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Zeit der nationalen Einigung Chinas und als die Anstalt auf ein Viertel Jahrhundert zurück­blickte, sagen die Anlagen in Woosung nach der japanischen Beschießung 1932 in Trümmern

Die Tung-Chi-Universität verdankt ihr Entstehen dem gemeinsamen Bestreben weitblickender deutscher und chinesischer Männer, die erkannt hatten, daß China die Errungenschaften der Westländer über­nehmen müßte, wenn es seine Weltstellung wieder­erlangen wollte. Gleichzeitig schwebte diesen Män­nern der Wunsch einer vertieften kulturellen Zu­sammenarbeit der beiden befreundeten Nationen vor. Die Aufgabe wurde dort begonnen, wo sich das Bedürfnis als am dringendsten erwies und wo Deutschland andererseits führend in der Welt dastand, nämlich auf den Gebieten der Medi­zin und Technik. Die Medizinschule dankt ihre Entstellung dem als Arzt und Philanthrop berühm­ten Dr. P a u l u n , der schon 1899 in Gemeinschaft mit Dr von S ch a b in Schanghai ein kleines Krankenhaus für arme Chinesen, das Tung-Chi- Hofpital errichtet hatte. Dies anfangs in zwei Wellblechbaracken untergebrachte Krankenhaus mußte bald erweitert werden. Das chinesische Pu­blikum gewöhnte sich an die Methoden der moder­nen Medizin, als es sah, daß damit manche Leiden geheilt wurden, das den alten chinesischen Aerzten bisher als unheilbar gegolten hatte. 1907 wurde der Unterricht mit sieben 'chinesischen Studenten aus­genommen, und zwei Jahre später erschienen die ersten sieben klinischen Studenten. Die günstige Entwicklung der Medizinschule erweckte in deutschen Kreisen den Wunsch, auch die deutsche Technik dem chinesischen Volke zugänglich zu machen. Im Jahre 1611 entstand aus diesen Bestrebungen dieIn­genieurschule", wie die Bezeichnung in ihrer Bescheidenheit lautete, obgleich sie schon damals einen Vergleich mit den gleichzeitig gegründeten Universitäten nicht zu scheuen brauchte. Medizin- und .Ingenieurschule hatten eine gemeinsame

Sprachschule, in der die Schüler die nötige Vorbildung zum Studium erhielten. Es soll dabei nicht vergessen werden, daß vor dem Kriege auch in Tsingtau, Tsinanfu, Tientsin, Hankau, Chengtu und Canton deutsche Sprachschulen bestanden, aus denen sich die Studenten für die beiden Anstalten rekru­tierten. Als 1914 die Verbindung mit Deutschland unterbrochen wurde und durch das Ausbleiben der finanziellen Unterstützung das Bestehen der Medi­zin- und Ingenieurschule in Frage gestellt wurde, waren es wohlhabende Chinesen, die einen Hilfs- und Arbeitsausschuß bildeten und die nötigen Mit­tel für den weiteren Betrieb beschafften. Am 17. März 1917 brachen die französischen Behörden ihr früher einaegangenes Versprechen und schlossen die Ingenieurschule' in der französischen Niederlas­sung. Zwei Wochen später bereits erfolgte die Uebersiedlung in das neue Heim, die in Woosung gelegene Rechts- und Handelsschule, wo die Schule, getragen von der verstärkten Sympathie des chine­sischen Volkes, Mitte April den regelmäßigen Un­terricht wiederaufnahm.

Welches Ansehen die deutschen Lehranstalten damals bereits genossen, geht aus dem Kabinetts­bericht über die chinesische Kriegserklärung an Deutschland hervor. Es heißt darin:Betreffend der Beibehaltung von deutschen Professoren in chinesi­schen Schulen muß zum Ausdruck gebracht werden, daß die Deutschen ausgezeichnete Lehrer und Er­zieher sind und daß, solange sie nicht den Versuch machen, deutsche Propaganda in der Schule zu verbreiten, kein Grund vorhanden ist, der gegen ihr Verbleiben in China spricht." Als die Chinesen Zite deutschen Lehrer bei Friedensschluß von der gewaltsamen Verschickung in die Heimat ausschlie­ßen wollten, erklärte der englische Gesandte im chinesischen Auswärtigen Amt, daß die China für die Friedenskonferenz zugesagte Unterstützung zurückgezogen würde, wenn die deutschen Aerzte und Lehrer in China verbleiben würden. China

Entente konnte der besseren Erkenntnis der Chine-

ren Lehrmitteln zu übernehmen.

Mit dem noch jetzt an der.Spitze der Ansicgj stehenden Rektor Professor Dr. med. Ong Tsi. lung erhielt diese einen Leiter, der sich die Lei, terenwicklung der Universität zu einer Höhe, mit sie den mit der fortschreitenden Gesundung China; wachsenden Anforderungen entspricht, zum Zel, gesetzt hat. So soll jetzt eine dritte, n aturwis. senschaftliche Fakultät angegliedert oer- den. Der Lehrplan der technischen Fakultät ist un­ter Mitwirkung der deutschen Professoren Reu. leaux und seines Nachfolgers Prof. Berier so umgestaltet worden, daß er heute etwa de, Anforderungen einer deutschen technischen Hochschul, entspricht. Zu den bestehenden Abteilungen ertie[| die technische Fakultät eine dritte, die Vermefsurys, abteilung, für die ein großzügig angelegtes Ge­bäude entsteht und eine reichhaltige, den neueiten Anforderungen gerecht werdende Ausstattung an Geräten und Lehrmitteln, im wesentlichen banl deutscher Stiftungen, zur Verfügung steht. Nrn, Lehrstühle wurden geschaffen. Dem kürzlich gegrün­deten Lehrstuhl für Schiffbau wird sich bald ei» weiterer für Flugzeugbau anschließen, dj, medizinische Fakultät hat durch Angliederung de; neuen Krankenhauses von Groß-Schanghai uni durch Berufung weiterer Professoren für die klini­schen Fächer, die an diesem Krankenhaus wirke, sollen, in diesem Jahre eine bedeutungsvolle $r- Weiterung erfahren.

sen jedoch auf die Dauer nicht standhalten, und als der damalige Direktor einen Aufruf zur Erhal­tung des letzten deutschen Kultur-Stützpunktes in China erließ, waren die im Lehrkörper entstandenen Lücken schnell mit deutschen Lehrern wieder gefüllt. Schon im September 1919 konnte das neue Win­tersemester in Woosung eröffnet werden.

Als es 1920 galt, für die Tung-Chi-Hochschule neue Räumlichkeiten zu beschaffen, stellte die chine­sische Regierung 250 000 Dollar für Neubauten zur Verfügung, während derVerband für den Fer­nen Osten" in Berlin durch Werbung bei der deut­schen Industrie die erforderlichen Werkstätten-, La­boratorien- und Lehreinrichtungen beschaffte. Im Februar 1922 wurde das neue Heim in Woosung bezogen, und im Mai 1923 wurde der früheren Me­dizin- und Ingenieurschule durch die Verleihung des Ranges einer Staatlichen Universität die höchste Anerkennung der chinesischen Regierung zuteil.

Auch das letzte Jahrzehnt blieb nicht ohne schwere Bedrängnis. Bei der Belagerung der chinesischen Distrikte Schanghais durch die Japaner im Fe­bruar 1932 kam die Schulanlage, die unweit des damals heißumstrittenen Forts von Woosung liegt, in die Kampflinien. Abgeschnitten von Schanghai hielten die deutschen Professoren und Lehrer mit Frauen und Kindern in der Universität aus, um die Riesenwerte vor der Plünderung zu schützen. Die deutschen Lehrer standen Tag und Nacht Posten für Frauen und Kinder wurden Unterstände ge­baut. Als sich die Einschläge im Universitätsgelände mehrten, als eine japanische Fliegerbombe in die Maschinenhalle einschlug, so daß es kein Licht und kein Wasser mehr gab, da erst entschloß man sich schweren Herzens zur Flucht. Nach der Besetzung Woosungs durch die Japaner Anfang März gelang es drei Deutschen, durch die japanischen Absper-

mußte sich dem Zwang fügen. Der Zwang derrungslinien hindurchzukommen, die Unioerfitat ..... v erreichen und ihren Schutz wieder zu übernehm

Auch von diesem Schlage erholte sich die Uniim fität in erstaunlich kurzer Zeit. In erster Linie vcn dies dem damaligen Kultusminister Dr. C h u C h j h u a zu verdanken, der selbst aus der Tung-Chi- Universität hervorgegangen sich kräftig für )E11 Wiederaufbau einsetzte. Zum dritten Male sand sich die deutsche Industrie bereit, die Ausstattung der Hochschule mit Maschinen, Geräten und arbe-

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195693 265633 283319 388379

40 Gewinne zu 500 RM. 20646 45834 79554

122437 174527 174717 193539 197032 199932 210469 217931 237883 275768 281845 287116 288849 297000 310287 334380 356566

186 Gewinne zu 300 RM 1354 12764 14814 15885

22898 23029 25549 25938 31429 37615 38994

66999 67857 76499 80387 82560 84362 91044

91291 92193 92601 94371 94500 94567 98596

98622 110178 110655 114579 114723 115386 118909 122117 125330 126830 128717 132868

134407 138290 142385 147795 153765 155546

162967 169674 173404 174901 175069 182047

200371 201216 201685 212203 217613 222895

228272 238592 243501 246665 249178 264842

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308472 315278 320081 324458 325825 326217

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351059 351862 353064 353715 354085 355833

362803 364373 371873 375561 377093 379176

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4 Gewinne zu 2000 RM. 89584 95611

16 Gewinne zu 1000 RM. 11959 82930 114213 132870 188031 193238 220713 382044

18 Gewinne zu 800 RM. 34132 64527 108214

115001 178335 222593 231878 379411 399160

58 Gewinne zu 500 RM 22763 35154 35272

49729 59445 65503 132664 138536 148991 173102 185718 210498 214958 236557 242339 242750

245777 263348 274815 280592 289312 292989

J34897 348863 354146 359524 378554 384430

389343

184 Gewinne zu 300 RM 4393 7028 8206 11140

17649 18044 19732 24067 26373 27180 29576

33142 38419 39715 42864 55231 57311 61650

64977 66087 66467 69096 73248 79379 87456

J3944 94352 110055 111811 113743 119487 122638 .25847 138031 140292 142726 148619 161083

161558 161880 165572 175283 176067 176464

181426 182580 182641 202461 209184 214780

217486 229558 229969 238517 240346 243017

245390 250837 259352 259427 266346 270494

270533 277563 282878 286886 295902 299726

300008 301730 307313 309149 317260 322219

322733 334459 335547 339869 345307 351448

356942 357376 357696 364018 364322 369311

369457 376778 383806 385080 389882 396562

Die Ziehung der 3. JUaffe der 49. Preußisch- Süddeutschen (275. Preußischen) Klassen-Lollerie findet am 16. und 17. Juni 1937 statt.

Bekanntmachung.

Am 31. 7Nai 1937, nachmittags von 3 bis 4 lity findet in der Turnhalle der Schillerschule, Schiller, straße, ein weiterer öffentlicher Impftermin für alli die Erftimpflinge statt, die in den letzten Jahn» wegen Krankheit ober aus anderen Gründen nich geimpft werden konnten. 3630(

Am 7. Zuni 1937, nachmittags von 3 bis 4 !lhi> sind die Kinder zur Nachschau ebenfalls wieder i, der Turnhalle der Schillerschule vorzustellen.

Die Kinder müssen mit rein gewaschenem Körper und reinen Kleidern zur Impfung und Naschsho, gebracht werden. Kinder aus Häusern, in bin« übertragbare Krankheiten herrschen, sind nicht zu- gelassen.

Gießen, den 20. Mai 1937.

Der Oberbürgermeister.

Zwangsversteigerung.

Am Montag, dem 7. Zuni 1937, vormittags 9 W. wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimm« 204, das dem 36280

Georg Euler des Dritten in Gießen zugeschriebene Grundstück versteigert:

Grundbuch für Gießen, Band 59, Blatt 3344:

Flur XXXVIII, Nr. 233, Hofreite am Hamm ao

Neustadter Tor (Hammstrahe Nr. 1), 537 qm

Betrag der Schätzung 17 000,H®

Einheitswert (1.1. 35) 21 200, M

Das Anwesen umfaßt außer dem Wohnhaus eint zur Ausübung des Schlosserhandwerks geeignet Werkstatt, eine Lagerhalle und zwei Autogaragen.

Gießen, den 6. April 1937.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: - Karle, Ortsgerichtsvorsteher.

Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadl- und Landkreis Gieß»

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6 4,75'/,I

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26 3,75'H

über 26 3M

Ich bitte für die in Betracht kommenden W stellten die Höhe der Bezüge sowie die Zeit xt Fortzahlung des Gehalts der Kasse umgehend ul' zuteilen, damit die Beiträge entsprechend bereM werden können.

(Beiger, Kassenleiter.

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Dienstag, den 25* d. M., naw 2 Uhr, sollen im BersteigeraM lokal, Neuenweg 28, btto, nn-.fi und Stelle (Bekanntgabe inif Jl Lokal! zwangsweise gegen Barzahlung versteigert wert*- Haus- Laden- u. Btiromöbel Art, 4 Oefen, 4 Herde, 2 fenstereinrichtungen, 3 NiiW schinen, 5 Schreibmaschinen, 1 k- kanisiermaschine, 1 EisenstangeF Vervielfältigungsapparat, 1 rad, 1 Rechenmaschine, 1 Bo^ 1 Handatlas, 1 Blechschere, 1 eich Motor, 1 Eismaschine, 1 SM.» Anzugstoffe.

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