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Gaumeisterschastskampf im Gerätturnen.

Ein Zweikampf Kreis Gießen-Kaffel. Hohe Schule der Turnerei.

... M

-

Oben links: Fink (links), Gaumeister 1937, und Schöffmann, Wieseck, Gaumeister 1936, verfolgen aufmerksam die Leistungen ihrer Konkurrenten. Oben rechts: Die Teilnehmer unseres engeren Heimatbezirks (von links nach rechts): Seth, Großen-Linden, H. Herbert, Gießen, E. Schöffmann, Wieseck, L. Herbert, Gießen, und Lettin Wieseck. Links unten: Schöffmann zeigt einen sauberen Handstand. Unten rechts: Zu den Dflichtübungen am Barren angetreten.

(Aufnahmen [4]: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Beliebte Kür.

Der Nachmittag brachte den Turnern ein volles Haus. Die Turnhalle war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Turner gemeinsam (vorausgetragen die Hakenkreuz- und die Reichsbundfahne) ein­marschierten und die Bühne betraten. Vereinsführer R e i n i n g (To. 1846 Gießen) hieß zunächst Turner und Zuschauer herzlich willkommen und dankte dem Gau für Abhaltung der Meisterschaften in Gießen. Der stellvertretende Kreisführer des RfL. D a u - pert (Wieseck) hieß die Turner willkommen und ermahnte sie zu ritterlichem Kampf. Der stellver­tretende Gaufachamtsleiter Dr. Schäfer (Kassel) stellte seine kurze Ansprache ganz in den Geist des Gedenkens der gefallenen Helden des Weltkrieges und der für die Erneuerung Deutschlands Gefalle­nen. Seine Rede klang aus in dem gemeinsam ge­sungenen Lied vom guten Kameraden.

Als dann die Turner zu den Kürübungen an­traten, schienen sie gegenüber den Leitungen am Vormittag wie ausgewechselt. Die Zahl Der

Bettin, Tv. Wieseck....... .

Sieger, Limburg.........

Beyer, ACT. Kassel.........

Gergs, ACT. Kassel.........

Fink, CT. Kassel..........

H. H e r b e r t, Tv. 1846 Gießen.....

L. Herbert, Tv. 1846 Gießen.....

Schmeißing, CT. Kassel.......

Schöffmann, Tv. Wieseck......

Seth, Tv. Großen-Linden.......

A. Krack, Kirdorf..........

Kreckel, Kirberg..........

Zn den Gästen aus Kassel (Fink, Gergs, Schmeis- sing und Beier) sah man erneut Turner von einem sehr ausgeglichenem Können. Sie machten unseren einheimischen Turnern die Behauptung schwer.

Die Turnhalle des Turnvereins 1846 Gießen war gestern der Schauplatz eines turnerischen Ereignisses. Die Geräteturner trugen unter der Leitung von Gau-Männerturnwart Dahms die Gaumeister­schaft aus. Der Kampf gestaltete sich zu einer Be­gegnung bekannter Geräteturner aus Kassel mit den Turnern unseres engeren Heimatbezirks Gie­ßen, Wieseck, Großen-Linden. Die Turnhalle war für die Veranstaltung prächtig geschmückt. Die Bühne war zur ganzen Breite geöffnet worden. Geturnt wurde in der Meisterklasse des Gaues und in der Oberstufe. Am Vormittag wurden bereits vor vielen Zuschauern die Pflichtübungen ge­turnt, der Nachmittag war den Kürübungen der Meisterklasse bestimmt, nachdem die Oberstufe ihre Kürübungen während der Mittagsstunden hinter sich brachte.

Kurzer feierlicher Auftakt.

Dem Wettkampf in den Morgenstunden ging eine besinnliche Viertelstunde voraus, die von dem Dietwart des Tv. 1846, Wiegandt, gestaltet wurde. Er hielt eine kurze Ansprache an die Tur­ner, in der er an den besonderen Sinn des Tages, des Heldengedenktages, hinwies und daraus die Forderung der Tat für Volk und Vaterland ab­leitete. Gaumännerturnwart Dahms gab dann die Ordnung und die Durchführung des Wettkampfes bekannt und wies darauf hin, daß dieser Meister­schaftskampf gleichzeitig ein Ausscheidungskampf für Fulda fei. Dann traten die beiden Mannschaften im Saal und an den Geräten zum Wettkampf an.

Im Wettbewerb der Pflichtübung.

Die Pflichtübungen, die geturnt werden mußten, sind in ihrer gegenwärtigen Zusammenstellung noch nicht oft geturnt worden. Siesaßen" bei den Tur­nern auch noch nicht so recht und so ergab es sich, daß nicht jede Uebung so gelang, wie es von den Turnern selbst und auch vom Kampfgericht erhofft war. So mancher Turner blieb dabei erheblich unter der gewohnten Leistung. Am schlechtesten schnitt dabei H. Herbert in der Freiübung ab, wo er nur 8 von 20 erreichbaren Punkten erzielte. Die höchste Wertung bekam Fink - Kassel mit 19,1 Punk­ten für seine Uebung am Barren. Dreimal würben 18 Punkte erreicht, und zwar von Schöffmann (Barren), L. Herbert (Längspferd) und von Bieger- Limburg ebenfalls am Barren. Alle anderen Wett­kämpfer blieben zum Teil erheblich darunter. Eine Vollwertung gab es übrigens während des ganzen Wettkampfes nicht.

Neben der Meisterklasse turnte auch die Ober­stufe ihre Pflichtübungen, so daß sich den Zu­schauern ein sehr belebtes Bild darbot. Während die Oberstufe auch ihre Kürübungen hinter sich brachte, turnte die Meisterklasse nur eine Kur­übung, den Sprung über das Längspferd am Vor­mittag. Leider passierte dem Wiesecker Schöffmann an den Ringen ein Mißgeschick. Er stürzte am Schluß seiner Pflichtübung ab, erlitt im Gesicht er­hebliche Hautabschürfungen und verlor dadurch (was schmerzlicher für ihn war) auch einige Punkte. Zweifellos kam er durch diesen Sturz um den zweiten Sieg.

Unsere heimischen Turner hielten sich gut.

In einzelner Betrachtung läßt sich sagen, daß Schöffmann die beste Figur machte. Er versagte eigentlich an keinem Gerät. Ihm wäre der zweite Platz zu gönnen gewesen, um so mehr, als er nach den Pflichtübungen nahezu punktgleich mit Fink an der Spitze lag. Neben ihm verdient unmittelbar Ludwig Herbert genannt zu werden, der sehr durch Ruhe und Sicherheit gefiel. Sein Bruder fiel gegenüber seinen früheren Leistungen erheblich ab. Durch seine dienstliche Tätigkeit in Gelnhausen und das mangelnde Training mit seinen Kameraden scheint er etwas aus der Form geraten zu sein. Bett in, Wieseck, der älteste in diesem Kreis der Jungen, hatte einen sehr schweren Stand. Aller be­wiesene Eifer konnte ihm über den achten Platz nicht hinaushelfen. Von Seth, Großen-Linden, hatte man etwas mehr erwartet. Schade, daß er an den anderen Geräten nicht an seine Reck-Leistung anknüpfen konnte, die er mit 18,5 Punkten ausge­zeichnet hinter sich brachte.

Das Gesamtergebnis der Meisterklasse.

1. Sieger und Gaumeister im Gerätturnen Fink, Kassel, 202 Punkte; 2. Gergs, Kassel, 199,6; 3. Schöffmann, Wieseck, 197,4; 4. Beyer, Kassel, 194; 5. Schmeissina, Kassel, 193,5; 6. L. Herbert, Gießen, 188,2; 7. Sieger, Limburg, 180,4; 8. Bet - tin, Wieseck, 172; 9. Seth, Großen-Linden, 170,5; 10. H. Herbert, Gießen, 166,9; 11. Kredel, Kir­berg, 184,5; 12. Krack, Kirdorf, 173,2 Punkte.

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202347

209692

210727

211775

213212

218366

219611

223279

225543

226654

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Teilnehmer war übrigens auf 12 erweitert word-n da aus der Oberstufe die Turner Krack (Äirbtrn und Kreckel (Kirberg, Westerwald) einbezo^ worden waren. Es gab nun kaum mehr eine jL tung unter 14 Punkten. Am schwersten Gerät, den Ringen (die manchem Turner noch gar rJ so ganz vertraut sein können), wurden erstauirich gute Leistungen erzielt. Vor allem konnte man J, bei ausgezeichnete Haltungen bewundern. Am W gab es nur zwei Wertungen, die unter 17 Punk.^ lagen, die anderen lagen erheblich darüber. höchsten Wertungen mit 19,6 Punkten erziel^ H. Herbert mit seiner Uebung am Reck rH Schöffmann am Barren. Für Herbert dieser Erfolg um so erfreulicher, als er sonst we;j. glücklich turnte. Fink (Kassel), der neue meister, brachte es am Recknur" auf 19,3 Puiri, Die Kampfrichter werteten äußerst exakt, so die gegebenen Punktwertungen einen klaren Wh stab der Leistungen darstellten. Eine große An;ij der während dieser Kürübungen gezeigten Leisis gen waren in Körperhaltung und -beherrsche und in der Exaktheit der Ausführung schweif zu überbieten. Die Zuschauer ließen es am eu sprechenden Beifall nicht fehlen. Die nachsteh-ch Tabelle gestattet interessante Vergleiche der A-tt< kämpser und ihrer Leistungen an den verschieden,, Geräten. Aus räumlichen und technischen (Brünitn können wir leider nur die Aufstellung der Klip Übungen wiedergeben.

als Teilnehmer für den Ausscheidungskampf gu bn I Deutschen Gerät-Meisterschaften, der in Fulda au- getragen wird.

Das Ergebnis der Oberstufe.

1. Kreckel, Kirberg (Westerwald), 184,5 Punir; 2. Lenz 175,0 P.; 3. Krack 173,3 P.; 4. Gallis (alle drei Kirdorf bei Bad Homburg) 166,2 5. M. Hardt, Tv. 1846 Gießen, 160,7 P.; 6. 1 Seipp, To. Großen-Linden; 7. H. Wächtershäusr, Kirtorf. Die beiden ersten Turner dieser Klose werden mutmaßlich der Meisterklasse eingereiht.

Längs­pferd

Ringe

Barren

Reck

Quer­pferd

Frei­übung

8,0

14,5

17,6

17,7

14,0

17,6

16,5

16,4

15,5

13,3

14,8

16,2

17,0

18,0

18,0

19,2

14,0

19,1

17,5

18,1

17,6

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16,0

17,5

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152886 186481

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85197

131302 158726 187606 262392 310505

327975 355094

87620 131845 163717 191321

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Verantwortlich für Politik und für die Bildei Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriai; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeige leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11 24L T~- Druck und Verlag: Brühl'sche Universiiäts- BuH .'er Badenwei