Mittwoch, fy.Mai 1937
187. Jahrgang
M.UZ Erstes Blatt
Gietzener Anzeiger
cht
gekehrte
, das man
wegen folgert
gerechnet — der Größe nach, nur die U-Boote der Heimatflotte find in die Reihe der großen Schiffe mit eingegliedert worden. Die Schlachtschiffe, Kreuzer, Flugzeugmutterschiffe, die großen Zerstörer und Torpedoboote der Heimatflotte liegen in der 4. und 5. Linie, die der Mittelmeer- und Reserveflotte in der 6. und die der ausländischen Seemächte endlich in der 7. Reihe, während die letzte Reihe von den großen Dampfern, den Jachten, den Werftschiffen
getan. Durch die Kranzniederlegung am Krieger- denkmal in Aix-les-Bains haben wir als Vertreter der deutschen Frontkämpfer die feste Ueberzeu- gung gehabt, an der aufrichtigen Annähe, rung unserer beiden Völker zu arbeiten. Die junge Generation muß in gedanklicher Gemeinschaft mit uns die Ehre und die friedliche Kraft unserer Länder fördern. Ist es denn nicht möglich, gute Nachbarschaft zu halten und unsere Eigen- schäften als gute und tapfere Soldaten nicht immer wieder auf die Probe stellen zu müssen? Frankreich ist stark und Deutschland ist wieder stark geworden. Franzosen und Deutsche als Freunde und gute Nachbarn würden wohl noch stärker sein. Mit den französischen Frontkämpfern glauben wir an die große Tat der ehemaligen Frontkämpfer, die die würdevolle Annäherung unserer beiden Länder wollen.
Beim Schlußbankett der Frontkämpfer erklärte der Pensionsminister R i v i e r e u. a., die französische Regierung werde vor keinem Opfer zurück- schrecken, ohne sich um die innerpolitische Regie- rungsform der Völker zu kümmern, mit allen Nationen Fühlung aufzunehmen, um die Rückkehr eines zerstörenden Krieges zu verhüten.
Das deutsche Panzerschiff „Admiral Graf Spee" auf der Reede von Spithead. (Scherl-Bilderdienst-M.)
den Besitzstand seines ererbten Bodens gefährdet. Den entwurzelten und erniedrigten holländischen Arbeiter wieder zu einem vollberechtigten Volksgenossen zu machen und das holländische Volk in lebendige Verbindung zu seinem heimatlichen Boden zu bringen, sei eine der Hauptaufgaben der NSB. Mustert erinnerte an die Regierungsmaßnahmen gegen die Bewegung und den Terror, der gegen die Anhänger der NSB. von der marxistischen Unterwelt angewendet werde. Der Schatten Moskaus liege über Holland. Die bevorstehenden Wahlen seien bloß ein Abschnitt in der Entwicklung der Bewegung. Sie werde weiter marschieren, bis die wahre Gemeinschaft des holländischen Volkes erreicht sei.
rungl I iz Neues \ itilmuuß oans von zung'- ihals
rungen, auftaucht.
Von der NSB. wird der Wahlkampf mit dem -innerpolitischen Argument geführt, die Regierungs- ^eit Dr. Colijns habe dem holländischen Volke schwere Lasten gebracht. Die Wirtschaftsbelebung seit der Abwertung sei eine Scheinblüte, an der nur bestimmte Kreise des holländischen Volkes teil hatten. Die Lösstng des Arbeitslosenproblems sei der Regierung nicht gelungen und der Bauer leibe nach wie vor unter den Absatzschwierigkeiten Der Bodenerzeugnisse. Ferner wird im Wahlkamps won der NSB. immer wieder darauf hingewiesen, Daß die Landesverteidigung durch die politischen Parteien in einer nach Ansicht der NSB. gräflichen Weise vernachlässigt worden sei. Hierbei inirb besonders der Nachdruck auf den mangelhaften Ausbau der holländischen Marine und das Fehlen jebes wirklich wirksamen Schutzes für die holländischen Besitzungen in Ostindien gelegt. Daß gerade Diese letzten Vorwürfe berechtigt sind, hat man im Kreise der politischen Parteien sehr wohl erkannt, denn gerade in letzter Zeit ist immer wieder auch won anderen Parteien auf die Notwendigkeit einer Pärkeren Aufrüstung hingewiesen worden.
Außerhalb dieser Frontstellung befindet sich als vorläufig unbekannte Größe der Kommunismus, "der bisher mit fünf Abgeordneten m der Kammer vertreten war. In Holland arbeiten die Kommunisten langsam, aber stetig, *inb es muß leider festgestellt werden, daß die Gefahr dieser dauernden Zersetzungstätigkeit, die sich nicht nur aus das Mutterland beschränkt, sondern auch in un= .Mhligen Fäden nach den überseeischen Besitzungen chinübergreift, von den parlamentarischen Parteien nicht im vollen Umfange erkannt wird. Die bürgerlichen Parteien sind antikommunistisch, aber diesem Antikommunismus fehlt die richtige Ueberzeugungs- fratt, weil das rechte Verständnis für die im Kom- miunismi',s enthaltene Gefahr fehlt. Seit Jahren ist -die stärkste in der Kammer vertretene Partei die römisch-katholische Staatspartei, die 1933 von den 100 Sitzen 28 erhalten konnte. Don Dem politischen Katholizismus in Holland werden «die größten Anstrengungen gemacht, um diese Machtstellung weiter zu festigen, und J^rabe von Dieser Seite wird mit allen nur erdenklichen Mit-
"sagt.
lien-Nassou den wegen entzogen
ung, Frön- lairbnis - der Pro-
r- Herborn, lserloubnis le - Ser» >oni.24.10. mach. (Ab- isfarte für Ausschusses 37 — Ent- i-b.H tt, Rotzbors l.als Agent eidung des ichast für 29.8. 1936.) -heim a. Rh.
1 des Lond- vom 18.1. -setz.) rstein a. Rh. -rstotz gegen > Mainz -
iz, Breiden- laubnis we- - Urteil des er.) mbad) a. M, rlaubnis - a. M. vom
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Deutschlands Panzerschiff „Admiral Gras Spee" ßndei größte Bewunderung.
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Im offiziellen Programm der Krönungsflotten- schau, aber auch in allen ausländischen Zeitungen wird von den ausländischen Schiffen das deutsche Panzerschiff „Admiral Graf Spee" als das modernste und interessanteste Schiff her- vorgehoben. Die Bezeichnung „Westentaschenschlacht- schiff", die das prächtige deutsche Kriegsschiff hier gefunden hat, ist nicht der Ausdruck der Geringschätzung, sondern im Gegenteil der Hochachtung, daß es Deutschland fertiggebracht hat, in Erfüllung der unwürdigen Versailler Bestimmungen mit der vorgeschriebenen Höchsttönnage von 10 000 Tonnen ein so hochwertiges, modernes und dabei im Aussehen so hervorragendes Panzerschiff zu bauen. Dem deutschen Schiff gilt nach der „Hood", der „Rodney" und „Nelson" auch das stärkste Interesse. Es rangiert auch zweifellos vor allen anderen ausländischen Kriegsschiffen. Kaum war es zur Besichtigung freigegeben, da legten schon Dampfer und Motorboote in pausenloser Folge am Fallreep unseres herrlichen, blitzsauberen, silbergrauen „Admiral Graf Spee" an, und alle Besucher verhehlten nicht ihre Bewunderung und ihre Freude darüber, daß Deutschland ein so prächtiges Schiff nach Spit- head entsandt habe. Diese Bewunderung und Freude ist noch gesteigert worden durch das d i s z i p l i - vierte Auftreten der Besatzung an Land. Unsere Blaujacken haben auch hier einen ganz vorzüglichen Eindruck hinterlassen, und so
•ein der Wahlkampf geführt.
Es hieße den Ereignissen vorgreifen, wenn man jetzt schon Erwägungen darüber anstellen wollte, welche Aussichten die einzelnen Parteien haben und wie vor allem die künftige Vertretung Der NSB. in der Zweiten Kammer aussehen wird. 2leußerlich verläuft der Wahlkampf entsprechend der bedächtigen Wesensart des Holländers in bemerkenswert ruhigen Formen Man soll sich aber durch diese Ruhe nicht täuschen lassen. Hinter ihr steht ein politischer Wille, der auf der einen Seite bestrebt ist, die Dinge beim Alten zu lassen unb bas lliberalistisch-kapitalistische System 3U_ oerteibigen, tauf ber anberen Seite der Wille, die Dinge neu zu gestalten auf Grund einer Weltanschauung die ihrer inneren Wesensart nach im Gegensatz zu dem herr- fchenben System stehen muß. ,
Bei dieser Wahl ist zum ersten Male eine beschränkende Verfügung in Kraft getreten, die das Tinreichen von Listen von der Hinterlegung einer
Geldsumme abhängig machte. Nach diesem Umstand ist die Zahl der Parteien und Gruppen die Listen eingereicht haben, stark zurückgegangen. Zwar handelt es sich immer noch um 3 ro a n 3 1 g P a r s teien, die den Kampf um die hunder Sitze aufnehmen. 1933, während der letzten Wahl, waren es aber 54. Hier sieht man, welche Bluten der $ar= lamentarismus 311 treiben imstande ist. Aber auch von den 3wan3ig dürfte wohl etwa nur die Hälfte in der Lage fein, einen oder mehrere Abgeordnete in die Kammer 311 entsenden.
Landlaa der Mufferl-Seweanna
Amsterdam, 18. Mai. (DNB.) Auf der Heide von fiunteren versammelten sich 60 000 Anhänger der NSB. 3um jährlichen Landtag. Dieser Landtag stand im Zeichen der Wahlen zur zweiten Kammer. Der Führer der Bewegung, Muss er t, richtete scharfe Angriffe gegen bas jn Hollanb herrschende System der politischen Parteien und die Regierung Colijn. Der Kampf der NSB. gelte b e n *b r e i internationalen Machte n bie es barauf angelegt hatten, bem hollanbi- schen Volk bas Rückgrat zu brechen: bem Kapitalismus, bem Marxismus unb ber Demokratie Diese brei Mächte hätten ben holländischen Arbeiter entrechtet, dem holländischen Bauern
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Sieger
usw. gebildet wird. Der König wird an Bord der königlichen Jacht „Victoria und Albert", von zehn Fahrzeugen mit den Gästen des Königshauses aus dem Auslande, den Gästen der Admiralität und anderen gefolgt, durch die Linien der englischen Kriegsschiffe ber Heimat- unb Reserveflotte von Osten nach Westen und durch die der Mittelmeer» flotte und der ausländischen Kriegsschiffe von Westen nach Osten fahren.
Portsmouth, 19. April. (DNB.) Am Donnerstagnachmittag wird der König auf der Reede von Spithead zwischen der Insel Wight und der Südküfte Englands die größte Flottenparade der letzten 20 Jahre abnehmen. An dieser Schau sind 145 britische Kriegsschiffe und 16 Kriegsschiffe ausländischer Seemächte beteiligt. In London hält indessen der Krönungsbetrieb an, alltäglich strömen neue Besucherscharen aus allen Teilen des britischen Reiches in die Hauptstadt, um wenigstens die Ausschmückung und die abendliche Festbeleuchtung der Stadt mitzuerleben. Wenn also der Abstrom der Massen in London kaum zu spüren ist, so ist der Zustrom in Portsmouth, dem alten englischen Kriegshafen, um so deutlicher zu spüren. Auch Portsmouth hat sich in ein festliches Gewand gekleidet, nur t)at die Ausschmückung hier einen mehr internationalen Anstrich erhalten. Die Flaggen derteilnehrnenden ausländischen Seemächte wehen nicht nur von dem im klassischen Stil erbauten Stadthaus, das sich das Wafhingtoner Capitol zum Vorbild genommen hat, sondern auch von den übrigen öffentlichen Bauten, der Admiralität und besonders zahlreich im Hafenviertel.
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Ausfahrt zur Krönungsparade der Schlachtflotte
Hochbetrieb auf der Reede von Spithead.—Portsmouth im Flaggenschmuck.
darf es nicht wundemehmen, daß Offiziere und Mannschaften mit Einladungen, vornehmlich von der britischen Marine, aber auch von zahllosen englischen Gesellschaften, Verbänden und Pri- Daten geradezu überschüttet werden. Das Tableau in der stilvollen Offiziersmesse unseres Panzerschiffes ist mit Einladungen geradezu gespickt, und bei aller Bereitwilligkeit wird es nicht möglich sein, auch nur einem Bruchteil Folge zu leisten. Zu den ersten Gästen gehörten Mitglieder der B 0 t s ch a f t, der deutschen Kolonie in London und der deutschen Presse, die von dem Kommandanten Kapitän zur See Patzig begrüßt und von seinen Offizieren durch das herrliche Schiff geiührt wurden. Es ist schwer, den Stolz zu betreiben und die Freude, mit ber sie dieses Erleb- nis aufnahmen.
An einem einzigen Tage haben nicht weniger als 50 000 Menschen mit Dampfern und Motorbooten, und einfachen Ruderbooten den Schiffen einen Besuch abgestattet. Diese Zahl wird sich am Mittwoch unb Donnerstag noch vervielfachen. Aus allen Teilen Englanbs kommen Sonberzüge, um bem einzigartigen Schauspiel beizuwohnen, unb wenn Diele von ihnen auch nur vom Festlanbe aus einen Blick auf diese stolze Armada werfen können, so werden sie doch ein Erlebnis haben, das ihnen sicher nicht ein zweites Mal beschieden sein wird.
Die britischen Riesen.
Der Hochbetrieb hat gleich nach der Londoner Königskrönung eingesetzt, als die Mittelmeerflotte, mit dem stolzen Flottenflaggschiff, der „Queen ® I i 3 ab et h", einem Schlachtschiff von 31 000 Tonnen, an der Spitze in Spithead vor Anker ging. Am darauffolgenden Tage traf auch die Reserveflotte mit dem 9. und 10. Kreuzer- geschwader, der 9. und 10. Zerstörerflottille und der 5. und 6. U-Bootflottille ein. Ihr folgten wiederum einen Tag später bie Kriegsschiffe der Dominien, die 3um erstenmal überhaupt an einer Flottenschau 3ufammen mit ber Heimat-, der Reserve- und der Mittelmeerflotte teilnehmen. Am Sonntag war bereits der größte Teil ber gesamten britischen Kriegsschiffe unb ber Kriegsschiffe der ausländischen Seemächte versammelt.
Zu den Kriegsschiffen kommen noch eine Reihe von großen Ueberfee ba mpfern, Fischereibooten, die gryßen Luxusjachten unb Werftschiffe, 0 baß die Gesamt3ahl der an der Flottenschau beteiligten Schiffseinheiten wohl etwa 300 betragen dürfte. Das größte Kriegsschiff der englischen Flotte unb überhaupt der Welt ist der von Spanien 3urückgekehrte Schlachtkreu3er „Hood" mit 42100 Tonnen, das Flaggschiff des Vizeadmirals Blake von der Mittelmeerflotte. Noch wuchtiger aber sehen mit ihren „Tower" - Türmen die Schlachtschiffe „R 0 d n e y" und „Nels 0 n", das Flaggschiff des Oberbefehlshabers ber Heimatflotte Abmiral Blakehouse. aus, obwohl sie mit runb 33 900 bzw. 33 500 Tonnen fast 10 OOO Tonnen weniger haben. Zur Mittelmeerflotte gehört ferner der Schlachtkreuzer „Re pulse" mit 32000 Tonnen, und wirklich schwimmende Festungen sind auch die vier großen Schlachtschiffe der „Resolution"-Klasfe, von denen nur „Royal O a k" (29000 Tonnen) in Spithead beteiligt ist. Gewaltige Festen sind auch die Flugzeugmutterschiffe mit je 22 500 Tonnen.
Die auslöndWen Gaffe.
Von den ausländischen Schiffen ist nach der Tonnage das argentinische Schlachtschiff „M 0 - r e n 0" mit 28 000 Tonnen das größte. Nach ihm folgt das Schlachtschiff „N e w Y 0 r k" der Vereinigten Staaten mit 27 000 Tonnen und das neue französische Schlachtschiff, die „D u n q u e r q u e, mit 26 500 Tonnen. Das kleinste Schiff der ausländischen Seemächte ist zugleich eines der neuesten, das 600- Tonnen-U-Boot „Kalev", das Estland entsandt hat.
Schauplatz der Flottenparade ist ein 24 Quadrat- seemeilen großes Gebiet. Hier sind die teilnehmenden Schiffe in acht Linien hintereinander g e st a f f e l t, gewissermaßen — vom Festland aus
ftür oute Nachbarschaft.
Das Frontkämpfertreffen in Aix-les Bains.
Paris, 18. Mai. (DNB.) Der „Paris Soir" veröffentlicht eine Erklärung des Reichskriegsopferführers Oberlindober bei der Frontkämpfertagung in Aix-les-Bains. Oberlind- ober sagte, nur die, die den Krieg nicht mit- gemacht haben, sprechenvomKriege. Der,
der vom Frieden spricht, hat im Krieg seine Pflicht >
Holland vor den Wahlen.
Don unserem Sir.-Äerichierskaiier.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Amsterdam, Mai 1937.
Am 26. Mai 1937 werden in Holland bie Wahlen zur zweiten Kammer stattfinden, der Wahlkampf hat seinen Höhepunkt erreicht. An den Geländern der unendlich vielen Amsterdamer Brücken sind riesige Plakate der Parteien befestigt. An allen Anschlagsäulen unb Bauzäunen finden sich Schlagworte und Aufrufe. Daß gerade dieser Wahl besonders große Bedeutung beigemessen wird, geht schon aus der Tatsache hervor, daß der holländische Ministerpräsident, Dr. Colijn, Spitzenkan- Z>idat der rechtsstehenden antirevolutionären Partei calvinistischer Prägung, vor den Wahlen in 35 Versammlungen in verschiedenen Teilen des Landes spricht, eine Erscheinung, die sonst in Holland nicht beobachtet werden konnte.
Die jetzt kommende Wahl unterscheidet sich von der vorhergehenden durch den Umstand, daß zum ersten Male die holländische NSB. (Mus- iertberoegung) als beachtenswerter Faktor im Wahlkampf auftritt. In beiden durch die NSB. ausgestellten Listen erscheint Mustert als Spitzenkandidat. Es ist bekannt, daß die NSB. dem heute in Holland herrschenden politischen System, das seine Verkörperung in den politischen Parteien findet, den schärfsten Kampf angejagt hat. Die holländische Regierung hat zahlreiche Maßnahmen gegen die NSB. unternommen. Noch kürzlich wurde der Bürgermeister Hillegom, weil er sich zur NSB. Mannte, seines Amtes enthoben; mit derselben Maßnahme ist schon früher gegen eine Reihe von Beamten wegen ihrer Zugehörigkeit zur NSB. vor- gegangen worden. Ob diese Maßnahmen der Regierung, deren Rechtmäßigkeit von der NSB. bestritten wird, zum Ziele führen werden oder ob die Bewegung Musserts aus dem fortwährenden Kampf neue Kräfte zu schöpfen vermag, wird die WM zeigen. Eines steht jedoch schon heute fest, daß sich diese Wahl durch den Gegensatz hie NSB. — hie politische Parteien kennzeichnen laßt. Neben dieser weltanschaulichen Kluft verblassen die Gegensätze imb Unterschiede der parlamentarischen Parteien mntereinanber fast völlig. Das beweist schon die Schaffung der V e r e i n i g u n g „E i n h e i t d u r ch D e m 0 k'r a t i e", die Mitglieder aller parlamentarischen Parteien umfassen soll, angefangen von Rechts bis zu den Marxisten. Hier zeigt sich, daß ; der in Holland so oft verurteilte Volksfrontgedanke doch immer wieder, wenn auch in einigen Abände-
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