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Schritt deutscher oder italienischer Staatsmänner vorbeigehen läßt, ohne ihn mit ihren Lügen- meldungen zu begleiten. Es wirkt deshalb wie eine Selbstverständlichkeit, daß aus dieser Quelle vor dem Mussolini-Besuch wiederum der Auf - taktzu einer neuen Hetze gegen die deutsche Außenpolitik kommen mußte, die sich ohne Zweifel in den nächsten Tagen noch verstärken wird. So regelmäßig diese Akttonen inszeniert werden, so wenig kann allerdings übersehen werden, daß sie immer aufs neue eine zer st örerische Wir­kung ausüben, die im umgekehrten Verhältnis zum Wahrheitsgehalt dieser gewissenlosen Erfin­dungen stehen und allein jener Zentrale nützt, von der aus diese Hetzagentin in Paris bezahlt wird. Wenn auch in den letzten Tagen wieder von ver­schiedenen Seiten in ernsthafter Weise die Frage nach einer Verbesserung der deutsch-franzö­sischen Verhältnisse aufgeworfen worden ist, dann ist es an der Zeit, unsererseits- zu fragen, wie lange man sich in Paris noch diese mit Moskauer Geld ausgehaltene Störungszentrale gefallen lassen will.

Zwischenfall in Tunis.

Kommunistische Provokationen gegen italienische Matrosen.

Rom, 21. Sept. (DRV.) Agenzia Stefani mel­det:Während des Aufenthaltes der auf einer Jn- struktionsreise befindlichen SchulschiffeColombo" undDespucci" in Tunis ereignete sich infolge einer Proookatton umstürzlerischer Elemente, die unter den italienischen Kadetten und Matrosen g e - gen den Faschismus gerichtete Pam­phlete zu verbreiten versuchten, ein Zwischen­fall, wobei der bekannte kommunistische Emigrant Guiseppe B r e s c i a n i auf eine Gruppe unbe­waffneter italienischer Matrosen das Feuer er­öffnete und drei von ihnen verletzte: Im Ver­laufe des Handgemenges wurde Bresciani mit sei­nem eigenen Revolver getötet. Das Befinden der drei verletzten italienischen Matrosen ist befrie­digend. Die beiden Schulschiffe haben Tunis pro­grammgemäß wieder verlassen."

Tribuna" erklärt, die Anstifter seien jüdisch- kommunistische Intellektuelle, die seit einem Jahr mit Unterstützung der fran-

Der BOM. und die Mode.

RSG. Der Montag als fünfter Schulungstag im Rahmen der Schulungswoche des BDM. an der Kunstgewerbeschule Offenbach stand un­ter dem ThemaMode". Die Verantwortung, Trä­ger einer ganzen Mädel- und späteren Frauen- aeneration zu sein, fordert eine klare Auseinander­setzung gerade auf dem ureigensten Gebiet der Frau. Es war deshalb selbstverständlich, daß sich der BDM. auch hier auf den Boden unserer Zeit stellte, da er weit davon entfernt ist, Mode- oder besser: den Kleidungsstil dieser Zeit als wirtschaftlichen und kulturellen Faktor von großer Bedeutung zu ver­neinen. Er wird sich im Gegenteil im Bewußtsein seiner Verantwortung und seines gestaltenden Ein­flusses immer enger mit modernem Modeschaffen befassen. Dazu genügt es nun freilich nicht, sich zu den Erzeugnissen und Angeboten der Konfektion, des Handwerks und der Modesalons zu äußern. Es gilt, sich mit den jungen Kräften schöpferischer Modegestaltung ausein­anderzusetzen, eine gegenseitig befruchtende Zusam­menarbeit einzuleiten und in lebendiger und wechselseitiger Einflußnahme den klaren Weg einer deutschen Mode zu finden.

Es war erfreulich, mit welcher Bereitschaft die Offenbacher Schule Einblick in ihr Schaffen gab und wieviel sie zu vermitteln hatte. Das von der Mode- kl ässe bewiesene Können verdient ehrliche und

zösischen Volksfront und des allgemeinen französischen Gewerkschaftsbundes systema­tische Wühlarbeit gegen die italie­nische Kolonie in Tunis richteten. Die Ma­trosen und Kadetten der Schulschiffe feien nicht nur von der Bevölkerung festlich empfangen, sondern auch von der französischen Kriegsmarine kame­radschaftlich aufgenommen worden. Die Provoka­tion habe also nur den Zweck gehabt, diese freund­schaftliche Atmospäre zu zerstören. Die Verantwor­tung dafür treffe einzig und allein die französische Volksfront und ihre Agenten, die sich aus dem übelsten Abschaum politischer Emigranten rekru­tierten.

volle Anerkennung. Was sie pflegt, ist nicht Schnei­derhandwerk im allgemeinen Sinne, sondern dar­über hinaus eigenwilliges, organisches N e u g e - ft alten unter Zugrundelegung einer ebenso pein­lich genauen handwerklichen Technik wie genialen Erfindungsgabe. Die Schulungsteilnehmerinnen konnten die Entstehung verschiedenster Grundschnitte verfolgen, lernten die Exaktheit und Vielfalt in der Anfertigung modischen Beiwerks kennen, das viel Anregungen gab. Ein Lichtbilderoortrag ließ die Geschichte und Entwicklung der Kleidung vom klas­sischen Altertum über die germanische Vorzeit bis in die Dorkriegsjahre und den Kleidungsstil einer Zeit im Lichte ihrer kulturellen und weltanschau­lichen Strömung verstehen. Lebhafte Diskussionen entfachte dann eine Vorführung von Schöpfungen der Modeklasse, die unter dem Vorbehalt beurteilt werden müssen, daß es sich hier immer um ein Vorwärtstasten und Erfinden handelt, das größere Freiheit braucht, als dies das Berufshandwerk zu­gestehen kann. Wie der BDM. zu diesen Versuchen steht, wird schon aus seiner Grundhaltung klar: nicht Sensationen und Extravaganzen zu suchen, sondern eine Einheit von Körper, Kleidung und geistiger Haltung: den Zusammenklang von Per­sönlichkeit und Kleidung unter Ausnützung besten handwerklichen und kunstgewerblichen Kön­nens. E. P.

Aus aller Welt.

Zwei schwere Aulounfälle an Bahnübergängen.

Im Osten Münchens ereignete sich an der unbe­schrankten Ueberfahrt München-Giesing-Perlach ein schwerer Unfall, der zwei Tote und zwei Sch w er- oerletzte forderte. Ein Münchener Personenkraft­wagen rannte in einen Personenzug. Von den vier Insassen des Kraftwagens war einer, ein schwedi­scher Staatsangehöriger, dessen Namen noch nicht festgestellt werden konnte, sofort tot; ein zweiter, der Sattlermeister Jonathan W i n t e r k v i st aus Dästeroik (Schweden) st a r b im Krankenhaus Per-

lach. Die beiden anderen, der Münchener Kaufmann Erhärt und der in München ansässige schwedische Kaufmann Henning Nils so n, erlitten schwere Kopfverletzungen, jedoch besteht bei ihnen keine Le­bensgefahr.

An einem Bahnübergang der Sttecke Prag Schlan ereignete sich bei Dusnik ein Zusammen- sto ß zwischen einer Lokomotive und einem Auto­bus. Die Folgen des Unglücks waren katastrophal. Der Autobus wurde völlig zertrümmert, drei Per­sonen wurden getötet und zwölf verletzt. Bei sieben Personen sind die Verletzungen schwerer Na­tur.

13 Tote bei einem Aulounglück in Iran.

In den Bergen Irans stürzte auf der Fahrt nach Rescht am Kaspischen Meer beim Passieren eines Gebirgspasses ein Schnellastwagen mit Fracht und Reisenden in eine tiefe Schlucht. Sämt- , liche elf Fahrgäste sowie der Lenker und der Bei­fahrer fanden den Tod.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Bei Irland hat sich ein starker Teilwirbel ent­wickelt, der sich südostwärts auf das Festland ver­lagert. Gleichzeitig hat sich über Südeuropa lebhafte Wirbeltätigkeit eingestellt, die Süddeutschland schon neue Verschlechterung gebracht hat. Im übrigen Deutschland herrscht jedoch zur Zeit noch Hochdruck- einfluß vor, der aber bald wieder schwinden wird.

Aussichten für Donnerstag: Voraus­sichtlich unbeständigeres Wetter mit Neigung zu Regenfällen, im ganzen mild, veränderliche Winde.

Hauptschrittleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftlelters: Ernst Blum­schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen» leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D A. VIII. 37: 9090. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange. K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuas- preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf.» mit der

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