Ausgabe 
23.2.1937
 
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hingen nicht beteiligt. Der von ihr vorausgesagte negative Ausgang der sogenannten Aus­gleichsbemühungen ist, wie das Kommunique zeigt, auch nicht ausgeblieben. Der Stellvertreter Konrad Hehnleins, Abgeordneter Frank schreibt zu der Verlautbarung u. a.: Von den Regierungsparteien wurde eine gesetzliche Sicherung dafür gefordert, daß ortsansässige Arbeiter und An­gestellte bei öffentlichen Arbeiten herangezogen werden. Der Regierungsbe­schluß anerkennt zwar den Grundsatz, daß bei In­vestitionen auf regionale und nationale Verhält­nisse Rücksicht genommen wird, billigt jedoch nur den deutschen Ministern eine Teilnahme an ge­legentlichen Kontrollen der Einhaltung dieses Grundsatzes zu. Zum ersten Mal wird offiziell der schon im Minderheitenschutzvertrag als Verpflich­tung enthaltene Grundsatz anerkannt, daß der Beoölkerungsschlüssel bei Vergebung von Stellen des öffentlichen Dien st es gelten soll. Die deutschen Regierungsparteien haben einem Beschluß zugestimmt, wonach ohne jede recht­liche Sicherung die Aufnahme in den öffentlichen Dienst von der Loyalität des Bewer­bers abhängig gemacht wird. Sollte es sich um ein Verfahren im Sinne des Staatsverteidi­gungsgesetzes handeln, so könnten die unteren Or­gane des Sicherheitsdienstes jedem deutschen An­tragsteller den Weg zum Staatsdienst versperren.

Auch bezüglich der Jugendfürsorge ver­langte die Denkschrift eine gesetzliche Regelung. Der Ministerrat begnügt sich mit unverbindlichen Zusagen einer Erhöhung der bisherigen Zu­wendungen für soziale Einrichtungen. Heber die gesetzliche Regelung der gesamten Schulverwal­tung hat die Regierung überhaupt keinen Beschluß gefaßt. Auch über den Ausbau der deutschen Schulorganisation liegt kein Beschluß vor. Damit ist einer der wichtigsten Beschwerde­punkte des Sudetendeutschtums, nämlich die Sicher­stellung des deutschen Unterrichts für das deutsche Kind und des freien Entschlusses der Eltern, in welche Schule sie ihr Kind schicken, ungelöst ge­blieben. Der Ministerrat hat Erleichterung der Sprachpraxis im Verkehr zwischen Be­hörden und Gemeinden bis zu 3000 Einwohnern beschlossen. Bezeichnend ist, daß die Gerichte von dieser bescheidenen Neuregelung ausge­schlossen sind. Von einer fühlbaren Besserung der Sprachpraxis kann daher nicht gesprochen werden.

Das englische Königspaar.

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Die erste offizielle Aufnahme des englischen Königs» paares. König G e o r g VI. in Admiralsuniform. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Der Kontrollplan für Spanien.

London, 23. Febr. (DNB.) Im Unterausschuß des Nichteinmischungsausschusses wurde von Lord Plymouth mitgeteilt, daß zwischen der englischen und der portugiesischen Regierung ein Abkom­men über die Ueberwachungder spanisch­portugiesischen Grenze zustandegekommen sei, das die Mitwirkung von 130 britischen Staats­angehörigen an der Grenzkontrolle vorsieht. Der Unterausschuß behandelte dann den Bericht über die Seeüberwachung. Alle Vertreter sind bereit, den Plan der Seeüberwachung anzunehmen. Nur die Sowjetregierung sei nicht be­reit, die ihr in dem Plan zugedackte lieber» wachungszone anzunehmen. Der sowjetrussische Vertreter antwortete, er wolle seine Regierung noch befragen. Die genaue Festlegung der Zonen für die Seekontrolle soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.Daily Telegraph" berichtet, daß die Flottenkette sich um die spanische Küste in einer Entfernung von etwa 10 Seemeilen hinziehen werde. Ferner würden acht Unter- suchungsstationen geschaffen, wo die lieber« wachungsbeamten für Spanien bestimmte Schiffe betreten. Die Stationen würden an den folgenden Stellen errichtet: ^Jn der Nähe der Goodwin Sands an der englischen Südküste, ferner in Cherbourg, Bordeaux, Gibraltar, Marseille, Palermo, Oran (Algerien) und Madeira. Insgesamt würden 1000 Ueberwachungsbeamte angestellt.

Von den spanischen Fronten.

Parteienkämpfe in Madrid.

Salamanca, 23. Febr. (DNB. Funkspruch.) Truppen der 5. Division haben bei Calamocha zwischen Taruel und Saragossa eine wichtige Stel­lung erobert und dabei Geschütze und Maschinen­gewehre erbeutet. Die 8. Division wies an der Asturien-Front bolschewistische Angriffe zurück. Die Söldner Moskaus hatten außerordentlich große Verluste, darunter Hunderte von Toten und Gefangenen. Die Stadt Oviedo wurde von B o l s ch e w i st e n angegriffen, die jedoch auf den entschlossenen Widerstand der nationalen Truppen stießen. Die Bolschewisten haben bei den Angriffen über 4000 Mann verloren. Die Süd- armee verzeichnete nervöse Angriffe der Bolsche­wisten bei Carnatilla. Der Feind konnte jedoch unter Verlusten zurückgeworfen werden, wobei neue Stellungen den nationalen Truppen zufielen.

In Madrid fand am Montag ein Propa- ganbamarfd) der Anarchisten und Syndikalisten statt. Diese führten große Plakate mit sich, auf denen sie d i eS t a a t s f ü h r u n g"(!) für sich

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Der Neubau des deutschen Handwerks

Or. Ley über die Maßnahmen der DAI. zur Sicherung des Handwerks.

Präsident (Gianetti begab sich während feines Aufenthalts in Müncken zur Feldherrnhalle, wo der faschistische Arbeiterführer am Mahnmal zu Ehren der Toten der Bewegung einen Kranz nieder­legte. Auch in den Ehrentempeln auf dem Kgl. Platz ehrte Präsident Cianetti die toten Helden der Be-

, , v , einem Abschieds- empfang bei Dr. Ley trat die italienische Abordnung am Dienstagvormittng die Heimreise an.

diesen sieghaft marschierenden Kolonnen ihre Hei. mat haben, aus dem Geist der Bewegung ihre beste und unversiegliche Kraft schöpfen werden.

Ich wünsche und hoffe, daß sich aus den Millio- nen Gliedern der SA. und HI. allmählich die klr. ren und entschiedenen, erfahrenen und kenntnis- reichen Köpfe herauskristallisieren, die in unserem Kulturleben einst die entscheidenden Posten eia- ; nehmen können."

In diesem Zusammenhang erklärte der Ministex daß er stolz darauf gewesen sei, den Staats- preis einem Mann der SA., der HI. und d»i Parteiorganisation zuerkennen zu dürfen. Eindring- lich wies Dr. Goebbels die SA.-Führer auf ihre große Aufgabe hin, als Fackelträger einer neuen Zeit bei der politischen und kulturellen Neu­gestaltung des deutschen Volkes schöpferisch mitzu­arbeiten. Und zeigte in einem packenden Schluß, wort das hohe Ziel:Das, wonach wir alle ftre. ben, werden vielleicht viele von uns noch selbst er­leben: Den großen Anbruch einer neuen Blüte­zeit im deutschen Kulturleben."

Liefe Derdichtuu M erleichtert Marokko und d< mn und Togo, lör gilt, sich > Mstigt durch auf seinen übe polartige grundsah der iaß die kolonu I-ien und somit lassen müssen, mit hohen Zoll biete konnten stellung behau; die Einfuhr oo dagaskar zu 7t beftreitet.

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rung des Dedschak ©obre M a r i a m. Nach kur- zem Gefecht wurden die Aufrührer vollkommen aufgerieben. Einige Häuptlinge, darunter der Dedschak Beiene Merid, wurden gefangen genom­men und sofort hingerichtet. Der verräte­rische Anführer Gabre Mariam, der trotz seine; Italien geleisteten Treueides seine aufrührerische Amtriebe fortsetzte, ist im Kampf gefallen.

*

Die südafrikanische Regierung hat beschlossen, den Hafen von Kapstadt in vier Jahren auszubauen und zu vergrößern. Die Arbeiten wer­den rund 27 Millionen Mark kosten. Kapstadt wind damit einen der modernsten Häfen erhalten, bt-r d i e größten Schiffe aufnehmen kann.

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Im Seengebiet südwestlich von Addis Abeba stießen italienische Abteilungen, denen die Säuberungsaktion in diesem Gebiete übertragen ist, auf eine Aufrührerbande unter der Füh-

ihren Gedichten zur Darstellung bringen. So werden wir allmählich eine nationalsozialistische Kunst in diesem höheren Sinne bekommen. Wir werden einsehen lernen, daß die Kunst nicht für eine Minderheit, sondern für das ganze Volk da ist, daß der Dichter, auch wenn er aus der SA. hervorgegangen ist und mit Stolz feine SA.Uniform trägt, feinen Anruf an die ganze Kation zu richten hat und daß ein Bild­hauer, auch wenn er aus unseren Formationen kommt und die besten Kräfte feines Schaffens aus der S2L geschöpft hat, mit der Monu­mentalität feines Werkes die ganze Kation anfprechen muß."

In diesem Sinne wies Dr. Goebbels auch dem Kulturkreis der SA. seine Aufgaben zu, mir denen er sich auf seinen Schulungslagern beschäf­tigen müsse. Es werden zwar niemals in einem Lager Nichtkünstler zum Künstler gemacht. Die große Kunst werde immer nur in der Einsam­keit geboren und der wahre Künstler werde im­mer aus der Einsamkeit heraus zur Gemeinschaft sprechens. Das Element zu seiner Dicktung aber und die Menschen, die er darstellen wolle, müsse er in der Gemeinschaft suchen.

Ihre Gemeinschaft", so rief Dr. Goebbels, ist die SA., ist das größte Kunstwerk, das es heute

Handwerker st adt zufammengefchtoffen, der ein Orts-Handrverkswalter vorsteht.

Der Deutschen Arbeitsfront ist die Berufser- Ziehung übertragen. Die Deutsche Arbeitsfront hat immer wieder bekundet, daß hier eine der wesentlichsten Aufgaben des deutschen Handwerks liegt. Die ganze Jugend, die einen Beruf erlernt, geht durch die Werkstatt des Handwerks. Das Handwerk ist der Hort des schöpferischen deutschem Geistes, Höch st e Qualitätsleistung fanr allein das Handwerk retten. Wer sich der Berufs- erziehung der Deutschen Arbeitsfront unterwirft, wird alsdann von den Selbsthilfeeinrichtungen der Deutschen Arbeitsfront einen Personalkredit erhalten, um eine Existenz zu gründen.

Die Deutsche Arbeitsfront hat das Gesellen- wandern wieder eingeführt. Gesellenheime und Wanderheime geben dem jungen Hand­werker die Möglichkeit, als fröhlicher Wander­bursche Deutschland kennen zu lernen. Die Deutsche Arbeitsfront prüft das Können und die Leistungen des Handwerkers durch die stän­dige Teilnahme am Reichsberufswett- f a tn p f, den die Deutsche Arbeitsfront auch auf des Gefeltentum übertragen wird. Die Deutsche Arbeitsfront errichtet 2teid)6- fachfchulen für jeden Handwerksberuf. Die letzte derselben, die Reichsgesellenschule, wurde vor einigen Tagen von mir eingeweiht und die größte und modernste Fachschule der Welt, die Reichsbäckerschute, wird im nächsten Monat übergeben.

Das Handwerk hat neue Fahnen von dsl Partei verliehen bekommen. Die alten Jnnungs- sahnen als Symbole äußerster Zerrissenheit fin) verschwunden, das Handwerk des neuen Deutsch' lands marschiert unter der Fahne der völkische Einheit. Es gibt im Reiche Adolf Hitlers nur eint Fahne. Für besondere Leistungen im Handwerk -7 30jährige Berufszeit, besondere Verdienste um di? Partei oder die Gemeinschaft, besondere Leistungen im Berufe, soziale Leistungen ufro. habe id einen Ehrenring des deutschen Hand« Werks gestiftet, der feierlich von der Partei oder in ihrem Auftrage von der Deutschen Arbeitsfront verliehen wird. Die Deutsche Arbeitsfront hat ein neues Brauchtum im Handwerk geschaffen, das bei feierlichen Anlässen die Feier nach national!' sozialistischen Grundsätzen umrahmt und die frühe' ren freimaurerischen Gebräuche ausschaltet. Dai- öffentliche Auftreten des Handwerks ist als em

Oie Kunst ist für das ganze Volk da!"

Keichsminister Or. Goebbels über die kulturelle Aufgabe der SA.

roegung durch die Niederlegung binoen auf die Sarkophage. Nach

gibt, nämlich die Organisation der Partei Künstler habe» i

Berlin, 22. Febr. (DNB.) Der Reichsorgani­sationsleiter der NSDAP., Reichsleiter Dr. Ro­bert Ley, hat in der NSK. unter der lieber« schriftIch rufe das Handwerk!" einen Appell veröffentlicht, in dem es u. a. heißt:

Meister, Gesellen, Lehrlinge! Auch im Deutschen Handwerk mußte alles neu aufgebaut werden. Die Begriffe Meister, Geselle und Lehrling waren zu Klassenbegriffen herabgesunken. Freimaureri­sche Gebräuche täuschten ein altes Brauchtum vor und die mehr oder minder geschmackvollen Jnnungsfahnen zeigten nichts anderes als die grenzenlose Zerrissenheit im Handwerk. An dem öffentlichen Auftreten des Handwerks nahm niemand teil, nicht einmal die Handwerker selber, deshalb mußten alle Werbeaktionen verpuf­fen, und manche Kundgebung entbehrte nicht oft der Lächerlichkeit. Die Freisprechungen im Handwerk sanken zu lieb- und leblosen, oft nur rein geschäftlichen Angelegenheiten herab. Die Berufs­erziehung lag sehr im argen und der Ruf des Handwerks als Qualitätsschule war stark herabge­sunken. So nahm es nicht wunder, daß die Per­son a l k r e b i t e, die dem Handwerk unentbehrlich sind, auf ein Minimum zufammenfchrumpften. Das Handwerk hatte fein Vertrauen mehr, vor allem aber gab sich das Handwerk selber auf und hielt sich nur notdürftig am Leben.

Das ist nun anders geworden! In mühsamer, opferbereiter Arbeit tritt die Deutsche A r ° b e i 15 f r 0 n t vor euch hin und zeigt euch Hand­werkern, was bereits errichtet ist und was die Par­tei in der Zukunft errichten will.

Die Deutsche Arbeitsfront will die schaffenden Menschen eines Betriebes, ob Unternehmer oder Arbeiter, in der lebendigen Betriebsgemein- fchaft zusammenfassen. Deshalb gründet das deutsche Handwerk in der DAF., nach Berufen geordnet, in den Grenzen der politischen Kreise Gewerk e", in denen Lehrlinge, Gesellen und Meister zusammengefaht werden. Das Gemeinschaftshaus dient dem kul­turellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt des Gewerkes, und die W e r k f ch a r des Gewerkes stellt den weltanschaulichen Stoßtrupp des­selben. Die M e i st e r s ch u l e n, in denen sich die Meister dauernd auf der hohe ihres hand- werklichen Könnens halten, sind dem Gewerk- Haus angeschlossen. Das Gewerk ist die le­bendige Zelle des Handwerks. In den einzelnen Ortschaften sind alle Handwerker

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Reichsminister Dr. Goebbels ging dann auf praktische Probleme der nationalsozialisti­schen Kunstgestaltung ein. Der National­sozialismus sei sich von Anfang an darüber klar gewesen, daß er auf dem Gebiete der Kunst ein gewaltiges Erbe zu verwalten habe. Dr. Goeb­bels beschäftigte sich mit dem möglichen Einwand, daß man von einer nationalsozialistischen Kunst noch nicht in dem Umfange sprechen könne, wie es wünschenswert sei. Von diesem Einwand ausgehend, untersuchte er die Vorbedingungen für die dra­matische Gestaltung der Zeitgeschichte. Ein Dichter müsse manchmal der historischen Wahr­heit in Einzeldingen Gewalt antun, um der histori­schen Wahrheit in einem höhren poetischen Sinne zu dienen. Das sei jedoch in unserer Zeit noch gar nicht möglich. Schon in 100 oder 150 Jahren werde es wahrscheinlich viele Dramen und Filme geben, die die geschichtlichen Höhepunkte der nationalsozia­listischen Revolution behandeln.

Deshalb halte ich es für richtig", fo fuhr Dr. Goebbels fort,daß wir uns heute dem eigent­lich historischen Stoff des Nationalsozialismus gegenüber noch etwas reserviert verhalten. Etwas anderes ist es, einer nationalsozialistischen Charakterkunst den Weg zu zeigen. So wenig ich es heute wünsche, daß Stoffe aus der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung verfilmt oder

und all die Hemmungen zu beseitigen, die einer organischen Entwicklung der deutschen Kultur ent- gegenftanöen. Es war eine schwierige Ausgabe, in verhältnismäßig kurzer Zeit alle diese Fragen so­wohl in kultureller als auch in personeller Hinsicht zu lösen. Denn wie auf dem Gebiet der Wirtschaft, kommt es auf dem Gebiet der Kultur nicht nur auf die gute Gesinnung und das anständige Wol­len an, sondern vor allem auf das Können. Dazu gehört dann selbstverständlich die anständige Gesinnung, der nattonalsozialistische Charakter und die nationalsozialistische Haltung. Ich möchte hier­bei den Grundsatz aufstellen, daß der National­sozialismus unsere geistige Luft ist, in der wir leben."

Als bas stolze Ergebnis der Keuge- staltung des Kulturlebens unter national- sozialistischer Führung hob Reichsminister Dr. Goebbels hervor, bah der Reichskulturkam­mer als einer der ganz wenigen Organisatio­nen außerhalb der Partei keine 3 uben, keine halbjuden und keine jüdisch versippten Mitglieder angehören.

verlangten. An der Puerta del Sol wurde der Zug von Milizen desDerteidigungsausschusses" auf- gehalten. Es kam zu einer Schießerei, bei der 20 Personen, darunter einige Frauen, getötet und über 100 verwundet wurden. Die Anarchisten setzten darauf ihren Zug fort unter den Rufen: Nieder mit dem Verteidigungsausschuß!"

Rückwirkungen

der englischen Aufrüstung auf die Börse.

London, 23. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die englischen Rüstungspläne haben eine außergewöhn­liche Hausse auf dem englische n M etall- markt hervorgerufen. An der Metallbörse gab es am Montag stürmische Szenen, und der Handel mit Metallaktien wurde noch nach Schluß der Börse auf den Straßen fortgesetzt. Das Ansteigen der Preise ist zum größten Teil auf die Mitteilung der Regierung zurückzuführen, daß sie gewaltige Lager in den wichtigsten Roh st offen für Rüstungszwecke anlegen will. Spekulanten haben sich diese Lage zunutze gemacht und große An­käufe getätigt. Im Gegensatz zu der Metallhausse ist eine Baisse in britischen Regierun g s- papieren aufgetreten. Der Verkauf von Regie­rungspapieren ist auf die Annahme zurückzuführen, daß demnächst eine Steuererhöhung vorge­nommen und ferner beträchtliche Anleihen z u Rüstungszwecken aufgelegt werden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat den Ministerialdirektor im Reichspoftminifterium Dipl.- Ina. Jakob Nagel zum Staatssekretär in diesem Ministerium ernannt.

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Der Führer und Reichskanzler hat an­läßlich der Geburt des norwegischen Thronfolgers sowohl dem König und der Kö­nigin als auch dem Kronprinzen und der Kron­prinzessin telegraphische Glückwünsche übersandt.

Ministerpräsident Mussolini hat an ben Führer und Reichskanzler folgendes Dank­telegramm gerichtet:Angenehm berührt durck den Ausdruck Ihrer Teilnahme anläßlich des verabscheu­ungswürdigen Attentats gegen den Marschall Gra- ziani banke ich Eurer Exzellenz lebhaft für, bas ritterliche Gebenken unb für die ausgesprochenen Wünsche, die ich unverzüglich dem Marschall über­mittelt habe.

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Ministerpräsident Generaloberst Göring ist am Montag von seinem Jagdaufenthalt beim polnischen Staatspräsidenten in Bialowieza und den anschlie­ßenden Jagdtagen in Polesien wieder in Berlin eingetroffen. Bei den Jagden des Ministerpräsiden­ten erbrachte die Strecke in Bialowieza drei Wölfe, drei Luchse und zehn Sauen und in Pole- fien zwei Wölfe, vier Luchse und 16 Sauen.

Reichsminister Dr. Goebbels gab aus Anlaß der Internationalen Automobil- und Motorrad­ausstellung einen großen Empfang im Pro­pagandaministerium. Zu ben Teilnehmern gehörten führende Persönlichkeiten von Staat und Partei, Mitglieder des Diplomatischen Korps, namhafte Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst und vor allem zahlreiche in- und ausländische Mo­torfachleute. Nach den Klängen auserlesener Unter­haltungsmusik entwickelte sich ein buntes gesell­schaftliches Bild. Die ausländischen Motorindustriel­len und Fachjoumalisten, die zur Automobilaus­stellung nach Berlin gekommen waren, verlebten Stunden echt deutscher Gastfteundschaft mit ihren Berufs- uno Sportfreunden sowie den führenden Männern des neuen Deutschlands.

dichterisch gestaltet werden, so sehr bin ich bestrebt, aus jedem künstlerischen Schaffen die national- sozialistische Grundhaltung sprechen zu lassen. Man muß bei jedem dichterischen Werk spüren: So wie hier ein Konflikt gelöst wird, so würde ich ihn auch lösen. Wenn wir eine so be­deutende Forderung an die deutsche Kunst stellen, dann müssen wir andererseits aber auch die Gren­zen des Begriffes .Nationalsozialismus^ sehr groß­zügig abstecken. Wir dürfen es nicht zulasten, daß der Nationalsozialismus zu einem begrenzten Dogma gemacht wird. Wir dürfen niemals Ge­fahr laufen, mit Millionen Menschen unseres Volkes in Widerspruch über Dinge zu geraten, die mit dem Nationalsozialismus gar nichts zu tun haben, son­dern die nur ein paar Klugschwätzer in den Na­tionalsozialismus hineingepfuscht haben "

Wir dürfen nicht sture Dogmattker werden, sondern wir müssen als nationalsozialistische Künst­ler versuchen, das Leben in seiner tausendfältigen Vielgestaltigkeit einzufangen. Wir dürfen nicht in den Geruch kommen, daß wir nur Parteikünstler oder Parteidichter seien, sondern wir müssen ge­wissermaßen der Stoßtrupp einer nationalsozia­listischen Haltungskunst werden.

Unsere Dichter sollen die heroische, herbe unb spartanische Lebensauffassung unserer Zeit in

Berlin, 22. Febr. (DNB.) Die Mitglieber bes Kulturkreises der S A. wurden von Reichs­minister Dr. Goebbels aus Anlaß ihrer dies­jährigen Arbeitstagung empfangen. Der Chef des Kulturkreifes der SA., Sturmhauptführer Her­me!, stellte Dr. Goebbels die Mitglieder des Kulturkreifes vor und gab der großen Freude über diesen Empfang Ausdruck, weil sich Dr. Goebbels den Sturmabteilungen ganz besonders zugehörig fühle und an den kulturellen Arbeiten der SA. Anteil nähme, was an kulturellen Werten und Werken aus dem Kulturkreis der SA. entstanden sei, trage ben Stempel bes freiwilligen politischen Solbatentums.Wir haben die Kraft und den Wil­len, entsprechend unserer Legitimation als die Sturmabteilungen der Bewegung auch auf kultu­rellem Gebiet der Idee des Führers die Bresche zu schlagen, weil wir daran glauben, daß der Zeit- geift der kommenden Generation der SA. - G e i ft fein muß und sein wird."

Reichsminister Dr. Goebbels

erinnerte an den ihm 1933 vom Führer gegebe­nen Auftrag, das deutsche Kulturleben zu reinigen