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arbeiten sofort wieder eingestellt werden müssen. Die Sowjetpresse fordert die zuständigen Volkskom­missare auf, alles zu tun, um die ordnungsmäßige Durchführung der Saatarbeiten zu gewährleisten.

Fluggäste

erfrieren in Gowjetflugzeugen.

Moskau, 17. März. (DNB.) DieIswestija" bringt Enthüllungen über die Zustände auf den sibirischen Flugstrecken. Auf dem Irkutsk-Flugplatz starteten z. B. Flugzeuge nach Orten, die 3000 Kilo­meter und mehr von der Eisenbahnlinie entfernt seien. Für den Fluggast sei aber nicht das G e - ringste getan. Wenn man überhaupt mitkom- men wolle, müsse man in den Warentrans­portflugzeugen in der unmöglichsten Stel­lung zwischen Kisten und Kästen lange Strecken zurücklegen. Da das Flugzeug so konstruiert fei, daß im Inneren ständig Zugluft herrsche, sei eine Temperatur von 35 bis 40 Grad unter Null nichts Absonderliches.Wollen Sie nicht, dann bleiben Sie hier!" werde dem gesagt, der Einwände mache. Die Folge sei, daß Erfrierungen von Nasen und Wangen, von Händen und Füßen an der Tagesordnung seien. Die Leitung der Zivil­luftfahrt tue nicht das Geringste, um diese haar­sträubenden Mißstände zu beseitigen.

Kommunale Tarifsenkungen.

Berlin, 16. März. (DNB.) Entsprechend dem Erlaß des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern vom 30. Januar 1936 kündigten die Werke der Stadt Halle eine Herabsetzung des Grund­tarifs für Strom um 5 Pf. je Kilowattstunde und des Gaspreises um 2 Pf. je Kubikmeter mit Wir­kung ab 1. 4. 1937 an. Die Verbilligung macht 1 Million Mark aus, sie wurde ermöglich! durch die erhebliche Senkung der Schuldenlast der Werke der Stadt Halle von 6,3 auf 0,9 Millionen Mark. Auch für die Stadt Hannover werden die Tarife für Strom und Gas mit Wirkung ab 1. April auf den Stand der Vorkriegszeit zurückgeführt. Die Herab­setzung wird möglich durch den Verzicht der Stadt­verwaltung auf diss Erhebung der Finanzzuschläge in Höhe von 1 Million Mark. Schließlich hat die Stadt Neuß in dem Haushaltsplan für 1937, der mit 9,5 Millionen Mark ausgeglichen ist, gegenüber dem Vorjahr 470 000 Mark mehr an Rücklagen vorgesehen. Der Gaspreis wird von 16 auf 14, der Strompreis von 38 auf 36 Pf. gesenkt. Seit 1933 hat die Stadt ihre Schulden um insgesamt 3,77 Millionen auf etwa 18,90 Millionen Mark vermin­dern können.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer besuchte in Begleitung von Reichs­minister Dr. Goebbels die AusstellungD a s deutsche Bühnenbild" im Haus der Kunst am Königsplatz. Reichsbühnenbildner Benno von A r e n t und der Reichsbeauftrcigte für künstlerische Formgebung, Professor Schweitzer, übernah­men die Führung durch die Ausstellung.

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Eine Ratsabordnung der Stadt Saar­brücken, unter Führung ihres Oberbürger­meisters, Kreisleiter Dürrfel, überreichte Reichs­minister Dr. Goebbels den Ehrenbürger­brief ihrer Stadt. Dr. Goebbels betonte, daß es ihm eine besondere Freude sei, diese hohe Ehrung anzunehmen, da er sich in gemeinsamer Erinnerung an den Abstimmungskampf mit dem ins Reich heimgekehrten Saarvolk besonders herzlich verbun­den fühle.

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Die Offiziere des Reichskriegsmini st e- r i u m s und der» Kriegsschule Potsdam waren bei einem Bierabend im Kaiserhof die Gäste des Iugendführers des Deutschen Reiches. Der Reichsjugendführer gab seiner Freude Aus­druck, daß dieser Abend über die notwendige dienst­liche Zusammenarbeit, Gelegenheit zu einem kame- radlchaftlichen Beisammensein gebe und diese kame­radschaftliche Aussprache auch in Zukunft die Sicher­heit für eine vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Jugend und Wehrmacht seien. Der Chef des Wehr­machtsamtes, Generalleutnant Keitel, unterstrich den Wert einer persönlichen Fühlungnahme als Voraussetzung für das gegenseitige Verständnis der verschiedenen Aufgaben zur Erziehung eines poli- fchen und starken Volkes.

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NSG. Der SS.-Abschnitt XXX, der die SS.-Standarten 2 (Frankfurt), 35, (Kassel) und 83 (Gießen) umfaßt, hat am 20. und 21. März eine Führertagung in Frankfurt. Mit der Ta­gung ist eine Besichtigung der 2. SS.-Standarte und der 2/Mot. 2 durch den Chef des SS.-Haupt- arntes, SS.-Obergruppenführer Heißrneyer im Ostpark und Vorbeimarsch verbunden. Auch der Führer des SS.-Oberabschnittes Fulda-Werra, SS.- Obergruppenführer Erbprinz zu Waldeck und Pyr­mont, wird an der Tagung teilnehmen.

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NSG. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Gene­raloberst Göring hat das Reichstreffen der ehemaligen F l a k w a f f e und des L u f t f ch u tz e s auf den 8. und 9. Mai 1937 nach Frankfurt am Main angesetzt.

Mit der Ueberwindung der Arbeitslosigkeit sind die Aufgaben der Deutschen Gesellschaft für öffentlichen Arbeiten A. G. (Oeffa) erfüllt. Die Reichsregierung hat sich daher entschlos­sen, die Gesellschaft zur Liquidation zu brin­gen. In einer außerordentlichen Generalversamm­lung wurde die Auflösung der Gesellschaft und die Bestellung der-Deutschen Bau- und Bodenbank zum Liquidator beschlossen.

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Nach kurzer schwerer Krankheit verschied das Mitglied des Reichsbankdirektoriums Reichs­bankdirektor Ernst Hasse im 62. Lebens­jahr. Hasse war aus dem Beamtenstab der Reichs­bank hervorgegangen. 1920 bis 1926 war er Refe­rent beim Reichsbankdirektorium und übernahm dann die Leitung der Reichsbankhauptstelle Ham-

Der Mrtschasts-Zngemeur im Vierjahresplan.

Don Dr. W. Prion, Professor an der Technischen Hochschule Berlin.

V. A. Deutschland will den heimischen Kräften das entnehmen, was es zur Sicherstellung seines völkischen Lebens gebraucht. Karge Bodenschätze und unzureichende Naturgaben sollen durch den menschlichen Geist in ihrer Verwendungsfähigkeit verbessert und vervielfältigt werden. Die in vielen Deutschen vorhandene Liebe zur Technik er­hält dadurch einen mächtigen Antrieb und neue Betätigungsmöglicbkeiten. In kurzer Zeit haben Chemie und Maschinentechnik schon Wundertaten auf ihren Gebieten vollbracht. Die Technik steht heute hoch im Kurs, und es ist als ein Glück zu bezeichnen, daß die Wirtschaft (und ihre Labora­torien) auf eine große Masse gut ausgebildeter Chemiker und Ingenieure zurückgreifen konnte. Doch jetzt ist die Zahl der Studierenden an den technischen Hochschulen, der kommenden Chemiker und Ingenieure, stark zurückgegangen, und noch mehr sind die Mittel für Forschung s- und Unterrichtszwecke eingeschränkt wor­den. Und dies: obwohl der Vierjahresplan den An­fang einer Entwicklung darstellen soll. Hier tut Abhilfe not!

Die Taten unserer Chemiker und Ingenieure werden aus der Not Deutschlands geboren. Im ersten Anlauf kommt es nur darauf an, das Not­wendige und Unentbehrliche zu schaffen, damit die Versorgung des einzelnen und der Bestand der Ge­meinschaft gesichert ist. Und dennoch wissen der Forscher und Erfinder wie der Ingenieur und Kaufmann sehr genau, daß, aus die Dauer gesehen, auch die Wirtschaftlichkeit ihrer so auf­opfernden und bedeutungsvollen Arbeit gewahrt werden muß, wenn nicht anderweitig Schäden ein­treten sollen. Erstlich muß die Herstellung der neuen Erzeugnisse oder ihre Verwendung die aufgewende­ten K o st e n rechtfertigen (wenn auch einmalige Abschreibungen für Versuche und Anlaufsarbeit nicht zu vermeiden sein werden). Zum zweiten müssen schließlich die Preise so gestaltet werden, daß nicht wesentliche Preiserhöhungen oder Preisoerlagerungen eintreten, die leicht die gegenwärtige Stabilität der Kaufkraft stören und den immer noch wünschenswerten A n - schluß art d i e Weltwirtschaft weiter er­schweren. In diesem Zusammenhang soll auch an die Bedeutung der Preise für den Staatshaus­halt erinnert werden.

Mchr wie je zuvor müssen daher heute und in der Folgezeit die Stellen, die in dieser Weise an der Verwirklichung des Vierjahresplanes Mitarbei­ten, über mehr als nur technische Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Die Notwendigkeiten des Vierjahresplanes führen vielmehr mit Eindringlich­keit wieder vor Augen, wie sehr der Chemiker und der Ingenieur gleichzeitig Überlegungen über die Kostengestaltung, über Kapitallerfor- dernisse und -beschaffung anzustellen haben. Der Unterricht an den technischen Hochschu­len nimmt auf diese Erfordernisse Rücksicht, wenn auch festzustellen ist, daß es hier und dort noch an der eigentlichen wirtschaftsbetrieblichen Unterrich­tung mangelt. Es verdient aber in diesem Zusam­menhang besonders betont zu werden, daß der Studiengang des Chemikers an den technischen Hochschulen keinerlei Teilnahme an wirtschafts­wissenschaftlichen Vorlesungen, weder volkswirtschaft­lichen, noch betriebswirtschaftlichen, vorsieht.

Das Schwergewicht des Vierjahresplanes liegt in der Technik und bei den Technikern. Aber der Wirtschaftler und Kaufmann sollen und müssen den Techniker bei dieser Arbeit unter- st ü tz e n. Sie sind nicht nur für den Absatz der Erzeugnisse, für die Handhabung des Geldverkehrs und des Rechnungswesens da, sondern insbesondere sollen sie dem Ingenieur auch bei der Gestaltung der Kostenrechnung und der Kostenabrechnung hel­fen und ihm bei der betrieblichen Verwer­tung der Neuerungen zur Hand gehen. Das setzt auf Seiten des Wirtschaftlers und des Kauf­manns ein beträchtliches Maß von technischen Kenntnissen und ein weitgehendes Verständnis für technische Gestaltung voraus.

Im Rahmen des Vierjahresplans gewinnt auch der Wirtschafts-Ingenien r und der tech­nische Kaufmann erhöhte Bedeutung, was sich schon in der großen Nachfrage nach solchen wirt­schaftlich und technisch ausgebildeten Männern be­merkbar macht. Die Wirtschafts-Ingenieure haben die Aufgabe, an all den Stellen im Betrieb zu ar­beiten, wo sich Wirtschaft und Technik berühren. Sie sollen und können natürlich nicht den Techniker in seiner ursprünglichen Arbeit der technischen Ge­staltung ersetzen oder gar überflüssig machen; aber da sie seine Technik verstehen, so können sie sich mit dem Techniker in der Sprache der Technik über die technische und wirtschaftliche Bestgestaltung unter­halten. Sie gewährleisten so ein Zusammen­arbeiten zwischen Wirtschaft undTech- n i Mm Betrieb, das heute an vielen Stellen noch im argen liegt und geändert werden muß. Das stoffliche Denken, das der Wirtschafts-Ingenieur neben feiner wirtschaftlich-kaufmännischen Ausbil­dung mitbringt, ist aber nicht nur für die prak­tische Arbeit in den Wirtschaftsbetrieben von Nutzen, sondern ist auch in all den Stellen erforderlich, die auf Grund wirtschaftspolitischer Maßnahmen in die Gestaltung der Betriebe eingreifen oder letztere zu überwachen haben. Der Wirtschafts-Ingenieur wird daher bei der Prüfung industrieller Betriebe sowie bei den Kosten- und Preisfeststellungen, wie sie die staatliche Arbeitsbeschaffung und die Rüstungsauf­träge erforderlich machen, wertvolle Hilfe leisten können.

An den Technischen Hochschulen Berlin, Dresden und München bestehen besondere Fach­richtungen für das Studium der Wirtschaftslehre mit Einschluß der Grundlagen der Technik. Am wei­testen ausgebaut, insbesondere nach der wirtschafts­betrieblichen Seite, ist diese Einrichtung in Char- lottenburg, die ihre Absolventen mit dem Grad eines Diplom-Ingenieurs (Wirtschafts-Ingenieurs) entläßt. Das Studium ist wie das der Technik- Ingertieure auf 8 Semester bemessen und umfaßt insbesondere die kaufmännische Jndustrie-Wirt- schaftslehre in engster Verbindung mit weitgehen­den Grundkenntnissen in der Technik. Der Vier- jahresplan ist nicht Ende, sondern Anfang einer Entwicklung. Das bedeutet, daß sowohl dem wirt­schaftswissenschaftlichen Unterricht der Technik-In­genieure erhöhte Bedeutung beigelegt werden muß, als es auch erforderlich ist, daß das Studium der technischen Kaufleute und der Wirtschafts-Ingenieure an den technischen Hochschulen, wo es in engstem Zusammenhang mit der Technik steht, weiter aus- gebaut wird.

bürg. In der Bankenkrife 1931 wurde Hasse wieder nach Berlin berufen und hat an den schwierigen Arbeiten zur Wiederherstellung der deutschen Kre­ditwirtschaft maßgeblichen Anteil genommen. 1933 wurde er Mitglied des Reichsbankdirektoriums. Haffe betreute hauptsächlich das Renditinternat.

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Dem Prager Abgeordnetenhause machte Vertei­digungsminister Machnik Mitteilungen über die Wehrerziehung in der Tschechoslowa- k e i. Danach unterliegen alle tauglichen Einwohner beiderlei Geschlechts vom schulpflichtigen Alter bis zum 30. Lebensjahre der Wehrerziehung. Wenn die Staats)nterefsen es erfordern, werden für eine Übergangszeit auch ältere Perso­nen der Ausbildung im Wehrdienst unterworfen.

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Generalmajor van 23 o o r ft tot V o o r , der bisher die 4. Division führte, ist zum Befehls­haber der holländischen Armee ernannt worden. Der bisherige Befehlshaber, Leutnant- General van R o e l l, tritt in den Ruhestand.

Kunst und Wissenschaft.

Die erste Volksmusikschule in Frankfurt.

Durch das Deutsche Volksbildungswerk der NS.- GemeinschaftKraft durch Freude" wurde in Frankfurt a. M. eineK d F." - Volksmusik­schule gegründet. Diese hat sich die Aufaade ge­stellt, die Laienmusik zu fördern. Jeder Volksge­nosse soll durch fröhliches Volksliedersingen und gutes Musizieren mit Guitarre, Handarmonika oder Blockflöte sich selbst und anderen Kameraden Feier­abend seelischer Aufgeschlossenheit gestalten. Die Volksmusikschule, die in engster Fühlung mit der Reichsmusikkammer und der Städtischen Musikschule teht, hat Lehrkräfte für ihre dankbare Aufgabe ge- unben, die in echt deutschem Sinne mit musikali- cher Durchbildung und pädagogischen Fähigkeiten das Verständnis aller für die Volksmusik zu wecken verstehen. So wird in Zukunft nicht nur im Kreis Frankfurt, sondern auch im ganzen Gau Hessen- Nassau durch die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" die Musizierfreudigkeit in sinnvoller Ge­meinschaftsgestaltung gefördert.

Deutsche Gesellschaft für innere Medizin.

Der dritte Verhandlungstag in Wiesbaden galt der Pathologie der Schilddrüse. Professor Eug - st er (Zürich) berichtete über Untersuchungsergeb­nisse, die in Schweizer Dörfern zur Frage der Ent­stehung des Kropfes angefteüt worden find. Nach den Forschungsergebnissen von Professor Falta (Wien), der sich mit der Ursache der Pasedows-

Krankheit beschäftigte, erzeugt z. T. die gesteigerte Tätigkeit der Schilddrüse sekundäre Anreizzustände im Mittelhirn, die sich von dort aus auf bestimmte weitere Gebiete des Gehirns erstrecken. Aus den Ausführungen von Professor Hoff (Würzburg) ging hervor, daß bei dem Auftreten von Schild­drüsenstörungen die Erbmasse eine Rolle spielt. Aus Anlaß der 49. Tagung der Deutschen Gesell­schaft für innere Medizin wählte die Deutsche Hämatologische Gesellschaft den Schweizer Blut­forscher Professor Dr. N a e g e l i, Zürich, einstim­mig zu ihrem Ehrenvorsitzendem Professor Naegeli ist es zu verdanken, daß die Blutlehre in der gan­zen Welt ein wichtiger und ständig an Bedeutung gewinnender Zweig der inneren Medizin geworden ist-

Großer Uraufführungserfolg des neuen Jannings-FilmsDer Herrscher".

Die Uraufführung des neuen Emil I a n n i n g s- FilmsDer Herrscher" gestaltete sich im Ufa- Palast am Zoo in Berlin zu einem großen Erfolg des deutschen Filmschaffens. Die Zuschauer bereite­ten dem mitreißenden Film, der mit dem höchsten PrädikatStaatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll" ausgezeichnet wurde, eine begeisterte Aufnahme. Die Darsteller, an ihrer Spitze Emil Jannings, der auch die künstlerische Oberleitung hatte und Regisseur Veit H a r l a n wurden stürmisch gefeiert. Der Abendvorstellung wohnte auch der Schirmherr des deutschen Films, Reichsminister Dr. Goebbels, bei.

Frühjahrs-Neuerscheinungen im Verlag Gerhard Stalling.

Der Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O.- Berlin, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Agricola : Das Wunder an der Weichsel (Polens schwerste Stunde). Ein Tatsachenbericht. Werner Beumelburg: Die Hengstwiese. Novelle. Bruno Nelissen Haken: Das große Hunde­spiel ober Herr Schmidt zieht sage und schreibe fünf junge Haidjer-Dackel groß. Illustriert von Hans Speidel. Fritz Helke: Die Kietzmühle. Novelle. Karl Friedrich Kurz: Haldor im Frühlingstal. Roman. Maximilian Lahr: Ein Reitermarsch. Roman. Georg vonder Bring: Der Büchsenspanner des Herzogs. Aufzeichnungen des Rittmeisters Otto von Toell. Roman.

Geschenk

der Reichsregierung für die Universität London.

Botschafter von Ribbentro-p übergab dem Institute of Historical Research (Institut für Ge­schichtsforschung) anläßlich des 100jährigen Jubi­läums der Universität London im Namen der

Reichsregierung eineS a mmlung historischer Werke. Die Stiftung umfaßt 2600 Bücher ge­schichtlichen Inhalts, u. a. das letzte erhältliche voll­endete Exemplar der,,Monumenta Germaniae Histo- rica, das grundlegende Quellenwerk zur Geschichte des deutschen Mittelalters. Botschafter v. Ribben­trop wies darauf hin, daß die deutsche Bibliothek den englischen Studenten Gelegenheit gebe, sich eine gründliche Kenntnis der Geschichte des deutschen Volkes anzueignen.Es sei heute notwendiger denn je, daß man einander verstehe. Nichts helfe hierbei mehr, als eine gründliche Kenntnis der geschichtlichen Entwicklungen und der Lebensbedürfnisse der Völ­ker. Der Vizekanzler der Universität, F. H. E a s o n , und der Präsident des Senats, Lord Mac Mil­lan, nahmen die Stiftung entgegen und dankten herzlich für das großzügige Geschenk.

Aus aller Welt.

Reichsgartenschau Essen 1938.

Zur Unterrichtung über die Vorbereitungen zur Reichsgartenschau Essen 1 9 3 8 fand auf Einladung der Stadt Essen ein Presseempfang statt. Dabei überbrachte der Reichshauptabteilungsleiter im Reichsnährstand, van Swinderen, die Grüße des Reichsbauernführers. Gartendirektor Korte (Essen) schilderte den gartenkünstlerischen Aufbau der Reichsgartenschau Essen 1938, während der Leiter der Essener Ausstellungsgesellschaft, Bür- aermeister i. R. Pieper, den organisatorischen Aufbau darlegte. Die Ausstellung, die sich über ein Gelände von 160 Morgen erstrecken wird, dauert von April bis Oktober 1938. Alle Zweige des Gar­tenbaus, auch die Gartenbauhilfsmittel der In­dustrie werden auf der Essener Ausstellung ver­treten sein.

Ein schöner Erfolg für die deutsche Luftfahrt.

Der Präsident des Aero-Clubs von Deutschland, Wolfgang von Gronau, ist im Anschluß an den internationalen Oasenflugwettbewerb in Aegypten zu einem Fluge durch Afrika gestartet. Gronau be­nutzte seinen Aufenthalt in Aegypten, um den m Afrika ansässigen Ausländsdeutschen Grüße aus ihrer Heimat zu übermitteln. Am 2. März ist er in Kairo gestartet und nach einem Flug über Luxor, Wadi Halfa, Ehartum, Juba, Barusha und Jo­hannesburg jetzt in Kapstadt gelandet. Der Flug über das innere Afrika, der etwa 8500 Kilometer betrug, ist trotz der vorwiegend überaus schwieri­gen Landeplätze ohne Zwischenfall verlaufen. Ein­schließlich des Oasenflugwettbewerbes hatte von Gronau bereits über 7000 Kilometer vor dem Start zu seinem Afrikaflug zurückgelegt. Eine schwere Leistungsprobe haben Flugzeug und Be­satzung bisher mit einer Gesamtflugstrecke von 15 500 Kilometer bestanden nach hartem Kampfe in einem schweren internationalen Wettbewerb und in dem heißen Klima. Wie von Gronau be­richtet, ist er überall mit Herzlichkeit empfangen worden und konnte manch frohe Stunde im Kreise auslandsdeutscher Familien verbringen. Zweifellos ist dieser Flug wieder ein großartiger Erfolg für die deutsche Luftfahrt. Von Kapstadt aus wird von Gronau dem südafrikanischen Aero-Club seinen Be­such abstatten und dann wieder Kurs auf Deutsch­land nehmen.

Vier Todesopfer eines Vootsunglücks in Frankreich.

Bei einem^ Bootsunglück bei Angers ertran­ken vier Personen. Das Boot, in dem sich fünf Pioniere befanden, war von einer Sturzwelle zum Kentern gebracht worden. Drei Pioniere konnten an Land schwimmen, während zwei vergeblich mit den Wellen rangen. Zwei Spaziergänger, die den Un­fall beobachtet hatten, eilten den Ertrinkenden in einem Kahn zu Hilfe. Der Kahn war jedoch leck und ging unter. Die beiden Insassen ertranken wie die Pioniere, die sie retten wollten.

Drei Kinder in einer Erdhöhle verbrannt

Der Arbeiter Czekalski bei Argenau im Kreise Inowrazlaw (Woiwodschaft Posen) hatte, weil er für sich, feine Frau und drei kleine Kinder, keine Wohnung fand, in einer Sandgrube eine Höhle aus­gegraben, deren Wände er mit Brettern abgesteift hatte. Als die Frau dieser Tage im Walde Holz sammeln wollte, schloß sie die Kinder in der Höhlen­wohnung ein, nachdem sie vorher den Ofen geheizt hatte. Aus unbekannter Ursache griff das Feuer auf die Wohnungsgegenstände über. Da die Tür ver­schlossen war, konnten sich die Kinder nicht retten und kamen in den Flammen um. Die Mutter fand bei ihrer Rückkehr ihre Kinder nur noch als verkohlte Leichen vor.

Razzia nach Rauschgiftschmugglern im Hafen von Reuyork.

Neuyorker Hafenpolizei und Rauschgiftpolizei un­ternahmen im Brooklyner Hafenviertel eine Razzia auf Opiumschmuggler. Auf einem amerikanischen Frachtdampfer, der aus Schanghai eingelaufen war, konnten dabei 600 Büchsen mit Opium im Werte von über einer halben Million Dollar be­schlagnahmt werden. Die Polizei verhaftete mehrere Offiziere des Frachtdampfers sowie einen wohl­habenden Kaufmann aus Neuyorks Chinefenftadt, der im Verdacht steht, das Haupt einer internatio­naler Opiumschmugglerbande zu sein.

Eine Diebesbande unschädlich gemacht.

Seit längerer Zeit nahm die Beraubung von Stück gutsendungen bei der Güterab­fertigung des Gelsenkirchener Hauptbahnhofes er­heblich zu..In einigen Fällen wurden ganze Sen­dungen, zum Teil mit den dazugehörigen Fracht­briefen gestohlen. Den Beamten des Fahndungs­dienstes der Reichsbahn und der Gelsenkirchener Kriminalpolizei ist es jetzt gelungen, auf die Spur der Diebe zu kommen. Ein Angestellter eines Bahn­spediteurs wurde dabei betroffen, als er einen Frachtbrief, den er bereits einen Tag lang zurück- gehalten hatte, verschwinden lassen'wollte. Die Nachforschungen führten zur Aufdeckung eines gro­ßen Diebeslagers in der Wohnung des Festqenom- menen. Fertige Anzüge, Anzugstoffe, Wäsche, Schuhe aller Art, Lebensmittel usw. wurden vor­gefunden. Bis jetzt sind 11 Personen f e ft g e n o m= men worden, die in die Angelegenheit verwickelt sind. Einer der Haupttäter hat inzwischen Selbst- m o r d verübt, einem anderen konnten etwa vierzig Diebstähle nachgewiesen werden.

Lebensversicherung! Schon das Wort ist schön und tief, die Sache selber aber kann gar nicht hoch genug angeschlagen werden.

Die Dichterworte sollen uns zur Tat aufrufen. Wer wffl an die Sicherung seines Alters erst denken, wenn seine Kraft erlahmt? Wer kann unbesorgt und erfolgreich schaffen, während der Gedanke ihn quält, daß Frau und Kinder einmal plötzlich vor ungewisser Zukunft stehen könnten?--Schlich' Dich

beizeiten der großen Gemeinschaft der Lebensversicherten an, dann wirst Du es selbst erfahren, wie froh und lebensstark das Gefühl erfüllter Pflicht Dich macht.