Ausgabe 
16.12.1937
 
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Neuer Schlag gegen die Volksgruppen im tschechischen Nationalitätenstaat.

Parrewervot von einem Regieruna abhängig machte, roirb nunmehr der ß a n b e 's b Hörde die Befugnis eingeräumt, auf dem Derord-

in den Filmtheatern stattfinden dürfen.

Oer Neicksjugendführer zur Winterhilfssammlung der HI.

B e r l i n , 15. Dez. (DNB.) Zur Winterhilfsaktion der Hitler-Jugend vom 17. bis 19. Dezember hat der Reichsjugendführer den folgenden Tages­befehl an dieHitler-Iugend erlassen: Der jährliche Einsatz für das WHW. des deutschen Volkes ist für die Hitler-Jugend nicht nur eine Selbstver­ständlichkeit, sondern von allen Taten des Jahres die s ch ö n st e, weil sie s e l b st l o s ist. Ihr, meine Kameraden und Kameradinnen, sollt vom 17. bis 19. Dezember eure nationalsozialistische Gesinnung wieder unter Beweis stellen. Unsere Sammelbüchsen sind Waffen im Kampf für die Volks­gemeinschaft!

Berlin, 15. Dez. (DNB.) Der Ches der Ord­nungspolizei, General der Polizei D a l u e g e, machte im Rahmen einer Vortragsreihe der Ver­waltungsakademie Berlin zum ThemaDerkehrö- unfallbekämpfung und Verkehrserziehung" Aus­führungen im Hinblick auf das Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrsordnung. Der Hauptgrund der hohen Verkehrsunfallziffern ist in der G e - fchwindigkeitssteigerung des Verkehrs zu suchen. Die in ungeheurem Tempo vorwärtsgetrie­bene' Motorisierung in Deutschland schnellt seit 1933 mit einem gewaltigen Sprung in die Höhe. Dies hat zur Folge, daß der größte Teil der Ver­kehrsteilnehmer sich nicht in demselben Tempo auf die veränderten Verkehrsverhältnisse umzustellen vermag.

Die Statistik lehrt, daß 82,3 v. H. aller Unfälle sich innerhalb geschlossener Ortsteile ereignen. Aber die Unfälle außerhalb geschlos­sener Ortsteile haben durch die Schwere des Zu­sammenstoßes die weitaus höheren Verlust- Ziffern an Menschenleben und Material zu ver­zeichnen. Da bei nahezu ein Viertel der Unfall­anlaß in der Nichtbeachtung der Vor­fahrt liegt, ergibt sich daraus die Notwendigkeit, daß die Polizei dieser Gefahr besondere Sorgfalt widmen mußte.

Die neue Straßenverkehrsordnung weicht schon grundlegend dadurch ab von der alten, daß bisher die Strafbarkeit von Verkehrsvergehen weitgehend' abhängig gemacht war von den einge­tretenen Folgen. Die Grundregel der neuen Stra­ßenverkehrsordnung stellt dagegen bewußt jedes Verhalten unter Strafe, durch das der Verkehr ge­fährdet werden kann. Damit ist der Polizei die Handhabe gegeben, bereits gegen jedes vor­schriftswidrige Verhalten einzuschreiten, auch

eniger Verkehrsunfälle durch Verkehrserziehung!

General Oaluege über die neue Straßenverkehrsordnung

Paris, 16. Dez. (DNB. Funkspruch.) In der Kammer stellte der Hauptberichterstatter fest, daß der Haushalt ursprünglich einen Einnahme- Überschuß in Höhe von 1,602 Millionen Franks ausgewiesen habe. Heute ergebe sich ein Ausga­benüberschuß von 285 Millionen Franks. Der. rechtsgerichtete Abgeordnete Gaston Görard wies darauf hin, daß die industrielle Erzeu­gung in Frankreich in der Zeit von 1932 bis 19A7 durchschnittlich nur um 2 v. H. gestiegen sei, während der GesarntdurchschnittderStei- g'erung in der Welt 61 betrage. Auf dem Gebiet aller Fertigwaren sei die Einfuhr aus - ländischer Erzeugnisse ständig im Steigen begriffen, während die Ausfuhr immer mehr abnehme. Der wahre Haus­haltsfehlbetrag belaufe sich auf fast 30 Milliarden Franks. Ein anderer Abgeordneter wies darauf hin, daß die K a u f l u st des französischen Volkes im Laufe des Jahres 1937 sehr stark nack- gelassen habe. Die Lage der Bauern habe sich keineswegs gebessert. Die Verkaufspreise für Ge­treide seien im Vergleich zur Vorkriegszeit stark gesunken.

Der rechtsgerichtete Abgeordnete Senats wies darauf hin, daß die Grenzen der französischen B e - steuerungsmöglichkeiten bereits über­schritten seien. In direkter Nachfolgeschaft be­trage die Erbschaftssteuer bereits 30 v. H. des Gesamtwertes, bei Erbnachläsien unter ent­fernteren Verwandten erhöhe sich diese Zahl sogar auf 40 o. H. Auf diese Weise werde der fran­zösische Familienbesitz schnell ver­nichtet werden.

Der Pariser Abgeordnete Fernand Laurent erklärte, die Höhe der zu erwartenden Einnahmen

der Deutschen Arbeitsfront, Reichsorganisations­leiter Dr. Ley, entschlossen, den Hinterbliebenen der im Jahre 1937 bei Unfällen tödlich verun­glückten Reichsautobahnarbeiter eine besondere Zuwendung von je 100 RM. zu überweisen.

Der Treuhänder der Arbeit Dr. D ä s ch n e r hat zu Weihnachten den bei den B a u v o r h a b e n d e s Re i ch e s einschließlich Reichsautobahnen beschäf­tigten Arbeitern den Anspruch auf freie Heimfahrt zum Wohnort und zurück zur Baustelle tariflich zugesichert, um auch diesen Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, die Festtage im Kreise ihrer Familie zu verbringen.

Filmtheater

am 24. Dezember geschlossen.

Berlin, 15.(DNB.) Die Reichsfilm. Kammer teilt mit: Im Einvernehmen mit dem Präsidenten der Reichsfilmkammer hat die Fach­gruppe Filmtheater angeordnet, daß ebenso wie in den Vorjahren sämtliche deutschen Filmtheater am 2 4. Dezember 1937 geschlossen zu halten sind. Durch diese Anord-

Frankreichs Volkssroniexperimeni

Scharfe Kritik an Finanz- und Wirtschaftspolitik.

nung soll sowohl dem Theakerbesitzer als auch der gesamten Gefolgschaft die Möglichkeit geboten wer­den, den Heiligen Abend im Kreise der

nungwege nach freiem Ermessen und in jedem beliebigen Ausmaß, ü. h. sowohl in gebietsmäßiger wie in personeller Hinsicht, Glie­derungen bestimmter Parteiorganisationen a u f z u - lösen. Der Zweck dieses neuen Gesetzes ist kein anderer als der, die den verschiedenen Volksgrup­pen im tschechischen Nationalitätenstaat noch offen gelassenen Möglichkeiten, für ihre Gleichberechtigung ein^utreten und sich organisatorisch zu behaupten, weiterzu beschneiden.

Daß dieses Gesetz in einem Augenblick vorgelegt wird und durchgepeitscht werden soll, in dem sich in Europa manche Hoffnungen regen, daß auch die Tschechoslowakei ihren längst fälligen Beitrag zur Entspannung liefern möge, läßt die tschechische Aktion besonders schwerwiegend erscheinen. Zwar 'cheut man sich infolge des wachsenden Interesses im Auslande vor einem offenen Chauvinismus

ien die für die Belange ihres Volkstumes ent» (offen eintretenden und darum von einer über-

-.altigenden Mehrheit getragenen nationalen Par­teien. Dafür glaubt man, mit örtlichen Mit­teln, also durch Auflösung einzelner lokaler Glie­derungen den gleichen Effekt zu erzielen und dem Derteidigungskampf der Volksgruppen gegen das behördlich gestützte System tschechischer V« gungspolitik das Rückgrat zu brechen.

D e l b o s ist also gerade in einem Augenblick in Prag eingetroffen, wo im Schatten der Bündnisse ein weiteres Glied einer Politik angefügt roirb, die unter Außerachtlassung sowohl der eingegange­nen Verpflichtungen wie der Menschenrechte den Kampf gegen die Gleichberechtigung der Volksgrup­pen im Staat führt. Diese Politik kann nicht ein­mal für sich in Anspruch nehmen, einePolitik des Status quo" im Sinne der Konservierung der Frie-

Gin Verleumder des Generals Krauß verurteilt.

Wien, 15. Dez. (DNB.) Gegen den General Krauß, der im Weltkrieg die österreichischen Di­visionen jener Armee befehligte, die unter dem Oberkommando Generals von Below den Sieg von Karfreit und Tolmein erfocht, hatte dieWie­ner Stadtstimme" den Vorwurf erhoben, General Krauß habe die Ehre der alten Armee in den Schmutz gezogen, das österreichische Soldatentum beschimpft und die Offiziere nach dem Zusammen­bruch 1918 zum Treubruch aufgefordert. Außerdem hatten dieWiener Stadtstimme" General Krauß mit Rücksicht auf einen Artikel, §en er imVölki­schen Beobachter" zum Geburtstag des Führers veröffentlicht hatte, oes staatsfeindlichen Verhaltens bezichtigt. Der Hauptschriftleiter derWiener Stadt- ftimme , Dr. Steiner, wurde nunmehr in vollem Umfange der Privatanklage für schuldig erklärt und zu 200 Schilling Geldstrafe oder zu vier Tagen Arrest verurteilt. In der Urteils­begründung wurde ausgeführt, daß das Werk des Generals KraußDie Ursachen unserer Nieder­lagen" in keiner Weise eine Verletzung der Ehre der alten Armee darstelle und daß General Krauß ferner auch die Offiziere der alten Armee nach dem Zusammenbruch nicht zum Treu- bruch aufgefordert haben könne, da diese ja von Kaiser Karl selbst des Treueides ent­bunden worden feien. Zu dem Artikel imDöl. tischen Beobachter" erklärte das Gericht, daß Freundschaftskundgebungen zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich niemals als staats­feindlich angesehen werden können.

nalitäten auszubreiten.

Der Umstand, daß man in Prag in keiner Weise im unklaren darüber ist, welche friedens- störende Wirkung die bisherige Nationali­tätenpolitik ausgelöst hat, läßt berechtigten Zwei­fel aufkommen, inwieweit überhaupt die tschechische Politik Beiträge, zur Entspannung zu leisten wünscht. In Prag weiß man genau, daß eine Verständigungspolitik mit dem Reich über das Schicksal der judetendeutschen Volksgenossen hin­weg unter fein en Umständen in Frage kommt. Daher kann der Erfolg einer Politik, roie sie jetzt in der Tschechoslowakei aufs neue wieder kraß in Erscheinung tritt, nur darin bestehen, daß allen praktischen Friedensbemühungen der Weg bebenflid) verbaut wird.

Auch Ungarn und Slowaken protestieren

Prag, 15. Dez. (DNB.) In einer Unterredung mit einem Mitarbeiter derZeit" wandte sich der Vorsitzende der Vereinigten Magyarischen Parteien, Esterhazy, gegen die beabsichtigten Verschär­fungen des Parteiauflösungsgesetzes und wies darauf hin, daß alle bisherigen derarti­gen Gesetze, wie z. B. das Schutzgesetz, das Presse­gesetz, weiter die Zensurmaßnahmen, die Einstellung der Blätter, Auflösung von Parteien, und nun auch diese Regelung zum Parteiauflösungsgesetz durch­aus antidemokratisch seien. Der Abgeord­nete Dr. Sidor stellte fest, daß die slowa­kische Volks Partei gegen die Vorlage sei, die einen Eingriff in die verfassungsmäßig ver­bürgte Versammlungs- und Wortfrei­heit darstellt. Auch der Vorsitzende der Slowa- tischen Volkspartei Pater Hlinka erklärte, die Slowakische Volkspartei werde gegen diese Vor­lage kämpfen. Sie werde ihr Recht verteidigen, wenn es sein müsse auch mit dem Leben.

Zeug nach Schanghai gebracht worden. Unter den vier Ausländern, die auf dem KanonenbootPa- nay" getötet worden waren, befindet sich auch ein italienischer Journalist namens Sandri. Ein Vertreter des japanischen Außenamtes suchte im Auftrage des Ministers den italienischen Botschafter Auriti auf und drückte ihm das tiefste Bedauern der japanischen Regierung aus. Die japanische Botschaft in Schanghai teilt mit, daß sämtliche 2 7 Ausländer, die sich innerhalb des Stadtkernes von Nanking auf­halten, wohlauf sind. Unter ihnen befinden sich sechs Deutsche, 18 Amerikaner, ferner ein Eng­länder und zwei Russen, Diplomatische Ver­treter fremder Mächte halten sich nicht mehr in Nanking auf. In der Sicherheitszone befinden sich noch 150 000 Chinesen.

Ein japanisch-britischer Aotenwech'el.

London, 15. Dez. (DNB.) Im Untechaus gab Eden auf eine Anfrage des Führers der Oppo­sition A 111 e e hin eine weitere Erklärung zur Lage im Fernen Osten. Eden erinnerte das Haus daran, daß sofort nach dem Angriff auf bri= tifdje Schiffe auf dem Jangtse der britische Bot­schafter in Tokio die schürfsten Vorstellun- g e n bei der japanischen Regierung erhoben habe. Dann verlas er den Wortlaut der Note, die der japanische Außenminister am Dienstag an den englischen Botschafter in Tokio gerichtet hatte. Diese Note lautet:

«Euere Exzellenz! Die Kaiserlich-Japanische Regierung bedauert aufs tiefste die Zwischenfälle, bei denen die britischen Kriegs­schiffeLady Birb,Bee",Lricket" und Scarab" zufälligerweise am 12. Dezember in der Nähe von Wuhu und Nanking bombardiert worden sind. Ich spreche hiermit im Namen der Regierung mein tiefstes Bedauern aus. Ich habe die Ehre, Euere Exzellenz darüber zu in­formieren, daß die Kaiserliche Regierung s o - fort die notwendigen Maßnahmen ergriffen hat, um eine Wiederholung derartiger Zwischenfälle zu verhindern, und füge hinzu, daß sie sich mit denen, die für die Zwischenfälle verantwortlich sind, sofort nach Abschluß der Nachprüfung entsprechend auseinandersehen wird, ebenso wie die Regie­rung bereit ist, den notwendigen Scha­densersatz an England zu zahlen. Die Kai­serliche Regierung hofft ernstlich, daß diese bedauerlichen Zwischenfälle die traditionelle Freundschaft zwischen den beiden Ländern nicht beeinträchtigen werden."

Eden gab dann bekannt, die Regierung werde der lapanischen Regierung heute eine Mitteilung über- lenöen. Dabei lege sie besonderen Nachdruck auf den örnft ber Situation und auf die Folgerungen, die sich ihrer Meinung nach hieraus ergäben. Die Re-

fei in dem vorliegenden Haushaltsplan Über­trieben worden. Der Plan enthalte nicht ein­mal alle notwendigen Ausgaben. Die tatsächlichen Ausgaben würden die normale Aus­gabenhöhe um rund 40 Milliarden Fran­ken überschreiten. Wenn die Kammer diesen Haushalt angenommen habe, werde man sie um die Genehmigung von zusätzlichen Krediten ersuchen. Innerhalb zweier Jahre habe sich die innere Schuld Frankreichs um 50 Milliarden er­höht und betrage nunmehr 500 Milliarden.

Fast eine halbe Milliarde Franken Unterschuß derpariierWeltausstellung.

Paris, 15. Dez. (DNB.) Senator C a i l l a u x hat als Vorsitzender des Ausschusses zur Begut­achtung der Verwaltung der Pariser Weltaus­stellung die plötzlichen Aenderungen der Pläne während der Ausstellung bemängelt. Im End­ergebnis feien die auf 300 Millionen angesetzten Ausgaben auf 1443,9 Millionen gestiegen. Dem­gegenüber standen Einnahmen von 150,7 Mil­lionen Franken, so daß der eigentliche Unter­schuß 1293,2 Milliarden Franken betrage. Hier­von seien abzuziehen die Z u s ü s s e des Staates, der Stadt Paris, aus dem großen Arbeitsprogramm und von der Nationallotterie in einer Gesamthöhe von 813 Millionen Franken, so daß der Staat nun­mehr noch einen Unterschuß von 480,2 Millionen Franken decken müsse. Das Parlament müsse also diese Summe noch bewilli­gen. Die Wiedereröffnung der Ausstellung im Jahre 1938 würde weitere 450 Millionen Franken kosten. \

Familie zu ©erbringen, tim Unklarheiten zu ver­meiden, wird insbesondere darauf hingewiesen, daß Tag des 24. Dezember keiner- führungen irgendwelcher Art

Peking, 15. Dez. (DNB.) DieVorläufige Re­gierung der Republik China" besteht, wie jetzt be» rannt wird, aus einem Ausschuß von acht Mit­gliedern, unter dem Vorsitz des Bürgermeisters von Peking, Tsckiangtschaotsun. Außer diesem Hauptausschutz wurden drei Unterausschüsse ins Leben gerufen: Für Rechtsprechung, Voll­ziehende Gewalt und Gesetzgebung. Der Recht­sprechungsausschuß wird von dem angesehenen Ju­risten und früheren Justizminister Tungkang geleitet. Der Vorsitzende des zweiten Ausschusses ist der frühere Finanzminister Wangkomin. Mit der Leitung des Gesetzgebungsausschusses wurde der ehemalige Erziehungsminister Tangerhho betraut. Der Exekutivausschuß umfaßt eine Abtei­lung für Oesfentliche Sicherheit, die von dem früheren Militärgouverneur der Provinz Kiangsu, General Tschkhsienyuan, verwaltet wird. Leiter der Abteilung für Wiederaufbau ist der frühere Vorsitzende des Anfu - Klubs, W a n g 11 a n g. Eine Kodifizierungs-Abteilung hat der frühere Justizminister T s ch u s ch e n übernom­men. Schließlich ist noch^ eine Abteilung für Er­ziehung und Kultur geschaffen worden, der Tangerhho als Minister und Leihsouyung als Staatssekretär vorstehen.

Die neue Regierung, die bisher weder den Po­sten eines Staatspräsidenten, noch Ministerien für Aeußeres und Wehrmacht geschaffen hat, erhebt Anspruchau falle Gebiete, die bisher von der augenblicklich in Hankau und Tschungking resi­dierenden Regierung geräumt wurden, und ist de facto von Japan anerkannt. Sie hat beschlossen, die Zollverwaltung von Nord- china einschließlich der Zollverwaltungen von Tientsin, Tschinwangtao utw anderen Flecken zu übernehmen und zu diesem Zweck Verhandlungen aufzunehmen. DieKommission zur Auf - rechterhaltung des Friedens", die in Tientsin nach der Besetzung durch japanische Trup­pen aus chinesischen Bürgern gebildet wurde, ist in eineStadtverwaltung von Tient - f in" umgewandelt worden, die der vorläufigen Regierung in Peking unterstellt ist. Der Vorsitzende des bisherigenFriedensausschusses" in Tientsin, Kaolingwei, ist zum Bürgermeister von Tientsin bestellt worden. Eine ähnliche Umgruppie- rung ist in Peking erfolgt. Die dortigeKorn- Mission zur Aufrechterhaltung des Friedens" ist ebenfalls in dem Äerwaltungsapparat der vor­läufigen Regierung aufgegangen. Der Dolchtzende des PekingerFriedensausschusses", T s ch i a n g - schaotsung, ist zum Bürgermeister ernannt worden.

Oer Zwischenfall auf dem Jangtse.

Schanghai, 15. Dez. (DNB.) Die Über­lebenden des amerikanischen KanonenbootesP a . n a y" befinden sich an Bord des britischen Kanonenbootes ,Lady Bird" und des amerikanischen KanonenbootesO a h u" auf dem Wege nach Schanghai. Sie werden von einem ja­panischen Zerstörer und einem japanischen Ka­nonenboot begleitet. Drei schwer verwundete Be- satzungsmitglieder derPanay", darunter der Kom­mandant sind in einem japanischen Flug­

wenn ein schädigender Erfolg noch nicht einge­treten ist. Die Verkehrsdichte in unseren Groß­städten ist durchaus noch steigerungsfähig. Dies dürste die Einführung des vorn Führer befohlenen Volkswagens bald beweisen. Diesem Moment war deshalb schon jetzt mit Rücksicht auf die Wirt­schaftlichkeit des Kraftfahrzeuges durch ein abso­lutes Gebot des Rechtsfährens Rechnung zu tragen. Für die angeordnete Untersuchung auf A l - koholeinfluß bei an einem Verkehrsunfall be­teiligten Personen wird die allgemein als zuver­lässig anerkannte Mikromethode des schwedischen Arztes Professor Dr. Widmark benutzt. Außer­dem ist zur Vermeidung eines einseitigen Urteils eine sogenannte klinische Untersuchung vorgeschrieben. Das Gutachten stützt sich auf die Ergebnisse beider Untersuchungen und ist somit auf eine absolut sichere Grundlage gestellt.

Die Statistik läßt bereits in aller Deutlichkeit einen Erfolg der Bemühungen in der Verkehrs- unfallbekämpfung erkennen. Die Kurve der M o - torisierung von 1932 bis 1936 ist in ständi­gem Ansteigen, daneben verläuft die Kurve der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang zu­nächst parallel, beginnt dann plötzlich gegenüber der Motorisierungskurve zurückzubleiben und nimmt jetzt einen völlig veränderten Verlauf. Bei den Hinweisen für die allgemeine Verkehrserziehung ist die uneigennützige Arbeit der 15 000 NSKK. - Männer hervorzuheben, die nach ihrer schwe­ren Berufsarbeit ihre knappe Freizeit noch den Aufgaben der Verkehrserziehung widmeten. Eine Verkehrsakademie in der Reichshauptstadt soll als zentrale Schulungsstätte aller für die Ver­kehrsüberwachung und die Verkehrserziehung ein­gesetzten Lehrkräfte dienen.

Die tschechische Regierung hat hn Prager Parla-Idensverträge zu sein; denn sie zielt in unverhüllter ment eine Novelle zum Parteiauf- Form darauf ab, noch über Versailles, Trianon lösungsgesetz vom Jahre 1933 vorgelegt.! und St. Germain hinaus die Stellung der Tsche- Gegenüber dem bisherigen Verfahren, welches ein chen unter Nichtachtung der verbürg. Parteiverbot von einem R e g i e r u n a s b e s ch l u ß ten Lebensrechte d e r anderen Ratio.

gierung lenke weiter die Aufmerksamkeit auf ge­wisse Seiten der jüngsten Zwischenfälle, die in der Note der japanischen Regierung nicht erwähnt wor­den seien. Im einzelnen wünsche die Regierung eine Aktion, die es endgültig sicherstelle, daß sich derartige Zwischenfälle nicht wiederholten, die, wie die japanische Regierung selbst erkenne, die Be­ziehungen zwischen den beiden Ländern beeinträch­tigen müßten. Auf eine Anfrage des Labour-Ab- geordneten Fletcher, ob es nicht ratsam sei, das China-Geschwader zu verstärken, ins­besondere einige Großschlachtschiffe in die fernöst­lichen Gewässer zu entsenden, betonte Chamber­lain nur, der Schutz britischer Interessen im Fernen Osten beschäftige die Regierung dauernd. Eine weitere Erklärung habe er oazu nicht abzu­geben.

Die britische Note an Japan

nimmt in längeren Ausführungen auf die Vorfälle auf dem Jangtse Bezug. Die Regierung gibt ihrer Freude Ausdruck über die Note der japanischen Re­gierung, in der diese ihr tiefftes Bedauern über diese Vorfälle ausspricht. Es wird auch mit Genug- ttlung festaestellt, daß die japanische Regierung ihre Bereitschaft kundgetan hat, die Schuldigen zu be­trafen. Die englische Regierung wünscht, daß die für bie Angriffe auf die britischen Handelsschiffe verantwortlichen japanischen Offiziere und Soldaten in gleicher Weise zur Verantwortung ge­zogen werden wie diejenigen, die für die Vorfälle auf ben Kriegsschiffen verantwortlich sind. Es sei klar, daß die bisher von der japanischen Re­gierung unternommenen Schritte, um derartige An- griffe zu verhindern, sich als Fehlschlag erwiesen haben. Die britische Regierung müsse daher jetzt ersuchen, darüber informiert zu werden, daß tat» ächlich Maßnahmen ergriffen worden sind, die an- jetan sind, derartige von ihr beanstandete Zwischen- älle abzustoppen.

gen nach China zu entsenden, so werde auch Eng­land seine Einheiten verstärken, und - zwar mög­licherweise würden zwei Schlachtschiffe mit einer entsprechenden Anzahl von Zerstörern und U-Booten aus dem Mittelmeer entsandt werden. Daily Mail" hebt hervor, daß die brittsche Protestnote voll und ganz die britische Meinung zum Ausdruck bringe. Wenn Japan gute Beziehun- gen zu England beibehalten wolle, so seien sofortige Wiedergutmachung und Vermeidung weiterer Zwi­schenfälle am Platze.

"Daily Herald" sagt, die Tatsache, daß der Wortlaut der Note nach Washington ge. oral) t e t worden sei, zeige, daß die Regierungen Englands und Amerikas in enger Zusam­menarbeit stünden. Die brittsche Regierung be» Idjaftige sich jetzt ernstlich mit der Frage einer Z _ _ ftarfung der britischen Flottenein- h e 11 en hn Femen Osten.Daily Expreß" meint, wenn Washington sich entschließ«, Berstärkun-