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nen schon im Altertum begründete. 5)f?ute vermag Rückfall auszuholen, ungewöhnliche Abweichungen, der Arzt bereits vorher mit Sicherheit zu bestim- die ihm die Erkennung der L e u k ä m i e berffieifc wen, an welchen Patienten sich das Wunder der > blütigkeit, schon erlauben, wenn im Blute selbst noch
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On der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen
10. Ziehungstag
18. August 1937
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Tage wahr vielleicht so-
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Es kommt auch vor, daß bei einer blassen, hin- sälligen Frau in mittleren Jahren die roten Scheiben ebenso schwächlich, kaum gefärbt, erscheinen. Sie sind nicht abnorm groß, eber ab und zu viel zu klein und mißgestaltet. Der Magensaft ist oft ebenso salzsäurefrei, wie bei der Perniziosa. Jüngste Forschungen erkannten diese abweichende Form als eine Art später Bleichsucht. Sie versuchten das dort unfehlbar helfende Eisen, und siehe, die auf Leber nicht heilende schwere Blutarmut war „eisenbegierig". Sie war es besonders, die den Ruf von der wunderbaren Wirkung der Eisen- und Stahlbrun-
Auch das Studium der weißen Blutkörperchen, die trotz ihrer so geringen Zahl von 6000 im Kubikmillimeter ärztlich viel wichtiger sind, schreitet rasch fort. Junge Forscher, wie Rohr, Schulten und Henning haben die älteren Untersuchungen von mir und dem Schweizer Naegeli am Knochenmark fortgesetzt. Hier liegt die Wiege des Hauptanteiles der Weißen, der Rest' entspringt aus Milz und Drüsen hauptsächlich. Ein Fall mit Blässe, Milzgeschwulst, Drüsenpaketen erscheint nach dem einfachen Blutpräparat unerklärbar. Durch eine kleine Operation oder den Stich einer Hohlnadel nur eröffnet sich der Arzt Zugang zu den inneren Knochenhöhlen des Brustbeines. Er breitet das winzige Bröckchen entnommenen Markes sorfältig aus und nun sieht er ö i e „M ütter" selbst, die Ursprungszellen der Weißen. Er studiert ihre Zusammensetzung und Formen. Er erkennt die Zellen des Krebses zwischen ihnen, Malariaparasiten, die vielleicht schon seit dem Kriege in diesem Winkel schlummern, um einmal doch wieder unerwartet zu einem hitzigen
Am 17. August 1937 starb der Leiter der Film-, abteilung des Reichsministeriums für VolksaiO klärung und Propaganda, Ministerialrat Dr. (£rnp Seeger, in Berlin. Reichsminister Dr. Goebbel- hat dem um die Entwicklung des deutschen Film- verdienten Beamten einen herzlichen Nachruf 07 widmet.
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ms wäre. Ich bitte daher, auf diesem Wege meä n e n Dank zum Ausdruck bringen zu dürfen.
Das Wetter vom 19. bis 28. August, herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Dilterungsvorherfage des Reichswetterdienstn, in Bad Homburg am 18. August abends.
Nach vorübergehender Witterungsbesserung, bi=: sich in Abnahme der Bewölkung und Nachlassen der Niederschläge äußert, wird etwa um das Wochen, ende erneut unbeständiges und meist kühlere; Wetter eintreten. In Süddeutschland und Nordwch deutschland wird dann überwiegend wechselnde;, zeitweise stark bewölktes Wetter mit ziemlich häuf, gen, im ganzen ergiebigen Niederschlägen herrschen.. Hier wird es in der nächsten Woche meiftenort; mindestens an der Hälfte aller Tage zu Regen, fällen kommen; etwas weniger nieberfchlagsrest wird es vielleicht im mittleren Norddeutschlan) sein. Auch in Schlesien und Ostpreußen wird da; Wetter nicht beständig und zeitweise regnerisch feirs sonst im großen und ganzen freundlicher als ir Westen des Reiches.
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Wetterbericht
des Reilbsmekterdienstes. Ausgabeort
Die Gesamtsonnenscheindauer des zehntägig« Zeitraumes wird in Süddeutschland und Nordwesi deutschland weniger als 60 Stunden, in Ostpreußen dagegen voraussichtlich mehr betragen. Die Tempi- raturen werden schwanken, im Durchschnitt aber zu niedrig sein. In der nächsten Woche wird e; tagsüber kaum weniger als 25 Grad werden, während die Tiefsttemperaturen nachts bis auf 10 bis 5 Grad absinken können. In Ostpreußen roirb die Durchschnittstemperatur der zehn scheinlich am wenigsten unter normal.
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Der tschechoslowakische Ministerpräsident Hodzy wird am Samstag den rumänischen Ministerprast-, deuten Tatarescu in Sighet (Sighetul Marnix, tiei) besuchen. Beide Staatsmänner machen vvi, Sighet aus einen Ausflug in die Berge der Buko- wina.
Noch immer liegen wir im äußersten Einflch bereich des im Norden vorüberziehenden Tiefdruckgebietes, so daß eine leichte Unbeständigkeit gegeben ist, die besonders nach Norden hin auch zu vereinzelten leichten Niederschlägen führt. Stärkerer Luftdruckanstteg über Westeuropa deutet auf dar Aufkommen einer West- bis Nordwestströmung unb auf Zufuhr kühlerer Luft hin.
Aussichten für Freitag: Veränderlich, doch häufig aufheiternd und im allgemeinen trocken, bei lebhaften West- bis Nordwestwinden ziemlich frisch.
Aussichten für Samstag: Leicht unbeständig, doch häufig aufheiternd und im allgemeinen trocken, tagsüber nur mäßig warm.
Lufttemperaturen am 18. August: mittags 2U Grad Celsius, abends 14,7 Grad; am 19. AuM: morgens 14,5 Grad. Maximum 22,1 Grad, Minimum heute nacht 12,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. August: abends 18,6 Grad; am 19. August: morgens 16,2 Grad. — Sonnenschein- dauer 3,5 Stunden.
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Aka. Noch vor wenigen Jahren in der Hand weniger Spezialisten ist heute schon die Blutuntersuchung <)u einem wichtigen Werkzeug in der Hand des sorgfältig untersuchenden Arztes geworden und weite Kreise interessieren sich für sie, wie erst gerade die vom In- und Ausland sehr beachtete Erste Internationale Hämato- logische Tagung in Münster gezeigt hat. Mancher hat schon selbst Bekanntschaft mit dem feinen Stich in das Ohrläppchen oder die Fingerspitzen gemacht und den geschickten Händen zugesehen, die den stecknadelkopfgroßen Bluttropfen auf einem Gläschen zu gleichmäßiger zarter Schicht aus- breiten.
Was sieht nun der Arzt in einem solchen „Blutaufstrich", nachdem er ihn in bestimmten Farblösungen mit einem zarten rosa Hauch versehen hat, in der vielhundertfachen Vergrößerung seines Mikroskopes? Der zarte rosa Hauch löst sich unter den scharfen Linsen des Mikroskopes in Hunderte von gleichgroßen, gleichrunden, gleichrosafar- beneu Blutscheiben auf, die man wegen ihres rotgelben Farbstoffes, den sie schon ohne Färbung besitzen, die roten Blutkörperchen des Menschen nennt. 5 000 000 von ihnen haben bequem in einem Kubikmillimeter Gesamtblut Platz; sie nehmen mit den etwas größeren 6000 weißen Blutkörperchen nicht mehr als etwa die Hälfte ein; der Rest ist klares Plasma.
In dieser, auf der ganzen Welt ziemlich gleichhoch gefundenen Grundzahl liegt die Möglichkeit, aus einer genauen Zählung auf die Gesundheit des Blutes oder, bei niederer Zahl, auf die verschiedenen Arten von Blutarmut zu schließen, die jede ihrem Wesen nach verschiedener Entstehung sind und ganz verschiedener Behandlung bedürfen. Zahlen sind ein einförmiger Begriff; bunte Mannigfaltigkeit aber entsteht erst durch Mitbeachtung der Form, Größe und Farbe der winzigen Scheibchen. Hierauf also achtet der Arzt! Er sieht z. B. größere, mehr ovale, intensive rote Körperchen, und er weiß sogleich, daß die bösartigste Form aller Blutarmut oorliegt, die berüchtige „Perniziösa", die verderbliche Anämie. Damit aber weiß er bereits viel mehr; daß dieser Kranke keine Säure im Magensaft haben kann, daß ihm schwere Nervenerkrankungen drohen, daß er sofort zu der einzigen rettenden Behandlung greifen muß, der Zuführung von „Le b e r s u b st a n z e n". Leber? Warum? Dies zeigten die Amerikaner Whipple, Mi- not und Murphy. Gibt man den früher in wenigen Jahren rettungslos verlorenen Kranken regelmäßig täglich frische Leber oder bequemer einen^ Extrakt, wie ihn in einspritzbarer Form als „Campolon" der deutsche Professor Gaenßlen hergestellt hat, so sind nach einigen Wochen die Verlorenen genesen und bleiben es, wenn ihnen in rechter Dosis der Leberstoff zugeführt wird. Welch ein unerhörter Erfolg dieser jungen Wissenschaft vom Blute.
Kleine politische Nachrichten.
Reichsleiter Dr. Ley bittet um die Veröffentlichung der nachstehenden Zeilen: „Anläßlich meines Autounfalles find mir von Männern und grauen der Partei und des Staates, ferner aus allen Gliederungen der Partei und den angeschloffenen Verbänden und aus vielen Betrieben von Betriebsführern und Gefolgfchaftsmitgliedern aus allen Gauen Deutschlands so zahlreiche gute Wünsche übermittelt worden, daß ich mich außerstande sehe, jedem einzelnen so zu danken, wie es mir Bedürf
alles in Ordnung erscheint. Aehnlich zieht er sich auch aus Leber, Milz, Drüsen Gewebsteile heran, die früher erst der Pathologe nach dem Tode untersuchen konnte, und vermag bei Lebzeiten schon Diagnosen, die über Leben ober Tod, Operation oder Bestrahlung, Unheilbarkeit oder belanglose entzündliche Schwellung unterscheiden, mit oft unfehlbarer Zuverlässigkeit zu stellen.
Dadurch, daß heute der Arzt den Lebenslauf der weißen Blutzellen von ihrer eignen Wiege bis zu ihrem Untergange, ihren Wandel in allen Lebensaltern des Menschen, ihre Umschichtungen bei Krankheiten als gesetzmäßig erkannt hat, vermag er auch an ihnen, wie in einem Spiegel, die Stellung des ganzen Organismus zu bestimmten Krankheiten, besonders Infektionen, sehr sicher zu beurteilen. Arneth fand im Studium der Kerne der weißen Blutzellen den Ariadnefaden aus einem Wirrwarr schwer deutbarer Befunde und ich baute darauf die heute üblichste, über die ganze Welt verbreitete Blutuntersuchungsformel, das „H ä m o g r a m m" auf, mit dessen Hilfe sich alle Blutuntersucher leicht verständigen und ihre Befunde standardisieren können.
Der Arzt sieht mit der noch so kleinen Abweichung vom Typus Gefahren erwachsen, die er sonst nicht erkennen kann. Er ermißt das Gelingen oder das Versagen seiner Behandlung, den Fortschritt zur „Heilphase" ober bas Verharren, bzw. ben Rückfall in bie bösartige „Kampfphase" bes Anfanges. So mürbe in ihrem letzten Ausbau bie Blutuntersuchung in ber Hanb bes Kunbigen zum wahren Helfer unb Berater bes Arztes in schwierigsten Entscheibungen. Sie lehrt ihn bie unerbittliche Gesetzmäßigkeit bes inneren Geschehens im Körper, bie unenbliche Feinheit der Regelung aller Beziehungen, die Wichtigkeit der Allgemeinreaktion, die lange fast vergessen war, wieder mit Ehrfurcht erfassen. Wegen ihrer hohen Empfindlichkeit hilft ihm der unbedeutende kleine Bluttropfen auch dann noch zu Urteilen, wenn alle anderen Untersuchungs- methoden der Praxis schon versagen. Der Krankheitsheuchler um eine Rente wird bald überführt der angebliche Neurastheniker als verbogener Kranker erkannt unb betreut. Der schaffende Arbeiter im chemisch-gefährlichen Betriebe wirb als gefährbet entbeckt, wenn er selbst sich noch voll rüstig glaubt. Der angeblich Kerngesunbe, ber eine hohe Lebensversicherung eingehen will, entpuppt sich als Tuberkulöser im aktiven Stabium unb wird zu seinem eigenen Besten zunächst in ein Sanatorium auf Monate geschickt. Das sind so einige der wichtigen Anwendungen, denen der Blutuntersucher bei seiner täglichen Arbeit begegnet. Sie zeigen die außerordentlich praktische Wichtigkeit dieser jüngsten Untersuchungsmethode des inneren Facharztes und machen das große internationale Interesse verständlich, das schon zur Gründung einer französischen, italienischen und beutschen Gesellschaft zur Blutforschung geführt hat und in diesem Jahre in Münster auf Einladung der Deutschen Hämatologischen Gesellschaft die Blutforscher und Aerzte aus fünfzehn Nationen zum erstenmal in einer internationalen Tagung zusammenführte.
Wiederbelebung des Blutes und mancher weiblicher Funktionen durch Eisen vollziehen wird.
Wieder ein anderer Fall. Bei einem totblaffen Manne liegt anscheinend auch die gleiche Blutarmut vor, aber — da ist noch etwas Besonderes! Es gibt in jedem Kubikmillimeter Blut außer weißen und roten noch^ winzigste Stäubchen, die „Blut- p l ä 11 ch e n". Sie scheinen spärlich, nein, sie fehlen auch bei längerem Suchen in einer besonderen Präparation nach dem Schweizer Fonio, so gut wie ganz. Frage an den Patienten: Hatten Sie Blutungen? — Ja, etwas Nasenbluten; beim Zähneputzen blutete das Zahnfleisch leicht! — Bekamen Sie leicht „blaue Flecken", wenn Sie sich nur gering stießen? — Das habe ich in letzter Zeit zu meiner Verwunderung mehrfach gesehen. — Der Arzt legt eine Gummibinde um den Arm, und nach wenigen Minuten treten mafernartige dunkelrote Blutfleckchen in der Haut auf, dichtgesät. Es handelt sich um „Purpur a", die Werlhoftsche Krankheit. Schuld daran sind jene winzigsten Plättchen! Wenn sie fehlen ober unter 30 000 im Kubikzentimeter sinken, so tritt bas Blut auf leise Schäbigungen schon aus ben feinen Gefäßen heraus unb kann fast unstillbar aus winzigen Wunben bluten. Erst geringfügige, später immer mehr anä- mifierenbe, schließlich löbliche Blutungen erfolgen oft verborgen in ben Darm, bie Körperhöhlen, bie Gelenke ober offen aus Munb unb Nase! Auch hier fanb bie Blutforschung eine Rettung, bie Herausnahme ber Milz!
Was hat die Milz hiermit zu tun, ja, was bedeutet sie überhaupt? Man kann sie entfernen, unb ber Mensch lebt weiter? Also muß sie doch unwichtig, überflüssig sein! Eben diese Fragen beschäftigen die Blutforscher aller Länder seit Jahren unb sind noch lange nicht gelöst, wie in einer reizvollen Uebersicht ber Wiener Dozent Dr. L a u b a auf bem Münsterer Kongreß aus führte. Augenscheinlich fängt die Milz jene wichtigen Blutstäubchen, wenn sie krankhaft verändert sind, aus dem Blutstrom heraus und entzieht sie ihrer gefäßdichtenden Funktion. Und darum blutet es überall, fo lange die Milz noch im Körper ist. Fast im gleichen Augenblick aber, in dem der Chirurg mutig aus dem stark blutenden Bauchschnitt die Milz heraushebt, versiegen die blutenden Gefäße; bald verblassen die blauen Flecken, und der fast Verblutete ist wenigstens praktisch außer Gefahr, wenn auch nicht stets geheilt.
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