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Oie Malerei auf neuen Wegen.

Eindrücke von der Großen Deutschen Kunstausstellung 1937.

Von unserem Sonderberichterstatter.

ewige

vor

Betrachter unverständlich zu bleiben

Zwei Fragen von grundsätzlicher Bedeutung tau­chen vor dem bunten Konterfei der Wirklichkeit auf: Wie setzt sich der heutige Maler mit dem Pro­blem der Farbe auseinander? Und welche Grenzen sind dieser Malerei gezogen? Wo es sich um ein Festhalten des Tatsächlichen, der gegen­ständlichen Welt handelt, da muß sich der Maler über die Aufgaben und Möglichkeiten der Photo­graphie im Klaren sein. Was dieses hochentwickelte Kunstgewerbe auszudrücken vermag, das soll der Maler ihm ruhig überlassen und den Betrachter nicht zu der Frage drängen: Warum malst du das? Das Tätigkeitsgebiet des Künstlers der Pa­lette wird auch in Zukunft umfassend genug blei­ben. Denn sein wichtigstes Ausdrucksmittel ist die Farbe. Wo er sie beherzt anpackt und ein klarer Wille zu stilisierender Komposition erkennbar ist, da wird jede Frage nach der Existenzberechtigung der Malerei verstummen. So scheinen uns auch von den in München gezeigten Bildern diejenigen am vernehmlichsten in die Zukunft zu weisen, die weder der Versuchung erliegen, ins Zeichnerische abzugleiten, noch mit übergreller Herausstellung leuchtender Grundfarben den schillernden Impres­sionismus zu überwinden bestrebt sind. Wo sich der gesunde Drang zur klar umrissenen Ge­gen st ä n d l i ch k e i t mit einem überlegen aus­wählenden Farbenwillen, vereinigt zu einer male­rischen Komposition, die weder poetisch schwärmt noch nüchtern schildert, sondern die Welt mit der verhaltenen Energie des strengen, aber vitalen deut­schen Menschen der Gegenwart sieht und meistert, da ist die Repräsentans der Großen Deutschen

München, im Juli.

Das neue Haus der Deutschen Kunst ist durch die Münchener Feiern allen Volksgenossen in Wort und Bild ein anschaubarer Begriff geworden. Nicht geringere Aufmerksamkeit verdient jedoch die Große Deutsche Kunstausstellung 1937, die als erste gesamtdeutsche Schau seit der Macht­ergreifung Adolf Hitlers vom Stande der bil­denden Kunst Zeugnis ableat. Die jährlichen Aus­stellungen an diesem Orte, die einzigen ihrer Art, sollennur das Vollkommenste, Fertigste und Beste zeigen, was deutsche Kunst zu vollbringen vermag". Nach den Worten des. Staatskommissars für das Haus der Deutschen Kunst, Gauleiter Adolf Wag­ner, hatProblematisches und Unfertiges jetzt und nie im Hause der Deutschen Kunst Aussicht auf Aufnahme". Dem betont repräsentativen Charakter der Ausstellung entsprechend, darf man also in den hier zusammengestellten Arbeiten einen Quer­schnitt durch die augenblickliche Leistungsfähigkeit der bildenden Künstler in Deutschland sehen und zugleich gewiß sein, daß die gezeigten Werke hin­sichtlich ihrer geistigen Haltung und künstlerischen Technik die ausdrückliche Billigung der kulturpoli­tisch verantwortlichen Stellen gefunden haben.

Ein Gang durch die schönen Räume, vorbei an rund 900 Gemälden, Plastiken, graphi­schen Blättern und Plaketten, gibt dem aufmerksamen Betrachter mancherlei wichtige Auf­schlüsse. Verbietet es die große Zahl der Künstler und Werke, das einzelne zu würdigen und diesen oder jenen Namen vor anderen herauszuheben, so läßt sich als durchgehende Gemeinsamkeit doch die­ses sagen: Die deutschen Maler der Gegenwart, die Anspruch auf eine repräsentative Stellung erheben, haben zurückgefunden zur Form! Was das bedeutet, ermißt man am besten, wenn man sich an die Auflösung von Gestalt und Maß in der Epoche des Impressionismus und des Expressionis­mus erinnert Unter den Bildern im Haus der Deutschen Kunst wird man keines finden, das nicht erfüllt wäre von dem Verantwörtungsbewußtsein des Malers gegenüber der natürlichen Gestalt des menschlichen Körpers und dem Gestalthaften in den Motiven der dargestellten Außenwelt. Mag dem ästhetisch Gebildeten diese durchgreifende Aenderung in formaler Hinsicht weniger wichtig erscheinen als die Frage nach dem Ausdruckswert des Kunstwerks, so darf die kulturpolitische Bedeutung dieses Stel­lungswechsels doch nicht unterschätzt werden. Denn die verhängnisvolle Entfremdung zwischen Kunst und Volk, die in der Systemzeit fast jedes Ver­ständnis zwischenmoderner Malerei" und dem gesunden Menschenverstände des einfachen Betrach­ters auslöschte, jetzt einer neuen Anteil­nahme des Volkes am Schaffen feiner Maler weichen soll, bann müssen Künstler und Volk zu­nächst wieder lernen, eine gemeinsame For­mensprache zu sprechen. Diese Erkenntnis hat

sich deutlich Bahn gebrochen I Kunstausstellung 1937 am überzeugendsten erwiesen.

Aus dieser Grunoeinstellung ergeben sich Folge-! Johannes Jacobi,

rungen für die Motivwahl. Abstrakte Vor- *

würfe fehlen vollständig. Dafür feiert die Romantik deutschen Wesens ein malerisches Fest im künstlerisch gehöhten Nachbilden der Natur in allen ihren Erscheinungsarten. Von derRomantik der Sachlichkeit", die den arbeitenden Menschen und die Gegenstände der Außenwelt mit Ehrfurcht der Schlichtheit alles Wirklichen darstellt, bis zur Phantasiewelt unserer Märchen und Sagen, von der Verherrlichung des politischen Kämpfers bis zur gemütvollen Versenkung in die poetischen Reize idyllischer Naturstimmungen ist alles vertre­ten, was je die deutsche Seele zur gestaltenden Aus­einandersetzung angeregt hat. Kein Wunder, daß uns vielfach Anklänge an frühere Stil­perioden begegnen. Die tonige Malweise der Niederländer und die Holzschnitt-Technik eines Dürer z. B. beweisen an vielen Stellen ihre nach­wirkende Kraft ebenso wie der zeitlose Realismus akademischer Tradition. Aber nirgends ist es Ab­klatsch, stets überzeugt die überlegene Technik und das gründliche Können. Schließlich ist es wichtiger, zunächst einmal ein Ei oder ein Sektglas auf einem Stilleben, das Opalisieren eines klaren Wasser­laufs oder das Antlitz eines Menschen malen zu können, als mit ungestalteter Ausdruckswut dem

SJlxfpoit

262 Kilometer

im Eegelflug-Doppelsitzer.

Unsere NSFK.-Segelflieger, die in letzter Zeit manche prächtige Leistung vollbrachten, rasten nicht. Immer wieder sind sie bestrebt, die erflogenen Leistungen durch noch bessere abzulösen. So hat am 19. Juli der Segelflug-Hauptlehrer -Bergens der NSFK.-Segelslugschule Trebbin mit einem Doppel­sitzer-SegelflugzeugKranich D/4/556" einen Streb kenflug von Trebbin nach Neumarck bei Breslau (262 Kilometer) durchgeführt. Er startete mit einem Flugschüler aus einer HJ.-Luftsportschar im Flug­zeugschlepp in Trebbin.

Segelflugzeug-Modell aufgroßerZahrt

LPD. Der Jungflieger Karl P ä l ck e von der Flieger-Ortsgruppe Friedberg startete vom hiesigen Wartturm sein selbstkonstruiertes und selbst- gebautes Segelflugzeugmodell. Der Erbauer rech­nete mit einem nur kurzen Probeflug, um so größer war jedoch seine Freude, als das Modell in ein sehr wirksames Warmaufwindgebiet geriet und mit südlichem Kurs auf Strecke ging. Das Modell über­flog Ober-Wöllstadt und Affenheim und schlug dann

westwärts Richtung Taunus ein. Noch bei Rodheim war derVogel" sichtbar, dann entschwand er in großer Höhe in Richtung Bad Homburg. Es ist begreiflich, daß der erfolgreiche Erbauer gerne wie­der in den Besitz des Hochleistungsmodells käme. Hoffentlich tragen diese Zeile» hierzu bei. Das Modell ist ein Schulterdecker, Spannweite 1,20 Meter, silbergrauer Anstrich, BeschriftungMöve". Nachrichten erbittet die Ortsgruppe Friedberg der Gruppe 11 des NSFK., Friedberg, Im Krämer 8.

Unsere Schwimmer gegen England

Deutschlands Schwimmer tragen am Fteitag und Samstag in Wembley den dritten Länderkampf gegen England aus. Aus dem bisher nur Wasser­ball und Staffel umfassenden Programm ist ein großer Kampf geworden, der das gesamte olym­pische Schwimmprogramm umfaßt. Deutschlands Schwimmer bestreiten mit dem dritten Kampf gegen England auch den vierten Kampf innerhalb weniger Wochen. Ein deutscher Sieg im Gesamtergebnis ist als sicher zu erwarten. Ein Gewinn sämtlicher Wettbewerbe wie in Darmstadt gegen Frankreich dürfte aber ausgeschlossen sein.

Großer Tag des Gießener Radsports.

Um denGroßen Gtrahenpreis". 70 Fahrer am Start.

Die am Sonntag stattfindenden Radsportveran­staltungen des Gießener Radfahrer-Vereins von 1885 werden eine Großveranstaltung des Gaues XII im Deutschen Radfahrer-Verband darstellen. Der Veranstalter hat es schon immer verstanden, sowohl feine Straßen- als auch Bahnradrennen aus einem hohen sportlichen Niveau zu halten. Durch die Teil­nahme erstklassiger Fahrer wurde stets guter Sport geboten. So wird es auch am Sonntag sein. Schon früh morgens um 6 Uhr ist der Start zum Stra­ßenrennen über 165 Kilometer um denGroßen Straßenpreis". Don der Volkshalle führt das Ren­nen über Reiskirchen Lindenstruth Grünberg Geilshausen Kesselbach Londorf Allen- dorf Treis Mainzlar Staufenberg Lol­lar zurück nach Gießen. Diese Rundstrecke ist von den Fahrern dreimal xu durchfahren. Das Ziel ist ebenfalls vor der Volkshalle. Die Rennstrecke ist eine der idealsten in der Umgegend von Gießen. Mit Ausnahme einiger Ortsdurchfahrten sind die Straßen durchweg Kleinpflaster und Asphalt. Auch stellen die Höhenunterschiede nur wenig Anforde­rungen an bib Fahrer so daß mit einem der schnell­sten Rennen zu rechnen ist.

Das' Rennen um benGroßen Strafjenpreis" wirb in zwei Klassen ausgefahren Die 8-Klasse- Fahrer erhalten eine Vorgabe von 3 Minuten, die zunächst von den ^-Klasse-Fahrern eingeholt wer­den muß. Insgesamt 70 Fahrer gehen an den Ablauf. Wenn man die Startliste übersieht, kann man die Feststellung machen, daß ein solches Aufgebot von A-FahrerN wohl selten bei einem der diesjährigen deutschen Straßenrennen anzutreffen war. Zunächst finden wir auf der Startliste den mehrfachen deutschen Meister und Olympia-Kandidaten Fritz Scheller (Schweinfurt). Er vertritt seit mehreren Jahren die

deutschen Farben bei sämtlichen internationalen Amateurrennen. Weiterhin den Schweinfurter Sch ent, Sieger vonRund um Frankfurt 1937". Mit Balling (Schweinfurt) kommt ein sehr gu­ter Fahrer. Bartkowsky (Schweinfurt) holte sich erst vor wenigen Sonntagen denGroßen Preis vom Main". Auch der Schweinfurter Seu = fert wird zu beachten sein. Aus dem Westen des Reiches geht ebenfalls ein großes Aufgebot oon Fahrern an den Start. Von den Bekanntesten sind hier tu nennen W. Meurer, der beste west­deutsche Amateur. Sein Vereinskamerab Bött­cher ist ein sehr beständiger Fahrer, der in der Nationalmannschaft in diesem Jahre an zweiter Stelle rangiert. Mit Seidel geht der stärkste Ver­treter des Ruhrgaues an den Start. Auch aus dem benachbarten Frankfurter Gau ist eine Anzahl Fahrer vertreten. Hier ist es in erster Linie Fe u e r b a ch (Mitglied der Nationalmannschaft). Alle anderen Fahrer aufzuführen, würde zu weit fuhren. Für das Gießener Publikum wird es von starkem Interesse sein, wie sich unsere Favoriten Neumann unb Preis bei biefen Spitzenkön­nern zurechtfinben. Sie werden alles daransetzen, um ihre Anhänger nicht zu enttäuschen.

Wer wird Sieger?

Diese Frage wird sich wohl mancher Radsport­anhänger am kommenden Sonntag stellen. Wird es einer der Hauptfavoriten oder wird es einen Außenseitersieg geben. Auch die nicht namentlich ausgeführten Fahrer aus Hannover, Aachen, Er- furt, Frankenthal, Duisburg, Dortmund, Köln, Kas­sel und Frankfurt können auch gar leicht den Sieger ! - ".Wenn es feine großen Ausfälle durch Ma­terialschaden geben wird, was bei der Beschaffen- ijeit der Rennstrecke wohl kaum anzunehmen fein

wirb, so bürsten als ernste Favoriten in erster Linie die beiden W. Meurer (Köln) und der deutsche Meister Fritz Scheller in Frage kom­men. Wenn wir nun die internationale Erfahrung und insbesondere die Spurtschnelligkeit, die bei die­sem Rennen wohl besonders ausschlaggebend sein wird, in Betracht ziehen, so sollte der Sieger des Großen Goldradpreises von Gießen 1937" Fritz Scheller heißen, denn fein Sieg am vergangenen Sonntag in Kopenhagen hat gezeigt, daß er in diesem Jahre wieder in Hochform ist.

Neben dem Rennen um denGroßen Straßen­preis" läuft noch ein Jugendrennen und zwar ha­ben die Jugendfahrer eine Rundstrecke, d. h. 55 Kilometer, zu bewältigen. Bei diesem Rennen geht eine Anzahl Jugendlicher aus dem Gau Nordhessen an den Start.

Durchfahrtzeiten.

Die Durchfahrtzeiten für die einzelnen Orte sind wie folgt:

1. Runde Uhr

2. Runde Uhr

3. Runde Uhr

Gießen

6.00

7.35

9.10

Reiskirchen

6.20

7.55

9.30

Lindenstruth

6.25

8.00

9.35

Grünberg

6.35

8.10

9.45

Geilshausen

6.45

8.20

9.55

Londorf

6.55

8.30

10.05

Allendorf

7.00

8.35

10.10

Treis

7.07

8.42

10.17

Mainzlar

7.15

8.50

10.25

Staufenberg

7.20

8.55

10.30

Lollar

7.23

8.58

10.33

Das Ziel wird

gegen 10.45

Uhr erreicht

werden.

Die Organisation des Kennens.

Um Unfälle bei dem Rennen zu vermeiden ist es polizeilich verboten, daß außer den besonders gekennzeichneten Begleitfahrzeugen kein privates Auto oder Kraftfahrzeug das Rennen begleiten darf. Falls Radsportanhänger die Fahrer an ein­

zelnen Bergen sehen wollen, wird es ratsam fein, frühzeitig die Plätze einzunehmen. Die Polizei sowie der Verkehrsdienst des NSKK. sind angewiesen, Zu» schauer, die gegen die Vorschriften verstoßen zur Anzeige zu bringen. Es wird deshalb an das sport­liche Ehrgefühl appelliert, größte Rücksicht auf die Teilnehmer des großen Rennens zu nehmen.

Für die Gießener Anhänger wird es empfehlens» wert sein, sich besonders in der Nähe des Zieles aufzuhalten, da dort eine Großlautsprecheranlage angebracht ist, die einzelne Rennberichte von dem Kampf auf der Strecke geben wird. Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Die Kaiserallee bleibt am Sonn- tagoormittag für sämtlichen Fahrzeugverkehr ge­sperrt.

16. Etappe 6erTour".

Wengler (Deutschland) Dritter.

Nur noch 40 Sekunden trennen den Franzosen Lapsbie von dem Spitzenreiter der Tour de France, dem Belgier S. Maes. Lapsbie belegte am Mitt­woch in der 16. Etappe von Pau nach Bordeaux über 235 Kilometer hinter seinem Landsmann Choque den zweiten Platz und machte gegenüber dem erst als 24. eintreffenden Maes 2:23 Minuten gut. Bester Deutscher war Wengler, der den dritten Platz belegte.

Eine Sonderwertung fürBergsteiger".

Bei der Tour de France, deren weitere Strecke jetzt durch ebenes Gelände ohne nennenswerte Stei­gungen führt, wurde eine Sonderwertung fürBerg­steiger" durchgeführt. Gewertet wurden dafür 16 Hochpässe und hier erreichte der Belgier 23 er» waecke mit 114 Punkten die beste Leistung vor Vicini mit 96, S. Maes mit 90 und dem Spanier Berrendero, der allein auf der zweiten Pyrenäen- Etappe 30 Punkte eroberte, mit 75 Punkten. Von den Deutschen ist Erich B a u tz in der Liste ent­halten; mit zehn Punkten für seinen ersten Platz auf dem Elsässer Belchen steht er an 19. Stelle.

Großer Preis von Deutschland für Rennwagen.

tlni den Preis des Führers.

Die Nennungsliste zum 10. großen Preis von Deutschland ist größer denn je. Man hat den Ein­druck, als wollte alle Welt, als wollten die schnell­sten Fahrer Europas auf den schnellsten Automo­bilen der Welt sich nochmals ein Stelldichein geben! Silles ist vertreten, was einen Namen von europäi- schem Klang hat. Keiner möchte fehlen, wenn am 25. Juli der große Kampf um denPreis des Führers" beginnt. Zum dritten Male wird die­ser Kampf jetzt ausgetragen: im Jahre 1935 ge­wann Tazio Nuvolari auf Alfa Romeo diese wertvolle Trophäe, im Jahre 1936 war es der junge Europameister Bernd Rosemeyer auf Auto-Union. Wer wird es 1937 sein?

3n drei Kontinenten sind die deutschen Wagen auch in diesem Jahre siegreich gewesen: in Afrika, in Amerika und bei den großen Rennen, die bisher in Europa ausgetragen wurden. Alfa Romeo ver­bucht zwei Siege: im Rennen von Mailand und im Großen Preis von Rio de Janeiro. Mercedes- Benz siegte in Tripolis und auf der Avus. Die Auto-Union im Eifelrennen, in den USA. und nunmehr im Großen Preis oon Belgien! Wer so fragen wir immer wieder wer und welche Marke wird den Sieg auf dem Nürburgring er­kämpfen?

Die Auto-Union kommt mit ihren besten Leuten: Bernd Rosemeyer, Hans Stuck, Ernst von Delius, Rudolf Hasse und H. P. Müller fahren den Sechzehnzylinder des Zwickauer Werks. Wird der Sieg wiederum von der Auto-Union erfochten werden?

Mercedes-Benz kommt mit wohlausge­rüsteter Streitmacht zum Nürburgring. Rudolf Caracciola, M. v. Brauchitsch, Hermann Lang, R. Seaman und Ch. Kautz sind die Vertreter des Untertürkheimer Werks. Kein Zweifel, daß man dort gewaltige Anstrengungen machen wird, um mit dem Preis des Führers dem Mercedes-Stern neuen Glanz zu verleihen!

Die Scuderia-Ferrari schickt drei Männer bester Klasse auf ihren oftmals siegreichen Alsa-Ro- meo-Wagen: Tazio Nuvolari, Dr. Farina und einen dritten Mann, wahrscheinlich (Tonte Trossi!

Auf Alfa- Romeo starten ferner noch: die Italiener Belmondo, Minozzi, Balestrero, der Schweizer Ruesch, der Franzose Sommer und der Engländer Evans!

Sieben Maserati starten ebenfalls am Nür­burgring, an der Spitze ein guter alter Bekannter, Paul Pietsch, so dann die Ungarn Hartmann und Graf Festetics, die Italiener Soffietti, Cortese, Te- agno und Severi!

Das offizielle Training zumGroßen Preis von

Deutschland" findet am Donnerstag, Freitag und Samstag vor dem Rennen statt, und zwar: am Donnerstag in der Zeit oon 10 bis 16 Uhr, am Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag oon 9 bis 16 Uhr.

An Geldpreisen sind für dieses Rennen insgesamt 43 000 Mark ausgesetzt. Außerdem erhält der Sie­ger des Rennens den Preis des Führers. Veran­stalter des Rennens ist die Oberste Nationale Sport­behörde für die deutsche Kraftfahrt, die ihrerseits die Durchführung dem NSKK., Motorbrigade West­mark, übertragen hat. Die Ergebnisse desGroßen Preises von Deutschland 1937" werden für die deutsche Meisterschaft für Kraftwagen gewertet, in der bisher Bernd Rosemeyer mit fünf Punkten führt. Das Rennen geht über 22 Runden der Nordschleife, das sind insgesamt 501,8 Kilometer. Beginn des Rennens Sonntag, 25. Juli, vormittags 11 Uhr, voraussichtliches Ende gegen 14.45 Uhr!

Kurze ©portnotigen.

Bei ben panamerikanischen Spielen in Dallas im Staate Texas siegten die Amerikaner in allen leichtathletischen Wettbewerben.

Am Großen Autopreis von Monaco, der am 8. August auf der 3,18 Kilometer langen Sttecke um das Kasino von Monte Carlo entschieden wird, beteiligt sich die Auto-Union mit drei Wagen, die oon Rosemeyer, Delius und Stuck gesteuert werben. Mercedes-Benz entsendet vier Wagen. Die Auto-Union wird auch den Acerbo-Pokal auf der schwierigen Rennstrecke oon Pescara in Italien mit drei Wagen beschicken.

Weltmeister im Florettfechten der Männer bei den Fechtmeisterschaften in Pakis wurde der Olympiasieger Italien mit 3:0 Siegen vor Frankreich (2:1), Oesterreich (1:2) und Deutschland mit drei Niederlagen. Im Frauen-Florett siegte Ungarn vor Deutschland, Dänemark und England.

Deutschlands Wasserballer besiegten am Sonntag vor 3000 Zuschauern in Haarlem die Holländer mit 5:1 (2:0). In die fünf deutschen Tor. erfolge teilten sich: Schulze (2), Strauß (2) und Schneider.

^ofef Märitz-München, der bekannte deutsche Motorradrennfahrer, ist im Münchener Krankenhaus an den Folgen einer Operation ge­storben.

Nurmis 1 0 000 - M e te r - R e k o r d von 30:06,2 Minuten, aufgestellt am 31. August 1924 in Kuopio, wurde jetzt von dem Finnen Salminen mit 30:05,5 um 7/io Sekunden in Kouvola unter­boten.

Das Auge fleht, oh das Ohr gut hört.

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