Hreitag, 19. ZebruarMI
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Zweites Blatt
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Gau-Siraßensammlung am 19. und 20. Februar
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M abgelehnt. Der kleine Weißmützige tat mir
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Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung Kameradschaft Gietzen.
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ndn|om in unser Herz ziehen lassen.
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Aus Heute mödie
>s per Provinzialhauptstadt.
Sine Stunde Kinderfreude.
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to Kleine mit der blauen Mütze schoß am zstet. Bald hatte er dem andern alles abgewon- tn. Der Vorschlag, ihm einige Klicker zu leihen,
Erstaufführung „kupferne Hochzeit".
dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: abend findet die Erstaufführung der Ko- „Kupferne Hochzeit" von Svend Rindom
Am Heldengedenktag sammeln sich die Mitglieder pünktlich um 9.15 Uhr vor der Volkshalle zum Abmarsch nach dem Aufstellungsplatz zur Heldengedenkfeier. Anzug: Mantel, NSKOV.-Mütze und Verbandsabzeichen.
Amt Reifen, Wandern und Urlaub.
Automobilausstellung 1937 Berlin. Zu dieser Ausstellung fahren wir einen Sonderzug, und zwar vom 4. März, abends, bis 8. März, vor-
uffions' der Levo!,
k,Dk7 kleine Junge meines Nachbars, mit dem ich I .Animal ein freundliches Wort wechsle, hat mor- . [Jri Zeburtstag. Ich betrat also heute ein Spiel- eAtit U^lligeschäft und erstand ein dickes Säckchen mit Sr.'nben „Klickern". Ich dehnte meinen Nach- MFsspaziergang etwas aus, da die Sonne gar
Bekanntlich findet am 19. und 20. Februar eine Gauftraßenfammlung statt. Zum Verkauf kommen die Wappen der fünf größten Städte des Gaues, und zwar Frankfurt a. 2IL, Offenbach, Wiesbaden, Wainz und Darmstadt.
Jeder, der dieses Lederabzeichen erwirbt, hilft den Volksgenossen der Lederindustrie in Offenbach und trägt dazu bei, daß Tausende von Arbeitern für eine geraume Zeit wieder in Arbeit und Brot kommen.
Die Durchführung der Sammlung liegt in den Händen d^r politischen Leitung, des Amtes für Beamte und der RSV.-Walter und WHW.-Helfer.
Die Sammlung beginnt am Freitagvormittag durch eine Geldsammlung bei den Behörden, die durch den Fachschaftsleiter oder dessen Stellvertreter durchgeführt wird. Am Rachmittag ab 16 Uhr sammelt die Beamtenschaft, die abends durch die RSV.-Walter und WHW.-Helfer abgelöst wird.
Samstag vormittag werden nochmals die Männer der RSV. sich für den Verkauf der Lederabzeichen einsehen.
Samstag nachmittags ab 16 Uhr sammeln die politischen Leiter, die dann bis zum endgültigen Verkauf der Abzeichen eingesetzt werden.
Jeder Volksgenosse trage dazu bei, daßdie Lederabzeichen re st los verkauft werden!
Kreisführung des WHW.
Oie kein WHW.-Abzeichen tragen ...
Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau (NSG.) schreibt:
Es hat seinen besonderen Reiz, an den Tagen, an denen die Straßensammlungen des Winter
statt. Svend Rindom ist ein bis jetzt in Deutschland wenig bekannter dänischer Dichter. Sein erster Start „Kupferne Hochzeit" konnte bereits auf vielen großen Bühnen des Reiches ausgezeichnete Erfolge erzielen. Per Schwenzen, der Ueberfetzere der Komödie, ist den Besuchern des Theaters kein Fremder mehr, jeder wird sich des Erfolges seines Segelfliegerstücks „Am Himmel Europas" erinnern. Rindom nennt seine „Kupferne Hochzeit" „Eine Komödie von der Liebe". — Die Spielleitung hat Hans Geißler. Es wirken mit: Inge Birkmann, Maria Gerhardt, Eharlotte Krause, Luise Schubert-Jüngling! Gerhardt Frickhoeffer, Hans Geißler, Victor von Gschmeidler, Paul Nieren, Peter Schorn. — Das Bühnenbild schuf Karl Löffler. — Die Vorstellung findet als 21. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.
Arlillerieverein Gießen.
Im heutigen Anzeigenteil wird an die Hauptversammlung am morgigen Samstagabend im „Hessischen Hof" erinnert: zugleich wird auf das Antreten zur Heldengedenkfeier am Sonntag und auf den Lichtbildervortrag des Kommandeurs unserer Artillerie- Abteilung am kommenden Montagabend aufmerksam gemacht. (Siehe heutige Anzeige.)
Sochschulnachnchten
Der Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, R u st, hat den in das Reichserziehungsministerium berufenen Professor Dr. Wilhelm Groh mit Ende März 1937 von dem Amt des Rektors der Universität Heidelberg entbunden und ihm für seine verdienstvolle und mit großer Hingabe geleistete Mitarbeit beim Aufbau des neuen Staates seinen besonderen Dank ausgesprochen. Zum Rektor der Universität Heidelberg ernannte der Reichserziehungsminister den ordentlichen Professor der Philosophie Dr. h. c. Ernst Krieck.
sprüngliche Entstehung der Oper, nämlich das antike Drama mit den Mitteln der Musik zu erleben, in einer Intensität fort, die stellenweise der kommenden Entwicklung in der Richtung nach dem Musikdrama hin bereits vorgreift: Die Musik als vornehmlicher Künder des dramatischen Geschehens. Händel ermöglicht das Verstehen der einzelnen menschlichen Charaktere dadurch, daß er ihre Gesinnungen durch den musikalischen Ausdruck greifbar Gestalt gewinnen läßt. Diese vielfältige Abwandlung der Ausdrucksmittel hat namentlich in den letzten Jahrzehnten, die bekanntlich zu einer Erweckung des Händelschen Opernwerkes geführt hatten, immer wieder das Augenmerk auf den „Herakles" gelenkt als das Werk, das im Verstehen und Begreifen menschlicher Leidenschaft am tiefsten schürft. Das mag uns umso erstaunlicher berühren, als Händel noch nicht über die instrumentalen Mittel unserer modernen Musikdramatiker verfügt, sonden nur das übliche Barockorchester verwertet. Gerade diese Sparsamkeit in der Auswahl charakterisierender Farben läßt um so klarer die pointierte Schärfe seiner melodischen Charakteristik hervortreten.
Ein besonderer Anteil ist dem Chor von Händel Vorbehalten; jedesmal faßt er den Inhalt der einzelnen Szenengruppen, als idealer Zuschauer gedacht, zusammen und läßt dabei entweder die angeschlagene Stimmung sich breit ausschwingen oder mit scharfer Akzentuierung den dramatischen Gipfel sich herausprofilieren.
Der erste Akt gibt der Klage von Herakles' Gattin Dejanira voll schmerzhafter Sehnsucht Raum. Die düstere Stimmung verstärkt sich, als Herakles' Sohn Hyllos von dem „grauenvollen" Orakel berichtet, dessen Verkündung das Orchester mit züngelnden Flammenfiguren untermalt. Der Herold Lychas berichtet von der bevorstehenden Heimkehr des Helden: dieser Umschlag der Stimmung, der die Arie des Lychas durchweht, findet seine Zusammenfassung in dem Chor: „Verzage nicht". — Ein Marsch, dem hohe Trompete und Pauke besondere Festlichkeit verleihen, begleitet die Rückkehr des Herakles. Die von Herakles mitgeführte Tochter Iole des besiegten Königs klagt um ihren gefallenen Vater und läßt die Trauer um das Vaterherz in dem folgenden Larghetto sich austönen. Herakles, von aller Kriegslast befreit, gibt sich jetzt wohlverdienter Ruhe hin (Arie), und ein glänzend instrumentierter Freudentanz des Chores schließt den ersten Akt.
Der zweite Akt wendet sich zunächst dem Schicksal der Iole zu, die in einem Pastorale vom Glück träumt. Dann aber spitzt sich die Lage zwischen Dejanira und Iole zu; eine Rezitativszene zwischen
Hilfswerkes stattfinden, den stillen Beobachter zu spielen. Das Leben und Treiben auf den Straßen und Plätzen spricht seine besondere Sprache: Männer aus allen Kreisen und Berufsgruppen schwingen ihre Sammelbüchsen, fordern mit Selbstverständlichkeit die Opfergabe für das große Werk des Führers. Und ebenso freudig und ebenso pflichtbewußt geben die Vorübergehenden ihr Scherflein, weil sie in ihrem Herzen Dankbarkeit und Gerechtigkeit tragen.
Aber geht da nicht einer vorüber, der den Ruf des Sammlers nicht hört? Das Winterhilfswerk existiert aus diesem oder jenem Grunde für ihn nicht. Mit einem Wort: er hat nichts gelernt und nichts vergessen. Er ist und bleibt der ewig Gestrige, der zwangsläufig, zum Glück des deutschen Volkes, an seiner eigenen Nichtigkeit zugrunde gehen muß.
Damit aber auch der Humor nicht fehle, spielt der „Vergeßliche" in den Straßensammlungen seine komische Rolle. Wenn der Sammler an ihn herantritt, so beteuert er steif und fest, daß er schon im unveräußerlichen Besitz eines WHW.-Abzeichens ist; nur habe er vergessen, so fügt er bedeutungsvoll hinzu, dieses Zeichen anzustecken. Der Sammler schmunzelt und überläßt auch diese Figur ihrer eigenen Lächerlichkeit.
Wer den Sinn der Straßensammlung des WHW. nur einigermaßen erfaßt hat, wird sich sagen müssen, daß solche traurigen Gestalten in ihrem sozialen Unverstand im Dritten Reich keinen Platz haben. Aber der Nationalsozialismus verzichtet auf Gewaltkuren. Er rechnet mit dem Takt eines jeden Deutschen, der am nächsten Sonntag, wenn der Gau seine Straßensammlung durchführt, aus Ueber- zeugung selbstlos opfert. Denn das soziale Handeln eines jeden muß Richtschnur sein können für jene allgemeine soziale Haltung, der unser Vaterland die Rettung aus schwerster Not verdankt.
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kysshäuserbund Gießen.
Der Kreisführer des Kyffhäuferbundes macht in unserem gestrigen Anzeigenteil die Kameradschaften auf das Antreten zur Heldengedenkfeier am kommenden Sonntagvormittag aufmerksam. Die Angehörigen des Kyffhäuferbundes feien auf diese Anzeige besonders hingewiesen.
Oberhessischer Geschichtsverein.
Am kommenden Montagabend in der Aula des Gymnasiums Vortrag von Oberstleutnant Döring, Kommandeur III. Abt. A.-R. 9, über „Schicksalsjahre des Memellandes". Der Vortrag wird auf eigenen Erlebnissen als aktiver Offizier aufgebaut und durch Lichtbilder bereichert sein. Man beachte die heutige Anzeige.
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Vornotizen.
Tageskalender für Freitag.
Ortsgruppe Gießen-Süd: 20.30 Uhr Schulungsabend in der „Stadt Wetzlar", Riegelpfad. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Kupferne Hochzeit". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Das schöne Fräulein Schragg". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ball im Metropol". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung „Forscher als Künstler".
versetzen können, indem er ihre Gesetzmäßig- l' t gründete und, geleitet von der Kraft der eigene Persönlichkeit, zu vertiefender Durchdringung ^Handlung und Vermenschlichung der Bühnen- k kN vorstieß. Dieser Tribut an die Oper war für "'Ninnere Entwicklungsnotwendigkeit, noch dazu, a9)(r Kampf um die Anerkennung seine Kräfte j 5ium Aeußersten spannte. In diesem Bewußt- b'vdks eigenen Könnens empfand er das Gebun- "hjth an die Szene, an die traditionelle Form ""Nicht zuletzt die Abhängigkeit von dem Eigen- .. ®!™n der Sänger als Fesseln. Nur der Schritt ""'ie Welt des Oratoriums konnte ihn von diesen rWinissen befreien. Daß sich fast parallel mit die- t Vrtwicklung eine Umschichtung des Hörerkreises HS' die nicht mehr wie bisher einzelnen Stündlich bevorzugten Gesellschaftsklassen den Genuß |öT^er ermöglichte, sondern die dem musikfreudi- 9*1 Bürgertum mit seinen aufnahmefähigen Kräf- !ei'e>t die Aufführungen zugänglich machte, gab Je*t dem Oratorium die breiteste Auswirkungs- Ollfl-
. Achr Faktor wurde für Händel bestimmend bei _„^ohl der Stoffe feiner Oratorien, um ihnen “ HAchendes Verständnis zu gewährleisten. Seine ml »Wlmschen-Kraftnatur fühlte sich zum Großen
2 «Erhabenen hingezogen und strebte dabei stets ^er Absicht dem Allgemein-Menschlichen zu.
M1 ’ ter Größe und Tiefe der Durchdringung zeigt IS R Shakespeare verwandt; ebenso führt ihn
A ische Tendenz, erwachsend im Kampfe mit ^'cksalsmächten, in die geistige Nähe der An-
1 ’ ^ifür zeugt ganz besonders sein „H e r a k l e s". 111 nger Anlehnung von Sophokles' „Trachinie- hatte der englische Geistliche Thomas 2?? 9h ton den Text geformt und in scharf BMwen Einzelszenen dem treibenden Moment 0r nblung, der Eifersucht der Dejanira, plasti- Ausdruck verliehen. Die tragische Schuld De- erscheint hier umso größer, als nach der A,°.iMo"schen Darstellung keinerlei Grund zur TiJW gegeben war.
hier in diesem Werk ein ganz besonderer jJpjF-9 des Oratoriums vorliegt, gibt Händel in der „J.dTiung als „musikalisches Drama" zu erkennen. rT^rt hier den Ausgangsgedanken für die ur-
Händels „Herakles".
zur bevorstehenden Festaufführung des Gießener Konzertvereins.
Ä der Zeitspanne von über drei Jahrzehnten b ä ich Händel mit der italienischen Oper aus-
s. Me die Buben an. Die Einsätze wurden ver- frpptlt, verdreifacht. Immer gewannen die Klei- Ws n. Sie freuten sich diebisch, und am Ende war iii’in Säckchen halb leer. Da erklärten sie, sie K ifjtrn jetzt heimgehen. Scheinbar hatten sie Angst hi ihren Gewinn. Der Weißmützige fragte nur
beiden läßt die Eifersucht Dejaniras eindringlich kund werden, und mit gigantischen Akzenten geißelt der Chor jetzt die Eifersucht mit stechenden aufsteigenden Tonfolgen („Folter der gequälten Brust") und dem schleichenden Verdächtigungsmoment („Schatten siehst du als Beweise an").
Hyllos wirbt um Joles Liebe, sie weist ihn in einer Arie mit seiner Ironie ab; Hyllos schwärmt von olympischem Liebesglück, und der Chor stimmt den Preis des Liebesgottes an in bezwingender Innigkeit. Jetzt stehen sich die Eheleute gegenüber; Dejanira voll Eifersucht tadelt den durch die Ruhe verwelkenden Lorbeer des Gatten. Diesen Einwand beschwichtigt Herakles mit seiner Arie, der zwei Solo-Oboen eine ganz bestimmte Richtung geben. Voll beißendem Spott und erniedrigendem Hohn geißelt jetzt Dejanira ihren Gatten; das spitzig Keifende bildet das melodische Thema ab, ebenso wie „Rocken und Spindel", die Dejanira ihrem Gatten anempfiehlt, melodisch greifbare Gestalt gewinnen. Dejanira weiß nur die eine Rettung, das Blut des Nesius soll helfen.
Im Tempel des Zeus windet sich Herakles unter den Qualen des Nessusgewandes. Das kündet mit schaurigem Realismus ein symphonischer Satz des Streichorchesters; das spricht sich in der folgenden Soloszene des Herakles mit erschauernder unmittelbarer Nähe aus. Der Chor beklagt das Dahinsinken des „Rächers der Menschheit".
Das menschlich Ergreifendste ist aber die Szene der Verzweiflung der Dejanira in ihrem Hin-und- Hergeworfen-Sein von Gewissensbissen. Hier entrollt Händel eine der stärksten musikdramatischen Szenen voll eindringlicher Erschütterung.
Priesterliches Wort führt das Liebespaar Hyllos und Iole zusammen; der Schlußchor mit feinem kontrastierenden Mittelsatz des Soloquartetts gibt dem Werk hymnischen Ausklang.
Dr. Hermann Hering.
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L/yeitz iC)ön vom Himmel schien. Ganz draußen, wo
onr 96*1- 11 Mhaltstraße aufhört, spielten überall die Mäd- un M F Jn mtt dem Ball und die Buben mit ihren (9,eine5 HMrn. Ich schaute hier und da zu und dachte ein ■ nein Säckchen, das meine Tasche so prall ische. Ueberall dasselbe Bild: Die Kinder liefen : Der Sonne, spielten und freuten sich des Lebens.
nathmifi UM draußen an den letzten Häusern spielten
Mei kleine Buben. Der eine hatte eine blaue, der Nahe-u 2 Wdere eine weiße Mütze auf. Bei ihnen blieb ich rben? m Zeit stehen, da sie so ernsthaft in ihr Spiel er ,n T*r Lkriiit waren, daß sie von meiner Anwesenheit ,en fr.öet Kifaupt keine Notiz nahmen. Sie schienen auch mitqS fe $ar 6U viele Klicker zu besitzen, denn sie spiel-
Ek cußerst sparsam und vorsichtig. Zu meiner L (x °% IJeife konnte ich feststellen, daß es noch dasselbe llpiel war, das auch wir einst — lang ist's her! — W s <jf ‘cr Straße gespielt hatten. Zuerst kam der , *enj!e Bpiitlih", d. h. jeder schoß einen oder auch zwei ck nJf ie nehr Klicker nach dem Loch. Wer seinen Klicker öer ?• r K Loch oder in nächste Nähe schoß, hatte das yl1!!* jjrndjt beim Spiel. Brachte er glücklich alle hinein, er her Seroinner. '
n U J Ito Kleine mit der blauen Mütze schoß am 'Schreiner. I '«zlich i„ lat.
.mH: „Kommst du morgen wieder hierher?" Ich U|te: „Vielleicht?"
■ Dann trollten sie ab, unterwegs eifrig nachzäh- ■ t>, was sie gewonnen hatten. Ich sah hinter 1 ten her und nahm dann das Klickersäckchen vor. K , tu mußte ich halt noch einmal in den Spiel- p Mladen, denn der Rest war doch zu wenig für ■i i Eeburtstagsgefchenk.
| Bbtr im innersten Herzen hatte mich das Spiel W cckischt und so erfreut, daß ich leicht beschwingt n 4b riMch pfeifend in die Stadt zurückging. Die Inqc d hatte mich wieder einmal berührt. Und tttnr ich auch einige Jahrzehnte auf dem Buckel W, so macht das gar nichts aus. Ich hatte wie- h r (nmal, nach langer, langer Zeit, mit rechten Sibr Klicker gespielt und war dabei fung gewor- li i. Fch freute mich schon auf das Gesicht meiner f’än, ) nn ich ihr erzählen würde, daß ich heute b dritteg Klicker gespielt hätte! —
das sind so kleine Frühlingserlebnisse. Mit e ivn eignen Kindern kann jeder Klicker spielen. 1 ler mit fremden Buben auf der Straße spielen, bi 5 ! ein Kunststück, wenn man schon einige graue Hm an den Schläfen hat. Aber der Frühling ist btet schön, wenn wir ihn mit der Jugend ge-
ib, md ich griff in die Verhandlung ein. „Ich Sbir fünf Klicker leihen", sagte ich, „aber nur, n ich auch mit spiel en darf." Mißtrauisch sahen «Hzwei Augenpaare einen Augenblick lang an.
h'chien aber einen soliden Eindruck auf sie zu örtsoruDN ■ ich", denn sie nickten, und das Spiel begann, io 3 ' i) nb dem Kleinen fünf glänzende neue Klicker.
m Boni begann ich. Beim ersten Spiel hatte ich
1 Ich gewann zwei. Dann schien sich das Glück i von he "lir 3U wenden. Die Kleinen gewannen mir 5 JJ /in ibwechselnd nach und nach etwa zehn Klicker dnem feier W^atte mir der Entleiher die fünf ge- bemfcb. It^n durückgeben können.
am nächsten |Rr ich weiß es nicht, war es der schöne Früh- [ igslig oder sonst etwas, ich kam nun in Eifer iib DOÜte auch wieder einmal gewinnen und
X \ . Die dcutfthe Rrbeitdfront
7 / n.5.=6cmcmfdiaft „ßraft öurdi freuöc-'
mittags. Preis der Fahrt einschließlich Verpfleaung und Unterkunft sowie einer Eintrittskarte zur Ausstellung 25,50 RM. Anmeldungen müssen umgehend' auf der Kreisdienststelle erfolgen.
Amt Feierabend.
Aufführung der Oper „Carmen" int GießenerStadttheater. Diese Oper bringen' wir am 27. Februar, 1. und 4. März im Gießener Stadttheater. Die Aufführung am 27. Februar ist für die auswärtigen, die beiden anderen Vorstellungen sind für die Gießener Arbeitskameraden bestimmt. Preise der Plätze sind 60 Pf., 1,—, 1,20 Mk< Bestellungen werden auf der Kreisdienststelle en gegengenommen.
Fachliche Schulung im Obstbau.
In unserem heutigen Anzeigenteil wird eine Einladung zu einer fachlichen Schulung im Obstbau ant morgigen Samstagvormittag im Katholischen Ver- einshaus zu Gießen veröffentlicht. ^Am Samstagnachmittag schließt sich die Hauptversammlung des Bezirksobstbauverbandes Gießen im gleichen Lokal an. Auch in dieser Versammlung werden wichtige Angelegenheiten auf der Tagesordnung stehen. Auf die Anzeige sei besonders hingewiesen.
Ehemalige hessische Knegsschwestern melden!
NSG. Im Juni kann das Deutsche Rote Kreuz, Hessischer Alice-Frauenverein, auf eine 70jährige segensreiche Arbeit in Hessen zurückblicken. Die Jubiläumsfeier wird voraussichtlich am Sonntag, 30. Mai, in der Festhalle zu Darmstadt stattfinden. Die Landesvorsitzende hat den besonderen Wunsch, zu dem damit verbundenen Appell der weiblichen Hilfskräfte des Bereitfchaftsdienftes die hessischen Kriegsschwestern, Kriegshilfsschwestern und -Helferinnen vom Roten Kreuz, die im Weltkrieg neben den Berufsschwestern unvergeßliche Arbeit im Dienste der Nächstenliebe geleistet haben, als Ehrengäste einzuladen.
Deshalb richtet das Deutsche Rote Kreuz, Hessischer Alice-Frauenverein, hierdurch an alle ehemaligen hessischen Kriegsschwestern, Kriegshilfs- schwestern und -Helferinnen die Bitte, umgehend Name und Anschrift sowie eine !.irze Angabe, in welchem Lazarett seinerzeit die Kriegshilfstätigkeit erfolgte, an die Geschäftsstelle feiner Landesverwaltung, Darmstadt, Schollweg 3, zu senden, damit ihnen die Einzelheiten des Jubiläums rechtzeitig mitgeteilt werden können.
Gemeinschastserziehung für unsere Jugend.
Elternabend der Pestalvzzischule.
In der sehr ansprechenden Form eines Elternabends versuchte Rektor Storch von der Pesta- lozzischule eine Antwort für die sich den Eltern aufdrängenden Gegenwartsfragen der Schule zu geben. Zahlreiche Eltern waren der Einladung in die Turnhalle gefolgt. Kapellmeister Kren'gel mit einigen feiner Kameraden gab dem Abend eine beschwingte Einleitung. Der Leiter der Schule, Rektor Storch, knüpfte an seinen Willkommen- aruß den Hinweis auf die tiefere Bedeutung dieser Veranstaltung an. Nach der Gründung der Schulgemeinde, die den Zusammenschluß aller Schülereltern mit den Lehrern, dem BDM. und der HI. brachte, soll an dem Ziel der Gemeinschaftserziehung der Jugend gearbeitet werden. Dabei soll t die Iugendwalter die Bindeglieder zwischen Lehrern und Eltern darstellen. Die Schule trägt, so fuhr der Redner fort, mancherlei Verantwortung. Ihre Arbeit muß sich dem Rhythmus einstigen, der unser Volk erfaßt. Um die Arbeiten erfolgreich zum Ziele führen zu können, bedarf die Schule der Mitarbeit der Eltern. U. a. bat er die Eltern, als
putzt Herdplatten
Gloria-palast:
„Das schöne Fräulein Schragg."
Wir haben vor längerer Zeit den Roman „Das schöne Fräulein Schragg" von Fred Andreas an dieser Stelle besprochen; wir glauben, daß das Buch zu den reifsten und geglücktesten Arbeiten eines vielseitig begabten Schriftstellers gehört. Andreas hat auch (zusammen mit Josef Dalman) das Drehbuch für den Film geschrieben, und im Film finden wir die Ueberschneidung der beiden Hauptthemen wieder, welche die Fabel kulturhistorisch und menschlich anziehend und im epischen Sinne auch spannend macht. Das Thema der Kolonisation des großen Königs im Osten des Landes nach dem Siebenjährigen Kriege lohnt ohne Zwei- fel den Versuch einer Gestaltung, und sowohl die mancherlei persönlicher Konflikte als auch die zuletzt ganz in den Vordergrund rückende Liebeshandlung entwickeln sich folgerichtig oder mindestens glaubhaft^ aus dem ursprünglich überwiegend „männlichen" und geschichtlichen Siedlungsmotiv, das übrigens gerade heute ein mehr als nur historisches Interesse beanspruchen darf. Kein Zweifel, daß das Ganze ursprünglich breiter und eben romanhaft gedacht, angelegt und entwickelt war und sich im Roman reicher entfalten konnte. Aber der Film handelt nach seinen Gesetzen, von seiner Anschauung her und rückt die Dinge näher, enger, auch sprunghafter zusammen. Das Drehbuch folgt der Vorlage anfangs ziemlich genau, weicht zum Schluß aber ab. Der Regisseur Hans Deppe war, wie uns scheint, bemüht, dem Original wie der Neufassung ihr Recht werden zu lassen. In der Titelrolle sieht man Hansi Knoteck, zart und rührend, gut eingefühlt in Zeitstil und Kostüm, nicht ganz die Gestalt freilich, die das Buch verwirklichte. Den Krüll, den Paul Klinger gibt, stellt man sich nach dem Lesen genau so vor. Gut auch die übrigen Koloni- stentypen: Schle11ow, Trevor und Werner Stock vor allem. Gebühr als der König wirkt auch in dieser mehr episodischen Stellung überzeugend wie immer; im Ensemble sieht man weiterhin eine Reihe fein empfundener und charakteristisch ausgearbeiteter Gestalten: Paul Bildt als Geheimrat Schragg vor allen, W i n t e r st e i n Elsa Wagner, Carla Rust. Hilde Schneider, P l e d a t h und Hellmuth Bergmann. — (Ufa.)
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Das Beiprogramm bringt schöne Aufnahmen aus dem Naturschutzgebiet Schorfheide und die Wochenschau mit Bildern vom 30. Januar in Berlin.
Hans Thyriot.


