Einzelbild herunterladen

Hchöner Auftakt derKieler Woche".

200 Jachten beteiligt.

Deutschlands größte segelsportliche Veranstaltung, die Kieler Woche, nahm am Sonntag bet günstigem Segelwetter auf vier Wettkampfbahnen der Kieler Förde ihren Anfang. Acht Nationen mit 200 Jachten sind diesmal beteiligt. An der Hindenburg-Ufer- promenade und auf denZuschauerdampfern herrschte am ersten Wettkampftag lebhaftes Treiben. Von den Masten am Olympiahafen flatterten die glag= gen der beteiligten Nationen: Ein Bild, das an die großen Olympiatage des vergangenen Jahres er­innert.

Die 3. Internationalen Marine-Pokal-Segelwett- fahrten auf der Kieler Außenförde haben gleichzeitig mit spannenden Kämpfen am Sonntag ihren Ab­schluß gefunden. Am letzten Wettkampftag fiel noch die Entscheidung über die drei Ehrenpreise. Den Ehrenpreis des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine errang Holland. Der Preis der deutschen Flotte fiel an den vorjährigen Gewinner des Wanderpreises des Führers, Italien. Den Ehrenpreis des Marine­regattavereins schließlich gewann Deutschland.

Am Sonntagabend fand im Festsaal des Rat­hauses ein Empfang für die Teilnehmer an der Kieler Woche statt.

Ausgezeichneter Sport am Montag.

Am Montag gab es bei eiter frischen Südwestbrise auf allen vier Bahnen der Kieler Förde und Bucht ausgezeichneten und einwandfreien Sport. Auf der Außenförde ging der Italiener Straulino mit Gemma" bei der zweiten Wettfahrt der vtarklasse vor seinen 20 Mitbewerbern als überlegener Sieger durchs Ziel Scharf war der Kampf um die Platze. Das zweite Rennen der Sechs-Meter-l^-Boote um den Preis des Reichskanzlers brachte dem diesjähri­gen NeubauZoppot" den ersten Sieg. Allerdings ging der Verbandsmeister Kapitän z. S. Schütz mit Sleipnir" nur eine Sekunde später durch die Pei­lung.

Auf der B i n n e n f ö r d e segelte der Hamburger Krogmann in der Olympia-Jolle nach schönem Rennen einen ersten Platz heraus. Auf der zweiten Kreuzerstrecke gingMien Jung VI" an die Spitze des starken Feldes und siegte vorPitt". Mit gro­ßer Ueberlegenheit gewann der Holländer Stap die zweite Wettfahrt der 12-Quadratmeter-Elnhetts- Scharpie-Klasse mitAll-weather". 3n der glei­chen Reihenfolge wie am Sonntag rundeten die 30-Quadratmeter-Schärenkreuzer, mit der Berliner Nirwana" als Siegerin, die Zielboje. In der Drachenklasse wiederholte das Hamburger Boot Swing" seinen Vortagserfolg.

Wieder einmal alles, ewig-junges Feldbergfest.

Glänzender Verlauf.-Die Mlv.-Turnerinnen gewinnen den Brunhildisschild.

Das älteste der deutschen Bergfeste, das Feld­bergfest, wurde am Samstag und Sonntag zum 84. Male durchgeführt Der sagenumwobene Kulm des Taunus hatte wieder seine alte Anziehungskraft ausgeübt; er zeigte bei schönstem Bergwetter das immer wieder schöne Bild frohen Wettstreites, für das das bunt bewegte Zelt- und Lagerleben der vielen Festbesucher den passenden Rahmen gab.

Zu den reichsoffenen Wettkämpfen kam, wie in den Vorjahren, wieder der Mannschaftswehr­kampf der Wehrverbände.

Das Fest nahm am Samstagnachmittag mit dem traditionellen Kampf um das historische Völsun- g e n h o r n seinen Anfang. Vier Vereine hatten diesmal nur gemeldet. Aus dem Kampfe ging dies­mal der To. Bieber mit 1432 Punkten als Sieger hervor, gefolgt vom Tv. 1817 Mainz, Turn- und Fechtklub Frankfurt a. M., Allianz-Spv. Frankfurt am Main.

Deutscher Bergabend und Gonnenwendfeier.

Ein feierlicher Auftakt wurde dem 84. Feldbergfest gegeben mit dem Deutschen Bergabend und der Son- nenwendfeier am Samstagabend. Der Obmann des Feldbergfest-Ausschusses, Hugo Pfaff (Frankfurt am Main), eröffnete den Bergabend imFeldberg­hof" mit herzlicher Begrüßung. Kamerad Pfaff gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Wunsch des Feldberg-Ausschusses, das Feldbergfest über die Verbandsgrenzen hinaus auf breiteste volksgemein- schaftliche Grundlage zu stellen, so freudigen Wider­hall gefunden habe, so daß es möglich geworden sei, die Sonnenwendfeier in engster Kame­radschaft von Partei und DRL zu begehen. Ober­studiendirektor W. K. Philipps (Friedberg) gab dem Abend zur Vorbereitung und Einstimmung auf die Sonnenwendfeier die feierliche Note. Er zeichnete den Feldberg als Sinnbild des Kampfes. Er knüpfte an an das vor einer Woche auf dem Schrenzer bei Butzbach stattgefundene 1. Weidig- Bergfeft und stellte dieses jüngste deutsche Bergfest in Beziehnung zum ältesten Bergfest auf dem Feld­berg. In Wort und Lied stellte er Gedanken Jahns, Arndts und des hessischen Freiheitskämpfers Fr. L. Weidig heraus.

In vormitternächtiger Stunde begab man sich zur Sonnenwendfeier auf den Philipp-Röbig-Platz

Die politischen Leiter des Main-Taunuskreises der NSDAP, waren aufmarschiert, dazu HI., Jungvolk und Werkscharen, Turner und Sportler. Turnerin­nen des Sportkreises Friedberg eröffneten mit einem Fackelreigen die Feier. Feuersprüche und Kampflieder der Jugend folgten; der Holzstoß wurde entzündet, und mächtig schlugen die Flammen zum Himmel. Reichsdietwart Kurt Münch (Berlin) hielt die gedankentiefe Feuerrede

Kreispropagandaleiter Knobel (Bad Soden) deutete an großen Männern deutscher Geschichte die deutsche Sendung und ließ im Bekenntnis zum Führer und mit den Liedern der Nation die ein­drucksvolle erhebende Feierstunde ausklingen.

ImFeldberghof" fand man sich nachher noch zu­sammen zu frohen Stunden der Kameradschaft. Kamerad Philipps (Friedberg) bot mit seiner Ober- Rosbacher Singschar (geleitet von Lehrer Keller) einen Ausschnitt aus hessischem Volkstum und fand damit den dankbaren Beifall der großen Feldberg­gemeinde. *

Der Sonntag.

Nach altem Brauch begann der eigentliche Kampf­tag mit einer Morgenfeier. Aus dem Philipp- Röbig-Platz waren die nahezu 1500 Wettkämpfer aufmarschiert, begrüßt von der Gesangsriege des To. Niederrad mit dem stimmungsvollen Chor Feldeinsamkeit". Zur Flaggenhissung sprach W. Wollenberg wirkungsvoll den von ihm ver­faßten Dorspruch. Dann entbot Hugo Pfaff allen Gästen und Besuchern desewig jungen Feldberg­festes" herzliche Grüße. Ehrend gedachte der Redner der Toten des großen Krieges, der Toten der Be­wegung und der Toten unserer neuen starken Wehr­macht. Zum Lied vom guten Kameraden senkten sich die Fahnen, dann übernahm der Oberturnwart im Feldbergfest-Ausschub, Gausportwart Eugen Kramb-Köln, die Leitung des Festes. Mit dem LiedeTurner, auf zum Streite" zogen die Riegen auf die Kampfplätze, die den ganzen Vormittag über von frohem Leben beherrscht waren. Gut fügte sich die völkische Aussprache, an der alle Mitkämpfer regen Anteil nahmen, in die flotte und reibungslose Abwicklung der Wettkämpfe ein.

Lebhaftem Interesse begegnete der Mann- schaftskampf der Wehrformationen, der unter Leitung von Gauamtmann Topp- Frank-

Morphium 318 Mottenkönig

ist zunächst süß und klar, wird bei einsetzender Gärung stark alkoholisch und trüb, sogenannter Federweig.

Morphium, aus Opium gewon­nenes Arzneimittel, das schmerz­stillend und anregend wirkt, aber nur vom Arzt verschrieben wer­den darf. Morphiummißbrauch, Morphiumsucht. Gewöhnung an Morphium, besonders an Ein­spritzungen unter die Haut. Der Körper 'des Morphiumsüchtigen lernt bald das Morphium zu verdauen, er braucht deshalb, um die gleiche Wirkung zu erzielen, immer größere Mengen. Geht einher mit körperlichem geisti­gem und sittlichem Verfall. Plötz­liches Aufhören der Morphium­gaben rufen sehr guälende Ent­ziehungserscheinungen hervor, wie Angst Unruhe, Schwäche, Schmerz, Schweiß usw. Entzie- bungskur in einer Anstalt nötig. Mortadella, eine Abart der ita­lienischen Salamiwurst, mit grö­ßeren Speckstücken, auch fein ge­mahlen, und in dicke Därme ge­füllt

Mosaik. Fußboden oder Flächen­verzierung. bei der kleine bunte Steine, Glasstifte oder glasierte Tonstückchen zu einem Muster oder Bild zusammengefügt sind. Moschus, bräunliche Absonde­rung aus dem Beutel des Mo­schustieres mit aufdringlichem, haftenbleibendem Geruch. Mo­schus wird als Parfüm verwen­det, ist aber für viele Menschen ein unerträglicher Geruch, wor­auf man Rücksicht nehmen sollte. Moselweine, leichte, etwas säuer­liche aber sehr bekömmliche, blu­mige Weißweine.

Most, der ausgekelterte Saft der Trauben oder des Obstes. Most

Mostrich, Bezeichnung für Senf, der statt mit Wein oder Essig mit Most zubereitet ist.

Motiv, lat., Bedeutung Beweg­grund, bei Handarbeiten Be­zeichnung für eine Vorlage oder einen kennzeichnenden Teil da­von.

Motten, Kleinschmetterlinge, fres­sen im Raupenzustande Wolle und Pelzwerk. Die fliegenden Motten sind ungefährlich, ihre Vernichtung gibt keine Sicher­heit für ' das Weiteroorhan- densein der schädlichen Rauven. Wichtiger ist, bedrohte Sachen oft gründlich zu lüften und zu klapsen. 'Hat die Mottenplage überhand genommen, laste man durch den Kammerjäger eine Vergasung vornehmen. In nicht zu schlimmen Fällen verbrennt man mit der nötigen Vorsicht gegen Brand Insekten-Pulver unter den Polstermöbeln, bügelt Wollsachen unter einem nassen Leinentuch und Teppiche von der Rückseite her unter einem mit heißem Salmiakwaster getränk­ten Lappen. Zur Aufbewahrung wickelt man Wollsachen mit einem Mottenpulver in frisches Zei­tungspapier und verschließt sie möglichst in Blechbüchsen. Pelze hängt man in einen Mottensack, noch bester tut man daran, sie in eine Pelzbewahrungsanstalt zu geben.

Mottenkönig, Hahnensporn. eine Zimmerpflanze, soll angeblich

Vertrocknet der Mostrich bei Ihnen?

Das braucht nicht zu fein Es gibt bei Häuser ein Mostrichgefäß, in dem der Mostrich immer frisch bleibt. Lassen Sie sich dieses Gefäß mal zeigen. Das ist eine praktische Neuheit, die auch in Ihrem Haus­halt nicht fehlen sollte.

3. V. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.

von

Wie schichte mischen

Ge­hei­mst

Die heimischen Erfolge beim 84. Feldbergfest.

schon immer in der langen Zeit der des Feldbergfestes waren auch unsere Vereine wieder in stattlicher Zahl und

vertreten. Trotz starker Beteiligung und Konkurrenz konnten die Vertreter des MTV. einige schone Er­folge an ihre Fahne heften. Den größten und schön-

furt a. M., Sportreferent der SA.-Gruppe Hessen, tand und eine Beteiligung von 30 Mannschaften gefunden hatte. Es war eine Freude, die Mann- chaften trotz harter Anforderungen, die der Kampf teilte, in so herrlicher Geschlossenheit durchs Ziel gehen zu sehen.

Am Nachmittag boten die Staffeln nochmals pannende Kampfmomente. Dann marschierten Tar­ier und Sportler mit den Kameraden der Wehr- ormationen zu einer eindrucksvollen Schluß- kundgebung auf. Gausportwart Topp- Frank- urt a. M., sprach zu den Siegern und Siegerinnen. Er überbrachte die Grüße des Gauführers, SA.- Gruppenführers Beckerle-Frankfurt a. M., und des Reichssportführers und deutete dann in packenden, hinreißenden Worten den tieferen Sinn der deuts­chen Bergfeste, insbesondere des so herrlichen Feld­bergfestes. Dann schritt Oberturnwart Kramb zur feierlichen Siegerehrung und Hugo Pfaff ließ anschließend das schöne Fest des Wettkampfes und der Kameradschaft, das Fest völkischen und hei­matlichen Erlebens ausklingen in einem Gelöbnis der Treue zu Führer und Volk.

schönen Erfolgen am Feldbergfest beteiligt.

Der MTV. Gießen war mit einer Abordnung 15 Turnerinnen und Turner bei den Wettkämpfen

GießenerLeichtalhIelenbeidenGaumeisterschasten

Kilo verteidigt seine Meisterschaft erfolgreich.

ften Sieg errangen die Turnerinnen in der 4 X 75- Meter-Staffel um den Brunhildisschild, der zum fünften Male vom Männerturnoerein gewonnen wurde. Die MTDerinnen in der Aufstellung Else Seim, H. Buß, Erika Schäfer und Enka R ö h m i g gingen nach erfolgreichem Dorlauf im Endlauf mit vier bis fünf Meter Vorsprung durchs Ziel und ließen die Großstädterinnen aus Frank­furt, Mainz und Wiesbaden weit hinter sich. Hier­bei 'fei noch bemerkt, daß in dieser Staffel drei Ju­gendturnerinnen standen, die im Verlaufe des Ren­nens der Schlußläuferin Erika R ö h m i g einen Vorsprung von zwei bis drei Meter mitgaben. Ein Erfolg, der großen Eindruck hinterließ!

Die Turner hatten in der 5 X 100-Meter-Pendel- Staffel um den Schmuck-Schild weniger Glück, denn einer ihrer Besten, Dbertrf. Barth, verletzte sich morgens beim Dreikampf und konnte nicht mitwir­ken. Um so anerkennungswerter ist der zweite Platz, den die MTDer sich hinter dem siegreichen Tv. Oberursel nach erfolgreichem Vorlauf sicherten. Jeder der Turner Obscharf. L i n d e n st r u t h, Sturm­mann Strack, Rottenf. Pfeifer, SA.-Mann P l o ch und Feldw. Fehrenbach setzte sich restlos ein und bei etwas mehr Glück wäre auch der Schmuck-Schild wieder eine Beute des MTV. ge­worden. . . .

In den Mehrkämpfen kam E. Röhmig im Drei- fampf mit 70 Punkten auf den ersten Platz mit ausgezeichneten Leistungen (Kugelstoßen 11,80 Me­ter, Hochsprung 1,40 Meter). Auch Marg. Seim konnte sich hier gut placieren. Ebenfalls errangen die äugenbhtrnerinnen Seim, Buß und Schä­fer gute Plätze. Bei den Turnern war Feldwebel Fehrenbach mit 57 Punkten am erfolgreichsten.

fampf ausscheiden. Dagegen ließ sich Herrmann nicht entmutigen, er sprang sehr leicht und technisch einwandfrei 6,55 Meter und wurde Zweiter. Sieger blieb Lange (Kassel) mit 6,62 Meter.

Im 800-Meter-Lauf trug Peters (1900) unsere Hoffnungen. Er lief ein schönes Rennen, ließ sich auf keine Experimente ein und wurde in der sehr guten Zeit von 2:02,4 Minuten Zweiter hinter Zehnter, der nur 1:59,3 Minuten benötigte.

Das spannendste Rennen wurde bei den 15 0 0 Meter gelauefn. Nachdem zunächst das ganze Feld schön zusammenblieb, trennte sich Roth (CT.) bald vom Felde und lief sich einen schönen Vorsprung heraus, der eigentlich zum Siege längst reichen mußte. Da kam plötzlich in den letzten 200 Meter Kleemann (1900) in einem fabelhaften Spurt näher und näher, beim Einbiegen in die Zielgerade lagen beide Brust an Brust. Zäh und verbissen wurde um jeden Zentimeter gekämpft, dann war das Zielband erreicht. 1. Sieger Roth (CT.), 4:10,6 Brustbreite vor Kleemann (1900), der auch 4:10,6 lies. Die Meisterschaft der Junioren über die gleiche Strecke wurde von Erwin N e i d e l (Tv. Heuchel­heim) in der ebenfalls sehr guten Zeit von 4:18,5 Minuten errungen.

Ein sehr schönes Rennen gab es über 5000 Me­ter. Lange führten die Geschwister Hans und Franz N e i d e l, aber der junge Knobloch verfolgte sie wie ihr Schatten. Runde um Runde ging das so. Längst trennte die drei ein großer Vorsprung vom Mittel­feld, dann kündet der Schuß die letzte Runde an. Jetzt stieß Knobloch vor, Hans Neidel (Vorjahrs­sieger) kam da nicht mehr ganz mit, bagegen hielt sich sein Bruder Franz ganz prachtvoll, er blieb dicht hinter Knobloch, doch konnte er dessen Sieg nicht mehr verhindern. Er wurde Zweiter. Die Zeit des Siegers betrug 15:47,6, Neidel Fr. 15:49,1 und Neidel Hans 16:10,4 Minuten.

lieber die kurzen Strecken versuchte sich unser neuer Kreismeister Mieritz (1900). Bei den 100- Meter-Vorläufen hatte er das Pech, sofort mit den Besten in einen Lauf zu kommen und schied gleich aus. Dagegen konnte er bei dem 200-Meter-Lauf sich bis zum Endlauf durchsetzen und den 5. Platz belegen. Sieger über 100 Meter wurde Leineweber (Fulda) in 11,4 Sekunden. Auch die beiden nächsten liefen in der Reihenfolge Henkel (Wallau) und Knappe (Hessen Preußen) in der gleichen Zeit von 11/1 durchs Ziel. Im 200-Me(er-Lauf siegte Henkel in 23,2 Sekunden vor Jung (Diez) und Leineweber (Fulda).

Ein Sonderlob verdient die 4X100-Meter- S t a f f e 1 d e s V f B. - R. in der Ausstellung: Sieg­mund, Luh, Klenk und Herrmann. Alle Wechsel klappten vorbildlich und jeder gab das Letzte her. Nur so war es möglich, daß die Viererstaffel sich den 3. Platz erringen konnte, was in Anbetracht der starken Konkurrenz eine sehr schöne Leistung darstellt.

Bei den am Sonntag in Kassel zur Durchführung Öenden Gaumeisterschaften, galt es für die llhleten des Kreises Gießen drei Meistertitel zu verteidigen. Kilo (1900) im Diskuswerfen, Luh (VfB.-R.) im Kugelstoßen und Hans Nei- d e l (Tv. Heuchelheim) im 5000-Meter-Laufen.

Schon am Samstag waren alle Athleten in Kassel eingetroffen. Am anderen Morgen: der erste Blick aus dem Fenster war dann für uns alle eine große Enttäuschung es regnete sich langsam ein um dann kurz vor dem Wettkampf in Strömen zu gie­ßen. Doch ein richtiger Leichtathlet läßt sich nicht unterkriegen. Schließlich hatte Petrus auch ein Ein­sehen. Der erste Startschuß fiel die Gaumeister­schaften 1937 nahmen ihren Anfang.

Kilo wieder Meister.

Im Diskuswerfen war man gespannt auf das Zusammentreffen des langjährigen Gaumeisters Kilo, der schon 6 Jahre in ununterbochener Reihen­folge den Gaumeistertitel trägt und auf Stefan Skodler, den ersten Helden am Staatstheater, der früher in der österreichischen Olympiamannschaft stand und heute noch Wiener Stadtrekord hält mit 46,80 Meter. Dann zeigte es sich bald, daß Skodler nicht die ihm zugedachte Rolle spielte, denn die Reihenfolge nach dem Vorkampf lautete: Kilo, Luh, Skodler, Lüdke. Im Endkampf verdrängte Lüdke sogar Skodler noch auf den 4. Platz. Während sich Kilo weiter vorarbeitete und mit 41,01 Gaumeister 1937 wurde. Seine Leistung ist um so höher zu bewerten, als er durch eine schmerzhafte Bauch­muskelverletzung noch sehr vorsichtig werfen mußte. Auch der 2.Platz von Luh ist hervorragend zu nen­nen, denn auch er ging nicht mit voller Frische in den Kampf, da er längere Zeit an einer Kniever­letzung zu leiden hatte.

Der Diskussieg war die erste Meisterschaft, die nach Gießen kam und leider auch die letzte. Denn im Kugelstoßen konnte Luh mit einer Leistung von 13,54 Meter nur den 2. Platz belegen. Sieger wurde der für die Universität Marburg startende Bartels mit der sehr achtbaren Leistung von 13,99 Meter. Dritter wurde Hartung mit 13,14 Me­ter. Herrmann (VfB.-R), der sich ebenfalls am Kugelstoßen beteiligte, wurde Vierter.

Im Speerwerfen hatte Gießen gleich zwei gute Eisen im Feuer: Dr. Jacob (VfB.-R.) und Herrmann. Leider konnte Dr. Jacob die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen. Er schied schon im Vorkampf mit einer Leistung von 46 Meter aus, während sich Herrmann auf den 4. Platz vorarbei­tete. Sieger wurde Menkel mit 55,59, 2. Sieger Bartels 54,70 und dritter Klama 9,95 Meter. Im Söeitfprung beteiligten sich für Gießen wieder Herrmann und Klenk (VfB.-R.): Klenk, der noch bei den Kreismeisterschaften so sicher sprang, verletzte sich beim ersten Sprung und mußte im Dvr-

Die Eaarlandreise der Gießener Studenten Handballmannschast.

Gießen St Ingbert 8:11 (3:6).

Universität Gießen Tv. Kassel 6:4 (2:3).

Die Handballmannschaft der Universität Gießen "ehrte am Sonntagabend mit einer Niederlage und mit einem Sieg aus dem Saarland zurück. Die Niederlage gegen den Gauligaverein St. Ingbert wäre zur verhindern gewesen. Jedoch war der Gie­ßener Torwart nicht auf der Höhe. Im übrigen ist die Niederlage gar nicht so tragisch zu nehmen, da die besten deutschen Handballmannschaften, wie MSV. Darmstadt, 98 Darmstadt, Waldhof Mann­heim in St. Ingbert auch verloren haben.

In Kassel gewonnen zu haben, darf als große Leistung angesprochen werden, da Kassel vor vier- 10 TagenJngobertia" 5:2 schlug und ohne Punkt­verlust Saarbezirksmeister wurde.

Auf jeden Fall haben die Gießener Studenten einen guten Eindruck hinterlassen und die Stadt und die Universität auf das Beste vertreten.

Handball im Kreis G ehen.

Der letzte Sonntag sah wieder eine ganze Reihe von Mannschaften auf dem Plan. So wurden ver­schiedene Opferspiele diesmal mit etwas besserem Erfolg durchgeführt, während andere Mann­schaften die Zeit vor der Spielsperre benutzen woll­ten, nochmals ihre Kräfte zu messen.

An wichtigen Treffen tarnen zum Austrag:

Tv. Hörnsheim Tv. Lützellinden 6:5 (4:1).

Tv. Allendorf (Lahn) Tv. 1846-Mtv. Gießen kombiniert 16:8 (7:2).

Tv. Holzheim Tv. Lang-Göns 10:6 (6:2).

Tv. Hausen Tv. Garbenteich 18:6 (7:2).

Hörnsheim ist zwar die Revanche für die im Vor­spiel erlittene Niederlage geglückt, sie ist aber bei weitem nicht so überzeu^.nd ausgefallen, wie man es erwartet hatte. Die Platzbesitzer konnten auch

diesmal absolut nicht gefallen, während auf der anderen Seite die Gäste trotz zahlreichem Ersatz eine recht gute Figur machten.

Einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg konnte die junge Allendörfer Mannschaft gegen eine Kom­bination der beiden Gießener Vereine 1846 und Mtv. erringen. Die Gäste waren zwar eifrig, ließen aber vollkommen den gesunden Torschuß vermissen. Sv ist es erklärlich, daß das sehr sportlich durchge­führte Spiel hoch verloren gehen mußte.

Ein recht gutes Ergebnis konnte Lang-Göns feinemLokalrivalen" abtrotzen. Es war ein hartes, aber anständiges Spiel, bei dem beiderseits recht gute Leistungen zu sehen waren. Mit etwas mehr Glück hätten die Gäste das Ergebnis vielleicht noch günstiger gestalten können.

Auch diesmal hat Hausen Gelegenheit genommen, seine derzeitige Form mehr als deutlich unter Be­weis zu stellen. So sehr sich Garbenteich abmühte, das Ergebnis zu verbessern, der Gegner war immer schneller am Ball und ließ darüber hinaus keine der zahlreichen Chancen aus.

Kurze Sportnotizen.

Eine Leistungsabnahme im Radfah­ren für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen, sowie für das Deutsche Radsport-Jugendabzeichen findet am morgigen Mittwoch, 23. Juni, 19 Uhr, von derKarlsruh" aus* statt.

Mi t deutschen Siegen begannen am Mon­tag die allenglischen Tennismeisterschaften in Wimbledon. Gottfried von Cramm besiegte den Engländer Lysaght 3:6, 6:1, 6:2, 6:0, und Henner Henkel schlug den Engländer Newman 6:1, 6:0, 6:3. Aus den übrigen Begegnungen des ersten Tages ist der Sieg des Australiers Crawford über den Deutschböhmen Roderich Menzel mit 6:4, 7:9, 4:6, 6:3, 6:4 zu erwähnen.

Ein Reitturnier wird am Wochenende im Rahmen des Reichskriegertages in Kassel ftattfinben.