Einzelbild herunterladen

Hjt.164 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

8amstag.l7.Zuii 1957

40 3of»re

en

nb

t

Aus aller Welt

München

Jan«

üebtZ'IU feine Äirufenen Prunk,chlöß-r fern

flm Teil bereits fertiggestellten Aufrufen ,,nd Flugblättern in polnischer und be­

ll

196

M iM Voü.

len einem raunzenden oder gleichgültigen Bürger­tum gegenüber durchsetzte und mit Mitteln, die heute lächerlich anmuten, seine Bauten und, was nicht genug betont werden kann, eine künstlerische Atmosphäre schuf, in der bedeutende Künstler wir­ken und seinem Willen dienstbar sein konnten. Der König, den die Franzosen dengroßen Knicker , je grand avare" nannten, soll für seine sämtlichen Schöpfungen nur zehn Millionen Gulden aufge-

Der 30. Lehrgang der Reichs-Motorsportschule des RSKK., der am Ukleisee bei Königs- wusterhausen stattfand, wurde mit einer Abschlußprüfung beendet Die Prüflinge hatten viele theoretische und praktische Aufgaben zu lösen. An einemVerkehrstisch mit einem Stadt­modell mußten in wenigen Minuten die Verstöße der Straßenbenutz^ gegen die Derkehrs- ordnung sestgestellt und in einen Plan eingezeichnet werden. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Polen wehrt sich gegen das Weltjudentum.

Einmischung unberufener Außenstehender in innere Angelegenheiten Polens zu betrachten seien, die nur zu einer Verschärfung der Lage in Polen beitragen könnten.

Zu dieser Verlautbarung desPAT" schreibt die Gazeta P o l s k a", die Mitteilung über den jüdischen Schritt werde außer der jähen und ver­ständlichen Entrüstung in der polnischen Oeffentlich- keit auch Verwunderung angesichts der Blindheit der jüdischen Politiker Hervorrufen. Einerseits muß­ten diese die diplomatische Hilfe Polens in Anspruch nehmen, um das Schicksal des künftigen Staates P a l ä ft i n a zu retten. Andererseits be­trieben sie gleichzeitig im Auslande eine polen- feindliche Hetze. Die jüdische Politik werde auf diese Weise schwerlich zu dem gewünschten Ziele gelangen.

Das rechtseingestellteABC" nennt das Pam­phlet des Rabbis Wise eine erneute, gegen Polen gerichtete Herausforderung des Welt­jude n t u m s^ Das polnische Volk und seine Re­

14 MonateZuchthaus für denKärntener Gauleiter der österreichischen NSDAP.

Wien, 16. Juli (DNB.) Der Kärtener Gauleiter der österreichischen NSDAP., Franz Rudolf, wurde am Donnerstag von einem Schöffengericht auf Grund des Staatsschutzgesetzes zu 1 4 Mona- t e n Zuchthaus verurteilt, lieber einen Mitan­geklagten, der erst im März d. I. 2V2 Jahre Zucht­haus erhalten hatte, wurde keine weitere Strafe verhängt.

Unwetterkatastrophe in rNitleljapan.

Schwere Gewitterstürme und wolkenbruchartiaer Regen suchten Mitteljapan heim und richteten große

Schäden an. Nach bisher noch unvollständigen Mel­dungen ist mit zahlreichen Todesopfern zu rechnen. In der Provinz Canagawa in der Nähe von To­kio wurden in der Nacht die Hütten von Straßen­arbeitern durch plötzlich auftretende Erdrutsche ver­schüttet und die Arbeiter unter den Trümmern be­graben. Bisher wurden 22 Tote geborgen. Die Flüsse schwollen durch den starken Regen so sehr an, daß sie die Dämme durchbrachen, die in der Nähe befindlichen Dörfer überfluteten, die Reisfel­der vernichteten und Brücken fortschwemmten. Diele von den Gewitterstürmen überraschte Bauern er­tranken in den hochgehenden Fluten. Mehr als tausend Häuser sollen eingestürzt sein. Eimge Eisen­bahnlinien mußten stillgelegt werden, da die Schie-

Meiterbericht

des Reichs Wetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt

Die Zuführung kühlerer Meeresluft, die während des Freitags unvermindert anhielt, bewirkte einen kräftigen Druckanstieg, so daß es über Westeuropa zur Ausbildung eines Hochdruckgebiets kam. An sei­ner Rückseite wird die Bewölkung wieder stärker auftreten und die Temperaturen werden wieder ansteigen. Nennenswerte Niederschläge sind nicht zu erwarten.

Aussichten für Sonntag: Wolkig und heiter, meist trocken. Temperaturen leicht ansteigend. Schwache wechselnde Winde.

Aussichten für Montag: Etwas wärmer und im ganzen freundlich.

Lufttemperaturen am 16. Juli: mittags 23,4 Grad Celsius abends 16,9 Grad; am 17. Juli: morgens 14,1 Grad. Maximum 23,3 Grad, Minimum heute nacht 16,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Juli: abends 22,7 Grad; am 17. Juli: mor­gens 18,1 Grad. Sonnenscheindauer 7,8 Stunden.

nen durch den Regen und Erdrutsche verlagert sind. In einem Ort stürzte eine Schule ein, mehrere Kinder wurden getötet. Der Gesamtschaden ist un­absehbar.

Benzintankexplosion.

Auf dem Gelände der Pure Oil Cy. in Atlantic City explodierten am Freitag zwei große je 10 000 Gallonen (etwa 38 000 Liter) enthaltende Benzin- tanks. Das brennende Benzin überschwemmte die Umgebung eines nahe gelegenen Häuserblocks. Die Gesamtzahl der Verletzten beträgt nach den letzten Meldungen zwischen 175 und 195, wovon 92 ins Krankenhaus gebracht werden mußten.

Der Vulkanausbruch auf Neupommern forderte über 400 Opfer.

Wie dieTimes" aus Canberra meldet, hat die Regierung von Neuguinea bekanntgegeben, daß nach dem Vulkanausbruch, der Ende Mai die Stadt Rabaul auf Neupommern heimsuchte, 424 Einge­borene vermißt werden. Die meisten Vermißten werden bei der Naturkatastrophe umgekommen sein. 50 Leichen konnten bisher geborgen werden.

tet>

iS

yo

polen greift durch.

Neuer Schlag gegen die Kommune. - Zehn jüdische Mitglieder der Parteileitung verhaftet.

Kurschau, 17. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die k poolW Polizei hat in Warschau ihre Maßnahmen rt A6iifii d i e Kommunisten fortgesetzt und || nieder einen beachtenswerten Erfolg verzeich­ne^ Bei Haussuchungen im jüdischen Stadt- oitzchl wurde eine sensationelle Entdeckung gemacht.

S flau fand eine Geheimdruckerei mit

wi!°I, -ras sich die Kunstfreude eigenwilliger Kunst- ler^eiien erlauben darf, sehe sich die Johannis kl % in der Sendlingerstraße, das Werk der BtMr Asam an: auch sie hat,'N ihrer blendenden El«mlichkeit ihresgleichen nicht m Deutschland.

53h kulturpolitische Rolle Münchens beginnt mit betfi 19. Jahrhundert, und wieder ist es elne große Peo Mchkeit, die der wachsenden Komgsstadt ihre Beilieckfing verlieh und ihr den ^empe » - kuMkgen Geistes ausprägte Das neuere München ist me Schöpfung Ludwigs I-, der seinen Wil-

wendet haben, a ,

Man weiß, daß der König den Ehrgeiz hegte, daß man München kennen müsse, wenn man Deutschland kennen wolle. Man weiß auch, mit welcher Teilnahme der alte Goethe die Bestrebun­gen des Königs verfolgte, den man zu dem Ge­schlecht der deutschen Romantiker rechnen darf: denn auch ihr Ideal einer Volkskunst, das auch m der Seele unseres Führers Adolf Hitler lebt war in ihm schöpferisch lebendig. Der Geschmack des Königs war allerdings durch seinen häufigen Aufent- bat in dem, denGöttern heiligen Italien be­stimmt: hier fand er die Größe verwirklicht, die er für sein München erstrebte. Es war ^..^bwisse Historismus, der sich in dem feurigen Mäzen mit Ungestüm auswirkte und allerdings nicht »nmer den kritischen Sinn offenbarte den spätere Ge­schlechter als den historischen Sinn des J^rhun- derts für sich in Ansprucy nahmen. Die Wi^er- belebung historischer Formen, die in den momimem taten Bauten des Königs zutage trat, sand auch nickt immer die Billigung der Kenner und Kui st- freunde. Die mißverstandene Verwendung fremder Bauaedanken. wie sie etwa tn der Feldher r n - halle om Odeonsplatz zutage trat, nahm der B - tätiauna des großen Bauherrn allerdings nichts von

heim unb ine Walhalla, burch deren B I un- mü7a her teutfcheste bet leutfdjen" fernen groß- beutkben Sinn Vor der zerrissenen Nation offen, borte^üeugen für ben Abel unb bie Monumental» 1 a B u r d) % UU X ä Hfl feit bes großen Mäzens war der Stabt deren weite Planung ebenfalls die Weitsicht eines Städtebauers offenbarte ein zwingendes Erbe »mefnaen bas sich indessen langsam ausmn-tte.

Sohn Mar II., zeigte wenig Glück mit seinen Baudestrebüngen das M a r e m i I i aine u m wirkt Ae eine Kulisse Ludwig II der München nicht

Häuserflucht der von der Tannstraße niedergerls- sen. Die Neugestaltung der L u d w i g s b ruck e hat den Zugang zu den östlichen Vorstädten Münchens zu einem herrlichen Brückenwege gemacht, zu dem die vier Pylonen mit ihren Figuren am Westende einen würdigen Eingang bilden. München darf sich freuen, daß'es durch seine Ueberlieferung von den Auswüchsen des Bolschewismus verschont blieb, wie er sich in gewissen deutschen Städten austoben durfte, und die neuen Bauten, die in klassischer Einfachheit und durch ihr edles Baumaterial den Geist einer neuen großen Zeit verkünden, bieten die Gewahr, daß die Hauptstadt der Bewegung als das Mün­chen Adolf Hitlers kunstgeschichtliche Bedeutung gewinnen wird.

Erinnerung

an eine berühmte polarexpeditron.

In Triest ist im Alter von 88 Jahren Antonio Zanino gestorben, dessen Name als eines Teil­nehmers an der österreich-ungarischen Nordpolar- erpedition unter Führung von Jichus v 0 n P ay e r in den Jahren 1872 bis 1874 große Berühmtheit erlangte und der der letzte Ueberlebenbe von dieser abenteuerlichen Fahrt gewesen ist. Die Expedition hatte sich unter anderem zur Aufgabe gesetzt, die Länder im Nordosten von Nowaja Semlja zu er- forschest. Sie war mit äußerster Sorgfalt vorbe­reitet,'und nur Freiwillige bildeten die Mannschaft, die ganz aus Seeleuten von Triest, Fiume und der dalmatischen Küste zusammengesetzt war. Die Ab- fahrt erfolgte am 13. Juni 1872 von Bremerhaven auf dem DampferTegetthoff", einem Schiff von 220 Tonnen, das für zwei Jahre mit Lebensrnitteln ausgerüstet war. Arn 21. August aber wurde das Schiff bei Nowaja Semlja vom Eise eingeschlojsen. Die 24 Mann trieben in ihrem Gefängnis langsam weiter nach Osten, bis nach eineinhalb Jahren auf­regender Abenteuer die Expedition das Schiff ver­lieh und, sehr knapp mit Lebensrnitteln ausgerüstet, auf vier Booten und Schlitten den Weg durch die Einsamkeit der Polarwelt suchte. Mit Payer und dem Kadetten Drei erreichte Zanino die äußerste geographische Breite, die die Expedition erreichen konnte, Cap Fligely, die Nordspitze von Franz- Joseph-Land, bei 82,5 nördlicher Breite; darauf kehrten die drei zu dem Schiff zurück. Aber im Mai 1874 mußte derTegetthoff" ganz aufgegeben werden, und die Mannschaft machte eine furchtbare Reise über die Eisfelder, bei der sie oft schon jede Hoffnung auf Rettung aufgegeben hatte Am 24. August wurden sie von zwei Fischerbooten ausge­nommen und kamen nach Europa zurück.

gierung müßten sofort antworten, damit die Juden endlich' begriffen, daß die Verleumdung Polens im Auslande ihr Leben in Polen nur ver­schlechtern könne. Die Fäden der antipolnischen Hetze in Nordamerika liefen zweifellos zu den in Polen ansässigen Juden hin. Um ähnliche Ereignisse in Zukunft zu verhindern, müßten die Verleumder exemplarisch bestraft werden.

Sie jüdische Skrupellosigkeit.

W a r s ch a u, 16. Juli. (DNB.) In der polnischen Presse wird die Aufmerksamkeit auf die Geschäfts- tüchtigkeit der Juden gelenkt, die aus der Verleumdung ihrer Gastländer Kapi­tal zu schlagen pflegen. Auch die polnischen Juden haben im Auslande durch eine klägliche Dar­stellung ihrer Lage Mitleid und dadurch Freigiebig­keit zu erregen versucht. An die Denkschrift der amerikanischen Juden über die angeblichen Juden­verfolgungen in Polen knüpft nun der rechts­stehendeGoniec" die Forderung, sämtliche j ü d i - scheu Komitees aufzulösen, die sich mit der Sammlung und Verteilung von Geld aus anderen Ländern befassen. Denn diese Komitees gäben ihren Rassengenossen im Auslande lügen­hafte Berichte über die Lage der Juden in Polen und damit Stoff für die polenfeind- l i ch e Hetze im Ausland, um möglichst viele Unterstützungsgelder zu erhalten.

MHauptstadtder Bewecung.

m Äon profeflor Wilhelm Weigand

isach8 Gs fibt Städte, die infolge einer gewissen Lage " entstiehm mußten: ein geschützter Hafen, die günstige iio< Lage en einem Strom oder an einem Kreuzungs-

purckl weitverzweigter Handelsstraßen haben ihr "^.iCnHehen oder ihr Wachstum begünstigt und ihnen ^.zun Gfäße oder zu geschichtlicher Bedeutung ver-

t) ob en. München darf sich keiner solchen Ent- stehMx rühmen: als der Weifenherzog Heinrich dem Löwe die bescheidene Mönchsiedlung im Jahre 115i3 zur Stadt erhob (noch heute hat München beim kleinen Mönch,das Münchener Kindl im ;6M'WaMj da war es ihm darum zu tun, die Salz- inj jtrcffy, die von Salzburg her über die Bischoisstadt tvtiWfina führte, nach seiner Gründung zu verlegen uni unb; iie Salzzölle in seine Tasche zu leiten. Und * sjtiauci) >5 spgtere München, das recht langsam zu eheil-einiir bedeutsamen Residenzstadt heranwuchs, war v Bdie 1 Schöpfung fürstlichen Herrscherwillens. Die rdne«Stdbi, in der mächtige Bürgergeschlechter niemals n ibch?rrschender Stellung gelangten, hatte auch aj-bisju Beginn des 19. Jahrhunderts feine geschickt-

lidflft -der'kulturpolitische Rolle gespielt; aber bas Mjrtubiae Geschlecht der Wittelsbacher hat da- 'VJür, Morgt. daß hier eine große Ueb°rl.e,erung ;lucU enttloib, die sich in prächtigen Bauten und m der Ch ai1 fünttlm|d)Cn Ausgestaltung der Residenz auswirkte, ien'*bieujf3! als Museum den Kunstfreunden zeigt, was 1 Hp,1* fütWer Kunstwille in einem herrlichen Rahmen

Wr konnte. Die ganz unvergleichliche und li- y baimembe Blüte eines bodenständigen Handwerks JünS bolli °bir auch die Gewähr vollendeter Ausführung, &blejt hte noch Staunen erregt: Die Amalien- 'J. b u.q im Schloßpark zu Nymphen bürg das Mei- Ji v fteiW des Architekten Cuvillees ist das Herr- « li<» Leispiel höfischer Rokokokunst und m°,s. r- ,.St) l-sV-i yandwerksgeistes. Ihr hat auch Frankreich nicht; an die Seite zu setzen, und wer erfahren ;i-t ... . . .ri£_____ninonmillmor >ilinn-

Am 19. Juli begeht der General der Infanterie Wilhelm Adam, der Kommandeur der Wehr­machtsakademie, fein 4Ojähriges Militärjubi­läum. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Iflö

Warschau, 16. Juli. (DNB.) Die Polnische Tel ign phenagentur berichtet über die unverschäm- ^tcni Federungen der amerikanischen Ju- er?, -.'ie unter Vorantritt des Rabbis Wise dem .Ämarifcni^en Staatssekretär des Aeußeren Hüll Mkinvi mifangreiche Denkschrift gegen die Behanb- ttel.luylt der Juden in Polen überreicht haben. In ittki diesm P a m p h l e t wird die polnische Regierung aufüi übelste angepöbelt. Wie diePAT" bekannt- ; gib t hat sich der polnische Botschafter P o 10 ck i env,3uM Fiaatssekretär Hüll begeben und ihn im 93er= Miau': der Unterredung über das Wesen der jüdischen M Frmze in Polen und über den Standpunkt der pol- G^niscken Regierung unterrichtet.

3Gn Zusammenhang mit dem Protest der ame- Manischen Juden hat die polnische Botschaft W presse erklärt, daß Schritte dieser Art als

von seiner Hauptstadt erstehen. Wir aber dürfen heute gestehen, daß sich das Erbe des großen Kunst­freundes Ludwigs I. nach dem siegreichen deutsch- französischen Kriege nicht immer in geschmackvoller Weise auswirkte. Während im Gebiet der bildenden Kunst eine Reihe echt deutscher Meister (Leibl, Hai­der, Hans Thoma, Trübner) das klassische Jahr­zehnt der deutschen Malerei (1870 bis 1880) empor- sührte, gefielen sich die Architekten zunächst in der sklavischen Nachahmung barocker Kunst- und Bau­formen. Ein Haus, wie das des Sammlers Gra­fen Schack in der Briennerftraße, enthüllt das schöpferische Unvermögen der damaligen Zeit in aufreizender Weise. Die späteren Bauten, die unter der Regierung des Prinzregenten entstanden, ver­raten allerdings einen edleren Bausinn, wenn auch sie auf alte Muster zurückgehen: ich erwähne das Nationalmuseum von Gabriel Seidl an her Prinzreaentenstraße, den Iustizpalast (von Thiersch). Daneben aber entstanden einige Kunst­werke, in denen sich der historisch gebildete Geschmack der Künstler mit dem schöpferischen Gefühl emes Meisters verband: ich erinnere an den W 111eis - bacher Brunnen, von der Hand 2Iöolr Hilde­brands in dem man den schönsten Brunnen Deutschlands schätzen darf; an den Hubertus- brunnen, der nun mit seiner herrlichen architek­tonischen Ausgestaltung an einer anderen Steile des neuen München seinen endgültigen Platz finden soll, und an die schönen Jsarbrücken, die einen Fremden veranlaßten, München fürdie Stadt der schönen Brücken" zu erklären.

Mit der Machtergreifung durch die nationalsozia­listische Bewegung begann unter her Schirmherr­schaft des Führers eine neue großartige Bau­tätigkeit in der Hauptstadt der Bewegung, schon heute kann man sagen das künftige München, das schon im Entstehen ist, wird man das München Adolf Hitlers nennen Ein zielbewußter schöp­ferischer Führerwille hat in kürzester Zeit Hinder­nisse hinweggeräumt, die früher unüberwindlich schienen; er hat den Königs platz zu einem marmornen Festsaal unter freiem Himmel geschaf­fen, der seinesgleichen nicht in der Welt hat, unö dessen Umgebung, die Glyptothek', das Gebäude der Gemäldesammlung, die beiden Ehrentempel und d.e Repräsentations- and Verwaltungsgebäude der Partei zu der großartigen Gesamtwirkung dieser Schöpfung beiträgt. Das Haus der K uin ft an der Prinzregentenstraße, das seiner Vollendung entqegenqeht, zeigt den schöpferischen Bauwillen des Führers in monumentaler Weise Ilm eine würdige Zufahrt zu dem ebeln Bau von der Lud- wigstraße her zu schaffen, hat man hie südliche

jrifje Barbeträge gefunden und beschlag- laftnit.

Mehr als zehn Personen wurden verhaftet, die Mlglieder der obersten Leitung der illegalen polnischen kommunisti­schen Partei sind. Auch in diesem Falle handelt es sich wieder ausnahmslos um Juden.

)aibie (Ermittlungen der Polizei noch nicht abge- chlstsen sind, werden die Namen der Verhafteten lonaufig geheimgehalten.

Weitere 50 Kommunisten verhaftet.

=in dem Büro des Zentralverbandes der Leder- ÜniMiftrie, das feinen Sitz im Warschauer Juden-

illlÖD i: r t e l hat, tagten 50 Kommuni st en, die P)Ot.eini kommunistische Kundgebung alsTag gegen beGKrieg", unb zugunsten her Roten Hilfe in Manien vorbereiteten. Mitten in ben Beratun-

gen würben die Kommunisten von der Polizei üiierra f d) t. Die Versuche, belastendes Material u zu.ichitigen, konnten rechtzeitig verhindert werben.

AlleöO Kommunisten, unter benen sich be- rüütijre kommunistische Hetzer unb seit langem ge- finde politische Verbrecher befinden, wurden v e r - S ax'ht.

ich« Hstst gleichzeitig wurden Haussuchungen bei einer '»fiReqe weiterer kommunistischer Persönlichkeiten ^durchgiführt, die mit dem inzwischen verbotenen LKo^ministenblattDziennik Popularny" zusam- ttonergeerbeitet hatten. U. a. wurden erneute Haus- DioVuchiinxen bei Dr. Muszkatenblit (1), Hajm lIid23 oool l,a cf (!) unb Moses Israel WintersoN (!) Xmrchgiführt Die Ergebnisse der Haussuchungen n.tfDeriöen vorläufig geheimgehalten.

)a ;ächnender Weise in jüdischer Sprache.

FL drei kommunistische Parteibezirke in Polen Hetzschriften zum Versand und zum ^Netfrieb vorbereitet, die alle für eine von der j. N iskauer Komintern für August angesetzte I ßrnpaganbaaftion bestimmt waren. In den Woh- I lumjcn einiger Kommunisten wurden Handschriften I nits Anweisungen und Manuskripten für eine z o n m u n i ft i f d) e G e h e i m z e i t u n g sowie