Ausgabe 
19.1.1937
 
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^'gcnübcr verantwortlich ist, haben es mit sich ge­rächt, Laß seit dem Rücktritt Lord Salesburys m Jahre 1902 keinpeer mehr zum Premier mannt worden ist. Eine gewisse Bewegungssrei- eit ist dem König dann gegeben, wenn zum Bci- ,nel das Kabinett infolge interner Differenzen zu- ücktritt oder wenn der Premierminister stirbt oder us persönlichen Gründen seinen Rücktritt einreicht der wenn schließlich nach einer Niederlage der Re­gierung im Unterhaus der Führer der Opposition, m den sich der König zuerst wenden muß, nicht in er Lage oder gewillt ist, die Regierung zu bilden.

Diese Stellung des Premiers ist verfassungsrecht- ich keineswegs verankert. Seine Stellung beruht uf Regel und Konvention. Innerhalb des Kabi- iktts, das er präsidiert, ist er nicht mehr als rimus inter pares, als Erster unter Glei­chen; seine Stimme zählt nicht mehr als diejenige ybes anderen Kabinettsmitgliedes. Seine Stimme viegt aber sehr viel. Er hat die Freiheit in der Luswahl seiner Kollegen und Mitarbeiter; er allein ,«erteilt die Ressorts; er ist der Führer der Unter- fousmehrheit und kommandiert als solcher bte Par- Iri und damit auch das Unterhaus selbst. Mit Zu- j immung des Königs ernennt und entlaßt er die Minister. Er schlichtet Streitigkeiten zwischen den einzelnen Ressorts. Er ernennt besondere beratende Ausschüsse. Er präsidiert dem Reichsverteidigungs- i omitee. Er überwacht das Kabinettssekretariat und tiirgt für die Ausführungen der Kubinettsbeschlüsse urch die einzelnen Departements. Der Verkehr mit em König geht allein über ihn. Er allein steht i direkter Verbindung mit den Ministerpräsidenten t?r Dominions und führt in diesem Zusammen­hang den Vorsitz bei den Reichskonferenzen.

Mit Recht sagt deshalb der von uns bereits er- rähnte Staatsrechtler von ihm:Er ist nicht nur rimus inter pares; er ist auch nicht nurinter idlas luna minores (der Mond unter den Ster­en). Wenn er auch durch königliche Berufung oder jrd) die Wahl seiner Parlamentskollegen ins Amt nmmen mag, so verdankt er doch seine Mehrheit i-r Wählerschaft. Gewöhnlich kommt eine \ artet durch Generalwahlen ans Ruder. Eine Ge- ^ralwahl aber ist in erster Linie d i e Wahl des irinisterpräfidenten. Die Wähler, die ner bestimmten Partei angehören, unterstützen fokgedessen weder eine Partei noch eine bestimmte Politik, sondern sie unterstützen ihren leader" iefe Führerstellung also ist es, die dem britischen Ministerpräsidenten seine hervorragende Stellung -riecht. Wie er die ihm verliehene Macht anwen- t, ist eine Frage der Persönlichkeit. Die Stärke r britischn Demokratie, über die wir wie gesagt cht diskutieren wollen, hängt also davon ab, ob i wirklichen Führerpersönlichkeiten Frei- i it zur Entfaltung gibt. Das war bisher meistens r Fall. Möge es, zum Nutzen Großbritanniens rtb des Empires, auch weiterhin so bleiben.

Verworrene Lage in Nordchina

Kunst und Wissenschaft.

Karl Hans Strobl

irb all die Goldmedaille für Kunst und Wissenschaft.

Der Führer und Reichskanzler hat durch.Ur- itibe vom 18. Januar 1937 dem Dichter Karl Hans > robl in Berchtolsdorf bei Wien der vom Herrn ilitchspräsidenten von Hindenburg gestiftete Kllldmedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

)e5 Kabinettssyp Die antwort » W LW 3°°l ä»

.Hier

Jen Engländern. wert der Denick is polüischer Ort' chen haben jo i ngländer aHertint hie Form der pa: Jie fie in Enz, llanb und für k len stets nur w; > i gefprofyn wt i der Vemofrah n bie jerftörenbi teil: wir ieuM Löm^slche" ir i A die Dersassur: tpires eine Feuer irser kaum auszr arte Mann in bii lagen hat sich bi Ibtnin bewies System, nach be? oächt geblieben ir ; sogenanntes Sc !s beruht nicht c, sondern auf Erft . axis, also auf % . t allmählich W Recht bestimmt bt ndern die von bi und infolgebeüi igen und Traditu , der englischen $« iventions" genai® s stystem gehört P i ms". Bie «* Kid, MM $* tnapp 3 3* i j Mwn » chM der O-ff" ! t würben,Jonb« schreiben der W eitergeleitet wurt I rbige Drjani* Iretanats, Die ; audi heute n l bei den 8er;i> ng geherrlcht gälten der 8«»! 1

är und Darsteller einerseits und dem technischen Pisonal der Bühnen andererseits bestanden hätten. 2nhmik und künstlerische Tätigkeit müßten Hand in Hnd gehen. Der Vorsitzende der Deutschen Bühnen- tchiischen Gesellschaft, Prof. Adolf L i n n e b a ch , un die Aufgaben der Gesellschaft. Dann ging der ^sitzende auf Wesen und Bedeutung der Bühnen- tchiik als Fachwissenschaft ein.

Nanking, 18. Jan. (DNB.)Central News" reibet, daß General Panghutscheng, der an ir Gefangensetzung des Marschalls Tschiangkaischek raßgebend beteiligt gewesen sei, aus den ihm .iterstellten Truppen und durch Aushebungen in n Provinz Schensi neue Verbände gebildet und i in der Umgebung von Sianfu angesammelt labe. Ein Teil der Schensi-Truppen habe ihm jüod) die Gefolgschaft verweigert und sei der SanEinger Zentralregierung treu geblichen. Die 2-uppen des Generals Tschanghsueliangs, bir mit Tschiangkaischek in dessen Heimatort Fenghua k-rhandlungen führt, stehen westlich von Weinan 01 f beiden Seiten der Eisenbahn Sianfu-Tungkwan. 5ir südlicher Flügel hat mit den Truppen des General Yanghutscheng die Verbindungen aufge- n mmen. Beide Armeen sollen zur Zeit befestigte Stellungen ausheben. Die kommuni- stü s ch e n Truppen, die aus der Provinz Kansu an marschiert waren, haben Ortschaften nördlich des '! ei-Flusses besetzt. Die Truppen der N a n k i n - g? r Zentralregierung sind östlich von B einan und südwestlich von Sianfu konzentriert. L sher haben jedoch noch keine größeren Kampf- hi-ndlungen stattgefunden.

Die Verhandlungen zwischen Tschiangkaischek und DchanAhsueliang hätten bisher kein Ergebnis. Eljroieriger sind die Verhandlungen mit Panghut- jeaeng, der die Provinz Schensi und die nördliche st lfte der Provinz Kansu zu einer Sonderpro- v n z vereinigsn will, unter der Herrschaft des von ihn gegründetemNationalen Rettungs - r t e s". Die Nankinger Regierungspresse versucht, üijf ihn durch den Hinweis auf die unzuverlässige hiltung seiner kommunistischen Freunde einen Druck aisjuüben.Cdntral News" glaubt, daß unter den kommunistischen Banden infolge des jahrelangen hematlosen Herumstreifens, der erlittenen Strapa- |eiL und Verluste eine so starke Mißstimmung heersche, daß hier Lösungsmöglichkeiten bestehen.

IKarl Hans Strobl, 1877 in Jglau in Mähren oren, studierte Jura in Prag, wo er das Leben Farbenstudenten (das er später geschildert hat) v eine beweate Zeit des Kampfes zwischen Tsche- n und Deutschen kennen lernte. Nachdem er eine tlang im österreichischen Finanzdienst tätig ge- en war, widmete er sich (seit 1918) ganz seiner iftstellerischen Arbeit. Von seinen Romanen seien anntDie Vaclavbude",Die Fackel des Hus", h Fenriswolf",Der Schipkapaß",Das Wirts- i erster M« - z hu s zum König Przemysl",Eleagabal Kuperus", her im Jenseits, die RomantrilogieBis-

, ,wischen Kon^ ^^ck" undHeerkönig Ariovist".

Parlament'; Gründung

i w't ^traut der deutschen bühnentechnischen Gesellschaft. i^Spien W t Berlin fand die Gründungsoersammlung der )cn ,u sol? 12)2 utschen B ü h n e n t e ch n i s ch e n Gesell- rteM^MS? t schuft" statt, zu der leitende Bühnentechniker aus ^I des-v . n)jll, btn ganzen Reiche versammelt sind. Der Präsident unfl oJ.j! ihm W ^fr Reichstheaterkammer, Dr. Schlösser wies nzkN ll?°,n 1 d:riuf hin, daß der nationalsozialistische Staat die i a r i i v-ffem*1 Eecensätze behoben habe, die früher zwischen Dich- ^vi»st*A .......

.a bepö1-, Mel1' ! M b-H, «fl«y ; ed-l ÄlÄ | ni«8 u t ui®, Ifllt

Aanga parbai - ein Vegnff deutscher Leistung.

Nach der bergsteigerischen Heldentat die wistenschastliche Bewährung. Ein Meisterwerk der deutschen Kartographie.

Bon Alfred Strobel.

Als in den gewaltigen Schneestürmen, die am 14. Juli 1934 über das Eis- und Felsmassiv des Himalaya hinwegbrausten, drei deutsche Forscher und Bergsteiger ihr Leben lassen mußten, fand einer der aussichtsreichsten Versuche, einen der Acht­tausender zu bezwingen, ein Ende, in dem ebenso­viel Heldentum wie Tragik lag. Bis auf etwa 200 Meter war man dem Gipfel des Nanga Par- b a t nahegekommen, als sich das Schicksal der deut­schen Expedition vollendete.Berg des Schreckens" heißt dieser 8120 Meter hohe Bru­der des Mount Everest, der als der schönste Berg der Welt bezeichnet wird. Und haben die deutschen Bergsteiger nicht beides in stärkstem Muße kennen­gelernt: seine Schönheit und seine Schrecken? Trotz­dem seit jener Tragödie nun schon zweieinhalb Jahre vergangen sind, ist die Erinnerung an die Toten, an den Expeditionsleiter Ingenieur Willi Mer kl, an Dr. Willi Welzenbach und Ulrich Wieland, so wie an den schon vorher den Stra­pazen erlegenen Reichsbahnrat Drexel und die sieben eingeborenen Träger unvermindert lebendig geblieben. Der große FilmNanga Parbat", der vor einigen Monaten zum erstenmal gezeigt wurde, wirkte wie ein modernes Epos, das die Kunde von dieser deutschen bergsteigerischen Großtat und die­sem deutschen Heldentum späteren Geschlechtern evhalten soll.

Schon dieser Film, der mit einer deutschen Schmalfilmkamera und mit deutschem Filmmaterial ausgenommen worden war, zeigte, wie sich bei die­ser denkwürdigen Nanga Parbat-Expedition nicht nur deutscher Wagemut und deutsches Heldentum bewährten, sondern auch deutscher Geist und deutsche Technik. Nun aber liegt noch ein weiteres Dokument vor, das im Zusammenhang mit dieser Expedition des Jahres 1934 als eine in der Welt einzig dastehende Gipfelleistung deutscher wissenschaftlicher Arbeit zu betrachten ist.

Die unter der Leitung Ingenieur M e r k l s ste­hende Expedition, die von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Reichsbahn-Turn- und Sportvereine finanziert worden war, hatte sich nicht nur die Be­zwingung des gewaltigen Gipfelbaues des Nanga Parbat, sondern auch wissenschaftliche Aufgaben ge­stellt, zu denen neben der Lösung gebirgsbaulicher Fragen, neben der Erforschung der Wetter- und Klimaverhältnisse, neben der Untersuchung der Le­bensbedingungen der Pflanzen- und Tierwelt und neben höhenphysiologischen Untersuchungen auch eine wichtige kartographische Aufgabe zählte. Es sollte von dem etwa 5000 Quadratkilo­meter umfassenden Nanga Parbat-Stock eine neu­zeitliche Karte hergestellt werden, die einer der wichtigsten deutschen Beiträge zur endgültigen Er­forschung der mittelasiatischen Gebirgsgegenden sein sollte.

Nunmehr, nach zweieinhalbjähriger sorgfältiger und eifriger Arbeit, ist diese Karte erschienen. Was man erwarten durste, ist tatsächlich eingetreten: die deutsche wissenschaftliche Kartographie übergibt der Welt ein Werk, das in der ganze Geschichte der kartographischen Erschließung der asiatischen Ge­birge einzigartig dasteht.

Es war ein Glück, daß die Expeditionsleitung für diese wissenschaftliche Arbeit einen Mann verpflich­ten konnte, der sich auf dem Gebiete der Karto­graphie bereits internationalen Ruf erworben hatte.

Es ist wohl allgemein bekannt, daß heute ebenso wie den ehemaligen aktiven und Reserveoffizieren der alten Armee so auch zahlreichen Wehrfähigen, die als Soldaten im neuen Heer gedient haben, der Weg zum Offizier des Beurlaub­ten st andes offensteht. Selbstverständliche Vor­aussetzung ist, daß die Betreffenden in jeder Hinsicht den an einen Offizier unserer Wehrmacht zu stel­lenden Anforderungen genügen.

Wie aber steht es mit denjenigen, die gleichsam zwischen den Zeiten geboren sind, mit den Jahrgängen etwa von 1900 bis 1912? Sie waren teils noch so jung, daß sie entweder gar nicht am Kriege teilgenommen haben, oder sie waren nur so kurz an der Front, daß sie noch nicht zum Re- ferveoffizier hätten befördert werden können. Teils aber waren sie schon zu alt, als daß sie im vergan­genen Herbst noch zum aktiven Wehrdienst ejnberu= fen wurden. Allem Anschein nach ist es noch nicht genügend bekannt, daß auch für die vorstehend näher gekennzeichneten Jahresklassen die Möglichkeit besteht, zunächst Reserveoffizieranwärter und dann Reserveoffizier des neuen Heeres zu werden. Es sei daher im folgenden kurz der Weg gezeigt, der zu diesem von vielen jüngeren, gesun­den Leuten erstrebten Ziele führt.

Er führt das sei gleich Dorroeggenommen, um die allgemeine Richtung anzudeuten über die Ausbildung in den Ergänzungsein­heit e n. Allerdings wird die Möglichkeit, auf die­sem Wege Reserveoffizier zu werden, nur für die­jenigen Soldaten gegeben fein, die noch im Laufe dieses Jahres an der Mann- fchaftsausbildung bei Ergänzungseinheiten teilgenommen und spätestens im Jahre 1937 die Unterführeranwärter-Aus­bildung mit Erfolg abgeleiftet ober bis 30. Sep­tember 1937 bei den Ergänzungseinheiten Mann­schafts- und Unterführeranwärter-Ausbildung hin­tereinander durchgemacht haben. Ersatz-Reservisten des Jahrgangs 1913 und jüngere Geburtsjahrgänge, soweit sie tauglich 1 und 2 sind, können auch noch im kommenden Jahre die Mannschaftsausbildung durchmachen. Reserveoffizier-Anwärter aber können sie nur werden, wenn sie sich bei Beendigung ihrer viermonatigen Ausbildung bei Ergänzungseinheiten schriftlich zu weiterer, mindestens einjähriger Dienst­zeit bei der aktiven Truppe verpflichten.

Daß für die Infanterie, die Artillerie, die Nach­richten-Abteilung und die Pioniere sogenannte E r - gänzungseinheiten bestehen, abgekürzt be­zeichnet als E-Bataillone. E-Batterien usw. darf wohl als bekannt vorausgesetzt werden. In diese Er­gänzungseinheiten werden für eine kurzfristige Aus­bildung (zwei Monate) Wehrpflichtige der Ersatz- Reserve! eingestellt, aber auch (bis 30 v. H. des Bedarfs) und das ist in diesem Zusammenhang wichtig Freiwillige aus den Geburts­jahrgängen 1900 bis 1912 (in Ostpreußen 1900 bis 1909). Besonders hervorzuheben ist, daß diejenigen, die als Führernachwuchs ge­

Es war Professor Dr. Richard Finsterwalder von der Technischen Hochschule in Hannover, der schon einmal mit einer Karte des 77 Kilometer lan­gen Fedtschenko-Gletschers im westlichen Pamir ein Werk von Weltruf geschaffen hatte. In jahrelanger Arbeit hatten sein Vater und er das sogenannte Raummeßlichtbild-Verfahren vom Erd­boden aus, das wissenschaftlich als terrestrische Ste­reophotogrammetrie bezeichnet wird, bis zur letzten Vollkommenheit ausgebildet und damit gerade für Expeditionen in fremde Erdteile die Möglichkeit geschaffen, möglichst genau und anschauliche Karten eines bestimmten Gebietes herzustellen. Gerade für die kartographische Aufnahme eines so gewaltigen Gebirgsstockes, wie es der Nanga Parbat-Stock ist, mußte sich dieses Verfahren besonders bewähren. Eine Meisterleistung deutscher Optik, ein von der Firma Ze in höchster Vervollkommnung herge­stellter Feld-Lichtbildtheodolit, erleichterte die Ar­beiten Professor F i n st e r w a 1 d e r s, der in den zweiteinhalb Monaten, während denen die Berg­steiger sich um die Bezwingung des Nanga Parbat bemühten, das ganze 5000 Quadratkilometer umfas­sende Gebiet trigonometrisch aufnahm. Dabei be­trug bei einem Maßstab von 1 :50 000 die äußerste Fehlergrenze nur 0,2 Millimeter. Wenn man be­denkt, daß diese kartographischen Aufnahmen von der 1100 Meter hoch gelegenen Indus-Schlucht bis zu dem 8120 Meter hohen Gipfel des Nanga Par­bat reichen, kann man die Bedeutung dieser erfolg­reichen kartographischen Aufnahme einigermaßen ermessen. Der hier auf einer Karte festgehaltene Höhenunterschied von 7000 Meter ist überhaupt der höchste, den man auf der ganzen Erdoberfläche kennt.

Nach der Rückkehr des Restes der Expedition nach Deutschland wurde zunächst am Zeißschen Stereo­autographen der Technischen Hochschule in Hanno­ver auf Grund der Aufnahmen von Professor F i n- sterwalder und unter dessen Leitung von Hans Bi er sack der genaue Schichtenplan hergestellt, der dann die Grundlage für die Zeichnung und den Stich der Karte bildet, die von dem bekannten Al­penvereins-Kartographen Ingenieur Fritz E b st e r in Innsbruck in sechsmonatiger intensiver Arbeit unter Zuhilfenahme eines umfangreichen Photo­materials besorgt wurden. Durch die Meisterleistung einer kartographischen Druckanstalt in München wurde dann die endgültige Karte im Maßstab 1: 50 000 hergestellt.

Durch die Zusammenarbeit von deutscher Wissen­schaft und deutscher Technik entstand so ein Werk, das schon bei der ersten Betrachtung Bewunderung erregt. Vor allem fällt die plastische Wirkung des Kartenbildes auf, bei dem wie selten zuvor auf einer Gebirgskarte die Kombinierung von Fels­zeichnungen und Höhenschichten einen einzigartigen Eindruck vom ganzen Aufbau des Gebirgsstockes vermittelt. Wie sehr es sich bei diesem Meisterwerk übrigens um eine deutsche Gemeinschafts- I e i ft u n g handelt, geht auch daraus hervor, daß die Mittel für die Ausführung und den Druck der Karte von der Notgemeinschaft der deutschen Wis­senschaft, unterstürzt vom Reichsminister für Wif- jenjchaft, unterstützt vom Reichsminister für Wis- Reichsminister für Luftfahrt, sowie vom D. u. Oe. Alpenverein, aufgebracht worden sind.

eignet erscheinen, bevorzugt in die Ergän­zungseinheiten aufgenommen werden sollen. Für die Einstellung dieser älteren Freiwilligen gelten mit gewissen Ausnahmen die allgemeinen Bestimmungen für den freiwilligen Eintritt in die Wehrmacht. Wer in einer Ergänzungseinheit frei­willig dienen will, muß sich als allererstes zwecks Ausstellung eines Freiwilligenscheins persönlich zur Anlegung des Wehrstammblattes bei der polizeilichen Meldebehörde anmel­den. Nach Erteilung des Freiwilligenscheins folgt als zweiter Schritt die Meldung des Freiwilligen bei dem zuständigen Wehrbezirkskom­mando. Hierbei können Wünsche hinsichtlich der Waffengattung, des Standortes und des Zeitpunk­tes, an dem der Freiwillige eintreten möchte, vor­gebracht werden. In der Regel sechs Wochen vor dem Ausbildungsbeginn werden die Freiwilligen durch Gestellungsbefehle zur Ausbildung bei den Ergänzungseinheiten einberufen. Verheiratete oder unterhaltspflichtige Freiwillige sollen, soweit dies aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich ist, nach Aushändigung des Gestellungsbefehls bei dem Bürgermeister der Gemeinde, in der sie wohnen, schriftlich einen Antrag auf Familienunterstützung stellen, damit die Zahlung vom Tage der Einberu­fung an gewährleistet ist. Daß alle Einberufenen alsbald nach Eintreffen beim Ergänzungstruppenteil auf Diensttauglichkeit untersucht wer­den, sei als selbstverständlich nur nebenbei bemerkt.

Nach erfolgreicher Ableistung der zweimonatigen Hebung dürfen diejenigen Ergänzungsmannschaf­ten, die nach ihrer Persönlichkeit und ihren militä­rischen Leistungen geeignet erscheinen, durch den I zuständigen Vorgesetzten unter Beförderung zum Gefreiten der Reserve zum Unterführer­anwärter ernannt werden. Für die Unter­führeranwärter empfiehlt es sich, daß sie sogleich im Anschluß an die zweimonatige Uebung an der Unterführeranwärter-Ausbildung teilnehmen. Stehen dem berufliche Gründe im Wege, so ist Zurück­stellung auf einen späteren Lehrgang, jedoch auf längstens ein Jahr, möglich. Bei nachweisbar zwin­genden, insbesondere beruflichen Gründen kann ausnahmsweise von den Wehrersatz-Inspektionen die Frist für Ableisten dieser Ausbildung um ein weiteres Jahr verlängert werden. Die nicht zum Unterführeranwärter Ernannten werden mit dem Tage der Entlassung in die Reserve II übergeführt.

Die Ausbildung der Unterführeranwärter geht im allgemeinen bei der gleichen Ergänzungseinheit vor sich, die auch die Mannschaftsausbildung durch- aeführt hat; sie dauert ebenfalls Mei Monate. Als Abzeichen tragen die Anwärter eine wollene Schnur in der Waffenfarbe auf dem unteren Teil der Schulterklappe. Unterführeranwärter, die diese Aus- bi'lbung mit Erfolg durchgemacht haben und nach Persönlichkeit und Leistungen zum Unterführer ge­eignet sind, können bei ihrer Entlastung zum G c - freiten der Reserve ernannt werden. Dar­über hinaus können die Gefreiten der Reserve, die

nach ihren militärischen Leistungen und ihrem Charakter als Reserve-Offizier geeignet sind, am Entlassungstage zum Reserve-Offiziersan­wärter ernannt werden. Als charakterlich geeig­net wird nur derjenige befunden werden, der nach feiner ganzen Lebensauffassung, nach seiner Per- jönlichkeit und seinem Lebenswandel den an einen Offizier zu stellenden Anforderungen genügt; er muß also z. B. in geordneten wirtschaftlichen Ver­hältnissen leben und eine achtbare Lebensstellung haben. Ebenso können nur solche Männer dem Offizierkorps des Beurlaubtenstandes angehören, die sich zum nationalsozialistischen Staat bekennen und auch nach außen hin für ihn eintreten.

Diejenigen, die bei den Ergänzungstruppenteilen Referve-Offizieranwärter geworden sind, werden dann durch die Wehrbezirkskommandos aktiven Truppenteilen zugewiesen und in der gleichen Weise zum Reserve-Osfizier ausgebildet wie die von den aktiven Truppenteilen entlassenen Reserve- Offizieranwärter. Diese haben drei Reserve­übungen abzuleisten: die erste von sechs Wochen Dauer bei der Truppe, nach Beendi­gung bei Bewährung Beförderung z u m Unteroffizier der Reserve; die zweite von vierwöchiger Dauer im nächstfolgenden Jahre ebenfalls bei der Truppe. Wenn die am Ende dieser Hebung abzulegende praktische und theoretische Prüfung bestanden wird, kann eine Beförderung zum Feldwebel der Reserve ausgesprochen werden. Im vierten oder fünften Reservejahr folgt dann die dritte Reserve­übung, die, sogenannte Offizierübung; sie dauert sechs oben zweimal drei Wochen, die innerhalb eines Jahres abzuleisten sind. Bei ent­sprechend günstiger Beurteilung wird dann der Reserve-Offizieranwärter zur Wahl durch das Offizierkorps des betreffenden Regiments gestellt, nachdem sich durch Anfrage beim Wehrbezirks­kommando ergeben hat, daß keine Bedenken per­sönlicher und politischer Art vorliegen. Nach der Wahl darf der Anwärter dem Oberbefehlshaber des Heeres zur Beförderung zum Reserve-Offizier vor- gefchlagen werden.

Aus aller Wett.

KreuzerEmden" in Japan.

Der deutsche KreuzerEmden" ist zu einem offi­ziellen Besuch in dem Hafen von I o k o h a m a ein­gelaufen. Zu seinem Empfang waren schon in den frühen Morgenstunden Barkassen ausgelaufen, auf denen bie deutsche Jugend in Jokohama dem Boten aus der Heimat entgegenfuhren. Nachdem dieEmden" festgemacht hatte, begab sich der stell­vertretende Ortsgruppenleiter der NSDAP. Heck zum Kommandanten Lohmann, um ihn und die Besatzung im Namen der deutschen Kolonie zu be­grüßen. Nach den üblichen Besuchen und Gegen­besuchen der japanischen Behörden und der Schiffs­leitung veranstaltete die deutsche Kolonie in Joko­hama einen Empfang, an dem auch die Besatzung des ebenfalls in Jokohama liegenden Lloyddampfers P o t s d a m" tellnahm. .

Der Raubmörder Slollenwerk vor dem Berliner Schwurgericht.

Die furchtbare Bluttat an dem 31jährigen Kraftdroschkenfahrer Erich Hegenholz aus Bir­kenwerder, der, wie gemeldet, am Morgen des zwei­ten Weihnachtsfeiertages in seinem Wagen er­schossen und beraubt aufgefunden wurde, ist noch in deutlicher Erinnerung. In mühseliger Kleinarbeit gelang es, den Ring um den Täter, den erst 22jährigen Hans S t o l l e n w e r k, so zu schlie­ßen, daß er und seine (Beliebte, die 32 Jahre alte Metha Schroter, am 31. Dezember überraschend festgenommen werden konnten. Dank der vorbild­lichen Zusammenarbeit zwischen Justiz und Polizei hatten sich bereits 23 Tage nach der Tat Stollen- werk wegen Raubmordes, Diebstahl und unbefug­ten Waffenbesitzes, die Schroter wegen Anstiftung zu Raubmord, Hehlerei und Begünstigung vor dem Berliner Schwurgericht zu verantworten. Stollen­werk ist wegen Fahrraddiebstahls vorbestraft. Mit 16 Jahren in der Fürsorgeanstalt, bot er sich und die übrigen Fürsorgezöglinge, dievöllig unter sei­nem Einfluß standen", der Kommunistischen Partei in Düsseldorf alsMitkämpfer" an. Das Schreiben war mit ,^Heil Moskau" unterzeichnet. Trotz seiner Vorstrafen fand er in Holland eine Stellung, spä­ter wurde jedoch sein Paß in Cleve eingezogen, weil sich herausgestellt hatte, daß er kommunisti­sches Material über die Grenze geschmuggelt hatte.

Grohseuer wütet in einem pommerschen Dorfe.

Das Dorf Stüdnitz im pommerschen Kreise Bütow wurde von einer Brandkatastrophe heim­gesucht. Außer der katholischen Kirche wurden drei Gehöfte und eine Scheune vernichtet. Der Brand entstand in der mitten auf dem Friedhof stehenden Kirche und fprang über die Straße hinweg auf ein Gehöft über. Das Wohnhaus, die mit Erntevorräten gefüllte Scheune und der Stall wurden bald ein Raub der Flammen. Durch den starken Süd­ostwind wurde das Feuer über vier Gehöfte hin­weg zu zwei weiteren Anwesen getragen, die gleich­falls eingeäschert wurden. Schließlich wurde noch eine Scheune vernichtet. Der Schaden ist sehr groß, obwohl das Vieh und ein Teil der Einrich­tungen geborgen werden konnten. Das Dorf Stüd­nitz ist schon einmal im Jahre 1900 von einer großen Feuersbrunst heimgesucht worden.

Schwere Meuterei in einem kanadischen Gefängnis.

Sämtliche Insassen der Strafanstalt von Guelph, nordwestlich von Hamilton im Süden der kanadi­schen Provinz Ontario, haben in einer der letzten Nächte gemeutert und versucht, gemeinsam aus­zubrechen. 28 Gefangene befinden sich zur Zeit noch auf freiem Fuß. Die Meuterei begann damit, daß eine Reihe von Insassen sich weigerte, das ihnen vorgejetzte Essen einzunehmen. Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit den Wachen ertönte plötz­lich im ganzen Gefängnis wie verabredet ein Pfeif­konzert. Stühle, Tische, Eßgeschirr usw. wurden Zer­trümmert und die elektrische Lichtanlage zerstört. In den Schlafsälen wurde das Bettzeug in Brand ge­setzt. Gleichzeitig versuchten 100 bis 150 Mann aus dcm Gefängnis auszubrechen. Nur ein Teil von ihnen gelangte jedoch ins Freie. Als die Polizei und die Feuerwehr auf dem Schauplatz eintrafen, wurde um jeden Fußbreit Bodens gekämpft.

Das Eisenbahnunglück aus der Kantonbahn. Attentat forderte 77 Todesopfer.

(Eine amtliche Meldung aus Honkong besagt, daß bei dem gestern gemeldeten Brand im Kanton- Honkova-Expreß am Samstag 77 Personen umgekommen sind. Die Kanton-Eisenbahn-Ge­sellschaft erklärt, daß es sich um ein Attentat gehandelt habe. In zwei Extrawagen seien Zellu­loidwaren befördert worden, die unbekannte Täter durch eine Bombe mit Zeitzünder in Brand gesetzt hätten. Das Feuer brach aus, als der Zug mit höchster Geschwindigkeit fuhr.

Bom Achi-Wochenmann zum Reserve-Mier.

Don Major ((§> Dr v. Volkmann, General-Kommando IV. A K.