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Montag,22. Mrz 1937
187. Jahrgang
Rr.b8 Erstes Blatt
Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags
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Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Die SS.-Besichtigung im Frankfurter Ostpark. — (Aufnahme: Schwarz. NSG.)
alles dies Über
führer geben bekannt: Der Beauftragte des Führers
Sie Grundsteinlegung dwch dm SmM*. — tzllus-mhm« Schwarz, t&OI /
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horsams zu befolgen und uns im Kampf zu stählen und bereit zu machen.
Am frühen Nachmittag fand die Besichtigung der 2. SS.-Standarte und des 2/Mot. 2 durch den
um 18.30 Uhr über Maßnahmen zur Verstärkung der Lrzeugungsschlacht. Die Rede wird von alten deutschen Sendern übertragen. In allen Landgemeinden wird Gemeinschaftsempfang durchgeführt.
Chef des SS.-Hauptamtes, SS.-Obergruppen- führer Heißmeyer, im Frankfurter Ostpark statt. Nach der Besichtigung der einzelnen Stürme betonte SS.-Obergruppenführer Heißmeyer, daß er hoffe, daß die 2. SS.-Standarte nicht nur ihrer
handelspolitischen Bindungen der Länder untereinander eine Erschwerung einer plötzlichen Steigerung der Erzausfuhren vor allem aus Schweden. Es werden zur Zeit in allen erzreichen Ländern der Welt verzweifelte Anstrengungen unternommen, um die Erzproduktion zu steigern. Ein Zweites ist fast noch wichtiger: der internationale Schrottmangel. (Schrott = Alteisen.) Dreiviertel der gesamten Rohstahlerzeugung der Welt wird durch das Siemens-Martin-Berfähren bewältigt. Dieses Verfahren basiert aber aus der Einschmelzung von I Schrott, der in allen Industrieländern in reichlichem Maße abfällt, sorgsam gesammelt wird und einen überaus begehrten Rohstoff darstellt. Zwar hatte sich durch die Verschrottung überalteter Schisse, durch die Modernisierung von Maschinenfabriken, durch den Rationalisierungsprozeß in der Welt seit 1931 ein erheblicher Schrottvorrat angesammelt, aber er reicht nicht aus, um die ungeheure Nachfrage seit 1935 zu befriedigen Die Schrottpreise sind I international, zum Test über 100 v. H. angestiegen^ Sehr viele Länder haben sich gegen die Schrott« ausfuhr zur Wehr gesetzt, bzw Abgaben erhöht, wie z. B. Frankreich.
In sehr vielen Ländern sind mit dem Beginn der Eisenkonjunktur wiederum die alten Pläne nach Errichtung eigener Eisen - und Stahl« i n d u st r i e n aufgetaucht. Sie würden vermutlich, wie alle Konjunkturgründungen, das Nebel nur noch verschlimmern. Die Versuche in England z. B., Mgelegte Hochöfen- und Stahlwerke wieder in
mänen sowie der fiskalisch genutzte Streu- befitz und das anfallende Allmendland der Gemeinden zu 80 v. H. in Bauernhände ü b e r f ü h r t werden. Nach dem aufgestellten Generalsiedlungsplan standen 1935/36 4380 Hektar mit einem Wert von 8,69 Millionen Mark zur Verfügung Bis 1939 werden 16 281 Hektar mit einem Wert von 39,5 Millionen Mark versiedelt werden.
An den Ausmaßen und den Erfolgen dieses Planes ist das Dorwärtsfchreiten im Kampf um die Sicherstellung der Ernährung des deutschen Volkes deutlich sichtbar. Betont wies der Landesbauernführer darauf hin, daß die Organisation und seine nationalsozialistische Großzügigkeit in Hes° senihreHeimstatt hat. Wenn die Wissenschaft Monopole bricht, so schaffen wir an der Erweiterung der Ernährungsgrundlage für unser Volk, für unsere Kinder und für eine große in Haltung und Charakter einheitliche Volksgemeinschaft. Wesentlich dabei ist, daß unser Geist, der uns zu handeln treibt, der echte und gerade Bauerngeist ist. In alter Kampfgemeinschaft wird weiter gearbeitet
Der Weltbedars an Eisen.
Nach Berechnungen internationaler Institute beansprucht der Riesenaufwand an neuen R ü st u n - gen, vor allem in England und in den Vereinigten Staaten, nicht weniger als 4 0 v.H. der Eisen - und Stahlproduktion der Welt. Seit einem Jahr ungefähr wirkt sich die Verknappung der Erz-, Eisen- und Rohstoffvorräte in der Welt immer deutlicher aus. Die Erzgruben, die Hochöfen und die Stahlwerke sind zur Zeit nicht in der Lage, die sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Stahl und Eisen zu befriedigen. England beschließt >die Aufhebung seiner Eisenzölle. Nichts könnte deutlicher die restlose Beanspruchung der heimischen Stahl- und Eisenerzeugung dartun. Einen noch interessanteren Fall hören wir aus der polnischen (ostoberschlesischen) Montanindustrie. Es wird uns versichert, daß die ostoberschlesische Industrie, die sich durch die bekannten Maßnahmen des polnischen Steuerfiskus heute zum ausschlaggebenden Teil im polnischen Staatsbesitz befindet, nicht in dem Maße an dem allgemeinen Aufschwung teilnehmen kann, weil es nicht gelingt, genügend Frachtraum für die Heranschaffung ausländischer, vor allem schwedischer Erze nach Polen zu besorgen. Hier zeigt sich bereits ein neues Problem, die Überschneidung von Rohstoffknappheit und damit im Zusammenhang stehende Verknapung des Weltschiffraumes.
NSG. Am Samstagnachmittag wurde von Gau- leiter Sprenger im Beisein des nationalsozialistischen Führerkorps des Gaues HesienMasiau, der Gauamtsleiter, Kreisleiter und der Führer der Gliederungen, sowie Vertreter von Staat und Behörden der Grundstein zu dem Erbhöfedorf Allmendfeld bei Gernsheim gelegt. Im weiten Viereck waren die Abteilungen des Arbeitsdienstes, des weiblichen Arbeitsdienstes und die Ehrenformationen der Bewegung angetreten. Eine einzige Front präsentierter Spaten grüßte den Gauleiter, der zu den Klängen des Präsentiermarsches die Front abschritt. Kreisleiter Stavinoga begrüßte dann die erschienenen Gäste. Landesbauernführer Dr. Wagner wies darauf hin, daß die Grundsteinlegung dieses Erbhöfedorfes ein augenfälliges Sinnbild für den Willen des Gauleiters ist, dem Vierjahresplan im Gau Hessen-Nassau auch aus dem Sektor der Ernährung den Nachdruck zu verleihen, der ihm als Weg zur Ehre und^Freiheit des ganzen Volkes zukommt. Des Gauleiters Rat, der aus bäuerlichem Denken entsprang, hat diese Arbeit weit vorwärts gebracht. Nach Dankes- worten an Landeskulturrat Reich und den A r- beitsdienst gab er ein umfassendes Bild von der Größe der Arbeiten. In noch nicht vier Jahren sind demnach 86 400 Hektar im Rahmen des hessischen Meliorationsprogramms fertig melioriert und bereinigt worden. Die nationalsozialistische Regie- rung hat damit 57 v. H. von dem geleistet, was verflossene Regierungen in 46 Jahren aufzuweisen haben. Vom Herbst 1933 an wurden 1,05 Millionen Arbeitertagewerke abgeleistet: weitere 3 Millionen sind vorgesehen; der Arbeitsplan bis 1943 ist festaelegt. Er umfaßt 289 Gemarkungen mit einer Fläche von 163 000 Hektar. Dabei werden alle in dieses Arbeitsgebiet fallenden Do-
werden. Unter der begeisterten Zustimmung der Versammelten beendete der Landesbauernführer eine Rede mit den Worten des Führers: „Deutschland wird ein Bauernreich sein, oder es wird untergehen wie die Reiche der Hohenstaufen und der Hohenzollern." Er schloß mit den Worten: „Wir alle fühlen aber, daß wir nach langen Jahrhunderten auf dem Weg der Tatwerdung des deutschen Wesens schreiten. Es ist das, was ewig bleiben wird, weil von ihm Ursprung und Anfang ausging: das ewige Nationalsozialistfein!"
Der Gauleiter nahm danach die Grundsteinlegung des neuen Erbhöfedorfes vor. Er verlas die Urkunde und schloß mit den Worten: „Wir, die wir Zeuge dieses Aktes sind, sind uns der Aufgabe, die uns der Führer gestellt hat, bewußt. Wir schaffen Arbeit und geben damit der neuen Generation den Weg frei in ein sicheres und glückliches neuesReich, das das Reich Adolf Hitlers bleiben wird!"
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Frankfurt im Zeichen des Schwarzen Korps
Führertagung des SS.-Abschnitts XXX.
Der Chef des SS.-Hauptamtes, SS.-Obergrup- penführer Heißmeyer, gab eine scharfumrisiene Uebersicht über Werden, Organisation und Aufgaben der Schutzstaffeln. Der Gedanke der Auslese, der am Anfang der Arbeit gestanden hat, wird von Jahr zu Jahr schärfer durchgeführt. Ueberall klingt die völkische Erkenntnis durch als lebendiges Glied einer langen Ahnenkette, besonderen Verpflichtungen unterworfen zu sein gegenüber den Ahnen und der Sippe und damit gegenüber dem Volk und den Nachkommen. Aus der kleinen Arbeit von früher wird fo ein Orden aufgebaut, der noch in..,-,,-, —u - — ------ f
tau end Jahren alles deutsche Leben zusammen- Zahl nach die zweite Standarte des Reiches bleibe hält. Die Rede klang aus in dem Appell, wie bis- sondern auch ihrer Leistung nach^ Anschließend her an den Führer zu glauben, das Gesetz des Ge-1 zogen dann die Frankfurter SS.-Einheiten unter
NSG. In Frankfurt a.M. fand eine Führertagung des SS.-Abfchnittes XXX statt. Die Arbeitstagung wurde mit kurzen Bearüßungsworten des Führers des SS.-Abschnittes XXX, SS.-Oberführer Ludwig, im großen Saal des Dolksbil- dungsheims eingeleitet. Es schloß sich eine Anzahl Einzeltagungen an, in denen die Referenten des Abschnitts berichteten. Der Abend vereinte die Teilnehmer der Tagung mit zahlreichen Gästen, unter ihnen der Führer des SS.-Oberabschnitts Rhein, SS-Gruppenführer Hildebrandt, und der Führer der SA.-Gruppe Hessen, SA.-Gruppensuh- rer Lederle, zu einem Kameradschaftsabend. Der Sonntagvormittag sah die 500 Teilnehmer zur großen Haupttagung versammelt. Der Führer des SS.-Oberabschnitts Fulda-Werra, SS.-Obergrup- penführer Erbprinz zu Waldeck, faßte kurz den Sinn und die Aufgaben einer solchen Arbeitstagung dahin zusammen, innerhalb des Ordens der SS eine immer stärkere weltanschauliche Festigung zu erzielen SS.-Untersturmführer Dr. B e st vom SD.-Oberabschnitt Rhein führte mit seinem Licht- bildervortrag „Angriff auf die nationalsozialistische Weltanschauung" in den Kampf des Judentums gegen die Kräfte des Aufbaus ein. SS.-Untersturm- führer Eggers vom Raffe- und Siedlungshauptamt (Schulungsamt) trug mit seinem Referat „Die Geburt unseres Jahrtausends" eindeutiges und klares Material für die weltanschauliche Auseinandersetzung mit den internationalen dunklen Mächten zusammen.
rcut.xfAhArf wirb nn Umsaiw I für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Göring, Ä." ° Ä M 4n6 USI sprich, am Dienstag, ben 23. 2när$ 1937,
Die Ursachen des Riesenaufschwunges der Stahl- und Eisenindustrie in der ganzen Welt liegen aber nicht allein in dem Rüstungsaufschwung begründet. Man kann sehr deutliche Unterschiede zwl- . .... schen der Erzeugungssteigerung in den einzelnen
Führung von SS.-Obersturmbannführer More^th, U^rn machen. Die Rohstahlerzeugung ist m dem Führer der 2. SS.-Standarte, mit klingendem @ [anb 1936 gegenüber 1929 um 19 v. H., in Spiel durch die Stadt zur Taunusanlage, wo an $9 ^m 3,8 v. H., in Italien um 9 v. H. der Reichsbank ein Vorbeimarsch vor L e n i e □ e n, dagegen in Japan um 130 v. H. und Obergruppenführer Heißmeyer stattfand fn Rußland um 226 v. H. (wenn man den russischen
* Angaben Glauben schenken darf!). In einer zwecken
Auch das gesamte Führerkorps der in Gießen Gruppe fü^renbeT liegen bie
stehenden 8 3. SS. -Standarte unter ihrem Dinge anders. In den Vereinigten Staaten blieb Führer SS.-Sturmbannführer Müller nahm an die Erzeugung immer noch um 19,4 v. H-'M Frank- ber Tagung unb der Besichtigung teil. re.ch um 32 v. S)„ unbm Wen um 3^9-
russische Produktion ausschaltet, so ist in der Welt- Ierzeugung der Stand von 1929 infolge des / / IF A 4 Ä w MMPM <* u 4k amerikanischen Zurückbleibens noch nicht ganz
Das neue Erbhofedorf tm hessischen Ried. s-MZ-E-Ltz-r
Gauleiter Gvrenaer leat den Grundstein zu Allmendfeld. Be^oor die Aufrüstung den Bedarf sprunghaft
v y steigerte, begannen bereits die Eisenbahnen
bauern ft eUen mit einer durchschnittlichen und die Automobilfabriken zusammen mit Landzulage von 55 bis 60 Morgen gegenüber 28 dem Bedarf, der sich aus S t r a ß e n b a u t e n und Neubauernstellen mit einer Landzulage von 44 bis Neusiedlungen ergab, den Weg zu ebnen. 56 Morgen in Riedrode vorgesehen. Hinzu kom- In allen Ländern hat die erstaunliche Beschleum- men noch drei Handwerker stellen mit gung der Geschwindigkeit der Eisenbahnen, die in einer Landzulage von je 30 Morgen. Die breit- England und in den Vereinigten Staaten ebenso gelagerte Bauweise in Allmendfeld gestattet eine große Fortschritte machte wie in Deutschland, zu Viehhaltung von 10 bis 12 Stück Großvieh, vier einem mächtigen Neubedarf an Eisen und Stahl Stück Kleinvieh und eine Schweinehaltung bis zu geführt. Eine Reche neuer großer Eisenbahnlinien 20 Stück. 39 200 Mark ist der Preis für eine Neu- mit dazugehörigen Brücken usw. sind vor allem bauernstelle. Die Anzahlungsquote beträgt 10 v. H. in Asien gebaut worden. Dann setzte der Auf- Mit 4 v. H. Zinsen und Amortisation wird der schwung der Automobilerzeugung ein, die Durch- Hof nach 66 Jahren Eigentum des betreffenden führung großer Straßenbauten in fast allen Lan- Bauernqeschlechts fein. ' dem der Welt. Dann aber wurde alles dies über-
_ _ • a c schattet, ohne daß die Automobilproduktton und die
Morgen Gememfchansempsang
men Bedarf der Rüstungsindustrien. Wir wollen * hier auf die sicherlich enormen Investitionen hin-
B erlitt, 20. März. (DRV.) Der Reichspropa- weisen, die durch die Umstellung der britischen und gandaleiler der RSDAP. und der Reichsbauern, amerikanischen Industrie auf den Kriegsfall ma- - - “ " - ‘ — 1 schinentechnisch notwendig werden.
Dem Aufjchwung der Stahl- und Eisenindustrie' und damit zugleich auch dem Tempo der Aufrüstungen sind bestimmte Grenzen gesetzt. Die Erzgruben können nicht so rasch folgen, zumal N o r d s p a - n i e n als äußerst wichttges Erzausfuhrland vollkommen a u s f ä 111. Zweitens bewirken die internationale Devisenwirtschaft und die komplizierten


