Ausgabe 
23.2.1937
 
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MTB -Plah unter Pflug und Schippe.

Umgestaltung des Spielplatzes der Gießener Ma'nnerturner.

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Links: Die aufgepflügte Aschenbahn. Rechts: Die Mitglieder helfen mit Hacke und Schaufel. (Ausnahmen |2]: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Seit einigen Monaten ist man beim Männer- turnoerein Gießen dabei, in vieler uneigennütziger Arbeit dem Spielplatz des Vereins eine neue Form zu geben, die Anlagen des Platzes erheblich zu er­weitern und zu verbessern. Der Plan für diese Arbeit, über den wir schon vor einiger Zeit be­richten konnten, geht nunmehr seiner Verwirk­lichung entgegen.

Vor allem ging es darum, einen breiten, dem MTV. gehörenden Geländestreifen aufzu fül­len, einen Geländestreifen, der erheblich, oft bis zu zwei Meter, tiefer lag als die bisherige Spiel­platzanlage. Von diesem Gelände wurde zuerst in mühevoller Arbeit die Muttererde abgehoben, da sie dann nach der Auffüllung wieder aufgebracht werden soll, um eine gute Grasnarbe anpflanzen zu können. Die Arbeit der Auffüllung des Ge­ländes ist nahezu vollendet. Weit über 1500 Kubik­meter Material mußte zur Auffüllung herbeige- schaft werden. Diese Auffüllung geschah durch die Müllabfuhr der Stadt. Viele Wagen wurden dort entleert, und in diesen Tagen schloß sich nun auch die letzte Vertiefung. Der Spielplatz des Männer­turnoereins erfährt damit eine erhebliche Verlänge­rung und eine Vergrößerung um mehrere tausend Quadratmeter. Durch diese Geländehinzunahme konnte auch eine Verlängerung der Laufbahn vor­genommen werden, gleichfalls aber auch die Ver­größerung des Spielfeldes. Die Aschenbahn erfährt außerdem eine gründliche Ueberholung und eine fast völlige Neuanlage. Vor einigen Tagen wurde sie mit dem Pflug tief aufgerissen und bot den An­blick eines Ackerfeldes. Das Erdreich der Aschen­bahn wird gegenwärtig ausgehoben und soll durch einen zweckentsprechenden Unterbau und durch eine feste Oberschicht ergänzt werden. In den Halb­kreisen, die sich zwischen den Toren und den Kurven der Aschenbahn ergeben, werden Weit- und Hoch­sprunganlagen geschaffen, so daß der Platz auch in dieser Hinsicht alle Voraussetzungen für einen regel­rechten Sportwettkampf und Sportbetrieb bieten wird.

Mitglieder fassen an...

Besonders erfreulich ist im Zusammenhang mit dieser Sportplatz-Umgestaltung die Tatsache, daß sich unter der Initiative des Vereinsführers Müller eine stattliche Anzahl von Mitgliedern zur Verfügung stellt, um bei den umfangreichen

Erdbewegungsarbeiten selbst mit Hand anzulegen und dadurch das Werk vorwärts zu treiben. So konnte man am vergangenen Samstag die Turner dabei beobachten, wie sie die Erde der Laufbahn abhoben und zu einem Wall aufwarfen, der mög­lichst schon im komenden Frühjahr mit einer Weiß- dornhecke bepflanzt werden soll. Besonders be­teiligte sich an dieser Arbeit auch die Jugend. Die Erdbewegungsarbeiten durch die Mitglieder sollen auch in den kommenden Wochen fortgesetzt werden, so daß damit die Umgestaltung des Platzes gut vorangetrieben werden wird.

Hessens beste Turnerinnen.

Ausscheidungsturnen in Marburg für die Deutschen Meisterschaften.

Unter Leitung von Gaufrauenturnwart Luise Schwarz (Friedberg) fand am Sonntag in M a r b u r g ein Ausscheidungsturnen statt, das die besten Turnerinnen ermitteln sollte für das Aus­wahlturnen, das die GaugruppeWestfalen, Hessen, Mittelrhein und Niederrhein" als letzte Vorprüfung für die Deutschen Meisterschaften der Turnerinnen (am 11. April in Jena) am 7. März in Gelsen­kirchen durchführen wird.

Zu dem Kampfe in Marburg waren die aus den Ausscheidungskämpfen der Kreise als Siege­rinnen hervorgegangenen 20 besten hessischen Tur­nerinnen angetreten. Den Wettkampf, der aus sechs Uebungen (Barren, Pferdsprung, Ringe, Schwebe­kante, Springseil, Keulen) bestand, war eine sinn­volle Morgenfeier vorausgeganaen. An allen Ge­räten sah man recht gute Leistungen. Das Aus­scheidungsturnen hatte folgende

Ergebnisse:

1. Hilde Meyer, Karlshafen, Erika Schneider, Wetzlar, 97; 2. Anneliese Kunkel, Eschwege, 92,5; 3. Frieda Reichwein, Tgrn. Bad-Nauheim, 89,5; 4. Emmi Witthauer, Kassel, Elfriede Gertenbach, Kassel-R., 89,5; 5. Gertrud Schmidt, M t v. Gießen, Helma Schmieder, Tv. 1846 Gießen, 87; 6. Else Bubser, Oberstedten (Ober­taunus), 84;5; Margot Seim, Mtv. Gießen. Katharine Kiry, Oberstedten, 83; 8. Else David- sohn, Ortenberg, 82,5; 9. Aenne Lieber­knecht, Eschwege, 82; 10. Elfriede Ehmer, Idstein,

81 Punkte. Die drei Besten nehmen am Gaugrup­penkampf in Gelsenkirchen teil.

Ieldbergfest am 20. Juni.

Das älteste deutsche Bergfest und das einzige reichsoffene Bergfest in Deutschland, das 1844 be­gründete Feldbergfest, wird in diesem Jahre zum 84. Male durchgeführt. Als Termin wurde vom Feldbergfest-Ausschuß der 19. und 2 0. Juni festgesetzt.

Ruhe auf den Handballfeldern.

Was das schlechte Wetter nicht fertig brachte, das besorgten die grundlosen Plätze überall. Die weni­gen Spiele, die seitens der Kreisspielleitung an­gesetzt waren, mußten auf jeden Fall aus'fallen, so daß sich die endgültige Erledigung der Spiele auch weiterhin verzögert hat. So sei die Gelegen­heit dazu benutzt, einen Blick aus Tabellen zu werfen, deren Stand sich nach der letzten Ver­öffentlichung nicht unwesentlich verändert hat.

1. Kreisklasse.

Tv. Hörnsheim 12

To. Holzheim 12

To. Garbenheim - 13

Tv. Dutenhofen 13

Tuspo Groß-Rechtenbach 8

Tv. Grüningen 12

To. Herborn 10

To. Katzenfurt 11

87:50 78:54

74:77

82:72

38:49

39:76 41:50 62:80

24:0 19:5

14:12

13:13

5:11

9:15 6:14

4:18

Die Führung von Hörnsheim ist also auch weiter­hin klar, während Holzheim etwas zurückgefallen ist. Ausgeschieden sind Atzbach und Dorlar, während die Mannschaft des VfB.-R. Gießen ohne Punkt­zählung spielt.

To. Lang-Göns To. Wetzlar II To. Hausen Mto. Gießen II To. Nauborn

2. Kreisklasse.

7

7

6

5

7

50:32 11:3

53:32 10:4

56:35 8:4

17:28 2:8

28:79 1:13

Lang-Göns liegt zwar an der Spitze, wird aber stark bedrängt von der zur Zeit in ausgezeichneter Form spielenden Mannschaft von Hausen. Die Ent­scheidung wird erst am nächsten Sonntag bei dem Zusammentreffen von Hausen und Lang-Göns fallen. Wetzlar kann nicht eingreifen.

Thermosflaschen

Thymol

das sich bei Wärme ausdehnt, Zimmerthermometer dürfen nicht in der Nähe von Heizkörpern. Auhenthermometer nur im Schatten hängen. Fieberthermo­meter muffen amtlich geprüft sein. Vor dem Gebrauch muff man darauf achten, daß die Quecksilbersäule die Zimmer­wärme anzeigt, wenn nicht, das Thermometer leicht schütteln. Die Gradeinteilung beim Thermo­meter beträgt vom Gefrierpunkt bis zum Siedepunkt 80° Reau- mur, 100 0 Celsius, oder 1200 Fahrenheit. In Deutschland ist fast ausschließlich die Rechnung nach Celsius üblich.

Thermosflaschen, griech., Bedeu­tung: Wärmeflaschen, doppel­wandige Glasflaschen in einer starken, isolierenden Umhüllung, die Flüssigkeiten lange warm oder kalt halten. Thermosflaschen sind außerordentlich praktisch für Reisen, Wanderungen und Ausflüge. Man muß sie aber vor ?sall und Druck bewahren, da sie eicht zerbrechen.

Thing, germanischer Versamm­lungsplatz, auch Die Versamm­lung selbst.

Thomas, männl. Vorname hebr Herkunft mit der Bedeutungder Zwilling". Abk. Thom. Tom.

Thomasschlacke, Phosphatschlacke, die bei dem Thomasverfahren der Eisenbereitung abfällt und gemahlen (Thomasmehl) als Dünger dient.

Thor, germanischer Eewittergott. Sohn Wodans (Odins). Er galt als Schützer des Ackerbaues.

Thrombose ist die Verstopfung eines Blutgefäßes durch einen Pfropf (Thrombus) aus Blutbe­standteilen. Ein Thrombus kann sich innerhalb des Herzens oder in den Gefäßen bilden. Die Ur­sache ist irgendeine Erkrankung der Gefäßwand. Löst sich der Thrombus von der Gefäßwand ab und gelangt er mit dem strö­menden Blut in andere Körper­gegenden, so ist er zu dem sehr ge­fährlichen Embolus geworden. Vgl. Embolie.

Thuja, s. Lebensbaum.

Thunfisch, etwa drei Meter ban­ger Makrelenfisch, der Fleisch, Tran und Öl liefert. Thunfisch schmeckt ähnlich wie Kalbfleisch. Sein Fleisch wird in Scheiben paniert und gebraten. Thunfisch ist auch in Öl eingelegt als Vor­speise erhältlich.

Thusnelda, weibl. Vorname ger- man. Herkunft mit der Bedeu­tung:die Riesenkämpferin".

Thymian (Thymus), Quendel genannt, bekannte Wurst- und Bratenwürzpflanze. Kommt wild auf Wiesen vor und wächst aus­dauernd immergrün im Garten. Veredelte Sorten sind herrliche Polsterpflanzen für Steingärten; die graugrün behaarten, winzi­gen Blättchen passen gut zur Farbe der Kalksteine und beleben so auch den winterlichen Stein­garten.

Thymol, aus Thymian gewon­nene farblose Kristalle, die als Konservierungsmittel verwendet und zu Zahnpasta, Mundwasser und Haarwasser benutzt werden.

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Sammelstelle zeigten meisterhaftes Können, beste Zeit des Tages 3:41,2 Min. holte Lantschner heraus, der damit den Ehrenpreis Reichsstatthalters Ritter von Epp gewann.

Der Torlauf der 03.

Nach dem Abfahrtslaus der SA., SS. und

SCHADEN

FüLLGUABE

NSKK. wurde der Torlauf der HI. durchgeführt. Am Ringberg war eine außerordentlich schwere Strecke abgesteckt. An die jungen Sportler wurden hohe Anforderungen gestellt. Aber die Jungen zeig­ten sich ihrer Aufgabe gewachsen; ihre glänzende Skiführung und die vorbildlichen Temposchwünge begeisterten die Zuschauer immer wieder. In Kl. A war das Gebiet Hochland nicht vertreten. Hier stellte V i d e k (Schlesien) mit 53,1 Sek. die beste Zeit seiner Gruppe auf. In Klasse B war Hochland nicht zu schlagen. Toni Bader lief gleich 43,5 Sek., später konnte Harro Cranz (Baden) mit 41,9 diese > Zeit noch unterbieten. Unter großer Spannung tra- j ten dann die Läufer der Klaffe C an. Pertsch-Hoch- land erzielte auf Anhieb 40,6 und kurz darauf er­reichte Gantner-Hochland 40,3 Sek. Gantner fuhr damit die beste Zeit des ersten Laufes. Im zweiten Lauf kamen Gantner und Pertsck) auf je 40,4 Sek., so daß der Gesamtsieg bei den Mannschaften dem Gebiet Hochland nicht mehr zu nehmen sein dürfte.

5$.-Süb gewinnt Wanderpreis des Führers.

Der Schlußtag der Wintersportkämpfe der SA., SS. und NSKK. in Rottach/Egern ging wieder bei prächtigem Winterwetter vor sich, nachdem der Sturm in der Nacht zum Sonntag erneut Schneefall gebracht hatte. Zeitweise brach auch die Sonne durch und verlieh dem festlichen Bilde ihren Glanz.

Als erste Konkurrenz wurde der Geländelauf der HI. über sechs Kilometer gestartet. In Klaffe A ging das Gebiet Franken in der guten Zeit von 45,02 1 Minuten vor den Gebieten Thüringen und Würt­temberg als Sieger durchs Ziel. In Klaffe B setzte | sich das Gebiet Baden vom Start weg an die Spitze, um sie bis zum Schluß nicht mehr abzugeben.

Gleichzeitig mit der HI. wurde der Patrouil- len lauf der SA., SS. und des NSKK. in der Klaffe B (Mittelgebirgsklasse) über 12 Kilo­meter durchgeführt.

Sämtlikche 55 Mannschaften der Mittelgebirgs- klaffe konnten das Ziel erreichen. Sicherer Sieger wurde nach harten Positionskämpfen die als Erste vom Start gegangene Mannschaft der SA.-Gruppe Hochland 1 mit den bekannten Läufern Gustl Mül- ler, Fridel Wagner, Martin Wörndle und Otto Leh­ner unter Führung von Ponn, die in blendender Verfassung in 1:27,20 das Ziel passierte.

Die Spannung stieg, als dann die 19 Mannschaf- i ten der Klasse A (Hochgebirgsklasse) zum Kampf um den wertvollen Wanderpreis des Führers auf die 18 Kilometer lange Strecke geschickt wur­den. Die Entscheidung lag hier zwischen dem Titel­verteidiger SA. Hochland!, und der Mannschaft von SS. Süd I, die sich über die ganze Strecke ein er­bittertes Rennen lieferten. Die Entscheidung fiel im ersten Drittel der zweiten Hälfte. Hier hatte SS.- Süd den Titelverteidiger eingeholt und gab die Füh­rung bis Schluß des Rennens nicht mehr ab.

Deutsche Vollheringe » 21,19

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Winierspodkämpfe der NSDAP.

Abfahrtslauf im Schneesturm.

Der zweite Tag der Wintersportkämpfe der NSDAP, war vom Wetter nicht begünstigt. Ein orkanartiger Sturm tobte im Tegernseer Tal und brachte Regen. Als nach einstündiger Verspätung mit dem Start begonnen wurde, wechselte der Regen mit Graupelschnee ab.

Kurz vor 12 Uhr wurde der NSKK.-Mann Mech- ler als Erster auf den schwierigen Kurs geschickt. Nach Mechler fanden Helmuth Lantschner und Ro­man Wörndle viel Beifall; Lantschner stand allein den Kurs in voller Schußfahrt durch. Trotz der ungünstigen Schneeverhältnisse wurden von ihnen ganz hervorragende Zeiten erzielt. Aber auch Na­gele von der SA.-Gruppe Hochland, Ogris von der Reichsführung SS., Geri Lantschner vom <521.= Hilfswerk Nordwest, Steinwander von der SS.-

Mittwoch von der See eintreffend:

Kabeljau

Mahnung.

Die Beiträge für den Monat Januar 1937 können noch bis zum 28. Februar 1937 ohne Kosten bezahlt werden. 1234D

Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Die Einzahlung kann täglich an unserer Kasse oder auf das Postscheckkonto Nr. 10833 Frankfurt a. M. erfolgen.

Allgemeine Ortskrankenkasse für den kreis Gießen.

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