Aus der engeren Heimat.
Einführung des neuen Kreisleiters in Wehlar.
NSG. In Wetzlar verabschiedet am heutigen Mittwoch, 20.30 Uhr, Gauleiter Sprenger den bis- lerlgen Kreisleiter Grillo und fuhrt den Partei- iLnossen Haus als neuen Krersletter tm Kreis Metzlar ein.
25 Jahre Seflügelzuchtverein Lang-SönS.
Lang-Göns, 20. DEL Dor 25 Jahren, am 14 Oktober 1912, wurde nach einem aufklärenden Nortraa von Ludwig Gerhardt (Kirch-Göns) in nserem Dorfe ein „Geflügel-, Vogel- und Laninchenzuchtverein' gegründet. Dem neuen Verein traten zahlreiche Mitglieder bei. Er- ,,er Vorsitzender war Karl Langgöns. Ihm j»lgte im Jahre 1913 Wilhelm Merz, in den Jah- i*n 1922 bis 1924 war Konrad Karl Schäfer ^ereinsvorsitzender, darauf vom 9. Januar 1924 ab $lto May, der bis zum heutigen Tage dem Ver- Itn vorsteht.
Der Verein trat schon im Jahre 1913 nut einer Ixkalen Schau vor die Oeffentlichkeit und setzte seine l»ge Ausstellungstätigkeit auch in den folgenden fahren fort. Unter Den Mitgliedern wurde bald । ne Zahl von Spezialzüchtern bekannt, die auch tuf größeren Ausstellungen ihre Tiere mit gutem (.rfofg zeigten. Nach dem Kriege ging dis Entwick- Ilöng des Vereins in ruhigen, aber sicheren Bah- i-n weiter. Der rührige Vorsitzende Otto May srgte dafür, daß die Züchter in ihrer Arbeit nicht elahmten. Auf den Ausstellungen des Kreises, des (aues und auf allen größeren Schauen waren Pang-Gänser Züchter vertreten. Besonders rege war t.e Beteiligung B. im Jahre 1934. Zur Martarger Junggeflügelschau sandte Lang-Göns neun f ummern Geflügel (sechs davon wurden mit Ehren- persen und „sehr gut" bewertet), auf der Allge- r einen Schau in Großen-Linden war Lang-Göns rit 22 Nummern vertreten (12 davon erhielten (hrenpreise und „sehr gut"), bei der Gaugeflügel- s!»au in Butzbach waren es sogar 40 Nummern (,l) Ehrenpreise und 23 „sehr gut"). Auf der Kreis- Geflügelschau in Watzenborn-Steinberg hatte der Liing-Gönser Verein die höchste Zahl, 56, ausge- si llt; dementsprechend konnte er auch 7 Ehren- s eife und 31 Prädikate „sehr gut" erringen. Auf Lr Nationalen Schau in Stuttgart war Lang-Göns Eit vier Tieren vertreten (ein Ehrenpreis und zwei shr gut"), und auf der Reichsschau in Leipzig tnren es sieben Nummern, die die Lang-Gönser Achter ausgestellt hatten (zwei Ehrenpreise und irr „sehr gut").
Daß neben der Züchtung von Ausstellungstieren te volkswirtschaftliche Seite der Geflügelhaltung richt vernachlässigt wurde, versteht sich von selbst.
mehreren aufklärenden Vorträgen wurde auf die aioße Bedeutung der Geflügelzucht hingewiesen und ; Abschläge für die Hühnerhaltung wurden gegeben.
'An einem der letzten Sonntage besuchten einige ; j.-rrren vom Vorstand die Mitglieder des Vereins md nahmen eine Stall- und Tierschau d r, um aud) hier mit Rat und Tat allen Geflügel-
I h.ltern zur Seite zu stehen.
Wenn auch zur Zeit die Aufgaben des Dier- jc^resplans im Vordergrund stehen und versucht Werden muß, durch entsprechende Pflege und gute Witterung viele Eier und Schlachttiere auf den I D-arkt zu bringen, so wird doch auch nicht ver- gisssen, daß sich gerade in der Züchtung von schö- man Rassegeflügel die alte deutsche Tierliebe besonders, des „kleinen Mannes", deutlich zeigt. Und d.H diese Tierliebe auch weiterhin gepflegt und zn Dichterischen (Erfolgen angeregt wird, ist die Aus- gelbe unserer Geflügelzuchtvereine. Hierin mit gutem ^spiel voranzugehen war das Ziel, das sich der 2:>-rein während 25 Jahre gesteckt bat, und wir bzrfen mit gutem Gewissen sagen, daß sich die Er- si ge, die er errungen hat, sehen lassen können.
Än der letzten Hauptversammlung des i?!:flügelzuchtoereins gab der Vorsitzende bekannt, bijß aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Der- eLs eine Jubiläums-Geflügelschau vom 1(. bis 12. Dezember in der hiesigen Turnhalle statt- srden soll. Die Vorarbeiten wurden im einzelnen i( prochen. Am Abend des ersten Tages soll eine chterversammlung stattfinden, in der ein Film, : bitr auf die Bedeutung der Geflügelwirtschaft bin- « ist, gezeigt wird. Außerdem sollen an diesem 3.-'ent) die alten verdienten Mitkämpfer, die dem rein 25 Jahre lang die Treue gehalten und sich vGerdem aktiv in der Geflügelzucht betätigt haben, tcti Gauvorsitzenden durch Divlome und silberne E: renn ab ein ausgezeichnet werden. Nach Erledi- cimg dieser vorbereitenden Arbeiten verlas Rechner 5t: d H den Kassenbericht, der von drei Mitaliedern isnrüft und für richtig befunden wurde. Weitere Sprechimgen handelten über die Bezugsscheine für jubnerfutter und verschiedene Dereinsfragen. Man io: ft, daß die Jubiläums-Geflügelschau «rch von feiten der benachbarten Geflügel-Zucht- le: eine zahlreich beschickt wird.
Tod an der S^arkssromleitunq.
LPD. Alsfeld, 19. Oft. Beim Jauchefahren auf sm Gutshof Schlabach bei Willingshausen kam der Olßpannfuhrer Karl Wiegand der elektri- d en Hochspannungsleitung versehentlich u nahe. Dabei wurde der Mann von dem Strom letroffen, so daß er auf der Stelle tot war.
Landkreis Giesien
DO Klein-Linden, 18. Oft. Die Ortsgruppe .^-in-Linden des Volksbundes für das St utschtum im Ausland hatte für Sonntag- cb: nb in den Saal des Gaschauses „Zur Burg" zu irir Volksdeutschen Kundgebung eingeladen. Die Sranftaltung, die gut besucht war, wurde mit ittulerchären und Gedichtvortrag eingeleitet. Orts» n ppenleiter Dr. Crößmann eröffnete fodann hi: Begrüßungsworten die Versammlung und stellte et Anwesenden Herrn Bruno Schuch ar d als 1 A.-Ortsleiter für Klein-Linden vor. Anschließend pmch Alfred R i g e r l (Graz^ über das Thema: Dritte Reich und das Auslandsdeutschtum". t ulrat Nebeling als Bezirksleiter des VDA. itrb in ebenso warmer Weise für die Sache des DA. und schloß mit dem Treugelöbnis zu Führer L Volk die eindrucksvolle Kundgebung.
00 Klein-Linden, 19. Oft Am Sonntag- timb hielt Pfarrer Gontrum (Watzenborn- Einberg) in unserer Kirche einen Vortraa über r Thema „Christentum und Heldentum . Der l'ksnd war zugleich die Eröffnungsfeier für die Hinter arbeit der Evangelischen Frauenhilfe. Die flÄesuchte Veranstaltung war von Gemeindegesang tirrahmt.
$ Alten-Buseck, 18. Oft. Am Samstagabend fand tm Saale der Wirtschaft von Rühl eine Parteiversammlung der Zelle Alten-Buseck statt. Ortsgruppenleiter Bürgermeister Kahl begrüßte die Parteimitglieder und die Mitglieder der Unterorganisationen. Sodann sprach als Redner des Abends Pg. Heß (Gießen) in längeren Ausführungen. Seine Rede wurde mit großem Interesse ausgenommen. Ortsgruppenleiter Kahl sprach das Schlußwort und beendete den Abend in der üblichen Weise.
wg. Großen-Bus eck, 18. Ott. Altbürgermeister Meyer feierte dieser läge in aller Frische seinen 8 7. Geburtstag. Der hochbetagte Mann stand fünfzig Jahre lang im öffentlichen Leben, und zwar in den Jahren von 1880 bis 1930. Don 1880 bis 1891 war er Mitglied des Gemeinderats, von 1891 bis 1900 Bürgermeister von Großen- Buseck. Während seiner Amtszeit wurde die Wasserleitung gebaut und manche andere fortschrittliche Maßnahme im Dorfe durchgeführt. Don 1892 bis 1898 hielt er auch die Postagentur, von 1900 bis 1923 die Untererhebestelle. Lange Zeit wirkte er als Direktor der Landwirtschaftlichen Genossenschaft. Weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus er- freut sich der Altbürgermeister großen Ansehens. — Am vergangenen Samstag konnte der Installateur Karl Engel, Grünberger Straße, auf eine 25jährige treue Pflichterfüllung bei der Firma R Ö - b i g e r in Gießen zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde der treue Mitarbeiter von der Firma und den Arbeitskameraden geehrt. Die Hessische Handwerkskammer übersandte ihm eine Ehrenurkunde.
wg. Großen-Buseck, 19. Oft. Dieser Tage fand im festlich geschmückten Saale des Gastwirts Wilhelm Wagner eine Kundgebung der NSDAP, statt, die, gut besucht, von Bürgermeister R e b h o l z eröffnet wurde. Referent des Abends war der Gau- rebner Baum (Wiesbaben), ber in umfassender Weise die Arbeit des Führers zugunsten des deutschen Volkes, die Arbeitsbeschaffung, den Vierjahresplan, die Ernährungsschlacht. Fragen der Kolonien und des Aufbaues der deutschen Wehrmacht usw. umriß. Mit einem Aufruf, alles für Führer, Volk und Vaterland einzusetzen, schloß der Redner. Kameradschaftliches Beisammensein bet den Klängen der Musikkapelle beschloß den Abend.
OO Beuern, 18. Oft. Dieser Tage fand hier eine Versammlung der NSDAP, statt. Zellenleiter Linden st ruth begrüßte die zahlreichen Teilnehmer. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Pg. Bullmann, der in längeren Ausführungen über grundlätzliche Fragen der Gegenwart sprach und insbesondere an das Pflichtgefühl jedes Einzelnen dem Volke gegenüber appellierte. Reicher Beifall dankte dem Redner.
* Saubringen, 18. Oft. Dem Bericht über den Unterhaltungsabend des Gesangvereins ,.S ä n g e r l u st" ist berichtigend nachzutragen, daß die gesamte Einnahme des Abends (nicht lediglich der Reinertrag) dem Winterhilfswerk zufloß.
H- Mainzlar, 18. Oft Die hiesige Krieger- fameradfchaft veranstaltete auf dem hiesigen Schießstand ein Preisschießen. Die vier ersten Sieger waren: H. Sauer, W. Kern,L. Horr- m a n n und L. F u ch s.
# Allendorf (Lahn), 19. Oft. Die hiesigen Landwirte haben in diesem Jahre eine außerordentlich gute Hackfruchternte zu verzeichnen. Die Runkel- rü len ernte liefert ebenfalls einen guten (Ertrag. — Das Amt des Fleischbeschauers wurde mit Wirkung vom 1. Oktober an Hermann Binz übertragen.
Kreis Friedberg
- Butzbach, 19. Oft. Gestern abend hielt die Partei im großen Saale des „Hessischen Hofes" ihre Monatsversammluna ab, die gut besucht war Ortsgruppenleiter Dr. Mörschel sprach zunächst über einige geschäftliche Angelegenheiten. Nach den Mitteilungen, die Cie Aufnahme der Dar- teianroärter, Schulungstage der Kreisgrupve, Aufforderung der Parteimitglieder zum (Eintritt in die NS -Dolfswohlfahrt ufro. betrafen, wurden Mitgliedskarten und Mitgliedsbücher ausgehändigt. — Heute feierte Frau M. Friedrich von hier in großer Rüstigkeit ihren 8 0. G e b u r t s t a g. — Die erste Reichs st raßenfammlung am vergangenen Samstag und (Banntag ergab nach dem endgültigen Abschluß und Verkauf sämtlicher Heftchen den Betrag von rund 562 Mark.
Q] Münzenbera, 19. Oft. Dieser Tage fand in ber Kirche zu Münzenberg ein Treffen ber Evangelischen Frauenhilfe bes Kirchen- freifps Büdingen-Hungen statt. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Prebigt hielt Pfarrer Weinberger (DarmstadtV die festliche Liturgie leitete Pwrrer Lenz (Münzenberg). Anschließend an den Gaftesdienft fand eine Versammlung statt, in der Frau Studienrat Küppers (Hohensolms) einen Vortraa hielt.
Kreis Alsfeld.
<£ Alsfeld, 19. Oft. Die B e z i r k s g a r t e n- bauDerbänbe Alsfeld-Lauterbach veranstalteten vom 16. bis 18. Oktober in der Festhalle zu Alsfeld eine Obstausstellung, die am Samstag eröffnet wurde. Die Beschickung aus den Kreisen Alsfeld und Lauterbach war recht gut. In ber geräumigen Festhalte waren die verschiedenartigen Obstsorten in langen Reihen in geschmackvollen Packungen aufgebaut. Auch die Obstverwer- tung und die Vorratswirtschaft kamen in ber Ausstellung in weitgebendem Maße zur Geltung, ebenso die Geräte ber Bodenbearbeitung und der Baumpflege. Die Ausstellung war rege besucht.
—Homberg, 18. Oft. Ein großer Bagger, im Gewicht von 78 Tonnen, der am Bahnhof Burgund Nicder-Gemünden ausgeladen werden sollte, aber infolge seiner Große nicht durch die engen Dorfstraßen zu befördern war, wurde bis zum Bahnhof Homberg geleitet. Dort lud man ihn aus und ließ ihn nach Nieder-Gemünden fahren zur Arbeitsstätte der Firma Ehr. Crutwig, die dort mit dem Bau der Reichsautobahn beschäftigt ist.
Kreis Wetzlar.
M Wißmar, 18. Oft. Die Arbeitsdienst- männer, die zur Einbringung der Hackfrucht- ernte in unserem Dorfe weilten, sind nun wieder in ihr Lager zurückgekehrt. In der Wirtschaft Reh fand ein Abschiedsabend statt, zu dem alle Familien, bei denen ein Arbeitsmann tätig war, erschienen. Bei Musif und Gesang verbrachte man einige unterhaltsame Stunden.
< Rodheim a. d. Bieber, 18.0«. Dieser Tags besuchte der Rundfunk-Werbewagen unseren Ort. Mittags fand ein Platzfonzert und am Abend im Saale Bender ein Lichtbildervortrag statt. Den Abschluß des Abends bildete die Verlosung eines Empfangsgerätes, das ein junger Einwohner gewann.
SJL-tfpoit
Mehr Sportanlagen und Schwimmbäder in Hessen!
In einer Besprechung mit den Bürgermeistern des Kreises Friedberg hielt Ministerialrat Löwer (Darmstadt) einen interessanten Vortrag über die notwendige Schaffung von sportlichen Uebungs- plätzen, wobei er die große Linie aufzeichnete, Die den bisher im Reich errichteten Sportanlagen zugrunde liegt und auf die man sich auch in Hessen einzurichten habe.
Er betonte dabei die Erforderlichkeit eines Z u - sammenschlusses vieler kleiner Leibesübungen treibender Vereine zu größeren Sportgemeinschaften, die in ihrer Geschlossenheit erst zur Lösung völkisch wichtiger Fragen imstande seien. Dies sei die notwendige Voraussetzung für die spätere Betätigung in einer gemeinschaftlichen Sportanlage, für deren Schaffung sich die Gemeinden einsetzen sollten. Leibesübungen stellten nicht mehr wie früher eine Privatangelegenheit bar, sonbern seien Bestanbteil ber Erziehung unserer Jugenb.
Auch an der Aufzeichnung des praktischen Weges ließ es der Redner nicht fehlen. Hätten die Gemeindeleiter sich zuerst über die genaue Planung der neuen Stätte geeinigt, so seien die Mittel bereitzustellen. Wo es hieran fehlen sollte und eigene Anstrengungen gemacht seien, werde ber hessische Staat seine Hilfe nicht versagen. Freilich sei es falsch, sich von vornherein auf die Unterstützung der ßanbesregierung zu verlassen. Andererseits sei diese für solche Fragen allein zuständig, und man dürfe sich von anderen
Stellen keineswegs von der Erreichung des gesteckten Zieles abhalten lassen. Welche Möglichkeiten im Rahmen einer Selbsthilfe gegeben seien, stellte Ministerialrat Löwer an dem Beispiel einer Gemeinde fest, die durch freiwillige (Erbarbetf ber Einwohner aller Berufsgruppen selbst an bem Bau des Sportplatzes mitgeholfen und so 35 000 Mark gespart hätte. Rühmenswert sei ber Geist, der sich habet geäußert habe. Dies sei jeben- falls wertvoller als ein verschrobener Lokalpatrio- tismus unb bie Beharrung auf herkömmlicher Denkweise, Die nur in (Eigenbrötelei ausarte. Es sei Pflicht eines jeben Gemeinbeleiters, sich mit Nach- bruck für das neue Werk einzusetzen.
Kettenschießen in ^o-'nsbach
Dieser Tage fanb bas Kettenschießen bes Unter« (reifes Wetzlar-Norb in Launsbach statt. Die Beteiligung war sehr gut. Geschossen würben je drei Schuß liegend unb ftehenb freihänbig. Ketten-Sieger würbe auch bieses Jahr bie 1. Mannschaft von Krofdorf mit den Schützen Karl Leib, Wilhelm Fries und Abolf Leicht mit 162 Ringen vor Launsbach 1. Mannschaft, 157 Ringe, und Bieber 1. Mannschaft. 152 Ringe. Beste Schützen waren Rudolf Müller- Launsbach (60 Ringe) Wagner- Bieber unb Debus-Launsdach (je 57 Ringe). Sollte es Krofborf im nächsten Jahr gelingen, ben Sieger zu stellen, so geht die Schützenkette in dessen Besitz über.
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Einen neuen britischen Rekord im 200- Pards-Brustschwimmen stellte E. Storey mit 2:43,4 Minuten auf. Die Zeit ist nur acht Zentelsekunden schlechter als Hanni Holzners Weltrekord.
Wballkamps DeuWand-Aorwegen.
Iievanche für Olympia?
Der 8. August 1936 wird in der Geschichte des deutschen Fußballsports stets schmerzliche Erinnerungen wecken. An diesem Tage wurde unseren Fußballern, gerade als sie im Begriff waren, bie Hand nach olympischem Lorbeer auszustrecken, eine Niederlage zuteil, die in der ganzen Sportwelt Aufsehen erregte. Das kleine Norwegen, in ben letzten Jahren ein Fußball-Land großen Formats, schlug in der Zwischenrunde des Olympischen Turniers die hochfavorisierte deutsche Elf mit 2:0 und bereitete dem Traum von einem deutschen Fußball- Endsieg ein jähes Ende. Die große Enttäuschung, die uns unsere Fußballer in jenen herrlichen Olym- piatagcn bereiteten, war besonders peinlich, weil sie unter ben Augen bes Führers zustanbe kam, ber zum ersten Male einem Länberspiel beiwohnte unb eine deutsche Nieberlage erleben mußte. Um so mehr beseelt uns Deutsche ber Wunsch und bie Hoffnung, daß unsere Spieler, die am kommenden Sonntag die Ehre haben, die deutschen Farben im zehnten Länderkampf gegen Norwegen zu vertreten, mit einer eindrucksvollen Leistung die wahre Stärke des deutschen Fußballs bekunden. Unsere Mannschaft ist stark und die Begeisterung von hunderttausend Landsleuten, die die Ränge des Olympischen Stadions umsäumen werden, wird ihr Rückhalt und Unterstützung fein!
Bor einem großen Kampf.
So hat also dieser zehnte deutsch-norwegische Länderkampf seine besondere Bedeutung. Man erwartet ein gutes Spiel und ersehnt einen deutschen Sieg. Für ein gutes Spiel sollte bei der Qualität beider Mannschaften eigentlich von vornherein Sorge getragen sein. Seit 1930 gelang uns kein Sieg mehr gegen Norwegen, jedesmal trotzten uns die Nord
länder ein Unentschieden ab, 1930 in Breslau 1:1, 1931 in Oslo 2:2, 1933 in Magdeburg wieder 2:2 und 1935 in Oslo abermals 1:1. Diesen unentschiedenen Spielen gingen vier deutsche Siege voraus.
Die Mannschaften.
Folgende 22 Spieler werden sich im Olympiastadion zum Kampf stellen:
Deutschland: Jakob: Janes Münzenberg: Kupfer, Goldbrunner, Kitzinger; Lehner, Gellesch, Siffling, Szepan, Urban.
Norwegen: Nordby: Johannesen, Holmsen; UUeberg, Eriksen, Holmberg: Frantzen, Kvammen, Martinsen, Jsaksen, Brustab.
Als Schiebsrichter würbe ber Engländer Snape (Manchester) gewonnen.
Der bevorstehende Berliner Kampf sieht die Norweger aufs Beste gerüstet. Sie kommen zwar ohne ihren großen Strategen Jorgen Juve, aber Juve hat Nachfolger gefunden.
Deutschland stellt eine wesentlich stärkere Elf ins Feld als vor Jahresfrist im Poststadion, obwohl auch damals sechs unserer Stammspieler, nämlich Jakob, Münzenberg, ©olbbrunner, Lehner, Siffling und Urban, dabei waren. Es fehlten aber Janes, bie beiden Schweinfurter Läufer Kitzinger unb Kupfer unb schließlich Szepan, ber geistige Führer ber Mannschaft. Die Norweger werben es im Olympia- Stabion zu spüren bekommen, daß zwischen jener unb ber heutigen Elf boch ein großer Unterschied besteht. So sieht ganz Deutschland bem Auftreten unserer Elf vertrauensvoll entgegen. Der Kamps wirb ein schwerer sein, aber unser Sturm wird stark genug fein, mehr als einmal in die Abwehr ber Norweger eine Bresche zu schlagen unb bie zu einem Sieg notroenbigen Treffer herauszuholen.
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fiter abjd)neiöen!
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Ente
Entführung
uneheliche Mutter hat gegen den Vater Des Kindes Anspruch auf Ersatz ber Entbindungskosten lHebamme. Arzt), auf Unter- yalt für bie ersten 6 Wochen nach der Entbindung (6-Wochenkosten) und der weiteren Aufwendungen. die infolge ber Schwangerschaft und der Entbindung notwendig werden, z. B. oesiere Kost. Wäsche usw Verlangt kann werden der gewöhnliche Betrag der zu ersetzenden Kosten ohne Rücksicht auf die wirklichen Aufwendungen. Die Mutter kann schon vor der Geburt verlangen, daß dem Vater durch einstweilige Verfügung aufgentben wird. Den Unterhalt bes Kindes für die ersten 3 Monate sowie die Ent- bindungs- und 6-Wochenkosten alsbald nach der Geburt an die Mutter oder den Vormund zu bemblen und den erforderlichen Geldbetrag angemessene Zeit vor der Eeburt zu binterfeaen Die Entbindunas- und 6-Wochen- kosten kann die Mutter auch verlangen. wenn das Kind tot geboren wird. Der Anfvruch verjährt in 4 Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Ablauf von 6 Wochen nach der Geburt des Kindes.
(Ente, Wasiervogel, dessen Zucht nur zu emvfehlen ist. wo dem Tier Wasser zur Verfügung stebt. Enteneier sind ebenso nahrhaft wie Hühnereier. Die Ente wird wie eine Eans gebraten Alte Enten werden gekocht. Enten sind am schmackhaftesten von August bis Dezember.
Enterbung. Die Enterbung kann
teilweise und gänzlich sein. Eine teilweise Enterbung liegt vor, wenn der Erblasser in einer letzt- willigen Verfügung (Testament, Erbvertrag) einem Erbberechtigten weniger zukommen läßt, als ihm nach dem Gesetz zukommen würde, insbesondere, wenn ber Erbe auf den Pflichtteil gesetzt wird. Eine solche Enterbung kann man ohne weiteres verfügen. Eine völlige Enterbung gewisser Personen ist nur bei bestimmten Voraussetzungen möglich. (Siehe Pflichtteil. Erbanteil.)
(Entfärben muß man gefärbte Stoffe bevor man sie neufärbt. Dies geschieht entweder durch Bleichen oder durch Behandlung der Stosse mit überall erhältlichen (Entfärbungsmitteln.
Entfettung, f. Fettsucht. Hungerkuren
Entführung einer minderjährigen Person mittels List, Drohung ober Gewalt wird mit Gefängnis und wenn die E. in Der Absicht geschieht. Die Person zum Betteln oDer zu gewinnsüchtigen oder unzüchtigen Zwecken oder Beschäftigungen zu gebrauchen, mit Zuchthaus bestraft. Wer eine Frauensperson wider ihren Willen entführt um sie zur Unzucht zu bringen, wird mit Zuchthaus und wenn die Ent- führung begangen wurde, um Die Entführte zu heiraten, mit Gefängnis bestraft. Die E. eines Mädchens unter 21 Jahren mit deren Einverständnis, aber gegen den Willen ihrer Eltern, des Vormunds oder Pflegers, wirb mit Gefängnis
Zwei verschiedene (Eimer ...
sollten wenigstens in jedem Haushalt vorhanden sein. Einen (Eimer für das Wischen des Fußbodens, ber am besten verzinkt ist, und einen zweiten aus Emaille für andere Zwecke. Dann aber mochte Häuser noch an den Fensterputz-Eimer erinnern. Alle gibt es sehr preiswert bei J. V. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.


