».Schönen Gruß zuhause
Wir hören es jeden Tag, an allen Enden: „Schönen Gruß daheim!"
„Grüß mir den Max!"
„Vergiß es nicht, Käthi zu grüßen — und Elli auch, weißt du!"
„Sag allen einen schönen Gruß von mir!"
Richten wir die freundlichen Bestellungen aus? Wir vergessen es, zu unserer Schande gesagt, immer wieder. Woher kommt das?
*
Es ist gar kein Wunder. Es kommt daher, daß man die Phrasen im täglichen Umgang mit Menschen satt ist und daß der herzlichste Wunsch sogar, das freundlichste Wort an die Daheimgebliebenen einfach vergessen wird, weil man es nicht ernst nimmt...?
Das ist eine sehr einfache Erklärung. Sie stimmt in hundert Fällen, sie stimmt aber nicht immer.
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Ich denke an den Mann, der am Zaun eines Krankenhauses steht, im gestreiften Kittel, und der den Besuchern immer noch einmal sehnsüchtig nachwinkt und nachruft: „Grüß auch die daheim!" Dann geht er langsam, schleppend zurück. Ueber den heißen Hof, der Tür zu, der schattige Flur nimmt ihn auf, das Zimmer mit den zwei, drei weißen Betten. Er ist wieder allein. „Grüß mir die zu- haus!" Es war so echt und gut gemeint.
Ein Mann fährt durch seine Heimat. Er hat einem Freund geschrieben, daß er eine Stunde Aufenthalt habe, mitten in der Nacht. Er solle doch, wenn es gehe, an den Bahnhof kommen, ja? Der Freund ist gekommen. (Denn er ist ein Freund.)
Ein Händeschütteln, Fragen, Bestürmen. Die dicken, schwarzen Zeiger der Uhr rücken weiter. „Ja", sagt der Freund, „ich soll dich natürlich noch grüßen. Von Franz, weißt du, und von Hannchen (sie ist verheiratet) und von Ernst, Mensch, der hat sich wieder mächtig hochgerappelt, weißt du noch, rote wir damals als Buben ..."
*
Ja — in solchen Augenblicken bekommt das Grüßen nach Hause, das Grüßen von Daheim Klang, schweres Gewicht, Duft und Inhalt. r. k.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 22. August. 13. nach Trinitatis.
Gießen. Sladlkirche. 8 Uhr: Pfr. Schmidt; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Mat- thäusgemeinde; 9.30: Pfr. Becker; Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Markusgemeinde; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker.— Zohanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukas- gemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannes- und Militärgemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbefprechuna im Johannessaal; Pfr. Aus- fcld. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Professor D. Cordier; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Vikar Lorenz. — petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfr. Trapp. — Albach. 9: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst zur Eröffnung der Konfirmandenstunde; anschließend Christenlehre. — Reiskirchen. 10.30: Kandidat Döll. — Burkhardsfelden. 13: Pfr. Döll. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Christenlehre. — Lollar. 9: Kindergottesdienst. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; i
11: Christenlehre für die weibliche Jugend; 13.30: Kinderaottesdienst. — Daubringen. 20: Gottesdienst. — Klein-Linden. 10: Festgottesdienst anläßlich des 60jährigen Bestehens des Kirchenchores unter Mitwirkung des Posaunen- und Kirchenchores; Missionar Bender (Marburg); 14.30: Missionsfest im Hofe der Kinderschule. — Watzenborn-Steinberg. 10.30: Kindergottesdienst; 13: Hauptgottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — Hausen. 13: Gottesdienst. — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die männliche Jugend; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Naumann. — Rieder-Bes- singen. 9.30: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Bettenhausen. 8.45: Jugendgottesdienst; 9.30: Hauptgottesdienst. — 2Nün;enberg. 10.30: Gottesdienst; 13: Christenlehre. — Trais-Wünzenberg. 8.30: Gottesdienst; Christenlehre. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Christenlehre; 13.30: Gottesdienst zur Eröffnung der Konfirmandenstunden. — Göbelnrod. 9.30: Gottesdienst; Christenlehre. — Harbach. 12.30: Gottesdienst; Christenlehre. — Bellershain. 14.15: Gottesdienst; Christenlehre. — Veilsberg. 10: Lesegottesdienst. — Wieseck. 9.30: Gottesdienst; 15: Bibelstunde. — Allen-Bufeck. 10: Gottesdienst. — Trohe. 13: Gottesdienst.
Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 22. August. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Mittwoch, den 25. August. 20.30: Bibelstunde. — Donnerstag, den 26. August. 20.30: Jugendbundstunde.
Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, den 22. August. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisationsstunde. — Dienstag, 24. August. 20.30: Bibel- und Gebetstunde.
Reuapoftolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, den 22. August. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 25. August. 20.30: Gottesdienst.
Baplislengemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, den 22. August. 11 Uhr: Kindergottesdienst: 16: Predigt und Abendmahl. — Donnerstag, 26. August. 20.15: Bibe'lstunde.
katholische Gemeinden.
Samstag, den 21. August.
Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.
Sonntag, 22. August. 14. Sonntag nach Pfingsten.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion;
8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Messe mit Predigt; 14.30: Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 9.30: Messe mitPredigt-Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt.
veffentticher Sonntagsdienst.
Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.
Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele- fon 02.
Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst
8 bis 21 Uhr.
Staotpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.
Sanitätskolonne: Telefon 2500.
Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen:
Arzt: Dr. Mehl.
Zahnarzt: Dr. Schmitt.
Apotheke: Pelikan-Apotheke.
Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen.
Verlobte
03864
Tanz- Unterricht!
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Bad-Nauheim
Gießen, Plockstraße 14-16
Sonntag, 22. August 1937
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am Sonntag, dem 22. August bei Hans Oppermann
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Moltkestrafee vormittags 8.30, nachmittags 14.30 Uhr
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Auf zur^FÄ IFWICS nach
Xaunsbatfi
am 22. u. 23. August 1937
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Die Burschenschaft. Der Wirt.
WIESECK
Sonntag, 22. August 1937
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Inhaber: Adolf Schepers
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Große Tanzflächen im Freien. — Für la Speisen und Getränke ist gesorgt. — Gute Bedienung ohne Aufschlag
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Karl Sommeriad Wwe.
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Gießen
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August 1937
Hydrotherapie
214
Hysterie
schlauche angeschraubt werden; auf den Straßen unter den mit einem H versehenen eisernen Deckelkappen zu finden.
Hydrotherapie. Wasserheilkunde: man versteht darunter die systematische Anwendung des Wassers in verschiedenen Temperaturen, auch als Wasserdampf, zu vorbeugenden Maßnahmen (s. Abhärtung) und zu Heilzweaen.
Hygiene, Eesundheitslehre. Es wird darunter die Lehre und das Studium von der Erhaltung und Erhöhung der Gesundheit des einzelnen und der ganzen Volksgemeinschaft verstanden.
Hypnose, „Zwangsschlaf", es handelt sich dabei um einen eigentümlichen schlafähnlichen Zustand. der durch Suggestion bzw. durch gewisse gleichförmige Sin- neseinorücke hervorgerufen werden kann. Es ist eines der wichtigsten Heilverfahren in der Nervenheilkunde, Nichtärzte sollen damit sich nicht befassen.
Hypochondrie, ein Zustand, bei dem der Pat. seine Aufmerksamkeit ständig auf seinen eigenen Körper richtet, alles aufs genaueste an sich beobachtet und bei der geringsten Wirklichen oder auch nur eingebildeten Störung ernstlich krank zu sein glaubt, sich für unheilbar und dem Tode verfallen hält. Es ist eine rein nervöse Krankheit ohne irgendwelche körperliche Grundlage, hervorgerufen durch körperliche oder geistige Überempfindlichkeit, meist Teilerscheinung bei Neurasthenie (s. d.), aber auch bei Hysterie,
Melancholie, progressiver Paralyse. (Siehe die einzelnen Stichwörter.)
Hypothek ist ein Pfandrecht an einem Grundstück. Auf Grund der Hyvothek kann der Inhaber derselben vom Eigentümer des Grundstückes die Zahlung einer Geldsumme verlangen und wenn der Schuldner nicht zahlt, die Versteigerung oder Zwangsver- steigeruna des Grundstücks betreiben. (Voraussetzung hiezu ist das Vorliegen eines Vollstrek- kungstitels). Die H. muß im Grundbuch eingetragen sein. Man unterscheidet die sogenannte Si- cherungshypothek und die Ver- kehrshyp. Erstere ist in ihrem Bestand und ihrer Höhe besonders eng verknüpft mit der zugrunde liegenden Eeldforderung. Der Inhaber der H. bekommt regelmäßig einen Hypothekenbrief. Die H. kann abgetreten und gepfändet werden. Bei Pfändung einer H. Anwalt zu Rate ziehen.
Hysterie (eigentlich „Mutter- weh". da man früher irrtümlich annahm, das Erundübel sei ein Leiden der Gebärmutter oder der anderen weiblichen Geschlechtsorgane). eine Krankheit, die bei beiden Geschlechtern vorkommt und ohne nachweisbare Eehirn- oder Organerkrankungen auftritt. Äußerungen sind ungewöhnliche Eemütserscheinungen. Bewegungs- und Eefühlsstörun- aen, Lähmungen und Krämpfe, Störungen der Eefäßinnervation und der Drüsentätigkeit, erhöhte Suggestibilität. Die Hysterischen „schwindeln" nicht einfach eine
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sind leicht zu reinigen. Besonders haltbare sind aus trocknem, astfreiem Holz hergestellt. Und solche Quirle, Kochlöffel, Schneidebretter, Besteckkasten und anderes bekommen Sie bei Häuser zu niederen Preisen.
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Ort: Caf6 Leib. Zeit: Montag, den 23. August 20 Uhr pünktlich.
Eintritt: 1 RM.. für Schüler und Studenten 40 Pf., Eintrittskarten an der Abendkasse. [susD
Dr. Heinrich Roese
Klavier
Elisabeth Roese
Gesang
Anmeldungen zum Unterricht Wart weg 50
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Sonntag, den 22. August
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