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Rentenbezug bei Erwerbsunfähigkeit be­rechtigt wurden. Die Versicherten wurden von Aerzten als Simulantenausgebildet" und erhielten Einspritzungen, um Herzleiden vor­täuschen zu können. Weigerten sich die Versiche­rungsgesellschaften zu zahlen, dann erfolgte gericht­liche Klage durch die jüdischen Anwälte. Der Bundesanwalt erklärte, daß die Gesellschaften jähr­lich 75 Millionen Dollar als Renten im Falle der Erwerbsunfähigkeit auszahlen. Ein großer Teil die­ser Summen floß in die Taschen der jüdischen Schwindler.

wieder große Ueberschwemmungen in Amerika.

Als Folge langanhaltender starker Reaenfälle sind die Flüsse von Reu-England über die Ufer getreten. Weite Gebiete der Staaten Vermont, New Hampshire und Massachussetts sind überschwemmt. Viele Landstraßen sind durch das Hochwasser oder durch in seinem Gefolge auftretende Erdrutsche gesperrt worden. Bereits liegen Meldungen über große Schäden vor. Auch zahlreiche A u t o u n f ä l l e wer­den aus den Ueberfchwemmungsgebieten mitgeteilt. Bisher sind acht tödliche Unfälle sowie zahlreiche Verletzte zu verzeichnen. Die Flüsse befinden sich weiter im Steigen.

Der Tod in den Bergen.

Am Pfingstsonntag stürzte bei einer Tour auf die Dreitorspitze ein 28jähriger Arzt aus Erlangen beim Einstieg in eine vereiste Wand im Oberreintal tödlich ab.

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Der zweite Pfingstfeiertag forderte ein weiteres Todesopfer. Der 20jährige D e m m e l aus München bestieg mit seiner Schwester das Feucht­eck. Beim Aufstieg über den Nordgrat löste sich eine Steinplatte, wodurch Demmel den Halt verlor und etwa 40 Meter tief abstürzte. Er st a r b alsbald an den schweren Verletzungen.

Am Pfingstmontag ereilte das gleiche Schicksal den 25jährigen Fliesenleger Franz Großmann aus Dörndorf in Franken, der an der Nordostwand des Gimpels in Tirol etwa 200 Meter tief ab­stürzte und völlig zerschmettert t o t liegen blieb.

Drei Tote bei einem Berkehrsunglück.

Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich auf der Landstraße PaderbornBielefeld. Ein Personenkraftwagen fuhr auf einen ihm entgegen­kommenden Lastkraftwagen auf. Bei dem furcht­baren Anprall wurde der Personenkraftwagen fast vollständig zertrümmert. Dabei wurden drei In­sassen sofort getötet, ein vierter mußte mit einem schweren Schädelbruch ins Krankenhaus ge­bracht werden.

Sechs Tote bei einem Autounglück in Holland.

In der Nähe von Alphen am Rhein (Holland) ereignete sich ein schweres Kraftwagenun­glück. Ein mit sechs Personen besetzter Kraft­wagen, der aus Lunteren unterwegs war, stürzte in einen Kanal. Alle Insassen ertranken.

Blitzschlag

in das Fliegerdenkmal auf der wasserkuppe.

lieber dem Rhöngebirge entlud sich ein kräftiges Gewitter, in dessen Verlauf es zu starken Blitz­schlägen kam. Am stärksten betroffen wurde das bekannte Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe, des­sen großer Bronzeadler herabstürzte und weit weg­geschleudert wurde. Auch die Bronzetafeln wurden von dem Basaltsockel abgerissen.

Drei Todesopfer eines Derkehrsunglücks.

An der unübersichtlichen Kurve beim Ortsaus­gang von Inning (in der Nähe des Ammer-Sees) stieß auf der Straße nach Buch ein mit vier Mäd­chen besetzter Personenkraftwagen aus Winzer (Schwaben) mit einem Lastkraftwagen zusammen. Der Aufprall war furchtbar. Von den vier Mäd­chen, die sich aus der Heimfahrt vom Urlaub be­fanden, waren drei auf der Stelle tot, das vierte, die Wagenlenkerin, wurde schwer verletzt. Die

Insassen des Lastkraftwagens kamen mit dem Schrecken davon.

Zehn Tote bei einem Fährunglück in Sowjelruhland.

Auf dem Fluß Wytschegda, einem Nebenfluß der Dwina, ereignete sich ein schweres Fährunglück. In einer kleinen Fähre hatten 17 Mann Platz ge­nommen. Infolge des hohen Wellenganges ken­terte das Boot; zehn Personen ertranken. Im Fährhaus fehlten alle Rettungsmittel, der Fähr­mann war völlig betrunken.

Eine Kuh schwimmt die Nahe hinab.

In Niederhausen bei Bad Kreuznach wollte ein Landwirt eine junge Kuh einspannen. Dabei riß sich das Tier los und rannte in die Nahe, wo es stromab schwamm. Durch die starke Strömung kam die Kuh schließlich den Schleusen des Niederhäuser Stauwerkes zu nahe. Der Landwirt, der mit meh­reren Dorfbewohnern am Ufer voll Schreck die schwimmende Kuh verfolgte, glaubte, daß das Stauwerk das Tier aufhalten würde. Im gleichen Augenblick befand sich die Kuh aber auch schon auf der Schleuse und stürzte die sechs Meter hohe Stau­mauer hinab in die Tiefe. Ohne sich wesentlich zu verletzen, landete das Tier im Flußbett, wo es schließlich wieder eingefangen werden konnte. Die Kuh hat die gefährliche Tour ohne Schaden über­standen.

Die Tombola auf dem Frühlingsfest der rhein-mainifchen presse in Wiesbaden.

Wie im vorigen Jahr wird auch diesmal die Tombola des Frühlinasfestes der Presse in Wiesbaden besondere Anziehungskraft ausüben. Der Tombola-Ausschuß hat sich bemüht, den Wert der Gewinne gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Das gilt auch für den Hauptgewinn, eine Kabrio­limousine, Fabrikat OpelKadett", die die Zeitungs- verleger des Rhein-Maingebietes gestiftet haben. Es handelt sich um einen sehr eleganten Wagen. Es folgen die mehr als taufend Einzelgewinne. Etwas ganz Besonderes ist eine Spende, die die bedeutend­sten Spitzenweine des Rheingaues enthält. Die Tompola wird einen ausgezeichneten Querschnitt durch das gewerbliche und geistige Schaffen unseres rhein-mainifchen Gaues bilden.

Deutsche Trachtengruppen in Nizza herzlich begrüßt.

lieber Pfingsten wurden in Nizza mehrtägige Trachtenfeste veranstaltet, die aus 18 französischen Provinzen und 13 fremden Ländern beschickt waren und der Pflege des Volkstanzes und des Volks­liedes gewidmet waren. Die deutsche Abord­nung umfaßte vier Trachtengruppen von insge­samt 35 Männern und Frauen, und zwar eine Gruppe vom Harz, eine von Baden, eine Schwarz­wald- und eine Bayerngruppe. Besonders die deut­schen Trachtengruppen erzielten bei den Veranstal­tungen und Umzügen einen großen Erfolg und fan­den bei der Bevölkerung herzlichste Aufnahme. Bei einer Vorstellung der Abordnung in der Oper mußte die bayerische Trachtengruppe einen Ein­marsch hinter der Hakenkreuzfahne auf den stürmi­schen Beifall der Zuschauer hin wiederholen, eine Aufforderung, die im Laufe der Veranstaltung nur der deutschen Abordnung zuteil geworden ist. Auch legten die Veranstalter Wert darauf, dem Führer der deutschen Trachtengruppe, Walter R e n t m e i - st e r, dem Geschäftsführer des Internationalen Zentralbüros für Freude und Arbeit, den Dank und die Anerkennung der französischen Teilnehmer am vorjährigen Internationalen Kongreß für Frei­zeitgestaltung in Hamburg durch den besonders warmen Empfang zu bezeugen, den sie der deut­schen Gruppe bereiteten.

Zwei Hinrichtungen.

In Berlin ist der Fritz Weyer hingerichtet worden, der vom Sondergericht in Berlin wegen Verbrechens gegen § 1 Absatz 1 Nummer 1 des Gesetzes zur Gewährleistung des Rechtsfriedens und wegen Totschlagversuchs zum Tode und zum dauern­

den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Weyer, der vielfach vorbestraft ist und wegen Totschlages an einem Gendameriebeamten eine lebenslängliche Zuchthausstrafe verbüßte, hat im Zuchthaus in Sonnenburg versucht, zwei Straf­vollzugsbeamte, die ihm bei einem Ausbruchsver­such entgegentraten, zu töten. Die pflichttreuen Be­amten haben schwere Verletzungen erlitten, die nur

infolge glücklicher Zufälle nicht zu ihrem Ttfct führten. Ferner ist der Friehfich Astforth aus Jüterbog hingerichtet worden, der durch Ur. teil des Schwurgerichtes Potsdam wegen Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Astforth hatte feine Ehefrau vergiftet, um sich in den Besitz ihres Der. mögens zu setzen und die Lebensversicherungssum. men in die Hände zu bekommen.

Neues für den Büchertisch.

HandbuchderKulturgeschichte. Her- ausgegeben von Dr. Heinz Kindermann, Pro­fessor an der Universität in Münster i. W., unter Mitwirkung zahlreicher Unioersitäts - Professoren. Etwa 3000 Abbildungen. Zahlreiche Tafeln. Preis 2,80 Mark pro Lieferung. Akademische Verlags­gesellschaft Athenaion m. b. H., Potsdam. Liefe­rung 28 bis 31 beginnt mit dem Beitrag von Prof. Dr. H. G u m b e I (Jena) über die deutsche Kultur vom Zeitalter der Mystik bis zur Gegenreformation. Zwei geschichtliche Epochen treffen aufeinander, Mittelalter und Neuzeit, und fo gewaltige Er­scheinungen wie Gotik, Renaissance, Reformation und Barock sind in ihnen beschlossen. Trotz aller Problematik aber, die in der Kultur dieser Jahr­hunderte liegt, trotz aller Spaltungen und Risse ist ihre Einheitlichkeit gegeben, wie Gumbel über­zeugend ausführt. Der Züricher Kulturhistoriker Prof. Howald führt seinen Beitrag über die Kultur der Antike weiter. Welch eine Vitalität in der athenischen Kultur steckte, die erst nach dem politischen Sturz Athens ihren Siegeszug durch Griechenland begann, wie dann die Erweiterung des Weltbildes infolge der Entdeckung des Ostens durch Alexander den Großen doch keine tiefgreifende Aenderung der griechischen Mentalität und Kultur brachte, das sind einige der Leitgedanken dieser großangelegten Arbeit. In dem Beitrag über die Kulturen Großbritanniens, der Vereinigten Staaten, Skandinaviens und der Niederlande schil­dert Professor Schönemann (Berlin) die Kultur der Vereinigten Staaten: eins deraktuellsten" und interessantesten Kapitel des Handbuchs der Kultur­geschichte, und endlich führt Prof. M u I e r 11 (Inns­bruck) fein Werk über die Kultur Frankreichs bis zum Zeitalter Ludwigs XIV. und weiter durch die Zeit des verfallenden Absolutismus und aufsteigen- den Bürgertums, durch Aufklärung und Empfind­samkeit bis zur französischen Revolution. Die stich- wortartige Inhaltsangabe muß hier genügen, um ein Werk zu kennzeichnen, das sich die große Auf­gabe gestellt hat, mit dem Bilde der deutschen Kultur im Mittelpunkt eine Weltgeschichte der Kultur zu geben und das mit jeder Lieferung der vorbild­lichen Lösung dieser Aufgabe näher kommt.

Josef Aug. Lux: Goethe. Roman einer Dichterliebe. 523 Seiten. Mit einem Bild. Brosch. 5,80 Mk., Seinen 8,50 Mk. I. Speidelsche Verlags­buchhandlung, Wien und Leipzig. (78) Das Geheimnis einer Dichterliebe, jener wunderbaren Seelenliebe Goethes zu Charlotte von Stein, zur schönen Sängerin Corona Schröter, dem Urbild Iphigeniens, und zu den anderen Frauen, die an seinem inneren Leben teilhatten, dieses Problem ist das Thema des Romans. So wird dergroße Unbekannte" Erlebnis, der Mensch Goethe, der Dichter, der Staatsmann, der Freund, der Liebende. So sucht der Roman das vertraute Bild eines über­ragenden, universellen Geistes mit liebevoll ein­dringender Phantasie vom Persönlichen her noch einmal oder wieder neu zu erfassen und mitzuteilen.

Die SA. erobert Berlin. Ein Tat­sachenbericht von den Kämpfen der NSDAP, um die Reichshauptstadt. Von Wilfrid Bade. 265 Seiten. Mit Bildern. Neuauflage: 51. bis 55. Tausend. 1937. Verlag Knorr & Hirth G. m. b. H., München. (107) In dem Schicksal des ein­fachen Arbeiters und SA.-Mannes Schulz erleben

wir beispielhaft den sechsjährigen erbitterten Kampf der NSDAP, um die rote Viermillionenstadt, bis zum endgültigen Sieg über die Kommune. Das Einzelschicksal dieses Soldaten Adolf Hitlers Der« webt sich mit dem von Joseph Goebbels, dem un­ermüdlichen Rufer und Führer der Berliner SA, und mit dem Horst Wessels... Wilfrid Bade, selbst ein alter Kämpfer, beherrscht den Stil des national­sozialistischen Tatsachenberichts meisterhaft.

Die Braut des Montblanc. Von Pra- fessor Dr. Oskar Erich M e y e r. Mit vier Zeich­nungen. In Seinen 3,50 Mark. Union Deutsche Der« lagsgesellschaft, Berlin SW 68. (111) Der große weiße Berg hatte es Oskar Erich Meyer schon in früher Jugend angetan und überstrahlt noch heute seine poetische Produktion. Meyers Phantasie umkreist diesen Berg und sucht alle seine Schön­heiten in sich aufzusaugen. Die Schilderung der ersten Mvntblancfahrt der ersten wirklichen Berg­steigerin (1838) verdichtet sich zu einem farben­sprühenden Mosaik, daß man alle Phasen dieser damals alle Welt in Atem haltenden Spitzenleistung einer Frau mitzuempfinden meint.

Weiterbericht

bes Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt.

Während sich im Osten noch immer heiteres und sommerlich warmes Wetter hält, hat im übrigen Deutschland die Unbeständigkeit zugenommen. Dabei kam es am Dienstag auch in unserem Bezirk bei überwiegend bewölktem Wetter fast allgemein zu Regenfällen, die stellenweise gewittriger Natur waren und recht erhebliche Wassermengen lieferten Für die Folge bleibt unbeständiges Wetter erhalten, das jedoch größere Sebhaftigkeit zeigen wird als seither.

Aussichten für Donnerstag: Wech­selnde Bewölkung und einzelne Regenfälle, bei leb- haften westlichen Winden etwas frischer.

Aussichten für Freitag: Bei Luftzufuhr aus West wechselhaftes Wetter mit einzelnen Re­genfällen, kühler als seither.

Sufttemperaturen am 18. Mai: mittags 17,1 Grad Celsius, abends 15,5 Grad; am 19. Mai: morgens 14,2 Grad. Maximum 18,3 Grad, Minimum heute nacht 11,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 18. Mai: abends 16,2 Grad; am 19. Mai: mar- gens 14,1 Grad. Niederschläge 2,1 mm. Son- nenscheindauer 0,1 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Sange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; i'ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeige- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt d-r Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 37: 9657. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch« und Steindruckerei R. Sange, K.-G., sämtlich m Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Ludmilla Bob.

Gießen (Kaiserallee 2), den 18. Mai 1937.

Die Beerdigung fand in der Stille statt.

3515 D|

Am 14. d. M., 18 Uhr, entschlief sanft nach langem Leiden meine liebe Mutter

Frau Katharine Bob Wwe., geb.Wagner

im Alter von 87 Jahren.

Am 14. Mai verschied nach kurzer schwerer Krankheit mein lieber Mann, Vater, Sohn, Bruder und Schwager

Karl Lorenz

im 29. Lebensjahr.

In tiefer Trauer:

Frau Marie Lorenz, geb. Weitz, und Kind,

Familie Hermann Lorenz.

Gießen, den 18. Mai 1937.

Die Beerdigung fand in aller StiUe statt

_____________________________________________02538

und ruhige Nerven durch Blodorm. Pflanzliches un­schädliches Nerven- und Schlafpulver. Packung 1 Mk.

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