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Donnerstag, IS.ßebruar 1957

187. Jahrgang

und wertvollere

Der Widerhall der Mungsdebatie

Die Frontkämpfer beim Führer auf dem Berghof

Ev.

Der Führer der bald Sinclair

< Gebirge vom heroischen Leben und Sterben Äscher Soldaten künden. Sie werden den Enkeln Urenkeln als immerwährendes Beispiel un- Vaterlandsliebe, als ewige Pflichtmah- ----vor Äugen stehen.

leich schon viele Ehrenmale und Grabstätten i der deutschen Grenzen gebaut wurden, steht 15 Werk des Bundes Deutsche Kriegsgräber-

Es ist deshalb eine große und heilige Aufgabe, die letzten Ruhestätten der Großen Armee so zu gestalten, daß sie auch äußerlich ein würdiges und hoheitsvolles Sinnbild des Heldenkampfes sind, den unsere Soldaten im Osten und Westen, im Süden und Norden, zur See und zu Lande, in Europa, Asien und Afrika, ja auf der ganzen Erde aus- gesochten haben. Es war der Volksbund Deut­sche Kriegsgräberfürsorge, der vor zehn Jahren begann, deutsche Ehrenmale und große Sammelfriedhöfe auf den einstigen Frontgebieten anzulegen. Er gab damit dem Geiste Gestalt, der die Feldgrauen im Sturmangriff, im Geschoßhagel des Trommelfeuers, im stürzenden Flugzeug oder im Toben der Seeschlacht beseelte. Er erfüllte da-

Tages dieser Versuchung nicht mehr widerstehen würde. Jeder wisse, daß das Britische Reich für den Frieden sei, daß es niemals feine Streitkräfte zum Angriff verwen­den werde. Je nach der Stärke, die England von Tag zu Tag und Woche zu Woche mehr und mehr gewinne, wachse sein Einfluß, was an sich schon ein zur Beständigkeit führender Faktor in der internationalen Lage und damit wahrscheinlich das größte Bollwerk für den Frieden sei, das es zur Zeit in der Welt gebe.Der Frieden, die politische Beruhi­gung, die Abrüstung können nicht von einer Wacht allein erreicht werden", so schloß Ehamberlain.Jederzeit und jederorts, so wir finden, daß andere unsere Ansichten teilen, werden wir uns mit ihnen darüber freuen und eine fruchtbringendere, gesündere

London, 18. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Teil der englischen Presse, der die Aufrüstungs- polittk der Regierung unterstützt, stellt zur Rede des Schatzkanzlers im Unterhaus vor allem die Tatsache in den Vordergrund, daß die englische Aufrüstung dem Frieden d i e n e n solle. Der Daily Telegraph" sagt: Es liege keine Her­ausforderung irgendeiner Macht vor. Die Möglichkeiten,'den Rüstungsplan zu verringern, lägen außerhalb Englands. Aendere sich die Lage nicht, dann sei das gegenwärtige Programm e i n M i n d e st p r o g r a m m. DieMorning Post" sagt: Das Rüstungsprogramm Englands beende einen Zeitabschnitt der Illusionen. England zeige allen, daß es in Zukunft grimmigen Ern st mache. Für die friedliebenden Nationen bringe das eine Beruhigung; denn sie sähen in einem star­ken England den mächtig st en Friedens­garanten. Für die, die Englands Freundschaft suchten, bedeute es eine neue Ermutigung. Wenn das Programm aber denjenigen, die den Frieden zu stören beabsichtigten, das Gefühl gebe, daß ihre Pläne vereitelt würden, so sei das um so besser für den Frieden.

DerDaily Herald", das führende Blatt der Opposition, bemängelt, daß die Aufrüstung nicht von einer starken Politik zur Verteidigung des

Lösung herbeizuführen ver­suchen."

Oppositionsliberalen Sir Archi- behauptete, Chamberlain habe

internationalen Rechts begleitet werde. Die Regie» rung zeige keinerlei Interesse daran, den Völker­bund wieder aufzubauen und die internationalen Bedingungen herzustellen, auf Grund deren er wie­der arbeiten könnte. Dem Lande werde nur eine nackte Rüstungspolitik angeboten, die sich in nichts von der vor 19 14 unterscheide und dem Empire doch keine Sicherheit bringen werde. England würde niemals in der Lage sein, alle drei Wehrmachtsteile Heer, Flotte und Luftwaffe so stark auszubauen, daß cs allein jeder nur möglichen Lage gewachsen sei. Auf irgendeinem militärischen Gebiet würde sich doch zwangsläufig eine Unterlegenheit ergeben, die England vor die Notwendigkeit der kollek­tiven Sicherheit stelle. Die Rüstungsanleihe werde den britischen Kredit schwer schädigen.

Die Labomparty beschließt Ablehnung.

London, 17. Febr. (DNB.) Die Fraktion der Labour Party beschloß, die geplanten Ausgaben der Negierung für die Aufrüstungszwecke abzuleh­nen, da ihrer Ansicht nach das gesamte Aufrüstungs­programm durch direkte Steuern gedeckt werden müsse und von der Regierung ein be­stimmter Friedensplan zu verlangen sei. Diesen besitze die Regierung aber nicht.

unter den Staatsoberhäuptern der Welt ist, ihnen auf der anderen Seite gegenüber lag. Sie seien stolz und froh darüber, ihm jetzt die Hand geben zu kön­nen, in der inneren Gewißheit, daß sich die Jahre des Weltkrieges nicht wiederholen würden, wenn es nach seinem und ihrem Willen gehe. Mit dem ebenfalls kriegsblinden Führer der polnischen Abordnung, mit den Frontkämpfern aus Italien, England, Rumänien, Oesterreich, Ungarn, der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Griechenland, und vielen anderen Nationen sprach der Führer ebenfalls längere Zeit. Gegen Schluß des Besuches bereiteten ihm die Frontkämpfer aus allen Nationen spontan eine herzliche Huldigung.

TrauerbeflaggungamHeldengederikiag!

Berlin, 17. Febr. (DNB.) Aus Anlaß des Heldengedenktages fordert der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda die Bevölkerung auf, am Sonntag, dem 21. Februar, Trauer- beflaggung zu sehen.

Besitz stirbt Sippen sterben, Du selbst stirbst wie sie. Eines nur weiß ich, das ewig lebt: Der To.en Tatenruhm.

Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis8' 'Ubr Des Vormittags

Srunüprette für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf.. für Text»

EnglandsSiärke das größteBottwerk für deriKrieden"

Neville Ehamberlain begründet das Milliarden-Programm der britischen Aufrüstung.

Hr.41 Erster Blatt

LrjchelM täg lld), augei Sonntags and Feiertag» Beilagen: Die Illustriert. Gießener Familienblättei Hermat im Bild Die Scholl»

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Mahnmale deutscher Treue.

In wenigen Tagen wird das deutsche Volk wie­derum der gefallenen Helden gedenken, die auf den großen Schlachtfeldern des Weltkrieges oder in den Lazaretten ihr Leben für Deutschlands Freiheit und Größe Hingaben. Es wird aber auch der Millionen Kriegsoerletzter, der Waisen und Witwen gedenken, die heute noch unter uns leben, und es wird auch die Freiheitskämpfer der nationalsozialistischen Be­wegung ehren, die durch das Opfer ihres Blutes das Dritte Reich mitbegründeten.

An diesem Gedenktag tritt die deutsche Nation vor den heimischen Kriegsgräberstätten zur Erinne- rungsfeier zusammen, sie weilt aber auch im Geiste bei jenen Mahnmalen, die auf fremder Erde rings um unser Vaterland einen mächtigen Wall deutscher Treue und deutschen Heldentums bilden Um dieser inneren Verbundenheit mit den Heldengräbern da draußen einen sinnfälligen Ausdruck zu geben, wurden vom Volksbund Deutsche Kriegs­gräberfürsorge Abordnungen nach Polen, Italien Frankreich und der Schweiz entsandt, um dort die geheiligte Erde von den Gräbern der toten Kameraden in die Heimat zu bringen und am kom- I wenden Heldengedenksonntag zu sammeln. Diese j feierliche Handlung soll ein Symbol dafür sein, daß ; der Opfertod der Kameraden des Weltkrieges und der Freiheitsbewegung das ewig unerschütterliche ll Fundament bildet, auf dem festgegründet das neue | Reich Adolf Hitlers steht. Denn die Gefallenen des Großen Krieges, unsere Söhne und Väter und Brüder, sollen unter uns leben, nicht nur am fünf­ten Sonntaa vor Ostern, sondern stets und ständig in unserem Werke. Sie haben gekämpft für das kom­mende Reich. Sie haben eine neue Zeit, ein neues Deutschland gerufen, und wir müssen diesen Ruf auf­nehmen und weitergeben an die folgenden Geschlech­ter. Nie wird Deutschland untergehen, wenn es den Geist derer von Langemarck und Verdun, von Flan- [ dem und der Somme in seiner Jugend wachhält.

Konflikt katastrophale Folgen für alle Nationen haben würde. Auf ihrer Reise durch Deutschland hätten die ausländischen Front­kämpfer ein Volk vorgefunden, daß fleißig seiner täglichen Arbeit nachgehe und das in einer ge­meinsamen großen Anstrengung die bestehenden Schwierigkeiten zu mei- st e r n suche. Die riesenhafte Änstrengung, die das deutsche Volk im Augenblick mache, sei nur dadurch möglich, daß in Deutschland absoluter Frie­den herrsche. Wenn aber schon die Störung des i n n e r en Friedens die Aufbauarbeit in Deutsch­land gefährden würde, so würde eine Bedrohung des äußeren Friedens Deutschlands die gigan­tische Anstrengung der deutschen Nation um ihrer innere Wiedergesundung zuschanden machen.

Das deutsche Volk habe nicht die geringste böse Erinnerung mehr an den Krieg. Es sei nichts übrig geblieben, als die große Ach­tung vor den ehemaligen Gegnern, die dasselbe Leid und dieselben Gefahren auf sich genommen hätten, wie die deutschen Solda­ten. In einem Lande, dessen Regierung fast ausschließlich aus Frontkämpfern be­stehe, sehe man den Krieg mit anderen Augen an, als es die Völker täten, die ihn nicht kennen. Frontkämpfer wüßten, daß der Krieg zwar ein großes, aber auch ein grauenhaft es Erlebnis fei. So hätten denn alle Front­kämpfer nur den einen Wunsch, daß nie wie­der etwas Derartiges eintreten möge. Richt aus Schwäche oder Feigheit, sondern in dem alten Frontkämpfergei st träten sie für den Frieden ein. Wenn jemand den Begriff Frieden verstehe, so seien es die­jenigen, die auch die Bedeutung des Begriffes Krieg bis ins Letzte an f i ch s elb ft erfah­ren hätten.

Die etwa achtzig Teilnehmer an der Fahrt nach Berchtesgaden verweilten dann einige Stunden in angeregtem Gespräch auf dem Berghof. Immer wie­der bildeten sich um den Führer herum Gruppen von Frontkämpfern aus aller Welt. Die Fontkämpfer aus Frankreich erinnerten an die Tage, da der Führer, der wohl einer der wenigen Frontkämpfer

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Berchtesgaden, 17. Febr. (DNB.) Der Führer hatte die Mitglieder der Ständigen Internationalen Fr o n t k ä mp f e r k o mm i ff i o n in den Berghof auf dem Obersalzberg geladen. In der großen Wandelhalle mit dem Blick auf die weiße Schneepracht des Untersberges fand die Be­grüßung durch den Führer statt. Der Kriegsblinde und einarmige Führer der italienischen Kriegsopfer Carlo Delcroix, in der Uniform der faschisti­schen Miliz als Präsident der Ständigen Inter­nationalen Frontkämpferkommission, erklärte u. a.: Die Frontsoldaten seien dieses Mal zur Ver­teidigung des Friedens zusammengekom­men. Friede sei kein Geschenk, sondern eine Erobe­rung, zu deren Verteidigung man stark sein müsse. Der Friede (ei kein Privileg, sondern eine Ver­antwortung, deren man sich würdig erweisen müsse. Ein neuer Krieg würde mit absoluter Sicher­heit die Zerstörung der gemeinsamen Kultur be­deuten und die Stellung derjenigen Volker be­drohen, die die Träger unserer Zivilisation seien. Gerade diejenigen Nationen, die am meisten zum Aufbau der gemeinsamen Kultur beigetragen hät­ten, hätten die größte Vervflichtung. diese Kultur zu verteidigen und die größte Verantwortung, den Frieden zu erhalten. Es sei zu hoffen, daß d a s Beispiel, das viele Frontsoldaten gegeben hat­ten, indem sie sich über alles Trennende hinweg einigten, nicht vergeblich sein würde. Das Zusammentreffen der Frontkämpfer mit dem Füh­rer in der Einsamkeit der Berge sei ein gutes Vor­zeichen. Er, der selbst in seinem Volke den Gipfel erreicht habe, habe daher auch das Recht, von die­sem Gipfel aus der Welt Friedensworte zuzurufen. Und in deutscher Sprache schloß Delcroir seine An­sprache:Denn über allen Gipfeln ist Ruh!'

öer Führer

dankte dem Präsidenten Delcroix für seine wunder­baren Worte und seinen Kameraden dafür, daß sie den Weg in diesen abgelegenen Teil Deutschlands gefunden hätten, um ihn zu besuchen. Als Front­kämpfer sei er besonders glücklich, die Frontkämpfer anderer Nationen bei sich zu sehen. Die Gedanken, die in diesem Augenblick alle gemeinsam bewegten, habe bereits Präsident Delcroir in vollendeter Weise zum Ausdruck gebracht. Allen voran stehe die Erkenntnis, daß ein neuer kriegerischer

Das amerikanische Marinedepariement für Floitengleickheit mit England.

Washington, 18. Febr. (DNB. Funkspruch.) Zu den Meldungen über das englische Flottenneu­bauprogramm erklärte der amerikanische Marine­operationschef, Admiral William L e a h y, das Ma­rinedepartement werde Präsident Roosevelt vorschla­gen, die amerikanische Marine auf die gleiche Stufe wie England zu bringen.Wenn eine fremde Macht", so erklärte Leahy,Kriegsschiffe baut, sehen wir uns genötigt, die amerikanische Flotte in gleichem Maße aufgubauen."

Sowjeirutzland tritt der Vereinbarung über U-Boot-Kriegsführung be'.

London, 18. Febr. (DNB.) Wie Reuter meidet, überreichte Sowjetbotschafter M a i s k y am Mittwoch im Foreign Office eine Note, in der die sowjetrussische Regierung ihr« Absicht mitteilt, den a u s d e r F l o t - tenkonserenz im Jahre 1 936 angenomme­nen Bestimmungen über die U-Boot-Kriegsführung beizutreten. Es handelt sich um die in Teil IV des

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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erklärt, nicht darübertheoretisieren" zu können, wer Englands Feinde oder Verbün­dete sein würden. Chamberlain erwiderte hierauf, er habe nicht das Worttheoretisieren" gebraucht, sondern er habe gesagt, daß er es nicht als im allgemeinen Interesse liegend erachte, England zu unterstellen, daß sich die Rüstungspläne gegen irgend jemand richteten, oder daß Eng­land in einen Krieg gegen ein anderes Land ver­wickelt werden oder ein Bündnis mit einem ande­ren Lande eingehen könnte. Sinclair betonte dem­gegenüber, daß man sich ein genaues Bild machen müsse, wer Englands Verbündete seien. Er stellte die Frage, ob die Politik der Re­gierung eine solche der kollektiven Sicher­heit ober der militärischen Bündnisse sei, und im letztgenannten Falle, mit wem diese Bündnisse bestünden? Oder handle es sich um eine Politik der Isolierung? Chamberlain stellte fest, daß sich die Aufrüstung gegen kein b e - sonderes Land richte und daß England auch keine Bündnisse mit anderen Mächten oder Mächtegruppen habe, auf deren Hilfe es sich verlassen könne.

> erst im Anfang. Es bedarf daher einer evt währenden Mitarbeit und Unterstützung bas gesamte deutsche Volk. Man muß be­ten, daß von den über zwei Millionen Gefalle- V des Weltkrieges nur etwa 200 000 ihre letzte chestätte in heimatlicher Erde gefunden haben, .nb es ist natürlich trotz freundschaftlicher Zufam-- menarbeit mit auslänbifchen Organisationen sehr schwierig, bas Bestattungswerk in bem gewünschten Umfange durchzuführen. Beispielsweise sind von den 209 Anlagen im ehemaligen französischen Frontgebiet mit insgesamt 947 000 Toten heute erst 93 fertiggestellt. Es ist also noch viel zu tun, um die in Erz und Stein gebildete Front der Ehren­male oon der Küste Flanderns hinunter bis zu den Vogesen zu vollenden.

Ader weit größere Aufgaben harren des Bundes in manchen anderen Ländern, da sich die Arbeit zunächst fast ganz auf die französischen Grabstätten konzentrierte. Bekannt ist die Totenburg in Bitolj, die im Sommer 1936 eingeweiht wurde und der nun weitere Ehrenstätten in Jugoslawien folgen sollen. Bekannt ist auch die deutsche Kriegsgräber­stätte Nazareth in Palästina, die am 30. Ium 1935 eingeweiht wurde. Das sind sehr schöne Anfänge, die zur Weiterarbeit verpflichten. Neue Bauvor­haben sind geplant in Italien und in der Schweiz, in Palen und Rumänien, in Bulgarien, in der Türkei, in Syrien, Holland, Norwegen, Deutsch­ostafrika, Kanada und England.

Auf deutschem Boden selbst hat der Volksbund üsher vier große Bauten in Angriff genommen: Eine Ehrenstätte für die gefallenen Freikorpskämp- j?r auf dem Annaberg in Oberschlesien, ein Erinne-- Jungsmal in Waldenburg für die Toten des Welt- l'.äeges, die Ermordeten der Bewegung und die jspfer der Arbeit, ein anderes Ehrenmal für die S^Iutgeugen der Bewegung auf Rügen, und schließ­lich noch die Gedächtnisstätte an der Kieler Förde für die im Weltkriege gesunkenen U-Boote und ihrer Besatzungen. Das ist ein riesenhaftes Pro­gramm, aber wenn es einmal erfüllt ist, bann wer­den über bie ganze Erbe hinweg bie steinernen Male ein unvergängliches Zeugnis für bie Unsterb­lichkeit deutschen Soldatentums ablegen.

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1 Eotenburgen in Belgien, in Frankreich, in den 'lpen, auf dem Balkan, in Vorderasien und Palä- na, in den Karpathen und in den Ostseestaaten, den Rändern der Weltmeere und auf den Höhen

London, 17. Febr. (DNB.) Im Unterhaus er­klärte Schatzkanzler Neville Chamberlain, er stimme dem Führer der Opposition zu, wenn dieser vor 1 Woche den Plan 400 000 000 Pfund für die Verteidigung aufzulegen, als einen beispiel­losen Vorgang in Fried ensz eiten be­zeichnet habe. Die Rechtfertigung liege in dem bei­spiellosen Umständen der Gegenwart, die Großbritannien diese ungeheuren Ausgaben aufge­zwungen hätten. Nur die Sachverständigen wüßten, wie sehr viel kostspieliger die Aufrüstung für Kriegs­zwecke heutzutage sei, als bei Beendigung des gro­ßen Krieges. Für Großbritannien sei es aber abso­lut wesentlich, daß es in der Heimat und längs seiner Verbindungswege mit den neuesten Abwehr­waffen ausgerüstet fei. Obwohl das Weißbuch keine Einzelheiten enthalte, gebe es eine Schätzung an, was insgesamt für Verteidigungszwecke in den nächsten Jahren in Aussicht genommen werden müsse. Selbst bie Zahl von 1,5 Milliarden Pfund Sterling (etwa 18 Milliarden Mark) könne nicht als endgültig angesehen werden.

Wenn die Umstände sich ändern sollten, so daß Großbritannien sein Programm vermindern könnte, so werde das um so besser sein. Auf der anderen Seite müsse man berücksichtigen, daß sich die Umstände geändert hätten, seitdem Großbritannien dieses Programm zum ersten­mal erwogen hätte, und es könnte sehr wohl sein, daß es sich wiederum zu seinem Rachteil ändern könnte. Es könnte sein, daß die 1,5 Wil- liarden (rund 18 Milliarden Mark) schließlich nicht die Gesamtsumme darstellen, die das Land für diese Zwecke ausgeben müsse. Unsere Pläne sind nicht gegen eine be- sondereTNacht oder eine Gruppe von Mäch­ten gerichtet. Aber es ist die Pflicht der Regie­rung, ein wohl erwogenes Programm vorzulegen, das für die Sicherheit und die Durchführung unserer Politik notwendig ist.

Wenn bie Opposition bas Programm an greift, muß sie erklären, wo man es kürzen kann! Die nationale Regierung fei in der Lage, 400 Millionen Pfunb ohne Gefahr zu leihen, weil sie bie Btaats- finanzen georbnet habe. Wenn man aber jährlich 112 Millionen burch Steuern aufbrfrigen müßte, würbe man bem Lande eine Last auferle- gen, die seine wirtschaftlichen Hilfsquellen verkrüp­peln würbe. x

Wenn man Großbritannien mit seinem Reich­tum, seinen Gebieten und seinem handel un­bewaffnet und hilflos in einer von Kopf bis zum Fuß bewaffneten Welt lasse, so stelle das eine ständige Versuchung für jeden Angreifer dar, der möglicherweise eines

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