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Ein fünffaches Todesurteil.

Lang-Göns, den 18. Oktober 1937.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 20. Oktober, nachmittags 1.30 Uhr statt

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Gießen (Horst-Wessel-Wall 7), Ahlen 1. W.. 18. Oktober 1937.

Die Trauerieier findet am Donnerstag, dem 21. Oktober, nach­mittags 2% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.

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ten die Feierstunde ein. Dann hörten die Ver­sammelten jene kraftvollen Worte, die vor 120 Jahren der Student Ludwig Rödiger auf dem ersten Wartburgfest sprach, jenes Bekenntnis zur allumfassenden Gemeinschaft des deutschen Volkes, zu Ehre, Freiheit und Vaterland.

Der machtvolle GesangHeilig Vaterland" leitete über zur Gedenkrede des SA.-Obersturmbannführers Trumpf (Berlin). Wir, die wir das Gluck haben, im nationalsozialistischen Deutschland an den Hoch- chulen zu studieren, müssen im Sinne der Ideale jener Männer, die sich vor 120 Jahren auf der Wartburg vereinten, an uns arbeiten, müssen d e m deutschen Volk Vorbild sein. Aus dem deutschen Studententum sollen Manner hervor­gehen, die einmal das werden, was jene Kämpfer, die auf dem Schlachtfeld fielen, waren. Eingedenk dieser Verpflichtung werden wir weiter kämpfen und arbeiten nach dem Willen unseres Führers Adolf Hitler.

Während das Burfchenfchafterdenkmal in lodern­dem Rot erstrahlte, die Fahnen sich senkten und das LiedUngezählte Hände sind bereit..." in die Stille der Nacht hinausdrang, begab sich SA.-Ober- sturmbannführer Trumpf mit einer Abordnung der Kameradschaft Walter Flex der Techni­schen Hochschule Braunschweig zum Ehrenmal, wo sie zwei Lorbeerkränze niederlegten. Die Schleife des einen trägt die WorteDen in den Freiheits­kriegen und im Weltkrieg gefallenen Stu­denten. Der Reichsstudentenführer." Der zweite Kranz ist dem Dichter Walter Flex geweiht. Mit den Liedern der Nation klang die Feierstunde aus.

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' "x Die Beerdigung unseres lieben

Kameraden

Franz Kramer

Bez.-Schomsteinfegermstr., Weserstr. 13, findet Dienstag, 19. Oktober 1937, nachm. 2.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet

05176 die Führerschaft.

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Aus aller Wett.

Das römische AugusteumOrchesler in.Frankfurt.

Das berühmte Augusteum-Orchester aus Rom traf auf seiner Konzertreise durch Deutschland in Frankfurt a. M. ein. Das im Saalbau veranstal­tete Konzert wurde für das musikliebende Frank­furter Publikum ein großes Erlebnis. Nach dem Dortrage der Nationallieder folgten Werke von Rossinis Beethoven, Petrassi, Malipiero und Stra­winsky. Besonders starken Eindruck machte die Wie­dergabe von Beethovens Sechster Sinfonie. Dem Dirigenten Professor Molinari wurde ein Lor­beerkranz überreicht, wofür er mit einer Zugabe dankte.

40 Werkscharmänner unseres Gaues fahren mit nach Italien.

NSG. Auf Veranlassung des Reichsleiters der Deutschen Arbeitsfront. Retchswerkfcharführers Dr. Ley, nehmen an den K d F. - I t a l i e n f a h r - t e n vom 12. bis 24. November mit den schiffen Der Deutsche",Sierra Cordoba" undOzeana" 300 Werkscharmänner aus den Gauen Hessen- Nassau, Main-Franken, Baden, Saarpfalz, Ko­blenz, Trier, Kurhessen, Westfalen-Nord und -Süd, sowie Essen teil. Aus dem Gau Hessen-Nassau sind für diese Fahrten 40 Werkscharmänner ausersehen. Am 19. November verlassen die Werkscharmänner die drei Schiffe zu einer Sonderfahrt nach Rom, wo sie unter Voranführung einer goldenen DAF.-Fahne an einer Kundgebung teilnehmen und dem Duce vor­gestellt werden.

Die Deutsche Arbeitsfront

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Das Koblenzer Schwurgericht verhandelte gegen Johann Michels aus Aldesch bei Mayen m der Eifel, der in der Nacht zum 8. Juli d. I. seine Frau und seine vier Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren im Schlafe getötet hat. Im Laufe, des Vormittags nach der Tat begab er sich mit seinem Fahrrad nach Koblenz, besuchte dort mehrere Kir­chen und fuhr dann In die Efel zurück. Von Polizei- beamten, die alle Straßen der Umgebung besetzt hielten, wurde er hier festgenommen. Das Gericht hielt Michels in allen fünf Fällen des Mordes für schuldig und verurteilte ihn neben den üblichen Nebenstrafen fünfmal zum Tode. Der Angeklagte nahm das Urteil an.

Merkwürdiger Unfall eines Motorradfahrers.

Bei Mannheim wurde auf der Reichsautobahn beim Ueberholen eines Motorrades aus einem Personenkraftwagen ein Zigarettenstummel heraus­geworfen, der dem Motorradfahrer in die Weste flog. Durch den glimmenden Zigarettenstummel ge­rietet Lederweste, Pullover und Hemd des Motor­radfahrers in Brand; der Mann erlitt am Körper und an der rechten Hand erhebliche Brand­wunden.

19 Tote beim Absturz eines U8A.-Flugzeugs.

Ein Transkontinental-Flugzeug der United Air Lines, das mit 16 Passagieren und drei Mann Be­satzung an Bord überfällig war, wurde von Flug­zeugen aufgefunden, die zur Suche aufgestiegen waren. Auf dem über 3000 Meter hohen Chalk Mountain (Wyoming) wurden die Trümmer des vermißten Flugzeuges gesichtet. In der zerklüfteten Berggegend war es den suchenden Flugzeugen nicht möglich, tief herunterzugehen oder in der Nähe des Wracks zu landen. Die Trümmer lagen weit ver­streut, von den 19 Insassen des verunglückten Flug­zeuges war kein Lebenszeichen zu bemerken. Aus den nahen Dörfern und aus Fort Douglas Utah brachen sofort Rettungsmannschaften und eine Militärabteilung auf. Schneestürme auf den Höhen der Rocky Mountains erschweren eine Bergung.

Schwere Unwetter über Griechenland.

Wolkenbruchartige Regenfälle haben große Teile Griechenlands, vor allem Athen und die Küsten­gegenden, überflutet und schwere Schäden her- oorgerufen. Aus der Stadt Heraklion auf Kreta werden schwere Verwüstungen und acht Todes­opfer gemeldet. Gewitterstürme haben die Schiffe an der Ausfahrt aus dem Piräus gehindert. Ein Teil der Bevölkerung ist obdachlos geworden. Der Staat hat große Geldmittel zur Verfügung gestellt.

Schweres Verkehrsunglück in Südfrankreich.

In Carcasfone (Südfrankreich) kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Autobus und einem Lastwagen. Zwei Insassen des Autobusses wurden auf der Stelle getötet, zahlreiche andere erlitten schwere Verletzungen.

30 Tote bei einem Grubenunglück in USA.

In Birmingham (Alabama) ereignete sich in der Mulga-Kohlengrube eine schwere Explosion, durch die mindestens 30 Bergleute getötet wur­den. Die Rettungsarbeiten werden durch Kohlen-

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Aufgaben -er Sozialpolitik.

Reichsarbeitsminister Seldte sprach in Düsseldorf.

Düsseldorf, 18. DEL (DNB.) Reichsarbeits­minister Seldte sprach vor dem Jndustrieklub über die Sozialpolitik im nationalsozialistischen Staat. Die sozialpolitischen Aufgaben des Unter­nehmers sehe er nicht schon darin erfüllt, daß die Wirtschaft den ihr auferlegten Verpflichtungen nach­komme. Der nationalsozialistische Staat habe d i e Arbeit zur Würde der nationalen Arbeit er­hoben und für sie das Ethos proklamiert, daß sie Dienst am Volke sei. Der Betriebsführer leite seine Stellung von seinen Pflichten und seiner Ver­antwortung her, die aus der Gesamtverantwortung der Wirtschaft gegenüber Volk und Staat erwachsen und die besonders denen gegenüber bestehen, die ihr Brot durch Lohnarbeit verdienen müßten. Wo Lohnverbesserungen eintreten müßten, seien sie bereits erfolgt oder würden noch erfolgen. Das aber bestimme nur der Sta a t. Er sorge für das Schicksaal seiner schaffenden Bürger selbst und teile die Verantwortung für die von ihm ge­troffenen Maßnahmen mit niemandem.

Der Minister anerkannte die Mitarbeit der Wirt­schaft den Arbeiterwohnungsbau. Ge­wiß könne der Wohnungsbau im Großen erst nach der Durchführung des Vierjahresplanes in Angriff genommen werden. Immerhin müßten schon jetzt die größten Schäden und Mißstände beseitigt wer­den. Es sei zu verhindern, daß der Wohnungsfehl­bedarf sich auch nur im geringsten vermehre. Er habe sich deshalb zuk Aufgabe gemacht, darauf hm- zuwirken, daß jährlich etwa 3 0 0 0 0 0 W o hn- stätten, insbesondere Kleinsiedlerstellen, errichtet werden. Im Jahre 1936 sei das Ziel erreicht wor­den. Von den errichteten 332 000 Wohnungen seien rund 113 000 aus Mitteln des Reichsarbeitsmini­steriums gefördert worden.

Wariburgfest desNGOGiB.

Eisenach, 19. DEL (DNB.) Als nationalsozia­listische Traditionsträger des Vermächtnisses der Urburschenschaft begingen. 2 5 0 Kamerad­schaftsführer der Reichslager des NSDStB. in Weimar, Bad BlanEenburg und Gleiberg, die das gesamte deutsche Studenten­tum vertraten, die 120. WiederEehr des W art- fi u r g f e st e s der deutschen Studenten am 18. Ok­tober 1817, jenes ersten studentischen Bekenntnisses zu Volk und Reich. Vom Karlsplatz inmitten der Stadt zogen sie, begleitet von den Ehrenabordnun­gen der nationalsozialistischen Gliederungen, zur Abendstunde mit den studentischen Fahnen aus dem Gau Thüringen zum Burschenschafterden E- m a l, wo sie in einem großen Viereck beim Schein lodernder Fackeln Aufltellung nahmen. Ein Fan- farenruf und der GesangBurschen heraus" lecke-

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des Reichswellerdiensies. Ausgabeorl Frankfurt.

Begünstigt durch die Oftwärts-Verlagerung des festländischen Hochdruckgebietes hat sich für uns eine trockenere Ostströmung durchgesetzt. Damit hat sich ln größerer Ausdehnung Aufheiterung einge­stellt, die nur noch über kleineren Teilgebieten durch stärkere nächtliche Nebelbikdung gestört ist. Die Großwetterlage befindet sich zwar in neuer Umgestaltung, doch begünstigt diese zunächst noch vorherrschend freundliche Witterung.

Aussichten für Mittwoch: Stellenweise noch nebelig, doch meist freundlich und mittags warmes Wetter, Winde aus Ost bis Süd.

Aussichten für Donnerstag: Bei nach West drehenden Winden wieder wolkiges Wetter, Neigung zu Nebelbildung wieder zunehmend.

Lufttemperaturen am 18. Oktober: mittags 13,2 Grad Celsius, abends 6,5 Grad: am 19. Oktober: morgens 5,2 Grad. Maximum 13,3 Grad, Minimum heute nacht 4,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Oktober: abends 9,1 Grad: am 19. Ok­tober: morgens 7,1 Grad. Sonnenfcheindauer 3,5 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 37: 9248. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R-Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

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Omnibus vom Zuge erfaßt.

Wie die Reichsbahndirektion Regensburg mitteilt, wurde am Sonntag auf dem unüberwachten Bahn­übergang der Nebenbahnstrecke HofBadSteben ein mit Feuerwehrleuten aus Rehau besetzter Kraft­omnibus der Stadt Hof von einem Zuge er« faßt. Von den Insassen des Kraftommbusses wur« den vier mit schweren und 20 mit leichten Ver­letzungen in das Stadtkrankenhaus Hof gebracht. Dom Zuge waren Warnsignale gegeben worden.

Aschaffenburg plant ein Grünewald-Denkmal.

Die Stadt Aschaffenburg errichtet zu Ehren des großen deutschen Malers Matthias Grünewald in seiner Heimatstadt Aschaffenburg em Denkmal. In der Sitzung der Ratsherren gab Oberbürger­meister Wohlgemut bekannt, daß als Grundstocks für dieses Denkmal zunächst 10 000 Mark bereit- , gestellt werden. Im Lause der nächsten Monate wird mit den Vorarbeiten für eine würdige Lösung be­gonnen werden.

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