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Mittwoch. 25. Zum 1957

nr.ua Zweites Matt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Aus dem Reiche der Krau.

Wir fahren zur See...

... und was nehmen wir mit?

Heute gehört eine Seereise, dank der verbilligten Gesellschaftsfahrten und der KdF.-Schiffe zu den beliebtesten Ferienerholungen Nur eine Frage macht den weiblichen Teilnehmern oft etwas Kopf­zerbrechen: was hat man an Kleidern mitzunehmen, um jeder Situation gewachsen zu sein? Zwei Punkte dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Da ist einmal der begrenzte Raum, der die Mitnahme überflüssiger Dinge verbietet. Zum andern darf nie vergessen werden, daß das Wetter auf See oft sehr schnell und sehr gründlich wechselt, daß man also für warme und für kalte Tage ausgerü­stet sein muß. Für die Morgenstunden und das Ruhen im Lieaestuhl trägt die schlanke Dame im­mer noch gern den Strandanzug. Man tut gut daran, ihn möglichst schlicht zu halten- auch in der Farbe soll er nicht auffallen. Für warme Tage empfiehlt sich ein weißes oder Helles Kleid aus Leinen oder Rohseide, das durch ein kurzes Jäckchen oder ein Schultercape vervollständigt ist. Für kühleres und windiges Wetter bietet die Strick­mode das Passende. Sehr hübsch undseemännisch" sind Strickkostüme aus einem plissierten Rock, der zu verschiedenen Hellen Blusen getragen wird und einer blauen Bordjacke. Für Landausflüge wähle man ein Strickkomplet, das aus Rock und Jacke und abschattierter Strickbluse besteht. Diese Kleider haben den großen Vorzug, nicht zu knittern und auch ohne besondere Pflege immer gut auszusehen.

Bei der Mitnahme kleiner Toilette-Beigaben wie Krägelchen, Lätze, Rüschen usw. sei man immer dessen eingedenk, daß man meist keine Gelegenheit hat, unfrisch gewordene Sachen zu waschen und zu bügeln. Man beschränke sich darum aufs nötigste und wähle möglichst schlichte Garnituren. Zu dem unbedingt Nötigen gehört ein wasserdichter Mantel, möglichst in Raglanform, der sich am besten auch über einem Kostüm tragen läßt

Man versäume auch nicht, mindestens eine Gar­nitur warmes Unterzeug: Hemd, Schlüpfer und Strümpfe einzupacken Auch dann nicht wenn die Reise nach dem Süden geht. Aus See ereignen sich oft in wenigen Stunden sehr große Temperatur­schwankungen, für die man gerüstet sein muß, will man sich wohlfühlen.

Für ein hübsches geblümtes Abendkleid aus knit­terfestem Voile oder ähnlichem Stoff muß natür­lich auch noch Platz im Koffer sein. Auch seine Machart sei schlicht gehalten, damit es unzerdruckt aus dem Koffer geholt werden kann. Die Hutfrage ist verhältnismäßig einfach zu lösen. An Bord trägt man Mütze oder Kopfschleier: für Landaus­flüge halte man einen zum Strickkostüm passenden leichten Stoffhut bereit, der zusammengelegt werden kann. i

Außer auf den Luxusdampfern braucht man auf der Seereise wenig Kleiderstaat: der knappe Raum verbietet ohnehin 'die Mitnahme von großem Ge- väck. Aber alles was wir mitnehmen sei bedacht, damit es den gegebenen Gelegenheiten und Mög­lichkeiten entspricht. 8. D.

Aehmen Sie Grün, das hebt!"

23cm Krida Aisch, Sad-Nauheim.

Wohl ist es Brauch seit Urväter Zeiten, um Jo­hanni herum die Kräuter zu ernten, die wir das Jahr über für Hausapotheke und Küche benötigen. Dieses Jahr wird es in manchen Gegenden spater als sonst. In der glühenden Sonne herangewach­sen, dürfen sie nur, lose in Bündeln, im Schatten trocknen. Bohnen - und Pfefferkraut wird kurz vor der Blüte geschnitten. Bei Kamillen dagegen sitzt in der Blüte die meiste Kraft. Von Urgroßmutter Quendel, dem heutigen Thymian, suchen wir die zweijährigen Triebe als die würzig­sten aus. 40 Gramm auf einen viertel Liter gerech­net, gibt gekocht, lauwarm abgekühlt, mit Honig gesüßt ein gutes Keuchhustenmittel. Majoran, ebenfalls vor dem Blühen geerntet, ist nicht nur Würze für Fisch, Fleisch, Gänseklein oder Wurst, sondern auch, in Wasser gekocht, durch die Nase gezogen, ein Heilmittel für Schnupfen. Die sei­nen Blättchen des Dill nehmen mir g/un an Sa­late, Fischtunken, neue Kartoffeln, Rindfleisch Ham­melfleisch. Dill darf nicht mitkochen, sonst wird er bitter. Damit wir in der Gurkenzeit jungen Dill zur Verfügung haben, säen wir jetzt noch eV'iaI frisch Dillessiq erhalten wir, wenn wir die wichen Blättchen in eine Flasche stopfen, Essig darauf gie­ßen, den mir sechs bis acht Tage darauf ziehen lassen. Reifen Dill legen wir in ganzen Stengeln und Dolden zwischen Sauerkraut und Salzgurken. Die reifen Körner lassen sich genau so wie Kümmel verwenden. Aus Esdragon machen mir 0>e= rnürzessiq, ebenso rnie von Dill. Da er aus dem süd­lichen Frankreich stammt, so ist hierr in unserem kühleren Klima nur jede dreißigste Pflanze etwa Dufträgerin, die man aus Samen zieht Sie laßt sich durch Ableger ständig vermehren. Man mutz also darauf achten, rnenn man ihn anwenden.will. Kerbel können mir auch getrocknet an Hafer - und Fleischsuppen nehmen. B o r r e t s ch und Pi i m= pernell lassen sich nur grün und mag! chst fr sch verwenden. Von Sellerie- und Liebstockelblat- tern trocknen mir nur einen kleinen Vorrat. Die reifen Körner oerrnenden mir genau so mie Den Samen von Dill und Kümmel S eer i° kn o,- I e n können wir abgeschölt m feinen Scheiben trock­nen. Petersilien wurzeln dagegen graben mir am besten in Blumentöpfe und stellen sie an einen hellen froftfreien Ort im Keller Ebenso einige Schnittlauchstauden .und ein paar ganze Sellerieknollen. Dann wird immer fr sches Grün da fein. Fein gehackte frische P et e r f 111 : e. tue er(t gut gewaschen und zwischen Tüchern abgetr°cknet wird, hacken wir ganz sein und geben fie zwischen Salz in ein Glas, das wir mit Zellophan schließen. Kühl aufgehoben, ist es immer zur Hand nur dürfen wir nicht verqe fern daß auch Salz daran ist Hält sich etroa acht Wochen. ^enio können mir klein gewiegte Zw ' e b e l n Aufhebern ftrifch aeerntete, reife Zwiebeln hüten mir norm Keimens indem mir mit einem Stückchen glühendem, dicken Draht (Feuerhaken) die Keimstellen anfen= gen. Sie halten sich tadellos bis zum nächsten F/uh- iabr K r ä u t e r f e n f stellen mir aus fr.sthen Kräutern her. Esdragon, Majoran, Thymian, Bor-

retsch, Schnittlauch, von jedem eine Hand voll, rner-1 den mit kochendem Wasser einen Augenblick über­brüht. 250 Gramm reife gelbe Senfkörner werden abgebrüht und fein gestoßen. Die Kräuter rnerden durchs Haarsieb gestrichen, der Senf dazugetan und I alles mit ganz menig Weinessig verrührt. In ver­schlossenen Gläsern äufheben und beim Gebrauch eine Kleinigkeit Bienenhonig darunter rühren. Zu Gernürzsalz geben mir die stark getrockneten Kräuter erst durch ein Haarsieb. Etwas Salz trock­nen mir einen Tag in der heißen Sonne, mischen es mit dem Kräuterpulver und geben es an Stelle von Salz an die betreffenden Speisen Von Beifuß trocknen mir nur die noch nicht aufge­brochenen Blütenknospen. Rosmarinspitzen, Wein­blätter und Krammetsbeeren heben mir ebenfalls getrocknet für Wild und Geflügel auf

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Wer sich den Reichtum der deutschen Kräuter dienstbar zu machen rneiß, bringt nicht nur ein schmackhaftes Essen auf den Tisch, sondern kann auch sich oder seinen Lieben manch heimlichen kleinen Wunsch mit den Ersparnissen erfüllen. Sucht ein­

mal 9Jiutters altes handgeschriebenes Kochbuch her­vor. Ihr rnerdet die Vorschrift für alte Lieblings­gerichte mieöerfinöen. Warum schmeckten sie uns denn damals so gut? Weil all die vielen, rnürzigen Kräuter daran roaren, die mir nach Großmutters Anleitung pflegten und sammelten. Und Großchen mußte dazu ein so schönes Derschen aus ihrer Kinderzeit:

Guten Tag, Herr Gärtnersmann, Haben Sie Lavendel, Rosmarin und Thymian

Und ein menig Quendel?"

Ja, Mamsell, das haben mir, Drunten in dem Garten, Wenn Mamsell rnill gütig fein Und ein menig märten.

Wart Sie nur, ich bring Ihr gleich

Den Sessel mit den goldnen Spitzen Denn Mamsell rnird müde sein Und ein menig sitzen."

as sollen wir tragen?

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

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Weißer Pikee, bunt bestickt, ist das Material für viele nachsommerliche Kleidungsstücke.

Wir zeigen heute einen praktischen Trä­gerrock aus fast knitterfreiem, weißem Pikee, dessen Oberteil mit - abrnechselnd roten und blauen Karos bestickt ist. Auch den schmalen Gürtel und den Rocksaum verzieren die gleichen Karos. (Dem Oberteil sind zmei kleine, schrägaestellte Taschen eingearbeitet) Zum Rock kann sehr gut ein einfaches, rotes oder blaues Polohemd getragen

Mutters Hausapolyele beim Wochenenoausfiug.

Erste Huse bei kleinen Unfällen.

Es gibt rnohl feinen Wochenendausflug, bei dem nicht irgendeine kleinePanne" passiert. Entrneder fällt Hänschen hin und schlägt sich das Knie blutig, oder Lieschen ist etrnas ins Auge geflogen. Vater hat ein giftiges Infekt gestochen--und rnas sonst

noch geschehen mag. Da muß Mutter helfend em- greifen, undbeim Rucksackpacken darf die kleine Hausapotheke nicht vergessen rnerden. Es ist gar nicht nötig, daß man zu viel Medikamente oder Verbandzeug mitschleppt, man muß nur missen, mie alles angemandt mird, und darf nicht durch laien­haftes Herumprobieren die Sache schlimmer machen.

Mir ist etrnas ins Auge geflogen!" Weinend und Augen reibend kommt das kleine Lieschen angelau­fen, und Mutter soll nun helfen. Gerade bei Augen­verletzungen muß man sehr vorsichtig sein, es ist schon viel Schaden entstanden durch falsches Behan­deln. Das Reiben des Auges ist verkehrt, meil der hineingeflogene Fremdkörper auf der Augenhaut kratzt und außerdem das Auge trocken mird, meil die Tränenbildung versiegt. Die Tränen find aber das beste Hilfsmittel, das die Natur eingerichtet hat, um den Fremdkörper aus dem Auge megzuschmemmen. Man ziehe also zuerst das untere Augenlid vor und stülpe es um, kommt der Fremdkörper dann nicht zum Vorschein, so mache man dasselbe mit dem oberen Augenlid. Man mische vorsichtig mit einem reinen Läppchen (nicht Watte, meil diese ausfusselt) von außen zur Nasenmand den Fremdkörper fort. Kühlen mit einem feuchten Taschentuch beseitigt dann auch noch das letzte Druckgefühl. Ist das Äuge ge-

merden. Unsere Skizze zeigt dazu einen selbst­gestrickten Pullover aus rotem Fischergarn.

Die Aufschläge der I a ck e, die große Tasche, das Tuch des Augenschirms und der Kopf des großen Hutes find mit Karos unregelmäßig bestickt.

Regelmäßig, als Borde vermandt, sind die Karos am äußeren Rand des Hutes, am Baler 0 jäck - ch e n und an der kleinen Mütze. H.

rötet, dann müssen abends laumarme Kamillenum­schläge gemacht rnerden. Einträufeln von Aristo-Oel lindert die Schmerzen, besonders menn es sich bei der Augenverletzung um eine Aetzung handelt. Kleine Eisenspäne rnerden heute durch Magneten aus dem Auge entfernt, doch kann dieses natürlich nur der Arzt vornehmen. Es genügt, menn die Mutter saubere Läppchen und ein Fläschchen kalten Kamillentee bei sich hat.

Wenn ein Kind hingefallen ist und sich das Knie blutig geschlagen hat, so ist das nicht gleich ein Un­glück, das den ganzen Wochenendausflug gefährden kann. Es ist falsch, die Wunde sofort auszumaschen und Watte aufzulegen. Es genügt, menn man ein sauberes Tuch auflegen, das mit Nilotan getränkt ist. Zu Haufe kann man einen richtigen Verband an­legen. Hat man sich beim Deffnen einer Büchse z. B. in den Finger geschnitten, so hilft ein bißchen Eifen­chloridmatte, die zusammenziehend wirkt und den Blutausfluß abstoppt. In jede Wochenendapotheke gehört Eisenchloridwatte und Heftpflaster. Bei schwe­reren Verletzungen, besonders wenn eine Schlag­ader verletzt ist, und wenn aus der Wunde das Blut stoßweise hervorspritzt, muß man das Blut zwischen Wunde und Herz abbinden. Man drückt die Schlag­ader gegen den darunterliegenden Knochen, man fin­det die Stellen an der Schläfe, am Hals, seitlich vom Kehlkopf, an der Innenseite des Oberarmes und in der Leistengegend. Bei solchen Verletzungen muß natürlich umgehend zum Arzt geschickt werden.

Sehr unangenehm sind die Insektenstiche, die aber beinahe auf keinem Wochenendausflug zu vermeiden sind. Ein sehr gutes Mittel gegen Bienen- und Wes­penstiche ist die Betupfung mit 4prozentigem Men­tholspiritus. Der Stachel muß mit einer Pinzette ent­fernt werden. D. K.

Kindergarten entlasten die Mutter

V. A. Die Landarbeiterfrauen hatten es in frühe­ren Jahren besonders schwer, weil sich niemand während ihrer Feldarbeit um die Kinder kümmerte. Entweder mußten sie sie mit hinausnehmen aufs Feld oder sie allein zu Haufe laffen

Da es aber das Intereste des Staates erfordert, gesunde Familien zu besitzen, in denen die Mutter wieder zum Mittelpunkt wird, mußte der Land­arbeiterfrau eine Hilfe gegeben werden. Die Land­arbeiterfrau soll heute nicht mehr auf dem Felde arbeiten, sondern soll sich ihren Ausgaben Äs Frau und Mutter widmen und nur in den Arbeitsspitzen mithelfen. Wenn viele Kinder vorhanden sind, wird es für die ^rau nie einfach sein, sich um jedes ein­zelne sehr eingehend zu bekümmern. Sie wird seine Unarten manchmal als Mut und Tatkraft hinsteüen oder verzogenes Quengeln als Krankheit, dabei aber wirkliche Erkrankungserscheinungen vielleicht über­sehen und damit dem Kinde für sein ganzes Leben Schaden zufügen. Es geht aber nicht an, daß Kinder an ihrer Gesundheit geschädigt werden, weil die Mutter nicht so für sie sorgen kann, wie es das Volkswohl erfordert. Auch soll die Mutter ja die­jenige sein, zu der die Kinder mit ihren Anliegen kommen und die ihrem Manne Kameradin ist und für seine Wünsche Interesse zeigt. Aus diesem Grunde hat die NSV. Kindergärten eingerichtet. Nicht nur die Erntekindergärten während des Sommers sind wichtig, sondern vor allem die ständigen Kindergärten, für deren Er­richtung nicht die Größe des Dorfes maßgebend ist, sondern seine Bedeutung in volkspolitischer, grenz- politischer oder gesundheitlicher Hinsicht.

In diesen Kindergärten werden die Kinder wäh­rend der Arbeitszeit der Mutter unter Leitung der Kindergärtnerin, der Braunen Schwester oder auch des weiblichen Arbeitsdienstes zusammengefaßt und betreut. Die Leiterinnen kennen jedes einzelne der Kinder und wissen, wann sie eingreifen müssen, um es vor Erkrankungen und Schaden zu bewahren. Durch ihr Beispiel lernen die Kinder -auch, ihre eigenen kleinen Wünsche zugunsten der Gemein­schaft zurückzustellen und sich dieser Gemeinschaft einzuordnen. Sie lernen neben der selbstverständ­lichen Kameradschaft Sauberkeit und Ordnung, die fie oftmals im Elternhaufe entbehren müssen. Schon dadurch, daß die Kindergartenleiterin kein un­sauberes Kind duldet, sondern es heimschickt, hält sie die Kinder zur Sauberkeit an. Ebenso müssen vor dem Frühstück die Hände gründlich gewaschen und die Zähne geputzt werden. Wenn auch manch­mal die Mütter anfangs den Wert einer Gesund­heitspflege nicht einfehen wollen, nach und nach gewöhnen sie sich daran und lassen die Kinder ge­währen.

Der Kindergarten bedeutet mehr als nur Arbeits­und Verantwortungsentlastung für die Landarbeiter- frauen. Er besitzt einen großen erzieherischen Wert. Die an Sauberkeit und Ordnung gewöhnten Kinder werden ihre Mutter im Haushalt entlasten, weil sie nichts umherliegen lassen. Dadurch gewinnt die Mutter ein wenig Zeit für Mann und Kinder und ist aufnahmefähig für deren Sorgen. Sie hilft durch ihr Verständnis und durch ihre Teilnahme mit, ihre Kinder froh und stark zu machen.

Erdbeerspeisen.

Von Charlotte Hartmann.

VA. Aroma und Saftreichtum der Erdbeere er­möglichen ihre sparsame Verwendung. Sie läßt sich auch gern mit anderen Früchten mischen. Erd­beerlüftchen, eines Sonntags-Nachfpeisege- richt, auch empfehlenswert, wenn Eiweiß verwen­det werden soll. Es können ruhig kleine ober nicht mehr ganz trockene Früchte sein, von denen man 250 Gramm durch ein Sieb streicht, mit 100 Gramm Zucker vermischt und mit dem steifen Schnee van drei bis vier Eiern verbindet. Man gibt die Masse in eine Auflaufschüssel, bestreut mit Hagelzucker und bäckt tm Ofen 20 Minuten. Sofort zu Tisch reichen.

Erdbeer-Fruchttunke. Von sehr saft­reichen Erdbeeren gewinnt man 3/s Liter Saft. Liter davon erhitzt man mit einem Teelöffel Zi­tronenzucker, Zimt oder Vanille, gibt 50 Gramm Zucker daran, verrührt zehn Gramm Kartoffelmehl mit dem übrigen Saft und kocht mit der ganzen Menge einmal auf. Er läßt sich warm ober kalt reichen, auch beliebig durch Wasserverlängert". Zur Erbbeersuppe ist bie Herstellung ähnlich, man reicht kleine Röst-Zwiebacke bazu (Suppenmakronen sind für diese Suppe zu süß.) Etwas Zitronensaft gibt der Suppe kräftigeren Auftrieb.

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Erdbeer-Quarg als Brotaufstrich ist auch bei großer Hitze erfrischend und wohlschmeckend. Man streicht Quarg und Erdbeeren in beliebiger Menge, aber gesondert durch ein Sieb, mischt den Ouarg mit frischer Voll-, oder auch Buttermilch und gibt zuletzt das Erdbeermark darunter.

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Quargblätterteig: Aus 125 Gramm Mehl und ebensoviel Quarg und Butter wirkt man mjt einer Prise Salz und einer Messerspitze Backpul­ver einen glatten Teig, der mehrere Stunden am kalten Ort ruht. Währenddem rollt man ihn ein paar Mal aus, schlägt zusammen und läßt wieder ruhen. Sehr gut für Erdbeer-Törtchen oder als Tortenboden für Erdbeertorte.

Fürden Abendtisch. Mit Buttermilch aufge­lockerter Quarg wird mit wenig Zucker (auch etwas Vanille- und Zimtzucker) versetzt und mit ganzen Erdbeeren garniert. Recht kalt anrichten. Verände­rungen sind durch mancherlei Zutaten möglich. Zum Beispiel das Einschichten von Quarg und geriebe­nem Grobbrot und Erdbeeren: durch Beigaben von Dosenrahm oder geriebenem Pumpernickel.

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Für den winterlichen Saftvorrat. Ein Kilogramm Zucker wird mit einem halben Li­ter Wasser gekocht, V/2 Kilogramm Erdbeeren wer­den zerquetscht, dann bineingegeben und stark er­hitzt, aber nicht gekocht lieber^ Nacht flehen lassen, durch Geleebeutel geben, den Saft auf vorbereitete Flaschen füllen und nach Vorschrift verschließen Die Erdbeer-Rückstände werden zur Marmelade oder zum Kompott verwandt.