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die Konferenz statt, in der in der Hauptsache das ThemaEiszeit" behandelt wurde. Eine Besprechung des Schulrates mit der Gemeindevertretung, dem Schulvorstand, Vertretern der Partei, der HI., dem BDM. schloß sich an. Die Aussprache ergab, daß die hiesigen Schulverhältnisse geordnet sind und daß zwischen Lehrerschaft und Gemeindeverwaltung das beste Einvernehmen herrscht. Der Schulrat gab dem Wunsche Ausdruck, daß das gute Verhältnis zwi­schen Schule und Gemeinde auch weiterhin an­dauern möge, und forderte zu weiterer Mitarbeit aller Beteiligten an den großen Aufgaben der Schu­len auf.

Abends fand in der Stadthalle ein Eltern­abend statt. Der sehr starke Besuch der Veranstal­tung ließ erkennen, daß die Einwohnerschaft großes Interesse für die Gegenwartsfragen der Schule zeigt. Schulleiter Strack eröffnete den Abend mit einer Begrüßungsansprache, in der er auf die Bedeutung der Elternabende hinwies und betonte, daß die großen Aufgaben der Schule nur dann gelöst wer­den können, wenn Eltern und Lehrer Hand in Hand arbeiten. Hierbei wies er noch auf den größten Erzieher unseres Volkes, unseren Führer, hin. In buntem Wechsel folgten dann die reichhaltigen Darbietungen der Kinder der 1. Schulklasse, wie Sprechchöre, Lieder, sowie der große Sprechchor Unser Weg", die alle wohlverdienten Beifall fan­den. Hierauf sprach Kreisschulrat N e b e l i n g über Die Schule im neuen Deutschland." In volkstüm­licher packender Weise schilderte er die schweren Auf­gaben der Schule und wies darauf hin, daß der Äufgabenkreis der Schule durch den Vierjahresplan noch bedeutend erweitert sei. Wir stehen heute noch im Kampf, so führte Redner u. a. weiter aus, und zwar im Kampf um die Freiheit Deutschlands. Diese Freiheit zu gewinnen, ist das Ziel des Führers, und hierzu müssen alle Arbeiten und Leistungen der Schule helfen. Es gelte aber auch die Kinder zu Charakteren zu erziehen. Hierzu könne auf die Mit­arbeit des Elternhauses, der HI. und des BDM. nicht verzichtet werden. Reicher Beifall dankte dem Redner für seinen lehrreichen Vortrag. Zum Schluß wurde noch der Film vom Landschulheim ge­zeigt, der besonders von den Kleinen mit großem Beifall ausgenommen wurde. In der üblichen Weise wurde hierauf der Abend geschlossen.

Eine am Ausgang der Halle zum Besten der Schulreisekasse veranstaltete Sammlung erbrachte einen namhaften Betrag.

Kircke und (Schule.

Landkreis Gießen.

$ Alten-Buseck, 23. März. Nachdem am vorigen Sonntag die Prüfung der diesjährigen Konfirmanden von Alten-Buseck und Trohe vorgenommen worden war, fand am Sonntag durch unseren Ortsgeistlichen, Pfarrer Naumann, die Konfirmation statt. Zur Einsegnung ka­men von Alten-Buseck 7 Jungen und 10 Mädchen, von Trohe 1 Junge und 3 Mädchen.

* Klein-Linden, 22. März. Am Palm­

sonntag fand die feierliche Einsegnung von 40 Konfirmanden (17 Knaben und 23 Mädchen) statt. Die Konfirmanden hatten durch Chorvorträge die Feierstunde verschönert.

<£ Leihgestern, 22. März. Die Einsegnung der Konfirmanden fand, nachdem sie vor acht Tagen der Gemeinde vorgestellt und geprüft wor­den waren, am gestrigen Sonntag statt. Hierbei wirkte der Kirchenchor mit. Es waren in diesem Jahre 17 Knaben und 16 Mädchen. Anschließend an die kirchliche Feier legten sie auf dem hinter der Kirche befindlichen Friedhof am Grabe eines ver­storbenen Schulkameraden einen Kranz nieder.

- Lang-Göns, 21. März. Am heutigen Sonn­tag wurden in der hiesigen Kirche 3 0 K o n f i r - m'a n d e n (15 Knaben und 15 Mädchen) eingeseg­net und zum erstenmal zum heiligen Abendmahl zugelassen. Der schon im zarten Kindesalter ver­storbenen drei Kameraden wurde auf dem Fried­hof durch Besuch und Gesang besonders gedacht.

Preueen.

Kmzschrist-Gaumeisterschast.

LPD. Frankfurt a. M., 22. März. Am Sonn­tag wurde in Frankfurt im Unterrichtsheim der Deutschen Stenographenschaft die G a u m e i st e r - schäft in Kurzschrift ausgetragen. Die beste Leistung und damit den Titel (Saumei ft er er­rang der Darmstädter Hellmuth Kochenburger mit 320 Silben. An zweiter Stelle steht, ebenfalls mit 320 Silben, Hans Fischer (Darmstadt). Es folgen mit 260 Silben Ernst Nagel (Frankfurt), Ewald Böttig (Gelnhausen) und Else Fischer (Mainz). Das Schreiben galt gleichzeitig als Aus­scheidungsschreiben für die Pfingsten in Bayreuth zur Austragung gelangende Deutsche Kurzschrift- Meisterschaft.

Kreis Vehlar.

Q] Wißmar, 22. März. Dieser Tage feierte Anna Margarethe Speier, geb. Leib, als älteste Frau des Dorfes ihren 8 7. Geburtstag in geistiger Frische. Sie ist auch noch sehr rüstig und hat in diesem Winter noch fast jeden Tag das Wollspinnen ausgenübt. Die Hofreite des L. Groß, Kros- dorfer Straße, ging durch Kauf in den Besitz des Hüttenarbeiters H. Schwalm über.

Rundfunkprogramm.

Mittwoch, 24. März.

6 Uhr: Ich bete an die Macht der Liebe. Morgen­spruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten.. 8.05: Wetter- und Schnee­bericht. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.40: Nur Frankfurt: Gaunach­richten. 11.50: Landfunk. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mit­tagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Beliebte Kapel­len und Solisten. Oskar Joost Das Meistersextett. 15: Volk und Wirtschaft. Worüber man heute spricht. Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen. 16: Duette von

Johannes Brahms. 16.30:» Unterhaltungskonzert. 17.30: Wir blättern um...! Biographien deutscher Männer und Frauen. 18: Unser singendes, Hingen^ des Frankfurt. 19.45: Der Zeitpunkt bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. Wie das Ausland die Hitler-Jugend sieht. 20.45: Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk: Grenzecho, Sportbericht. 22.30: Kammermusik. 23: Unterhaltungs- und Tanz­musik. 24 bis 2: Nachtmusik.

Die Industrie» und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 191: Österreichisches Exportförde­rungsinstitut, Außenhandelsstelle Berlin. 192: Bekanntmachung über das deutsche Kreditabkom­men von 1937 in deutschem und englischem Wort­laut. 193: Anordnung Nr. 7 der Ueberwachungs- stelle für Edelmetalle. (Meldung über Silberver­brauch und Silberbestand.) 194: Anordnung Nr. 6 der Ueberwachungsstelle für Papier (Einkauf von Papierspänen und Altpapier). 195: Ver­öffentlichung des Wortlauts des deutsch-norwegischen Verrechnungsabkomernns. 197: Nachtrag zur Gebührenordnung der Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeug­nisse, Geschäftsabteilung als Ueberwachungsstelle. 198: Die für die Meldung des Silberverbrauchs und Silberbestandes gemäß Anordnung 7 der Ueber­wachungsstelle für Edelmetalle vom 15. 3. 1937 er­forderlichen Fragebogen S 1 und S 2 liegen bei der Kammer vor und können angefordert werden. 199: Schweizer Mustörmesse Basel vom 3. bis 13. April 1937. Messeausweise und Prospekte mit Ein­ladungszirkularen stehen Interessenten zur Ver­fügung. 200: Abschluß der Tagung der deutsch- niederländischen Regierung. 201: Anordnung V 9 der Ueberwachungsstelle für Waren verschiede­ner Art. (Herstellungsverbot für Peitschenstöcke be­stimmter Art.) 202: Sammeleinfuhr in Griechen­land durch Einführer mit kleinen Kontingenten. 203: Gebührenfreie Ein- und Ausfuhrbewilligung für Kleinsendungen in der Tschechoslowakei. 204: Achte Verordnung über Durchschnittswerte für die Umsatzausgleichssteuer. 205: Anordnung V10 der Ueberwachungsstelle für Waren verschiedener Art (Einkaufs- und Bestandserhebung bei Verarbei­tern von Fasern und Borsten).

Kunst und MUenschast.

Deutsche Gesellschaft für vererbungswifsenschaft.

Die Tagung der Deutschen Gesellschaft für Vererbung swisfenschaft in Frank­furt nahm ihren Fortgang mit einem Vortrag von Professor I. Lange (Breslau) über die Grenzen der Umweltsbeeinflußbarkeit erblicher Merkmale beim Menschen. Die wichtigste Methode zur Lösung dieser Fragen bilde die Zwillingsforschung. Professor Lenz (Berlin) stellte dar, daß auch die Geistes­krankheiten den von Mendel gefundenen Gesetzen folgen. Koller (Bad-Nauheim), Lehmann (Breslau), Habsu (Hamburg) und Werner (Frankfurt) brachten Beiträge zur Vererbung am

Menschen. F. Claußen sprach über Erbfragen bei rheumatischen Krankheiten. Bühler (Berlin) über Disposition und Immunität bei Kinderkrank­heiten, Boeters (Breslau) über Ergebnisse der Erblichkeitsforschuna in Sippen. Schade (Frank­furt) berichtete über erbbiologische Bestandsauf­nahme einer bäuerlichen Bevölkerung, G. Just (Greifswald) über Untersuchung von Schulleistun- gen, wobei festgestellt wurde, daß die Lehrer als Schüler die besten Schulzeugnisse gehabt haben.

Tleue Generalintendanten in Düsseldorf und Stuttgart.

Reichsminister Dr. Goebbels bestätigte den Generalintendanten Prof. Otto Krause (Stutt­gart) als Generalintendanten der Städtischen Büh­nen in Düsseldorf und den Generalintendanten Gustav D e h a r d e (Schwerin) als Generalinten­danten der württembergischen Staatstheater in Stuttgart.

Tödlicher Verkehrsunfall in Kassel.

Bei dem Zusammenstoß eines Personenkraft­wagens mit einem Motorrad wurde der Fahrer des Motorrades durch die Windschutzscheibe des Kraftwagens geschleudert. Er wurde an der Haupt­schlagader so schwer verletzt, daß der Tod eintrat. Der Kraftwagenlenker wurde in Haft genommen.

Verheerende Feuersbrunst legt ein rumänisches Dorf in Asche.

Das rumänische Dorf Boldu wurde durch eine furchtbare Feuersbrunst fast völlig zer­stört. Begünstigt von starkem Wind, erfaßten die Flammen 300 Häuser, von denen die meisten voll­kommen niederbrannten. Feuerwehren und Trup­pen mußten sich darauf beschränken, den vom Feuer verschont gebliebenen Rest des Dorfes zu schützen. Zahlreiches Vieh ist umgekommen.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

lieber dem Ostatlantik hat sich ein breites, nach Norden reichendes Hochdruckgebiet aufgebaut, dem lebhafte Störungstätigkeit über Nordost- und Mit­teleuropa gegenübersteht. Demgemäß hat sich jetzt auch für uns eine Zufuhr kalter Meeresluft ein­gestellt, die unbeständiges Wetter mit meist schauer­artigen Niederschlägen (im Gebirge Schnee und Graupeln) bedingt. Trotzdem mit fortschreitender Besserung gerechnet werden kann, ist durchaus be­ständiges Wetter vorerst unwahrscheinlich.

Aussichten für Mittwoch: Veränderlich mit häufiger Aufheiterung, aber auch noch verein­zelten Schauern, bei lebhaften Winden aus Nord und West ziemlich frisch, nachts vielerorts Frost.

Lufttemperaturen am 22. März, mittags: 12,2 Grad Celsius, abends 6,1 Grad; am 23. März: mor­gens 3,7 Grad. Maximum 12,6 Grad, Minimum, heute nacht, 3,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 22. März, abends: 9,2 Grad; am 23. März morgens: 5,6 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 4,1 Stunden.

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Selbstgefährlich sind Geistes­kranke, die ihren Körper absicht­lich oder unabsichtlich gefährden und sich das Leben zu nehmen trachten. Wegen Selbstgefähr­lichkeit kann ein Mensch in einer Irrenanstalt oder einer psychia­trischen Klinik interniert werden. Selchwaren, geräucherte Fleisch- waren. Metzger, die Räucher­waren Herstellen, bezeichnen sich in manchen Gegenden als Selcher. Self-made-man, englische Bedeu­tung: ein selbst-gemachter Mann, d. h. jemand, der sich aus eigener Kraft hochgearbeitet hat.

Sellerie, a) Knollensellerie, wird im Februar aus Samen warm vorgezogen, im Mai auf sehr nährstoffreichem, lockerem und feuchtem Boden ausgepflanzt. Bei frischer Stalldüngung bekom­men Knollen Rostflecken. Im Herbst Vorräte in Keller oder Miete überwintern. Blätter und Knollen werden als Würze ge­braucht. Wohlschmeckend sind Sel­leriesuppen und -Salate; beson­ders gesund ist die roh geriebene Knolle. Da S. harntreibend ist, wird der Genuß Rheuma- und Gichtleidenden empfohlen. Die volkstümliche Meinung, daß S. anregend wirke, ist nicht nach­gewiesen. b) Bleichsellerie: Bei dieser Sorte werden die Stengel der Pflanze durch Erdbeschüttung gebleicht und dann als Gemüse bereitet

Selleriesalz, mit Selleriegeschmack gewürztes Kochsalz, das als Speisegewürz verwendet wird.

Selierswasser, natürliches koh­lensäurehaltiges Mineralwasser aus Niederselters im Westerwald, weiterhin Bezeichnung für künst­liches Sodawasser, das mit Zusatz von Zitronen- oder Himbeersaft ein erfrischendes Getränk ist.

Semmel, süddeutsche Bezeichnung für Brötchen, weißes Kleingebäck aus Weizen-, manchmal auch mit Zusatz von Roggenmehl, das be­sonders zum Frühstück beliebt ist Der Sättigungwert ist größer als bei Brot. Altbackene Sem­mel verwendet man gerieben zum Panieren von Fleisch oder zu Semmelknödeln (Bayern) und zahlreichen anderen Speisen.

Sempervivum, bekannt als Don­nerwurz, auch Dachlaub, Ewig­leben und Steinrose genannt. Viele Arten dieser Gebirgspflanze werden in Gärten als immer­grüne Staudenpflanzen gezogen. Das Dickblattgewächft (Sukku­lente, f. dort) gedeiht auf Mauern und in Treppenstufenspalten und jedem nicht zu nassen Garten­boden. Verpflanzung durch Ab­trennen der Rosetten; diese brin­gen im Juni eigenartige Blüten­stände hervor. Im Volksglauben gibt S. Blitzschutz (Donnerwurz") und enthält zauberhafte Heilkräfte.

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