Donnerstag, lö.vezember 1057
Nr. 293 Erstes Blaff
187. Jahrgang
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Deutschland sorgt für die Opfer der Arbeit
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live des einzelnen in der Wirtschaft so frei sich auswirken zu lassen, wie dies überhaupt denkbar ist.
Den höchsten Grad persönlicher Freiheit im wirtschaftlichen Schaffen kann der Staat dann gewähren, wenn alle Männer der Wirtschaft die Höch sie Disziplin gegenüber der Gesamtheit zum Gegenstand ihres handelns gemacht haben.
bereits mehreren hundert Kindern zuteil geworden. Die gleiche Kinderverschickung wird für das r h e i - nisch-westfälische I n d u st r i-e gebiet in Kürze zur Durchführung gelangen. Ebenso sind im Laufe des vergangenen Sommers 157 Kinder von verunglückten Seeleuten zu einem vierwöchigen Erholungsaufenthalt an die See geschickt worden.
zusprechen.
Ju allerletzter Zeit wurde noch eine weiters Crv-
Berlin, 15. Dez. (DNB.) Dem Ehrenausschuß der „Stiftung für Opfer der Arbeit, dem die Staatsräte Walter Schuhmann, MdR., Dr. Fritz Thyssen, MdR., und Dr. von Stauß, MdR., angehören, lagen mehr als 2000 Gesuche zur Entscheidung vor. Aus dem Bericht des ehrenamtlichen Geschäftsführeres, Oberregierungsrat Dr. Ziegler, ergab sich, daß die Stiftung neben der laufenden Betreuung der Opfer der Arbeit wie bisher auch bei den verschiedenen größeren Unglücksfällen in der letzten Zeit helfend eingegriffen hat. Außerdem ist die Kinderverschickung gegenüber dem Vorjahre weiter gesteigert worden. Es handelt sich dabei um die Kinder von Vätern, die in ihrem Beruf tödlich verunglückt
Die Ablieferung von Brotgetreide.
Berlin, 15. Dez. (DNB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat angeordnet, daß das im laufenden Getreidewirtschaftsjahr abzuliefernde Brotgetreide, ebenso wie im vergangenen Jahr, spätestens bis zum 2 8. Februar 19 3 8 restlos abgeliefert werden muß. Die Dienststellen des Reichsnährstandes werden darauf hinwirken, daß die Landwirtschaft, soweit es betriebswirtschaftlich möglich ist, auch schon vor diesem Zeitpunkt ihre Ablieferungspflicht in möglichst großen Umfange erfüllt, um so zu verhindern, daß unmittelbar vor dem festgesetzten Schlußtermin ein übermäßiges Angebot von Brotgetreide auf den Markt kommt.
daß es den Höch st en Nutzen für die gesamte Volkswirtschaft erzielen könne.
Im letzten Teil seines Vortrages beschäftigte sich der Redner mit den Fragen der Sozialpolitik, wobei er betonte, daß im Verhältnis vom Lohn zum Preis der Grad dessen liege, was sozialpolitisch erreicht worden sei. Uebergehend auf seine besondere Tätigkeit als Reichskommissar für die Preisbildung führte Gauleiter Wagner dann noch aus, daß die Preispolitik auf die Dauer nur dann erfolgreich fein könne, wenn sie gleichzeitig auf die Sozial- und Lohnpolitik Einfluß zu nehmen in der Lage sei. Ein Unternehmer, der zur Vergrößerung seiner Produktion gelernte Arbeitskräfte zu erhöhten Löhnen an sich ziehe, könne nicht damit rechnen, daß ihm Preiserhöhungen für seine Produkte zugestanden würden. Gauleiter Wagner schloß seine mit starkem Beifall bedachten Ausführungen mit einem Hinweis auf die Notwendigkeit, sich auch weiterhin mit allen Kräften für die Erreichung der Ziele des Nationalsozialismus auch auf wirtschaftspolitischem Gebiete einzusetzen.
Z. d. R. Wie mir schon kurz gemeldet haben, tritt, nachdem vor einigen Wochen bereits eine Anzahl von Markenartikeln im Preise herunteraesetzt worden sind, eine weitere Preissenkung von Markenartikeln in Kraft, die sich diesmal auf die Erzeugnisse der Lebensmittelindustrie erstreckt. Insbesondere werden hiervon die bekannten- Fleischbrühwürfel, Suppenextrakte, Kornkaffee, Backhilfsmittel, Puddings u. a. m. betroffen. 3 0 namhafte Markenartikelfirmen der Lebensmittelindustrie haben entsprechend dem Appell des Reichskommissars für die Preisbildung ihre Preisgestaltung überprüft und haben zur Steigerung der Kaufkraft und des Lebensstandards des deutschen Volkes Vorschläge für eine Preissenkung gemacht. Diese Preissenkungsangebote der Industrie, die unter Berücksichtigung der eigenen erzeugungs- und betriebswirtschaftlichen Verhältnisse erfolgt sind, hat der Preiskommissar angenommen, so daß noch vor Weihnachten für 140 verschiedene Artikel der Lebensmittelbranche die Preisermäßigung in Kraft tritt, die sich bei den einzelnen Erzeugnissen zwischen 3 bis 20 v. H. bewegt und im Durchschnitt eine siebenprozentige Senkung der Markenartikelpreise ausmacht.
Sowohl die Art der Durchführung als auch die Höhe der einzelnen Preissenkungen zeihen, wie sehr trotz des Führungsanspruchs des Staates in der Preisbildung der freien Initiative und den wirtschaftlichen Belangen des einzelnen Unternehmens freier Spielraum gelassen wird. Die deutsche Wirtschaft ist ein viel zu kompliziertes und organisches Instrument, als daß schematisch in dieses Gebilde eingegriffen würde. Der Staat richtet durch
ölsuche-Konzession im Papua-Gebiet, auf einer Fläche von 48 000 Acres, 86 Meilen nordwestlich von Port Moresby und 45 Meilen südwestlich von Kerema an von R. S. Haynes und Walter Marks mit Kapital 125 000 Pfund gegründete Gesellschaft Papuan Apinaipi Petroleum Co., Ltd. vergeben. Das Gebiet dieser Konzession soll besonders gute Aussichten bieten, wie seinerzeit durch die Anglo- Persian (heute Anglo - Jranian) Co. festgestellt wurde. Die nötigen Maschinen wurden in Amerika bestellt. Die Gesellschaft Island Exploration Co., Ltd. hat Ende August außer den Arbeiten auf ihrer Konzession im Papua-Gebiet auch Forschungen nach Erdölvorkommen im Neuguinea- Mandatsgebiet in die Wege geleitet. Die Arbeiten werden in der Hauptsache von neuseeländischen Geologen in der Gegend von Madang ausgeführt.
Die Preissenkung für Markenartikel der Lebensmittelindustrie
von Oil Search, Ltd., die als Tochtergesellschaft der Anglo-Jranian (früher Anglo-Persian) Oil Company, sich aktiv an den Forschungen nach Erdöl auf dem australischen Festlande beteiligt. Schließlich soll noch eine in Melbourne in Bildung begriffene Gesellschaft sich um eine Konzession von 20 000 Quadratmeilen im westlichen Teil von Pa-
Dirtschaft ist und bleibt die Dienerin der Nation insofern, als sie abhängig ist von den großen politischen Zielen und Bestrebungen des Staates.
Eine absolute Freiheit des einzelnen Wirtschaftenden ist ebensowenig möglich wie die individuelle Freiheit des politisch Tätigen.
Die Grundlagen des Wirtschaftens müssen nach Möglichkeit auf einigen wenigen übersichtlichen Prinzipien beruhen.
Der Staat muh in seiner staatspolitischen Lenkung in geeigneter Weise den laufenden Veränderungen der wirtschaftspolitischen Situationen Rechnung tragen.
Je größer die vorhandenen Rohstoffmen- g e n sind, je reibungsloser also Erzeugung und Verbrauch sich entwickeln, um so geringer sind die Notwendigkeiten für ein Eingreifen von staatlicher Seite; je stärker bestimmte Ver- knappungserscheinungen auftreten, um so stärker muh sich die S t a a t s f ü h - r u n g um die Dinge kümmern.
Der Staat kann diese Aufgaben nur erfüllen, wenn er finanz- und kreditpolitisch völlig souverän ist.
Jede kluge staatliche Lenkung der Wirtschaftspolitik wird immer bestrebt sein, die 3 n i H a -
sind. Diese Erholung ist im Gau
ihnen überlassenen Realsteuern und der neuen noch nicht endgültig feststehenden Regelung der Gebäudeentschuldungssteuer, wesentlich weniger an Reichs st euerüberweisun- a e n als bisher. Der Hundertsatz der Gemeinden soll mindestens 20 und höchstens 30 der Anteile des Landes an den Reichssteuern betragen. Die eingesparten Summen werden dem Ausgleich innerhalb der Gemeinden dienen. Auch die armen Gemeinden sollen in der Lage sein, ihre Selbstverwaltungsaufgaben wahrzunehmen. Die Zuweisungen werden daher nach einem Schlüssel erfolgen, bei dem neben der eigenen Steuerkraft der Gemeinde auch die Zusammensetzung ihrer Bevölkerung, z. B. der Kinderreichtum, eine Rolle spielt.
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Gauleifer Joses Wagner spricht in Sagen.
Hagen, 16. Dez. (DNB.) Auf Veranlassung des Gauwirtschaftsberaters Westfalen-Süd wurde in Hagen eine wirtschaftspolitische Kundgebung veranstaltet, in deren Mittelpunkt eine Rede des Reichskommissars für die Preisbildung und Oberpräsidentey Gauleiter Josef Wag- n e r stand. Eingangs betonte er, daß d i e Politik immer den Vorrang vor der Wirtschaft haben müsse, da wirtschaftliches Blühen und Gedeihen unabänderlich gebunden seien an die Größe, Kraft und Zielstrebigkeit einer wirklich echten und gesunden Staatspolitik. Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den fünf Jahren seit der Machtübernahme fei der Beweis dafür, wie auf dem Wege einer kraftvollen politischen Entwicklung auch die wirtschaftliche Gesundung einer Nation herbeigeführt werden könne. Wirtschaftliche Führung habe grundsätzlich von zwei Dingen auszugehen: Einmal von dem absoluten Wollen, den übergeordneten politischen Willen der Staatsführung zum unbedingt anerkannten Herrn über alle Gebiete des Lebens zu machen, und zweitens von dieser Stellung aus in einer Art und Weife das gesamte wirtschaftliche Leben so zu beachten, zu beeinflussen und notfalls so zu lenken, daß der größtmögliche Erfolg für die Gesamtheit erreicht werde. Der Redner stellte in diesem Zusammenhang a ch t Richtlinien heraus, nach denen die Wirtschaftspolitik sich auszurichten habe:
PoliiikundWittschastimnaiionalsozialistifchenGiaat
Grundsätzliche Ausführungen des Reichskommiffars für die Preisbildung.
Oer Finanzausgleich zwischen Ländern und Gemeinden.
Berlin, 15. Dez. (DNB.) Nachdem durch die Neuregelung der Real steuern das Gesamtaufkommen hieraus den Gemeinden vorbehalten bleibt, mußte auch eine entsprechende Übertragung von bisherigen Länderaufgaben auf die Gemeinden erfolgen. Sie ist in Gestalt von Grundsätzen vorgenommen worden, die der Reichsfinanz- und der Reichsinnenminister über den Finanz- und Lastenausgleich zwischen Ländern und Gemeinden erlassen haben. Die Grundsätze bedeuten vor allem eine Stärkung der Selbstverwaltung. So wird festgesetzt, daß die Gemeinden die sächlichen Ko st en der Volksschulen zu tragen haben und die Länder dafür sorgen, daß auch in leistungsschwachen Gemeinden die Aufbringung der Schulbaukosten gesichert ist.
Von besonderer Bedeutung ist der neue F i - nanzausgleich zwischen Ländern und Ge- mbnden. Die Gemeinden bekommen wegen der
pua bewerben.
Auch im niederländischen Teil Neuguinea wird eifrig nach Erdöl gesucht. Standard Oil Co. of California hat dort eine Konzession über 1482 000 Acres erworben. Eine weitere Konzession gehört der gleichfalls mit dem Standard Oil - Konzern verbundenen Netherlands New Guinea Petroleum Co. Es verlautet, daß einige japanische Firmen, wie Mitsui und Mitsubishi von den niederländischen Behörden die Genehmigung erhalten haben, Forschungen nach Erdöl in Holländisch-Neuguinea zu betreiben.
Die Konzessionäre haben erstklassige Sachverständige zu den Arbeiten herangezogen und benutzen die modernsten technischen Hilfsmittel und Maschinen, während die Verbindung mit der Außenwelt durch eigene Wasser- und Landflugzeuge aufrecht erhalten wird. Auch bekannte Forschungsreisende wie z. B. Jack H i d e s, der vor etwa einem Jahr von einer abenteuerlichen Reise durch unerforschte Teile des Neuguinea-Mandatsgebietes und Papua zurückkehrte, werden zu der Arbeit herangezogen. Es steht zu erwarten, daß Konzessionen für Erdölsuche im Mandatsgebiet von Neuguinea von verschiedenen Gesellschaften, darunter von der bereits genannten Gesellschaft Oil Search, Ltd. gesucht werden.
Die augenblickliche Suche nach Erdolquellen m Neuguinea bietet ein buntes, internationales Bild. Die geologischen Formationen der Insel, die eine einheitliche Struktur besitzt, dürften in den unter verschiedenen Hoheitsrechten stehenden drei Teilgebieten in die Neuguinea politiscb zerfällt, dieselben fein. Auch im früher deutschen Teil ist Erdöl vorhanden: denn es liegen offizielle Mitteilungen über solche Vorkommen am Sepik- Flutz, in der Nähe der holländischen Grenze bei Bongu, vor. Die endgültige Feststellung von wirtschaftlich wertvollen Petroleurnguellen dürfte bloß eine Frage der Zeit sein. Es sind daher nicht nur patriotisch-sentimentale Gründ,e oder strategische Erwägungen, die in der soeben abgeschloffenen Tagung australischer Frontkämpfer in Sydney, die Forderung aufstellen ließen, daß Neuguinea-Mandatsgebiet zu annektieren. Um nicht zu einseitig zu erscheinen, wurde von der Tagung noch der Beschluß gefaßt, sich überhaupt gegen die Rückerstattung irgend welcher deutscher Kolonien aus-
Gauleiter Wagner hob sodann hervor, daß es für den Nationalsozialismus kein sogenanntes Wirtschaftssystem gebe. Es sei vielmehr danach zu verfahren, daß das, was zweckmäßig und vernünftig in der Hand des privaten Wirtschaftsunternehmens liege, dort bleiben solle, und das, was zweckmäßig in der Hand des Staates aus übergeordnetem Interesse fein müsse, dahin gehöre, wie auch gemischte Erscheinungsformen respektiert würden, wenn sie zweckmäßig seien; denn jedes Unternehmen solle so in seinen Besitzverhältnissen gestaltet sein,
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: vrühlsche Universitätsdruckerei R.Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Lchulftrahe 7
seine Organe vielmehr lediglich einen Appell an die Betriebsführer, und der Erfolg zeigt, daß die staatliche Wirtschaftsführung auf dem richtigen Wege ist. Die Lebensmittelindustrie ist angesichts der völlig veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse und der gestiegenen Kaufkraft der Bevölkerung von sich aus an die Überprüfung der Preise ihrer Erzeugnisse herangegangen. Auch in den Nachgeordneten Wirtschaftsstufen, im Verteilerapparat, hat man mit erfreulichem Verständnis diese Dinge ausgenommen.
Wir erinnern uns bei dieser Gelegenheit der Opfer, die bei früheren Preissenkungsaktionen von einzelnen Wirtschaftskreisen getragen werden mußten, als der Jnteressentenstandpunkt überwog und z. B. der Einzelhandel mit großen Lagerbeständen von heute auf morgen vor eine Preissenkung gestellt war, die ihm schwere finanzielle Opfer brachte, und zumindest in der Übergangszeit nicht nur das Risiko, sondern auch die Kosten dieser Preissenkungen allein auf seine Schultern legte. Es ist selbstverständlich, daß im nationalsozialistischen Staate eine solche Verlagerung der Opfer auf einzelne Schultern vermieden wird. Im vorliegenden Falle hat schon im vergangenen Monat eine gütliche Vereinbarung stattgefunden, durch die dem Einzelhandel die alleinige Last der Preissenkung abgenommen wurde. Diese Tatsache hat dazu geführt, daß auch der Lebensmittelhandel mit großer Einsatzbereitschaft an der Preisverbilligung mit- wirkte, und daß die Derbraucherschaft noch rechtzeitig vor Weihnachten in den Genuß dieser Ermäßigung kommt. Bo.—
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Erdöl in Neuguinea.
Von unserem v. Ek -Berichterstatter.
Nachdruck verboten?
Granville, im Dezember 1937.
Neuguinea, die zweitgrößte Insel der Erde, ist erst in den letzten Jahrzehnten an die Weltwirtschaft angeschlossen worden. Ihre Bedeutung als Goldproduktionsland ist bekannt. Weniger in der großen Oeffentlichkeit bekannt ist, daß in den letzten Jahren dort von den größten O e l - konzernen der Welt eifrige Nachforschungen nach Erdöl unternommen werden, die darauf schließen lassen, daß Neuguinea später eine Rolle im Wettstreit der Nationen um die Sicherung der Treibstoffversorgung zugbacht ist. Aus .gewissen naheliegenden Gründen wird allerdings von den offiziellen australischen Stellungen verneint, daß irgendwelche Erdölvorkommen im früheren deutschen Teil der Insel, dem heutigen Neuguinea-Mandatsgebiet, entdeckt worden seien. Man befürchtet die Geltendmachung deutscher Ansprüche und vermeint weise zu handeln, wenn man den wirtschaftlichen Wert des früheren Kaiser- Wilhelm-Landes zu verringern sucht.
Die ersten Erdölverkommen wurden bei Kerema, am Papua-Golf im Papua-Territorium im Jahre 1911 entdeckt. Es folgten bald weitere Entdeckungen im Tale des V a i l a l a - F l u f f e s. Obwohl der Weltkrieg eine Stockung in der For- fcherarbeit hervorrief, stellte die australische Regierung auch weiterhin bedeutende Mittel für die Suche nach Oel zur Verfügung. Die dafür von 1912 bis 1929 verausgabten Beträge sollen sich auf mehr als 550 000 Pfund stellen. Erst 1934 wurden vom Gesetzgebenden Rat des Papua-Territoriums, wie es scheint auf Anregung der britischen Regierung, Verordnungen herauszugeben, die durch die Vergebung von Konzessionen auch die großen Erdölkonzerne für die Vorkommen in Papua zu interessieren vermochten. Nachdem im Jahre 1936 die bestehenden Bestimmungen noch weiter erleichtert wurden, haben sich die großen Erdölkonzerne in das Papua-Gebiet geteilt, indem Konzessionen von ihren Tochtergesellschaften, die entweder in Australien selbst oder in Papua eingetragen sind, erworben wurden. Nach den heute geltenden Bestimmungen können an solche Gesellschaften Konzessionen für die Suche nach Oel auf Gebieten bis zu 20 000 Quadratmeilen erteilt werden.
So erhielt denn die von der Shell Company gegründete Papuan Oil Development Co. eine Konzession über 20 000 Quadratmeilen am Fly- und am Strickland-Flusse. Diese, eine Zentrallage einnehmende Konzession, ist von allen Seiten durch drei Konzessionsgebiete der Island Exploratton Co., Ltd., einer Nebengesellschaft der Vacuum Oil Company, die zusammen etwa 21 000 Quadratmeilen umfassen, eingeschlossen. Etwas weiter östlich liegt die 12 000 Quadratmeilen umfassende Konzession der Oriomo Oil Co., Ltd., einer Nebengesellschaft
trldyetnt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugrpreir:
Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr. , -.25
Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt §ernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen
Postscheckkonto:
Kranlsurt am Main 11688
Der Ehrenausschuß beriet dann über 2162 Gesuche. Es wurden 1524 Gesuche mit im Gesamtbetrag von 322 350 Mark in einmaligen und lausenden Zahlungen bedacht, 578 Gesuche mußten abgelehnt werden, da die wirtschaftliche Lage nach den Richtlinien der Stiftung als nicht besonders ernst anzusehen war oder da die sonstigen Voraussetzungen nicht gegeben waren. Aus der „Stiftung für Opfer der Arbeit auf See" gelangten im Jahre 1937 rund 50 000 Mark zur Ausschüttung. Die gesamten Bewilligungen aus den Mitteln der Stiftung erreichten damit einen Bettag von rund fünf Millionen Mark. Es ist dafür Sorge getragen, daß die bewilligten Unterstützungen noch rechtzeitig vor Weihnachten in die Hände der betreffenden Volksgenossen gelangen.
Sonderzuwendung sürdieAntzehörigen verunglückter Neichsautobahnarbeiter.
B e r l i n , 15. Dez. <DNB.) Am 17. Dezember 1937 wird der 2 000. KilometerderReichsauto- bahnen dem Verkehr übergeben. Auf Antrag des Generalinfpe(tors Dr.-Ing. T o d t hat sich der Letter


