Washingtoner Vertrages niedergelegten Bestimmungen, die inzwischen von Deutschland, England, Amerika, Frankreich, Italien und Japan angenommen worden sind. Wie Reuter weiter meldet, hatte Botschafter Mcüsky mit Unterstaatssekretär Sir Robert Vansittart einen allgemeinen Gedankenaustausch über die europäische Lage.
Oie Lage
an den spanischen Krönten.
Bolschewistische Gegenangriffe zusammengebrochen.
Salamanca, 18. Febr. (DRB. Funkspruch.) An der A st u r i e n f r o n t versuchte der Feind einen Angriff, der unter starken Verlusten a b g e - wiesen wurde. Die Madrider Division meldet, daß die in der Nähe des Ostparks versuchten vergeblichen Angriffe des Feindes auf die nationalen Stellungen viele Leute kosteten. Ebenso wurde ein Angriff der Internationalen Brigade auf die kürzlich eroberte Ortschaft La Maranosa (Jarama-Gebiet) abgewiesen. Zwei von sechs Tanks, die den Angriff unterstützt hallen, wurden erbeutet. Im Jarama-Gebiet setzten die nationalen Truppen langsam ihren Vormarsch fort und verbesserten ihre Stellungen. Drei bolschewistische Tanks wurden vernichtet. Zwei Lastwagen mit Angehörigen der Internationalen Brigade verloren den Weg und landeten inmitten der nationalen Reihen. Hierauf entstand eine Schießerei, der die Insassen zum Opfer fielen.
Nationale Flieger bombardierten am Donnerstagfrüh die katalanische Stadt Lerida, die nun auch in den Bereich der Kampfhandlung gerückt ist. Im Jarama-Abschnitt konnten die nationalen Truppen in sechs Kilometer Breite und sechs Kilometer Tiefe weiter vorstoßen. Die Kämpfe in den Oelbaumwäldern sind sehr hart. Die Bolschewisten haben hier sogar in den Wipfeln der Bäume Verteidigungsnester eingerichtet.
Der kommunistische Sender in Madrid teilt mit, daß unweit der Küste bei Taragona ein Gefecht zwischen drei bolschewistischen und zwei nationalen Kriegsschiffen stattgefunden hat. An- aesichts der Ueberlegenheit der nationalen Seestreit- kräfte mußten die Bolschewistenschiffe mit erheblicher Havarie flüchten. Bei dem Gefecht kam der französische kommunistische Abgeordnete Massell, der sich seit einiger Zeit bei den Bolschewisten in Spanien aufhielt, um.
Oie Verhaftung Reichsdeutscher in Sowjetrußland.
Moskau, 17. Febr. (DRV.) Der deutsche Bot- schafter in Moskau Graf von der Schulenburg hat am Mittwoch die Angelegenheit der ver- hafteten Reichsdeutschen persönlich erneut im Außenkommissariat zum Gegenstand e r n st e r Vorstellungen gemacht. Er hat insbesondere unter Hinweis auf die außergewöhnlich lange Dauer der Voruntersuchung die alsbaldige Erlaubnis zum Besuch der Verhafteten durch ein Botschaftsmitglied, und zwar ohne Rücksicht auf den Stand des Verfahrens, gefordert. Es ist zu hoffen, daß nach diesem Schritt das Verfahren gegen die verhafteten Reichsdeutschen nunmehr schnell zum Abschluß gebracht wird, um ihnen die lange Untersuchungshaft mit ihren körperlichen und seelischen Qualen nach Möglichkeit zu verkürzen.
Bolschewistische Stteikhehe in ungarischen Bergwerken.
Budapest, 17. Febr. (DNB.) Die Fünf- kirchenerKohlengruben, die größten Bergwerke Ungarns, wurden stillgelegt. Die Direktion des Bergwerks sperrte die Einfahrt in die Schächte für die gesamte Belegschaft von 4100 Mann. Vor zwei Wochen hatte die Belegschaft unter Hinweis auf die Steigerung der Lebenshaltungskosten eine Lohnerhöhung gefordert. Die Direktion hatte sich grundsätzlich zu einer allgemeinen Lohnerhöhung b e r e i t e r k l ä r t. In den letzten Tagen stellte die Direktion jedoch fest, daß fremde kommun i st i s ch e Agenten sich in die Schächte eingeschlichen hatten und versuchten, einen General- streik unter Tage durchzusetzen. Es bestand daher die Gefahr, daß die Opfer dieser gewissenlosen Pläne in den nächsten Tagen in die Schächte einfahren, aber nicht wieder ausfahren würden. Vor drei Jahren schon ist den bolschewistischen Streikhetzern ein solcher Anschlag geglückt. Die Verhetzten wurden, nachdem sie tagelang ohne
Nahrung im Schacht geblieben waren, völlig erschöpft und halb tot zu Tage befördert. Aus diesem Grunde hat die Direktion die Einfahrt der gesamten Belegschaft in die Schächte vorläufig gesperrt.
Deutsch-tschechoslowakischer Eisenbahnvertrag ratifiziert.
Berlin, 17. Febr. fDNB.) Im Reichsgesetzblatt ist ein deutsch-tschechoslowakischer Vertrag veröffentlicht worden, der die Verhältnisse der über die deutsch-tschechischen Grenze führenden Eisenbahnlinien regell. Nach dem Versailler Vertrag waren alle Staatsoerträge, die seinerzeit des Deutsche Reich mit Oesterreich-Ungarn abgeschlossen hatte, ungültig geworden, mithin auch die Regelung der Bahnübergänge in den Grenzgebieten. Da es zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei nicht weniger als 34 Ueber- gänge gibt, deren wichtigste auf tschechischem
Gebiet liegen — vor allem Eger, Bodenbach, Tetschen und Oderberg — und die Bahnhöfe, in die die deutschen Reichsbahnen einmünden, z. T. bis 20 bis 30 km von der deutschen Grenze entfernt liegen, waren die Verhandlungen ebenso schwierig wie politisch bedeutsam. Durch den jetzt abgeschlossenen Vertrag ist im wesentlichen die Regelung erhalten geblieben, die vor dem Kriege Gültigkeit hatte. Die deutschen Strecken, die in auf tschechischem Boden liegende Bahnhöfe einmünden, sind der Reichsbahn erhalten geblieben. Lediglich die verhältnismäßig unbedeutende eingleisige Strecke von Reichenberg bis zur deutschen Grenze soll der Tschechoslowakei übertragen werden. Auf dem Bahnhof Eger wird der Güterverkehr ebenso wie alle Sonderdienste von der Reichsbahn besorgt, während die tschechoslowakischen Bahnen den Personenverkehr wahrnehmen.
Beim Berufswettkamps der Köche.
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Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und der italienische Arbeiterführer Präsident Cianetti besichtigten in Frankfurt a. M. die Arbeiten der Reichsberufswettkampfgruppe „Gaststätte". — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Realsteuerresorm und Finanzausgleich.
Berlin, 17. Febr. (DNB.) Vor der Jndustrie- und Handelskammer Berlin sprach der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Fritz Reinhardt über Realsteuerreform und Finanzausgleich.
Durch die Realsteuerreform vom 1. Dezember 1936 sind die 16 Landesgesetze abgelöst worden durch ein Reichsgesetz. Die 16 Grundsteuergesetze sind abgelöst worden durch ein Grundsteuer- aesetz und die 16 Gewerbesteuergesetze durch ein Gewerbesteuergesetz. Diese Vereinheitlichung ist zu- gleicb eine sehr bedeutende Vereinfachung des deutschen Steuerwesens.
Eine weitere Vereinfachung ist die Tatsache, daß zur Erhebung der Grund- und Gewerbesteuer im gesamten Reichsgebiet nur noch die Gemeinden berechtigt sind. Die Steuern sind nach Inkrafttreten der neuen Gesetze nicht mehr staatliche Steuern, sondern Gemeindesteuern. In den Haushalten der Gemeinden steigen die Realsteuereinnahmen um die Posten, die in den Haushalten der Länder an Realsteuereinnähmen verschwinden. Die Gesamteinnahmen der Gemeinden steigen und die Gesamteinnahmen der Länder sinken. Diese Umlagerung bedingt eine entsprechende N e u g e st a l - tungder La st en - und Aufgabenverteilung zwischen Ländern und Gemeinden. Die Reichsminister der Finanzen und des Innern werden Grundsätze aufstellen für die Neugestaltung, die darauf abgestellt sein werden, den Gemeinden einheitlich für das ganze Reich diejenigen Aufgaben zuzuteilen, die sie nach ihrem neuen erhöhten Steueraufkommen tragen können, und die auch ihrer Art gemäß in den Aufgabenbereich der Gemeinden gehören. Außerdem ist eine Neugestaltung des Finanzausgleichs zwischen Ländern
und Gemeinden erforderlich, die bis zum 1. April 1938 durchgeführt fein muß.
Die Länder werden über eigene Realsteuerquellen nicht mehr verfügen. Das Ziel für die Zukunft ist, daß es nur noch Reichs steuern und Gemeindesteuern gibt. Die Haupteinnahmequellen der Gemeinden werden die Grundsteuer und die Gewerbesteuer sein — durch die sie die wirtschaftliche Grundlage, deren sie zur Erfüllung der ihnen gestellten und noch zu stellenden bedeutungsvollen Aufgaben bedürfen, erhalten. Aus der Realsteuerreform ergibt sich weder eine Belastungsverschiebung zugunsten oder zu Lasten von Gebietskör- perschasten, noch eine allgemeine Erhöhung der Realsteuern einzelner Gebietskörperschaften. Die Vereinheitlichung des Realsteuerrechts führt jedoch zu Belastungsverschiebung innerhalb der ein- z ei n e n Gemeinde, die weder eine allgemeine Steuererhöhung noch eine Steuersenkung, sondern nichts anderes als Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Besteuerung darstellen.
Im Gewerbe st euergesetz sind als Besteuerungsgrundlagen nebeneinander Gewerbeertrag, Gewerbekapital und Lohnsumme vorgesehen. Es müssen in jedem Fall Gewerbeertrag und Gewerbekapital als Grundlage dienen. — Die- Festsetzung des einheitlichen Steuermeßbetrages ist Sache des Finanzamtes, die Festsetzung des Hebesatzes Sache der Gemeinde.
Die Gebäudeentschuldungssteuer bleibt weiterhin zunächst eine Steuer der Länder. Die Verschiedenheit der Höhe der Steuersätze und der Staffelung zwischen einzelnen Ländern bleibt bestehen. Die Steuer ist mit Wirkung ab 1. April 1935 um 25 v.H. gesenkt worden. Ab 1. April
Oie Nashorn-Geschichte.
Von Erich paetmiann.
Als die Geschichte bekannt wurde, war man sich in der Gegend darüber einig, daß es sich um eine ausgemachte Niggerstory aus Schnaps und nächtlichen Traumgesichten handle. Um so mehr, als sie sich ausgerechnet in der Nacht nach der Lohnzahlung ereignete. Aber Ephraim beteuerte, daß er sich für seine Schillings verhältnismäßig wenig „Supi" gekauft hätte und war auch im übrigen gern bereit, die Wahrheit seiner Worte beim Grabe Kamahereros zu beschwören.
Ephraim war mit mehreren seines Stammes beim Bau eines Ausweichgleises an der Bahn Zesfon- tein—Usakos beschäftigt, nahe dem Ugab-Rioier. Die Pontoks der Herero lagen etwa hundert Schritt landeinwärts neben der Strecke. Ringsum dehnt sich die Steppe mit Sand, Gras und Busch und einzelnen Kameldornbäumen dazwischen.
Ephraim war kurz nach Mitternacht von seiner Matte heruntergekrochen, hatte draußen eine Weile in der letzten Glut des Kochfeuers herumgestochert und trockene Aeste aufgelegt Dann hatte er sich ein Stück außerhalb der Werft unter einer Giraffenakazie niedergelassen und angefangen, in die Sterne Ast träumen. Es war Vollmond, über den hellen Himmel strich das Rufen der Kiebitze, und in der Ferne heulte ein Schakal seinen einsamen Nachtgesang. Sonst war alles in die atemlose Stille der Sternennacht getaucht.
Da wurde plötzlich im Feld ein dumpfes Stomp» fen hörbar, leise noch und von draußen durch den Nachtwind hergetragen. Ephraim kannte alle Geräusche der Steppe, kannte den starken Tritt der Elenantilope und das scheue Klopfen der Oryx- gazellen. Aber mit diesen tiefen dumpfen Lauten konnte er nichts anfangen.
Jetzt war es still. Nur ein trockenes Schnaufen wehte vor dem Wind herüber. Dann wurden die Laute wieder wach, kamen näher, immer näher, immer in dem gleichen schweren Trab, hart und fallend und mit nichts, auch nicht dem Tritt des Elefanten vergleichbar.
Ephraim stand unbeweglich vor der Akazie, lauschte und starrte und hielt vor Aufregung die dicken Lippen über dem Gebiß weit offen.
Da sah er plötzlich, zweihundert Meter vor sich, das Mondlicht über eine breite, bräunlich-graue Masse schimmern, die durch das Steppengras heranzog, sah ein Horn, flog herum und flüchtete Hals über Kopf und mit vielen wilden Schreien zu den Pontoks zurück: „Rheaster! Baas Donell! Mistera! Ekozu! Ekozu!"
Aus allen Eingängen und Löchern reckten sich, von dem Lärm aufgeschreckt, die schwarzen Wollschöpfe heraus, aber bei dem Ruf Ekozu (Nashorn) waren sie ebenso schnell wieder verschwunden. Ephraim stolperte im Laufen über eine Wurzel, rollte sich wie ein Ball noch ein Stück weiter bis an die erste Hütte und kauerte sich dahinter auf den Boden.
Da brauste das Ungeheuer heran, schnaufend wie ein Dampfpflug, den Schädel im Angriff tief gesenkt, daß der Boden unter dem Anprall seiner Wucht erdröhnte. Ephraim schloß die Augen. Als er sie wieder öffnete, stoben die Funken der Feuerstelle durch die Luft, Kessel und Dreifuß und Geräte klirrten wüst durcheinander, und der Holzstaub der Asche wirbelte wie eine Kielwolke hinter dem Koloß her.
Dann wurde es allmählich wieder so still, daß man das Locken eines Perlhuhnes in der Ferne hören konnte.
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In der Umgegend war man, wie gesagt, bereit, die Geschichte von dem Nashorn, das durch das Lager einer Bahnarbeitergruppe hindurchrast, mit einem Lächeln abzutun. Zunächst, wandten die Zweifler ein, hätte sich ein wütendes Nashorn kaum mit einigen eingebeulten Kesseln begnügt, und außerdem war in langen Jahren kein Fall mehr bekannt geworden, daß sich ein Stück dieses gefährlichsten afrikanischen Wildes aus seinen letzten Schlupfwinkeln hinausgetraut hätte in die Region des weißen Mannes und feinen Siedlungen.
Aber da kam die Nachricht, daß die Bambusen einer Farm fünfzig Kilometer nördlich schon ein paar Tage vorher bas Tier gesichtet hätten. Ge
naueres konnten sie zwar nicht erzählen, weil sie augenblicklich die Flucht ergriffen hatten, aber soviel stand nach ihren Schilderungen fest, daß es sich um einen alten, riesigen und bösartigen Einzelgänger handelte, „von weit über zwei Meter Schulterhöhe".
Einen Tag später erschien in der Windhuker Zeitung die Notiz, das schwarze Begleitpersonal eines Güterzuges habe in dem Gebiet zwischen Ugab und Omarurufluß ebenfalls das Tier durch den Busch trotten sehen, etwa achthundert Meter von der Strecke entfernt. Darunter stand eine Warnung an alle Weißen des Bezirks, das offene Feld nicht ohne Waffe zu passieren.
Nun ließ das Jagdfieber einige Farmer nicht mehr ruhen, sie machten sich zu Pferde und im Kraftwagen auf die Suche nach dem Eindringling, der in dieser ©egenbj)on Rechts wegen ausgestorben zu sein hatte. Sie suchten zwei, brei Tage, und fanben nichts. Man begann sich bereits wieder anderen Gesprächen zuzuwenden, nur auf den Werften der Eingeborenen wurde allabendlich noch mit unvermindertem Geschnatter von „Ekozu" ober „Kehib" geredet, je nachdem, ob es Herero oder Hottentotten waren, und die Sandveteranen unter ihnen wurden nicht müde, erregende Abenteuer und Begegnungen mit diesem Untier auszugraben und mit großer Theatralik vorzuführen.
Da kam plötzlich die Nachricht, daß ein alter Burenfarmer auf das Tier gestoßen fei. Aber als er davon erzählte, war er sehr kurz und wortkarg, ohne die geringste Spur der sonstigen weidmännischen Gesprächigkeit.
Er war morgens in aller Frühe am Nordrande der Namib, dem wasserlosen Wüstenstreifen zwischen Steppe und Atlantik, entlanggeritten, als er draußen zwischen Sand und Schotter ein graues, rund- geschliffenes Stück Fels liegen sah. Beim Näherkommen erkannte er, daß es noch ein sehr junges Nashorn war. Es maß nicht viel mehr als einen Meter, vom Widerrist bis zu den Zehen.
Aus irgendeinem Grunde mußte es in das Durst- felb ber Namib hinausgeirrt fein, vielleicht auf ber Flucht vor den vielen erschreckenben und unerklärlichen Geräuschen der Technik, denen es auf seiner
Seltsames Rauchgerät der Araber.
er gut.
ständige Ziehen an der Pfeife wird dieses 5RH] > allerdings sehr rasch abgenutzt und unbraudf’ar, und ein großer Vorrat von neuen Rohren ist im ml nötig. Streichhölzer gelten als westlicher LuM den man sich nur verschaffen kann, wenn man die Wohltätigkeit irgendeines weißgesichtigen Fremde zu erwecken versteht. Für gewöhnlich gewinnen bit| Beduinen ihr Feuer, indem sie die Feuersteine Itfj Wüste an Streifen von altem Baumwollzeug r«* I den. Dieser Zunder wird dadurch zubereitet, ein Stück Baumwolle zuerst zwischen zwei rauhm Steinen gemahlen wird. Noch primitiver sind tiu Tabaksbeutel, aus ber Haut eines Zickleins ; schnitten. In biesen haarigen Beutel stopft ber Ä' 1 buine genügen!) Tabak für bie längste ^amelreije-1 i Immerhin kann ber Europäer, wenn er nur mn • dem Bebuinen in bie Geheimnisse seines Rach ! gerätes einigermaßen eingeweiht wirb, zu einem genußreichen Rauchen kommen, solange er feinen arabischen Tabak zu rauchen braucht. Dieser wcösl irgenbroo roilb in ber Wüste unb stinkt schon r.m weitem gen Himmel; aber bem Beduinen schmckt
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1938 tritt eine weitere unmittelbare Senhttf ein, die sich jedoch nur auf die höchsten Steuerstusen erstreckt. Es ist beabsichtigt, die Gebäudeentsä^. dungssteuer auch weiterhin durch Abbau der Spitzen stufen im Rahmen des Möglichen zu senken. Ein« weitere Senkung würde erstmals für das Ich 1939 in Betracht kommen.
Die A u f g a b e n v e r t e i l u n g der öffentlichen Verwaltung vollzieht sich in zwei Richtungen: Luj der einen Seite werden Aufgaben, die bisher di« i Länder wahrgenommen haben, auf das R e 1 ch übernommen, auf der anderen Seite werden Auf gaben von den Ländern auf die Gewe nden übertragen. Durch das Gesetz über den Neuaufbau des Reiches vorn 30. Januar 1934 sind bereits verschiedene Ueberleitungen von den Ländnn auf das Reich erfolgt. Die bisher wichtigste ist di« Ueberleitung der gesamten Rechtspflege aujH das Reich, die zwangsläufig auch zu einer entsprechenden Verlagerung d e r Lasten geführt hat, indem vom Rechnungsjahr 1935 an den UM Ländern von den Reichssteuerüberweisungen runM 320 Millionen Mark gekürzt werden I
Die Grundgedanken einer Verlagerung von Aus- gaben und Lasten auf die Gemeinden sind I in der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januars 1 1935 verankert. Die Gemeinden sollen Ieiftungs= | fähige, eigenverantwortliche Selbstverwaltung^ ] körper werden, hierbei wird eine Ausgleichsfunktion j den Gemeindeverbänden zufallen müssen. 1 Eine besondere Bedeutung ist auch dem Schul-s 1 wesen zuzumessen. Es bedarf eines einheitlichen, I Schullastenausgleichs. Unterschiede in ber Organi I sation unb ber Lastenoerteilung bestehen auch aus».« bem Gebiete ber öffentlichen Fürs orgrs ß nicht nur hinsichtlich ber Träger ber Fürsorgever- I bänbe, fonbern auch ber Lastenverteilung. Es gibt!« Lanbesfürsorgeverbänbe unb Bezirksfürsorgever j bänbe. Weitere Vereinheitlichungen sind auch auiW bem Gebiete des Besoldungs- und Ver- svrgungsrechtes, auf dem Gebiet des Hau 5^ | haltsrechts unb auf allen sonstigen fmanj-JF| wirtschaftlichen Gebieten erforderlich. Wir erstreben, 1 so schloß Staatssekretär Reinharbt, ein einheitliches- 1 Reich, einheitliche Verwaltung unb ein einheitliche- Steuerrecht unb einheitliches Finanzrecht. Ein Stötf 1 biefes Weges ist bie Realsteuerreform als wesent-t 1 liehe Voraussetzung zur Gestaltung eines leiftungs», j starken Deutschen Reiches unb zur Sicherung der | Lebensrechte ber Nation.
Fahnenweihe beim ÄSD.-Sludenienbnnd.
Der Reichsstubentenführer hat zwölf Hoch« und Fachschulen des Gaues Hessen. 1 Nassau in Anerkennung ihrer seitherigen Tätig, feit Studentenbundsfahnen verliehen, die in dem großen Saal des Frankfurter Saalbaues durch den Gauleiter geweiht wurden. Gaustudentenbundführer Konrad gab einen» Aufriß über das heutige Stubentenleben, dessen 1 Leitmotiv in erster Linie die Kameradschaft ist. Ami 1 gestrebt wird für die nahe Zukunft die Verpflich hing jedes Studenten, die ersten drei Semester ans 1 einer und derselben Hochschule zu studieren, um da- j durch den Gedanken ber Stammhochschuh i Wirklichkeit zu verleihen. Dann müsse angeftrebl werben, daß jeber Student wieder in die Lage Der- a setzt werde, seine Ehre mit ber Waffe zu oerteibigen. Unb schließlich müsse sich der Stubent seiner Verpflichtung gegenüber ber Nation bewußt sein, b. h. er habe sich mit seiner Arbeit vertraut zu machen, um schließlich als brauchbares Mitglieb bes Volkes für basfelbe tätig zu fein.
Gauleiter Sprenger
betonte, baß es ausschließlich Sache ber Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ist, die weltanschauliche Schulung burchzuführm. Es sei roeber Sache ber Volksschulen ber Jugend nationalsozialistische Weltanschauung zu prebigen, noch ber höheren Schulen ober ber Hochschulen. Dafür sei für bie einen bie HI. ba unb für bie Stu- benten ber NS. -Stubentenbunb, ber mit dieser Aufgabe betraut worben sei, bies entsprecht auch bem Grunbsatz, baß bie Jugenb von der Jugenb geführt werben müsse. Auf bie Weisheit unb bie Erfahrung bes Alters solle babei nicht verzichtet werben. Jeber Hochschullehrer, ber dozieren will, muß erst von bem Geiste der Bem- gung durchdrungen sein. Der Führer allein hat den Kommentar zu ber Größe bes Drillen Reiches geschrieben. Er enthält bie Taten ber ver- gangenen vier Aufbaujahre. Aus biefem Kommentar muß unb wirb ber NSD.-Stubentenbunb feine Wanberung begegnet war. Es war nicht weit gekommen. Die Namib hatte es mit ihrer mörderischen Waffe erschlagen, mit bem Durst.
Der Triebsanb war bereits babei, ben Kadaver in sein silberweißes Bahrtuch einzuhüllen. Nur der Schöbel ragte hoch unb frei heraus, als stände er ' noch vom Tobeskampf emporgereckt; bie Lichters I starrten aufgerissen, wie zu letzter Klage, in 61t Sonne.
Die Bebuinen bes nörblichen Arabien unb der ■ Sinai-Halbinsel haben ein fonberbares unb primi- UlC tioes Rauchgerät. Ihre Pfeifen, Beeba genannt zeigen bie Geschicklichkeit bes Rauchers ober | <
Gegenteil davon, denn sie schnitzen sich ihre tueiltnj j ßOnx zylindrischen Pfeifenköpfe selbst, und zwar ans, S 6^ Stein, aus dem weichen Teimastein. Das lange trau* Pfeifenrohn gewinnen sie, indem sie einen glühen-* | I h;.rt' ben Spieß burch ben Zweig eines roilben Feigen- I baumes ober eines Dleanbers brehen. Durch bis


