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Kußball-Gaukampf Württemberg - Hessen.

In der Stuttgarter Adolf-Hitler-Kampfbahn wird am kommenden Sonntag im Anschluß an die gro­ßen internationalen Leichtathletikkämpfe ein Fuß­ball-Gaukampf zwischen Württemberg und Hessen ausgetragen. Beide Gaue waren bemüht, ihre besten Spieler für diese Begegnung, die beiderseits als eine Art Generalprobe für die kommenden Spiele um den Reichsbundpokal angesehen wird, aufzu- bieten. Die Schwaben, bei denen man eigentlich nur den bejahrten Rutz und den verletzten Bökle vermißt, rechnen natürlich in heimischer Umgebung mit etriem Sieg, aber ebenso hoffen die Hessen, die mit Sonnrein, Pape und Lippert ein famoses Schlußdreieck zur Stelle haben werden, mit einem erfolgreichen Abschneiden. So ist ein spannender Kampf gewährleistet, den folgende 22 Spieler auf­nehmen werden:

Württemberg: Schnaitmann (VfB. Stutt­gart); Seibold (VfB. Stuttgart), Jansen (Stutt­garter SC); Kraft (VfB. Stuttgart), Ribke (Stutt­garter Kickers), Schädler (Ulmer FV. 94); Baier (Stuttgarter Kickers), Koch (VfB. Stuttgart), Seitz (Kornwestheim), Eystele (Stuttgarter SC.), Schrode (Sportfreunde Eßlingen).

Hessen: Sonnrein (FC. Hanau 93); Pape (Spv. Kassel), Lippert (Spog. Gießen 1 900); Reinhardt (FC. Hanau 93), Eisenreich (VfB. Fried­berg), Stiel (Hessen Hersfeld); Bonard (Hessen Hersfeld), Brüssel (Spv. Kassel), Markert, Jordan, Kleim (alle SC. 03 Kassel).

* Die Fußball-Jugend

im Kampf um die Punkte.

Die Spiele der Fußballjugend des Kreises Gießen sind wie folgt eingeteilt:

26. September: Klein-Linden Spielvereiniaung 1900 II; Muschenheim Großen-Linden; VfB.- Reichsbahn III Staufenberg; Spieloereinigung 1900 Rodheim; Krofdorf Watzenborn-Stein­berg; Steinbach Ettingshausen; VsB.-R. Leih­gestern; Wieseck Grünberg; Saasen Lollar; Großen-Linden II DsB.-R. II; Wieseck VfB.- Reichsbahn IV.

10. Oktober: VfB.-Reichsbahn II Spielver­einiaung II; Muschenheim Lich; Staufenberg Wieseck II ;DfB.-R. Spielvereiniaung 1900; Heuchelheim Krofdorf; Rodheim Watzenborn- Steinberg; Großen-Linden Hungen; Garbenteich gegen Ettingshausen; Großen-Buseck Wieseck;

Lollar Alten-Buseck; Klein-Linden DfB.- Reichsbahn III.

VII. Großer Masaryk-Preis.

Deutsche Rennwagen ohne Gegner.

Der Große Masaryk-Preis bei Brünn am kom­menden Sonntag ist wie so viele andere Große Preise seit dem Geburtsjahr der neuen deutschen Rennwagen immer eine Angelegenheit der deut­schen Auto-Industrie gewesen. Hans Stuck auf Auto-Union schlug 1934 den Italiener Fagioli auf Mercedes-Benz und im folgenden Jahr legte dann der junge Bernd Rosemeyer auf Auto-Union den Grundstein zu seiner phantastischen Siegesserie

Rach einer einjährigen Pause erlebt nun dieser Große Preis der Tschechoslowakei, der von dem kürzlich verstorbenen tschechischen Altpräsidenten Masaryk gestiftet wurde, am kommenden Sonntag seine siebente Austragung. Schauplatz ist wieder die 29,142 Kilometer lange Masaryk-Strecke bei Brünn. Die Distanz geht über 15 Runden (437,130 Kilo­meter).

Man kann getrost wieder einen klaren Sieg der deutschen Silberpfeile voraussagen. Das wird noch

Gpielvereinigung 1900 (Hieben.

Obwohl sich die 1900er Leichtathleten unter den obwaltenden schlechten Witterungsverhältnissen nicht in vollem Maße zur Geltung bringen konnten, wie unter regulären Verhältnissen, war ihr Start recht erfolgreich. Am besten machten die Mittelstreckler ihre Sache. Hans Peters gewann die 800 Meter in 2:06 Minuten klar vor E. Reidel (Tv. Heuchel­heim). Ebenso sicher siegte Heinz K l e e m a n n über 1500 Meter Klasse I. Kleemann belegte auch noch über 400 Meter einen zweiten Platz vor Fischer (VfB.-Reichsbahn Gießen). Bei den Sprintern kam Franz Koch auf den zweiten Platz über 200 Meter Klasse I hinter dem vorzüglichen Jung (VfB. Diez) und vor Ulm (Tv. Heuchelheim). Die 100 Meter Klasse II sahen August Niemann knapp an dritter Stelle. Sieger dieses Laufs war der bekannte Frank­furter J.-G.-Mann Maerten. In der Olympischen Staffel erkämpften sich die 1900er in der Aufstellung Peters, Willi Koch, Franz Koch, Kleemann einen schönen Sieg über den Fußballsportverein Frank­furt. In der 4 X 100-Meter-Staffel hingegen mußten sie mit ersatzgeschwächter Mannschaft den Frankfur-

dadurch erleichtert, daß die bekannten italienischen Fabrikfahrer Nuvolari, Brioio und Siena diesmal dem Start fernbleiben. So besteht die Gegnerschaft der Deutschen nur aus den Privatfahrern Sof- fi etti - Italien (Maserati), Rue sch - Schweiz (Alfa Romeo) und Hartmann- Ungarn (Mase­rati). Klar, daß die Deutschen hier nichts zu fürch­ten haben. Mercedes-Benz hat seine Streit­macht außerordentlich gut in Schuß, das haben aerobe die letzten hervorragenden Erfolge schlagend bewiesen. Caracciola, M. von Brauchitsch, Hermann Lang und Richard Seaman stellen ein Quartett dar, das in wunderbarer Ausgeglichenheit die besten Kräfte vereint. Nicht so schlagkräftig, aber natürlich gefährlich genug, erscheint die Mannschaft der Auto-Union, die nach dem Ausscheiden Stucks aus Bernd Rosemeyer, Achille Barzi und H. P. Müller besteht.

Dreiländerkampf im Kleinkaliberschießen.

Seit 1933 findet alljährlich der Fernkampf der Kleinkaliberschützen Deutschlands, Englands und der Vereinigten Staaten statt. Nachdem der erste Wan- derpreis 1935 von USA. endgültig gewonnen wurde, stiftete eine deutsche Firma im Vorjahr einen zwei­ten Wanderpreis, den die Amerikaner diesmal zu verteidigen haben. Verlangt werden 40 Schuß lie­gend freihändig über 50 Meter und Zehner-Ring­scheiben.

tern den Vortritt lassen. Die Jugend hatte ihre er­folgreichsten Leute in Berthold Goß und Karl Röhm. Ersterer wurde jeweils Zweiter im Kugel­stoßen (14,10 Meter) und Speerwerfen (43 Meter), Röhm kam in 2:11,3 Minuten über 800 Meter hinter dem vorzüglichen Frankfurter Nachwuchs auf den dritten Rang vor Gemmer (VfB.-Reichsbahn Gie­ßen). Bei den Frauen hielten sich in Anbetracht der starken Konkurrenz Margret Lösch im 100- Meter-Lauf (Dritte in 14,4 Sekunden) und Elly Richtberg im Hochsprung (Dritte mit 1,30 Meter) recht ansprechend.

VfB.-Reichsbahn-Leichiathletik

Am vergangenen Sonntag startete der DfB.-R. mit einer Mannschaft in Weilburg. Bei regnerischem Wetter konnten die Kämpfe nur unter ungünstig­sten Umständen durchheführt werden, was sich in den Leistungen ausdrückt. Der VfB. trat in der Hauptsache mit Jugendlichen und Frauen an, die sich auch gut schlugen. Bei den Aktiven waren es besonders Herrmann, Pfaff und Stürmer, die mit guten Leistungen aufwarteten. Insgesamt er­rang der VfB.-R. 3 erste, 5 zweite u. 9 dritte Siege.

Heimische Leichtathleten in Weilburg erfolgreich.

Ergebnisse:

Kugelstoßen, Klasse I: 1. Herrmann, VfB.-R., 13,38 Meter; 2. Borrmann, Wiesbaden, 13,12 Meter- 3. Werner, Weilmünster. Weitsprung, Klasse I: 1. Herrmann, VfB.-R., 6,29 Meter. 1500 Meter, Klasse I: 2. Pfaff, VfB.-R., 4:36 Min. 3000 Meter, Klasse I: 3. Stürmer, DfB.°R.

Bei den Frauen ist besonders Gertrud Muhl zu nennen, die im Kugelstoßen 9,40 Meter erreichte und damit Dritte wurde. Diese Leistung bedeutet Vereinsbestleistung. Luise Weber wurde Dritte im Wcitsprung mit 4,42 Meter. Die Frauenstaffel setzte sich diesmal nicht durch. Aber zur UeberraschunH wurde die ebenfalls gemeldete Mädchenstaffel bet den Frauen im Endlauf Dritte.

Die Juaendlichen wurden in der 4X100- Meter-Staffel Dritter und in der Schwedenstaffel Zweiter. In den Einzelkonkurrenzen belegte E. Oeh­ler im Hochsprung den 3. Platz mit 1,50 Meter. Gemmer, Schwarz, Gilbert, die als B-Jugendliche in der A-Klasse starten mußten, konnten sich hier reicht richtig zur Geltung bringen.

Kurze «Sportnotizen

Die letzten deutschen Meisterschaften im F r e i st i l r i n g e n , die im Mittel-, Halb- schwer- und Schwergewicht am kommenden Wochen­ende in Flensburg ausgetragen werden, vereinen die 17 besten deutschen Freistilringer im Kampf, so die Dorjahrssieger Laudien (Ilsenburg), Siebert (Mainz) und Hornfischer (Nürnberg).

Deutsche Berufsboxer werden in der nächsten Zeit in England durch die Seile klettern. Europameister Arno Kölblin tritt am 29. Oktober in London gegen den Engländer Philipps an und unser Federgewichtsmeister Karl Beck (Düsseldorf) kämpft am 30. September in Liverpool gegen Gin­ger Foran (England).

Schreiber/Blersch, die mehrfachen deut­schen Meister im Zweier-Radball, beteiligen sich am kommenden Samstag und Sonntag an einem internationalen Turnier in Wiesbaden. Die Frank­furter starten dann noch in Bonn (16. Oktober), Wickrath (17. Oktober) und Frankfurt a. M. (23. Ok­tober).

Walter von Hütschler belegte bei den »m um die StarbootMeltmeisterschaft im sland-Sund den zweiten Platz hinter dem amerikanischen BootLecky". Der Deutsche siegte auch in der fünften Wettfahrt, so daß er also vier von fünf Fahrten gewann.

Metze und Krewer starten am 26. September auf der Pariser Buffalobahn, wo sie zusammen mit dem Italiener Severgnini einen SteherkampfAus­land gegen Frankreich" bestreiten. Ihre Gegner sind Lacquehay, Paillard und A. Wambst.

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Eerichtskosten

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Gertrud

man in der Geschäftsstelle des G. an oder man zieye einen Anwalt zu Rate. Siehe Amtsgericht, Vor­mundschaftsgericht, Dersäumms- urteil, Rechtsberatung.

Gerichtskosten. Die G. muß meist die Partei tragen, die einen Pro­zeß verliert, ebenso die Kosten, die der anderen Partei entstan­den sind (Anwaltskosten, Zeitver­säumnis, Zeugengebühren). Wird der Prozeß teils gewonnen, teils verloren, so werden die Kosten meist entsprechend verteilt. Der Kläger muß einen Kostenvor- schug zahlen, wenn ihm nicht das Armenrecht bewilligt ist (siehe dort). Will sich die Frau schei­den lasten, so kann sie vom Mann verlangen daß er ihr Prozeß­kosten vorschießt.

Gerichtsstand ist maßgebend für die Erhebung der Klage. Fast alle Klagen kann man im so- genannten allgemeinen Gerichts­stand, d. i. das Gericht, in dessen Bezirk der Beklagte wohnt, er­heben. Scheidungsklagen mästen bei dem Landgericht erhoben wer­den, in besten Bezirk der Mann seinen Wohnsitz hat. Ist der Mann im Ausland, so kann die Schei­dungsklage bei dem Landgericht erhoben werden, in besten Bezirk der Mann in Deutschland seinen letzten Wohnsitz gehabt hat. (S. Ausländerehe.)

Gerichtsvollzieher. Dem E. muß man den Eintritt in die Woh­nung gestatten. Er hat das Recht, sämtliche Räume und Behältniste in der Wohnung zu durchsuchen. Es hat keinen Zweck, mit dem E. zu streiten, er tut nur seine Pflicht. Glaubt man. der G. handle un­

recht, so wende man sich an das Amtsgericht (Vollstreckungsge- richt). Siegel und andere Pfand­zeichen, die der G. angebracht hat, darf man unter reinen Um­ständen ohne ausdrückliche Er­laubnis entfernen, auch wenn man die Schuldsumme schon be­zahlt hat, sonst macht man sich strafbar.

Gerinnen nennt man das Fest- werden bestimmter (kolloidaler) Flüssigkeiten, wie bei Blut durch die Bildung von Vlutfaserstofs und bei Milch durch Zusatz von Lab zu Kasein. Eiweiß gerinnt, wenn es zu schnell heißen Speisen zugesetzt wird.

Geronnene Milch kann immer noch verwertet werden. War die Milch ungekocht, so ist sie als Dick- milch (Stockmilch) sehr erfrischend. Aus ihr kann auch Quark bereitet werden.

Gerson-Diät, kochsalzarme, Mine­ralien- und vitaminreiche Kost, die vornehmlich bei Tuberkulose- Kranken angewandt wird.

Gerste, Eetreidegras, deren Korn zu Brot verarbeitet und als Graupen, Grütze sowie gebrannt als Kaffeeersatz verwendet wird. Gerstenkorn, entzündliche An­schwellung des Lidrands durch Vereiterung des Haarbalgs einer Wimper oder kleinen Drüse des Augenlides. Behandlung: Heiße Umschläge fördern die Reifuna, evtl, durch den Arzt öffnen lal­len. Richt daran reiben!

Gertrud, weiblicher Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutungdie mit dem Speer umzugehen weiß".

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