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Das Verbot -er Freiwilligen-Werbung

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Berlin,: Technischen Weinreich schen Nothilfe lizei Aussühn Es bestehen über, daß die fahren der y uneigennü der Führer j

hörten.

Doch noch weitere Betätigungsfelder seines krie­gerischen Könnens warteten auf den General. 1916 führte er die Heeresgruppe Below in Mazedo­nien, 1917 die 6., dann die 14. Armee gegen Italien Hier erwartete ihn die größte und schönste Aufgabe, die er im Weltkriege verrichten konnte. Er führte die große Offensive in Italien durch und schuf damit bei den Oesterreichern neues Vertrauen und bei den Italienern größte Verwir­rung. Der Angriff vom 24. Oktober 1917 endete mit dem großen österreichischen Siege. Cadorna wurde zum Rückzug hinter den Piave gezwungen. Für diesen Sieg erhielt Otto von Below den hohen Orden vom Schwarzen Adler. Ein neues Kom­mando an der W e st f r on t wurde ihm anver­traut, mit der 17. Armee begann er die große Schlacht bei Arras-Cambrai am 21. März 1918. Es war nicht die Schuld Belows, wenn nach den großen Anfangserfolgen der völlige Sieg nicht errungen werden konnte. Die deutsche Offensive führte dazu, daß in letzter Stunde von den Entente- Mächten Fach zum Generalissimus ernannt wurde.

Bis zum Ende des Krieges hat B^low an der Westfront gestanden. Ueberall hat er sich als glän­zender Heerführer bewährt, womit er sich aber für immer in die Herzen der Soldaten tief ein­gegraben hat, war eine kriegerische Heldentat. Es war in den Rooembertagen des Jahres 1916, als im Brennpunkt der mazedonischen Front eine wich­tige Höhenstellung an die Serben verloren gegan­gen war. Persönlich setzte der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe sich an die Spitze des Lauenburgischen Jägerbataillons und eroberte die Stellung im Stürm zurück. Die Tat war bezeichnend für den Mann, der so ganz als Soldat fühlte, auch er­rungene Erfolge immer in erster Linie den Trup­pen,' zuletzt sich selbst zuschrieb und der in allen Lagen mit echter Teilnahme für seine Soldaten sorgte. Die tiefe Bescheidenheit und gütige Mensch­lichkeit neben aller Entschiedenheit und Tatkraft waren stets die bezeichnendsten Eigenschaften d'eses Feldherrn, der auch nach dem Kriege es nie ge­liebt hat, in den Vordergrund zu treten. In der schweren Zeit nach dem Kriege blieb er dem Dienst am Vaterland und dem geliebten Soldatenberu treu, indem er im Grenzschutz Ost das Armeeober­kommando Nord führte

Die französische Volksportei Doriots veranstaltete in Nizza eine Kundgebung, bei der ein neues Mit­glied, das bisher der kommunistischen Partei an­gehört hatte, und soeben aus Spanien zurück­gekehrt ist, wo es auf Seiten der Bolschewiken an der Madrider Front gekämpft hat, erklärte, er habe feststellen müssen, daß die spanischen Bolsche­wisten st e t s in den h i n t e r e n S t e l l u n - gen bleiben, während die ausländischen Söldner allein dem Angriff der Na­tionalisten ausgesetzt waren. Nach einer Verwundung habe er nach Frankreich zurückkehren wollen, aber man habe ihm die Erlaubnis verweigert. Schließlich habe er den französischen Kommunistenhäuptlinq Marty getroffen, der ihm als Entlohnung für seinen 36tägigen Aufenthalt m den roten Schützengräben ganze zehn fran­zösische Franken (Reichsmark 1,16!) ausge- bändiat habe. Mit anderen Franzosen habe er dann beschlossen zu fliehen. Dieser Beschluß habe aber erst zu Weihnachten in die Tat umgesetzt werden können, da jeder, der bei einem Fluchtversuch ertappt werde, sofort erschossen werde.

Marbella

in der Hand nationaler Truppen.

Salamanca, 18. Ian. (DNB. - Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht meldet von der Mittel­meerfront die Besetzung des Küstenortes Marbella. Den nationalsozialistischen Truppen fielen Kriegsmaterial und Warenlager in die Hände. Ueber 100 bolschewistische Söldner liefen zu den nationalen Truppen über. An der Madrider Front erfolgten bedeutungslose Angriffsversuche der Bolschewisten.

aller Formen der indirekten Einmischung heranzu­gehen, in der Sowjetantwort überhaupt nicht eingegangen.

VoWewistenetappe Perpignan.

Paris, 18. Jan. (DNB. Funkspruch.)Journal" in Perpignan meldet, es sei ein offenes Geheim­nis, daß man in zahlreichen Geschäften der süd­französischen Grenzstadt Perpignan hochwertige Schmuckgegenstände billig erwerben könne, die fast ausschließlich aus spanischem Besitz stammten, wo sie von den Bolschewisten aus Kirchen und Privatbesitz gestoh- l e n wurden. Die spanischen Kommunisten und Anarchisten, die Perpignan als ihrenErholungs­aufenthalt" betrachteten, hätten aber auch ein aus­gedehntes Spionagenetz angelegt. Aus Paris und anderen französischen Großstädten hätten sie die intelligentesten Halbweltmädchen nach Per­pignan kommen lassen, die sich an nationale spani­sche Flüchtlinge heranmachen müssen, um sie über ihre in Spanien zurückgebliebenen Angehörigen und ihre Vermögensverhältnisse auszusragen und diese Informationen dann an die Bolschewisten weiter­zugeben.

ein zum militärischen Beruf bestimmt, wurde Kadettenkorps erzogen und trat 1875 als Leutnant in das Füsilierregiment Nr. 80 ein. Rasch ging es die militärische Stufenleiter hinauf: Unteroffizier­schule in Marienwerder, Kriegsakademie, Großer Generalstab. Der Ausbruch des Krieges fand ihn als Kommandeur der 2. Infanteriedivision in Inster­burg. Don hier wurde er an die Spitze des 1. Reservearmeekorps gestellt, dem monate­lang die Verteidigung im Osten anoertraut war, bei der mehrfachen russischen Uebermacht eine schwere Aufgabe. An der Winterschlacht in Masu­ren, die endlich Ostpreußen vom Feinde befreite, hatte General von Below hervorragenden Anteil. Als Führer der 8. Armee hat er die von Generalfeldmarschall v. Hindenburg geleiteten Ope­rationen glänzend durchgeführt und wesentlich zur Vernichtung der russischen Armee beigetragen. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er vom Kai­ser mit dem Pour le merite ausgezeichnet und im Mai an die Spitze der N j e m e n - A r m e e ge­stellt, zu der sämtliche Truppen in Kurland ge-

beschaffung der HI. zu unterstützen. Hitler-Jugend­heime bedeuten Glück und Lebensfreude für unsere junge Generation und sind die Voraussetzung für die kompromißlose Kameradschaft, die wir von der Jugend des Dritten Reiches fordern.

Gez.: Frick, Reichs- und Preuß. Minister des Innern. Gez.: Dr. Goebbels,

Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und Präsident der Reichs­kulturkammer.

Gez.: Karl F i e h l e r, Reichsleiter des Hauptamtes für Kommu­nalpolitik der NSDAP., Vorsitzender des Deutschen Gemeindetages und Oberbürger­meister derHauptstadt der Bewegung".

Gez.: Rust,

Reichs- und Preußischer Minister für Wissenschaft, Erziehung u. Volksbildung.

In einem besonderen Aufruf wendet sich der Reichsbauernführer an das deutsche Land­volk mit folgenden Worten: Der Mittelpunkt des kameradschaftlichen Lebens der Jugend muß auch möglichst in allen Dörfern und Orten ein HJ.-Heim sein. Das deutsche Landvolk wird der Jugend bei ihrer Arbeit an dieser Aufgabe des Heimbauens kameradschaftlich helfen.

Gez. R. Walter Darre, Reichsbauernführer, Reichs- und Preuß. Minister für Ernährung u. Landwirtschaft.

General Otto von Below.

Zu seinem 8«. Geburtstag.

In den Kreis der großen Soldaten und Feld­herrn, die Deutschlands Heere im Weltkrieg geleitet baden, gehört der General der Infanterie Otto von B e l ow. Er entstammt einem jener preußi­schen Adelsgeschlechter, in denen die militärische Tradition Selbstverständlichkeit geworden ist. Der Vater des Generals hatte, wie schon zwei Gene­rationen vor ihm sich im Kriege 1866 den Orden Pour le merite, vier Jahre später in Frank­reich das Eiserne Kreuz 1. Klasse erworben und starb im Jahre 1905 als Generalleutnant z. D. Ass Oberleutnant in Danzig wurde ihm dort im Jahre 1857 sein Sohn Otto geboren. Dieser, von vornher-

Man weiß nicht recht, was die französische Re­gierung hindern sollte, die ihr gegebenen Vollmach­ten sofort auszunutzen und ein Verbot des Freiwilligentransportes zu erlassen. Denn Frankreich besitzt in dieser Hinsicht durcb^ s einVorfahrtsrecht". Franzosen und Sowjetrussen waren es zu allererst, die den Bolschewismus in Spanien mit Rat und Tat unterstützten. Sie sind auch verantwortlich dafür, daß aus dem Bürger­krieg ein internationaler Konflikt geworden ist. Sie müßten also auch die Ersten sein, die den angerichteten Schaden wieder gut machen. Könnte es einen besseren Beweis für die Ehrlichkeit der ranzösischen Neutralität geben, als wenn Minister­präsident Blum augenblicklich van seinen Vollmach­ten Gebrauch machen würde? Aber davon ist leider nicht die Rede. Man verschanzt sich hinter leeren Ausflüchten und sagt mit höflicher Verbeugung zu den anderen Mädchten:Bitte, nach Ihnen Aber heißt das nicht, die Höflichkeit etwas zu weit treiben? Ist nicht England mit gutem Beispiel vorangegangen, indem es kurzerhand und ohne alsche Rücksichtnahme seinen Staatsangehörigen die Ausreise nach Spanien verbot?

Man muß wohl die Weigerung Blums, das Er­mächtigungsgesetz sofort zu verwirklichen, nicht außerhalb der französischen Grenzen, sondern viel­mehr in Frankreich selbst suchen. Man muß sich fra­gen, ob die Regierung Blum trotz der Kommer- abstimmung überhaupt die Möglichkeit besitzt, um ihre gesetzliche Vollmacht wirksam werden zu lassen. Die Kommunisten und linksradikalen Elemente, die unmittelbar dem Einfluß Moskaus unterstehen, haben ja bereits sehr deutlich erkennen lassen, daß sie jede praktische Anwendung des Freiwilligen- Gesetzes verhindern würden. Blum aber ist auf die parlamentarische Unterstützung der Kommu­nisten angewiesen. Ohne sie würde seine Volksfront zusammenbrechen, ohne sie würde seine Regierung im luftleeren Raum schweben. Aus dieser Verfil­zung der parteipolitischen und außenpolitischen In­teressen gibt es in Frankreich augenblicklich noch kei­nen Ausweg. Blum ist, ob er will oder nicht, noch immer ein Gefangener der Komintern. Er ist nicht frei in seinen Entschlüssen und muß sich deshalb auch in der Freiwilligenfrage den Vorschriften Mos­kaus fügen. Solange aber die französische Reoi'e- rung sich von dem Einfluß des bolschewistischen Bundesgenossen nicht ganz frei machen kann, so­lange dürfen wir auch an eine ehrliche Durchfüh­rung der Pariser Nichteinmischungspolitik nicht glau­ben.

Es ist überdies bezeichnend für die Situation der Regierung Blum, daß sie einen Antrag in der Kammer, man möge entsprechend dem deutschen Vorschlag auch die in Spanien schon kämpfenden französischen Freiwilligen z u r ü ck r u f e n , mit der Bemerkuna ablehnte, diese Frage sei nochver­früht". Warum, so fragen wir, sollte die Zurück­berufung der Freiwilligen nicht schon svruchreis sein, zumal es sich bei dem französischen Gesetz doch erst um eine Vollmacht, nicht aber um eine sofort wirksame Regelung handelte? Man ist in Paris scheinbar ängstlich bemüht, jeder tatsächlichen Be­schränkung der Freundschaftsdienste für Moskau aus dem Wege zu gehen. Wir bedauern es jedenfalls aufrichtig, daß Frankreich sich zu einem Bekenntnis der totalen Nichteinmischung, wie es Deutshland und Italien abgelegt haben, nicht aufraffen konnte. Die französche Politik desAls ob" ist allo ein Faktum, mit dem auch in Zukunft zu rechnen fein wird. Ev.

Svanien für die Spanier "

Daily Mail" über die Ziele Francos.

London, 18. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Daily Mail" veröffentlicht als einzige Londoner Zeitung eine Unterredung mit General Franco, in der dieser darlegt, daß das nationale Spanien gegen den Kommunismus und ausschließlich für spanische Ziele kämpft. DieDaily Mail' schreibt dazu, daß die Sowjc''"'gen über Deutschland und Italien im Zusammenhang mit Spanien eine Spannung in Europa hervorgerufen hätten. Gene­ral Franco habe Moskau aber Lügen gestraft, in dem er erklärt habe, daß das nationale Spanien weder jetzt noch in Zukunft auch nur einen Fußbreit spanischen Bodens an irgend jemanden abtreten würde. Hitler

Rom, 18. Jan. (DNB. Funkspruch.) Minister­präsident Generaloberst Göring hat am Sonntag­abend der deutschen Kolonie in Rom mit einem Besuch in ihrem neuen Heim eine große Freude bereitet. Landesgruppenleiter Ettel schil­derte das lebendige Beispiel Görings und seine vorbildliche und heldische Einsatzbereitschaft als Fliegeroffizier im Weltkriege und später als treus­ter und stärkster Kämpfer für Führer und Reich.

Tiefbewegt dankte der Ministerpräsident ur die Worte. In Rom habe er in diesen Taaen eine Herzlichkeit und Freundschaft für das deutsche Volk gefunden, die ihn tief beeindruckt habe. Es ei das Verdienst des Führers, in einer Zeit, als chier alles zu versinken schien, die Fackel entzündet und mit starker Hand die lodernde Flamme zum Himmel erhoben zu haben. Er habe neue Hoff­nung, neues Vertrauen und damit neue Kraft gegeben, die die Heimat wie der Ausländsdeutsche brauchen.

Immer deutlicher sehe man die große Frage, die Europa in zwei Lager scheide: Entweder Aufbau, Ordnung, Zucht und Glauben, oder Untergang und Vernichtung im Vlutrausch des Bolschewismus. Die Nationen werden sich schei­den müssen in solche, die jener Vlutfackel von Moskau folgen, und solche, die ihr Land vor dem Abgrund bewahren wollen. Man kann ein Land gegen Kanonen und Flugzeuge schützen, nicht aber gegen das unsichtbare Gift des Bol­schewismus. Da nützen keine Festungen, keine Flugzeuge, keine Armeen, da nützt nur der Glaube an das eigene Volk, da nützt nur die st a r k e F ü h r u n g. Es ist ganz selbst­verständlich, daß, wenn Notzeiten anbrechen, man sorgsam um sich blickt, wer Freund und wer Feind ist. Wir wissen, daß in Italien eine Bewegung von der gleichen Grundlage wie unsere bestehl, mit einem Mann, der unserem Führer so ähnlich ist an Kraft, an Einsatzbereitschaft und im Dienst an seinem Volk, daß hier zwei Völker sind, die sich beide zu gleichen Idealen be­kennen, und darum auch die gleichen Feinde haben. Wenn man erst diese tiefere Wahrheit erkannt hat, dann werden sich Volk zu Volk finden in gemeinsamer

Abwehr gegen die gemeinsame Gefahr."

Das leuchtende Vorbild des Führers verpflichte auch den Ausländsdeutschen und zwar vor allem in Italien sich restlos für die Heimat und den Führer einzusetzen, aus Dankbarkeit dafür, daß Adolf Hitler den Deutschen das beste, was ein Mensch haben kann, die Ehre, wieder gegeben habe.

Zagdgast des Königs.

Generaloberst Göring hat am Samstag unter Führung des Staatssekretärs General Valle die Fliegerstadt Guidonia besichtigt. Der Minister­präsident wurde vom Herzog von Aosta, dem Kommandeur der Fliegerdivision Udine, und zahl­

reichen hohen Fliegerosfizieren empfangen. Er be-

Gemeinsame Abwehr gegen gemeinsame Gefahr

Ministerpräsident Göring spricht zur deutschen Kolonie in Vom.

pariser Politik desAls ob".

Wenn Talleyrand einmal gesagt hat, die Sprache ei dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen, so dient die heutige Gesetzgebung der Dritten Republik offenbar dazu, um die Absichten und Interessen der Regierung Blum zu verbergen. Das ist eine Feststellung, die nicht dem Spottbe­dürfnis des französischen Esprit, sondern der Welt der harten Tatsachen entstammt. Der Hang zur Selbstironie, der dem französischen Geiste eigen ist, kommt nicht von ungefähr, sondern hat stets einen ehr realen Hintergrund gehabt. Es ist daher auch kein Zufall, daß die Politik desAls ob" gerade in unserem westlichen Nachbarlande ihre feinste und vollkommenste Ausprägung erfahren hat. Die Tradition dieser Politik läßt sich in ungebrochener Linie von Talleyrand bis auf den heutigen Tag verfolgen.

Mit großem Stimmaufwand hat die Pariser Volksfront-Presse die einstimmige Annahme des Vollmacht-Gesetzes durch die Kammerab­geordneten als vorbildliche Friedenstat gefeiert. Denn dieses Gesetz soll ja die Regierung Blum er­mächtigen, die Anwerbung und den Transport von Freiwilligen nach Spanien auf dem Gebiete der französischen Re­publik zu verbieten. Frankreich badet sich wieder einmal in der Sonne seines Ruhmes als Friedens­engel der Welt. Wenn nun diese selbstgefällige Pose auf uns nicht so echt und lebenswahr wirkt, wie man es in Paris gern möchte, so möge man uns das nicht Übel nehmen. Denn die Erfahrungen, die wir mit der französischen Politik desAls ob" bis­her gemacht haben, zwingen uns zu einem vorsich­tigen und kritischen Urteil. Man braucht ja auch die Behandlung der Freiwilligenfrage in Frank­reich nur etwas näher unter die Lupe zu nehmen, man braucht nur die Kommentare der französischen Links- und Rechtsblätter genau zu lesen, um zu erkennen, daß auch der jüngste Gesetzesakt der Kam­mer zunächst nur eine bloße For mali- t ä t darstellt. Gerade in Frankreich ist nicht alles Gold, was glänzt. An der praktischen Hand­habung der sogenannten Nichteinmischungs-Poli­tik wird durch die Vollmachten Blums über­haupt nichts geändert. Die Belieferung der spanischen Bolschewisten mit französischen Hilfs­truppen, Flugzeugen und sonstigen Waffen geht unentwegt weiter, und es ist ein recht merkwürdi­ger Anblick, wie Marianne mit der einen Hand den Oelzweig des Friedens durch die Luft schwenkt, während sie mit der anderen Hand dem bolschewisti­schen Busenfreund heimlich die Waffen zusteckt.

sichtigte eingehend die Versuchs- und Prüfungs­abteilungen der nach den neuesten technischen Er­rungenschaften eingerichteten experimentellen An­lagen. Am längsten verweilte Göring in der Ab­teilung der Versuchsmodelle für Ueberschall-Ge- schwindigkeiten (mehr als 330 Meter in der Se­kunde), die für das Studium des Strato­sphärenfluges eingerichtet wurde. Auf dem Flugfeld ließ sich Generaloberst Göring die neuesten Maschinen erklären und bestieg auch einige zu einer persönlichen Information. Anschließend führ­ten Jaadflugzeugstaffeln und Bomberftaffeln glän­zende Akrobatikslüge aus, während ein Strato- phärenflugzeug seine Steigegeschwindiakeit zeigte.

Abends wurde in der Oper eine F e st v o r st e l - I u n g mit GlucksAlceste" gegeben. Für Mitter­nacht hatten Graf und Gräfin C i a n o die deut­schen Gäste zu einem Bankett mit anschließendem Ball geladen. Am Sonntagvormittag hat sich Göring in das königliche Jaadgehege von Castel Porziano begeben, wo nach der Jagd von König Viktor Emanuel III. zu Ehren des Ministerpräsidenten ein Frühstück veranstaltet wurde. Am Montagvormittag begibt sich der Ministerpräsident einer Einladung des italienischen Kronprinzen folgend im Sonder­zug nach Neapel, wo im königlichen Schloß ein Frühstück abgehalten wird. Nachmittags ist eine Rundfahrt geplant. Am Montagabend begibt sich sodann Ministerpräsident Göring auf einem Tor­pedobootsjäger nach Capri, um etliche Tage der Erholung zu verbringen.

Die Achse Verlin-Rom.

Eine Unterredung mit Mussolini.

Berlin, 17. Jan. (DNB.) Der Sonderbericht­erstatter desVölkischen Beobachters" hatte Ge­legenheit zu einer Unterhaltung mit Mussolini. Der italienische Regierungschef erklärte ihm u. a.:Die Zukunft wendet sich ab von der Kollektivität, der im Unklaren reagierenden Masse. Das Zeitalter der starken Individualität, der über­ragenden Persönlichkeit bestätigt sich durch den Gang der Ereignisse. Demokratien, das ist wie Triebsand. Unser staatspolitisches Ideal ist Fels, granitener Gipfel! Das Mittelmeerabkommen wollte man stören, ich habe es nicht geduldet! Wir garan­tieren den Status quo im Mittelmeer! Wir haben einige Jahre der ruhigeren Entwicklung vor uns. Während dieser Zeit kann am Friedens­werk weiter gearbeitet werden. Die Gerüchte, das italienisch-englische Abkommen bedeute eine Locke­rung der Beziehungen RomBerlin, sind ein Wunschtraum der Gegner unseres neugeschaffenen, aber unanta ft baren deutsch-italieni­schen Blocks. Das Mittelmeerabkommen mit England stärkt nur die Achse Berlin- Rom, es ist ein nötiger Ausbau unserer Be­mühungen um den Frieden Europas! Wir haben keine wie immer geartete territorialen Absichten in Verbindung mit der durch den sowjetrussischen Eingriff in Spanien hervorgerufenen Lage." Auf die Frage, ob die Errichtung einer Sowjet­republik in Spanien oder in Katalonien eine Gefährdung des Status quo bedeute, antwortete Mussolini:Selbstverständlich!"

Frankreichs Vorbehalte.

Nur provisorische Anwendung der Berbotsrnatznahrnen."

Paris, 17. Jan. (DNB.) Das französische Außenministerium veröffentlicht den Wortlaut der am 13. Januar dem englischen Botschafter über­reichten französischen Antwort auf die englischen Vorschläge vom 10. Januar über das Verbot d er Anwer bung und der Durchfahrt von Freiwilligen für Spanien.

In der französischen Note heißt es u. a., die französische Regierung hat beschlossen, die Kammer um Vollmachten zu bitten, die es ihr gestatten würden, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Anwerbung für Spanien zu verhindern. Die Re­gierung wird dann bereit sein, diese Maßnahmen vhne'weitere Verhandlungen durch- z u f ü h r e n unter der Bedingung, daß die and e - r e n interessierten Regierungen ihrerseits die glei­chen Verpflichtungen eingehen, die gleich­zeitig angewendet werden müssen, ohne daß die Schaffung eines umfassenden K v n t r o l l - systems für die Sendung von Kriegsmaterial nach' Spanien abgewartet wird. Aber nach den be­reits gemachten Erfahrungen ist es nur allzu klar, daß mangels eines solchen Systems die Gefahr be­steht, daß die Verbotsmaßnahmen unwirksam sind, und daher kann unter diesen Umständen ihre Anwendung nur provisorisch vorgenommen werden. Wenn folglich innerhalb einer vernünf­tigen Frist f e ft g e ft e 111 wird, daß es unmög- I i ch ist, einen wirksamen Kontrollplan ins Werk zu setzen, so muß sich die Regierung ihre ganze Handlungsfreiheit Vorbehalten, sei es um die eingegangenen Verpflichtungen zu kün­digen, sei es, um eine internationale Zusammen­arbeit zu organisieren, die eine wirksame Kon­trolle gestattet.

Moskau sabotiert den enaMenVorschlag.

Moskau, 17. Jan. (DNB.) Die Antwortnote der Sowjetregierung auf die letzten englischen An­regungen in der Freiwilligenfrage im spanischen Bürgerkrieg lehnt den Kernpunkt der englischen Vorschläge nämlich das Ver­bot der Entsendung von Freiwilligen und Militär­kontingenten nach Spanien rundweg ab. Sie ist das Eingeständnis Moskaus, daß von sow- jetrussischer Seite schon bisher die Bolschewiken in Spanien mit Freiwilligen und Truppenkontin­genten nach Kräften unterstützt worden sind. Die Sowjetregierung, so heißt es in der Note, betrachte eine solche Aktion als verfrüht, und halte es nicht für zweckmäßig,sich auf den Weg einseitiger Maßnahmen zu begeben . Für die Begründung dieser Haltung werden in der Note die üblichen willkürlichen und unbegründeten Behauptungen über angebliche Verstoße anderer Mächte angeführt. Bezeichnenderweise wird auf die englische Anre­gung, an die Lösung des Gesamtproblems

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