einverstanden erklärt, daß die Kontrolle der Lehrlingshaltung durch den Ausschuß für Lehrlingsund Ausbiloungswefen oorgenommen wird.
Erweiterung des reichsgefehlichen Unfallschutzes.
Berlin, 19. April. (DNB.) Das vierte Gesetz über Aenderungen in der Unfallversicherung enthält Vorschriften, die eine wesentliche Erweiterung des reichsgesetzlichen Unfallschutzes bringen. Die Schüler in Lehrwerkstätten, Fachschulen, Schulungskursen und ähnlichen Einrichtungen werden der Reichsunfalloersicherung unterstellt, wenn und soweit sie in den bezeichneten Einrichtungen eine Be
schäftigung ausüben, die ihrer Art nach versichert ist. Das Gesetz gibt weiter die Möglichkeit, alle Hausgewerbetreibenden, ihre mitarbeitenden Ehegatten und die von ihnen beschäftigten Personen der Reichsunfalloersicherung zu unterstellen. Die NSDAP, wird für sich und ihre Gliederungen zum Eigenunfallversicherungsträger erklärt. Sie wird mit ihren Betrieben also nun nicht mehr ZU den einzelnen Berufsgenossenschaften gehören. Schließlich enthält das Gesetz eine günstigere Berechnung der Renten für Personen, die als ehrenamtliche Helfer in der Wohlfahrtspflege, insbesondere also auch beim Winterhilfswerk, verunglückt sind.
Der Führer empfängt Lansbury.
Deutschland zu jeder erfolgversprechenden internationalenZusammenarbeit bereit. Freundliches Echo in England.
Berlin, 19. April. (DBB.) Der Jührer und Reichskanzler empfing im Beisein des Staatssekretärs und Chefs der Reichskanzlei Dr. Lammers das Mitglied der Labour Party Abgeordneten George Lansbury zu einer Unterredung. Lansbury überreichte dem Führer eine Denkschrift, die den Vorschlag einer neuen Weltkonferenz zur Vermeidung der Kriegsursachen auf Grund gegenseitigen Verständnisses und allgemeiner Zusammenarbeit empfiehlt. Wie schon oft, betonte der Führer und Reichskanzler auch in dieser Unterhaltung, daß Deutschland sich von keiner erfolgversprechenden internationalen Zusammenarbeit ausschliehen werde.
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Die Mitteilung über die Unterredung des Führers mit Lansbury ist in England mit großer Befriedigung ausgenommen worden. „Daily Telegraph" schreibt, es wäre unsinnig und undenkbar, wenn man nicht einen beträchtlichen Fortschritt anerkennen wolle, der von Deutschland, für die Besserung der Weltbeziehungen mitzuarbeiten, gemacht werde. Es bleibe jedoch noch manches übrig, worüber weitere Erläuterungen erwünscht seien. Das Rothermere-Blatt „Daily Mail" sagt, die deutsche Erklärung werde als Markstein auf dem Wege der internationalen Befriedung herzlich begrüßt werden. Sie komme am Vorabend von Hitlers Geburtstag, ein Ereignis, 3U dem alle, die sich der gewaltigen V e r - dien st e des Führers für Ordnung und Fortschritt in Europa bewußt seien, ihn beglückwünschen würden. Der Führer erweise sich wieder einmal, wie in der Vergangenheit, als einer der stärk st en Stützen für den Weltfrie
den. Während der Führer die Wiederherstellung Deutschlands als Großmacht anstrebte, habe er bereits ständig für die Zusammenarbeit unter den Nationen gearbeitet. Wenn irgendwelche Vorschläge von Deutschland hinsichtlich der gegenseitigen Unterstützung der Nationen, der Zukunft der früheren deutschen Kolonien und anderer wichtiger Probleme vorgebracht werden, dann müsse ihnen von England Aufmerksamkeit und Sorgfalt gewidmet werden, denn auf diesem Wege liege der Frieden. — Die „Morning Post" ist unzufrieden darüber, daß die Berliner Mission nicht von einem verantwortlichen Regierungsmitglied, sondern von einem Oppositionsabgeordneten durchgeführt worden sei.
Der „Daily Herold" sicht in der Erklärung des Führers eine Unterstützung des Planes, eine Weltkonferenz zur Erörterung der wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit einzuberufen. Das wirkliche Problem sei gegenwärtig, die internatio- nalen Beziehungen so zu verbessern, daß die Konferenz erfolgreich sein würde. — „News Chro- nicle" schreibt, es handele sich um d a s e r st e u n - mittelbare Angebot, einer Weltkonferenz beizuwohnen, das Deutschland seit dem Austritt aus dem Völkerbunde gemacht habe. Eine Kraft gebe es, die sich bei jeder Bewegung für den Weltfrieden fühlbar machen könne, nämlich der leidenschaftliche Wunsch des Volkes in allen Ländern, keinen Krieg mehr zu führen. Lansbury fei überzeugt, daß das deutsche Volk keinen Krieg wünsche, und es bestehe kein Zweifel, daß er recht habe. Die öffentliche Meinung der Welt verlange von ihren leitenden Männern, die gegenwärtige Gelegenheit n i ch t v o r- übergehen zu lassen.
Ein NS.-Fliegerkorps
Der Gründungserlaß des Führers. — Die
B e r l i n, 19. April. (DNB.) Der Führerund Reichskanzler hat folgenden Erlaß herausgegeben:
Um den fliegerischen Gedanken im deutschen Volke wachzuhalten und zu vertiefen, eine vor der militärischen Dienstzeit liegende fliegerische Ausbildung durchzuführen und die vielseitigen luftsportlichen Betätigungen in Deutschland einheitlich zusammenzufassen, bestimme ich folgendes:
1. Der DeutscheLuftsportverbandE. V. (DLV.) und seine sämtlichen Gliederungen (Landes- aruppen, Ortsgruppen usw.) werden aufgelöst. An ihre Stelle tritt das Nationalsozialistische Fliegerkorps (NSFK.).
2. Das Nationalsozialistische Fliegerkorps ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes. An feiner Spitze steht der Korpssührer des NSFK. Er ist dem Reichsminister der Luftfahrt unterstellt.
3. Die Mitglieds chaft zum NSFK. ist freiwillig. Die Angehörigen des NSFK. können nicht gleichzeitig der SA., der SS. oder dem NSKK. angehören.
4. Die Angehörigen des NSFK. tragen die bisherige DLV.-Sturmbekleidung und die Hakenkreuzbinde am linken Oberarm.
5. Behörden, öffentliche Betriebe und Körperschaften des öffentlichen Rechtes sind verpflichtet, den Angehörigen des NSFK. die gleichen Vergünstigungen und Berechtigungen zu gewähren, die den Angehörigen der Gliederungen der NSDAP, gewährt werden. Die bisherige Mitgliedschaft im DLV. wird den Angehörigen des NSFK. angerechnet.
6. Die Ausübung von L u f t s p o r t jeglicher Art hat nach den Richtlinien des Korpsführers des NSFK. zu erfolgen.
7. Der Reichsminister der Luftfahrt erläßt die zur
Ausführungsbestimmungen.
Durchführung dieses Erlasses erforderlichen Bestimmungen.
Zum K o r p s f ü h r e r des NSFK. ist der bekannte pour-Ie-m6rite-Flieger Generalmajor Christiansen ernannt worden. Der bisherige Reichsluftsportführer Oberst Mahncke ist seit einigen Wochen Commodore des Kampfgeschwaders „Hindenbur g".
Die Aussührungsbestimmungen.
Nach den vom Reichsminister für Luftfahrt erlassenen Durchführungsbestimmungen können in das NSFK., das auf Freiwilligkeit gegründet ist, ausgenommen werden Angehörige des Beurlaubt en ft andes der Luftwaffe, die als fliegendes Personal gedient haben, Reichsdeutsche, die eine Ausbildung als Flugzeugführer, Beobachter, Ballonführer oder Segelflieger erhalten haben, weiter die aus den Luftsportscharen der HI. hervorgegangenen Jungmannen nach Vollendung des 18. Lebensjahres sowie Angehörige der Flieger -und Segelfliege r- st ü r m e des bisherigen DLB., soweit sie vor dem 1.4. 1937 diesen Stürmen angehört haben. Die luftsport- liche Betätigung wird sich im Sturmdienst nach den Weisungen des Reichsministers für Luftfahrt vollziehen. Rechtsmäßig ist das NSFK. Rechtsnachfolger des DLV. sowie seiner Landes- und Ortgruppen und der bisherigen Gliederungen. An die Stelle des Reichsluftsportführers tritt als Vertreter des NSFK. der Korpsführer der NSFK. Die Ausbildung der Luftsportscharen in der HI. wird weiterhin im gegenseitigen Einvernehmen nach den Richtlinien für die Zusammenarbeit zwischen dem Reichsjugendführer und dem Reichsluftsportführer vom 14. 9. 1935 erfolgen.
Staatssekretär
im Neichskirchenministerium.
Berlin, 19.April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat den Regierungspräsidenten Dr. Hermann Muhs zum Staatssekretär cm Reichs- und preußischen Ministerium für die kirchlichen Angelegenheiten ernannt.
Pg. SS.-Sturmhauptführer Dr. jur. Hermann M u h s entstammt einer alteingesessenen niedersächsischen Bauernfamilie und ist 1894 in Barlissen hn Kreise Hannoversch^Münden geboren. 1914 zog Muhs kriegsfreiwillig in den Weltkrieg, den er in verschiedenen Fliegerformationen mitmachte, bis er 1918 in französische Gefangenschaft geriet. Nach seiner Heimkehr studierte Muhs Rechtswissenschaf- ten und wirkte seit 1927 in Göttingen als Rechts- Anwalt. Der NSDAP, gehörte Muhs seit 1929 an. 1932 war Muhs Gauleiter des Gaues Südhanno- »er-Braunschweig. 1933 wurde er Regierungspräsident in Hildesheim. Am 19. November 1936 berief ihn der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten in seinen Geschäftsbereich und bestellte ihn zu seinem ständigen Vertreter.
Or. Goebbels
zum Dankopfer der Nation.
Berlin, 19.April. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels erläßt zum Dankopfer der Nation solgenden Aufruf: Die SA. gibt durch ihr „Dank- epfer der Nation" jedem deutschen Volksgenossen Gelegenheit, dem Führer zum 20. April eine Ge- turtstagsfreude zu bereiten. Mit dem- Erlös Lieser Sammlung sollen dem Führer Mittel für den Bau eines großen Sied l u ngswerkes s-ür deutsche Arbeiter und Kriegsopfer
geschaffen werden. Es wird Herzensbedürfnis eines jeden guten Nationalsozialisten sein, dem Führer durch eine Spende für das „Dankopser der Nation" die Dankbarkeit und Treue seines Volkes zum Ausdruck zu bringen.
Wetterbericht
des Retchswetterdienskes. Ausgabeort Frankfurt.
Mit der Verstärkung der vom Atlantik ausgehenden Wirbeltätigkeit und der damit verbundenen Verfrachtung feuchtwarmer Meeresluft auf das europäische Festland ist auch bei uns die Neigung zu Regenfällen zunehmend. Die Dienstag früh beobachtete Besserung wird voraussichtlich noch im Laufe des Tages zu neuer Regentätigkeit überleiten.
Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis bedeckt und zeitweise auch Regen, bei lebhaften südlichen bis westlichen Winden im ganzen mild.
Aussichten für Donnerstag: Bei Luftzufuhr aus Süd bis West Fortdauer der unbeständigen und zu Niederschlägen geneigten Witterung.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. III 37: 10 496. Druck und Verlag: Brühl'sche Universttäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags
15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig.
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