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Man kann jetzt, da Blum, der Halbwegs volle Kassen vorfand, keinen Centimes zurückläßt, um die staatlichen Bedürfnisse zu regeln, die Schwere der Aufgabe, die seinem Nachfolger winkt, nicht scharf genug zeichnen. Aber wenn man auch die Behaup­tung des verflossenen Finanzministers Vincent Auriol, es handle sich um eine Verschwörung der Kapitalisten gegen das Linkssystem für demagogisch überspitzt hält, so steht doch fest, daß die Wirkungen der Volksfront-Regierung eine weitere Zerteilung der Bevölkerung, leere Staatskassen und anarchisch­syndikalistische Regungen der französischen Massen, die besonnenen und nationalen Franzosen bis aufs Blut gereizt haben. Nur, daß sie keine Führernatur aufweisen.

Der Parlamentarismus hat seit mehr als einem halben Jahrhundert sich in Kompromissen erschöpft, er hat eine Krise nach der andern hervorgerufen, ohne je ernstlich daran zu gehen, eine wirkliche Ge­fahr zu bannen. So ist das jetzt als Ursache der Staatskrise sichtbar gewordene Defizit des Staates im reichsten Lande Europas schon leit altersher Kri­sengegenstand gewesen. Nur, daß es nicht mehr durch innere Anleihen vertuscht werden konnte. Das ist der Kern des Zusammenbruchs Leon Blums, und jede andere Regierung wird seinen Weg gehen, wenn sie bei der parlamentarischen Gepflogenheit bleibt, halbe Maßregeln zu ergreifen, die das Uebel nur noch verschlimmern. rt.

Gauprovaaandaleiter Mller- Scheld verläßt Hessen-Raffau.

Der Gaupropagandaleiker und Leiter der £an- dessielle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, Wilhelm Müller- Scheid, ist mit Wirkung vom 1. Juli 1937 zur Verfügung des Herrn Reichs­ministers Dr. Goebbels in dessen persön- Nchen Mitarbeiterkreis berufen worden. Die Ent- lassung aus dem Amt durch den Gauleiter und die Einführung des neuen Gaupropagandaleiters finden am Sonntag, den 27. Juni, in Worms um 13 Uhr im Spiel- und Festhaus statt, hierzu sind geladen alle Gauamtsleiter und Kreisleiter. Ferner nehmen teil alle Mitarbeiter der Gau- propaggndaleitung und der Landesstelle, der Gau­ring für nationalsozialistische Propaganda und Volksaufklärung, alle Gau- und Kreisredner, die Kreispropagandaleiter und Ortsgruppenpropaganda­leiter. Anschließend wird den Propagandisten eine um 15 Uhr beginnende AufführungDie Nibelungen" von Hebbel im Spiel- und Festhaus Worms geboten.

Ein Denkmal des Reichsarbeiisdienstes.

Sonnenwendfeier in Hammerstein.

Hammer st ein (Grenzmark Posen - Westpreu- ßen), 21. Juni. (DNB.) Das grenzmärkische Städt­chen Hammerstein stand im Zeichen des Reichs­arbeitsdienstes, der in Anwesenheit des Reichs­arbeitsführers hier! feine Sonnenwend­feier als Erinnerungsfeier beging. Vor fünf Jah­ren wurde hier ein Arbeitsdienstlager errichtet, des­sen Erfahrungen Form und Gestalt des Reichs- avbeitsdienstes maßgeblich beeinflußten. 145 Arbeits- dienstführer und Parteigenossen des alten hammer- steiner Lagers waren zu der Feier gekommen, mit der die Grundsteinlegung zu einem Gedenk st ein verbunden war. Mit ihnen trafen sechs Abteilungen der Arbeitsgruppe 45 und zahlreiche Vertreter aus allen Gauen des Reichsarbeitsdienstes ein. General­arbeitsführer Dr. Decker führte aus: Am Anfang unseres Weges steht ein Wort des Reichsarbeits­führersDenkmäler des Arbeitsdienstes sollen seine Leistungen sein". Wenn wir trotzdem an dieser Stätte nach fünf Jahren ein Denkmal von besonderer Bedeutung errichten, so weichen wir da­mit nicht vom Wege, durch Leistungen zu wirken, ab, sondern es soll uns eine Mahnung sein, nie­mals zu vergessen, wie und wo wir groß ge­worden sind. Ein Denkmal des ganzen Reichs­arbeitsdienstes soll es sein. Steine aus allen Arbeitsgauen werden am heutigen Sonnen­wendfeuer niedergelegt und sollen später das Mal umgeben, Steine von der Zugspitze, vom Annaberg, vom Zobten, von der See und aus den alten Or­densburgen.

Die Reichsumlegungsordnung.

Zersplitterter Grundbesitz für die Landeskultur gewonnen.

Berlin, 19. Juni. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird die Reichsumlegungsordnung vom 16. Juni 1937 verkündet. Sie ermöglicht die Zusammenlegung zersplitterten ländlichen Grundbesitzes, um dessen Bewirtschaftung oder sonst eine Förderung der all­gemeinen Landeskultur herbeizuführen. Auch un­wirtschaftlich geformter, zu schmal ober zu lang ge­streckter, spitzwinkliger Grundbesitz gilt in diesem Sinne als zersplitetrt. Noch fast 6 000 000 Hektar zersplitterte ländliche Grundstücke, hauptsächlich i m Westen und Süden Deutschlands, bedürfen der Umlegung, um voll leistungsfähig im Sinne des Vierjahresplanes zu fein. Eine energische Zusam­menlegung gleicht fast der Neugewinnung von Kul­turland, so stark ist die Steigerung der Erträge, die sie zur Folge hat. Außerdem dient die Umlegung dazu, die bei der Anlegung von Reichsautobahnen, Staubecken und anderem mehr entstehenden Schä­den für die Landeskultur zu besitigen oder zu ver­meiden. Zum Teil wird die Umlegung durch die vorhandenen Sonderbehörden, wie die preußischen Kulturämter, die hessischen Feldbereinigungsämter durchgeführt, zum Teil durch Behörden der allge­meinen Verwaltung.

Die Interessen der Bauern werden vom Landes­bauernführer gegenüber den Umlegungsbehörden vertreten. Stimmt er der Umlegung zu, so wird sie eingeleitet. Die Durchführung ist ein reines Ver­waltungsverfahren, in dem die Beteiligten ihre Wünsche äußern können. Das Umlegungsgebiet ist neu zu gestalten, wie es die Grundsätze des natio­nalsozialistischen Staates und das gemeine Wohl, insbesondere die nationalsozialistische Boden- und Raumordnung verlangen. Die Neugestaltung hat dem Ziele zu dienen, die Ernährungs - und Selb st Versorgung s- grundlage des deutschen Volkes zu verbessern. Die Feldmark ist neu einzuteilen und zersplitterter Grundbesitz wirtschaftlich zusammenzulegen. Wege, Gräben, Vorflut-, Entwässerungs- und Bewässe­rungsanlagen sind zu schaffen, Bodenverbesserun- gen vorzunehmen und alle Maßnahmen wie Auf­lockerung der Ortslage, zu treffen, durch welche die Grundlagen des Wirt>chaftsbetrie- ' b e 5 verbessert werden, der Arbeitsaufwand

vermindert und die Bewirtschaftung erleichert wird. Die Umlegungsbehörde hat dabei die rechtlichen Verhältnisse neu zu ordnen, die öffentlichen In­teressen, vor allem die Interessen der all­gemeinen Landeskultur, zu wahren und den Erfordernissen der Reichs- und Landesplanung des Naturschutzes sowie der Neubildung deutschen Bauerntums und der Kleinsiedlung Rechnung zu tragen. Jeder Teilnehmer erhält für sein Grundstück Land von gleichem Wert noch Vornahme für Gemeinschaftszwecke und andere öffentliche An­lagen, gegebenenfalls auch zur Kostendeckung erfor­derliche Abzüge zurück. Die Ergebnisse des ganzen Verfahrens werden in einem Umlegungsplan zusammengefaßt, der vom Grundbuchamt in die Grundbücher übernommen wird.

Das erste Schulungsheim der Reichspost.

Zeesen, 21. Juni. (DNB.) In Zeesen bei Königswusterhausen wurde das erste Schulungs­heim der Reichspost eingeweiht. Das Schulungs­heim dient der fachlichen Ausbildung aller Beamten­gattungen der Reichspost, wobei in den einzelnen Lehrgängen führende Persönlichkeiten aus Partei und Staat über weltanschauliche Fragen sprechen werden. Der Reichspostmimster Dr. Ohnejorge wies darauf hin, daß das Heim in Zukunft Ge­

meinschaften aus dem Personalbeamtenstab der Reichspost beherbergen werde. Eine besonders wich­tige Aufgabe falle ihm dadurch zu, daß es eine Pforte f ü r den Zugang zum Personal­körper der Deutschen Reichspost werden soll. Er habe den Wunsch,- in ständiger Verbindung mit dem Schulungsheim zu bleiben und werde deshalb des öfteren die Gesamtsitzungen des Reichspostministe­riums in Zeesen abhalten.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erklärte, daß ein ausländischer Wissenschaftler auf dem Freizeit­kongreß in Hamburg seine Ansicht über den Führer und Deutschland in die Worte zusammengefaßt habe:Deutschland ist der pädagogischste Staat, den ich kennenlernte und der Führer der größte Erzieher, den es jemals gab". Der neue Staat stehe mit seinen Leistungen aber erst am Anfang. Der Nationalsozialismus sei die Idee oer Lebensbejahung. Mit seinen vielen Organisationen, mitKdF.", mitSchönheit der Arbeit" und auch mit den Schulungsheimen der Reichspost werde der deutsche Mensch zur Ge­meinschaftsidee erzogen. Dr. Ley begrüßte es, daß der Minister durch die enge Verbindung mit dem Schulungsheim und feinen Insassen eine lebendige, gegenwartsnahe Personal­politik für sein Ministerium treiben werde. Ein Blick in die Augen der Menschen sei weit mehr wört als alle Examina.

Das wahre Gesicht des spanischenBürgerkriegs"

Ein Volk wehrt sich gegen den Bolschewismus Moskaus.

Ein Rotbuch über Spanien.

Dokumentensammlung der Antikomintern der Oeffentlichkeit übergeben.

Berlin, 21.6. (DNB.) Aus Anlaß des Erscheinens des Rotbuches über Spanien empfing die Antikomintern die Presse. Botschaftsrat de E n c i o in Vertretung des spanischen Botschafters in Berlin dankte der Antikomintern für die Ver­öffentlichung des Rotbuches, das ungeheuer wichttg fei, weil es das wahre Gesicht der Volks­front in Spanien zeige. Das Rotbuch bringt die Enthüllungen über die Hintergründe unbjien wahren Charakter des blutigen Kampfes in Spa­nien. Seit fast 20 Jahren wird Spanien, dasfür die Revolution reif sei", von den Agenten Moskaus bearbeitet. Streiks, blutige Auf­stände, Beseitigung der Monarchie, ewige Regie­rungswechsel erschüttern das Land. 1934 erlebt es einen großen Aufstand, der alsGeneral­probe" für 1936 gedacht ist und über 1000 Men­schenleben kostet. Im Juli 1936, nach zwei M o - natenV o l k s f r o n t" - R e g i e r u n g, ist Spa­nien bereits weitgehend bolschewisiert und steht un­mittelbar vor dem Absturz in das Chaos des roten Umsturzes. DasRotbuch" veröffentlicht den Au f- st and s plan der Komintern im Original! Aus einer umfangreichen Uederficht von Photographien, Zeugenaussagen, Berichten ausländischer Augen­zeugen und beglaubigter Urkunden entsteht im Rotbuch" das wahre Gesicht der bolschewisti­schen Herrschaft in Rot-Spanien. 233 Bilder und Dokumente zeugen für die Wahrheit der Berichte.

Man ist versucht, an der Milde des Menschen über­haupt zu verzweifeln, wenn man die erschütternden Berichte spanischer Bürger, Bauern und Arbeiter von dem unmenschlichen Schreckensregime der bol­schewistischen Horden lieft.

Es ist keinBürgerkrieg" im ursprünglichen Sinne des Wortes, der Spanien zerreißt. Es sind nicht nur Spanier, die dort gegen Spanier kämp­fen; sondern tin Volk wehrt sich gegen denZu- griff einer auswärtigen weltrevo - lutionären Macht. Anhand sorgfältig ausge­wählten Materials weist dasRotbuch" die sowjet- russische Einmischung in Spanien einwandfrei nach. Die Hauptagenten Moskaus werden mit Namen genannt, ihre frühere und gegenwärtige Verschwö­rertätigkeit ebenso aufgedeckt, wie die Listen der Munitionsschiffe und die Orte, in denen die Sow­jeteinmischung ununterbrochen erfolgt ist und wei­ter anhält, aufgezählt werden. Eine Uebersicht über die Rolle, die die rote Diplomatie im Londoner Nichteinmischungsausfchuß spielt, rundet das Buch zu einer umfassenden Dar­stellung des Geschehens in und um Spanien ab. Wie eine Bombe durchschlägt dasRotbuch" das ganze Lügengebäude, das von dunklen Elementen erichtet wurde, um die Sowjeteinmischung in Spa­nien zu verschleiern, den bolschewistischen Horden einendemokratischen" Anstrich zu geben und schließlich wie imFall ©uernica" der Reihe nach Deutschland, Italien, Portugal und selbst Eng­land in unsinnigster Weise zu verdächtigen. Die Do­kumente, die diesesRotbuch" enthält, können nicht hinwegdiskutiert werden!

Oie sranzösische presse erwartet ein neues Vottsfrontkabinett.

Paris, 22.Juni. (DNB. Funkspruch.) In der Presse kommt zum Ausdruck, daß hinsichtlich der Mehrheitsverhältnisse der Kammer wiederum nur d i e Bildung einer Volksfront- Regierung möglich sei. Diese würde aber statt unter sozialdemokratischer unter radikal- sozialer Leitung stehen. Man erwartet, daß Chautemps heute abend sein Kabinett gebildet haben dürfte. In parlamentarischen Kreisen betont man, daß Präsident Lebrun unter den augenblicklichen Umständen keine bessere Wahl hatte treffen können.

Camille Chautemps. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Die Zusammensetzung einer Regierung Chautemps dürfte im großen und ganzen dieselben Na­men aufweisen wie die Regierung Blum. Blum werde wahrseinlich Staatsminister ohne Amts­bereich.

Petit Parisien" hebt hervor, daß entgegen den Befürchtungen mancher Kreise der Sturz der Negie­rung Blum zu keinerlei Zwischenfällen ge­führt habe. Blums Appell sei gehört worden. Chau­temps führe seine Besprechungen zur Regierungs­bildung mit Methode und Klugheit. Die Formel für seine Regierungsbildung sei folgende: Kabinett der erweiterten Volksfront-Bewe­gung unter radikalsozialer Führung, gestützt auf die Mehrheit, wie sie aus den Wahlen im Mai 1936 hervorgegangen sei, wenn möglich so­gar noch etwas verbreitert; finanzieller Liberalis­mus, Schaffung einer beruhigenden Atmosphäre, Arbeit und soziale Disziplin.Matin" spricht davon, daß im neuen Volksfront-Kabinett Selbes und Daladier den Außenminister- bzw. den Kriegs­ministerposten beibehalten werden. Das Angebot der K o m m u n i st e n , an der Regierung teilzunehmen, sei nur platonisch. Das neue Kabinett müsse mutig an das Finanzprogramm Herangehen, dessen Einzelheiten man zu lange der Oeffentlichkeit durch eine Politik der Illusionen verschleiert habe.

Das radikalsozialeO e u v r e" meint, Blum werde seinen Parteifreunden empfehlen, den Radi­kalsozialen die gleiche loyale Mitarbeit zuzubilligen,

die er seit Jurri 1936 von ihnen gefunden habe. Man werde eine Regierungsformel finden, die sehr an die Leon Blums erinnere, mit gleichem Pro­gramm mit gleicher Verteilung, nur mit g e - änderter Leitung.

Das Blatt Leon Blums,Populaire", schreibt, die Krise sei mehr als nur eine Minister- krise. Der Senat habe mit den Franken­deserteuren, mit den Spekulanten und mit den Gegnern der Volksfront gemeinsame Sache gewacht. Sie Sozialdemokratische Partei werde an keiner Regierung teilnehmen, die das Volksfront­programm verleugne. Sie Volksfront werde nicht zulassen, daß an den bisherigen Ergebnissen der Regierungsarbeit Blums gerüttelt werde. In der kommunistischenHumanite" wird festgestellt, daß die Sprecher der Kommunisten bereits Chautemps erklärt haben, daß nur eine neue Volksfront-Regie­rung mit dem vollen Programm der Volksfront möglich fei.

SozialdemottallfcheKundoebiW Schlägerei zwischen marxistischen Demon­stranten und Mobilgarde.

Paris, 22. Juni. (SNB. Funkspruch.) Ser so­zialdemokratische Landesverband des Separtements Seine fordert die vollständige Surchführung des Volksfront-Programms und die Bildung einer Regierung, die das getreue Abbild aller Parteien der Volksfront darstelle. Weiter wird dazu aufgefordert, sich mit allen Mitteln der Rück­kehr der Finanzoligarchie und der politischen Reak­tion zu widersetzen. Sie Kundgebung schloß mit dem Gesang der Internationale und mit Rufen wie Blum an die Macht".

Nach den Kundgebungen bildete sich vor dem Lunapark ein Demonstrationszug von mehr als 3000 Teilnehmern. Sie Polizei versuchte mehrmals die Semonftranten zu zerstreuen, sie sam­melten sich aber trotzdem in der Nähe des Triumph­bogens erneut und konnten die Champs Elysees hinuntermarschieren. Erst am Rond Point der Champs Elysse stießen die Semonftranten auf eine dichte Sperre von Mobilgarde. Es ent­wickelte sich eine Schlägerei, die damit endete, daß die Kundgeber in Gruppen zersprengt und zum Concorde-Platz abgedrängt wurden. Gegen 1.30 Uhr war die Ruhe wieder hergestellt. Es soll nie­mand verletzt oder verhaftet worden sein.

Das Echo in London.

London,' 22. Juni. (SNB. Funspruch.) Sie Times" schreibt, der konservative Flügel der radikalen Partei habe die soziale, wirt­schaftliche und Grenzpolitik der Blum-Regierung mit wachsender Besorgnis verfolgt Sie neue Regie­rung werde wahrscheinlich keine Aenderung der Politik vornehmen, sondern es werde nur ZU einer Umbildung un^ einer neuen Volks­front-Regierung ' nmmen.Saily Expreß" schreibt, daß Moskau sicherlich über den Weg­gang Blums betrüb' MSaily Mail" sagt, die französische Staatskasje sei beinahe leer. Sie schwebende Schuld sei in alarmierender Weise

gestiegen. Die industrielle Produktion sei in den letzten Jahren um ein Drittel gesunken. Die Sozial­politik Blums habe zusammen mit den vielen Streiks das Vertrauen in Frankreich unterhöhlt. Die marxistische und liberale Presse ist natürlich sehr betrübt über den Abgang Blums. Sie rechnet da­mit, daß Blum bald wieder zurückkehren werde.

Gemeinsame Rasse, gleiche Symbole.

Sonnenwendfeier deutscher und nord­ländischer Studenten am Lübecker Holstentor

Lübeck, 22. Juni. (DNB. Funkspruch.) Vor dem Lübecker Holstentor fand eine Sonnenwendfeier deutscher und nordländischer Studenten statt. Nach Einbruch der Dunkelheit marschierten Abordnungen des Nationalsozialistischen deutschen Studentenbun­des der dänischen, schwedischen und norwegischen Studentenabordnungen mit ihren Fahnen vor dem Holstentor auf, vor dem ein mächtiger Holzstoß auf­geschichtet war. In seiner Feuerrede führte der Reichsstudentenführer Dr. Scheel aus: Wir alle, die wir heute um diesen Feuerstoß versammelt sind, sind Angehörige von Völkern, die von jeher Bauernvölker waren. Die gemeinsame Her­kunft unserer Völker, die gemeinsame Rasse geben uns ähnliche Symbole für gleiche We­sensinhalte. Hierauf sollten wir uns alle be­sinnen, die wir um das Sonnenwendfeuer geschart haben. Dann dürften auch Unterschiede äußerlicher Natur nicht mehr entscheidend sein für die Art, wie wir einander verstehen, ausschlagebend würde nur mehr fein, d i e P^erwandtschaft des Blutes.

Die Studenten-Gesangsvereinigung Kopenha­gen und die Gesangsvereinigung der Studenten der schwedischen Universität Lund brachten Sonnwend­lieder ihrer Heimat zum Vortrag. Deutschlands Ju­gend übergab zum Gedächtnis an die Toten der großen Kriege unseres Volkes einen Kranz den lo­dernden Flammen. Den Abschluß bildete der Große Zapfenstreich. In das Sieg-Heil auf das deutsche Volk und die Völker des Nordens stimmten die deutschen und nordländischen Teilnehmer wie ein Mann ein.

Sonnenwendfeier im Waldenburger Bergland.

Waldenburg (Schlesien), 22. Juni. (DNB.) Die Sonnenwendfeier, die der SS.-Sturmbann HI/43 mit dem Bann 375 der HI. auf dem Hoch­wald, hoch über den Gruben und Lichtern der StadtWaldenburg hielt, erhielt ihre Bedeutung durch die Anwesenheit des Reichsführers SS. Himm­ler. Nach einem Sonnwendspiel der SS. wurde der Holzstoß durch den Bannführer der HI. ent­zündet. Der Reichsführer SS. wies auf den tau­sendjährigen Brauch des Sonnenwendfeuers hin. Alle feien nur Glieder einer Kette in dem ewigen Rhythmus, den der Herrgott der Natur gegeben habe. So wie die Sonne komme und gehe, so kom­men auch Menschen und gehen wieder, aber keine Generation darf ihre Pflicht versäumen, wenn die kommende leben soll. So soll auch diese Feier e i n neues Bekenntnis z u Volk und Führer sein. Nach dem Treuelied der Schutzstaffeln über­gab der Bannführer der HI. das Feuer dem Sturmbannführer der SS., der es bis zur Winter­sonnenwende in die Obhut der Schutzstaffeln über­nahm. Mit dem alten Brauch des Feuersprun­ges schloß die nächtliche Feierstunde.

Als Gäste Görings im Theater.

Berlin, 21. Juni. (DNB.) Anläßlich der Son­nenwendfeier hatte Ministerpräsident Generaloberst Göring für Montag abend Arbeiter aus zahlreichen berliner betrieben mit ihren Frauen in die drei Staatstheater einge­laden. Die Staatsoper, das Staatliche Schauspiel­haus und das Kleine Haus in der Nürnberger Straße waren auf Anordnung des Ministerpräsi­denten ohne Einschränkung für die Gefolgschaftsmit­glieder der Berliner Betriebe, die von der NSG. Kraft durch Freude" erfaßt werden, bereit- gestellt. Eine erwartungsfrohe, fröhlich gestimmte Zuhörerschaft füllte die schönen Räume bis auf den letzten Platz und folgte den wie immer von hohem künstlerischen Schwung erfüllten Darbietungen, sicht­lich tief beeindruckt. In der Staatsoper wurdeDie verkaufte Braut", im Staatlichen Schauspielhaus War ihr wollt" und im Kleinen HausDer Raub der Sabinerinnen" aufgeführt.

Münchens Bevölkerung nimmt Abschied von Abt Schachleiter.

n ch e n , 21. Juni. (DNB.) Die Allerheiligsten- Hofkirche ist zum Wallfahrtsort der Münchener Be­völkerung geworden. In Scharen pilgern die Men­schen zur Bahre des Abts Albanus S ch a ch l e i t e r, der aus seinem Wirken in München noch vielen Volksgenossen in lebendiger Erinnerung steht, und der als treuer Anhänger und Gefolgschaftsmann Adolf Hitlers von der nationalsozialistischen Bewe­gung und vom deutschen Volk nie vergessen werden wird. Der offene Sarg ruht auf dem schwarzausge­schlagenen Katafalk, zu dessen beiden Seiten Ehren­wachen Aufstellung genommen haben. Das Licht zahlreicher Kerzen wirft feinen Schein auf das edle stillverklärte Antlitz des Kirchenfürsten, aus dem noch im Tode der hohe Adel seines Geistes spricht. In langen Reihen gehen Männer und Frauen an der Bahre vorüber und grüßen mit erhobenem Arm zum letztenmal den Mann, der die hohe Pflicht sei­nes geistlichen Berufes in so vorbildlicher Weise zu vereinen wußte mit einem unerschütterlichen Be­kenntnis zum deutschen Volk und mit der begeister­ten Treue zum Führer Adolf Hitler.

Oer Dank her italienischen Jugend an bett Führer.

23 er! in, 21. Juni. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing in Gegenwart des Ju­gendführers des Deutschen Reiches den italienischen Staatssekretär und Führer der Balilla, Exzellenz R i c c i, der ihm s r i s ch e n Lorbeer vorn Fo- rum Mussolini überbrachte. Der Lorbeer ist in eine Silberklammer gefaßt und befindet sich auf einer silbernen Platte, auf der links das Forum Roma- num und rechts das Forum Mussolini einziseliert sind, die durch eine Figur, Julius Cäsar darstellend, zusammengehalten werden. Unter dem Forum Ro- manum liegt eine männliche Figur, die den Tiber darstellt. Die Plakette wurde von einem jungen römischen Künstler ausgeführt. Im antiken Rom wurde dieser Lorbeer den großen Staats­führern als Symbol des Ruhmes über­reicht. Als Zeichen des Dankes der italienischen Ju­gend für die ihm durch den Führer in Deutschland erwiesene Gastfreundschaft überreichte Exzellenz