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Neues für den Büchertisch
Soldateska zum Opfer fällt. Die grausame Tat der
Ausbruch der Revolution auf die Seite der
Worms, steigt am spanischen fiof empor, kommt schließlich nach Callao, wo er Kammerherr des Vize- königs von Peru wird, siedelt später nach Santiago über, wo er eine Tochter Blumens heiratet. Der glanzvolle Aufstieg des Geschlechts des Lisperger und das plötzliche Versinken dieses großen Sterns hat schon viele chilenische Geschichtsschreiber vor ein Rätsel gestellt Dicuna M a ck e n n a , der große chilenische Geschichtsschreiber, meint einmal, daß „die Lisperger mit ihrer Macht, ihrem Reichtum, ihrer Schönheit, ihrem Heldentum, aber auch mit ihren Schandtaten ein Jahrhundert der chilenischen Kolonialzeit beherrschten, bevor sie dann an ihrer Dekadenz im folgenden Jahrhundert versunken und verschollen gingen" Den Schlüssel zu diesem Rätsel des plötzlichen Abstieges erblickt man heute vielfach in der Tatsache der Mischung der Rassen, die, zwar beide hochwertig, aber doch verschieden geartet waren, so daß in der Nachkommenschaft nicht nur die Vererbung aller so hervorragenden Eigenschaften dieses Lisperger und dieser Tochter Blumens, die ja Jndianerblut in sich trug, zu verzeichnen war, sondern darüber hinaus eine Uebersteigerung aller ererbten Dinge bis zur Entartung oft. Wo immer auch die Gründe in diesem Abstieg späterer Jahrhunderte zu suchen sind — Die Namen dieser Geschlechter, der Name Blumens auch, des ersten Deutschen an der Westküste Südamerikas, lebt als der eines der größten des Landes fort.-
Er schlägt sich bei : Seite der Weißen
roten Horden fordert Vergeltung und findet in Onni einen grimmigen Rächer. ~
und kämpft unter ihren Fahnen: bald zeichnet er sich durch sein wildes Draufgängertum aus. Mit dem Heer der Freiwilligen stürmt er durch die unermeßliche Weite des winterlichen. Landes dem Feinde entgegen. In der Gemeinschaft mit den Kampfgefährten empfängt das Leben Kokkos einen neuen Sinn, und an die Stelle des Hasses tritt die Liebe zum Vaterland, das von ihm Besitz ergreift und am Ende sein Schicksal wird. Mit gewinnender Menschlichkeit, die auch des Humors nicht entbehrt, schildert Jarl Hemmer die Taten dieses kleinen Helden.
— Das Fräulein von Jever. Roman von Maximilian Lahr. (Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. Gebd. 4,80 Mark.) — (353) — Die E^ählung führt den Leser in die Zeit des deutschen Kaisers Karl V. und der Reformation Luthers. In jener Zeit lebte Maria von Jever, eine starke Frau von großer Herzensgüte, an der Nordsee. Ihren Lebenskampf in seinen vielfältigen Schattierungen schildert dieser auf geschichtlichen Tatsache^ aufgebaute Roman: das Ringen mit dem mächtigen Grafen von Ostfriesland um ihr Erbe; den Kampf mit der Nordsee für ihr Land und ihre Untertanen: den kampf- und sorgenschweren Weg des Reifens vom Kinde zur - Frau und Landesmutter, die die letzte Fürstin von Jever ist. Das kämpferische Leben einer echten Friesenfrau und einer guten Deutschen spricht aus diesem Buche zu unserer Generation, upb mit starkem Interesse nimmt man diese Klänge aus jener fernen Zeit in sich auf. Ein Buch, das einer guten Empfehlung wert ist. Ernst Blumschein.
— Agneta Tischer. Eine Siebenbürger Erzählung. Von Ernst Wurm. (Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. Gebd. 4,50 Mark.) — (351) — Der junge österreichische Dichter gibt hier seinen Lesern eine außerordentlich fesselnde Lektüre in die Hand. Mitten hinein in die Rassengegensätze und Volkstumskämpfe in Siebenbürgen — hie Siebenbürger Sachsen, dort Rumänentum — führt er den Leser. Durch die spannende Schilderung des Lebensschicksals der Siebenbürger Bauerntöchter Agneta Tischer zeigt er das eherne Gesetz der Reinerhaltung der Sippe, aber auch die schweren Folgen eines Verstoßes gegen dieses Lebensfundament Des unbeugsam im Kampfe um die Erhaltung seiner Art stehenden Siebenbürger Volkstums auf. Kernechte Menschen, stolz und streng als Bauern und als deutscher Volkstumsteil, machen dem Leser das Herz warm: auch dann, wenn aus dieser Grundhaltung furchtbare Härten, ja selbst die Vernichtung des Einzelmenschen sich ergeben. Bis zu dem tragischen Ende der Erzählung wird der Leser sich dieser beachtenswerten dichterischen Leistung völlig widmen.
Ernst Blumschein.
— Mädchenfrau. Roman von Günther German. (Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig. Gebd. 3,80 Mark.) — (285) — Es ist die Geschichte der Liebe eines Mannes, dessen Ehe art Öen Klippen des Lebens gestrandet ist. Der Zauber der ost- preußischen Meeresküste in der Gegend von Pillau, das hastende Treiben im Königsberger Hafen, Fischer- und Schifferleben auf dem Binnenwasfer jener Gegend und das Rauschen des ewigen Meeres umrahmen die fesselnde Erzählung Drei Frauen stehen im Blickfeld des Lebens des Ingenieurs Bulk, der auf feinem Motorkutter „Bunte Kuh" dort oben an der Küste Ostpreußens „scheppert". In vollständiger Selbständigkeit ihr Leben meisternd, tritt ihm Eva als Kameradin gegenüber. Seine erste Frau Inge, das moderne Weibchen, will in erster Linie versorgt fein. Und schließlich findet er die ,.Mädchenfrau" Erika. Scheinbar noch ein Kind, wächst sie in. unbefangener Bordkameradschaft in sein Leben hinein und erwacht zur liebenden Frau. In ihr gewinnt er die rechte Gattin. Menschen und Umwelt sind von dem Dichter fein geschildert, ebenso die erhabenen Reize der See. Dazu kommt eine frische, männlich-kraftvolle Sprache, besonders auch
lonberzlehen läßE wenn der Blick ben kstmmel- cacenben Fassaden folgt, da ist es fast so, als gölte nichts mehr an die Kolonialzeit vor nun- neir 400 Jahren erinnern. Und dennoch: hinter ncucher schreienden Reklame im Zentrum der Stadt leifrirgt sich manch schönes altes Kolonialhaus, und nai kann sicher fern, daß es einst zum stolzen Be- itz Blumens gehörte. Denn dieser ehemalige Lanbs- =nci)t in kaiserlichen Diensten war nach der Er- ibrung Chiles in Santago seßhaft geworden, wo >r mmer weiter vorwärts kam und sich zum füh- rcnien Mann der Stadt entwickelte. Er wurde ichleßlich, allseitig geehrt und geachtet, Bürger- nei’ter von Santiago.
Oie Zndianerprinzessin.
las Geschlecht, das Blumen begründet, trägt von Serinn an Mischblut in den Adern. Denn Flores jeiictet die wegen ihrer Schönheit berühmte In- )imierprinzessin Elvira de Talagante. Blu- ne selbst starb achtzigjährig, aber die Geschichte £1) es spricht noch lange Zeit hindurch von der En; ferfeit und dem Wohltun seiner Nachkommen, kn'sl und Urenkel Immer wieder stellen sie ihren Achtum dem Vaterlande zur Verfügung. Das be- lahitefte Geschlecht jener Zeit trägt gleichfalls leu'che Züge. Peter Lisperger, Edelmann und sZMziersohn, ein Kind des Bürgermeisters von
«^Eberhard Dennert, Hindurch zum Nht. Erinnerungen aus einem Leben der Arbeit litt des Kampfes. Mit Bildern. Seinen 5 RM. Ver- igJ. F. Steinkopf, Stuttgart. — 357 — Das neue
Bennerts schildert nicht nur eine Familien- «escich'te, sondern bietet einen wertvollen Einblick n die geistigen weltanschaulichen Kämpfe des ;9.Zahrhunderts und um die Jahrhundertwende. :)einert war der Vorkämpfer gegen jene marxistische: populären Schriftsteller, die von einer ver- iieirtlich naturwissenschaftlichen Grundlage aus den Ifanpf gegen das Christentum führten. Die außer- rrbmflid) fruchtbare schriftstellerische Arbeit Den- rejs hat hier eine Zusammenfassung und Krönurtg $:?friben. Der Angelpunkt seines Lebens war „Ar- !l?il unb Kampf" unb fein Ringen „eine Bergivan- ilmng mit all ihren Beschwerben unb Wonnen".
Erwin Wi11stock. Miesken unb SR s k e n. Erzählung. (Die kleine Bücherei, Nr. 813 Geb. 80 Pf. Albert Langen/Georg Müller, SDt .chen 1937. — (333) — Wie ein schlichtes Volks- Ife klingt biefe ergreifenbe Geschichte von Miesken ipi i Riesten, den beiden schönen Zwillingsschwe- s >, die auf einem einsamen Berghof in der Wild- B'is der Wälder aufwachsen, bis der Krieg den t fiöen ihrer Gemeinschaft zerstört. Die ihnen bisher Efribe Welt bricht bedrohlich herein, als eines Tages cm versprengter Soldat bei ihnen Einlaß begehrt LlkP in ihrem Kreis eine neue Heimat findet. Seine Süci?, die nur einer von beiden gelten kann, ent- gmet die ehedem unzertrennlichen Geschwister, und Klisift in Riesken der Entschluß, der Schwester gliche das eigene Glück zu opfern.
- Wilhelm Pleyer: I m Gasthaus yfi i r deutschen (Einigtet t". Geschichten aus ^filmen. (Die kleine Bücherei, Nr. 82.) Albert lloniien/Oeorg Müller, München 1937. — (334) — diesen „Geschichten aus Böhmen" führt uns 2BiMm Pleyer, der Dichter des „Puchner" und MI»t .Brüder Tommahans", hinein in das Leben fjlinir Landsleute, die im harten Grenzkamps ihr Mstum bewahren. Es sind ihrer Art nach echte Mlcidergeschichten, wie sie an langen Winter- ttfeen in ben „Hutzerstuben" bie Runbe machen, äfü)cE)iungen aus bem bäuerlichen Alltag, bie bem Slobi ber Heimat gelten. Ernste unb heitere Silber oiili bem subetenbeutschen Volksleben, bas niemanb fi'l) l-jsch unb natürlich, mit so herzhafter, bem Msmunb abgelauschter Sprache zu schilbern ver- sijeh! wie Pleyer.
- Emanuel Stickelberger: Der Rei» Iller auf bem fahlen Pserb Ein Buch vom ^Ro'igolen Dschinggis-Khan unb seinem abenblänbi- 'ftjei Gegenspieler. 445 Seiten. Leinen 6,80 Mark. Sktng I. F Steinkopf, Stuttgart — (359) — Der W'r dieses Werkes wirb fast jedem neu fein. Eine Sirbit von mehreren Jahren war es, ihn so zu er= flbrfti-en, so anschaulich unb glaubhaft barzustellen. M ibt wohl kaum etwas Abenteuerlicheres als bas Sllebin dieses Mongolen, ber als junger Temubschin md) ein einziges Pferd besitzt unb boch in wenigen Etahnebnten bas größte Reich erjagt, bas bie Welt- oM chte kennt Weber hält ihn bie große Mauer r:on Der Eroberung Chinas, noch das himmelhohe CHrge vom Einfall in Nordindien, noch die §!r°ystüchtigkeit der Mohammedaner von der Zer- ff! -rig Bucharas und Samarkands ab lieber die 23lna fetzen seine Reiterhorden und bringen wei- 12 nem Abenblande zu. Sie sinb eine lebenvernich- t:b kulturzerstörende Macht der Finsternis In
?i Art Dovpelroman zeigt der Dichter in ab- C3tfl elnben Bildern auch das gleichzeitige Geschehen Lblst Abendland.
- Jarl Hemmer: Onni Kokko. Eine Er- z itll ng aus dem finnischen Freiheitskampf. Berechtig? Uebersetzung aus dem Schwedischen von Gün- t^e Thaer. Mit 50 Zeichnungen von Robert Goep- mnq r. 147 Seiten. Seinen 3,30 Mark. Verlag Sitte-1 Sangen I Georg Müller, München — (405) — ? e neue Erzählung Jarl Hemmers spielt in ber W ber finnischen Freiheitskämpfe. Inmitten ber ai>m euerlichen Ereignisse steht Onni Kokko, ber flfein Arbeitersunge, besten Vater einem heim- tilidilfben Anschlag der umherziehenben russischen
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bie Raupen unb ber Armierung ben Panzer. Der ermöglichte bas
Im Weltkrieg spielte bie Ausnutzung ber m o - torischen Kr a ft eine bebeutfame, oft gerabezu entscheibenbe Rolle, benn ohne sie wäre die Fortbewegung, Verpflegung, Munitionierung der Truppen nicht möglich gerne»
burch Schutz burch Schutz
bings Dienten bie Kraftfahrzeuge ben Kriegszwecken nur mittelbar. Der Einsatz von Kraftwagen zum Kampf erfolgte erst im Jahre 1916. Diese neue Waffe, ber Tank, vereinigte in sich Feuerkraft burch seine Bewaffnung, Beweglichkeit burch ben Motor, Gelänbegängigkeit
beren in Branb, unb bie Infanterie wirft ben Gegner, so oft er in ben Ort einbringt, roieber hinaus. Auf allen Seiten eingekesselt, tritt bie brave Besatzung bei Nacht unter Mitnahme ber Geschütze unb Verwunbeten ben Rückzug an. In Marcoing sind bie Tanks bereits gegen Mittag eingebrungen. Auch Nvyelles unb Masnieres haben britische Schwabrvnen, ber Infanterie vvrausreitenb, genommen. Die Deutschen sinb im Weichen begriffen, man will ihnen rücksichtslos folgen. Aber jetzt treten bem Angreifer unsere Infanterie- re s e r v e n entgegen, bpren Maschinengewehre ein weiteres Vorbringen verhinbern. Dor be# Toren Camdrais bricht ber feinbliche Angriff zusammen. Die Englänber sinb nicht mehr in ber Sage, neue, opfervolle Offensivstöße mit ben ermatteten, burch- einanber gekommenen Kräften gegen unsere Positionen zu unternehmen. Im ganzen bleiben 110 Kampfwagen zerschossen auf ber Walstatt liegen.
Das schnelle Gelingen bes Einbruches ist vorzugsweise bem Panzereinsatz zuzuschreiben. Dessenungeachtet verharrte ber Verteidiger bis zum letzten Moment unb brachte ben Angriff sogar noch zum Stehen. Die Maschine konnte ben Sieg anbah- nen, aber nicht vollenben. Alle Anstrengungen bes Feinbes scheiterten an bem Helbenmut bes beutfchen Frontsolbaten, bessert stahlharter Wille bie gegnerische Angriffswut gebrochen hat. In ben nächsten Tagen rollen aus allen Richtungen unsere Verstärkungen heran. Der Gegenstoß in bie feinbliche Flanke bringt bas verlorene Gelände wieder in deutsche Hand.
Cambrai ist die größte Panzerschlacht der Weltgeschichte. Es ist der furchtbare Zusammenstoß einer erdrückenden Stahlmasse mit einer gelockerten, weit auseinandergezogenen Verteidigungslinie. Damals konnten die Kampfwagen lediglich zu Frontalangriffen verwendet werden, Die Maschinen besaßen nur die Geschwindigkeit eines Fußgängers. Sie konnten das Gelände besetzen, aber nicht behaupten. Die Infanterie mußte dabei gehörig mitwirken, aber um ihre Mitwirkung erst zu ermöglichen, mußte ihr der Tank durch die feindliche Feuerzone forthelfen.
Die Erfahrungslehre von Cambrai läßt sich nicht mehr auf die jetzigen Formen anroenben. Eine solche Uebertragung aus ben Beispielen ber Kriegsgeschichte auf Zukunftsverhältnisse muß stets einseitig bleiben. Gestützt auf bie technischen Fortschritte unserer Zeit erreichte ber Kampfwagen eine immer größere Vollkommenheit. Er kann heute s e l b st ä n b j g kämpfen. Seine Reichweite ist beträchtlich gewachsen. Aus ber Gelegenheitswaffe mit begrenzter Aufgabe ist eine operative Entscheibungs- waffe geworben.
Feuern währenb der Fahrt trotz feinb- licher Gegenwirkung. Der Artilleriedeschießung je- boch waren unb sind die Wagen nicht gewachsen, weil um der Beweglichkeit willen die Panze- ----------------
rung nicht zu schwer sein darf.
Der Kampfwagen ist die Waffe des ungestümen Angriffs, unb zwar in solchem Grabe unb mit solcher Einseitigkeit, baß selbst seine Derteibigung im Gegenangriff besteht Das vereinzelte Auftreten 1916 war allerbings noch von keiner taktischen Be- beutung. Erst in ber Cambrai - Schlacht 1917 warf bie Entente bie Panzergeschwaber m sorgsam burchbachtem Verfahren ins Gefecht. Ihnen vermochten bie beutfchen Armeen nichts Ebenbürtiges entgegenzufetzen. Aber ben Franzosen unb Englänbern würbe bie mechanisierte Waffe ein unentbehrliches Kampfmittel, bas man ber Infanterie zur Verfügung stellte, um ihr bas Vorbringen zu erleichtern ober überhaupt erst zu ermöglichen.
Bei Cambrai gestattete ber feste, wellige Boben bie Verwenbung ber Tanks nach bem augenblicklichen Bebars. Der Walb von Havrincourt biente als Vorhang, hinter bem bie gegnerischen Taten vorbereitet würben, unb hinter ben zu schauen unser Bestreben blieb. Zwischen ben Straßen von Cambrai nach Bapaume unb gerönne würben bie Angriffsmassen — acht Infanterie-, brei Kavallerie-Divisionen, 324 Tanks, 1000 Kampfflugzeuge — zusammengezogen.
Am 20. November 1917 greift ber Feind unter bem Schutz bes unsichtigen Nebelwetters mit seinen Tanks an. Die bahinrvllenben Reihen walzen bie Drahthindernisse nieder, überschreiten die Gräben, bringen die Maschinengewehrnester zum Schweigen. Den wuchtigen Raupen folgt die Infanterie. Zahlreiche Geschwader von Kampffliegern durch- tnattern die Suft. Die deutsche Artillerie schießt, was die Rohre hergeben. Wehrlos aber steht unsere Infanterie den Eisenpanzern gegenüber. Sie. besitzt so gut wie keine Abwehrwafsen. Es ist bie härteste Nervenprobe für bie an Kopfzahl so schwachen beut» schen Bataillone. Doch ber Tankschrecken wirb balb überrounben Die nachfolgenben englischen Schützen finben unsere gelbgrauen schon roieber gefaßt unb auf bem Posten. Es kommt zu erbitterten Nahkämpfen. Das vor- unb rürfroärtsroogenbe Gefecht gestaltet sich zu einem wirklichen Heroismus, boch schließlich werben bie einzelnen Kampfgruppen umzingelt unb erliegen ber Uedermacht. Manch tapfe» rer Solbat, ber bis zum letzten Augenblick ben an- ftürmenben Gegner burch fein Feuer bekämpft hat, gerät in Gefangenschaft. Unaufhaltsam schreitet ber Angreifer vorwärts unb nimmt nach heftigem Kampf unsere Hauptstellung in Besitz.
Nur bei Flesguieres erleibet ber Gegner einen beträchtlichen Aufenthalt. Dort finbet er härtesten Wiberstanb. Vorbilblich ist bort bas wechselvolle unb kraftvolle Zusammenwirken ber Verteibiger. Die beuifche Artillerie schießt einen Tank nach bem an-
Die Panzerschlacht bei Cambrai
Der 20 November - vor zwanzig Jahren.
Von Rittmeister a. D. $ Kronberger.
bei ben humorvollen Erzählungen von bem „Klöh- nen" in ben Schifferkneipen unb von ber köstlichen Art, wie Bulk seinem Kneipkumpan, bem Steuermann auf bem großen Dampfer es schließlich beibringt, baß er ja am Enbe auch noch sein künftiger Schwiegervater ist. Ostpreußische Gemütlichkeit unb bas herrliche, kraftvolle Menschentum bieser beut- schen Grenzmark kann ber bem beutschen Osten noch Unbekannte hier gleichfalls fein geschilbert erkennen. Ernst Blumschein.
— Der Berg ber Rebell e>n. Roman von Kurt Eggers. (Schwarzhäupter-Verlag, Seipzig. Gebb. 4.— RM.) — 294. — Hier spricht ber Front- folbat, ber aufopferungsbereite Kämpfer bes Weltkrieges, ber unerbittliche Feinb unb Aktivist gegen die verberbliche Herrschaft bes Marxismus unb Kvmmurtismus im De'ttschlanb ber Systemzeit, ber Freikvrpskämpfer unb selbstlose Hüter ber beutfchen Erbe, kurzum ber kämpferische beutsche Mensch, ber glühenbe Nationalist unb vorbehaltlose Sozialist. Es ist ein Helbenbuch, geschrieben als Bekenntnis
ebelsten beutfchen SolbatentUms, aber auch als ernste Mahnung an die heranwachfenbe Generation. Die Zeit ber beutfchen Schmach vor etwa 15 bis 18 Jahren wirb hier roieber lebenbig, sie wirb aber erguirfenb überstrahlt von bem Helbenfum beutscher Kämpfer unb opferbereiter Solbaten unb von ben großen Taten, bie in bem Sturm auf ben Annaberg in Oberschlesien symbolhaft aus ber Nachkriegszeit für immer einbringlid) zu uns sprechen. Als Mitkämpfer jener Zeit gestaltet Kurt Eggers fein Erleben zu einem parfenben Roman, in bem nur bas von ihm genannte Freikorps, besten Führer unb feine Freunbe bichterifche Erfinbung sinb, alles übrige aber, bas Wollen unb bie Taten deutscher Männer auf geschichtlicher Wahrheit beruhen. Mit größter Spannung unb mit tiefer Bewegung lieft man bieses vortreffliche Buch. Den alten unb ben jungen Solbaten, der deutschen Jugend, überhaupt allen kämpferischen deutschen Menschen sei es^bestens empfohlen.
Ernst Blumschein.
cMe Schäden dindxiv rtMtuv, aber nicht jedes Feuer läßt sich schon im Keime ersticken. Oft sind kleine Brände die Ursache großer Feuerschäden. Wie
angenehm ist es dann, wenn wir wissen, daß unsere Feuerversicherung hier einspringt. In schweren Fällen ist die Versicherung die Rettung aus großem Unglück.


