Ausgabe 
20.4.1937
 
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alle Gelegenheiten ergeben sich interessante und ab­wechslungsreiche Pflanzungsmöglichkeiten, wenn nur ein kleiner Schuß von Verständnis, Bereit­schaft und Liebe für die Sache vorhanden ist.

Man braucht für diese Dinge auch keinen großen Apparat aufzuziehen. Ueberall in Stadt und Land sitzen Leute, die entweder diese Sachen schon ver­stehen, oder verwandte Facharbeiten beherrschen und sich leicht mit Hilfe einiger Merkblätter einarbeiten können, die natürlich nicht nur das reine Schön­heitsbedürfnis befriedigen, sondern vor allem auch den nützlichen Zweck des Luftschutzes durch die so­zusagen technischen Angaben der Pflanzenhöhe und der Schnelligkeit ihres Wachstums erfüllen müssen. Gut abdeckende Pflanzungen müssen sich sowieso gliedern in die eigentliche Deck- und in die Rand­pflanzung. In keinem Falle schlagen die materiellen Kosten erheblich zu Buche, besonders dann nicht, wenn nur Bäume und Sträucher bezogen und die eigentlichen Arbeiten unter sachgemäßer Anleitung von dem Luftschutz oder etwa der Hitlerjugend aus- Srt werden. Es kommt schon jeder auf seine

, lung: Ist erst der Anfang gemacht und da und dort ein Schandfleck oder ein auch nur auffälliges Gebäude oder Gelände durch eine ordentliche Pflan­zung abgedeckt, so melden sich private Interessenten, die sich einen schönen Farbfleck oder eine bizarre Baumkrone auf ihr Grundstück setzen wollen.

Dornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP.: 20.30 Uhr, Feier anläßlich des Geburtstages des Führers imGambrinus", Wetzsteingasse. Ortsgruppe Gießen-Süd: 20 Uhr, Feier im Studentenheim, Leihgesterner Weg. Ortsgruppe Gießen-Mitte: 21 Uhr, Feierstunde imWürttemberger Hof", Bahnhofstraße. Ortsgruppe Gießen-Ost: 20.30 Uhr, Feierstunde der Politischen Leiter, Amtswalter und -walterinnen imSchützenhaus". Gloria- Palast, Seltersweg:Viva Villa". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Alles für Veronika".

Stadttheater Gießen.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die Intendanz des Stadttheaters Gießen hat die Nachrichter mit ihrer neuen RevueSo leben wir", ein fröhlicher Querschnitt durch den Alltag, für ein einmaliges Gastspiel am Freitag, 23. April, ver­pflichtet. Kurt E. Heyne, der Dichter und Kom­ponist, Helmut K ä u t n e r, der als Spielleiter, Bühnenbildner und Schauspieler mehr als einen Mann stellt, und Frank Norbert, der das Musi­kalische betreut, kommen mit einer Revue, die den Ruf der Nachrichter mehren wird. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Die Intendanz macht dar­auf aufmerksam, daß gewöhnliche Schauspielpreise für das Gastspiel gelten.

Heute keine Lehrgänge der Arbeits­schule der OAF.

Die Lehrgänge der Arbeitsschule der DAF. bzw. Häuser der Kurzschrift fallen wegen Führers Ge­burtstag am heutigen Tage aus.

Heute kein KdJ.-Sport.

Anläßlich des Geburtstags des Führers fallen heute sämtliche Sportkurse der NSG.Kraft durch Freude" aus.

Ein fröhlicher Abend bei den Giehener Lungmädeln.

Zum Abschluß der Werbewoche für die Hitler- Jugend wollten auch die Jungmädel einmal einen Ausschnitt aus ihrer Arbeit bieten. Ihre fleißigen Vorarbeiten wurden durch sehr guten Besuch be­lohnt. ImCafä Leib" legten sie oann los, so daß es für sie und für die Eltern eine Freude war. Ein munterer Chor stellte den Besucher sofort hin­ein in die sorglos heitere Welt der Mädchen. Die Untergau-Jungmädelführerin Liefe! Göbel rief den Eltern und Gästen einen freundlichen Will­kommensgruß zu und dann sagte die Obergau- Jungmädelführerin Erika D e s ch das Notwendigste über die Wege und Notwendigkeit der Mädelerzie- huna im neuen Deutschland. Sie wollte Verständnis für oiese Arbeit wecken und um Vertrauen für die junge Führung werben. Sie führt aus, wie die Führerinnen sich durch einige Dienstjahre in der Gemeinschaft ausweisen und schon die ordentlichsten Mädels gewesen sein müssen. Durch entsprechende Schulungen werden sie dann vorbereitet auf ihre Aufgabe. Die Obergau-Jungmädelführerin betonte die Notwendigkeit der Organisation, in der das Mädel von jung auf das lernen soll, was Eltern­haus und Schule ihm nicht vermitteln können. Bei dieser Arbeit komme für jedes Mädel etwas gutes heraus. Sie feien mit Freude und Begeisterung im Dienst und es sei notwendig, daß sie außer dem wöchentlichen Heimnachmittag auch den Sporttag und die Sonderdienste mitmochen. Darum wandte sich die Rednerin an die Eltern und besonders an die Mütter, daß sie ihre Mädels nicht zurückhalten und der kleinen Führerin, die an sich schon einen schweren Dienst habe, die Arbeit nicht noch zu erschweren. Zum Schluß bat sie um verständnis­volles Zusammengehen von Elternhaus und Füh­rung, damit die Hitler-Jugend die Aufgaben er­füllen könne, die ihr aufgetragen feien.

Ein besinnlicher Chor schuf die Ueberleitung zu demfrohen Nachmittag im Lager", das der Unter­gau 116 in diesem Jahre gemeinsam mit dem Unter­gau 88 auf Schloß Werdorf im Kreise Wetzlar be­ziehen wird. In bunter Folge brachte die Spiel­schar eine lustige Auswahl ihrer Lieder, Tänze und Spiele. Gleich zu Anfang stand natürlich dasEssen- Oratorium", das sachte mit der frohen Feststellung früh um fünfe in die Strümpfe, in die lachende, sonnige Welt" anfing und in dem sich dann die wie­derkehrenden WirbelButterstullen, Butterbrote, Kaffeetisch" überschlugen. Dos Spiel vom Dichter­ling Knall Ram, eine ergötzliche Eselsgeschichte und schließlich ein Schattenspiel wurden mit großer Freude am Spiel und viel Begeisterung dargebracht und verbreiteten ungetrübte Heiterkeit. Die drei besten der Ziehharmonikagruppe, die frisch und un­bekümmert bei Sang und Spiel und Tanz nicht nur den Ton angaben, sondern fröhlich mitmachten, ferner einige Volkstänze und die vielen lustigen Gesänge rundeten den guten Eindruck dieses frohen Abends ab.

> M MveWt feiert den Geburtstag des Führers

Der Geburtstag des Führers wurde heute früh in eindrucksvoller Weife von der Universität in der Neuen Aula gefeiert. Nachdem das collegium rfiusicum die Ouvertüre zu Herakles von Händel gespielt hatte, trug Kameradschaftsführer Schloß- hardt das folgende Gedicht vor:

Nur einer tat's. Der zwang das Leid, Der ließ den Glauben nicht.

Nur einer war zum Kampf bereit, Nur einer sah den Sinn der Zeit Und gab ihr fein Gesicht.

Nur einer trotzte, einer fand Den Weg durch deutsche Nacht. Nur einer brach den Widerstand, Nur einer rettete das Land Und hat das Werk vollbracht.

Hierauf ergriff

her Hektor, Prof. Dr. Baader,

das Wort: Nationalsozialisten! Die Politik ist das Schicksal Adolf Hitlers geworden, und fein Geschick ist das deutsche Geschick. Schon der Heranwachsende Knabe bekennt zu einer Zeit, in der die Altersge­nossen noch in einer Welt jugendlicher Harmlosigkeit lebten:Ich wurde Nationalsozialist", und weiter: Ich lernte Geschichte ihrem Sinn nach verstehen und begreifen." Die Leidenszeit der Wiener Jahre läßt ihn heranreifen zum politischen Seher und öffnet ihm die Augen für Krankheiten am deutschen Volkskörper, für die die anderen blind waren. Als der Dreiundzwanzigjährige im Frühjahr 1912 Mün­chen betrat, da wurde er von der Vorsehung näher an die Aufgaben herangeführt, die sie ihm zugedacht hatte. Es kam dann alles, wie es kommen mußte. In den Jahren, des Krieges sieht er mit Zorn und Empörung, daß nichts geschieht, um auch die Her­zen stark zu machen, und er fühlte schon damals in sich die Kraft, dieses Feuer zu entfachen.Allein ich war ein Namenloser, einer unter acht Millionen! So war es besser, den Mund zu halten und so gut als möglich seine Pflicht an dieser Stelle zu Lun."

Halberblindet verbringt Adolf Hitler die Herbst- tage 1918 im Lazarett zu Pasewalk in Pommern und erlebt hier die Revolution. In diesen Tagen

wurde er sich seiner Sendung bewußt, Gott selbst legte die deutsche Not in seine starken Hände.

Fünfzehn Jahre mußte er um die Seele seines Volkes ringen. Der 30. Januar 1933, an dem er das bestätigte Führeramt der Nation antrat, stellte ihn vor neue unerhörte Aufgaben. Mit einer nicht vorstellbaren Willensstärke hat er die Hakenkreuz­fahne zum Siege geführt und Ketten, die für die Jahrhunderte geschmiedet schienen, zerbrochen.

Das Wort der Edda wurde zur Wahrheit:

Kühnen Mann sah den Kampf ich gewinnen mit stumpfer Schwertklinge", denn die Machtmittel in den Ausgangsstellungen 1919 und 1933, von denen der Angriff vorgetragen wurde, waren bescheiden.

Wir wissen es und dürfen es aussprechen, was wir dem Führer danken.

Fünfzehn Jahre gingen wir in Fesseln, wir tragen wieder ein Schwert.

Fünfzehn Jahre Zerklüftung und Klassenhaß trennten das deutsche Volk, der Strom des Blutes eint alle Volksgenossen zu einer starten Volksge­meinschaft.

Fün f z e h n Jahre litten über sechs Millionen deutsche Menschen körperlich und seelisch unter dem Fluch der Arbeitslosigkeit, heute brennen die Essen und dröhnen die Hämmer. Zehn Millionen fleißige Hände werken mehr für Deutschland.

Fünfzehn Jahre herrschte das Geschwätz, heute regiert die Tat.

F ün fze h n Jahre zerfraßen uns der Unglaube und der Zweifel, der Führer aber hat die Flamme des Glaubens entfacht. Glaube aber ist nur eine andere Form des Willens.

Wenn wir heute in Deutschland den Hitlergruß aussprechen, so bitten wir alle, Mann und Frau, die Vorsehung möge den Führer schützen und fein Werk segnen. Und in diesem Sinne sage ich: Heil Hitler!

Und nun bitte ich Sie, mit mir zu rufen: Der Führer: Sieg Heil!

In das auf den Führer ausgebrachte Sieg-Heil stimmte die Geamtgefolgschaft der Universität be­geistert ein. Deutschland- und Horst-Wessel-Lied schlossen die eindrucksvolle Feier.

Verpflichtung der Lugend.

LungmLdeljahrgang 1927 angetreten.

Viele Helle Kinderstimmen füllten gestern nach­mittag den Saal im Caf6 Leib, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Auf den ersten Stuhl­reihen saßen die kleinen Mädchen vom Jahrgang 1927, zum Teil schon in weißen Blusen, in blauen Rocken oder in Kletterwesten und harrten ihrer feierlichen Aufnahme in die Jugend des Führers. Den übrigen Teil des Saales füllten die Jung­mädel, die schon länger die Gleichtracht tragen. Als die Mädelgruppenführerin Käthe Pfeffer und die Jungmädel-Untergauführerin Liefe! Göbel den Saal betraten und mit kurzem Zuruf die Ruhe hergestellt war, wurden feierlich die Wimpel ein­gebracht, die dem äußeren Bild das würdige Ge­präge gaben. Mehr und mehr gerieten die Kinder in den Bann des Ernstes der Stunde, die sie in feierlichem Gelöbnis an die Gemeinschaft und an den Führer binden sollte. Die Untergaumädel­führerin Liesel Göhel verlas dann das feierliche Versprechen:

Ich verspreche, in der Hitler-Jugend alle­zeit meine Pflicht zu tun, in Liebe und Treue zu unserem Führer und unserer Fahne!"

Und dieses Versprechen bekräftigten die Kleinsten der deutschen Jugend mif dem Worte:So wahr mir Gott helfe!" Gleichsam als Sprecherin ihrer kleinen Kameradinnen sagte eines der Mädchen ein Gedicht auf, das die freudige Bereitschaft.zur Tat in der neuen Gemeinschaft ausdrückte.Wo wir stehen, steht die Treue", fangen dann die Mädchen, und wie ein Gelöbnis war es dann, als sie fangen: Wir marschieren nach der Fahne!"

Die Jungmädel-Untergauführerin Liesel Göbel hielt bann noch eine kurze Ansprache und sagte u. a.:Der Reichsjugendführer hat euch nun in die Gemeinschaft ausgenommen und ihr habt verspro­chen, zu Führer und Fahne zu stehen. Ihr tragt als äußeres Zeichen die Kluft. Damit gehört ihr zu uns! Ihr sollt in die Arbeit hineinwachsen, in eine Arbeit, die auch ein Jungmädel schon leisten kann für den Führer!"

Mit dem Liede der Jugend und mit der Aus­bringung der Wimpel fand die Verpflichtungsfeier ihren Abschluß.

Aufnahme der jüngsten Pimpfe. Vom Jungvolk zur HL.

Hitler-Jugend und Jungvolk traten gestern abend zu einer würdigen Feier auf dem Brandplatz an. Mit Fahnen und Wimpeln rückten die Formationen singend an. Im offenen Rechteck nahm zunächst die Hitler-Ingens vor dem Schlosse Aufstellung. Dann traten auch die Scharen des Jungvolks und der Jahrgang 1927 auf den Plan und schlossen das Viereck.

Dem Bannführer Rohrbach wurde die Mel­dung der angetretenen Jugend erstattet und hell klang sein Ruf an die Mannschaften über den Platz. Der Spielmannszug des Jungvolks, eröffnete die Feierstunde. Dann wurde die Botschaft des Gebiets­führers verlesen, die sich besonders an jene wandte, oie jetzt neu in die Hitler-Jugend eintreten und sich damit endgültig für lange Zeit der Gemeinschaft einfügen, mit dem Ziel, tapfere und unwandelbare Gefolgsmänner des Führers zu werden.

Das Lied der Jugend leitete dann über zu einer Ansprache des Jungbannführers Taesler, der dem jüngsten Jahrgang noch einmal die Worte des Gebietsführers in das Gedächtnis rief und sie auf­forderte, im Sinne dessen ihre Pflicht zu tun. Dann verabschiedete er den Jahrgang 1923, der nun in die Gemeinschaft der HI. aufgenommen wird. Er forderte sie auf, in die neue Gemeinschaft mit hin- überzunehmen, was sie im Jungvolk gelernt haben, vor allem die Treue zum Führer.

Bannführer Rohrbach wies die neuen Kame­raden der Hitler-Jugend darauf hin, daß sie erneut den Schwur der Treue zum Führer abzulegen haben, und indem er sie in die HI. aufnahm, gab er dem Wunsche Ausdruck, daß sie genau so, wie in den vier Jahren des Jungvolkdienstes, in der HI. ihre Pflicht treu erfüllen möchten. Er. nahm den Neuaufgenommenen das Gelöbnis der Treue zum Reichsjugendführer und das Gelöbnis eifrig­sten Bemühens, sich allezeit der heiligen Fahne würdig zu erweisen, ab.

Mit abschließenden Worten des Bannführers, mit der Aufforderung zur gemeinsamen Arbeit, gehor­sam dem Befehl des Führers, fand die Kundgebung ihren Abschluß.

Sieg über Vie Not des Winters.

Der Gau Hessen-Nassau meldet:

NSG. Am 15. April hat Reichsminister Dr. Goebbels dem Führer und dem ganzen deut- scheu Volke den Rechenschaftsbericht über Auskom­men und Leistungen des WHW. 193 6/3 7 vor­gelegt. Mit Stolz und Bewunderung Hetzen wir auf dieses deutsche Hilfs- und Liebeswerk zur Bekämp­fung der Not unserer bedürftigen Volksgenossen. Wie das gesamte Reich, so hat auch der Gau Hessen-Nassau freudig an der Erreichung des großen Zieles mitgearbeitet.

470 000 Volksgenossen unseres Gaues wurden durchschnittlich durch das WHW. im Winter 1936/37 zusätzlich betreut. 34 000 ständige ehrenamtliche Lei­ter der Partei, NSV.-Walter und WHW.-Helfer stellten sich unermüdlich in den Dienst des Hilfs­werkes.

Die Zahlen der nachstehend angeführten Zu­wendungen von Lebensmitteln und Gebrauchs­artikeln sprechen ihre eigene Sprache. Ls ge­langten zur Verkeilung: 280 000 Zentner Kar­toffeln, 20 000 Zentner Mehl, 12 500 Zentner Brot, 35 000 Zentner Gemüse und 120 000 Do­sen Gemüse-Konserven, 4500 Zentner Hülfen- srüchte, 11 500 Zentner Fischfilet, 400 000 Do­

sen Fisch-Konserven, 250 000 Dosen Fleischkon­serven, 700 000 Liter Vollmilch, Wurst, Speck, Fett, Nudeln, Haferflocken, Margarine, Marme­lade, Kaffee, Malzkassee, Grieß, Zucker, Käse ufro. usw. Dazu kommen 500 000 Schulspeisun­gen, 600 000 WHW.-Speisungen, 457 164 Werl- gutscheine. An Sachspenden wurden außerdem zugeleitel fast eine Million Pfund an Pfund- spenden, 143 288 Weihnachtspakeke, 60 000 Frei­tische ita. m.

Die Ausgabe von 1 427 500 Zentner Kohlen im Gau Hessen-Nassau ist Beweis für einen er­folgreich geführten Kampf gegen die Winters­not. Eine wertvolle Ergänzung dazu ist die Zu­wendung von 11 000 Herren - Anzügen und Mänteln, 15 000 Hosen und 4000 Jacken, 12 000 Damenkleidern und Mänteln, 60 000 Meter Kleider- und Anzugsstoffen, 50 000 Paar Strümpfen, 110 000 Babywäschestücken und säst 100 000 Paar Schuhe. 5000 Weihnachtsbäume wurden zu Weihnachten und 200 000 Lier zu Ostern ausgegeben.

Auch gegen die geistige und seelische Not wurde der Kampf geführt. 155 000 Freikarten für Theater und Konzerte, 200 000 Einladungen zum kostenlosen Kinobesuch, WHW.-Veranstal- lungen, Volksgemeinschaflsabende, Vorträge und Vorlesungen, Unlerhallungsabende bereiteten unzählige Stunden der Freude und der geizi­gen Fortbildung.

Eine große Schlacht ist wieder geschlagen und erweckt in jedem deutschen Herzen tief empfunde- nen Dank an den Mann, der uns stark machte zu solchen Leistungen. pk.

Geburtstagsgeschenk unserer Frauen an den Führer.

NSG. In den Heimabenden des Deutschen Frauenwerkes wurde im Gau Hessen-Nassau schon seit vielen Wochen emsig gearbeitet. Viele Hände strickten unermüdlich Strümpfe, nähten Wä­sche und statteten Babykörbe aus. Diesmal wurde ganz besonders viel Liebe in die Arbeit hineinge­legt, denn es handelt sich um das G e b urts- tagsgeschenk für den Führer, .das die Frauen Hessen-Nassaus am 20. April bringen wollen.

Schlesien ist der Patengau unserer Abteilung Grenz- und Ausland im Deutschen Frauenwerk, und die Frauen unseres Gaues benutzen gern die Gele­genheit, ihren Schwestern an der Grenze, die oft in schwerem Kampf stehen, zu helfen.

Zu Beginn dieses Jahres schlug die Reichs­frauenführerin vor, dem Führer eine gemeinsames Geschenk aller deutschen Frauen zum 20. April zu bringen, das der deutschen Frau an der Grenze zu­gute kommen soll. Unsere Frauen haben nun eine stattliche Anzahl von Gaben zusammengetragen. Es wurden gearbeitet: 2611 Paar Strümpfe, 8 Paar Damenstrümpfe, 173 Paar Kinderstrümpse, 40 Lot Wolle, 8 Paar Handschuye, 143 Stück Taschen- tücher, 119 Stück Herrenwäsche, 43 Stück Herren- Kleidung,' 369 Stück Damenwäsche, 115 Stück Da­menkleidung, 62 Stück Haushaltswäsche, 4149 Kin- derwäsche und -kleidungsstücke, 4 Babykörbe, Puls­wärmer, Schuhe, Pantoffel, Hüte, Bücher und Seife.

Ganitätskotonne Gießen vom Deutschen Noten Kreuz.

Am Samstagabend fand in den oberen Räumen des GasthausesZum Andres" die Jahreshaupt­versammlung der Sanitätskolonne Gießen statt.

Kolonnenführer Kratz gab in seinem Bericht Hinweise auf die Neuordnung und besonderen Auf­gaben der Rotkreuz-Formattonen. Er erinnerte an die im Lause des Jahres vorgenommene feierliche Verpflichtung der Rotkreuzmänner auf den Führer Adolf Hitler und die Pflichterfüllung des Deut­schen Roten Kreuzes. Die Durchführung aller ge­stellten Aufgaben fetze die Erziehung des einzelnen Rotkreuzmannes zum Soldatischen voraus. Dar­unter sei zu verstehen: einfach, bescheiden, klar im Denken, sachlich in der Tat, sauber in Worten und Werken, standhaft und ehrlich, bereit und fähig zum Dienst und Opfer, willige Einordnung in ein großes Ganzes.

Eine der schönsten Aufgaben des vergangenen Jahres sei die Tätigkeit einer Anzahl Kolonnen­männer (unterstützt durch Samariterinnen des Roten Kreuzes) anläßlich der großen Herbstmanöver ge­wesen. Zur Hebung und Erhaltung der Volksgesund­heit habe die Kolonne durch Abhaltung einer An­zahl von Kursen in der ersten Hilfeleistung bei Un­glücks fällen beigetragen. Die Inanspruchnahme ber Kolonne bei Kranken- und Derletztentransporten sei wiederum gestiegen und habe die Zahl von 1855 erreicht. Die Gesamthilfeleistungen der Kolonnen- männer betrugen im abgelaufenen Jahre 5366. Leider sei die Zahl der unterstützenden (fordernden) Mitglieder zurückgegangen.

Der Vortragende dankte der Verwaltung der Stadt und des Kreises Gießen, dem Kreis- und Ortsmännernerein vom Roten Kreuz, den fördern­den Mitgliedern sowie allen Mitarbeitern und Helfern in der Kolonne. Das Treuebekenntnis der Versammlung zu dem Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes, dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, schloß die Ausführungen.

Der stellvertretende Kolonnenführer Luch gab Bericht über die Tätigkeit der Kolonne im einzelnen, die auch im abgelaufenen Jahre sehr umfangreich war. Kolonnenverwalter Pfeiffer gab den Rech­nungsbericht bekannt. Bürgermeister Professor Dr. Hamm übermittelte der Kolonne den Dank und die Anerkennung der Stadt Gießen für die ge­meinnützige Tätigkeit der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz.

Einbruch in ein Baugeschüst.

In der Nacht zum Sonntag, 18. April, wurde in die Büroräume einer hiesigen Baufirma eingebro­chen. Unter Benutzung einer Leiter, die fick der Täter aus einem Nacbbargrundstück verschaffte, stieg er durch ein offensteyendes Oberlichtfenster ein. In den einzelnen Büros wurden zum größten Teil offenstehende Schubfächer durchwühlt und mit einem Brechwerkzeug versucht, Behältnisse zu erbrechen. Dem Täter fielen nur für etwa 4 bis 5 Mark Post­wertzeichen in die Hände. Wo hat eine Person Briefmarken in Zahlung gegeben? Angaben, die vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminal­polizei.

Gießener Wochenmarktpreife.

* Gießen, 20. April. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, V» kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsch^ Klasse S 11, Klasse A 10^, Klasse B 10, Klasse L 9%, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Wirsing, Vi kg (gelb) 12, (grün) 20 bis 22, Weißkraut 10, Rot­kraut 12, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Feldsalat, 50 g 10 bis 12 Pf., % kg 90 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 70 bis 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 25 bis 30 Pf., Pilze 1,50 Mark, Kartoffeln, 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,65 bis 3,80 Mark,

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