedersachsens feiern, ohne zunächst dieses großen Mannes zu gedenken. Der den Plan von Leibniz verwirklichte, ruht in Hannover neben ihm. Sein Standbild am Auditorium, seine Büste in der Aula, sein Porträt in der Bibliothek erinnern an das Werk des ersten Kurators der alma mater, die er ein halbes Jahrhundert betreute.
Münchhausens Hauptsorge war, der neuen Hochschule Lehrer von Rana zu gewinnen. Es ist wie ein Gleichnis für die Weltverbundenheit, die Göttingen bis heute auszeichnet, daß einer der Bedeutendsten ein Ausländer war: der Schweizer Dichter, Physiologe, Botaniker und Chemiker Albrecht von Haller. Lessing sagte über dieses Universalgenie: „Sein Leben beschreiben, heißt nicht, einen bloßen Dichter oder einen bloßen Zergliederer oder einen bloßen Kräuterkundigen, sondern einen Mann zum Muster aufstellen." Haller wurde in Göttingen von tiefstem persönlichem Leid heimgesucht. Bei seiner Einfahrt brach auf den damals noch schlechten Straßen Göttingens der Reisewagen; seine junge Frau starb an den Folgen des Sturzes, zwei Jahre darauf folgte ihr fein ältester Sohn, und wieder em Jahr später verlor Haller seine zweite Gattin im Wochenbette und bald danach auch das Kind. Trotz dieser herben Schicksalsschläge hatte Haller die Kraft, in Göttingen zahlreiche Anstalten zu errichten: Anatomie- und Entbindungshaus, Botanischer Garten und Zeichenakademie. Ja, Haller gewann Göttingen so
* Heuchelheim, 22. Juni. Der Rus der Hitler-Jugend nach Diensträumen und Heimen hat im ganzen Reich ein starkes Echo gefunden. Ueberall haben tatkräftige Gemeindeverwaltungen erkannt, daß es ein Unding ist, die Hitler-Jugend, die Staatsjugend des Dritten Reiches, in alten Baracken und verlassenen Schulgebäuden unterzubringen. Wenn unsere Jugend einmal die Führung unseres Volkes übernehmen soll, muß sie auch über arteigene Heime verfügen, die ihrem Lebensstil angepaßt sind und die die Gewähr bafür bieten, daß unsere Jungen und Mädel sich unbeeinflußt entwickeln können.
Dank der vorbildlichen Tätigkeit von Bürgermeister Rinn und seines Gemeinderates ist jetzt auch die Gemeinde Heuchelheim dem Gedanken eines Neubaues für ein HJ.-Heim nähergetreten. Für das an der Nordseite des Sportplatzes von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Gelände hat Architekt Fischer ein in seiner Linienführung einfaches, in feiner Zweckgebundenheit jedoch großartiges HJ.-Heim entworfen; das ganz dem Lebensund Gestaltungswillen der heutigen Jugend entspricht. Gerade der Sportplatz mit der Turnhalle und das für das nächste Jahr geplante Schwimmbad in allernächster Nähe, geben einen würdigen Rahmen ab für das neue HJ.- Heim. Der Bauplan sieht einen würdigen Einbau des Heimes in das Gesamtgelände und damit in bas gesamte Dorfbilb vor.
Vom Sportplatz aus wirb man über eine breite Freitreppe in einen geräumigen Flur eintreten, zu dessen beiben Seiten sich bie Büroräume bes Jungvolks unb bes Bunbes Deutscher Mäbel befinben. Auf ber Rückseite wirb bie Geschäftsstelle ber HJ-- Gefolgschast Heuchelheim sein. In ben beiben Flügeln 'bes Erbgeschosses liegen bie mit Holz wir-
ber geistvolle Rechtsphilosoph Rubolf von Jhe- ring, ber erst heute mieberentbecfte beutsche Denker Paul b e ßagarbe unb ber Dr med. Frieb- rich Wöhler, ber nie eine Stunbe Chemie gehört, aber ber Welt bas Aluminium erschlossen unb -- ---- --- ..
burch bie erste Synthese eines organischen Stoffes, fen Bernstor sf, bie Professoren Jens Scheibe- bes Harnstoffes, bie chemische Wissenschaft umge- ruP Sneeborff unb Jakob Baben.
mürbe, auf bie bie jetzt noch (ebenben acht Grünber Robert Kreuz, Karl Wagner, Philipp Rinn, Wilhelm Leib, Wilhelm B e n b e r, Wilhelm Wagner unb Wilhelm D a u b e r t s h ä u s e r besonbers stolz sein können. Unterstützt von Mit- gliebern bes Gießener Turnvereins würbe der Turnbetrieb vom 20. Mai 1887 ab regelmäßig aufgenommen und durchgeführt. Hauptgewicht legte man auf Frei- und Ordnungsübungen, Reck- und Barrenübungen, Hoch- und Weitsprung. Unter den Turnspielen fand das Spiel mit dem Schleuderball besonders begeisterte Aufnahme. Zur Pflege des geselligen Lebens fanden Donnerstags nach Schluß der Turnstunde freundschaftliche Zusammenkünfte statt, wobei gleichzeitig unter Leitung des Turn- roarts dreistimmige Lieder geübt wurden.
Schon am 3. Juli besuchte der junge Verein mit der stattlichen Zahl von 26 Mann das erste Turnfest des Lahn-Wetter-Gaues. 58 Mitglieder, darunter 20 aktive Turner, 19 Turnzöglinge und 19 Turnfreunde zählte der Verein im ersten Jahr. In zäher 1 Ausdauer und großer Regsamkeit wuchsen die tur-
abend abgehalten. Mit einer Fahrt zum Hoherobs- kopf findet bie Lanbesfahrt ihren Abschluß.
Landkreis Gießen
* Heuchelheim, 22. Juni, lieber bie Grenz- unb Auslanbsarbeit sprach in bem Pflichtabenb ber Frauenschaft Frau Kahle. Sie schilberte bas Leben ber Deutschen in Brasilien. Die Rebnerin berichtete von bem zähen Willen, sich zu behaupten unb ber Treue zum Deutschtum. Unterstützt burch gute Lichtbiiber gab sie ben Hörerinnen einen Einblick in bie wirtschaftlichen unb wissenschaftlichen Erfolge beutscher Ausbauer. Anschließenb würbe bie Fahrt nach Marburg zu ben Festspielen besprochen, bie für ben Monat Juli geplant ist. gsf.
)( Großen-Linben, 23. Juni. Hier leben noch sechs Personen, bie im Jahre 1852 geboren finb, nämlich: 1. Frau Luise ® ein an bt, 2. Witwe Sophia Menges, 3. Witwe Christina P i r r, 4. Balthasar Schäfer, 5 Konrab Mehl unb 6. Georg Jung. Letzterer feiert am morgigen Donnerstag seinen 85. Geburtstag unb bie Erstere am 2. Juli b. I. mit ihrem Ehemann, Abolf Weinanbt, diamantene Hochzeit.
Kreis Friedberg.
)( Butzbach, 21. Juni. Gestern fand im Saale bes „Hessischen Hofes" eine Amtswaltertagung der NSV. des gesamten Kreises Wet- terau statt. Aus fast sämtlichen Orten waren die Ortsgruppen- und Stützpunktamtsleiter erschienen. Kreisamtsleiter Frank (Gießen) und ein Vertreter der Gauamtsleitung gaben den anwesenden NSV.-Waltern neue Richtlinien für ihre Arbeit im Laufe des Sommers, wobei besonders der Mit- glteberroerbung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Eine längere Aussprache vertiefte die gegebenen Anregungen. Die Tagung wurde in der üblichen Weise geschlossen. — Der Zweigverein Butzbach vom Vogelsberger Höhenclub unternahm eine Abendwanderung nach Ostheim, die eine sehr gute Beteiligung aufwies.
Kreis Schotten.
# Groß-Eichen, 22. Ium. Nachdem in den beiden letzten Wintern zwei Bundesredner des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland vor jeweils einer stattlichen Zuhörerschaft in eindrucksvollen Darlegungen das harte Schicksal unserer Brüder und Schwestern im Ausland und ihre Treue zum deutschen Vaterland und zum deutschen Volkstum aufgezeigt hatten, gelang es unserer rührigen VDA.-Gruppe bei einer im Auftrag des Bundesleiters Dr. Steinacher jetzt durchgeführten Werbung eine große Anzahl von Volksgenossen für ein allmonatliches V D A. - O p f e r zu gewin- ; nen. Zu den bisherigen 23 Mitgliedern kamen im Zuge der Werbung 30 neue. Das bedeutet ein An- : wachsen der Mit'gliederzahl unserer Gruppe um etwa 130 Prozent.
ver-1 Erst als Gauß die „Methode der kleinsten Qua- inru brate" entbetft hatte, roanbte er sich enbgültig von
Eifrige Arbeit an der Heichsautobahn
— Griedel, 21. Juni. Die Arbeiten an ber Reichsautobahn, bie in unmittelbarer Nähe an unserem Dorfe vorbeiführt, nehmen einen raschen Verlauf Nachbem bie Planierungsarbeiten völlig erledigt unb teilweise bie Bagger in ben Sanbgruben, bie bas Auffüllmaterial lieferten, abmontiert worben finb, ist jetzt mit ber Oberslächen- behanblung begonnen worben. In ber letzten Zeit ist ein mächtiges Silo errichtet worben, ber ben Splitt in ber verschieben starken Körnung enthalt. Zum Zweck der Anfahrt von Zement und Splittmengen wurde ein Anschlußgleis an die Butzbach- Liche^-Eisenbahn errichtet. Täglich laufen größere Sendungen ein, bie bequem transportiert werben können. Die große über 40 Meter Spannweite schwingenbe Brücke ist jetzt fertiggestellt. Dagegen wirb noch ununterbrochen an ber schrägverlausen- ben Unterführung ber Reichsautobahn an ber Reichsstraße Gießen — Frankfurt zwischen Nieber- Weisel unb Nieber-Mörlen gearbeitet. Sie ist aus Eisenbeton errichtet unb mit sauber behauenen Quarzitsteinen aus bem Rockenberger Steinbruck) verkleibet. Sie wirb nach Fertigstellung eine Zierbe ber Autobahn barstellen unb einen imposanten Eindruck machen. Nunmehr werden die Vorbereitungen für die Ueberbecfung ber Eisenbetonbrücke getroffen. Die Aufschüttung für bie beiberfeitigen Anfahrten finb bereits fertiggefteüt; ebenso bie brei notwendig gewordenen Ueberfahrten über die Strecke bis nach Griedel. Die beiden Notbrücken an den Überführungen der Straßen Butzbach—Griedel und Butzbach—Lich konnten beseitigt werden, da die Feldbahnen nunmehr die errichteten Brücken passieren können. Man hofft, bei Tag- und Nachtschichtarbeit, bis zum Herbste die gegenwärtig in Arbeit befindliche Autobahnstrecke fertiggestellt zu haben und dem immer steigenden Verkehr, ber in unserer Ge- genb oft beängftigenbe Formen annimmt, übergeben zu können.
Landestaaung
der hessischen Hebammen in Aisfeld.
Als selb, 22. Juni. Die Lanbesfachschaft Hessen ber Hebammen hält am Samstag, 26. Juni, unb Sonntag, 27. Juni, in Alsfelb ihre biesjährige ßanbestagung ab. Sie beginnt am Samstag, ben 26. Juni,' mit einer Geschäftssitzung ber Lanbesfachschaft, bei ber bie Leiterin ber Lanbesfachschaft Hessen, Frau Willig, Darmstabt, ben Jahresbericht vortragen wirb. Die Vormittagssitzung wirb mit einer Besprechung von Berufs- unb Stanbesfragen beschlossen. Der Nachmittag ist ben fachlichen Vorträgen vorbehalten.
Den Vorträgen schließt sich eine Film-Vorführung „Die Opfer ber Vergangenheit" an. Zusammen mit ber NS.-Frauenschaft unb bem weiblichen Arbeits- bienftlager Stornborf wirb ein Kamerabschafts-


