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Aus der engeren Heimat

£>r.3ng. habil. Ulrich Graf

18. April 1937

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Ihre Vermählung geben bekannt

Gießen, den 18. April 1937

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Sonnlag, 25. April, abends 8 Wir.

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JNHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER

Gustav-Adolf- Frauenverein

Dr.3ng.habil.Hermann Seeger und Frau Zftia, geb.Geibel

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und Frau Anna, geb. Ruckelshauß

Meine Verlobung mit Fräulein

stud. arch. Maria'Erika'Seeger beehre ich mich anzuzeigen

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daß ihnen der Weg offen steht, vielleicht bald einen Werkmeisterposten zu erhalten.

Äst denn die Aufgabe der sogenannten Selbstän­digkeit so schwer? Falsche Scham ist bestimmt nicht am Platze! Es ist keine Schande, vom Betriebs­führer eines unrentablen Betriebes zum Gefolg­schaftsangehörigen eines anderen Betriebes hinüber­zuwechseln. Durch einen solchen Wechsel helfen sich die Handwerker, die ihre Selbständigkeit aufgeben, selbst und auch der Gesamtheit des deutschen Vol­kes. Augenblicklch ist ihre wertvolle Arbeitskraft und ihr Können unausgenutzt. Sie selbst leben fast im Elend, müssen sogar aus öffentlichen Mitteln unter­stützt werden, und das bei einem Mangel an Fach­kräften, wie er heute herrscht. Ihre Arbeitskraft bringt weder ihnen noch dem Volke Nutzen. Auf diese Art kommen wir nicht vorwärts! Wenn schon die Frage des Ehrgefühls bei einer derartigen Ucberlegung für den allein arbeitenden Handwerker eine Rolle spielt, dann darf das Ehrgefühl nicht Dünkel fein, und ein Sträuben gegen die Aufgabe der sogenannten Selbständigkeit ist nichts anderes als Dünkel. Wenn schon von Ehrgefühl überhaupt die Rede ist, dann muß dieses Ehrgefühl zunächst gegenüber der Gesamtheit bestehen, und ihr gegen­über ist es gewiß ehrenhafter, als Facharbeiter eine

gesunde Existenz zu habni, denn als selbständiger Handwerker öffentliche Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.

Die Handwerker, die heute ihre Selbständigkeit im Interesse unseres wirtschaftlichen Aufbaues auf­geben, brauchen nicht zu befürchten, daß sie durch das Hinüberwechseln zum Facharbeiter ihre Selb­ständigkeit für immer verlieren. Bei Abmeldung ihres Betriebes bei der zuständigen Handwerks­kammer erhalten sie nämlich, wenn sie jetzt in die Handwerksrolle eingetragen sind und sich für die Aufbauarbeiten des Vierjahresplanes als Facharbei­ter zur Verfügung stellen, eine Bescheinigung, nach der sie jederzeit im Gebiet des Deutschen Reiches wieder als Handwerker in die Handwerksrolle ein­getragen werden müssen.

Der Handwerker im Alleinbetrieb, der siä) heute nur mit Mühe und Not durchschlagen kann, steht jetzt vor der Frage, ob er dadurch, daß er seine Scheinexistenz aufgibt und sich für den Aufbau der deutschen Wirtschaft zur Verfügung stellt und sein Können am richtigen Ort nutzbringend ver­wendet, sich selbst und der Gesamtheit helfen will oder aber, ob er lieber seine sogenannte Selbständig­keit bewahren will.

Sichern Sie sich Karten Im Vorver­kauf tagt, von 11-1 u. ab 4 Uhr FürdleNachmittagsvorstellung Mittwoch u. Sonntag ab 11 Uhr durchgehend Tel. 33654-33654

Oie Verlobung ihrer Tochter

Maria-Erika

mit Herrn Or.Fng.habil. Ulrich Graf Dozent an der Techn. Hochschule Äerlin geben bekannt

Vor einem Kreis lebhaft interessierter Ziegen­züchter und Ziegenhalter wurde gestern eine Schlußbewertung der zur Entsendung zur Reichs- nährstandschau in München bestimmten Ziegen­böcke und Ziegen vorgenommen. Diese Bewertung fand in der Zuchtoiehoersteigerungshalle Rhein- Main statt und gestaltete sich für den Fachmann sehr interessant. Diese Veranstaltung, die diesmal keinerlei wirtschaftlichen Zwecken diente, war für die Ziegenzüchter deshalb von besonderer Bedeu­tung, weil hier die besten Tiere aus dem ganzen Gau Hessen-Nassau, aus dem Bereich der Landesbauernschaft Hessen-Nassau ver­einigt worden waren.

Insgesamt waren etwa 37 Vater- bzw. Mutter­tiere zu dieser Schlußbewertung vereinigt. Die Tiere waren durchweg bereits in einer Stallschau vorbesichtigt und für diese Endschau ausgesucht worden.

Unter kritischen Augen wurde nun jedes einzelne Tier auf Körperform, auf Beinstellung, auf Gang­art und auf den Gesamteindruck hin noch einmal überprüft und letzte Auswahl getroffen. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den Vatertieren. Die Bewertung berücksichtigte besonders diese Tiere, die

im deutschen Frauenwerk". Sie erklärte die fünf Arbeitsgebiete, in denen mitzuarbeiten jeder Frau Gelegenheit gegeben ist. Die Ausführungen Frau Wredes hinterließen einen starken Eindruck bei den Frauen, und die Leiterin sprach in aller Na­men, als sie der Rednerin für ihre klaren und auf­rüttelnden Worte dankte. Mit dem Treugelöbnis zum Führer fand der Abend sein Ende.

Kreis Büdingen.

ch Nidda, 16. April. Gestern tagte hier der Kur - und Derkehrsverein Nidda-Bad Salz­hausen. Die Rechnung wurde geprüft und in Ord­nung befunden. Der kleine Barvorrat soll für ge­meinnützige Zwecke verwandt werden, z. B. zur Errichtung einer Schutzhütte auf der Altenburg, ferner für neue Bänke an geeigneten Punkten mit schönem Ausblick, für zwei Orientierungstafeln gegenüber dem Kurhaus in Bad Salzhausen.

Kreis Alsfeld.

^Kestrich, 14. April. Das hiesige Lager ist nunmehr mit 16 Jungens belegt, die hier ihr L a n d j a h r verbringen. Sie stammen meist aus dem Industriegebiet und wollen erst einmal in der Landwirtschaft tätig sein, ehe sie ihre Lehrstellen antreten. Die Jungens sind lagermäßig in einem Haus untergebracht, das die Gemeinde zur Ver­fügung gestellt hat. Tagsüber sind sie bei ihren Arbeitgebern verteilt. Wenn die Arbeit ihnen auch

noch ungewohnt vorkommt, so haben sie sich schon gut eingelebt und bringen eine dankenswerte Ent­lastung bei dem Mangel an Arbeitskräften.

6 Monate Gefängnis für einen Simulanten.

Er wollte sich vor dem Militärdienst drücken.

Lpd. F u l d a , 16. April. Ein starker und kräftiger junger Mann vom Jahrgang 1914 hatte sich der Erfüllung der Wehrpflicht entziehen wollen. Die erste Musterung brachte für ihn ein tauglich 1". Verschiedene Zurückstellungsan­träge des jungen Mannes wurden abschlägig be- schieden. Als er dann mit Verspätung bei' seiner Truppe eintraf, ergab die Einstellungsuntersuchung nur einbedingt tauglich". Dies veranlaßte das Generalkommando, eine gründliche Untersuchung und eine mehrtägige Beobachtung anzuordnen. Zwei als Sachverständige vernommene Aerzte bekundeten vor dem Schöffengericht Fulda, daß der Angeklagte verschiedene irreführende Manipulatio­nen bei den Untersuchungen vornahm, um einen ungünstigen Befund zu erlangen. Der Angeklagte wurde als Simulant erkannt. Das Gericht kam daher zu der Ueberzeugung, daß man es bei ihm mit einem Drückeberger zu tun habe, der aus Feigheit nicht zum Militärdienst wolle und erkannte auf 6 Monate Gefängnis.

sich durch niedrigen gedrungenen Körperbau als gute Futterverwerter und dadurch als die wirt­schaftlichsten Tiere auswiesen. Selbstverständlich wurden auch alle anderen Eigenschaften, wie sie sich aus der Herkunft der Tiere ergaben, berücksichtigt.

Von den 33 Tieren, die zu dieser Bewertung vorgeführt worden waren, wurden 25 für die Ent, sendung nach München ausgesucht, und zwar wur­den vier Tiere der Klasse Altböcke (über drei Jahre), Zwei zweijährige Böcke und ein einjähriger Bock bestimmt. Auch bei den Ziegen waren die Alttier« klassen (über drei Jahre) durchweg sehr gut ver« treten. Es wurden neun Tiere ausgewählt gegen­über sechs zweijährigen und drei einjährigen Zie« gen, die ein erfreuliches Bild des Nachwuchses gaben.

Die aus dem Bereich der Landesbauernschaft Hessen-Nassau entsandten Tiere dürften in Mün­chen besondere Aufmerksamkeit finden, weil gerade Hessen-Nassau seit langer Zeit als ein Hochzucht­gebiet für Ziegenzucht besten Ruf genießt und schon mancher Ziegenzüchter unseres heimischen Gebietes wertvolle Preise auf den verschiedensten Ausstel­lungen erringen konnte.

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Kirchliche Kundgebung am Sonntag, dem 18. Avril, abends 8 Uhr, in derJohanneskirche u. in der Stadtkirche.

Es sprechen in beiden Kirchen:

Pfarrer Schmid von St. Lukas zu München, und Pfarrer D. Peter Brunner, Tozent an der theolo­gischen Schule zu Elberfeld. 2725d

Es lad em:

Die bekennende Gemeinde Gießen, das Pfarramt der Matthausgemeinde, das Pfarramt d. Luthergem.

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Hessen-Nassaus Ziegen-Hochzucht bei -er Reichsnährstandsschau.

Schlußbewertung in der Zuchtviehversteigerungshalle Rhein-Main-Sießen

BIMahMeMbn nach Auerbach (Bergstraße) am 25. April 1937.

Fahrpreis ab Gießen (einschl. Musik, b uhrung, Besichtigung usw ). . . rm. Einsteigebahnhöfe: Gießen, Großen - Linden, Butzbach Bad-Nauheim, Friedberg (Hessen), Vilbel Nord und Frankfurt a. M. West.

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sammlung beschlossen, den Schießsport eifriger als bisher zu pflegen.

T Lich, 16. April. Das sog. Kratzsche Haus, Bahnhofstraße 16, seither Eigentum des Fürstlichen Hauses, ging durch Verkauf in den Besitz des Spenglers und Installateurs Heinrich Walz, Ober­stadt 31, über.

Kreis Schotten.

Laubach, 14. April Am Sonntag veran­stalteten die Vereinigten Männergesang­vereineEintracht-Harmonie" im Saale desSolmser Hofes" einen wohlgelungenen Fami­lienabend. Nach der Begrüßungsansprache des Vor­sitzenden Heinrich Hertel gelangten unter Leitung des Dirigenten Schreiner einige Männerchöre zum Vortrag, die auch für das demnächst in Villingen stattsindende Wertungssingen vorgesehen sind. Sodann wurde ein Schwank aufgeführt. Die Mitwirkenden ernteten reichen Beifall. Nach dem Gesang von zwei weiteren Chören spielte die Kapelle Schreiner zum Tanz auf.

Kreis Friedberg.

gfs. Friedberg, 14. April. Die Frauen­schaft veranstaltete mit den Mitgliedern des Frauenwerks einen Vortragsabend, der außer­ordentlich gut besucht war. Ein Lied des Sing­kreises der Frauenschaft leitete den Abend ein. Nach Begrüßungsworten der Leiterin, Frl. Dr. Leicht- nam, ergriff Frau Wrede das Wort zu ihrem großangelegten Vortrag überDie Arbeit der Frau

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Landkreis Gießen.

wg. Großen-Buseck, 17. April. Die hiesige Einwohnerin Anna Mandler, geb. Schneider, kann am heutigen Samstag auf eine 25jähriae Tä­tigkeit bei der Zigarren- und Tabakfabrik Arnold M u e l le r in Gießen zurückblicken. Die Jubilarin erfreut sich sowohl bei der Betriebsleitung, wie auck; bei den Arbeitskameraden und -Kameradinnen aller Wertschätzung. Dieser Tage fand im Gemeinde­wald die letzte Holzversteigerung statt. Zum Ausgebot gelangte nur Nutzholz. Es wurden durch­schnittlich je nach Klasse und Qualität je Festmeter geboten: Buche 22 bis 28 Mk., Eiche 30 bis 40 Mk., Kiefer 30 bis 40 Mk., Lärche 25 bis 32 Mk. und Fichte 20 bis 30 Mk. Bei der jüngsten Brenn- holzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: Buchenknüppel 11 bis 12 Mark, Eichen­knüppel 6 bis 8 Mk., Kiefern-Knüppel 7 bis 9 Mk. je zwei Raummeter. Buchenreisig brachte je fünf Raummeter 8 bis 10 Mk., Kiefernreisig 1 bis 2 Mk. Fichtenstangen wurden mit 80 Pf. bis 1 Mk. und 1,20 Mk. je Stück bezahlt.

# Mainzlar, 16. April. Die hiesige K r i e - gerkameradschaft hielt bei Gastwirt Heinrich Vogel IV. eine Versammlung ab, inneren Mittel­punkt die aus der Generalversammlung rückständige Vorstandswahl stand. Für den ausgeschiedenen seit­herigen Kameradschaftsführer Ludwig Wagner wurde Christian L e m m e r ernannt Stellvertreter wurde Karl Vogel. Die übrigen Vorstandsmit­glieder blieben im Amte. U. a. wurde in der Ver-

Giefeener Konzertverein

Sonntag. 18. April 1937, abends 8 Uhr. Universitätsaula / Neuntes Konzert

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Am Flügel: Otto A. Graef.

Werke von Beethoven, Bach, Mozart. Paganini u.a. Der Bechstein - Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau. Eintrittskarten: RM. 1 1.50. 2.25 und

3. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten 80 Pf. bei Herrn Sekretär Ritter und im Studentenheim. 2562D

ömiMlOttoorlrflo des Kameraden Pg. Kratz am 18. Avril 1937, abends 8 Uhr, tmKatholischen Vereinshaus": ll-Vool-Krieg (eigene Erlebnisse).

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