Fußball gegen Frankreich und Luxemburg.
Deutschlands Zweifrontenkampf in Stuttgart und Luxemburg.
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In der prachtvollen Adolf-Hitler-Kampfbahn in Stuttgart findet am Sonntag der Fußball- Länderkampf Deutschland — Frankreich statt. Unsere Bilder zeigen oben in der Mitte den deutschen Torwart Jakob (Regensburg), links neben ihm der deutsche Linksaußen Urban (Schalke) und rechts Lehner (Augsburg), der deutsche Rechtsaußen: unten von links nach rechts: der deutsche Spielführer S z e p a n (Schalke), der Halblinke Stürmer, Lenz (Dortmund), der Mittelstürmer, und, rechts S i f f l i n g (Waldhof), der Halbrechte. — (Schirner-M.)
Die Serie der Fußball-Länderkämpfe der deutschen Nationalmannschaft wird am Sonntag gleich mit zwei Begegnungen fortgesetzt: gegen Frankreich und Luxemburg. Das umfangreiche Programm, das der deutsche Fußballsport im Laufe der Saison zu erledigen hat, zwingt zu der Maßnahme, unsere Nationalspieler des öfteren an einem Tag zwei Kämpfe bestreiten zu lassen, was sich natürlich immer nur gegen einen stärkeren und einen schwächeren Gegner durchführen läßt. Die für Stuttgart gegen Frankreich aufgebotene Mannschaft verdient Vertrauen und hätte wohl kaum stärker besetzt werden können, ohne daß sich dadurch jedoch irgendwelche Schwierigkeiten in der Besetzung für Luxemburg ergeben hätten. So dürfen wir den kommenden Fußballereignissen in Stuttgart und Luxemburg mit gesundem Optimismus entgegensehen. Allerdings wird den deutschen Spielern sowohl in der Stadt der Auslanddeutschen als auch in Luxemburg viel abverlangt werden.
Was bringt Stuttgart?
Frankreich ist erst 1931 unser Länderspielgegner geworden. Es kam erst am 15. März 1931 zum ersten offiziellen Länderkampf Deutschland—Frankreich in Paris, nachdem Spiele zwischen deutschen und französischen Vereinsmannschaften vorangegangen waren. Es war ein unglückliches Spiel unserer Nationalmannschaft. Deutschland schenkte den Franzosen durch ein Selbsttor den Sieg.
Das Rückspiel erfolgte zwei Jahre später in Berlin, ebenfalls im März. Es endete mit 3:3 Toren.
Wir waren immer noch ohne Sieg gegen Frankreich. Unsere Hoffnungen auf den ersten Erfolg lagen im dritten Spiel, am 17. März 1935 in Paris. Deutschland siegte 3:1 nach schwerem. Kampf. Stuttgart hat nun darüber zu entscheiden, wer in der Bilanz über den zweiten Sieg verfügt (oder wird es ein Unentschieden?).
lieber 70 000 'm der Adolf hiller kampfbahn.
Daß auch dieser Länderkampf längst „ausverkauft" ist, ist keine Neuigkeit mehr. Deutschland müßte schon jedes seiner Länderspiele ins Olympische Stadion legen, um allen Wünschen der Karteninteressenten gerecht zu werden. Und das würde auch noch zu klein im Fassungsvermögen sein, wie wir es bei Deutschland gegen Italien im November des vergangenen Jahres gesehen haben. Stuttgart hat wirklich alles getan, um den Anforderungen wenigstens einigermaßen gerecht zu werden. Aber mehr als 73 000 find auch in der Adolf-Hitler-Kampfbahn nicht möglich, lieber 40 Sonderzüge werden erwartet, davon ein ganzer Teil aus Frankreich, das in einer Stärke von 10 000 Schlachtenbummlern anrücken wird. Zehn Dolmetscher stehen in der Kampfbahn den ausländischen Besuchern zur Verfügung.
Die Mannschaften.
Deutschland: Jakob (Jahn Regensburg); Janes (Fortuna Düsseldorf), Münzenberg (Alemannia fachen); Gellesch (Schalke 04), Goldbrunner (Bayern München), Kitzinger (L. FC. Schweinfurt); Lehner (Schw. Augsburg), Siffling (SV. Waldhof), Lenz (Bor. Dortmund), Szepan, Urban (beide Schalke 04).
Schiedsrichter: Barlaffina (Italien).
Frankreich: di Lorto; Diagne, Dupuis; Del- four, Bourbotte, Payen; F. Keller, Jgnace, Nikolas, Rio, Bigot.
Zum fünften Mal gegen Luxemburg.
Das „kleine" Länderspiel führt uns mit der Mannschaft des Großherzogtums in Luxemburg zusammen. Früher hatte der Westen das Privileg, eine Mannschaft den Luxemburgern entgegenzustellen, und erst seit der Vorbereitung zu der Weltmeisterschaft 1934 in Italien kam es mit Luxemburg zum ersten offiziellen Länderkampf, der von uns mit 9:1 gewonnen wurde. Der zweite Sieg fiel mit 1:0 bedeutend geringer aus, in der Vorrunde des Olympischen Turniers in Berlin gelang der deutschen Mannschaft mit 9:1 wieder ein großer Erfolg und auch im letzten Treffen, im September des vergangenen Jahres in Krefeld, wurde Luxemburg klar mit 7:2 geschlagen. Auch diesmal ist mit einem deutschen Sieg zu rechnen, obwohl vier Neulinge in der Mannschaft stehen. Luxemburg empfiehlt sich durch den l:0-Sieg vor wenigen Wochen über Frankreichs 8-Mannschaft.
Die deutsche Mannschaft gegen Luxemburg hat folgendes Aussehen: Köhl (1. FC. Nürnberg)?; Appel (Berliner SV. 92), Klaas (Militär SV. Koblenz); Schädler (SSV. Ulm), Sold (FV. Saarbrücken), Kupfer (1.FC. Schweinfurt); Malecki (Hannover 96), Gauchel (FD. Neuendorf), Pörtgen (Schalke 04), Hohmann (VfL. Benrath), Striebin- ger (DfR. Mannheim).
Kölblin wird Europameister im Schwergewichtsboxen.
Im Kampf um die Europameisterschaft im Schwergewichtsboxen siegte am Mittwoch in der Deutschlandhalle der deutsche Meister Arno Kölblin über den belgischen Titelhalter Pierre 'Charlos in 15 Runden nach Punkten und wurde damit Europameister.
Winterhilfe-Veranstaltung des Turnvereins Wiefeck.
Auch in diesem Jahr will der hiesige Turnverein das Winterhilfswerk unterstützen. Diese Möglichkeit soll ihm das am kommenden Samstag im Saalbau Braun stattfindende Schau- und Werbeturnen geben. Aridem sehr reichhaltigen Programm werden alle Astteilungen beteiligt fein. Es sollen Sprungseil
übungen, Bodenturnen, Sprünge am Pferd, Spitzenleistungen am Barren und Reck, Tänze und vielseitige Gymnastik gezeigt werden. Den Höhepunkt des Abends wird das von den Turnerinnen aufgeführte Tanzspiel „An der schönen blauen Donau" bilden, bei dem die Gesangs-Abteilung und ein gutes Orchester mitwirken werden. Der Verein hofft eine gute Werbung für die Leibesübungen zu leisten und dem Winterhilfswerk einen ansehnlichen Beitrag leisten zu können.
Zahresrückschau
des Turnvereins Großen-Linden.
Am vergangenen Sonntag hielt der Turnverein Großen-Linden in der Gastwirtschaft „Zur Linde" seine Jahreshauptversammlung ab. Nach einem gemeinsam gesungenen ■ Turnerlied und einem von dem Turner Otto Weiß vorgetragenen selbstver- faßten Gedicht erstattete der Vereinsführer Dr. Römer den Jahresbericht. Dabei erinnerte er an das im vergangenen Jahre wichtigste sportliche Ereignis, die Olympischen Spiele. In längeren Ausführungen sprach er von der olympischen Idee und ihrer Entwicklung.
Der Mitgliederstand hat sich gegenüber dem Vor- fahr wiederum erhöht. Drei Mitglieder sind durch Tod ausgeschieden, ihr Andenken wurde in der üblichen Weise geehrt. Der Vereinsführer wies darauf hin, daß die Instandsetzung der sehr schadhaften Turnhalle nicht mehr länger.hinausgeschoben werden könne, die Westwand müsse wahrscheinlich vollständig erneuert werden. Dr. Römer verlas dann ein Schreiben des vor vielen Jahren nach Amerika ausgewanderten Mitgliedes Karl Keßler, der für die Uebersendung der goldenen Vereinsehrennadel herzlich dankte. Der Kassenbericht wies einen kleinen Ueberschuß auf. Der Vereinsführer sprach dem langjährigen Kassenführer Ludwig Lang für feine mustergültige Arbeit besonderen Dank und Anerkennung aus. Nach dem Bericht des Oberturn- wartes Karl Seipp war der Besuch der Turnstunden zufriedenstellend. Die Kreisoeranstaltungen sind von den Vereinsangehörigen zahlreich besucht worden, es wurden auch überall gute Erfolge erzielt. Ganz besonders gut haben unsere Nachwuchsturner bei den Mannschaftsrundenkämpfen abgeschnitten. Dem Verein braucht es um die Zukunft nicht bange zu sein. Die Oberstufenmannschaft hat durch ihren Sieg bei dem ersten Rundenwettkampf die Teilnahme an dem Endkampf mit den Mannschaften der Turnvereine Marburg und Kassel sichergestellt. Der Austrag dieses Kampfes findet am 11. April in Großen-Linden statt. Die satzungsgemäß erfolgt Wahl des Vereinsführers ergab die einstimmige Wiederwahl von Dr. Römer. Der Oberturnwart sprach dem Vereinsführer für feine langjährige aufopfernde Tätigkeit besonderen Dank aus. Als Rechnungsprüfer wurden die Mitglieder Heinrich Seth und Albert Volk wiedergewählt. Zur Vertretung des Vereinsführers wurde das Mitglied Ernst Degen in den Vorstand berufen, in den Aelteftenrat tritt das Mitglied Karl Faber ein. Der Oberturnwart verteilte dann die Diplome an die Sieger und Siegerinnen bei den Kreiswettkämpfen. Mit einem Turnerlied und einem Sieg-Heil auf den Führer nahm die Versammlung ihr Ende.
Sportamt „Kraft durch Freude".
Heute folgende Kurse:
Fröhliche Gymnastik und Spiele: Studentenheim, Leihgesterner Weg, 9.30 bis 10.30 Uhr. Lyzeum, Dammstraße 26, 18.30 bis 19.30, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr.
Reiten: Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 Uhr.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen.
Snob
472
Solo
schwarze Hose, weißes Hemd mit Stehkragen und schwarzer Smokingkrawatte.
Snob, engl., vornehm tuender Geck.
Socken, kurze Strümpfe für Herren, die nur bis zur Wade reichen. Man wähle Socken immer passend in der Farbe zum Anzug. Sie werden in warmem Seifenwasser gewaschen.
Soda, kohlensaures Natron, das zum Weichmachen von Wasser, zum Reinigen und Bleich:von Wäsche, zur Herstellung von Glas, Seifen usw. verwendet wird. Soda muß gut verschlossen in Holzoder Porzellangefäßen aufbewahrt werden.
Sodooergiftung siehe Alkalienvergiftung.
Sodawasser, künstliches, mit doppeltkohlensaurem Natron versetztes Mineralwasser.
Sodbrennen ist eine saure, brennende Empfindung in der Ma- gengegend^zuweilen aufsteigend, als Anzeichen von übermäßiger Säurebildung im Magen. Kommt vor nach Genuß von fetten oder sauren, scharf gewürzten Speisen, ist durch Gaben von Natrium ob. Magnesium schnell behoben. Weist bei gehäuftem Auftreten aus eine Magenerkrankung hin, unter Umständen auf Magengeschwür. Man befrage den Arzt. Soiree, franz., entbehrt. Fremdwort für Abendgesellschaft.
Soja, fettreiche ostasiatische Hülsenfrucht, die außerdem sehr eiweißhaltig ist. Fettgehalt 20 v.H., Eiweißgehalt 40 n. H., ferner
Zucker. Sojabohnen erfüllen alle Vorbedingungen eines Volksnahrungsmittels, da ihre Fettstoffe außerdem Lezithin enthalten. Sojamehl erhöht den Wohlgeschmack und Nährwert aller Speisen, bei denen es verwendet wird, besonders bei Suppen und Tunken, und vermindert Dabei den Verbrauch von Eiern. Gegorene Sojabohnen liefern eine sehr pikante Tunke.
Solanin s. Tomate.
Solbäder. Das Baden in Sole übt einen starken Reiz auf die Haut aus und beeinflußt damit den Stoffwechsel und erhöht die Durchblutung der Haut. Angezeigt bei Gelenkerkrankungen (auch bei tuberkulös.), Schwächezuständen, Skrofulose, Basedow, Frauenkrankheiten. Es gibt zahlreiche gute Solbäder.
Sole ist ein Wasser mit besonders starkem Kochsalzgehalt.
Solei, hartgekochtes Ei, desien Schale angeschlagen und in Salz- wasser gelegt wird. Bei dieser Behandlung halten sich die Eier sehr lange, sind aber schwer verdaulich.
Solid, lat., entbehrt. Fremdwort für tüchtig, dauerhaft, haltbar, fest, gediegen, echt, zuverlässig, ordentlich, ehrbar, würdig, besonnen, häuslich, preiswert.
Solinglas, wertvolle Tafelglassorte.
Solitär, einzeln gefaßter Diamant.
Solo, ital., Bedeutung-allein, entbehrt. Fremdwort für Einzel- Dortrag, Einzelstimme, Einzel-
Kohlen von Fischer
Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176
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Rechnungen Briefblätter
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