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baskischen Märtyrerstadt gestaltet sich für jeden zu einem unvergeßlichen Erlebnis. Man empfindet tiefes Mitgefühl für die Bevölkerung und Ekel und Abscheu über die im Laufe einer elfmonatigen bolschewistischen Diktatur begangenen Morde und Verbrechen. Tausende von Einwohnern, die von den fliehenden Horden mehrere Kilometer mitgeschleppt worden waren, kehrten am Sonntagvormittag mit ihrem letzten Hab und Gut in die Stadt zurück. Die ersten La st wagenzüge mit Brot, das schon zum unbekannten Begriff geworden war, trafen wenige Stunden nach der Einnahme Bilbaos ein. Zwei 1500-Tonnen-Schiffe sind mit Lebensmitteln ausgelaufen, um die größte Not zu lindern. Auf dem Plaza de Arenal fand am Sonntagvormittag ein Feldgottesdienst statt, an dem außer den siegreichen Truppen die befreite Bevölkerung teilnahm.

Seit mehreren lagen gibt es kein Wasser und kein Licht in der Stadt. Die Behaup­tungen der Bolschewisten, die Wasserleitungen seien durch Fliegerbomben zerstört worden, stimmen nicht. Einwohner und Ueberläufer be­stätigen, daß bolschewistische Spreng- kommandos die Rohre an mehreren Stellen zerstört haben. Die Stadt zeigt bis auf jene von den Bolschewisten durchgeführten Vrand-

LPD. Worms, 20. Juni. Die Reichsthea - terfestwoche 19 3 7, mit dem Bekenntnis zu Richard Wagner in Köln eröffnet, fand am Sonn­tagnachmittag in Anwesenheit des Schirmherrn der deutschen Kunst, Reichsminister Dr. Goebbels, in Worms ihren würdigen Abschluß. Die Bevölke­rung eines großen Teils des Gaues Hessen-Nassau nahm den langersehnten Besuch des Ministers zum Anlaß, um in jubelnden Begrüßungskundgebungen ihre Freude und ihren Dank zum Ausdruck zu brin­gen. Bon Darmstadt an umsäumten Zehntausende die Straßen und drängten sich auf den Brücken, die die Reichsautobahn Überspannen. Oft mußte Dr. Goebbels seinen Wagen halten lassen, Blumen­sträuße entgegennehmen und den Volksgenossen die Hand schütteln. Besonders eindrucksvoll war die Begrüßung im neuerrichteten Erbhöfedorf Ried- r o d e an der alten Nibelungenstraße. Die Neu­bauern und Siedler umdrängten den Wagen des Ministers und schüttelten Dr. Goebbels immer wie­der die Hand. Ebenso freudig wurde er von den Arbeitsmaiden des dortigen Arbeitslagers, die den Siedlern bei ihrer schweren Arbeit zur Seite stehen, begrüßt.

Auf den zweiten Vierjahresplan über­gehend legte der Minister dar, daß es keines­wegs die Absicht der nationalsozialistischen Staatsführung sei, sich dadurch vom Auslande abzuschließen. Es bleibe Deutschland nichts anderes übrig, als zu diesem Mittel der Selbst­hilfe zu greifen.Wir wollen mit dem Vier­jahresplan unsere nationale Souve­ränität zurückgewinnen, weil wir sie vorerst anders nicht zurückgewinnen können." Um dieses hohen Zieles willen bedürfe es der gebauten Kraft und der Einigkeit der ganzen Ration,

und das sei auch der eigentliche Grund für die Auseinandersetzungen in kirchenpolitischen Fragen. Es müsse hier davon ausgegangen wer­den, daß das deutsche Volk, das allein über sein Schicksal zu bestimmen habe, den Führer mit der Gestaltung seines nationalen Lebens beauftragt habe. Das schließe Vertrauen von unten nach oben und Autorität von oben nach unten in sich. Was zur Sicherung der irdischen Belange des deutschen Volkes notwendig sei, könne nur von dem beurteilt werden, der diesen Auftrag besitze. Die Kirche solle lieber nicht über die Moral des Staates urteilen und nicht mit Steinen werfen, da sie im Glashaus sitze, sondern zuerst lieber in ihren eigenen Reihen nach dem Rechten sehen, wenn sie sich auf ihren Auftrag berufe.Wir meinen", jo erklärte Dr. Goebbels unter langanhaltendem

An das Schicksal der Helden des Nibelungenliedes anknüpfend, deren Zwietracht trotz aller Tugenden ........ herbeiführte und

allein fein Werk für alle Zeiten unsterblich.

Wie klein erscheinen dagegen die kümmerlichen Einwände, die böswillige Gegner gegen unseren Staat und unsere Bewegung erheben zu können glauben! Was bedeuten diese Einwände herge­laufener Schwäher, die keine Ahnung von den Schwierigkeiten und Sorgen haben, die uns belasten, und die nur in seiger Anonymität an uns ihx kritisches Mütchen kühlen wollen. Sie werfen uns besonders gerne vor, daß wir f o riskante Entschlüsse wagen. Das tun wir allerdings! Wenn sich eine Ration aus einer unfruchtbaren Verstrickung und aus so starker internationaler Fesselung, wie sie uns die Jahre von 1918 bis 1933 gebracht haben, nach und nach befreien will, so muh sie in den entscheidenden Stunden auch den Mut zu einem entscheidenden Entschluh auf­bringen, und diesen Mut", so erklärte Dr. Goeb­bels unter stürmischem Beifall der Massen, hat der Führer gehabt. Wir haben etwas riskiert, aber wir haben auch etwas gewonnen, wenn auch nur in heißem Kampf und unter oft schweren Opfern."

GlanzvollerAbschlußderReichsiheaierfeflwocheM37

Oie Wormser Ausführung von HebbelsNibelungen" in Anwesenheit von Or. Goebbels.

konnte sie nicht umhin,diesen Bitten zu entspreche n". Der Rat der Volkskommissare »)at die Ausgabe der Rüstungsanleihe beschlossen. Man wählte den Wegüber das Volk", indem man den Organisationen befahl, die Initiative zu ergreifen. Das Ziel der Anleihe fügt sich eindeutig in den großen Plan der Aktivierung des Welt­bolschewismus ein, der noch kürzlich durch die wiederholten Aufrufe D i m i t r o f f s zu einer um­fassenden Unter st ützung der Valencia- Bolschewisten mit allen Mitteln deutlich zeigte, daß er keine Gelegenheit zur Entstehung eines Weltbrandes unbenutzt lassen will.

Der nationale Heeresbericht.

Salamanca, 20. Juni. (DRV.) Der natio­nale Heeresbericht lautet: Front von Bis- c a 9 a : Unsere Truppen haben ihren siegreichen Vormarsch fortgesetzt. Sie eroberten das Fort Altamira westlich von Bilbao und die Stellungen von Castillo westlich von Santo Do­mingo, Ugarte, Lavadero, El Voquete und die Berg­gipfel Malmarin. Die Umzingelung Bilbaos war dadurch erreicht. Gekrönt wurden die Kampfhand­lungen der letzten Tage durch die Einnahme von Bilbao, die heute Rachmittag erfolgte. Mit großer Feierlichkeit wurde am Regierungsgebäude d i e nationale Flagge gehißt. Die Zivilgarde und mehrere in der Stabt verbliebene bolschewistische Abteilungen ergaben s i ch den Rationa­len. Die Stadt ist ruhig. Die Bewohner, erfreut dem Joch Aguirres und seiner Horden entronnen zu sein, begrüßten mit Jubel die Be­freier. Ferner wurden einige Höhenzüge südlich

ftiftungen keinerlei Spuren von Bom­bardements. Die ruchloseste Tat, die die zurückflutenden Bolschewisten begangen haben, war die mit ungeheuren Dynamitmengen her­vorgerufene Sprengung eines Bahn- t u n n e 15 in der Stabt 3n biesen Tunnel hatten sich Frauen, Greise u n b Kin - bet geflüchtet, um sich bem kommunisti­schen Räumungsbefehl zu entziehen. Es sollen runb 2000 Menschen getötet worden sein! Abgesehen von biefer mörberischen Tat hatten bie Verbrecher in Bilbao b i e Markt­halle unterminiert unb wollten sie kurz vor bem Einzug bet Rationalen mit ben in ben borkigen Kellern sich aufhaltenben h u n - berfen von Frauen unb Kinbern in bie Luft sprengen. Das schnelle Vorbringen ber nationalen Truppen konnte bie Ausführung

wenigstens biefer Freveltat verhinbern.

Die silbernen und goldenen Kelche wurden aus allen Gotteshäusern gestohlen. In einem Kloster sind 16 Menschen, in einem anderen sind bis auf neun Nonnen, die von nationalen Polizeibeamten gerettet worden, alle Insassen gemeuchelt worden. Die Nonnen wurden vor ihrer Ermordung noch das Opfer nicht zu schildernder Orgien. Die Zahl der während der Bolschewistenherrschaft in Bil­bao ermordeten Personen geht in die Tau­sende. Darunter befinden sich 500, die in Gefäng­nissen und auf Gefängnisschiffen untergebracht waren.

In den Banken von Bilbao ist buchstäblich kein Centimo zurückgeblieben. Die Bank von Spanien hat einen Tag vor dem Einmarsch der nationalen Truppen noch einen Kassenbestand von über einer Million Peseten gehabt. Alle Banksases sind aufgebrochen. Juwelen und Wertpapiere sind gestohlen worden. Der Gesamtwert des aus Bank- jafes und Privathäusern entwendeten Schmuckes be­trägt mehr als hundert Millionen. Die Inhaber der Sases wurden aufgefordert, in die Bank zu kom­men. Dort überredete man sie mit entsprechenden Drohungen, ihr Vermögenin Sicherheit bringen" zu lassen. DieSicherheit" bestand in der Verladung der Wertsachen auf ein Schiff, das mit unbekannter Richtung man nimmt an, nach Frankreich Bilbao bei Nacht und Nebel verließ. Der Präsident des sogenanntenVolksgerichtshofes", Efpinofa, auf dessen Konto die meisten Mord­urteile gegen nationale Einwohner kommen, ist un­ter Mitnahme von neun Millionen Peseten zu sum­men mit seiner Geliebten nach Frankreich ge­flüchtet.

Das E a 111 o n - f) o t e l, wo bis in bie frü­hen IHorgenffunben bes Samstags ber bolsche­wistische Despot Aguirre mit seinen Spieß­gesellen gehaust hat, ist zu einer Festung ausgebaut unb mit vielfachen Sandsack­

von Aracabbo unb bie Ortschaft Aracunbiagoa genommen.

Wie die Bolschewisten in Biwoo hausten.

Ein erster Augenzeugenbericht.

Bilbao, 21. Juni. (DNB.) Ein Besuch in

so daß viele Volksgenossen die [Übertragung ber Rede im Freien anyören mußten.

(Bauleiter Sprenger

dankte dem Minister unter starkem Beifall der Ger­ammelten, daß er endlich nach Worms gekommen ei. Hier sei altes Grenzgebiet. Hier sei seit der Zeit der Nibelungen jeder fußbreit Boden mit dem Blut derer getränkt, die für ihr Deutschtum kämpften. Der Gauleiter erinnerte bann an die Leiden und Bedrückungen, die die Bevölkerung nach dem Welt­krieg habe erleiden müssen. Der Kampf um Worms ei besonders hart gewesen, aber so scharf die Gei­ler aufeinanderprallten, so treu stehe heute die Bevölkerung der Stadt Worms und die Bevölke­rung Rheinhessens zu unserm Führer und zum deutschen Vaterland.

Dr. Goebbels spricht.

auflagen verbarrikadiert worben. 3m untersten Stockwerk sinb Stahlkammern hergerichtet, in benen Signiere mit seinem Gesindel aus Furcht vor Attentaten unb Fliegern nächtigte. Wäh- renb bie Bevölkerung barble, oergeubete ber Bolschewistenhäuptling Aguirre ungeheure Gelb- fumtnen für luxuriöse Wohnungseinrichtungen unb üppige Banketts.

Für ein Badezimmer z. B. wurden nicht weniger als 50 000 Peseten verschleudert! In einem Zim­mer fand man noch die Reste der von Aguirre unb seinen Kumpanen veranstalteten Saufgelage: über 100 leere Likör- und Cognacflaschen. In der Nacht zum Samstag veranstaltete Aguirre einAd- sch i e d s f e st", das bis zum Morgengrauen dauerte und bei dem sich Derbrechergesindel und Dirnen entsetzlich betranken. Die bolschewistischen Milizen ahmten das Beispiel ihresPräsidenten" nach und betranken sich zur gleichen Zeit in ihren Spelunken, um in diesem Zustand dann am Mor­gen d i e Flucht nach Santander anzutreten. Neben dem Carlton-Hotel liegt die Villa des sow- j e t r u s s i s ch e n B o t s ch a f t e r s, der mit Aguirre an Genußsucht wetteiferte. Allein für Teppiche legte er 150 000 Peseten an. Zwei sowjetrusfische Generale aingen in der Wohnung mit dem gleichen Recht wie Aguirre ein und aus.

Großer Em ruck in Loudou.

ßonbon , 21. Juni. (DNB.) Funkspruch.) Die Eroberung Bilbaos wird in der Presse als ein mög­licherweise entscheidender Erfolg für Gene­ral Franco bezeichnet. Die Berichte heben besonders hervor, daß die nationalen Truppen von der Be­völkerung mit großen Freudenkundge- bungen empfangen worden sind und daß General Franco alles getan habe, um die Zerstö­rung der Stadt zu verhindern, um die Zivilbevöl­kerung zu schonen. Die konservativeMorning Post" sagt, da die Regierung Franco eine Regierung d e s Wohlwollens und der Ordnung sei, in traftenf Gegensatz zu der wild wütenden Anarchie der bolschewistischen Miliz, könne man dem baski­schen Volk zu dem Wechsel nur Glück wünschen. Wenn England irgend ein Interesse an der spani­schen Sache habe, dann könne es nur das der Wiederherstellung der Ordnung und Zivilisation durch die nationalspanischen Streitkräfte fein. Der Humanität werde am besten durch den Sieg Francos gedient.Daily Mail" nennt die Eroberung Bilbaos den größten Sieg in den spanischen Auseinandersetzungen. Der Feld- zugsplan zeige meisterhafte Strategie. Der Fall der baskischen Hauptstadt beweise, daß Franco ein großer General fei. Die helle Begeisterung, die den nationalspanischen Streitkräften bei ihrem Einzug in Bilbao entgegengeschlagen sei, sei eine neue Ant­wort auf die sinnlose Behauptung der Bolschewisten, daß sie die Vertreter des spanischen Volkes seien. General Franco arbeite entschlossen an der Befrei­ung und Festigung Spaniens. Eine Gefahr für die Sicherheit Europas werde beseitigt sein, wenn die Bolschewisten endgültig aus allen Teilen Spaniens vertrieben seien. Die englische Regierung solle unverzüglich die freundschaftlichen Beziehungen mit dem neuen Spanien herstellen.

Telegrammwechsel zwischen dem Führer und General Franco.

Berlin, 20. 3unl (DRV.) Aus Anlaß bes siegreichen Einzugs ber nationalen spanischen Truppen in Bilbao hal ein Telegrammwechsel zwischen General Franco unb bem Führer unb Reichskanzler slail- gefunben.

Nachdem an den beiden vorangegangenen Aben­den das zeitgenössische Theaterstück im besten Sinne in den Städten des Westens zur Aufführung gekom­men war, fand die Reichstheaterfestwoche 1937 ihre Krönung mit der großen oeutschen Sinnbild-Dichtung, HebbelsNibelungen", in dem Festspiel­haus der alten Nibelungenstadt. Hat Bayreuth durch die Begründung Wagners die Tradition- ber Ring"-Aufführungen für sich, so kann für die dramatische Prägung des größten deutschen Sagen- stoffs keine Stadt geeigneter sein als Worms. Hier am Schauplatz der Sage wirken die Wurzelkräfte der Dichtung mit. Das waren auch die Grundge­danken, die den Plan Wirklichkeit werden ließen, durch eine geschlossene Aufführung von Hebbels gewaltigem WerkDie Nibelungen" die kulturelle Bedeutung von Worms herauszustellen. So erstand im Wormser Festspielhaus in Gegenwart von Reichsminister Dr. Goebbels, Gauleiter Sprenger, zahlreicher Persönlichkeiten aus Partei, Staat und Wehrmacht sowie eines Großneffen Friedrich Hebbels eine geschlossene Aufführung der Hebbelschen Nibe­lungen-Tragödie.

Die Gesamtleitung der Aufführung hatte der Generalintendant des Hessischen Landestheaters Darmstadt Franz Evert h. Richard Wei­cherts Regieleistung hatte das Werk auf eine ganz

am Ende doch ihren Untergang herbeifüh auf die Geschichte als große Lehrmeister, Haupt hinweisend, legte Dr. Goebbels dar, daß es die erste Aufgabe der nationalsozialistischen Staats- ührung gewesen ist und immer bleiben wird, fana­tisch über ber inneren Einheit zu wachen. Wir werden verhindern, daß diese Zwietracht je­mals wieder unser Volk um den Preis seiner Ar­beit und seiner Leistungen bringt.Der National- ozialismus", so erklärte er unter stürmischer Zu- timmung,hat zum ersten Mal die Möglichkeit einer Auswirkung des alten deutschen Erbübels, der Un­einigkeit, ausgeschaltet, und es kann nicht mehr Vorkommen, wie so oft in unserer Geschichte, daß uns unsere innere Zerrissenheit dazu zwingt, die beinahe schon erkämpfte Anwartschaft auf Welt­geltung fallen zu lassen. Zum ersten Mal in der Geschichte können wir von einem einigen beut» chen Volk sprechen, das ist auch die Ursache all der großen innen- und außenpolitischen Erfolge. Wenn der Führer mit feiner Bewegung nichts an­deres als das vollbracht hätte, so wäre damit schon

Den Höhepunkt dieser Triumphfahrt aber bildete das Eintreffen in der alten Nibelungen- und Kai- serstadt Worms. Auf der Rheinbrücke war die gesamte Hitlerjugend aufmarschiert. Mit Fanfaren und nicht endenwottenden Heilrufen hieß sie Dr. Goebbels in den Mauern der Stadt willkommen. Nur schrittweise konnte sich der Wagen des Mini­sters in den engen Straßen und Gassen der Stadt den Weg bahnen. Von Haus zu Haus gespannte Spruchbänder und reicher Flaggey- und Girlanden­schmuck dokumentierten schon rein äußerlich die Be­geisterung, mit der die Stadt Dr. Goebbels empfing. Ganz Worms war an die Anfahrtstraßen geeilt. Der festliche Empfang zeigte vor allem auch, welch tiefen inneren Anteil bie breite Masse unseres deutschen Volkes an den kulturellen Ereignissen wie überhaupt an dem Aufschwung des künstlerischen Lebens Deutschlands heute wieder nimmt. Das er­scheint um so wunderbarer, wenn man bedenkt, daß noch vor wenigen Jahren die Kunst fast ausschließ­lich eine Angelegenheit ber oberen Zehntausend war. Die nationalsozialistische Kulturführung hat sie nun wieder zur Sache des ganzen Vol- k e s gemacht. Der Empfang des Ministers in Worms lieferte dafür einen schlüssigen Beweis.

übrigen. Die Aufführung, die die Nibelungen-Fest­woche in Worms einleitete, hinterließ ben stärksten Eindruck und fand die stürmische Anerkennung des Hauses.

Emy ang im Mitzaus.

Jrn Anschluß an die Aufführung fand im Rat­haus ein Empfang statt, bei dem der Oberbürger­meister Bartolomäus noch einmal auf ben starken Eindruck einging, unter dem noch alle An­wesenden standen, den der heutige Tag mit der Aufführung des gewaltigen Nibelungendramas ver­mittelt hat. Er dankte insbesondere dem Gauleiter dafür, das gerade Worms dazu ausersehen wurde, die Neichstheaterfestwoche in diesem Jahre zu be­schließen. Wie ein roter Faden, so sagte er, zieht sich bie Treue durch das Nibelungendrama. Wie wenig Städte im Reich hat Worms durch die Jahr­hunderte hindurch die Treue zum Reich gehalten und bewiesen. Die alte Nibelungennot ist nun vor­bei. Deutschland i st einig und steht in Treue zum Führer. Das hat uns dieser Tag in einer grandiosen Form gezeigt. Was damals Deutschland fehlte, das haben wir heute. Zur Erinnerung an den heutigen Tag überreichte der Oberbürgermeister dem Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger eine Prachtausgabe des Nibelungenliedes im Urtext. Dr. GoedbeiS spricht in Worms Wir haben etwas riskiert, aber wir haben auch etwas gewannen!

Worms, 19. Juni. (LPD.) Am Sams­tagabend hatte bie Kreisleitung Worms ber NSDAP, zu einer Kundgebung aufgerufen, in der Reichsminister Dr. Goebbels vor etwa 18 000 Volksgenossen sprach. Der Minister, der um 18 Uhr aus dem Flughafen Rhein-Main eintraf, fuhr über die Reichsautobahn nach Darmstadt und von dort später über die alte Nibelungenstraße an dem neuen Erbhöfedorf Riedrode vorbei nach Worms. Alle Dörfer, durch die der Minister kam, hatten reich geflaggt. Gegen 20 Uhr traf Dr. Goebbels, von Gauleiter Sprenger begleitet, auf der Rheinbrückc ein. Unter dem Jubel Tausender von Volksgenossen fuhr der Minister durch ein Spalier der HI. und des BDM. An dem zu einer Ehrenpforte umgewandelten Eingangstor des Was- fer-Gas-Schweißwerks, wo die Riesenkundgebung stattfand, waren die Ehrenformationen aufmar­schiert. Nachdem der Minister bie Front abgeschrit­ten hatte, betrat er unter sich immer wiederholen­dem Jubel der Tausende die mit riesigen Fahnen und Tannengrün geschmückte Halle. Der Raum war schon lange vor Beginn der Kundgebung üb erfüllt,

kläre und ganz einheitliche Linie gebracht. Er hatte die Szenenfolge zu einem einheitlichen Ganzen ver­woben und so einen Eindruck von unerhörter Stärke erreicht. Alle Akzente waren richtig verteilt. Der Bühnenrahmen Max Fritzsches war von monu­mentaler Wucht. Er schuf weite Räume, die nie einengten, sondern das Spiel zu innerer Größe trugen und wachsen ließen. Die Bühnenmusik Bruno Hartls füllte unauffällig die Uebergänge. Das Ensemble des Hessischen Landesthea­ters war durch eine Reihe erster Berliner Kräfte ergänzt. Alle Kräfte waren bis zur Grenze ihrer Möglichkeiten angespannt. Agnes Straub fand als Kriemhild die Synthese von Strenge und Gelöstheit, von ruhiger Ueberlegen- heit und aufwühlender Raserei. Sie spannte den Bogen seelischer Erschütterung bis zum Letzten, eine überragende Leistung. Maria Koppenhöfer zeichnete die Brunhild mit stählerner Härte von tiefster Grausamkeit in ihrem Rachedurst. Jochen P o e l z i g war ein Siegfried von strahlender Sieb­bastigkeit und glaubhafter Stärke. Sprachgewaltig der düstere Hagen Tronje Karl Zistigs. Mit fesselnden Leistungen fügten sich harmonisch dem Ganzen ein Franz Rücker (Volker), Max N e - metz (König Etzel), Walter Jung (Dietrich von Bern), Hildegard Wahry (Gutrun) und alle die

Wer, so fragte der Minister, will uns die Tat- fache, daß wir eben in diesem Kampfe Sorgen und Mühen hatten, zum Vorwurf machen? Wer will uns vorwerfen, daß unsere Schultern sich manchmal beugen wollten unter der Last der Verantwortung, die wir tragen mußten. Wir haben ja immer nur das Wohl unseres Volkes vor Augen gehabt, und die Maßnahmen, die wir ergriffen, mußten beispiellos sein, weil auch das furchtbare Erbe, das wir vorfanden, ohne Bei­spiel war. In grenzenlosem Vertrauen zum Füh­rer hat das Volk bei dem großen Aufbauwerk an unserer Seite gestanden, und es hat wohl auch ge­fühlt, daß, wenn wir versagten, niemand mehr da­gewesen wäre, der das Reich vor dem anftürmenben Bolschewismus hätte retten können. Heute, so stellte Dr. Goebbels unter ber begeisterten Zustimmung ber Versammlung fest, können wir beglückt sagen, das Schicksal hat uns gesegnet! Wir haben uns selbst geholfen!

Es ist uns gelungen, auf dem Wege zur inneren unb äußeren Befreiung im ersten Dierjahresplan Zug um Zug bie gesteckten Ziele zu erreichen, unb vor allem auch bas große Problem des Sozia­lismus Stück für Stück in Angriff zu nehmen. Wir waren uns dabei von vornherein darüber klar, daß eine mechanische Erhöhung ber Löhne unb da­mit der Preise völlig ungeeignet war, bie breiten Massen unseres Volkes an den Gütern gerecht und wirksam zu beteiligen. Wir steigerten ftatt- dessen Die Produktion und beteiligten dar­an das Volk in seiner Gesamtheit. Darüber hinaus sind die schwersten Schäden unseres sozialen Lebens, die im Augenblick noch nicht auf diese organische Weise beseitigt werden konnten, durch große soziale Hilfswerke, vor allem durch die NS.-Dolkswohlfahrt, durch das Winterhilfswerk, durch die große OrganisationKraft durch Freude" unb andere soziale Institutionen des nationalsozia­listischen Reiches im Rahmen des überhaupt nur Möglichen wesentlich gemildert worden.

Kontrollmächte jetzt zeigen, daß ihre Londoner Ab­machungen nicht lediglich auf dem Papier stehen, sondern daß sie gewillt sind, ihre Autorität mit aller Energie zur Geltung zu bringen, können sie dem bolschewistischen Gesindel von Valencia den Mut zu weiteren verbrecherischen Anschlägen auf den Frie­den Europas nehmen. Bei papiernen Protesten kann es diesmal nicht fein Bewenden haben. L.

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Moskau, 20. Juni. (DNB.) Nachdem die Sow­jetregierung sich mehrere Tage lang von verschiede­nen Partei- und sonstigen Organisationenbit­ten" ließ, eine neue Rüstungsanleihe aufzulegen,