trag über „Neuzeitliche Fragen im Vogelschutz und Gartenbau". Eine rege Aussprache schloß sich an. Die Gratisverlosung von Blumenstöcken, Beerenobststräuchern und Gartengeräten brachte jedem Mit- gliede einen Gewinn
Kreis Schotten.
x Schotten, 17. Febr. Zur Zeit finden die Holzversteigerungen statt, die dem Staat und den Gemeinden gute Erlöse bringen. Für Buchenscheiter wurden im Durchschnitt 7 bis 8 Mark erlöst, für Knüppel etwa 5 Mark Die Nachfrage war überall stark.
* Helpershain, 18. Febr. Hier begeht am Freitag, 19. Februar, bei geistiger und körperlicher Gesundheit Frau Annemarie M o mb e r g e r Wwe. ihren 7 5. Geburtstag. Sie ist Mutter von acht Kindern und sitzt trotz ihres hohen Alters noch täglich am Spinnrad
Kreis Alsfeld.
A Alsfeld, 16. Febr Ein großes Trauer- geiolge begleitete die sterbliche Hülle des Forstrats Heinrich K r e u d e l in Alsfeld zur letzten Ruhe. Am Grabe erfolgten Kranzniederlegungen von den Vertretern der Ministerialforstabteilung, der Bezirks- forftqruppe Alsfeld, des Forstamts Alsfeld, der Gefolgschaft des Forstamts Alsfeld, der Kreisjäger- schä't, der Stadt Lauterbach, woselbst der Verstorbene früher tätig gewesen war, der studentischen Verbindung des Sohnes des Verstorbenen, der Alterskameraden und der Kriegerkameradschaft Alsfeld. Die Ehrensalven der Kriegerkameradschaft und das Lied vom guten Kameraden bildeten den Ausklang der Trauerfeier, nachdem der Kreisjägermeister mit dem jagdlichen Scheidegruß, der von Angehörigen der Bezirksforstgruppe geblasen wurde, Abschied genommen hatte. Forstrat Keudel, der bis zum Jahre 1921 das Forstamt in Lauterbach verwaltete, kam in diesem Jahre nach Alsfeld, wo er bis zu seinem Tode wirkte. Er ist durch seine Tätigkeit als Landamtmann besonders bekannt geworden und vertrat im Arbeitsausschuß der Arbeitsgemeinschaft der Träger der Arbeit für das Arbeitsdienstlager Alsfeld die Interessen des hessischen Forstfiskus. Sein aufrichtiger Charakter hatte ihm viele Sympathien erworben.
ch Kirtorf, 17. Febr. Der Gesangverein „Liede r k r a n z" veranstaltete im Saal „Zur Krone" seine Generalversammlung. Der Vereinsführer gab der Bitte Ausdruck, durch fleißigen Besuch der Singstunden dem Verein auch weiterhin vorwärts zu helfen. Nachdem man in ehrender Weise der Toten des vergangenen Jahres gedacht hatte, wurde der Kassenbericht erstattet, der in Ordnung war. Die Kasse wies erfreulicherweise einen erheblichen Ueber- schuß aus. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. An Stelle des verstorbenen Sangesbruders Wilhelm Sommer wurde Wilhelm Köhler in den Vorstand berufen. Für den ausscheidenden Rechner Heinrich Köhler II. wurde L. Wolf zum Rechner bestimmt. Der Vereinsführer dankte dem ausscheidenden Rechner für seine langjährigen treuen
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Me entsteht der Losbries der Winterhilfe?
und die damit verbundenen Maßnahmen der Behörde und des Reichsluftschutzbundes anerkennt und befolgt, bewies hier die er sie Verdunkelungsübung am Dienstagabend. Der große Ort mit 2500 Einwohnern lag nach den ersten Alarmsignalen vollständig in Dunkel gehüllt. Die Verhüllung der Fensterfronten war durchweg so sorgfältig getätigt, daß der Kontrolldienst kaum Beanstandungen zu machen hatte. Erfreulicherweise führte eine ganze Reihe den Ort durchfahrender und von der Polizei und der SA. an den Dorf- eingängen auf die Verdunkelung aufmerksam gemachter Kraftfahrer die Abblendungshauben für die Scheinwerfer mit sich. — Die in einer Anzahl von Parallellehrgängen seit einiger Zeit in unserer Gemeinde stattfindenden Schulungskurse der Ortsgruppe Launsbach des RLB. gehen in den nächsten Tagen zu Ende. Damit dürfte aus jedem Haushalt eine Person die Grundschulung des Luftschutzes erhalten haben.
Die Plombe garanfierf die Ordnungs- mäfjigkeif der Losbriefe im Kasten
Losbriefe sind Wertpapiere, auch wenn auf manchen steht: „Dieses Originallos hat nicht gewonnen". Denn auch die nichtgewinnenden müssen dieselbe Erscheinung haben wie die Gewinnlose, und diese
Dienste. — Dieser Tage fand im Rathaussaal eine Bauernversammlung statt. Ortsbauernfüh- rer L i e h r sprach zunächst über den Flachsanbau und ermahnte die Bauern, sich auch in diesem Jahre wieder an diesem Anbau zu beteiligen. Ferner gab er Aufschluß über zweckmäßigen Rapsanbau. Hauptwachtmeister Schröter sprach anschließend über Unfalloerhütungsoorschriften, insbesondere über Leitern und beim Treppenbau. Er ermahnte alle Bauern und Landwirte, diese Vorschriften genau einzuhalten. — Am morgigen Donnerstag kann Frau Luise Haustein bei bestem Wohlbefinden ihren 7 3. Geburtstag feiern. Die Jubilarin versieht trotz ihres hohen Alters noch allein die bekannte Stadtwirtschaft „Zum offenen Helm". Der einzige Sohn der Hochbetagten fiel im Weltkrieg.
Kreis Wehlar.
Q Krofdorf-Gleiberg, 17. Febr. Wie sehr die Bevölkerung bereits von der Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes überzeugt ist
sind vor jeder Fälschungsmöglichkeit zu schützende Wertscheine. Die Reichswinterhilfe-Lotterie hat mit der Herstellung der Lose zwei Firmen in verschiedenen deutschen Städten beauftragt, die mit etwa 1000 Personen starker Belegschaft in monatelanger Arbeit die 30 Millionen Losbriefe schaffen.
Voraussetzung ist die Anfertigung eines besonderen Wasserzeichenpapieres. Dieses ist der erste Schutz gegen Fälschung. Um ein Durchleuchten der Lose unmöglich zu machen, erhalten die Losbriefe beim ersten Arbeitsgang auf der Rückseite einen schwarzen Schutzdruck. Es folgt dann der Vorderseitendruck, das Numerieren der Lose und Ausstan- zen. Erst wenn festgestellt ist, daß sämtliche Lose einwandfrei gedruckt sind, kommen sie zur Falzung. Spezialmaschinen erreichen eine Faltung, die wesentlich zur Sicherung des Loses beiträgt. Eine weitere Schutzmaßnahme bildet der Verschluß mit der Siegelmarke. Es folgt dann nochmalige Zählung, das Einstecken der«. Lose in die Hüllen, das Verkleben der Hüllen und als Schlußarbeit die Schutzprägung, Rillung genannt, am Kopf des Losbriefes. Um die Unmöglichkeit eines Mißbrauches im Betrieb selbst klar zu machen, ist eine Schilderung der gesamten Vorgänge angebracht.
Das Papier muß, um den regelmäßigen Druck zu gewährleisten, auf die Temperatur des Verarbeitungsraumes gebracht werden. Erst dann kann der Druck beginnen. Die fortlaufenden Nummern der Lose, die sich automatisch beim Druck einschalten, ergeben die erste Zählung der Lose. Eine Aufsichtsperson verfolgt genau die richtige Arbeit der Maschinen. Ueberdies setzt nun die Loskontrolle erstmals ein, und trotz Millionenauflage wird jedes ausgestanzte Los einzeln auf Druck und Numerierung geprüft. Die Nieten gehen in die Falzmaschine getrennt von den Gewinnlosen; die letzteren gelan-
Die fertiggestellten Losbriefe werden nochmals in einer genauen Zählkontrolle geprüft
gen dann in ihrer Gesamtheit sofort in die Verwahrung des ständig anwesenden Kriminalbeamten, unter dessen Aufsicht auch „hinter Gittern" die Gewinnlose entsprechend dem Gewinnplan unter die Nieten eingemischt werden.
Hierauf werden je 200 Losbriefe — Nieten und Gewinne — in Schachteln gereiht, die sorgfältig abgezählt die Verschlußmarke empfangen. Die Zählkontrolle setzt wieder beim Einstecken der Lose in die Hüllen ein und findet nochmals bei dem Verkleben der Loshüllen statt. Nun folgt die Verrillung, der die Schlußkontrolle sich anschließt. Ist diese beendet, so gehen die Originalschachteln, welche die Glücksmänner ausgehändigt erhalten, zur Verschnürung und Plombierung. All dies ist ein langwieriger Vorgang, der aber, weil wohl durchdacht und überprüft, die volle Gewähr für die Unmöglichkeit von Irrtum und Mißbrauch bietet
Wenn alle diese Arbeitsgänge abgeschlossen sind, werden die Schachteln rasch in Kisten verpackt, die zur Sicherheit noch mit einem Stahlband mit besonderem Verschluß umspannt werden. Bahn und Lastwagen bringen die Kisten dann zu den Dertei- lungsstellen, in welchen sie an die Losoerkäufer, die grauen Glücksmänner, die allen zur liebgewordenen Erscheinung im Straßenbild geworden sind, weiter- | gegeben werden.
Arbeiisvergebung.
Die im Rechnungsjahr 1937 (1. April 1937 bis 31. März 1938) herzustellenden Gas- und Wasserleitungsrohrgräben sollen auf Grund der RVO. öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Technischen Büro des Gas- und Wasserwerks (Gartenstraße 3 I, Zimmer Nr. 3) aus. Die Vordrucke sind dort erhältlich. 1109A
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Gießen, am 17. Februar 1937.
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Trauerkleidung, für das erste halbe Jahr der Trauer tiefschwarze Kleidung, ebenso Schuhe und Strümpfe. Witwen tragen kleinen Krepphut mit Krepvnak- kenschleier und Eesichtsschleier, außerdem ist ihnen ein kleiner weißer Rand am Hut oder Kleiderärmel gestattet. Das zweite halbe Jahr trägt man Halbtrauer. d h. schwarzweiße Kleider. Der Herr trägt am linken Rock- oder Mantelärmel und um den Hut einen Florstreifen und eine schwarze Krawatte. — Geht man zu einer Beerdigung, trägt man nach Möglichkeit schwarze Kleider, wenn nicht zum mindesten ganz dunkle. Gesichtsschleier sind nicht notwendig. Der Herr schwarzen oder dunklen Anzug, weißes Hemd, schwarze Krawatte und Zylinder.
Trauring, Ehering, das symbolische Zeichen der ehelichen Verbindung. Trauringe sind au^ Gold und meist glatt man^mal
auch ziseliert, nicht aber mit Steinen besetzt. Innen ist gewöhnlich der Vorname des Ehepartners mit dem Datum des Hochzeitstages eingetragen. Es ist üblich, den Verlobungsring am vierten Finger der linken Hand, den Ehering am vierten Finger der rechten Hand zu tragen. In manchen Gegenden ist es umgekehrt der Brauch. Verwitwete Ehegatten pflegen beide Ringe zu tragen. Neuere Verordnungen schranken die Verwendung von Gold bei Trauringen stark ein.
Treibarbeit, Art der Metallbearbeitung, bei der in der Hauptsache Edelmetallbleche durch Hamnzerschläge zu Gefäßen ge- formt^werden. Die fertige Arbeit nennt man „getrieben" oder „gehämmert".
Treiben von Pflanzen ist die Verlegung der natürlichen Blütezeit. Zwiebelblumen kommen durch Zimmerwärme früh zum Blühen. Es können auch abge- schnittene Zweige von Sträuchern und Bäumen, die Blutenknospen oorgebildet haben, im geheizten Raum in warmem Wasser getrieben werden. Beliebt ist der „Varbarastrauß", der vornehmlich aus Kirschbaumzweigen besteht und zu Weihnachten blüht, wenn er, in Wasser gestellt, im warmen Zimmer vorgetrieben wird. S. auch Forsythie.
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