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Leisatk,mir haben auch einen Auftrag, nämlich den, für die irdische Lage unseres Volkes zu sorgen. Wenn man die Richtigkeit eines Auf­trages nicht an Worten, sondern an Taten ab­lesen kann, so können wir der Kirche gegenüber wohl bestehen! (Stürmischer Beifall.) Es kann in einem Staat nicht zweierlei Gesetze geben, das Ge­setz hat auch für die Kirche Geltung. Die schlimmen Folgen innerer Uneinigkeit und Zwie­tracht zwingen uns nun einmal, alles zu fördern, was die innere Einigkeit irgendwie festigen kann. Das hat aber mit der gerichtlichen Bestrafung krimineller Elemente in den Klöstern nichts zu tun. Es ist uns selbst schmerzlich, daß diese Auseinander­setzungen erfolgen müssen, sie werden aber nicht vom Staat, sondern vom S t a a t s a n w a l t be­trieben. Verbrechen müssen geahndet werden."

Zu Fragen der Außenpolitik übergehend, verwies der Minister auf die wahrhaft welthistorische Auf­gabe, die der Führer mit der Niederringung des Bolschewismus in Deutschland gelöst habe. In Mos­kau sitze der W e l t f e i n d , der bie Ehre, die Sicherheit und den Bestand aller Kulturstaaten auf die infamste und gewissenloseste Weise bedrohe. Nichts beweise die Richtigkeit und Notwendigkeit des Kampfes gegen den Bolschewismus besser, als die dauernden Versuche, den antibolschewisti­schen Ordnungsblock, der Deutschland, Ita­lien und Japan umfasse, zu sprengen.

2Uit großer Besorgnis nehmen wir wahr, daß der Konflikt in Spanien immer und immer wieder neuen Zündstoff hervorbringt. Daß das nationalsozialistische Deutschland sich verbrecherische Provokationen, wie sie mit dem Bombenattentat auf die ..Deutschland" festzu­stellen waren, nicht gefallen läßt, hat die Welt bereits erfahren. Wenn jetzt schon wieder der Kreuzer ..Leipzig" bedroht worden ist und mir nun an den Mchteinmischungsausschuh ap­pellieren. so tun wir das in der sicheren Er­wartung. daß alle betroffenen Nationen sich

hinter Deutschland stellen werden, wenn es sich in entsprechender Weise gegen derart ungeheuer­liche Provokationen auflehnt."

Abschließend wies Dr. Goebbels gerade auch im Hinblick auf die Unruhe in der Welt noch einmal auf die zwingende Notwendigkeit hin, daß fick un­ser Volk in Eingkeit hinter den Führer stelle und sich in keiner Situation durch Zwie­tracht und Hader um die Früchte seiner bisherigen Erfolge bringen lasse.Eifersüchtig wird unsere Be­wegung, die mit soviel Opfern und soviel Blut diese innere Einigkeit erkämpft hat, auch von sich aus darüber wachen. Wir wollen nicht ein Volk von Träumern und Phantasten, von Dichtern und Den­kern sein, sondern ein Weltvolk werden. Wir wollen das deutsche Leben mit dem Rhythmus einer stählernen, modernen Romantik erfüllen, die nicht zurückblickt, sondern vorwärts schaut. Der Füh­rer hat unserem Volke eine Fahne, einen Glauben und eine Ueberzeugung ge­geben. So kann es nicht wundernehmen, daß das deutsche Volk voll Glauben ihm, der wie kein an­derer das Recht hat, im Namen der Nation zu spre­chen, vertraut. Mit ihm haben wir den Weg zur Macht angetreten, in seinem Namen vollzieht sich das große Aufbauwerk. Der Allmächtige wird an unserer Seite stehen, wenn wir auch weiterhin mutig und unbeirrt den großen Problemen des nationalen Lebens entgegentreten. So wollen wir uns heute und immerdar zum ewigen Deutschland bekennen und unsere Kraft verzehren im Dienste an unserem Volke."

Die Massen dankten dem Minister für seine zu Her­zen gehende Ausführungen mit stürmischen Beifalls­kundgebungen. Kreisleiter Schwebet schloß hier­auf die Kundgebung mit dem Sieg-Heil auf den Führer, worauf die Versammlung die nationalen Lieder sang. Der Minister fuhr dann durch ein Fackelspalier der HI., des BDM, und des Reichs­arbeitsdienstes über die Rheinbrücke nach D a r m - ft a d t zurück.

Die Reichstagung der Nordischen Gesellschaft in Lübeck. Reichsleiter Alfred Rosenberg über politische Fragen der Gegenwart.

Lübeck. 19 Juni. (DNB.) Die vierte Reichs­tagung der Nordischen Gesellschaft, die durch starke Anteilnahme aus dem ganzen Reich und aus dem Auslande zu einem bedeutenden Er­eignis im Ostseeraum geworden ist, nahm amSams- tag ihren Anfang. Zur Eröffnungssitzung auf dem Burgfeld hatten sich die Vertreter des Reiches und der Länder, der Reichsleitung der Partei, die Mit­glieder des lübijchen Senats, sowie zahlreiche füh­rende Persönlichkeiten aus Staat, Partei und Wehr­macht eingefunden; ferner waren Vertreter der Ge­sandtschaften und viele hervorragende Männer der nordländischen Staaten erschienen. Unter den Ehren­gästen bemerkte man Reichsleiter Alfred Rosen­berg, Stabschef Lu tz e und den Leiter des Rasfen- politischen Amtes der NSDAP. Dr. Groß.

Die Reichstagung erreichte mit der großenN o r- dischen Kundgebu n g" auf dem Lübecker Marktplatz ihren Höhepunkt. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Gauleiter Oberpräsident Lohse, hob in seiner Begrüßungsansprache hervor, daß man in der wachsenden Beteiligung des Auslandes an den Reichstagungen der Nordischen Gesellschaft den schönsten Lohn für die Arbeit der Gesellschaft er­blicke. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die dies­jährige Reichstagung, die im Zeichen der großen Verkehrsfragen des Ostseeraumes stehe, ihre frucht­bare und die Völker in diesem Raum verbindende Auswirkung finden möge.

Hierauf sprach

SeWeiter Alfred Rosenberg

über politische Fragen der Gegenwart. Er fiihrtt dabei u. a. folgendes aus: Aeußeres Schicksal und Dolkswille ringen also in den verschiedensten For­men überall auf der Welt, und man darf wohl sagen, daß diese Weltfragen tief ins Innerste des Lebens der Angehörigen aller Völker hinernreichen. Das Zeitalter, da für Konfessionen Kriege geführt wurden, ist dahingesunken, das Zeitalter politischer Hausmächte ist nicht mehr bestimmerü) für die Ge­schicke der Welt, das Zeitalter der Völker und Rassen aber ist heraufgestiegen. Ueberall findet eine Ueberprüfung der Vergangenheit statt, wie weit sie noch imstande ist, Formen für das Dasein und die kulturelle Schöpfertatigkeit der ein­zelnen Nationen abzugeben. Dabei wird sich ver­mutlich einmal Herausstellen, daß Staatsanschau- ungen, die in der Vergangenheit verständlich und berechtigt waren, heute in schwerste Krisen geraten sind und daß es einer ganzen Menschengrohe be- oarf, um abzustteisen und auch innerlich zu über­winden, was den Forderungen unserer Epoche mcht mehr entspricht. . . .

Ich glaube, wenn wir begreifen, daß das Scy^a- sal der Völker v e r s ch i e d e n ist, daß bei manchen nah Verwandten auch die ^emperamenke s ch anders äußern, daß manche Worte und Begriffe ganz verschiedenen Inhalt bezeichnen, dann werden wir die Voraussetzungen dafür besitzen, nicht nur die eigenen Lebensrechte zu vertreten, sondern auch Art und Zustand anderer Völker richtig zu be­greifen, d. h. immer v e r st and ni so oller und gerechter zu denken. Das ist aber die Bedingung, um jene oft künstlich erzeugte Atmosphäre des Hasses zu überwinden, der leiderheutenoch viel­fach die Welt beherrscht. Wir sind der Ueberzeugung, daß wenn nach und nach immer mehr sich Gut­willige zusammenfinden, auch die wirklich aus Lebensinteressen herrührenden Spannungen in ver­ständnisvoller Art behandelt werden können, weil dann jene geradezu als ^01091$

Hetze und Hahstimmung ausgelofcht wird als Vor aussetzuna für eine sachliche Behandlung der Pr - bleme uno ein persönliches Nahertreten von Mensch zu Mensch, von Volk zu Volk. .

8 Wenn wir hier zum viertenmal di« Reichstagung der Nordischen Gesellschaft beaehen, so aus dem besten Willen heraus, einen Lebensraum zu er- fassen dessen Völker schicksalsmahig aus ein­ander a n g e w i e s e n . sind, und wir denken zu groß von uns, als daß wir nicht über manche Miß­verständnisse und Spannungen hinweg große Werke und große Menschen als mit un 5 Der w a n b t empfinben würben. Wir sehen bas Schicksal Euro pas als ein Ganzes an, rote es stets ein Ganzes gewesen ist. Wir hoffen aber, wenn die verschiebenen unmittelbar zusammenhangenoen Schicksalsräume des europäischen Kontinent eine menschlich-kulturelle und soziale BefriedungI finden können, dies die Voraussetzung ist für die Be­friedung unseres gesamten ehrwürdigen Europas.

Die deutsch-nordländischen Verkehrsbesprechungen nahmen unter großer Anteilnahme deutscher und ausländischer Fachleute ihren Anfang. Professor Dr. Schulz-Kiesow (Hamburg) sprach überDie deutsch - nordländischen Schiffahrtsbeziehungen." Deutschland stelle im Ostseegeschäft eines Der führen­den Länder bar. Die Ostseevölker spielten im Welt- außenhcmbel eine große Rolle. Seit ber Machtüber­nahme sei im seewärtigen Güterverkehr ber beut- schen Seehäfen ein gewaltiger Aufschwung zu ver­zeichnen. Im Vehn-Haus fanb bie Eröffnung ber AusstellungNeues norblänbisches u n b nieberlänbisches Schrifttum" statt, bie von ber Reichsstelle zur Förberung bes deutschen Schrifttums zusammengestellt worden ist. Einen fest­lichen Abschluß fand der zweite Tag der Reichs­tagung mit der erfolgreichen Aufführung der Ko­mödieDer politische Kannengießer" von Ludwig Holberg. Der Lübecker Marktplatz bot dem heiteren Spiel einen wirkungsvollen Hintergrund.

Abi Gchachleiier gestorben.

München, 20. Juni. (DNB.) In seinem Hause Gottdank" in Feilnbach bei Bad Aibling ist Abt Albanus Schachletner im Alter von 76/4 Jahren gestorben. Abt Schachleiter war einer der ersten katholischen Geistlichen, die sich mutig, offen und männlich zu Adolf Hitler und zur natio­nalsozialistischen Bewegung bekannten. Einer Main­zer Kaufmannsfamilie entstammend, erhielt er 1886

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in der Benediktinerabtei Seckau in Steiermark die Priesterweihe. Von August des folgenden Jah­res an wirkte er in Beuron als unermüdlicher Seelsorger und nahm sich auch der künstlerischen Ausgestaltung des Klosters und der Kirchenmusik an. 28 Jahre seines Wirkens verbrachte er bann in dem Kloster Emaus in der jetzigen Dschecho- flowakei. Er erhob zuletzt als Abt dieses Benebiktinerstift zu einer leuchtenben Stätte ber Kunst unb der Geisteskultur. Wegen seiner deutschen Gesinnung mußte er 1918 unter dem Druck der Tschechen seine lieb gewordene Wirkungsstätte ver­lassen. Abt Schachleiter wirkte ban in verschiebenen bayerischen Benebiktinerklöstern als Abt unb spä­ter in M Ü n ch e n in der Hofkirche, wo er die be­rühmt gewordene Schola Gregoriana grün­dete In seiner glühenden Vaterlandsliebe bekannte er sich im Jahre 1926 zu Adolf Hitler, zu dessen treuesten Vorkämpfern er bald gehörte. Seine aufrechte mutige Haltung brachte ihm durch hohe kirchliche Würdenträger schwere Drangsale, 1933 entzog ihm der Papst die kirchliche Weihe- gemalt. Abt Schachleitner ließ sich durch keine Heim­suchung in seiner Treue zu Adolf Hitler und zum deutschen Volk erschüttern, der Führer hat ihm, auch beim persönlichen Besuch in Feilnbach, für sein Be­kenntnis gedankt. Unvergessen sind in München die Predigten Schachleiters mit seinem rückhaltlosen Be­kenntnis zum deutschen Vaterland, besonders seine denkwürdige Predigt zum Gedächtnis Albert Leo Schlageters. Das nationalsozialistische Deutschland

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MIT SPÄTLESE BEZEICHNEN W|R DIEJENIGEN TABAKBLÄTTER OIE ZÜLEIZT'ÄM SPÄTESTEN GEERNTET WERDEN. DIESE "WERTVOLLSTEN BLÄTTER DER GANZEN TABAKPFLANZE : ERHALTEN ALSO AM LÄNGSTEN OIE REDENDEN STRAHLEN DER .SONNE DES ORIENTS...;

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