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dagegen lagen Metallgesellschaft 0,75 v. H. leichter. Am Elektromarkt waren AEG. mit 134,90 (135) knapp behauptet. RWE. verloren 0,40, Lechwerke 0,75 d. Sy Andererseits stiegen Schuckert um 0,50 v. Sy, Gesfürel um 0,25 o. H. an. Von Bauwerten gewannen Cement Heidelberg 0,50 o. Sy, während Jul. Berger 0,50 v. Sy zurückgingen. Auf den üb­rigen Marktgebieten lagen u. a. Zellstoff Waldhof 0,40 o. H. schwächer, Westdeutsche Kaufhof mit 60,25 unverändert. Reichsbank befestigten sich auf 215 (214,50). Einen stärkeren Kursanstieg hatten noch Rheinmetall mit 159,50 (156,50) zu verzeichnen.

Am Rentenmarkt lagen Kommunal-Umschul- dung mit 94,20 gut behauptet. Reichsaltbesitz erhöh­ten sich auf 126,40 bis 126,50 (126,20).

Im Verlaufe bröckelten die Kurse am Aktien­markt leicht ab. Vereinigte Stahlwerke gingen auf 123,75 nach 124, IG. Farben auf 169,75 nach 170,25 zurück. Von den später zur Notiz gekomme­nen Werten notierten BMW. mit 150,40 (150,75), Deutsche Erdöl mit 152,50 (153). Die ab heute im amtlichen Verkehr eingeführten Vereinigte Deutsche Metallwerke (VDM.--Aktien kamen mit 176 (am 20. Juli 1937 im Freiverkehr 174,50 bis 175) zur Notiz.

Am Rentenmarkt erhöhten sich Kommunal- Umschuldung im Verlauf auf 94,30 (94,20). Von Liquidationspfandbriefen lagen Meininger 0,13 höher, ebenso Pfälzer Hyp. Gold waren gestrichen Geld (100). Reichsbahn-Vorzugsaktien konnten sich um 0,40 v. Sy auf 127,50 befestigen.

Im Freiverkehr wurden Ufa Film mit 72,25, Adlerwerke Kleyer mit 116 bis 116,25 (116,75 bis 116,40) genannt. Tagesgeld unv. 2,25 o. Sy

Abendbörse behauptet.

Bei ruhigem Geschäft lagen die Aktienkurse an der Abendbörse gegenüber dem Berliner Mit- tagsschluß behauptet. Kurssteigerungen hatten u. a. Bemberg mit plus 1 v. Sy, Demag, Verein. Stahl­werke, Hoesch, Goldschmidt mit je plus 0,25 o. H. zu verzeichnen, während Buderus um 1 v. Sy, Conti Gummi, Gesfürel und Metallgesellschaft 0,25 d. Sy, Junghans 0,50 v. Sy leichter lagen. Am Einheits­markt waren VDM. zu 177 (176) gesucht.

Der Rentenmarkt lag wenig verändert. Reichsaltbesitz kamen mit 126,65 (126,75, in Frank­furt 126,50) zur Notiz. 5prozentige Jndustrieobliga- tionen wurden zu unveränderten Kursen umgesetzt. Farbenbonds notierten mit 134,90.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 21. Juli. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W13 211, W16 214, W19 218, W 20 220; Roggen R 12 187, R 15 190, R 18 194, R19 196 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Weizenmehl Type 812 W 13 30,00, W 16 30,10, W 19 30,10, W 20 30,45; Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht­ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber getr. 14,00 Höchstpreise ab Erzeugersta­tion; Heu, gut gesund, trocken, alte Ernte 5,50, neue Ernte 4,40 bis 4,60, Heu drahtgepreßt alte Ernte 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt , gebündelt 2,20 bis 2,40. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 22. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 864 Rinder (142 Ochsen, 118 Bullen, 413 Kühe, 171 Färsen), 1199 Kälber, 45 Hämmel, 30 Schafe, 86 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 30 bis 65, Hämmel 40 bis 50, Schweine 51,50 bis 55,50 Mark.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 569: 12 neue Normblätter über Aluminium-Halbzeug und Technische Lieferbedin­gungen dafür. 570: Prüfungsanforderungen für die Berufe: Holzformenmacher, Achatbohrer, Zink­drücker, Schäfter, Laufschlosser. 571: Die end­gültigen rumänischen Einfuhrquoten für das dritte Vierteljahr.

Buntes Allerlei.

Die Schlange als Vogelsteller.

In den Urwäldern von Uganda (Ostafrika) gibt es Schlangenarten, die die Erjagung ihrer Beute einem merkwürdigen Instinkt verdanken. Es sind unter anderem die Bitis masicornis und die viel größere Bitis gabonica, beides sehr giftige Arten, die aber glücklicherweise im allgemeinen sehr träge sind; in 'Augenblicken der Wut freilich sind sie furchtbare Feinde. Die der großen Art werden bis 1,50 Meter lang; man findet sie meistens auf der Erde zusammengerollt unter verdorrtem Laub, wo sie wochenlang bleiben, ohne sich zu rühren. Die Exemplare der kleineren Art sind mit hornartigen Stempeln versehen, und man trifft sie gewöhnlich im Dickicht. Auf einer Forschungsreise beauftragte der englische Gelehrte Guthbert Christy seine Leute, ihm einige Schlangen von beiden Arten zu besor­gen, um eine bestimmte Menge von ihrem Gift zu erlangen und die Häute zu sammeln. Die Leich­tigkeit, mit der die Eingeborenen diese giftigen Tiere fingen, überraschte ihn. Aber als er die Leute fragte, wie sie das anfingen, verstand er nur die Worte:Vögel im Laub". Er entschloß sich also, selbst mit in den Wald zu gehen und sich an den Ort führen zu lassen, von dem sie die Schlangen gebracht hatten. Als sie dort anlangten, wiesen ihn die Eingeborenen auf eine Menge von Kletterpflan­zen, dem Geisblatt ähnlich, die sich an dem Ge­strüpp emporrankten. Als er die Pflanzen näher betrachtete, bemerkte er, daß an allen Teilen Hun­derte von Früchten hingen, die sich bei der leichte­sten Berührung an seiner Kleidung anhefteten, so

wie an alles, was sie auch nur ganz wenig be­rührte. Anfangs konnte er nicht begreifen, welch ein Zusammenhang zwischen diesen Pflanzen und den Schlangen bestehen mochte, aber sicherlich gab es einen, denn er sah mehrere Schlangen unter die­ser geheimnisvollen Pflanze liegen, obwohl man in afrikanischen Wäldern sehr selten auf die Schlangen stößt. Von den Eingeborenen erfuhr er den Zusam­menhang, den ihm später eigene Beobachtungen be­stätigten. Wenn kleine Vögel über die Pflanze hin­fliegen, so heften sich die Früchte an sie, halten sie fest oder beeinträchtigen doch wenigstens so stark ihre Bewegung, daß die Tiere nicht weiter fliegen können, auf der Erde herumhüpfen und nun leicht von den Schlangen gefressen werden. Die Schlan­gen wissen das und wählen deshalb ihren Aufent­halt mit Vorliebe unter diesen Pflanzen. Die Schlangen sind vermöge ihres Instinktes imstande, zu erkennen, in welchen Gegenden diese mörderische Pflanze, die die Gelehrten Pisonia aculeata nen­nen, wächst, oder sie haben vielleicht durch Erfah­rung gelernt, daß sich unter diesen Pflanzen die in ihrer Bewegung gelähmten Vögel finden, die ihnen leicht zur Beute werden.

Gaunerfrechheit.

Eine Villa in der Umgegend Glasgows wurde zu nächtlicher Zeit von Einbrechern mit ihrem Besuch beehrt. Ihre Parole war: Erst dasGeschäft" und dann das Vergnügen. Dementsprechend steckten die Gauner zunächst für etwa 15 000 Mark Silber­geräte ein, dann erquickten sie sich an Speis und Trank, kochten sich einen erstklassigen Kaffee und

Kugel

Besprengen oder Aufwischen des Bodens sowie durch nasse Tücher, die man zwischen Fenster spannt. Kühlung von Getränken erreicht man, wenn kein Eis vorhanden ist, durch Einwickeln der Flaschen in mit Salzwasser angefeuchtete Tücher, worauf man die Flaschen in Zugluft stellt. Bowlen werden schneller gekühlt, wenn man einen Teller mit Eis auf das Dowlengefäß stellt.

Kugel, Bezeichnung für die Hin­terkeule beim geschlachtetenRind, eines der wertvollsten Fleisch­stücke.

Kuhpocken. Sind eine durch wie­derholte Tierpassage abge­schwächte Form der Menschen­pocken. Beim Kalb erzeugen die Mcnschenpocken nur eine ört­liche Erkrankung und durch wei­tere Impfung von Kalb zu Kalb wird der unbekannte Erreger der Menschenpocken so abge- schwächl, daß er unbedenklich Menschen eingeimpft werden kann. Siehe Impfung.

Kukuruz, in den Ursprungslän­dern Bezeichnung für Mais.

Kulinarisch, entbehrliches latei­nisches Fremdwort mit der Be­deutungauf die Kochkunst be­zogen".K. Genüsse" sind Ge­nüsse der Küche und Kochkunst. Kumarin, farblose Kristalle, der Auszug der Duftstoffe des Wald­meisters, wird als Ersatz bei der Zubereitung von Maiwein so­wie bei Parfümerien verwendet. Kümmel, Samengewürz aus zweijähriger Pflanze, die im ersten Jahr nach der Frühjahrs­saat Wurzeln und Blätter und

Kündigung

im zweiten Jahre Blütendolden und Samen bildet.

Kümmelblättchen, verbotenes Kartenglücksspiel, bei dem Un­erfahrene meist betrogen werden. Kümmelöl, Auszug aus Kümmel­samen, dient zur Zubereitung von Kümmellikören.

Kumys, Milchwein, andere Be­zeichnung für Kefir.

Kündigung. DieKündigung eines Dienstvertrages richtet sich nach den mit den Dienstverpflichteten getroffenen Vereinbarungen. In Ermangelung solcher sind für die Kündigung die gesetzlichen Vor­schriften maßgebend. Darnach kann ein Dienstverhältnis von jedem der Vertragsteile gekün­digt werden: wenn die Ver­gütung nach Tagen bemessen ist, an jedem Tag für den folgenden. Ist die Vergütung nach Wochen bemessen, so ist die Kündigung nur zulässig für den Schluß der Woche (Samstag), und zwar muß sie erfolgen spätestens am Montag. Ist die Vergütung nach Monaten bemessen dann' kann nur für den Schluß des Monats (30. oder 31.) und zwar muß spätestens am 15. gekündigt wer­den. Ist die Vergütung nach längeren Zeitabschnitten bemes­sen, so kann nur auf Schluß des Kalenderoierteljahres (31 März, 30 Juni usw ) und zwar unter Einhaltung einer Frist von sechs Wochen gekündigt werden. Dies gilt bei Lehrern, Erziehern, Gesellschaftern auch dann, wenn die Vergütung nach kürzeren Zeitabschnitten als Vierteljah-

2W

Line neue Kühlglocke.

Sie hat einen Frottö-Ueberzug, der Wasser aufsaugt. Butter wird m der Sommerhitze durch die Wasserverdunstung kühl gehalten und wird nicht weich. Lassen Sie sich diese neue Kühlglocke bei Häuser mal zeigen.

3- D. Häuser. Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.

spielten Billard. Einer von ihnen hatte dabei das Malheur, ein Loch in das grüne Tuch zu stoßen. Beim Abschied hinterließen die Kerle eine Karte, aus der zu lesen war:Wir bitten sehr um Ver­zeihung, daß einer von uns das Unglück hatte, beim Billardspiel das Tuch zu beschädigen. Wir haben schon unserem Genossen, der immer ein miserabler Spieler war, den Standpunkt energisch klargemacht. Um aber den Schaden einigermaßen auszugleichen, fügen wir ein Pfund diesem An­schreiben bei." Tatsächlich lag neben der Karte eine Note.

Eine andere Bande hinterließ in den Häusern, wo sie ihrem lichtscheuen Gewerbe nachging, Briefe, in denen sie herbe Kritik bezüglich der eingenom­menen Speisen übte. In einem Landhaus war bei ihrer Visite der Tisch noch nicht abgedeckt und die Speisen kaum berührt. Doch die Gauner schienen an dem Essen keinen Gefallen gefunden zu haben, denn sie klagten darüber mit nachstehenden Wor­ten:Zum Besten Ihrer eigenen Verdauung raten wir Ihnen ebenso höflich wir dringend, Ihre Küchenfee sofort zu entlassen. Nicht eine einzige Schüssel hat das Frauenzimmer ordnungsgemäß zubereitet; saubere Bestecke scheint sie überhaupt nicht zu kennen, denn wir waren, wie Sie bemerkt haben werden, genötigt, den Schmutz und selbst Grünspan am Tischtuch abzuputzen. Das einzig Ge­nießbare war der Wein; die Sorte hat uns soweit behagt. Im übrigen hoffen wir, daß beim nächsten Male alles in besserer Ordnung ist und wir der Hausfrau nebst dem Personal und insbesondere der Küchenperle, das Zeugnis um einige Noten ver­bessern können."

Recht abfällig äußerte sich ein Einbrecher über die in einer Village getroffenen Sicherheitsmaß­regeln gegen den Einbruch. Er schrieb:

Verehrter Herr! Sie haben, wie die in ihrem Tresor vorgefundene Rechnung desFabrikanten" dartut, über 2000 Mark für elektrische Signal­glocken, Tresorversperrungen usw. verausgabt. Das Geld ist glatt weggeworfen, denn wie Sie bemer­ken werden, gelang es mir mit Leichtigkeit, die Hindernisse außer Betrieb zu setzen. Der Mann, der Ihnen die Anlage machte, ist entschieden ein Gau­ner, denn die Arbeit verrät den Pfuscher, sie ist ab­solut minderwertig und beweist, daß der Instal­lateur es nur auf Ihren Geldbeutel abgesehen hatte. In Ihrem .dreimal gesicherten Geldschrank' fand ich leider nur 700 Mark vor. Den Betrag lassen Sie sich am besten von dem Meister', der die famosen Abwehrmaßregeln traf, zurückerstatten."

Vom grönländischen Moschusochsen.

Ein wertvolles Tier der amerikanischen Polar­gebiete und Grönlands, der Moschusochse, ist durch rücksichtslose Jäger in seinem Dasein bedroht, und in der Times werden nachdrücklich Schutzmaßnah­men der dänischen Regierung gefordert. Wenn ein Eskimo ohne dringendste Notwendigkeit einen Moschusochsen tötet, so droht ihm eine Geldstrafe von zehn Kronen, ungefähr ein Zwanzigstel seines durchschnittlichen jährlichen Einkommens. Leider ist es trotz der ernstlichen Vorstellungen vieler Zoologen noch nicht geglückt, em Gesetz durchzuführen, das das Abschlachten durch Europäer gleichermaßen un­ter Strafe stellt. Schuld daran ist zweifellos die Be­fürchtung der dänischen Regierung, daß Schutzmaß-

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Die Verteidigung einer Herde beim Angriff spielt sich stets so ab, daß ein Kreis gebildet wird, inne> halb dessen sich die Jungen befinden. Dies ist zwaf eine wirksame Maßnahme gegen Bären und Wölfe, doch vollkommen nutzlos gegen Feuerwaffen. Wenn nur noch einige Jäger, verlockt durch den leichten Gewinn, sich weiter an diesen Massenmorden bei teiligen, da große Nachfrage nach dem Fleisch und seitens Zoologischer Gärten und Tierhandlungen nach Kälbern besteht, so ist bei der Zusammendräni gung auf so begrenztem Gebiet das Schlimmste, die völlige Ausrottung in kürzester Zeit zu befürchten. Wie rasch solche Zerstörung fortschreiten kann, be« weist die Feststellung des Professors der Zoologie Jensen von der Universität Kopenhagen, daß in einem bestimmten Jahr der Bestand des sehr viel scheueren Renntieres um 37 000 Exemplare Den mindert wurde. Ein Jäger allein tötet wohl 500 Moschusochsen jährlich.

Abgesehen von Grönland, ist der Moschusochse,j der früher die arktischen Regionen Europas unb Asiens bewohnte, nur noch im arktischen Kanad vertreten, wo er aufs schärfste von der Regierung geschützt wird. Da die Tiere in Alaska völlig aus» gerottet waren, versuchte die Regierung der Ver einigten Staaten, sie dort wieder einzuführen durch! Aussetzung einer Herde von 40 Kälbern, die do Norwegen in Grönland gefangen werden mußten um diese Kälber zu erlangen, wurden aber ganz Herden zerstreut und getötet.

Baden bei Todesstrafe verboten!^

3n diesem Sommer feiert Pillau. die Hafenftadl Königsbergs und Station desSeedienstes Ost Preußen ", sein hundertjähriges Bestehen als Seeba Denkwürdig ist dabei die wohl einzig dastehend Tatsache, daß das Baden am Pillauer Strand bii dahin streng, ja ursprünglich sogar bei Todesstrafe, verboten war des Bernsteins wegen! Erst im Sommer 1837 fiel das Badeverbvt an der ost' preußischen Dernsteinküste.

Pillau feiert sein Jubiläum als Seebad mit einer Reihe festlicher Veranstaltungen. So ist ein Festzug vorgesehen, der vom Bernsteingericht bed Deutschen Ritterordens bis zu der Zwickelverordnuns der Shstemzeit lustige Bilder aus dem Badeleben der letzten fünf Jahrhunderte zeigen wird. Ruch wird ein Wettbewerb ausgetragen, desien Kämp- ser u. a. eine Karre mit Ziegelsteinen 100 Meter weit schieben und fachgerecht abladen müssen.

kurzem sah man u..v. , ,

Moschusochsen im Norden dieser großen Einbuch, tung. Kapitän Ejnar Mikkelsen, der Erforscher bfr ostgrönischen Küste, jetzt Inspektor von ganz Os!, grönland, schätzt die Zahl der Moschusochsen auf 11 000. Eingeschlossen in den schmalen engen Durch, gang zwischen den Eishöhen und dem Meer, finb sie so leicht und gewinnbringend zu töten,' daß sie dem unvermeidlichen Untergang geweiht sind, wenn die Regierung sich nicht zu durchgreifendem Schuz

nahmen für den Moschusochsen zu Unstimmigkeiten [ 7

mit der norwegischen Regierung führen könnten. 1 Der Moschusochse ist in Grönland bis auf ein [iK, m Gebiet, das ein Fünftel der Küste von Kap May «

Norden bis zum Scoresdy Sund in der Mille -j^/ Ostküste umfaßt, ausgestorben. Noch bis vor £ jem sah man zahllose Spuren und Gebeine dec

Neues für den Büchertisch.

Der Neue Brockhaus, Allbuch in vier Bänden und einem Atlas. Band II: FK, ermäßig­ter Vorbestellpreis 10 Mark für die Ganzleinenaus­gabe. I. A. Brockhaus, Leipzig. (123) Der Neue Brockhaus" ist Meister in der Kunst, das zu bringen, was der Mann oder die Frau von heute, was die aufstrebende Jugend in ihm sucht. Der vor­liegende zweite Band zeigt dies deutlich. Hier ist ein Nachschlagewerk im Entstehen, das trotz seiner Beschränkung auf vier Bände und einen Atlas hohen Ansprüchen genügt. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie durch das Drehen der Nummerscheibe am Fernsprecher die Verbin­dung zustande kommt? Oder wie der Werdegang der Kunstseide ist? Wenn Sie sich mit einem Kraftwagen­fahrer unterhalten, werden Sie bald Worte hören wieGänge",schalten",Kupplung" was ist das? Ein Flieger erreicht sein Ziel durch Funk­peilung wissen Sie darüber Bejcheid? Das All­buch bringt seine Darstellungen in einer Form, die auch den Laien schwierige Probleme begreifen läßt. Das ist überhaupt die Stärke des Brockhaus, daß er in einer Sprache redet, die alle verstehen. Ob wir uns über die Farbenlehre, das Gerichtswesen in Deutschland, über die Bedeutung von Matthias Grünewald, über die Berufsausbildung eines In­genieurs oder über das Isländische Schrifttum un­terrichten, ob wir wissen wollen, wie man Honig aufbewahrt, wie die Kohleverflüssigung vor sich geht, welche erste Hilfe bei einem Kreuzotterstich zu leisten ist nie läßt uns das Allbuch im Stich. Zudem wird durch die Aufnahme aller deutschen Wörter, auch der alltäglichen und mundartlichen, ein bedeu­tender Dienst an der deutschen Sprache geleistet. Der ,Neue Brockhaus" erklärt schwierige Begriffe im sprechenden Bild". Die Ausstattung eines Bandes mit Abbildungen ist groß (über 2000 auf etwa 800 Seiten), bunte und einfarbige Tafeln wechseln in lebendiger Folge mit Textabbildungen, Wiedergaben nach Photographien mit Zeichnungen erster Künstler. Vorzüglicher Druck und die geschmackvolle Ausstat­tung seien nicht unerwähnt.

,A u s heiterem Himmel", die Luftfahrt aller Völker in Karikatur und Humor, das lustige Fliegerbuch von R. Roeder und P. S) e n z e. (Kommissionsverlag Emil Krug, Leipzig. Geb. 3 75 Mark.)(579) Ein lustiges Buch, das auf 100 Seiten mit etwa 100 Bildern und luftigen Rei­men die Fliegerei von der heitersten Seite zeigt Etwa 100 typische Fliegerwitze geben dem unter­haltsamen Büchlein eine weitere Bereicherung. Für jung und alt eine fröhliche Lektüre.

Bruno Sy Bürgel: Das Weltbild des modernen Menschen. Das All. Die Erde. Der Mensch. Der Sinn des Lebens. 45. Tau- Md. Preis Ganzleinen 4,50 Mark. Verlag Ullstein Berlin. (132) Was wissen wir von der Ent­stehung und Entwicklung der Erde und des Le­bens? Prüfen wir uns aufrichtig, so müssen wir uns eingestehen, daß unser Wissen vom Werden des Menschen und vom Weg unseres Geschlechtes nicht ohne Lücken ist. Wir suchen dann immer die Meir­ichen, von denen wir glauben, sie könnten uns den Sinn des Lebens enträtseln helfen. Wir glauben der Naturforscher, der Philosoph soll unser' Führer sein. Bruno H. Bürgel, Gelehrter und Philosoph der Sternkunde und Weltenforschung, sagt km Vor­spruch seines Buches der Ausspruch Kants: Die größte Angelegenheit des Menschen ist, zu wissen wie er seine Stelle in der Schöpfung gehörig und recht verstehe, was man fein muß, um ein Mensch .i"' je*tete ih" bei der Herausgabe. Der be­scheidene Umfang dieser Schrift schön schließt es

aus, bis in die letzten Einzelheiten der Probleme; einzudringen; das ist eingehenden Spezialwerlm Vorbehalten. Hier sollte nur der Versuch gemach«! werden, das kaum noch überblickbare Wissen unserer Zeit über Makrokosmos und Mikrokosmos, über bas All und die Erde, über die Entwicklung um« feres Planeten, über das Leben, über die Rätsel, die den Menschen umgeben, in einer Gesarntschan dem interessierten Laien nahezubringen und das ist in hervorragendem Maße gelungen.

"D i e Vortrecker" (Der Südafrikanische Lederstrumpf" Band 1), kart. 3,60, gebt). 4,80 Mk_, undDie deutfche Landnahm e" (Der Süfr- afrikanische Lederstrumpf" Band II), kart. 4 gebb. 5,20 Mark. Von Bernhard Voigt. (Verlag 'fiutnu. Voggenreiter, Potsdam). (569) In diesen Bia- chern erzählt ein alter Afrikaner, ein Mann, der als ausgezeichneter Kenner Süd- und Südwestasti.- kas gilt, der einst als Leiter an der Spitze des gesamten Schulwesens Deutsch-Südwestafrikas ftanb. 3n dem ersten Band seinesSüdafrikanischen Lederstrumpfs" (Die Vortrecker) schildert er den gro­ßen Zug der Buren vor 100 Jahren in das San» der Zulu, der zweite Band berichtet über die deut­sche Landnahme in Südwest. Die weite füdafrikani- sche Landschaft mit ihren großen Reizen, aber auch mit ihrer Kargheit und Spröde und ihrer flint* mernben Sonnenglut sieht das geistige Auge des Lesers dank der vollendeten Gestaltungskraft des Verfassers greifbar nahe, zugleich werden die Men- sthen dieses Landes, die Bauern, Soldaten unb Jäger, die Eingeborenen und der Zusammenprall zweier Rassen mit all seiner Tragik in meisterhafter Schilderung dargestellt. So wird hier dem Menschen im deutschen Mutterland durch einen berufenen unb erfahrenen Sprecher deutsches Schicksal in Süd­westafrika eindringlich nahegebracht, zugleich auH gezeigt, was jenes wunderbare südwestafrikanischll Kolonialland für uns als Volk und Reich bedeutet hat und allezeit bedeuten wird. Zwei vortreffliche Bücher, denen man viele Leser wünschen muß. , Die neue Mongolei. Nach Joseph Ge­letas Tagebuch von Ladislaus Fordath. Mit 51 Abildungen. (Schützen-Verlag, Berlin.) (5) Der Leser dieses Buches erlebt im Geiste die über­aus wechselvollen Schicksale des ungarischen Inge­nieurs Geleta mit, der mit Hilfe von russischen' Schmugglern aus bet russischen Kriegsgefangenschaft: entkommt, über die mongolische Grenze gelangt uni1 rln»n-?*e !Me Mongolei mit der ganzen Ausschlieh" 1 leine höchst abenteuerliche Reise

mit sich bringt. Land und Leuste werden in bem -ourf)6 außerordentlich anschaulich geschildert, ebenso« emdnnglich die mannigfachen inneren Ausein­andersetzungen und Aufbauschwierigkeiten während der fast zehnjährigen Zeit Geletas in jenem Lanbe. Ueberaus fesselnd ist tue Art, in der die oiel- talhgen Abenteuer erzählt werden, so daß der Leser erfüllt ^bmsberichts stets von großer Spannung

Einfache Buchführung für Hanb- s k s b e t r i e b e, Heft 6 der Schriften bes Deutschen Handwerksinstituts, Berlin. (Verlag füll c unö bewerbe G. m. b. Sy Berlin-Li'chter-

felbe 1 Preis 0,90 Mark.) (597) Der Reichs- stand des Deutschen Handwerks hat diese Schrift als Grundlage für Aufbau handwerklicher Buchführungen) bestimmt. Der Zweck und die Zusammenhänge der Vuchfuhrung, sowie die Einrichtung der einzelneir Buches sind in allgemein verständlicher Form er­klärt. Durch anschauliche Beispiele wird in die Pra- £is der Buchhaltung eingeführt.

Htr seit Wen s iss niemt wefen mäi ' heute n goon der Mionen Pirole H daß an '.Ischastk Uierung d in Sollte * Ms eir üfnmi!rf)u selbst au marfierfe 'üt, gen frort stark T^djte, Df InbireHer Wn sich Hol anbiei

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