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Der Staatsakt am Heldenaedenktaae

Hitler als fremdes Staatsoberhaupt zu sechs Monaten Gefängnis mit Bewährungsfrist auf drei Jahre.

Berlin, 19. Febr. (DNB.) Am Heldengedenk- tag findet in Berlin in der Staatsoper Unter den Linden ein Staatsakt statt, der um 12 Uhr beginnt. Zunächst bringt die Staatskapelle unter Leitung von Professor Heger den Trauermarsch aus Beethoven, der Eroica, zu Ge- i die Gedenkrede des

Die diesjährige zweite Reichstagung der Reichssachschaft Komponisten in der Reichsmusikkammer wird vom 7. bis 10. Mai auf Schloß Burg im Bergischen Land abgehalten wer­den. Die musikalischen Veranstaltungen werden mit ...... ~ .er findet ein

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Bummel durchs Suaheli-Land

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feierliche fromme Stille der Wüste zusammen, aber gerade in diesem Augenblick höre ich hinter mir eine Stimme: ,Was wir hier sollen, ist mir keineswegs klar/ Die Höflichkeit verbietet, zu verraten, in wel­cher Sprache die Worte gesagt wurden.

In diesemTiergarten" von Aden ist ein Mu­seum, wo es ausgestopfte Seekühe, ein Säuge­tier der warmen Meere, zu sehen gibt, sowie eine Unzahl von in Aden gefangenen Schmetterlingen (wovon leben diese Tierchen hier eigentlich?), nebst Reliefs und Inschriften aus vorarabischer Zeit, die beweisen, daß Men schon zur Zeit des römischen Imperiums ein wichtiger Platz gewesen sein muß. Leider endet unser geschichtlicher Ausblick meist an den Grenzen eben dieses römischen Reiches, also in Aegypten und Syrien.

Ein besonderes Kapitel sind die unmittelbar an diese Oase sich anschließenden 20 oder 30 Meter tiefen Zisternen von Aden, die erst längere Zeit nach der Eroberung der Stadt durch die Engländer wieder aufgefunden und so ausgebaut wurden, daß ihre Betonkessel nunmehr eine Million Gallonen, also ungefähr 4 Millionen Liter (bitte, Ziffer ton-

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Dann ist auch schon das zur Oase gehörige (Em- geborenendorf erreicht, weitläufig in der Runde stehen die Lehmhäuser, rumpliges Gemäuer von zweifelhafter Dauerhaftigkeit, Färber breiten ihre Tücher zum Trocknen in die Sonne auf dem jetzt leeren Marktplatz, und ein unbestimmter, aber deutlicher Geruch ist in der Luft, der Geruch des Orients und merkwürdigerweise ist es unverkenn­bar derselbe, den man auch im fernen Westen, in Marokko und Tripolitanien findet. Auf dem Haupt­platz aber dieser repräsentativen Siedlung, gegen­über einer Bude, die wohl das Kaffee Kranzler dieser Gegend darstellt, tränkt man Kamele an einem Brunnen, und das photographierwütige Europa rückt mit gezückten Apparaten und in geschlossener Linie gegen diese Szene vor, ein Bild, fast ebenso belustigend wie das zähnefletschende Behagen der Lasttiere.

An Bord des deutschen Schiffes indes tobt, schnat­tert und feilscht, während die Berge hinter Aden immer brauner und klarer werden, bis schließlich

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der Mond sie in eine scharfzackige Theaterdekoration verwandelt, der Schacher des ganzen Orients. Aus Bastkörben und uralten Koffern sind die Waren gequollen und überschwemmen das Deck. Kimonos und Pyjamas ganz aus echter (Kunst-) Seide, Hemden und Shorts, das Stück zu 3 Scilling, also etwa 2 Mark, geradezu bezaubernd billig, Schund bis in die letzte Faser, aber immer noch so gut, daß man sie einmal schmutzig tragen kann, ohne daß sie auseinanderfallen, orientalischer Damen­schmuck aus echt (Preßstoff-) Elfenbein, Japan kurzum, Japan und nocheinmal Japan, das mit einem Powel die Welt überschwemmt. Man hört Arabisch, deutsche Brocken, deren Besitzer meist je- menitische Juden sind, das verwaschene Englisch der Goanesen und Inder, und selbst Kisuaheli, die Verkehrssprache Ostafrikas, kann man sprechen, so einen darnach gelüstet. Es sind meist junge, sehr schmalgliedrige stark vemegerte Araber,, aber auch Tamilen und überschlanke, große Somali und Am- haren aus Abessinien, die die Waren im Namen irgendeines indischen, aber ungenannt bleibenden Zwischenhändlers feilbieten. Und wenn der Schacher nicht weitergeht bis nach Mitternacht und das Warenhaus wieder auf demselben Wege, nämlich an Stricken, in die Boote zurückwandert, so liegt das an der restlosen Erschöpfung beider Parteien, sowohl der Käufer wie Der Verkäufer. Aus der andern Seite des Schiffes, wo die Leichter liegen und ein Dampfboot Trinkwasser und Del in das Schiff pumpt, singt ein Junge in einem leeren Boot sein arabisches Lied mit den undefinierbaren Intervallen und den Tönen aus der tiefen Kehle, drüben an Land aber gleiten mit blendenden Schein­werfern Autos die Straße entlang, deren Insassen in derKühle" von nur etwas über 30 Grad Cel­sius sich von der täglichen Mühe, den Osten zu bewachen, zu erholen versuchen...

im Weltkrieg.

zeuge und 40 500 Flugmotoren wurden an die Hee­resverwaltung abgeliefert. Am Ende des Krieges standen 5000 frontfähige Flugzeuge zur Verfügung. Während der vier Jahre wurden von deutschen Fliegern 27 000 Tonnen Bomben abgeworfen. Durch feindliche Einwirkung gingen insgesamt 3200 Flugzeuge verloren. Die Durchschnittsgeschwindig- feit eines Flugzeuges auf deutscher Seite betrug bei Kriegsbeginn 80 Kilometer. Sie wurde rasch auf 140 Kilometer gebracht. 1918 betrug sie 220 Kilometer. Das größte deutsche Flugzeug war 48 Meter breit, 21 Meter lang und mehr als 7 Meter hoch. Es hatte sechs Motoren zu je 300 PS. Sie- mens-Schuckert baute dieses Flugzeug 1918. Es kam nicht mehr zum Einsatz und mußte auf Befehl der Entente 1919 zerstört werden.

Die ersten großen Luftschlachten spielten sich 1917 während der Flandernschlacht ab. Fast an jedem Tage fanden Luftschlachten zwischen 80 bis 100 Flugzeugen statt. Der stärkste feindliche Flie­gereinsatz erfolgte am 12. September 1918 bei St. Mihiel. Der amerikanische Angriff wurde durch 550 französische und 610 amerikanische, insgesamt also 1160 Flugzeuge auf engem Raum, unterstützt. Auf deutsche Ortschaften erfolgten rund 2000 Luft­angriffe. Hieran waren 440 Flugzeuge beteiligt Etwa 17 000 Bomben wurden abgeworfen. Den feindlichen Luftangriffen fielen 2600 Zivilpersonen zum Opfer. Auch der Luftschutz war auf deut­scher Seite schon während des Krieges vorhanden^ Er war in erster Linie für Süddeuffchlcmd und das Rheinland geschaffen und unterstand demKom­mandeur des Heimattuftfchutzes" in Frankfurt a. M. In großem Umfange wurden an der Westgrenze Flaks ausgestellt und die Dächer wichtiger Betriebs mit Maschinengewehren besetzt. Um die Gegenden der Rüstungsindustrie wurden Luftsperren mit Ballonen und Drachen bis zu 3000 Meter Höhe gelegt. Hinter dem Etappengebiet der Westfront befand sich eine 150 Kilometer breite Verdunke­lungszone. Flug-, Melde- und Warndienste mit eigenen Fernsprechern und zahlreichen Horchposten überzogen die Grenzlande. Die vorbildliche Organi-

von allen Seiten von steilen Bergen umschlossener Talkessel mit einer slachdächerigen Stadt darin: dem alten Aden, der arabischen Stadt. Vor der Einführung europäischer Waffen mag es unein­nehmbar gewesen fein. Hier liegen die großen, we­nig besetzten Höfe für die Kamelkarawanen aus dem Innern Arabiens, hier die Kasernen der indischen Regimenter und, weiter rechts, die Gassen und Suhls (Ladenstraßen) der Juden und Araber, wo alles im Schatten weilt, die Ziegenherden ebenso wie die Menschen, nur wir besichtigungswütigen Europäer toben durch den irren Sonnenschein. Auch ein zweites Europäerviertel befindet sich hier, von den andern getrennt durch einen breiten, leeren Streifen und die Polizeistation. Unvergeßlich aber ist, wie von allen Seiten auf die braune Stadt die braunen oben Steilhänge niederstarren und wie auf allen den Höhen irgendein Haus kau­ert oder ein Signalmast ragt, als Beweis, daß auch das kleinste Plätzchen dem Zwecke dienstbar ge­macht wurde, um desfentwillen England hier ist.

In dem entferntesten und am steilsten ansteigen­den der Täler endet die Fahrt in einer entzücken­den, kleinen Oase mannshoher Bäumchen und son­stigen Buschwerks, in deren blütenreichen Grün, das oas Entzücken der geblendeten Augen ist, kleine Wässerlein rauschen und braune (Eingeborene das rieselnde Naß mit den Händen in die vorbereiteten Rinnen lenken. Ueber den Ort schlägt schon die

Die Luftfahrt

Als letzte Errungenschaft auf dem Gebiete des Kampfflugzeugbaues wird das Kanonenflug­zeug allseitig bestaunt. Wenn wir nicht irren, nehmen die Franzosen für sich in Anspruch, Schöp- fer dieser Waffe zu sein. Mindestens haben sie von ihren unzweifelhaft hochwertigen Kanonenflugzeu- gen soviel hergemacht, daß alle Welt glauben muß, sie allein hätten die Entwicklung einen guten Schritt vorwärts getrieben. Dem ist nicht so. Das Kanonen­flugzeug ist deutschen Ursprungs. Es wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1918 von unserer Flugzeugindustrie als Eindecker gebaut, kam aber nicht mehr zu vollem Einsatz. Dieses Flugzeug führte ein Geschütz mit einem Kaliber von 2 Zenti- meter mit sich. An diesen Tatbestand erinnerte Otto Riebicke in seinem in neuer und erweiterter Fassung im Kyffhäuserverlag erschienenen Büch­leinWas brauchte der Weltkrieg?" Dieses kleine aber hochinteressante Werk gibt von mancherlei Dingen aus den Jahren des Krieges Kenntnis, die damals Militärisches Geheimnis wa­ren, die aber heute getrost der Oeffentlichkeit unter­breitet werden können. Wir erfahren durch ihn, daß das Torpedoflugzeug auch deutschen Ursprungs ist und im Herbst 1916 mit Erfolg im Rigaischen Meerbusen eingesetzt wurde. Hier wurde ein russischer Zerstörer durch das Torpedo eines derartigen Flugzeugs versentt. Aus dem Bereich des Luftkrieges, des Kampfes an der Front wie des Angriffs auf die Gebiete hinter den Fronten und der Flugzeugabwehr, finden sich in Riebickes Buch zahlreiche bemerkenswerte Mitteilungen.

Wir hören, daß das deutsche Heer bei Kriegs­ausbruch über zwölf und die Marine über ein lenkbares Luftschiff verfügten. Davon waren aber nur vier Schiffe von vornherein für militärische Zwecke gebaut worden. Während des Krieges waren insgesamt 109 Luftschiffe in Dienst. An Frontflugzeugen waren auf unserer Seite 1914 252 Stück vorhanden, die (Entente konnte insgesamt 1200 Flugzeuge einsetzen. Von 1914 bis 1918 arbeiteten in der deutschen Flugzeug- und Motorenindustrie 125 000 Arbeiter. 47 600 Flug-

Dem Vollzugsausschuß der Kuomintang er- stattete Tschiangkaischek Bericht über den Auf - stand von Sianfu und erklärte, daß er d e n Forderungen der Rebellen, die unter Be­teiligung der Kommunisten eineEinheitsfront" anstrebten, niemals zugestimmt habe. Tschiangkaischek reichte sein Rücktrittstzesuch ein. Die Versammlung lehnte seinen Rücktritt ab und bekundete dem Marschall ihr unumschränktes Ver­trauen.

Kunst und Wissenschaft.

Hilfswerk für deutsche Kunst.

Das vom Präsidenten der Reichskulturkammer Minister Dr. Goebbels errichteteHilfswerk für deutsche bildende Kun st" wird seine erste Ausstellung vom 4. bis 29. März in Essen veranstalten. Professor Schweitzer, der Reichs­beauftragte für künstlerische Formgebung, wird die Ausstellung eröffnen. Schweitzer, der die künst­lerische Leitung des von der NSV. organisierten Hilfswerks hat, trifft, unterstützt durch einen künst­lerischen Beirat, die Auslese der eingelieferten Kunst- werke, und es ist seine Sorge, daß wirklich gute Kunst gezeigt wird. Es ist notwendig, daß die wirk­lich guten Künstler und besonders auch die begabten Kräfte der jungen Generation, die zu einer Her­

ausstellung ihrer Werke aus eigenen Mitteln nicht in der Lage sind, sich zur Beteiligung am Hilfswerk melden. Der ersten Ausstellung werden weitere fol­gen, und die Absicht ist, ständig gleichzeitig in meh­reren deutschen Gauen Ausstellungen des Hilfs­werks von Stadt zu Stadt wandern zu lassen.

Es sei darauf hingewiesen, daß alle deutschen Künstler und Künstlerinnen, die nicht durch feste Anstellung oder größere Aufträge auf absehoare Zeit wirtschaftlich sichergestellt sind, Anspruch auf die Betreuung des Hilfswerks haben. Sie müssen sich an ihren zuständigen Landesleiter der Reichs­kammer der bildenden Künste wenden und werden von diesem Anttagsformulare für die Einsendung von Kunstwerken erhalten. Es enfftehen keine Un­kosten für Fracht oder für das Ausstellen. Auch der Erlös aus dem Verkauf flieht jedem Künstler un­geschmälert zu.

Reichstagung der Reichsfachschaft Komponisten.

fachen, rauhkehligen Disputen der Bootsführer, von bannen. Die heiße Luft des Landes steigt uns wie Backofenglut in die Gesichter, während wir die Landetreppe hinauftaumeln und uns in dem Auto­bus verstauen, der nach wenigen Metern unter be­deutungsvollen Gesten des begleitenden Inders die Fahrt verlangsamt, um uns einen Blick zu ver­statten auf das prunkende Juwel des Ortes: ein rundes, dichtes, mit unwahrscheinlichen Mengen Wasser und entsprechenden Kosten am Leben er­haltenes kleines Gehölz vor dem Hauptverkehrs- punkt der Stadt. Wenn man hört, daß ein Ange­stellter bei einem Inder monatlich 40 Rupien und drei Gallonen Wasser als Lohn erhält, begreift man, was das Wasser hier bedeutet, daß es Anfang und Ende aller Dinge ist.

In einer erschütternden Vegetationslosigkeit gleiten dann die nächsten Bilder vorüber, die letzten Stra­ßen der Stadt, die silbern glänzenden Tanks der Anglo Jranian Oil Co., während links am Strande Dhaus gebaut werden, die überraschend den Nil­barken der alten Aegypter gleichen, und ein paar Eingeborene in gespannt-lässiger Haltung irgend­einem Fang im flachen Wasser nachspüren. Ganz gut paßt in diese Umgebung der völlig vegetations­lose mohammedanische Friedhof, denn an diesen ist man äußerste Vernachlässigung von je gewöhnt, während der ebenso öde und grünlose Platz für bie Europäer den Eindruck einer verzweifelten Hoff­nungslosigkeit erweckt.

Man sagt sich noch einmal, daß man schon sehr gut wissen muß, warum, um fein Leben an einem solchen Platz zu beschließen. Aber es bleibt anzuneymen, daß England das sehr gut weiß, wenn man erfährt, daß es allein an weißen Trup­pen dreieinhalbtausend Mann hier stationiert hat, die indischen Bataillone nicht zu rechnen. Und un­gerechnet das, was sich in den Felsen Wer Aden verbergen mag an Zisternen und Geschützständen, gerade so wie in Gibraltar. Nur daß der Arm der Macht, der sich von hier nach Osten streckt, ein Diel- faches beträgt von der Strecke Gibraltar-Suezkanal. Denn von hier aus wurde, ehe man Singapore zur größten Festung des Ostens machte, über Tausende von Kilometer Indischen Ozeans hinweg der ganze Orient bis Chipa, Australien und bis m die ©übfee hinein hn Gefüge des englischen (Empires gehalten Aden ist, neben Gibraltar, eine vielleicht noch eindrucksvollere Lehre, wie man Weltreiche baut und schützt.

Ein enges Tal, in dem die Straße emporfteigt, scheint das Ende dieser Welt zu bedeuten, zumal wir oben auf den Höhen, eine kleine chinesische ; Mauer sich lückenlos entlangziehen sehen, die Befe- i Tilgungen aus der arabischen Zeit. Aber ein (Eng- paß, kaum breit genug für zwei Wagen, und uber- \ raschend eröffnet sich ein weiter sonnendurchgluhter,

der 3. Sinfonie von s. hör. Es folgt bann Reichskriegs Ministers. Den Abschluß bil­den das Lieb ,Äch hatt' einen Kameraden" und der gemeinsame Gesang der Nationalhymnen. Der Staatsakt wird auf alle deutschen Sender

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frottieren. D. Derf.) fassen. 1928 waren sie nach sehr reichlichen Regen, zum Ueberlaufen voll, ^tzt sind sie leer bis auf einen kleinen schmutzigen Rest in der untersten Zisterne, der gleichwohl zu irgenb- welchen Zwecken (vielleicht gar zum Trinken?) sorg- lich ausgeschopst wird. Aber wo bekommt Aden, die eigentliche Stadt mit über 50 000 Einwohnern, eigentlich fein Wasser her? Diese Frage klärt sich auf einer Fahrt die lange flache Landzunge entlang, bie die Bucht von Aden einschließt, um in einem ebenso wilden Gebirgsstock zu enden wie der am östlichen Ende. An einer Stelle begleiten gewaltige graue und weiße Hügel die sehr gute Straße: das ist Meer salz, bas aus ben daneben gelegenen, auszementierten Becken gewonnen und nach Indien verkauft wird. Etwas skelettartig aussehende Wind­mühlen besorgen das Hineinpumpen des Meerwas­sers in die Becken. Neben der aus fünf riesigen Masten bestehenden Radiostation spielen die zuge­hörigen Ingenieure in weißen Helmen, trotz der glühenden Sonne, ihr gewohntes Cricket, und die Kaserne der (auf Kamelen) berittenen Maschinen­gewehrabteilung ist in einem schonen Dattelpalmen- hain untergebracht, der plötzlich auftaucht, woraus die Straße sich für eine kleine Weile in dem frucht­bar grünenden Gewirr von Gärten verliert. Denn hier gibt es, aus vielen hundert Meter tiefen künst­lichen Brunnen geholt, gutes und reichliches Was­ser, dessen Ueberschuß in einer Rohrleitung nach Aden geführt wird. Sieht man es sich genauer an, so ist Der erst so unwirtlich scheinende Platz Aden so übel nicht.

Ein jüdischer Emigrant als Professor ' für Kindererziehung in Schweden. Stockholm, 19. Febr. (DNB.) Der schwedische \ Ministerrat hat den jüdischen (Emigranten Prof. David Katz, früher in Rostock, mit dem durch private Spenden gestifteten Lehrstuhl für ' Kinderpsychologie in Stockholm betraut. 1 Nya Dagligt Allehanda" erklärt u. a., es sei b e - bäuerlich, daß Schweden den ersten Lehrstuhl für Kindererziehung einem Ausländer übertrage, derben schwedischen Charakter nicht kenne und auch nicht kennenlernen könne". Her Jude Katz werde ein Fremdling unter Fremden bleiben.Aftonbladet" erklärt, daß die Kandidatur des Juden Katz weder mit dem Wunsche noch mit dem Sinn des Testaments des Stifters überein­stimme. Es fei vollkommen ausgeschlossen, daß der Stifter jemals davon hätte träumen können, daß der Lehrstuhl einem Manne anvertraut würde, dem die Gedankenwelt des Stifters und bas ßanb, in dem er wirken solle, von Grund aus fremd seien.

Der Zwangsverkauf deutscher Güter in Posen.

Nach der Verordnung des polnischen Minister­rats über die Aufstellung des Namensverzeichnisses der landwirtschaftlichen Grundstücke, die im laufen­den Jahr dem Zwangsverkauf unterliegen, ergibt sich für die Woiwodschaft Pofen, daß 5 polnische Güter dem Verkauf unterliegen und 31 Güter von Angehörigen der deutschen Minder- hett. In der Woiwodschaft Pomerellen sind 17 polnische Güter für ben Zwangsverkaus ausersehen, während die Zahl der Güter aus deut­schem Besitz 27 ausmacht. DasPosener Tageblatt" schreibt dazu:Diese Liste ist schlimmer ausgefallen, als wir Deutschen es uns je hätten träumen lassen. Aus ben bekannten zensurellen Gründen müssen wir es uns leider versagen, zu dieser Verordnung Stellung zu nehmen. Das Namensverzeichnis für die Provinz Posen und die Gegenüberstellung der zum Zwangsverkauf herangezogenen deutschen und polnischen Güter sprechen jedoch eine so deutliche Sprache, daß sich ein Kommentar erübrigt."

Kleine politische Nachrichten.

Frau Magda Goebbels, die Gattin des Reichsministers Dr. Goebbels, wurde am Freitag­nachmittag von einem Töchterchen ent­bunden.

*

Das Strafgericht in Rybnik (Polnisch-Oberschle­sien) verurteitte den Herausgeber der Katholischen Volkszeitung" Arthur Trunkhard, wegen Be- leibigung d es Reichskanzlers Adolf

II.

Aden - Ausguck nach Osten.

(Nachdruck verboten, auch mit Quellenangabe.) Aden, Ende 1936.

In Aden, dem Hafen am Ausgang des Roten Meeres nach dem Indischen Ozean, wird das Schiff buchstäblich geentert, gewaltsam erftiegen wie' in den alten Seeräuberzeiten. Aber nein, zu­nächst sind, bei der Einfahrt von Aden in die weite, halbmondförmige Bucht, die Falken zu erwäh­nen (ich nenne sie Falken, obwohl es auch Bus­sarde ober sonstwas sein könnten, weil es am besten zu ihrer Art paßt.) Braun und ganz ruhig schwe­ben sie heran, bis fast auf Armeslänge ans Schiff, hatten da fast unbewegt und die Spitzen ihrer Schwingen scheinen zu zittern von dem schwer dar­auf prallenden Licht, bis es sie wieder emporreißt in das milchige Blau eines ehern heißen Himmels.

(Ein brauner GebirHsstock, am rechten Ende der flachen Bucht, gibt steil aufschießend und stark zer­klüftet, den großen Hintergrund ab für ein ebenso braunes, weitläufig und -mit einer besonderen, wie gestorbenen Nüchternheit angelegtes Stadtwesen. Er scheint die paar Häuser, die alle kein Gesicht, nicht die geringste Architektur und nur Holzläden gegen bie erbarmungslose Sonne vorzuweisen haben, ins Meer hineindrängen zu wollen. So hineingestellt in eine völlige Vegetationslosigkeit, scheint es ein trauriger Platz zu sein, dieses Aden. Um hier leben zu wollen, muß man schon besonders gut wissen, warum man es tut.

Der deutsche Dampfer, vor diesem großartig wil-

übertragen. An der Feier werden teilnehmen: der Führer, Generalfeldmarschall v. Macken­sen, die Reichsregierung, das Diploma­tische Korps, Reichsleiter und hohe Offiziere der alten und neuen Armee sowie Vertreter der Sol­datenbünde und der Kriegerhinterbliebenenverbände, außerdem 36 Fahnen der alten Armee und drei Fahnen der alten Kriegsmarine.

Vor dem Zeughaus hat währenddessen die Fahnenkompanie mit den ruhmreichen Feldzeichen der alten Armee und je eine Kompanie des Heeres, der Luftwaffe und der Kriegsmarine Aufstellung genommen. Zwischen dem Denkmal Friedrich des Großen bis zur Schloßbrücke werden die Verbände aufmarschieren, an bevorzugter Stelle die Hinter­bliebenenverbände und Soldatenbünde. Gegen 13 Uhr wird der Führer vor dem Zeughaus die Fronten abschreiten. Anschließend erfolgt die Kranzniederlegung am. Ehrenmal. Dann beginnt der Vorbeimarsch der Ehren­kompanien. Anschließend wird der Führer die Krieaerhinterbliebenen und Schwerkriegsbeschädigten begrüßen. An der Feier wird auch General Krauß von der österreichischen Armee teilnehmen.

Die Frontkämpfer an den Führer.

Berlin, 19. Febr. (DNB.) Der Führer der ita­lienischen Frontkämpferabordnung, Carlo D e 1 croix, hat an ben Führer und Reichskanzler folgendes Danktelegramm gesandt:Adolf Hitler. Im Augenblick, in dem die Frontkämpfer nach Billigung des Statuts und nach Vereinbarung des Programms des Ständigen Internationalen Aus­schusses sich trennen, erneuern sie Ihnen, der Re­gierung und dem deuffchen Volke den Ausdruck ihres tiefen Dankes. Jeder von uns wird eine besondere und unauslöschliche Erin­nerung an die Stunden bewahren, bie wir i n Ihrem Hause verbracht haben, wo wir den Führer als Menschen k e n n e n l e r n t e n und so jede Distanz aufgehoben schien in jenem Kameradschaftsgeist, den d i e Solda­ten auf die Volker auszudehnen sich vornehmen."

den Hintergrund, macht an Bojen fest, nachdem er den vor Aden liegenden englischen Kreuzer freund- nachbarlich gegrüßt hat. Und dann wird das Schiff, wie gesaat, geentert. Aus Booten aller Art, die herbergescywommen kommen, klimmen an hochge­worfenen Stricken die Händler an Bord und der ganze Orient ergießt sich über die ahnungslose Menschheit an Bord.

Wir andern unterdessen fahren, unter mannig--

Oer Gauleiter sprach in Magdeburg und Mühlhausen.

NSO. In Mühlhausen und in Mcradeburg waren die Säle bis auf den letzten Platz gefüllt, als Gau­leiter Sprenger seine Ausführungen über die weite Arbeitsschlacyt des Führers begann. Mit Aufmerk­samkeit verfolgten die Zuhörer die einzelnen Etap­pen der Arbeitsankurbelung, mit Begeisterung be­kannten sie sich zu der neuen Auffassung von Arbeit und deutschem Sozialismus, und als der Redner von der heutigen Erziehung des deuffchen Men­schen, von der Schaffung der Wehrmacht, von dem Wiedererstarken Deutschlands zu einer Großmacht sprach, als er die geistige Führung des National­sozialismus gegen den Wettfeind Bolschewismus erläuterte, zeigte der rege Beifall, daß mit Stolz und Freude sich überall deutsche Menschen zum Füh­rer und seiner Weltanschauung bekennen.

einem Kammerkonzert eröffnet. Ferw Orchesterkonzert unter dem TitelNeue unterhalt­same Musik" statt. Dann ist eine Kundgebung vor­gesehen, auf der eine Reihe richtungweisender An­sprachen gehalten werden, endlich ein großes Fest- konzert im Schauspielhaus zu Remscheid. Die Ta­gung wird an der Remscheider Talsperre mit einem Abend heiterer Kunst" beendet.