Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters- Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W Lange (beurlaubt). Vertreter: Ernst Blumschein: für Feuilleton: Dr Hans Thyriot für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigen« leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein D 21 VI 37 9104 Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange. K.-G-. sämtlich in Gießen. Monatsbezuas« preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzeloerkoufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit b«
Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig
erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte erfolgte bei mehreren Verurteilten auf drei bzw. zwei Jahre.
In der Urteilsbegründung wies der Vorsitzende, Landgerichtsrat Dr. H e i d e r, darauf hin, daß das Gericht kein Urteil über die Kirche oder ihre Einrichtungen zu fällen gehabt Hobe. Es seien lediglich die nachgewiesenen Straftaten zu verurteilen gewesen. Sie hätten einmal mehr ein Bild von Verrohungen und Verwirrungen gezeichnet, das bei jedem sittlich gefestigten Menschen Grausen und Ekel hervorruft.
Aus aller Welt.
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Der Dirigent der Weihestunde der 500 000. Kapellmeister Behr, der u. a. bei der Weihestunde der 500 000 des 12. Deutschen Sängerbundesfestes dirigieren wird. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Hauptversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins in Kufstein.
Auf der Hauptversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins in Kufstein begrüßte Professor Dr. von K l e b e l s b e r g die Gäste aus nah und fern, sowie die Abgesandten der befreundeten Vereine des Auslandes Der Landeshauptmann von Tirol, Dr. von Schumacher, überbrachte den Gästen aus dem Reich die Grüße seiner Heimat und bekundete die Treue der Tiroler dem deutschen Volk und dem Alpenverein gegenüber. Der Bürgermeister von Kufstein, P i r m o s e r, gedachte der um die Entwicklung der Sektion Kufstein verdienten Männer. Der Sportkommissar der Oesterreichischen Turn- und Sportfront würdigte die Bedeutung der Bergsteigeraruppe innerhalb der Leibesübungen treibenden Verbände.
Dann gedachte der Präsident der K a t a st r o p h e am Nanga Parbat. die sieben der tüchtigsten deutschen Bergsteiger und neun ihrer wackeren Helfer dahingerafft hat, an der Spitze den Leiter des Unternehmens, Dr. Karl Wien, der seit 1932 Mitglied des Hauptausschusses war. Stehend ehrte dic Versammlung das Andenken dieser Helden und gedachte auch der Opfer der früheren Nanga-Par- bat-Katastrophen. In seinem Tätigkeitsbericht erinnerte der Präsident an die Tagung in Garmisch- Partenkirchen. Das praktische Ergebnis des 11. Juli
1936 für den Alpenverein sei die Aufhebung der Reisesperre gewesen, die eine starke Mit- gliederzunahme zur Folge hatte.
Der Derbandsausschuß - Vorsitzende Dinkel- a ck e r und Forstmeister E p p n e r setzten sich für die Verwirklichung der Naturschutzbestrebungen ein. Mit dem Verein „Naturschutzpark" Stuttgart sei ein Abkommen über eine Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung des Tauern-Naturschutzparks zustandegekommen. Dieser Naturschutzpark sei der größte in Europa und übertreffe selbst den Schweizer Naturschutzpark.
Der Haushalt, der mit einem Voranschlag von 778 000 RM. abschließt, wurde von Schatzmeister Dr. Weiß erläutert. Den wichtigsten Punkt der Tagesordnung bildete die Neufassung der sogenannten Tölzer Richtlinien Dr. M e y d i n g (Landsberg) schlug vor, den Hauptausschuß zu bevollmächtigen, bis zum 1. August 1938 im Rahmen des vorliegenden Entwurfs die Richtlinien nach Anhörung der Sektionen in endgültiger Fassung herauszugeben. Für die satzungs- mäßia ausscheidenden Hauptausschußmitglieder wurden Fritz Bechtold (Trostberg), Karl Buntrock (Aachen), Dr. Hartmann (München), Dr. Fuchs (Danzig), Dr. Wesseley (Linz) neugewählt. Zum Tagungsort der nächsten (64.) Hauptversammlung wurde Friedrichshafen bestimmt. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefaßt.
Insgesamt waren 345 Sektionen mit 1528 Stimmen vertreten, davon 250 reichsdeutsche und 95 österreichische.
Ehrenpreis des Führers für die Internationale Hundeausstellung in Paris.
Der Führer und Reichskanzler hat, einem Antrag des Reichsverbandes für das deutsche Hundewesen entsprechend, für die vom 23. bis 25. Juli in Paris stattfindende internationale Ausstellung von Hunden aller Rassen einen Ehrenpreis gestiftet. Der Preis, eine mit Bernstein besetzte, vergoldete Silberschale, eine Arbeit des Goldschmieds L e t t r e, ist bestimmt für den besten Hund deutscher Rasse
Lebhafter Besuch im haus der deutschen Kunst.
Das Interesse für die Kunstausstellung München 1937 im Haus der deutschen Kunst ist außerordentlich stark. Seit der Eröffnung ist nicht nur ein sehr reger Besuch, sondern auch ein guter Verkaufserfolg festzustellen. Die Gesamtsumme der bis jetzt abgeschlossenen Verkäufe ausgestellter Kunstwerke erreicht die Höhe von annähernd 250 000 Mk.
Großer Erfolg der Ausgrabungen in Olympia.
Der Ausgrabungsleiter der deutschen Ausgrabungen in Olympia und Landesgruppenleiter der NSDAP, in Griechenland, Dr. W r e d e, erklärte, daß die Ausgrabungen in Olympia, die der F ü h - r e r im Vorjahre verkündet und die Reichsminister R u st im April feierlich eröffnet hat bisher vom Glücke begünstigt wurden und einen außergewöhnlichen Erfolg hatten. Es wurden bereits gegen 20 gut erhaltene Helme gefunden, viele Bruchstücke von Schilden mit bronzegetriebenen Arbeiten, Bronzebänder und Armbeugen, ferner Bruchstücke mit eingearbeiteten Fabelwesen oder Tieren. Ein Bild jener kriegsgeübten Zeiten geben vsele Schwerter und andere Waffen, dem friedlichen Gebrauch dienten Bronzekessel und Bronzebeschläge von Möbeln, Truhen oder Türen. Sehr ergiebig war die Ausbeute an kleinen Tiersiguren aus Bronze. Die Funde, so meint Dr. Wrede, sind wohl der Tatsache zuzuschreiben, daß man auf eine abseits des Heiligtums eingerichtete Schmiede gestoßen ist, die alte Bronzegegenstände zum Ausschmelzen gesammelt hatte, um aus ihnen neue Bronzearbeiten herzustellen. Das Altertum kannte kein Sammeln und Aufbewahren von Kunstgegenständen; hatten
sie ihren Zweck als Weihgeschenke erfüllt, so wurden sie ohne Beachtung ihres künstlerischen Wertes einfach eingeschmolzen. Im Herbst werden die Ausgrabungen in größerem Maßstabe fortgesetzt.
Rom trauert um Marroni.
Die sterblichen Ueberreste des Präsidenten der Königlichen Akademie, Gugliemo M a r c o n i, wurden von der Farnesina, dem Sitz der Akademie, mit allen Ehren, die Staat und Partei, Wehrmacht und Wissenschaft diesem großen Toten zuteil werden lassen konnten, nach der Kirche Santa Maria degli Angeli übergeführt, in deren Hallen der Verstorbene bis Donnerstag abend aufgebahrt bleibt. Die Bevölkerung Roms bildete vor dem feierlichen Trauerzug auf dem langen Wege durch die Hauptstraßen Roms ein dichtes Spalier. Als der Trauerzug vor der Kirche eintraf, vollzog Parteisekretär Minister Starace den faschistischen Ritus, indem er den Namen des Verstorbenen wie zum Appell aufrief, worauf das ganze Trauergeleite und die auf dem weiten Platz versammelte Menge antwortete: „Presente“ („Hier")! Als der Sarg von der Geschützlafette gehoben wurde und das Trauer- geleite sich mit sämtlichen Mitgliedern der Regierung und der Spitzen von Partei und Wehrmacht, Kunst und Wissenschaft sich wieder in Bewegung setzte, erklangen aus der Kirche die feierlichen Weisen der Sixtinischen Kapelle, unter deren Klängen schließlich der Sarg auf den über und über mit Lorbeerblättern bestreuten Boden vor dem Hauptaltar niedergesetzt wurde. Auch ein großer mit dem Hakenkreuz geschmückter Lorbeerkranz war zu erkennen, den Botschafter von H a s s e l l im Namen des Führers niedergelegt hatte. Nach einer kirchlichen Zeremonie fand dann in Anwesenheit Mussolinis, des gesamten Diplomatischen Korps und zahlreicher geladener Gäste die Einsegnung statt.
Riesiger Goldschatz in Panama gefunden.
Die seit Tagen in Panama-Stadt umlaufenden Gerüchte über einen aufsehenerregenden Fund eines Goldschatzes in der entlegenen Provinz Chi- riqui werden von amtlicher Seite bestätigt. Die Entdeckung wird drei Landspekulanten, einem Deutschen namens Anton Hill, einem Franzosen und einem Amerikaner zugeschrieben, die beim Abstecken neuerworbener Länder auf zwei unterirdische Kanäle stießen. In diesem befanden sich 120 Goldbarren im Gewicht von fast 3000 Kilogramm. Sämtliche Barren tragen als Siegel die alte spanische Königskrone. Es wird vermutet, daß der Goldschatz aus der Zeit der Eroberung Amerikas stammt und von den Eingeborenen verborgen wurde. Die Entdeckungsnachricht hatte eine wahre Völkerwanderung zur Folge, so daß die Polizeibehörde den Schutz der Fundstelle bis zur Ankunft dreier Regierungsflugzeuge und polizeilicher Verstärkungen übernehmen mußte.
Rundfunkprogramm.
Freitag, 23. Juli:
6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Morgenstund'. 9.30: Hausfrau hör zu! 9.45: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 11.45: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Volk und Wirtschaft. 16: Unterhaltungskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: „Wenn man will zu Mädchen gehen, sei man froh und wohlgemut". Eine fröhliche Suite aus deutschen Singspielen. 21: Nachrichten. 21.15: „Der hölzerne Bock". Ein lustiges Funkspiel von Hartwig Sievers. 22: Nachrichten, auch aus
dem Sendebezirk. 22.30: Tanzmusik. 24 bis t! Nachtmusik.
Samstag, 24. Juli:
6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Morgenstund'. 9.30: Hausfrau hör zu! 11.40: Gaunachrichten. 11.50: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten./14.10: „Donnerwetter — tadellos!" 15.15: Volk und Wirtschaft. 15.30: Dom Niederwald zum Deutschen Eck! Jungen und Mädel auf fröhlicher Rheinfahrt. 16: „Lohengrin" Oper in drei Akten von Richard Wagner. 17.10 bis 18.10: Zeitgeschehen im Funk. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 1: Nachtkonzert.
Das Wetter vom 22. bis 31. Juli.
Herausgegeben von der Forschungsslelle für langfristige Witterungsvoraussage des Reichs- wellerdienstes in Bad Homburg am 21. Juli abends.
Entsprechend der letzten Vorhersage herrschte m den vergangenen sieben Tagen in Deutschland überwiegend heiteres und warmes Wetter mit vorübergehenden Störungen vielfach gewittriger Art. Dieses Witterungsgepräge wird im allgemeinen in den nächsten zehn Tagen fortbestehen. Besonders warm wird es etwa um das kommende Wochenende sein, worauf mit verbreiteten, teilweise niederschlagsreichen Gewittern und unbeständigerem Wetter Abkühlung eintritt. Daher werden die Temperaturen in der zweiten Hälfte des zehntägigen Zeitraums im Durchschnitt niedriger sein, als in der ersten Hälfte, doch wird im großen und ganzen auch in der nächsten Woche überwiegend schönes und warmes Wetter herrschen.
Die Gesamt-Sonnenscheindauer wird fast Überall 70, vielfach 80 Stunden Überschreiten. Die Zahl der Tage mit Niederschlag wird meiftenorts* unter fünf bleiben.
Wetterbericht
des Reichswetterbienskes. Ausaabeort Frankfurt
Bereits schon stärker abgeschwächt zog vergangene Nacht ein Regenausläufer ein jetzt zwischen Schottland und der südnorwegischen Küste liegendes Stö- rungsgebiet über unser Gebiet hinweg. In der jetzt bei westlichen Winden nachströmenden kühleren Meeresluft sind noch verschiedene Schauer eingelagert, so daß sich der Witterungscharakter der nächsten Tage zwar etwas unbeständig, jedoch im ganzen nicht unfreundlich gestalten wird. Temperaturen werden allgemein bei 20 Grad liegen.
Aussichten für Freitag: Bei mäßigen Winden bewölkt, vereinzelte Regenschauer, mäßig warm.
Aussichten für Samstag: Bei nur geringer Niederschlagsneigung meist bewölkt und freundlich, Temperaturen wieder ansteigend.
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Watzenborn-Steinberg, den 22. Juli 1937.
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im Alter von 44 Zahlen.
Die Beerdigung findet am'Donnerstag, dem 22. Juli, 16 Uhr, von der Kapelle des Friedhofes der Kirchengemeinde Berlm-Mariendorf, Frieden- straße, aus statt.
Zn tiefer Trauer: Bruno Fuchs, Oderingenieur Helmut und Hildegard Fuchs Martha Obermann, geb. Lepper Friedrich Obermann, Studienrat Walter und Hans-Zoachim Obermann Otto Fuchs, Fabrikant, nebst Familie Ernst Fuchs, ZRefonflruffeur, und Frau Georg Fuchs, Fabrikant, und Frau Berlin-Mariendorf-Süd lpopperstraße 21) und Gießen z. Z. Berlin, den 20. Zull 1937.
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