Wehr und Waffen.
MSi
Der weitere Ausbau
gen
121115 der in nicht allzugroßer Entfernung liegenden feindlichen Stellung kommen gedämpft allerlei Geräusche, verhaltene Stimmen und das dumpfe Ge-
Auf Horchposten.
1300 1500
3500 5000
6000
Flugzeugen Flugzeugen Flugzeugen Flugzeugen Flugzeugen
in in in in in
und hat
„...da fing
Wie bist bu H.
Häßliche Rauchschwaden hängen über dem nackten tausendfältig zerrütteten Leib des Toten Mannes. Langsam treibt sie der Wind vor sich her, weit hinein in den linden Frühlingsabend. Aus den Schluchten wächst die Dunkelheit heran, während das Geschützfeuer beklemmend in gleichmäßigem Takte weiterrollt. In der Ferne verebbt das Gewehrfeuer, um plötzlich wieder für kurze Zeit zu einem rasenden Pochen anzuschwellen, verstummt aber dann, bis auf einige Schüsse, die die Nacht durchzucken ... Nun ist die Zeit gekommen, um vor der eigenen Kampfstellung, weit draußen im Niemandsland, im Chaos des Kampfgeländes auf Horchposten zu ziehen. Gebückt und lautlos gleich schwarzen Schatten schieben sich die Leute im Geflacker des Mündungsfeuers der riesigen Ferngeschütze durch das Gewirre von Gräben und Löchern, durch schwarze Trichter, in denen das Grauen auf der Lauer liegt, nach vorne. Alle Augenblick still verharrend, eingeengt in den Wänden der zerschossenen Gräben. Quälend und marternd ist dieses Warten und beklemmend legt sich die Spannung auf den Atem. Sekunden dehnen sich zu Minuten und wollen nicht verrinnen, Meter um Meter geht es so weiter, immer mit der Möglichkeit rechnend von einer feindlichen Patrouille im Vorgelände abgeschossen, oder im wirbelnden Tanz explodierender Handgranaten hinweggefegt zu werden. Fast 20 Minuten sind so vergangen. Endlich ist man an der Stelle angelangt, die von dem Horchposten bezogen werden soll. Ein über Manns tiefer Trichter mit eingebauten Auftritten und gut maskiertem Beobachtungsstand ist es, in dem sich einige Leute aushalten können. Hier herrscht das Schweigen, trotz des Gefechtslärmes, der von vorn und hinten durch die Nacht dringt. Wie die Sehne am Bogen sind alle Nerven gespannt, nicht ermatten dürfen Augen und Ohren, elastisch und unermüdlich müssen alle Sinne sein. An ihren angewiesenen Plätzen stehen die Posten, horchen und starren in die Nacht hinaus.
trappel in die Stellung einrückender Mannschaften. Beim Scheine aufflammender Leuchtkugeln sieht man deutlich mit dem Nachtglas, wenn durch die Schießscharten der Stahlblenden in den Brustwehren, Gewehrläufe geschoben werden. Mit größter Aufmerksamkeit verfolgt der Führer des Postens alle Vorgänge, die sich im feindlichen Graben abspielen. Dumpf und schwach aber immer noch hörbar, klingen die Schritte der Mannschaften aus der feindlichen Stellung herüber, sogar das Klappern von Schanzzeug ist zu vernehmen. Gespannt schaut und horcht er in die Nacht hinaus ... Sonderbar ... denkt er, Ablösung scheint das nicht zu sein?
... denn ... kein Mensch verläßt den Graben, ... niemand geht zurück ... Sollten die da drüben ... etwa einen Nachtangriff planen? ... Vorsichtshalber schickt er einen seiner Leute zurück, um eine Meldung über seine Wahrnehmungen nach hinten zu bringen und bald geht der Befehl nach vorne sich zurückzuziehen, wenn die Absicht eines Angriffes erkannt werden sollte. Im französischen Graben herrscht eine eigentümliche Unruhe ... auch vor der Stellung muß etwas nicht in Ordnung sein. Laute vernimmt man, die aus dem Nichts zu kommen scheinen und jetzt hört man deutlich fluchen ... und dann ... ein Schatten ... und noch ein Schatten ... dann wieder Stille. Unerträglich wird dieser Zustand der Ungewißheit, mächtig zerrt es an den Nerven ... Flüsternd gibt der Führer einige Befehle, dann verschwindet lautlos von der Nacht verschluckt, eine Patrouille, nur mit Dolch und Pistole bewaffnet, um festzustellen, was da drüben vor sich gebt.
Wie ein Bann liegt es auf den Zurückbleibenden, keiner rührt sich. Endlos lang wird die Zeit, einer hört den Atem des anderen gehen. Willenskraft und Nerven von Stahl und Eisen verlangt der Dienst da vorn in den einsamen Postenlöchern. Nie ist man vor Ueberraschungen sicher, besonders seitdem das Abschießen von Patrouillen und das Ausheben
herabgesetzt werden, daß genauesRichten möglich ist, d.h.. je nach der Geländegestaltung und der Bauart des Fahrzeuges auf 12 bis 20 km/st. Man kann den Gegner, zumal Abwehrgeschütze oder feindliche Panzertruppen, nicht einfach übersehen, sondern muß ihn bekämpfen.
Die Gefechtsformen sollen diesen Kampfbedingungen Rechnung tragen. Sie müssen einfach sein und den wirkungsvollen Gebrauch zahlreicher Waffen gestatten, ohne daß die Panzer sich gegenseitig behindern. Die Brigade kann ihre Regimenter treffenweise, d.h. hintereinander, oder flügelweise, d. h. nebeneinander einsetzen. Beim ireffenwei- sen Einsatz werden die Regimenter ihre Abteilungen oft nebeneinander, beim flügelweisen Einsatz hintereinander oder gestaffelt ansetzen. Alle Führer befinden sich weit vorn, damit sie ihre Einheiten ständig übersehen und ihren persönlichen Einfluß geltend machen können.
Die Breite des Angriffs einer Panzer- Brigade zu vier Abteilungen beträgt zwei bis vier Kilometer, feine Tiefe drei bis fünf Kilometer. Die Breite des 2lngriffs entspricht etwa der einer Infanterie-Division, jedoch bringt die Panzer-Brigade in der vorderen Kampfzone mehr leichte und schwere Waffen zum Feuern. Die Bedienungen dieser Waffen werden unter Panzer, der gegen kleinkalibrige Infanteriewaffen schützt, und mit großer Geschwindigkeit gegen den Feind gefahren; die Zeit der möglichen Gegenwirkung wird dadurch erheblich beschränkt. Auf diesen Eigenschaften, der Feuerwucht, der Geschwindigkeit und dem Panzerschutz beruht die Angriffskraft der Panzertruppe; jede Einschränkung einer dieser Bedingungen setzt sie herab; insbesondere verlängert eine geforderte Herabsetzung der Geschwindigkeit, etwa um den Zusammenhalt mit langsameren Waffen zu wahren, die Zeitspanne für das Wirksamwerden der gegnerischen Panzerabwehr sowohl durch Abwehrgeschütze wie durch einen Gegenangriff feindlicher Panzertruppen.
Den Abschluß des Panzerangriffs bildet das Ordnen der Verbände zu neuer Verwendung, fei es zur Verfolgung, fei es zur Erweiterung einer Durchbruchslücke durch Aufrollen der gegnerischen Flanken oder zu erneutem Einsatz gegen anrückende feindliche Reserven ober — im Falle des Mißlingens — zum Sammeln an geeigneter Stelle. Hierbei wird es oft erforderlich fein, Munition zu ergänzen, Verluste auszugleichen oder abgekämpfte Einheiten durch frische zu ersetzen. Selten werden die Sammelplätze vorher bestimmt werden können. Sie müssen jedenfalls Deckung gegen feindliches direktgerichtetes Feuer und gegen Fliegersicht bieten, rasche Entfaltung gestatten und gesichert werden.
Schließlich muß noch der Panzerkampf, d. h. das Gefecht Panzer gegen Panzer, kurz erörtert werden. Kriegserfahrungen über diese in Zukunft wesentliche Kampfart sind äußerst spärlich und heute nicht mehr verwertbar. Wir sind also auf Ueberlegungen und ausländische Uebungsenah- rungen angewiesen. Daraus lassen sich folgende Gesichtspunkte ableiten.- Treten feindliche Panzer auf dem Gefechtsfeld auf, so sind sie für alle eigenen Panzer und Panzerabwehrwaffen der gefährlichste und daher vordringlich zu bekämpfende Gegner. Man wird anftreben, den feindlichen Panzer zunächst aus einer haltenden Feuer- front von Panzern oder Abwehrgeschützen entgegenzutreten und sie mit einem Feuerüberfall zu Überschüßen. Läßt sich dies nicht oder nicht länger durchführen, so muß zum Kampf in der Bewegung übergegangen werden. Hierbei ist es wichtig, den eigenen Panzern gutes Fahr- gelände, gutes Licht und künftigen Wind zu sichern. Es ist ferner wichtig, daß d i e Ordnung in den Verbänden gewahrt bleibt, hierzu die vorgeschriebene Geschwindigkeit innegehalten wird, die Feuerleitung nicht verlorengeht und die Führer ihre Reserven in der Hand haben. Der Panzerkampf wird durch Feuer entschieden. Straffe Feuerleitung und gute Schießausbildung sind daher besonders wichtig. Durch gute Geländebenutzung können die eigenen Verluste erheblich herabgesetzt werden. Unter Umständen kann die Verwendung künstlichen Nebels angezeigt sein. Der Kampf gegen die feindlichen Panzer muß bis zu deren Vernichtung durchgeführt werden; erst dann kann man an die Erledigung anderer Aufgaben denken.
Gtabttyea W. ~ a totf um ffü Wrafie: „A Maliger 11 M im „A
der Tschechoslowakei, Polen, England, Frankreich und Sowjetrußland.
Die internationale Lnfirnstnng.
Die Luftwaffe erfreut sich in allen Ländern einer besonders liebevollen Behandlung. Sie ist nach allgemeiner Ansicht das Kampfinstrument, von dessen Leistungsfähigkeit und geschicktem Einsatz im Ernstfall die Gesamtenscheidung abhängt. Das Rüstungsfieber zu Lande und zu Wasser läßt allerdings erkennen, daß keine Nation gewillt ist, sich ausschließlich auf die Luftwaffe zu verlassen. Denn noch ist es nicht ausgemacht, daß die Luftwaffe das Zünglein an der Waage bildet. Wir wissen, daß die Flieger-Abwehr durchaus nicht zu verachten ist. Es könnte also sehr leicht geschehen, daß eine zu den Waffen greifende Nation durch ihre Luftwaffe schwer enttäuscht und dann gezwungen wird, ihre anderen Wafen mit verdoppelter Wucht zum Einsatz zu bringen. Weil niemand m die Zukunft blicken kann, wird bei der Aufrüstung keine Waffe vernachläfsigt.
Es ist nicht uninteressant, einmal einen Blick auf die internationale ßuftrüftung zu werfen. Wir sehen Anfang 1933 folgende Stärken bei den wichtigsten Nationen:
Frankreich: 3000 Heeresflugzeuge Friedensstand (Kriegsstärke wahrscheinlich 5000).
Sowjetrußland: etwa 2000 Flugzeuge.
Großbritannien: 848 Frontflugzeuge der Armee, 1600 Flugzeuge in Reserve, Marine unbekannt. Diese Ziffern gelten aber nur für das englische Mutterland.
Tschechoslowakei: 850 Flugzeuge.
Polen: 1000 Flugzeuge.
Anfang 1 934 hat sich das Bild bereits wesentlich verschoben. Ein Jahr hat genügt, um die Zahl der schätzungsweise vorhandenen Flugzeuge teilweise gewaltig zu erhöhen. Haargenaue Ziffern lassen sich natürlich nicht beibringen, weil vor allem das gelagerte Material streng geheim gehalten wird und sich auch nicht annähernd abschätzen läßt. Wir sehen also:
Frankreich mit einer Gesamtzahl von 4500 Flugzeugen,
Sowjetrußland mit 4000 Maschinen, Großbritannien mit 2400 Flugzeugen, Tschechoslowakei mit 700 Maschinen, Polen mit 1000 Maschinen.
Aus diesen Ziffern ergibt sich zunächst, daß der sichtbare Bestand an britischen Maschinen nicht größer geworden ist. Wohl aber hat sich die Güte der Maschinen in diesem Jahr nicht unwesentlich gehoben, da es zum Grundsatz der Briten gehört — bisher jedenfalls gehörte —, die Luftwaffe nicht in die Breite gehen zu lassen, dafür aber stets die durch höchste Leistungsfähigkeit auffallenden Maschinen der Luftwaffe zuzuführen. Jetzt, nach Annahme des großen Rüstungsprogramms, wird sich die Zahl der Flugzeuge ruckartig vermehren. Die Angaben für die Tschechoslowakei 1934 sind niedriger ausgefallen als 1933, womit nur bestätigt ist, daß mit Schätzungen gearbeitet werden muß und daß vor allem die Mitteilungen der einzelnen Staaten über den Stand ihrer Luftwaffe falsch sind. Denn bei den Tschechen hat es zwischen 1933 und 1934 ganz gewiß keine Rückwärtsentwicklung gegeben. Dagegen sehen wir die Sowjetunion einen gewaltigen Schritt vorwärtsmachen. Die Zahl ihrer Heeresmaschinen hat sich innerhalb von zwölf Monaten verdoppelt! Frankreich ist aber mit 4500 sichtbaren Maschinen Anfang 1934 fast an die ein Jahr früher angenommene Kriegsstärke herangekommen!
Anfang 1935 sehen wir bei den Engländern noch keine wesentlichen Veränderungen. Bei den Tschechen ist dagegen ein merkliches Anwachsen auf 1000 Maschinen zu beobachten. Auch die Polen scheinen zwischen 1934 und 1935 mehr Wert auf qualitative als quantitative Aufrüstung in der Luft gelegt zu haben. Jedenfalls find nennenswerte Veränderungen nicht festzustellen. Genauere Angaben fehlen über Frankreich. Wohl aber schätzt man Anfang 1935 den Kriegsbestand auf 500 Maschinen mehr als Anfang 1933. Die Anfang 1935 gezogene Bilanz läßt aber erkennen, daß bei allen wichtigeren Staaten Umstellungen nach der qualitativen Seite hin vorgenommen worden sind, so daß eine in die Breite gehende Rüstung kaum zu verspüren ist. Die Kampfkraft der einzelnen Luftwaffen hat in den abgelaufenen zwölf Monaten unzweifelhaft überall erheblich zugenommen. Nur die Sowjetrussen machen, was die Zahl angeht, eine Ausnahme. Sie sind auf 4300 Maschinen 'angestiegen. Das Plus ist zwar
Das Reichskriegsgericht.
Der Sitz des Reichskriegsgerichts ist Berlin. In Kriegszeiten und während kriegerischer Unternehmungen kann der Führer und Reichskanzler den Sitz des Reichskriegsgerichts oder einzelner Senate verlegen. An der Spitze des Reichskriegsgerichts steht als Präsident ein General oder Admiral; er hat Rang und Dienststellung eines Kommandierenden Generals. Er wird auf Vorschlag des Reichskriegsministers vom Führer und Reichskanzler ernannt. Er ist unmittelbar dem Reichskriegsminister unterstellt. Der Präsident leitet die Geschäfte des Reichskriegsgerichts. An der Rechtsprechung nimmt er nicht teil. Er hat die Aufgabe, dem Reichskriegsminister über feine Erfahrungen in der Strafrechtspflege der Wehrmacht zu berichten. Zu diesem Zweck kann er auch den Sitzungen der Gerichte der Wehrmachtteile beiwohnen. In diesen Fällen, in denen das Reichskrieqsgericht in erster und letzter Instanz zuständig ist, ist er Gerichtsherr. Bei dem Reichskriegsgericht werden Senate gebildet. Ihre Zahl bestimmt der Reichskriegsminister. Jeder Senat besteht aus einem Senatsvräsidenten und der erforderlichen Zahl von Reichskriegsgerichtsräten und Offizieren. Die Senate find unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen. In Kriegszeiten und während kriegerischer Unternehmungen kann der Reichskriegsminister ständig angestellte richterliche Beamte als Hilfsrichter bestellen. Die Senatspräfidenten und Reichskriegsgerichtsräte find richterliche Militärjustizbeamte. Sie werden auf Vorschlag des Reichskriegsministers vom Führer und Reichskanzler auf Lebzeiten ernannt müssen zum Richteramt befähigt und mindestens siinfund- dreißiq Jahre alt fein. Die Offiziere roerben, auf Vorschlag des Reichskriegsministers vom Führer und Reichskanzler auf die Dauer von mindestens zwei Jahren ernannt; sie müssen mindestens im Rang der Stabsoffiziere stehen. Die Senate entscheiden in der Besetzung mit einem Senatspräfi« öenten, zwei Reichskriegsgerichtsräten und zwei Offizieren.
^Oni(
Mht by
von Posten an der Tagesordnung ist. Da blitzt drüben, ... in der Richtung der Schleichpatrouille ein Schuß auf, weitere Schüsse folgen und jetzt stottert ein französisches Maschinengewehr darauf los und kämmt mit seinen Garben die Ränder der Trichter ab. Leuchtkugeln steigen auf und erhellen minutenlang das ganze Vorgelände, aber nichts ist zu sehen. Zuckend zerfließt das grelle weiße Licht in dmer Finsternis und still und ruhig wird es wieder. Da gellt ein kurzer Schrei durch die Nacht ... und sofort setzt wieder ein wütendes Feuer ein. ... fester umspannen die Hände die Gewehre und entsichert liegen die Handgranaten. War dieser Schrei der Todesschrei eines der Unsrigen? Doch schwarz und undurchdringlich ist die Dunkelheit und gibt ihre Geheimnisse nicht preis. Minuten vergehen wieder, endlose Minuten, die wie Stunden erscheinen. Endlich ein Kollern von Erdbrocken, ein leises Rascheln. Mit fiebernden Sinnen, den Finger am Abzug, stehen die Leute ... Gedämpft ruft der Posten in die Nacht hinaus und ebenso leise kommt die Losung, ... Die Patrouille ist zurück. Schweißbedeckt, mit bleichen Gesichtern, aber in den Augen ein hartes Glänzen, so hocken sie auf dem Grunde des Trichters und berichten flüsternd. Kurz vor der feindlichen Stellung waren sie auf französische Soldaten gestoßen, die damit beschäftigt waren. lange Rollmatten aus Blech über die Drahtverhaue zu legen, ein Beweis dafür, daß für diese Nacht ein Angriff ohne Artillerievorbereitung geplant ist. Ein französischer Sergeant, ein schwarzbärtiger Bretone, kam unerwartet bis an die deutsche Patrouille heran, vielleicht hatte er ein verdächtiges Geräusch vernommen, da erreicht ihn der Todesstoß. Rasch wird dann die Meldung, daß heute mit Bestimmtheit ein Angriff erfolge, zurück an den Abschnittskommandeur gegeben und gleich darauf zischt in der deutschen Stellung eine Leuchtkugel hoch, blendet mit grellem Licht und erlischt dann wieder. Das ist das Zeichen für den Posten, sich zurückzuziehen. Lautlos, wie die Katzen, gehen die Leute zurück zu ihrem Truppenteil, dem angreifenden Gegner einen guten Empfang zu bereiten. O. M.
v-k
li ri»9s„“
Er* <
165
«itW ”
Einigung
Panzertruppen im Kampf.
Von Generalmajor Heinz Guderian, Kommandeur der 2. Panzer-Division.
M fönnen Senken.
Tja rankt D Mer Mm Kosen stehen gen leuchten W ab" B Zum Do
Wohin un veißei. rote> men, d>e » eine gute 8- ztöffnehund öen Garten I bindet hinm Schönheit oe Serooll, wie
Und wie schmalen, hei hellen Straß- sehen wir E L leise!"
Da und in Duröe über unter dem F Unser Schritt uni) geheimni mit Gras bei einem Teppi
Der ganze menn wir h Mchen schi chen ausgesu !<n Häusern $en zur R sS Büschen gend wird so
Frühling Mer! Gan hell und ja Blühen und lieb, das bi-
und -posten nicht gespart werden, dann kann die Truppe auch ohne Licht rasch und ruhig in die Bereitstellungsräume einrücken.
Aus der Bereitstellung wird entfaltet zum Angriff vorgebrochen. Unter Entfaltung versteht man ein Vorgehen in der für das spätere Gefecht beabsichtigten Breite und Tiefe, bei dem die einzelnen Einheiten in sich in Reihen bleiben, um vorhandene Wege auszunutzen, Engnisse leicht zu überwinden und die vorn meist bereits entwickelt in Stellung befindlichen anderen Waffen glatt durchschreiten zu können. Hierbei ist besonders darauf zu achten, daß die Nachrichtenverbindungen nicht gestört werden. Die günstigste Angriffszeit wird in der Abend- oder besser der Morgendämmerung zu suchen sein, wenn durch natürlichen oder künstlichen Nebel und das Zwielicht die Sicht des Verteidigers auf wenige hundert Meter beschränkt und die Wirkung seiner Abwehrwaffen hierdurch erheblich' herabgemindert wird. Täuschungsmaßnahmen, Artilleriefeuer, Vernebelungen, Fliegertätigkeit, Scheinangriffe an anderer Stelle lenken die Aufmerksamkeit des Gegners von der beabsichtigten 2Ingriffsfront ab; Gleichzeitigkeit des Vorgehens auf breiter Front trägt zur Zersplitterung der feindlichen Waffenwirkung bei.
Unmittelbar vor Eintritt in den Kampf wird aus der Entfaltung in die Gefechts formation aufmarschiert. Alle Bewegungen in Sicht des Feindes vollziehen sich bis zur eigenen Feuereröffnung in großer Geschwindigkeit und unter Ausnutzen der Deckungen, die das Gelände bietet. Der Schnelligkeit des Angriffs und damit der Ueber- rafchung kommt zugute, wenn das Gelände nach dem Feinde zu abfällt. Die Geländegestaltung beeinflußt wesentlich die Angriffsrichtung der Panzerverbände; es ist wichtiger, ihnen gutes Fahrgelände zuzuweisen, als ihren Angriff gleichlaufend mit dem anderer Waffen in ungünstigem Gelände anzusetzen. So erfolgt einheitlich auf breiter Front und in tiefer Gliederung mit großer Wucht der überraschende Einbruch in den Feind. Jede Einheit der Panzer-Brigade strebt ihrem Angriffsziel zu, so schnell es der Widerstand des Gegners gestattet. Die ständige Feuerbereitjchaft aller Waffen' und die Aufmerksamkeit und gute Ausbildung der Bedingungen gestatten kraftvolles Führen des Feuerkampfes auf wirk amfte Schußweiten. Auf der tatsächlichen Waf enwirkung allein beruht auf die Dauer auch die eelische Wirkung des Panzerangriffs. Hieraus ergeben sich gewisse Folgerungen für die Gefechtsführung. Zum Schießen muß die Fahrt soweit
__________ _______ der Flugzeugindustrie die Bewilligung der erforderlichen Geldmittel
Skesai
’S? 3
Späte/?? unb smnr> O A »irb itas ni "wTl1 StitiW m 2 s-l« Ä * & Ä 2*4* nA.
Uns dem (t Mte abend Ws „s °neg5zeit vor Hub.
Wl-Ludwia & Mittwoch- Miele, | llhr.
ßifler-3 infolge dee öle Feierstun Jngen am 9 ^nasiums
vorragende Maschinen geliefert, aber doch nur die Apparate, die technisch bereits wieder überholt waren. Mit welchen Jstoeständen in diesem Sommer zu rechnen sein wird, läßt sich vorerst nicht erkennen. In Frankreich wird die Flugzeugindustrie langsam verstaatlicht, aber so, daß die Leistungsfähigkeit der Werke nicht leidet. Vielmehr werden die Werke durch Anschluß an den auf dem Rüstungsgebiet stets ungewöhnlich kapitalkräftigen Staat weitere Möglichkeiten zur Fortentwicklung der Kampfflugzeuge erhalten. In der Sowjetunion entstehen dauernd neue Werke. Hier träumt man von fünfzig- oder hunderttausend Maschinen, die in absehbarer Zeit durch den Luftraum der Sowjetunion rasen sollen. Der Traum kann Wirklichkeit werden, wenn das stark gesteigerte Rüstungstempo der Bolschewisten eine weitere erhebliche Hinaufsetzung erfährt. Und England tritt jetzt erst mit einem Rüstungsprogramm hervor, das sich über fünf Jahre erstreckt, aber durchaus abänderungsfähig ist, wobei wohl als sicher angenommen werden darf, daß Aenderungen nach unten hin nicht in Frage kommen. Was aber bei einer Betrachtung aller bekanntgewordenen Rüstungsziffern zu beachten ist, find die sogenannten „unbekannten Größen", also die Reserven. Reserven haben zwar den Nachteil, daß sie veralten. Aber im Ernstfall ist es immer noch besser, zur Deckung der ersten Verluste auf veraltete Reserven zurückzugreifen, bis die heimische Industrie nachkvmmen kann, als die Lücken offen zu lassen, die dem Gegner unter Umständen nicht wieder einzuholende Vorteile geben können. W. S.
Während der Großen Herbstübung 1936 sprach vor den Manövergästen Generalmajor Guderian eindrucksvoll über die Aufgaben und die Gliederung der Panzertruppen. Gedanken dieses Vortrages klingen jetzt wider in der Schrift „Die Panzertruppen und ihr Zusammenwirken mit den anderen Waffen." Panzertruppen können vermöge ihrer operativen und taktischen Beweglichkeit rasch zusammengezogen und eingesetzt werden. Diese, den Panzertruppen innewohnende Eigenschaft gestattet mehr als bei anderen Erdtruppen den überraschenden Einsatz. Die 2IngriffsDorbereitungen müssen daher von dem Streben nach Ueberraschung geleitet sein. Das bedeutet äußerstes Abkürzen und Zusammendrängen dieser Maßnahmen unter Ausnutzen der Nacht und der Schnelligkeit für die Anmärsche, rechtzeitiges Sicherftellen des wichtigsten Nachschubes, sorgsame Verkehrsregelung, klare Befehlsverhältnisse. Bei Amiens 1918 gelang den Engländern der Aufmarsch ihrer Panzerkräfte in zwei Nächten; in der Nacht vom 6. zum 7. August wurden die Panzer in Bereitstellungsräume zwei bis drei englische Meilen hinter der Front geführt, in der Nacht vom 7. zum 8. August in die 1000 Schritt hinter der vorderen Jnfanterielinie liegende Sturmausgangs st ellung.
In Zukunft kann angesichts der Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit des Gerätes auf das Beziehen einer besonderen Sturmausgangsstellung meist verzichtet und der Angriff aus einer Bereitste!- lu n g außerhalb der Reichweite der feindlichen Artillerie angefetzt werden, wenn nicht besondere Umstände, z.'B. Geländeschwierigkeiten, ein anderes Verfahren bedingen. Für die Bereitstellungsräume selbst ist die Möglichkeit guter Tarnung sowie ein gutes Wegenetz wichtig; in ihnen werden die letzten Vorbereitungen für den Angriff getroffen, der Betriebsstoff ergänzt, die Truppe verpflegt, nach langen Anmärschen die Besatzungen gewechselt. Die erforderlichen Erkundungen und die Verbindungnahme mit den anderen Waffen werden durchgeführt. Die Erkundungen sollen nicht mehr Zeit beanspruchen, als bei den anderen Waffen auch. Gutes Kartenlefen und richtiges Auswerten von Luftbildern, unter Umständen eine persönliche Erkundung des Angriffsgeländes mit dem Flugzeug durch die Panzerführer müssen die Unterlagen für den Angriffsentschluß schaffen. Innerhalb der eigenen Linien trägt sorgsames ge ft le gen der Anmarschwege, zumal für die Nacht, wesentlich zu reibungslosem Ablauf der Bewegungen bei; hierbei sollte mit Wegebezeichnungen
im Jahre 1935 entschiedene Fortschritte gemacht, so daß nunmehr überall das Tempo der Aufrüstung in der Lust verschärft werden konnte. Gebaut werden selbstverständlich nur d i e allerneuesten Typen, wobei jeder Staat darauf bedacht ist, daß seine Industrie die besten Maschinen nicht zur Ausfuhr bereitstellt, sondern erst für die Verteidigung reserviert. Alle Kampfflugzeuge, die zum Export gelangen, stehen in ihrer Güte regelmäßig hinter den Maschinen zurück, die diese Exportländer für ihre eigene Luftwaffe gebrauchen. Außerordentlich aufschlußreich waren in dieser Beziehung die französischen und sowjetrussischen Flugzeuglieferun-
an die spanischen Bolschewisten. Man hat her-
gering, aber auch hier sind massenhaft Flugzeuge durch moderne Maschinen ersetzt worden. Man darf wohl sagen, daß bis Anfang 1935 überall eine Art Verjüngung der Luftwaffe eingesetzt hat, die dann wieder die Kraft zu einer neuen zahlenmäßigen Entwicklung gab.
Im Sommer 1936 steht die Welt mitten in einer neuen, besonders hochgehenden Aufrüftungs- welle, die zur Zeit noch an Stärke gewinnt und deren Scheitelpunkt sich vorläufig nicht erkennen läßt. Wir sehen einen Bestand von


