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Gukslnspekkor von Vandilen ermordet.
Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag
r i ch t s h o f in Berlin ernannt.
reichte.
Der Fall Weigel kann nicht geleuanel werden
Oer Mord bei Kloster Mariaiann
und
Luftschiff „Graf Zeppelin" nach Frankfurt übergesührt
EAeumanns {pecs^ilfe unterstützt und regelt die Arbeitskraft Ühces Herzens, heumonns herz-hilfe ist unschädlich und aus rein pflanzlichen heilstoffen zu« sammengeseht.'Au haben in den Apotheken für R2R. 2.50 die Packung. Sie reicht ca. 1 Monat.
Mitglieder hervorrief. Seitdem hatte Doumergue sich vollkommen von der Politik zurückgezogen.
fache der nicht wegzuleugnenden Geschehnisse scheitern. Zunächst muß auffallen, daß dieses sogenannte Dementi so schnell auf die Veröffentlichung des DRB. erfolgt ist, daß eine wirklich ernstliche Ueberprüfung der erhobenen Anklagen schon rein technisch nicht möglich gewesen sein kann. Weiterhin entsteht die Frage, worauf sich dieses
Der Jugendführer des Deutschen Reiches empfing den Führer der italienischen Jugend, Staatssekretär Ricci, der ihm im Auftrage des Königs von Italien und Kaisers von Aethiopien das Groß- kreuz vom St. Mauritius-Orden über-
Erst wenn der Mensch tot ist, erinnert man sich 'feiner Werte und Vorzüge. Das gilt in besonderem Maße für Gaston Doumergue. Man hatte ihn im aufgeregten und von politischen Leidenschaften durchwühlten Frankreich fast vergessen, obwohl er erst vor ganz wenigen Jahren das Land vom Rande eines Bürgerkrieges wegriß. Man war ihm damals unendlich dankbar dafür. Doch dauernde Dankbarkeit gibt es im politischen Leben nicht. Heute allerdings, wenige Stunden nach seinem Hinscheiden, steht einem jeden Franzosen das Bild dieses Mannes vor Augen, heute weiß man auch, was Frankreich sich hätte ersparen können, wenn parteipolitisches Intrigenspiel nicht triumphiert und Gaston Doumergue sein Werk der Wiederherstellung des inneren Ausgleichs hätte fortsetzen können. Es blieb ihm nicht erspart, zusehen zu müssen, wie sein Werk zerschlagen wurde und wie diejenigen, die ihm damals wegen einer Richtigkeit ein Bein stellten, sich heute in Zugeständnissen förmlich überstürzen, um ein Unglück aufzuhalten, das sie durch eigene Unvorsichtigkeit heraufbeschworen haben.
In der Bromberger Gegend wurde auf einem Gut i Banditen ein Ueberfall ver-
Dementi denn gründet.
Es kann sich doch zweifellos nur auf die Aussage der an den Mißhandlungen unmittelbar beteiligten Polizeiorgane stützen. Daß diese aber die grauenhaften Folterungen, die sie gewissermaßen unter sich an dem wehrlosen Opfer begangen haben, ableugnen, ist wohl ohne weiteres anzunehmen. Gegenüber diesem Global-Dementi steht die detaillierte und genaue Aussage über die angewandten Methoden, die unmöglich aus der Phantasie eines Menschen geboren fein können, sondern nur von einem in dieser Genauigkeit wiedergegeben werden können, der sie s e l b st
fördert und mit beispielloser Zuverlässigkeit und
Pünktlichkeit seinen ©ubamenfabienft durchgesuhrt | bVni*t w-azuleu-m-nden Ach
gen herausgeschmuggelt. Cremer und Kreutz erhielten je 8 Jahre Zuchthaus und sechs Jahre Ehrverlust, ferner Geldstrafen von 100 000 und 60 000 Mark und Wertersatzstrafen von 216 000 und 114 000 Mark. Ohrem wurde zu vier Jahren Zuchthaus, 3 Jahren Ehrverlust, 50 000 Mark Geldstrafe und 119 000 Mark Wertersatz, und Hoffmann zu anderthalb Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust, 50 000 Mark Geldstrafe und
Japan lehnt Kaliberbeschränkung für Schlachtschiffe ab.
Tokio, 19. Juni. (DRB. Funkspruch.) Der japanische Außenminister H i r o t a lehnte den amenka- nischen Vorschlag zur B e s ch r a n k u n g d e s G e - schutzkalibers der Großkampfschiffe auf 14 Zoll (35,55 Zentimeter) ab unter Hinweis auf den Standpunkt Japans während der Londoner Flot- tenkonferenz Anfang 1936. Japan lehnte damals
ein. Zu dieser Veranstaltung sind alle Schachspieler Hessen-Nassaus eingeladen. Zu Anfang dieses Gauturniers spricht der Leiter der Deutschen Schachgemeinschaft, Reichskultursenator und Staatspreisträger 1937 Chefdramaturg Friedrich Bethge über das Thema „Der Weg zum Volksschach".
Die Reichskhealerwoche in Essen.
Im Rahmen der Reichstheaterwoche brachten die Essener Städtischen Bühnen die szenisch wie kostümlich mit großem Geschick neuinszenierte Operette „G a s p a r o n e" von Karl Millöcker. Als auswärtige Gäste waren neben hervorragenden Essener Kräften Margarethe S l e z a k vom Deutschen Opernhaus Berlin und Carla Spletter von der Berliner Staatsoper sowie der von Bühne und Film bekannte Harald Paulsen mit bester Wirkung eingesetzt. Der Essener Städtische Musikdirektor Albert Bittner leitete den Abend sehr zügig und charaktervoll. Der Erfolg, an dem auch die Essener Tanzgruppe mit einer Reihe prächtiger Tänze erheblichen Anteil hatte, war groß.
Folgenschwerer Felssturz in Oberitalien.
Im Seriana-Tal bei Bergamo ereignete sich in der Nähe des Ortes Verkova an der Strecke Bergamo—Clufone ein schwerer F e l s st u r z. Etwa 175 000 Kubikmeter Gesteinsmassen v er schütte - t e n die Tongrube eines Industrieunternehmens und einen Stollen, wobei zwei Arbeiter getötet wurden. Auch an einem Elektrizitätswerk und den Stromleitungen wurden Beschädigungen angerichtet. Das niedergegangene Gestein verlegte den Flußlauf des Serio, so daß ein Stausee von 500 Quadratmeter Fläche entstand.
Oie Narrenkappe.
Gutes Zeugnis.
Papa Wr angel und der Marschall Vorwärts sind sich in zwei Dingen sehr ähnlich gewesen. Beide liebten es, ihre Briefe möglichst kurz abzufassen, und beide folgten darin einer eigenartigen Rechtschreibung.
Ein besorgter Vater hatte an Blücher einen Brief folgenden Inhalts ins Feld geschrieben: „Lieber Feldmarschall! Mein Sohn im 19. Regiment, 2. Kompanie, hat seit Jahr und Tag nichts geschrieben und auch auf meinen letzten Brief nichts geantwortet. Lebt er noch, und ist er ein guter Soldat, Feld- rnarschall, dann bitte ich um ein paar Zeilen, lebt er aber nicht mehr, oder ist er ein schlechter Soldat, dann Feldmarschall, bloß die Worte: „Euer Sohn ist ober war ein feiger Kerl!"
Blücher schrieb zurück: „Euer Sohn früßt wie ein Scheunentrescher und ist einer unserer besten Jungen!"
hat. Das Luftschiff verließ Friedrichshafen um 17.15 Uhr und landete nach planmäßig verlaufener Fahrt um 20.31 Uhr auf dem Luftschiffhafen Rhein-Main unter starker Teilnahme der Bevölkerung. Vorläufig bleibt „Graf Zeppelin" auf dem Luftschiffhasen Rhein-Main in der Luftschiff Halle I, tue bis auf weiteres für Besichtigungen g e - sperrt bleiben muß. Später jedoch soll das Luftschiff für Besichtigungen freigegeben werden, worüber Näheres noch bekanntgegeben wird.
Als das Luftschiff „Graf Zeppelin" das Gebiet Rhein-Mam erreichte, sandte die Besatzung ein B e - grüßungstelegramm an Gauleiter Sprenger, der bei der Landung auch zugegen war. Nach beendigter Ueberführung in die Luftschiff- Halle begrüßte der Gauleiter die vor dem Luftschiff angetretene Mannschaft. Er führte aus: Die Ueberführung des Luftschiffes „Graf Zeppelin" gibt den Beweis dafür, daß die deutsche Zeppelinlustschlffsahrt nicht eingestellt ist. Alle großen Pläne über den Ausbau der Zeppelinluftschiff-Fahrt werden Gestalt gewinnen. Die Siedlung der Zeppelinreederei, das Luftschiffheim wird mit unverminderter Tatkraft weitergebaut, sobald alle Angehörigen der Reederei ihr Heim in der Nähe des Luftschiffhafens erhalten können. — Direktor Issel versprach vollen Einsatz aller Kräfte' für die Weiterführung der Zeppelinluftschiff-Fahrt.
die Aufrechterhaltung der alten bis 1936 geltenden Flottenoerträge und die Fortsetzung der Beschränkungen im Bauprogramm ab und forderte dagegen die Anerkennung der Gleichheit Der japanischen Flottenstärke mit denjenigen Englands und Amerikas. Hirota erklärte, daß Japan zur Beschränkung bereit sei, falls diese sich auf die gleichmäßige Abrüstung aller Offensivwaffen erstrecke. Japan stehe auf dem Standpunkt, daß jede quantitative Abrüstung auch von qualitativer begleitet sein müsse. Daher entspräche eine bloße Beschränkung des Geschützkalibers nicht den japanischen Grundsätzen.
Kleine politische Nachrichten
Im Auftrage der Internationalen Bruckner- Gesellschaft überreichte der Präsident der Reichsmusikkammer Prof. Dr. Raabe Reichsminister Dr. Goebbels die Bruckner-Ehrenmedaille in besonderer Anerkennung der Verdienste des Ministers um Anton Bruckner und dessen Werke.
Das Luftschiff „Graf Zeppelin", das seit der Rückkehr von seiner letzten Südamerikafahrt in einer Halle des Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen gelegen hatte, wurde am Freitag, 18. Juni, unter der Führung von Kapitäft Witte mann nach Frankfurt a. M übergeführt. An Bord befand sich vollzählig die altbewährte Stammbesatzung des Luftschiffes, das in feinen acht Betriebsjahren auf fast 600 Fahrten über 1,65 Millionen Kilometer zurückgelegt, über 13 000 Fahrgäste be-
Jeber den bereits gemeldeten grausigen Mord beim Kloster Mariatann in Unterkirnach (Schwarzwald), einer Niederlassung der Schulbrüder Johannis von Lasalle, die ihren Hauptsitz in Rom haben, werden folgende Einzelheiten bekannt: Der Mörder ist der l^/sjährige Klosterschüler Peter Vogel- gelang, gebürtig aus Lötzen in Ostpreußen, der ich in den letzten Wochen im Dillinger Krankenhaus befand. Hier hatte sich Vogelgesang unbemerkt 3um Kloster entfernt, wo er sich um Mitternacht einschlich und in den Schlafsaal vordrang. Der Mörder weckte ein Opfer, den 13 Jahre glten Zögling Otto M i t - termener aus Rodalben in der Rheinpfalz, dem er sich schon früher unsittlich genähert hatte, und lockte es unter Drohungen in den nahen Wald. Dort wurde Mittermeyer, der nur Hemd und Turnhose trug, von Vogelgesang gewaltsam entkleidet, dann an einen Baum gebunden urtb mit Zweigen sowie mit einem Gürtel mißhandelt. Schließlich legte der Mörder den armen Knaben über gefällte Baumstämme, um dann, nachdem er ihn gekreuzigt hatte, blindlings mit einem Taschenmesser auf das Opfer einzustechen. 27 Stiche wurden am Körper des Jungen festgestellt. Der Mörder ist geständig. Er erklärt, daß er sich bei Ausführung des Verbrechens, das in der Bevölkerung große Erregung hervorrief, in einem sexuellen Rauschzustand befunden habe. Blutspuren weisen darauf hin, daß zwischen dem Mörder und seinem Opfer ein Kampf stattgefunden hat.
Nur mit Abscheu und Ekel wird man die gräßlichen Einzelheiten der Mordtat beim Kloster Mariatann im Schwarzwald lesen können. Der Fall gibt Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daß die Entschuldigung katholischer Kirchenbehörden, es handele ich bei den in letzter Zeit bekannt gewordenen, zahlreichen scheußlichen Verbrechen um Einzelfalle, durch die Tatsachen widerlegt wird. Im Gegenteil liegt die Auffassung nahe, daß nur verhältnismäßig wenige solcher Fälle bekannt werden, weil der von den kirchlichen Kreisen ausgeübte Druck vielfach die Aufdeckung und Ahndung derartiger Vergehen und Verbrechen verhindert.
Zuchthausstrafen fürOevifenverbrechen von katholischen Ordenögeistlicher.
Berlin, 18.Juni. (DRB.) Das Berliner Sondergericht hatte sich mit einem Nachspiel zu dem großen Devisenprozetz gegen Angehörige des Redemptoristen-Ordens aus dem Herbst 1935 zu beschäftigen. Damals war der größte Tell der neun angeklagten Ordensgeistlichen wegen umfangreicher Devisenschiebungen zu Zuchthausstrafen verurteilt worden. Die Hauptdrahtzieher des volksfchadigen- den Unternehmens saßen wohlgeborgen i m Aus- lande, so Joseph Cremer in Luxemburg, Joseph Kreutz und Joseph O h r e m in Waals (Holland). Kreutz war Pater Provinzial der Ordens- prooinz der Redemptoristen in Bonn Sem Gegenspieler auf holländischer Seite war Cremer als Pa- ter Rector des Redemptoristenklosters in Waals. Zur Durchführung ihrer Schiebungen, durch die der deutschen Volkswirtschaft ein Schaden von etwa 400 000 Mark verursacht wurde, bedienten sie sich des jetzt 39jährigen Friedrich Hoffmann, der nachträglich gefaßt werden konnte. Mit ihm zusammen wurden im Abwesenheitsverfahren auch die drei Ordensgeistlichen abgeurteilt. Hoffmann führte riesige Effektenschiebungen für den Redemptoristen- : orben durch, indem er die aus dem Auslande herein- geschmuggelten, zu niedrigen Kursen aufgekauften i deutschen Wertpapiere mit großem Gewinn an deut- - scheu Börsen verkaufte. Der Gewinn wurde dann , wieder nach den ausländischen Ordensniederlassun-
erlebt hat. Der Bericht des Gefolterten enthält überdies f o präzise Angaben von Ort und Zeit und selbst von Personen, daß es einer objektiven Untersuchung nicht schwer fallen würde, den Hergang in allen seinen Einzelheiten wieder zu rekonstruieren.
Im übrigen ist dies nicht der erste Fall von Mißhandlungen Reichsdeutscher in tschechischen Polizeigefängnissen. Die Berichte aller dieser Opfer stimmen aber, obwohl sie zeitlich und persönlich in gar keinem Zusammenhang stehen, fast völlig u b e re in, so daß schon auf Grund dieser Tatsache allein an der Wirklichkeit dieses unmenschlichen Verfahrens nicht gezweifelt werden kann.
Das tschechische Pressebüro glaubt nun einen besonderen Beweis für die Unrichtigkeit der Behauptungen darin erblicken zu können, daß der Weigel, gegen die Mißhandlungen keine Beschwerde erhoben hätte. Man kann es Herrn Weigel durchaus nachempfinden, daß er nach diesen ungeheuerlichen Qualen, denen er ausgesetzt gewesen ist, diesen Polizeiorganen nicht die Veranlassung geben wollte, diese Quälereien noch f o r 13 u = setzen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß eine Beschwerde ihm nicht nur nichts genutzt, sondern ihn nur noch neuen schweren F 0 lterun - gen ausgesetzt hätte. Wenn man sich von deutscher Seite entschlossen hat, so schwere Anklagen gegen die tschechische Polizei vor aller Oeffentlichkeit zu erheben, so geschah das in der Ueberzeugung, daß diese Anklagen auf Grund d e r genauesten Ueberprüfung und sorgfältig st en E r - mittlun gen in jeder Einzelheit d e r Wahr- heit entsprechen und andere Möglichkeiten, diesen Ungeheuerlichkeiten ein Ende zu bereiten, zunächst nicht mehr zu bestehen schienen.
lungen kurzerhand in Abrede ge {teilt werden. Wenn auch von tschechischer Seite der Versuch begreiflich erscheint, sich von den schweren Anklagen, die in der ganzen Kulturwelt den empörendsten Eindruck über die in der Tschechoslowakei üblichen Polizeimethoden hervorgerufen haben, reinzuwaschen, - - • ' • ‘ an Der Tat-
Zwlschen Kant und den Banditen ist es zu einem schweren Kampf gekommen, in dessen Verlauf Kant zwei Brustschüsse und einen Bauchschuß erhielt, an denen er später ver -
Wetterbericht
de» Reichswetterdienstes. Ausqabeort Frankfurt
Der fast alljährlich um Mitte Juni einsetzende Kälterückfall hat den Höhepunkt seiner Entwicklung überschritten. Immerhin brachte die Nacht zum Samstag, unterstützt durch Einstrahlung, krästige Abkühlung, die vielerorts die Temperaturen bis unter plus 5 Grad absinken ließen. Die Abkühlung der letzten Zeit gegen den wärmsten Tag der vergangenen Hitzeperiode betrug in den Mittagswerten bis zu 20 Grad, im Tagesdurchschnitt bis zu 13 Grad. Die Großwetterlage befindet sich wohl in Umgestaltung, die langsam fortschreitende Erwärmung wird noch keineswegs beständiges Schönwetter bringen.
Aussichten für Sonntag: Veränderung und Neigung zu einzelnen Regenfällen, tagsüber nur mäßig warm, meist südliche und westliche Winde.
Lufttemperaturen am 18. Juni: mittags 16,7 Grad Celsius, am 18. Juni: abends 11,7 Grad, am 19. Juni: morgens 9,6 Grad, Maximum 16,9 Grad, Minimum 6,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Juni: abends 19 Grad, am 19. Juni: morgens 13,9 Grad, Sonnenscheindauer 6,8 Stunden.
Berlin, 18. Juni. (DNB.) Das tschechoslowakische Pressebüro hat sich bemüßigt gesehen, auf die durch das DNB. veröffentlichte Aussage des Reichsdeutschen Weigel über die grauenhafte und menschenunwürdige Behandlung, die er während feines Verhörs im Prager Polizeipräsidium hat erleben müssen, eine Gegenerklärung zu veröffentlichen, in der die Mißhand-
N 'iionalpolitische Erziehung
Einsatz von Jungmannen im Bergbau.
Herne, 18. Juni. (DNB.) Im Hauptverwaltungsgebäude der Bergwerksgesellschaft Hibernia fand eine Pressebesprechung statt, bei der Der Be- auftragte für den Ruhreinsatz,SS.-Standartenführer Pg. Z i m m e r m a n n, einen Ueberdlick über den erstmaligen Einsatz von Jungmannen der na t'ionalpoli tischen Erziehungsanstalten (NPEA.) als Bergarbeiter im Ruhrgebiet gab.
Die 1933 vom Reichsminister Rust ins Leben gerufenen Anstalten umfassen gleich den höheren Lehr- anftalten acht Klaffen. Ihr Ziel ist die forgfalhge Erziehung einer charakterlich, geistig und körperlich auserlesenen Jugend auf soldatisch-kameradschaftlicher Grundlage zu führungsfreudigen Männern von größter Leistungsfähigkeit und echter nanonah soziallstischer Gesinnung. Die Auslese wird streng Durchgeführt, unabhängig von der wirtschaftlichen Lage der Eltern. Die Anstalten nehmen Söhne aller schaffenden Stände auf. Auf ein familiär-herzliches Verhältnis zwischen Führer und Gefolgschaft wird besonderer Wert gelegt. Jeder Drill ist verpönt. In jedem Jahr findet eine dreitägige F r u h - jahrsübung statt. Außerdem kommen die Anstalten alljährlich zu einem großen Treffen zusammen, bei dem die Jungmannen die Möglichkeit Haden, zwölf Tage hindurch in sportlichen und anderen Wettkämpfen ihre Kräfte zu messen und die Pflege soldatischer Manneszucht unter Beweis zu stellen. Durch In- und Auslandsfahrten, Landdlenft und Bergwerkseinsatz erhalten sie weiter Gelegenheit, ihren Gesichtskreis zu erweitern und w'.t Den schaffenden Volksgenossen in engere Berührung zu kommen. . .. , ,. ,
Besondere Bedeutung kommt in dieser Hinsicht dem Bergwerk seins atz zu. Der Jungmann soll Achtung vor dem Berus des Bergmannes gewinnen, gleichzeittg aber auch als Mitglied Der Familie des Bergmannes leben und so die Lebensbedingungen im Bergbau kennenlernen. Bereits 1936 haben Jungmannen der Anstalt Spa n d a u einige Wochen auf westfälischen Zechen gearbeitet. Zur Zeit sind rund 174 Jungmannen und neun Erzieher der Anstalten Ploen, Spandau, Köslin, Bensberg und Stuhm zu achtwochiger Tätigkeit eingesetzt. Sie arbeiten drei Wochen über Tage und fünf Wochen unter Tage. Die 15jährigen werden nur über Tage beschäftigt. Der Tagelohn bewegt sich zwischen 2 Mark und 3,54 Mark. Bisher wurden im Ruhrgebiet 20 000 Mark an Lohnen für Jungmannen ausgezahlt, die zum größten Teil wieder den Bergarbeiterfamilien, bei denen oie Juna- mannen in vorbildlicher Weise untergebracht sind, zugute kommen. Als Abschluß findet eine Rhein- sahrt aller Jungmannen und Erzieher statt, an der neben der Leitung der Werke die DAF„ die HI., Betriebsführer, Ausbildungsleiter und Bergarbeiter teilnehmen werden.
119 00 Mark Wertersatz verurteilt.
eittlichkeitsverbrechen eines Klosterlehrers.
Koblenz, 18. Juni. (DNB.) Vor der Dritten* Großen Strafkammer des Landgerichtes Koblenz hatte sich der 42jährige Franziskanerbruder F r rede b e r t (Paul Hohmann) aus der Ordensniederlassung Wildmiel zu verantworten. Die Anklage warf ihm 23 Fälle vor, in Denen er als Lehrer und Erzieher an minderjährigen Schülern und Zöglingen unzüchttge Handlungen begangen hat. Hohmann war im Alter von 14 Jahren bei der Ordensniederlassung in Kreuznach eingetreten, hat den Weltkrieg mitgemacht, wurde mehrfach verwundet und geriet in englische Gefangenschaft. Um so trauriger ist es, wie der Vorsitzende betonte, daß ein Mann, der tapfer für sein Vaterland gekämpft und geblutet hat, schließlich von der Klosterpest angesteckt wurde und sich in unverantwortlicher Weise an der deutschen Jugend verging. Trotz der übereinstimmenden, bis ins einzelne gehenden Aussagen seiner Opfer, von den 20 als Zeugen vor dem Richtertisch standen, und trotz der Bestätigung des Tatbestandes durch den Schulleiter Bruder Hadrian, leugnet der Angeklagte hartnäckig und behauptete, die Schüler seien eine Massensuggestion unterlegen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu vier Jahren Zuchthaus und sprach ihm die bürgerlichen Ehrenrechte für die gleiche Dauer ab. Der Vorsitzende erklärte, mildernde Umstände hätten einem solchen Jugendverderber, angesichts der Fülle der Straftaten, nicht zugebilligt werden können. Er habe sich durch sein Verhallen selbst aus der deutschen Volksgemeinschaft ausge- schlossen. Der Angeklagte nahm im Gegensatz zu feinen vorausgegangenen Unschuldsbeteuerungen das Urteil sofort an.
Aus aller Wett.
Explosion in einer Duisburger Brauerei.
In der König-Brauerei AG. in Duisburg-Beeck ereignete sich eine Explosion, die einen Teil der Baulichkeiten zerstörte und durch die Gewalt des Luftdruckes die umliegenden Häuser beschädigte. Bei der Explosion flog zuerst der untere der beiden übereinander liegenden Kessel in die Luft und nahm den oberen Kessel mit. Glühende Kohlen wurden emporgeschleudert und verursachten in den Nachbarhäusern kleinere Brände, die von den Hausbewohnern gelöscht werden konnten. Es regnete Steintrümmer und Eisenteile auf die benachbarten Straßen, wodurch eine Frau und zwei Kinder leicht verletzt wurden. Da die Straßen zur Zeit der Explosion fast menschenleer waren, wurde größeres Unheil vermieden. Als ein Glück ist es zu bezeichnen, daß Die Belegschaft sich nicht in den gefährdeten Räumen befand, sondern zur Löhnung angetreten war. Vor dem Kessel befanden sich nur zwei Heizer, Die mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen geborgen werden konnten. Unter den Trümmern, mit deren Wegräumen Die Technische Nothilfe beschäftigt ist, befindet sich dagegen noch der Braumeister.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein (beurlaubt). Vertreter: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für Den Inhalt Der Anzeigen: Theodor Kümmel D A. V. 37: 9326, Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch» und Steindruckerei R Lange, K-G, sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Psi mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Psi. mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
starb.
Paul-rNorphy-Gedächlnis-Turnier.
Vor 100 Jahren, am 22. Juni 1837, wurde in New Orleans (USA.) Paul Morphy geboren. Er gab dem Schachspiel einen ungeheueren Auftrieb und fand viele neue Eröffnungen, die auch heute noch für den Schachspieler wertvoll sind. Die Deutsche ^chachgemeinschaft, Gaugruppe Hessen-Nasiau. ver- anftaltet aus diesem Anlaß am 27 Juni in Frankfurt im Volksbildungsheim ein Paul-Morph y- Gedächtnis-Turnier. Es handelt sich um ein Schnellpartie-Turnier, Das in Drei Stärkegruppen gespielt wird. Die Spieler schätzen sich selbst
Amtlich wird in Moskau bekanntgegeben, daß durch Verordnung Des Präsidiums Des Zentral- exkutivkomitees Der Sowjetunion Der bisherige sowjetrussische Botschafter in Japan Konstantin Konstantinowitsch Jurenew zum Boi schäft er der Sowjetunion in Berlin ernannt worden ist.
des Reichsministers der Justiz Dr. Gärtner den _________
Generalstaatsanwalt S rett le in Karlsruhe ßum bei Schubin von ..... -
Oberreichsanwalt beim Reichsgericht übt, bei dem der deutschstämmige Gutsinspektor Paul in Leipzig und den Generalstaatsanwalt PareyAant ums Leben kam. Xrt~
in Celle zum Reichsanwalt am Volksge-


