besonderer Brutalität vorgeht, insbesondere bei der Verhaftung der zahlreichen Frauen In den großen Städten werden immer wieder nachts Lastkraftwagen beschlagnahmt und Kolonnen zusammengestellt, um die Verhafteten in die Gefängnisse abzutransportieren. Zweimal wöchentlich gehen aus Kiew Gefangenen- Transportzüge nach Sibirien ab, die bis zu 60 Güterwagen zählen. Um die Menge der Verhafteten unterzubringen, mußten bereits die Kellerräume des noch nicht fertiggestellten GPU- Gebäuües belegt werden. Bei, der Verhaftung von Ehemännern werden jetzt auch die Frauen m i t o e r h a f t e t und nach Sibirien transportiert. Die Kinder dagegen werden in ein Kinderheim gebracht. Außer den bekanntgegebenen Todesurteilen sollen im ganzen Lande zahlreiche geheime Hinrichtungen stattfinden. Die Angebereien haben derart zugenommen, daß niemand mehr dem anderen traut. Die GPU. verhaftet und deportiert rücksichtslos jeden, der sich nicht laut zu dem gegenwärtigen Regime bekennt oder der das Unglück hat, einen der bereits Verhafteten auch nur oberflächlich zu kennen. Die Bevölkerung lebt in Angst und Schrecken vor dem morgigen Tag.
Aus aller Wett.
Reichsarbeitsgemeinschost für Erwachsenen Bildung.
Berlin, 19. Nov. <DNB> Im Interesse einer engen Zusammenarbeit und einheitlichen Ausrichtung auf dem Gebiet der Erwachsenen-Bildung sind Reichsminister Rust. Reichsorganisationsleiter Dr. L e y und der Vorsitzende des Deutschen Gemeindetages Reichsleiter Oberbürgermeister Fiehler, übereingekommen, eine ständige Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenen-Bildung zu gründen. Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören an: je ein Vertreter des Reichserziehungsministeriums und des Deutschen Gemeindetages sowie der Leiter des Amtes „Deutsches Volksbildungswerk in der 916.= Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Die Arbeitsgemeinschaft wird Vertreter anderer Stellen hinzuziehen. Es wird zunächst ihre Aufgabe sein, die Richtlinien für die Zusammenarbeit der beteiligten Dienststellen auszuarbeiten.
Das RS.-Relchssymphonieorchesler in Frankfurt.
Das NS.-Reichss ymphonieorchester, das während der Gaukulturwoche in einer Reihe von Städten des Gaues mit großem Erfolg Sinfonie-Konzerte veranstaltet hatte, gab in der Gauhauptstadt unter Erich Kloß ein Konzert im Frankfurter Saalbau, das Werke von Beethoven, Mozart und Reger brachte. Brausender Beifall bewies, welch großes Interesse die Werke der großen deutschen Musikmeister im Gau Hessen-Nassau finden.
100 000-Mark'Gewinn fällt nach Hessen.
In der Vormittagsziehung am Freitag wurden bei der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie zwei Gewinne von je 100 000 Mark gezogen. Die beiden Gewinne fielen auf die Losnummer 3 4 7 2 6 0. Das Los wird in der ersten Abteilung in Achteln in einer hessischen Lotterieeinnahme, in der zweiten Abteilung auch in Achteln in einer Berliner Einnahme gespielt.
Varbarafeier der Artillerie am 3. Dezember.
Arn 3. Dezember, um 20 Uhr, begehen in Berlin die beiden Waffenringe der Artillerie, der Waffenring, der ehemaligen deutschen Feldartillerie und der Waffenring der deutschen schweren Artillerie, das Traditionssest ihrer Waffen, die Varbarafeier. Im Zeichen der wiedergewonnen Wehrhoheit wird dieses Fest besonders feierlich gestaltet werden. Alle ehemaligen und jetzigen Artilleristen des deutschen Heeres und ihre Angehörigen sind herzlich willkom
men. Eintrittskarten sind im Vorverkauf bei den beiden Waffenringen Berlin W 35 Bülowstraße 20. erhältlich.
Berufsverbrecher Karlipp unschädlich gemacht.
Wie berichtet, brach dieser Tage der Berufsverbrecher Bernhard Karlipp aus dem Amtsgerichtsgefängnis Mülheim aus, nachdem er vorher einen Gefängnisbeamten ermordet hatte. Karlipp wurde nun in der Nähe des Essener Hauptbahnhofes bei der Verfolgung von Beamten der Oberhausen-Mülheimer Mordkommission durch einen Kopfschuß unschädlich gemacht. Er wurde einem
Krankenhause zugefuhrl, wo er scharf bewacht wird Als Karlipp von den Beamten der Mordkommission umstellt und aufgefordert wurde, sich zu ergeben, griff er in die Tasche um die Waffe zu ziehen. Daraufhin machten die Beamten sofort von der Schußwaffe Gebrauch. Bei ihm wurden die dem Gefängnisbeamten geraubte geladene Selbstladepistole mit gefülltem Magazin und die Gefängnisschlüssel gefunden. Mit Karlipp ist ein Berufsverbrecher unschädlich gemacht worden, der der Kriminalpolizei Westdeutschlands viel zu schaffen machte.
Rundfunks ührung und Fernseheniwicklung
Präsident Kriegler auf der Landeötagung der Reichsrundfunttammer.
NSG. Im Verlaufe der Goukulturwoche fand eine Tagung der Haupt st ellenleiter Rundfunk der NSDAP, statt. Gaupropagandaleiter S t ö h r sprach über den Einsatz der nationalsozialistischen Propagandamittel. Neben den bewährten Mitteln der Kampfzeit würden die neuesten technischen Errungenschaften wie Funk und Film eingesetzt werden, wie der Nationalsozialismus überhaupt alles heranziehe, roo5 Menschen beeinflussen könne.
Der Intendant des Reichssenders Frankfurt, Hans Otto Fricke, stellte die Forderung auf, daß der Rundfunk die Sprache des Volkes sprechen, und in jedem Augenblick als schärfstes Instrument des Führers, das bis m die letzten Häuser bringt, gerüstet sein müsse. Es gelte, nicht nur Politik, sondern auch Unterhaltung zu senden, weil es Hauptaufgabe des Rundfunks fei, Freude zu spenden. Eine sorgfältige Vorarbeit mache eine großartige Qualitätssteigerung in diesem Winter möglich. Für die Steigerung stünden 60 v. H. mehr Mittel zur Verfügung. Intendant Fricke kündigte an, daß der Reichssender im kommenden Winter mit allerersten Kräften in die Städte hinausgehen werde, um dort beste Kultur zu vermitteln. Die Verdoppelung der deutschen Rundfunk- hörerzahlen seit 1933 gebe der Entwicklung des Rundfunks recht. Diese Steigerung halte bis in die letzten Monate an, da sich die Zahl im September um 160 000 und im Oktober um 180 000 vermehrt habe.
Präsident der Reichsrundfunkkammer,
Reichsamtsleiter Kriegler,
führte aus, die Rundfunkwirtschaft habe heute nur eine Sorge, sie könne mehr verkaufen, als sie liefern könne. Der Volksempfänger sei nach wie vor ein Verkaufsschlager allerersten Ranges. „Die Verbilligungsmaßnahmen der letzten Monate waren volkswirtschaftlich notwendig und rundfunkpolitisch unerläßlich Nun aber muß die Oeffent- lichkett darüber aufgeklärt werden, daß das augenblickliche Preisniveau der Rundfunkgeräte g e h a l - t e n wird, und daß die Preise in der nächsten Zeit nicht weiter absinken. Vorläufig ist mit neuen Überraschungen auf dem Rundfunkmarkt nicht zu rechnen. Jeder Volksgenosse kann seine Weihnachtseinkäuse an Rundfunkgeräten tätigen, ohne fürchten zu müssen, daß er einen Preis zahlt, der in w-nützen Wochen längst wieder nach unten überholt ist. Präsident Kriegler rückte dann von jener Meldung ab, daß schon im nächsten Jahre der Fernseh - Volksempfänger auf den Markt käme. Durch die Tatsache, daß im nächsten Jahre drei Fernsehsender im Betrieb seien, t)abe die Industrie die Möglichkeit einer Produktionsplanung von Fernsehgeräten auf breiter Grundlage. Mit der Produktion der Fernsehempfänger befände sich ein neues technisches Gerät erst i m
A n f a ng s st ad i u m feiner Entwicklung und da- mit auch im Anfang zu einer etwaigen späteren Massenproduktion. Im übrigen hänge die Preisgestaltung der Fernsehgeräte von ihrem Absatz- oolumen ab, das so lange noch beschränkt sei, als der Fernsehrundfunk nur den vierten Teil der Bevölkerung Deutschlands erfasse. Erst wenn das ganze deutsche Volk am Fernsehrundfunk teilnehmen könne, werde man auch die Möglichkeit eines Fernseh - Volksempfängers in Erwägung ziehen können Eine wichtige Voraussetzung dafür sei zunächst der weitere Ausbau der Sendeseite.
Der Film als Kulturträger.
Arbeitstagung der Kreisfilmstellenleiter.
NSG. In der Festhalle in Frankfurt versammelten sich die K r e i s f i l m st e l l e n l e i t e r der NSDAP, des Gaues Hessen-Nassau zu einer Arbeitstagung. Der Organisationsleiter der Reichspropagandaleitung, Amtsleitung Film, Herbert Bärwald, erklärte, Kultur sei eine Angelegenheit des ganzen Volkes. Deshalb fei es Pflicht des Nationalsozialismus, die Kultur ins Volk zu tragen, das für alles Gute und Edle, Große und Erhabene aufnahmebereit ist, damit sie im Volk Wurzeln schlägt Und bodenständig wird Nach der' Machtübernahme habe sich Dr. Goebbels besonders des Filmes angenommen. Ziel aller Arbeit fei gewesen, die Filmkultur ins Land zu bringen. Es feien die Gaufilm st ellen geschaffene worden, durch die über das Gebiet des Gaues ein Netz von Veranstaltungen gezogen worden wäre. Dadurch fei es möglich, in jedem kinolosen Ort auf dem Lande Filmveranstaltungen, die sehr beliebt wären, durchzuführen. In Zukunft foll durch die Gaufilmstelle noch mehr Neuland für den Film erschlossen werden. Wichtig sei dabei, daß der Fllm unserem Empfinden entspreche. Wenn hier verschiedentlich noch Mängel vorhanden seien, liege das daran, daß man bei der Größe der Filmindustrie nicht mit einem Schlage alles vollkommen umgeftalten könne. Der Aufbau könne nur Schritt für Schritt vorwärts gehen. Der Organisationsleiter forderte die Kreisfilmstellenleiter auf, weiter wie bisher zu arbeiten für die Ziele des Führers. Von den führenden Männern der Partei werde alles getan, um dem Film ein neues Gesicht zu geben, in dem sich deutsches Wesen und deutsches Empfinden widerspiegelt.
Volksmusik zur Äaukulkurwoche.
Um im Rahmen der Gaukulturwoche auch der Volksmusik den ihr gebührenden Platz zu geben, hatte die Reichsmusikkammer zusammen mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ein festliches Volksmusikkonzert im Tiergarten in Frankfurt veranstaltet. Den ersten Teil des volkstümlichen Programms bestritt das Werkorchester
der IG. Farbenindustrie unter Toni Doebert. Im zweiten Teil kamen Volksmusikinftrumente zu Wort. Daß in den Volksmusikveremen heute schon Erstaunliches geleistet wird, zeigte der Zither- und Mandolmenverein Groß-Franksurt und der Bockenheimer Zitherkranz unter K. D o g l. Den restlichen Teil des Programms bestritten Handharmonika- gruppen aus Frankfurt und Groß-Gerau (Hand- harmonika-Schule). Die Bläsergruppe des Frankfurter NSV.-Orchesters spielte Hessentänze für Blasmusik in der Bearbeitung von A. R o d e m i ch.
Meine politische Nachrichten.
Reichsminister Dr. Goebbels empfing sechs spanische Jugendführerinnen, die vom Staatschef mit der Organisation der Mädelarbeit in Nationalspanien beauftragt worden sind und feit Anfang September d. I. zum Studium der nationalsozialistischen Jugendarbeit in Deutschland weilen.
PrinzBernhardderNiederlande,der Gemahl der niederländischen Kronprinzessin Juliana, weilt zum Besuch der Internationalen Jagdausstellung in Berlin. Er besichtigte die Jagdschau in Begleitung des niederländischen Gesandten in Berlin Dr Ritter van Rappard, des niederländischen Hofjägermeisters Brantsma und des Legationsrats B o l tz e vom Auswärtigen Amt. Diö Führung hatten Oberjägermeister £) ft ermann und Jägermeister Löbenberg übernommen
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Der KönigderBelgier hat, von feiner Reise nach London zurückgekehrt, den Staatsminister Paul Emile I a n s o n mit der Bildung der Regierung beauftragt. Janson setzte sich mit den Persönlichkeiten in Verbindung^ die er als Vertreter der neuen Regierung Vorschlägen wird.
®effer6erid)f
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Die rasche Ostwärtsverlagerung des bisher über England gelegenen Wirbels hat jetzt die lieber- flutung von ganz Deutschland mit warmer Meeresluft ausgelöst. Da aber über England zu uns bereits wieder kühlere Meeresmafsen oorstoßen, ist noch fein beständiges Wetter zu erwarten.
Aussichten für Sonntag: Wechselnd bewölkt, einzelne Schauer, die im Mittelgebirge vor- aussichtlich bereits wieder als Schnee fallen, Tages- temperaturen zwischen 5 und 10 Grad, im Gebirge wieder Frost, Winde um West.
Aussichten für Montag: Weiterhin unbeständiges Wetter.
Lufttemperaturen am 19 November: mittags 6,8 Grad Celsius, abends 5,2 Grad; am 20. November: morgens 3,7 Grad. Maximum 8,5 Grad, Minimum heute nacht 2,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. November: abends 4,3 Grad; am 20. November: morgens 2,9 Grad Celsius. — Niederschläge 2,9 mm.
Haupnchrtstletter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Haupifchriftleiiers: Ernst Blum- schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr W Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein Anzeigen- leiter Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA X 37: 10 031 Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R Lange, K -G. sämtlich in Gießen Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der
Illustrierten 5 Pf mehr
Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vorn 1 September 19.37 gültig
So behaglich die warme Stube für den Raucher ist, so gefährlich ist sie für seine Zigarette. Denn die trockene Heizwärme entzieht dem Orienttabak die Feuchtigkeit und lässt eine sonst milde Mischung auf einmal scharf und beissend schmecken. Gerade das wollten wir verhüten, als wir beschlossen,unsere Zigaretten durch abgedichtete TROPEN-Packungen zu schützen.Dank dieserVbrsorge bleiben sie nun auch während der Heizperiode frisch und erfreuen immer wieder den Raucher durch die Feinheiten ihrer zarten Mischung.
■AUS _ NEUERBURG
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OHNE MUND STÜCK
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