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Montag, l8.Zanuar 1957

187. Jahrgang

Sie Organisation kein starres Gebilde

der

Der Gauleiter spricht. (Aufn.: Schwarz-NSG.)

wir

uns aufs neue verpflichten/

Blick auf die Galerie im Frankfurter Hippodrom. (Aufnahme: Schwarz-NSG.)

war es ihm möglich, dann ein Reich aufzu­bauen, das allen Stürmen zu trotzen vermag.

des gesamten auch ist die der Partei die Seele des der Kampf des diesem Gewinn

jje an Ihnen nicht] leben dürfen!

h 8.15 Uhr

einst den Sieg erringen ließ, und ihn uns für aüe Zukunft sichert. Aus dieser Sicht allein spricht der Gauleiter über die Inangriff­nahme des Vierjahresplanes im Gau, und deutlich empfindet auch der letzte Nationalsozialist, datz dieser Vierjahresplan des Führers seine Behandlung nicht vor allem von der Seite der Statistik und eines kühlen, sach­lichen, wirtschaftlichen Denkens erfährt, wie es ehedem sicher geschehen wäre, sondern datz be­stimmend für alte diese Notwendigkeiten d i e

Eintritt 40 P{ ann willkommen!

d tanzt

im Cafe Leib

Unter dem jubelnden Beifall des versammelten Führerkorps spricht der Gauleiter. Seine Worte geben die Richtung an für den weiteren Vormarsch im Gau. Er selbst ist mit ganzem Sein dem Füh­rer verantwortlich für die genaueste Ausführung der von ihm erhaltenen Befehle; zur Erreichung des gesteckten Zieles fordert er nun von den ihm unterstellten Führern in Hessen-Nassau d i e volle Berantwortlichkeit für den re st losen Einsatz und die s e l b st l o s e st e Hingabe auch des letzten Nebenmannes, der sich nur irgendwie zur Front des Nationalsozialismus rechnet. Nicht besser könnte dieses geschehen als mit der Blick­wendung zu den alten und doch ewig neuen Fun­damenten unserer Weltanschauung.

Der 2Huf und die Tapferkeit, die Treue und Opferbereitschaft, kurz ein ganzer Cha­rakter, dessen handeln nichts anderes kennt, ats Dien st für Deutschland, das war die nationalsozialistische Grundhaltung, die uns

daran, daß die Organisation des Gaues Hessen- Nassau einmal in einem Notizbuch zusammenge­drängt war, denken Sie daran, daß einmal eine Ortsgruppe nur einfach aus dem Gedächtnis eines einzelnen Menschen heraus geführt wurde. So wol­len wir stets eingedenk sein, daß diese Organisation kein starres Gebilde werden darf und nur verwaltet werden kann. Wenn Ihr Ansätze findet, daß nur verwaltet wird, dann, Parteigenossen, greift zu, dann klopft drauf. Es mag richtig sein, wenn für die Industrie und für die Behörden und für die freie Wirtschaft im allgemeinen zu zehn- prozentiger Papierersparnis aufgerufen wird. Wir wollen uns zur Aufgabe machen, daß wir fünfzig

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seelische Bereitschaft deutschen Volkes ist. Deshalb Führung dieser Aufgabe übertragen worden. Um deutschen Volkes ging immer Nationalsozialismus. Nur mit

Prozent einsparen.

Der Papierkrieg ist auf alten Fronten einzudämmen."

Eingehend behandelte er dann die Gebiete

NSG. Der Gauleiter gab am Sonntagvor­mittag in einer großen Rede vor den Politischen Leitern und vor den Führern der Gliederungen des Gaues Hessen-Nassau den Marschweg für das kommende Jahr, das ganz im Zeichen des Vierjahresplanes steht, bekannt. Die Gaupropagandaleitung, die vom Gauleiter mit der Geslfmtvorbereitung der Appelle beauftragt worden war, benutzte zum ersten Male ein vollkommen neuartiges Mittel zur Durchführung. Sämtliche Kreise der NSDAP, unseres Gaues hörten zur selben Stunde den Gaulei­ter, da die Rede in die 35 Einzelappelle in den Kreisstädten übertragen wurde. Das Hippo­drom zu Frankfurt a. M., die alte Kampfstätte der Bewegung, war für den Appell des Kreises Groß- Fraukfurt festlich hergerichtet worden. Es war kein Prunk; mit ganz einfachen, aber umso wirkungs-

Oer Gau Hessen-Nassau empfängt die Richtlinien für feine Mitarbeit am Vierjahresplan.

Oer Gauleiter spricht auf einem Appell des gesamten Führerkorps.

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Heime für die HF.

Förderung der Heimbeschaffung durch Partei, Staat und Geue nden.

Berlin, 16. Jan. (DNB.) In einem Appell an den nationalsozialistischen Gemeinschaftswillen ist das deutsche Volk zur Heimbeschaffung für die HI. aufgerufen worden. Der Führer s e l b st hat die Erwartung ausgesprochen, daß Be­wegung und Staat die Aktion tatkräftig unter­stützen.

Zur Durchführung des Aufrufes des Führers und Reichskanzlers verfügen die im Ehrenaus­schuß für die Heimbeschaffung vereinigten Reichs­stellen folgendes:

1. Die Reichsstellen ersuchen alle Parteistellen, Dienststellen des Reiches und der Länder und die Gemeinden und Gemeindeverbände, die Heim­beschaffung der HI. mit allen Kräften zu unter­stütze n.

2. Alle Körperschaften des Reiches, der Länder, der Gemeinden und der Partei werden gebeten, i m Rahmen ihrer wirtschaftlichen Mög­lichkeiten bei der Beschaffung des Grund und Bodens sowie beim Bau, Einrich­tung und Unterhaltung der Heime mit» zuhelfen und bei der Haushaltsaufstellung kom­mender Jahre diese wichtige Aufgabe genügend zu berücksichtigen.

3. Die Reichsjugendführung hat einen Arbeits­ausschuß für die Heimbeschaffung der HI. ge­stellt, dem Vertreter der zuständigen Reichsstellen angehören. Dieser Arbeitsausschuß begutachtet Anträge, die von Standortführern aus ört­lichen oder anderen Stellen wegen der Förderung der Heimbeschaffung gerichtet worden sind, und berät in allen Fragen der Heimbeschaffung.

4. Dem Arbeitsausschuß für die Heimbeschaffung find alle geplanten Neubauten zu mel­den, vorhandene Plätze sind zur Prüfung einzu­reichen. Der Arbeitsausschuß ist bereit, in Zusam­menarbeit mit der Reichskammer der Bildenden Künste für die Entwurfarbeiten Architekten des be­treffenden Ortes oder der betreffenden Landschaft vorzuschlagen. Bauvorhaben dürfen nur mit feiner ausdrücklichen Genehmigung durchgeführt werden. Darüber hinaus wird d i e gesamte Bevölkerung aufgerufen, die Heim-

Schulung, der Personalverwaltung, des Führernachwuchses, der NSV., der Presse, der Hitler-Jugend und ihre Heimbeschaf­fungsaktion und mit besonderer Ausführlichkeit den Ausbau des Reichsnährstandes. Auf seiner in den ersten vier Jahren erarbeiteten Grund­lage würden dabei auch die neuen Aufgaben zu meistern fein. Baldigst würde man damit begin­nen, die bisherigen Erfahrungen in Hessen auch auf den Westerwald zu übertragen und Brot zu schaffen.

Nach einer knappen, dafür aber um so wirk­sameren Herausstellung der Judenfrage, wen­det er sich der Konfessionsfrage zu und ver­weist hierbei die Konfessionen auf ihr eigentliches Gebiet der Seelsorge. Unter dem begeisterten Beifall der Versammelten stellte er dem Tun der verant­wortungslosen Hetzer auf diesem Gebiet die positive Arbeit der Partei gegenüberdenn wenn wir vielleicht auch nicht die .christliche Nächstenliebe^ üben, so doch die deutsche Nächstenliebe. Sie ist bereits Tat geworden im deutschen Volke. Das ist mehr als alle Worte!"

Dem Verhältnis zwischen Partei und Staat stellt er dann das Führerwort voran:Die Auto­rität der Partei ist als letzte überwachende, ent­scheidende Instanz und als letzte Richterin anzuer-

I kennen!" Deshalb auch habe sich jeder Partei­genosse in Behördenämtern bewußt zu bleiben, daß er dort als Vertreter der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei tätig ist.

In ganzer Deutlichkeit arbeitet der Gauleiter dann die beiden innersten Aufgaben des Vierjahresplanes heraus. Die 21 b» w e hr des Weltbolschewismus und die Ueberwindung der wirtschaftlichen Abschnürung vom Weltmarkt. Er er­innert an. Die Worte des Führers auf dem Partei­tag der Ehre:Ich möchte an das deutsche Volk den ernstesten Appell richten, angesichts der Ge­fahren des Weltbolschewismus nunmehr wieder jene Kampfstellung zu beziehen, die wir als Nationalsozialisten vor der Machtüber­nahme vierzehn Jahre eingenommen hatten!" und zeigte die Notwendigkeit der alten Front­stellung gegen den Bolschewismus auf.

Nachdem er darauf besonders die Tatsache wür­digt, datz Generaloberst Göring mit der Durchführung der neuen Aufgabe beauftragt worden ist und dieser die Durchführung der un­erhört grotzen Aufgabe der Partei übertrug, behandelt ec bereits einige konkrete Pläne, die im Rahmen des Vierjahresplanes im Gau Hessen-Nassau zur Durchführung ge­langen werden. 3m Kampf um die Brotfreiheit des deutschen Volkes wird unser Gau im Früh­jahr dieses Jahres schon an vier bis fünf

Stellen die Grundsteine legen für neue Erbhöfedörfer. Ein gewaltiges Projekt fei weiterhin die Bewässerung und Bodenverbesserung des R o d g a u e s vor den Toren Frankfurts durch die Zuleitung der Ab­wässer der Stabt. A n Lahn und Dill wür­den in Kürze weite re Hochöfen wieder in Betrieb sein und eine restlose Auswertung der Bodenschätze des Gaues erfolgen. Die Rohstoffgewinnung aus Holz, deren rNannigfaltigkeit der Gauleiter aufzeigt, spiele gerade in unserem Gau eine besondere Rolle. Zwei Verzuckerungsanlagen würden in Bälde errichtet werden. Nach kurzer Behand­lung der Gewinnung von deutschen T r ei b st o f f e n aus Braunkohle und Stein­kohle schlotz der Gauleiter diesen Ausblick auf die zu behandelnden Aufgabengebiete mit einer unmitzverständlichen Warnung an alle die, die den wirtschaftlichen Vormarsch des deutschen

Volkes sabotieren würden.

In einem Orkan des Jubels und der Begeisterung endeten die Schlußworte des Gauleiters: ,Der gesamten Parteigenossenschaft muß es klar sein, daß die Partei bereits vor der vom Führer ge­stellten Frist von vier Jahren Rechenschaft über die Erfüllung der Aufgabe ablegen muß. Es geht u m Sein oderNichtfein des deutfchenVol- k e s und um nichts Geringeres. So laßt uns er­neut betonen, daß wir gewillt find, als Nativ- nalfozialiften zusammen zu stehen und Opfer zu bringen. Wir wollen fein und blei­ben, was wir immer waren: Treue (Befolg* f chaftsmänner unseres Führers, dem

volleren Mitteln war der Raum ausgeschmückt. Die Fahnen waren nicht steif an den Wänden aufge­hängt, sondern zwischen den hohen Bogen der Emporen ragten die Kampffahnen der Partei in den Saal hinein. Der Hintergrund des Rednerpo­diums war mit dunkelrotem Tuch ausgeschlagen, von dem sich als einziger Schmuck ein silberner Hoheitsadler abhob. Auf der Bühne standen die Standarten und Stander der SA., SS. und des NSKK. Der ganze Raum war von gedämpftem Licht, das durch die. für diesen Appell besonders mattierten Scheiben fiel, erfüllt, und rundete fo :das würdige äußere Bild dieses Großappells ab.

An hervorragenden, politischen Führern des Gaues Hessen-Nassau nahmen teil: Gruppenführer Beckerie für die SA.-Gruppe Hessen. Brigade­führer G r ä n tz für die SA.-Gruppe Westmark, ein Vertreter des Gruppenführers der SA.-Gruppe Kurpfalz, der Führer der Motorgruppe Hessen, 'Brigadeführer Richard Prinz von Hessen, Gruppenführer Hildebrandt als Führer des 'SS.-Oberabschnittes Rhein, ein Vertreter des SS.- Oberabschnites Fulda-Werra, Oberbannführer Brandt als Führer des Gebietes 13 Heffen- 'Nassau der HI., BDM.-ObergAuführerin Else Miese u. a. m. Nach dem Standarteneinmarsch «erscheint der Gauleiter. Gaupropagandaleiter Mül­le r - S ch e l d eröffnete die Übertragung des Appells. Der stellvertretende Gauleiter Reiner : meldete dem Gauleiter 49 127 Führer der Verne­igung, davon 20 655 Politische Leiter, 4484 Führer iund Führerinnen der Bewegung und 23 988 Amts- iwalter der angeschlosfenen Verbände.

3n einer gewaltigen Heerschau waren alle Po­litischen Leiter, die Führer und Führerinnen der Gliederungen und Amtswalter zu gleicher Stunde vereint, um vom Gauleiter die Ausrich­tung für das kommende Jahr zu erhalten. 3m hohen Westerwald, im Taunus, Vogelsberg und in Rheinhessen hörten die Führer des Gaues zur gleichen Zeil den Gauleiter. Sämtliche Gauamtsleiler und mehrere Gauhauptstellen­leiter überwachten als Beauftragte der Gau- teitung in jedem Kreisappell den Verlauf der Veranstaltung Es war eine technische Glanz­leistung, die die Durchführung der Appelle er­möglichte, und so den grotzen ausgedehnten Gau klein werden lietz. Hunderte von Kilometer la­gen zwischen den 35 Orlen, in die der Appell übertragen wurde, aber sie waren sich nahe, unendlich nahe.

Ein Kommando des (Baupropaganbaleiters hallt kann durch den weiten Raum:Alle 36 Kreise Des Gaues! Achtung! Es spricht zu Ihnen Der Gauleiter!

So erinnerte jetzt der Gauleiter, daß dieser Raum, in dem er nun spreche, im Jahre 1924 d i e e r st e große Begegnung der Nationalsozialisten Hessen-Nassaus mit dem Bolschewismus er­lebt hätte. Sie endete damit, daß die Bolschewisten und ihr Anhang damals aus dem Saal hin­ausgehauen wurden. Er weist darauf hin, daß die Form dieses Führerappells, bei welchem man sich des Drahtfunks bediene, hier in Heffen-Naffau zum ersten Mal im ganzen Reich durchgeführt würde. Erstmalig sei es überhaupt, einen Führerappell des ganzen Gaues abzuhalten, ohne daß alle an einem Punkt zu- ammengekvmmen wären. Sein Gruß gilt dann dem Führer, unter dessen Augen auch dieser Appell abgehalten würde.

Er erinnerte darauf an die unbedingte Einlösung des von Adolf Hitler vor vier Jahren gegebenen Versprechens, innerhalb dieser Zeit den Wieder­aufbau des deutschen Volkes und der deutschen Einheit erreicht zu haben. Tosen­der Beifall wird den Worten des Gauleiters ge­zollt, als er dieser Tat des Führers mit den Wor­ten gedenkt:

Wenn bas in btefer unerhört kurzen Zeit geleistet werben konnte, bann ist es b i e A r - beit b er Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei gewesen. Der Führer hat auf bem Parteitag in Nürn­berg nicht gekargt mit seinem Dank an seine allen Kämpfer. Doch wir, bie wir in seinen Reihen von Anfang an stauben, wir wollen es mit Stolz bekennen, trohbem ber Führer uns ben Dank ausgesprochen hat: zu banken ist biese unerhörte Leistung allein unb aus­schließlich unserem Führer Aböls Hiller!" Nach diesem Rückblick auf das bisher Erreichte wendet sich die Rede dann den neuen Aufgaben zu. Ausführlich behandelt sie hierbei den Zweck der Organisation.Wir haben die Verpflichtung, wie in der Vergangenheit die gesamte Partei und ihre Organisationen immer wieder aufs neue zu überholen. Denken Sie an den Anfang, denken Sie

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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