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Neuer Schlag gegen die Volksgruppen im tschechischen Nationalitätenstaat.
Parrewervot von einem Regieruna abhängig machte, roirb nunmehr der ß a n b e 's b € • Hörde die Befugnis eingeräumt, auf dem Derord-
in den Filmtheatern stattfinden dürfen.
Oer Neicksjugendführer zur Winterhilfssammlung der HI.
B e r l i n , 15. Dez. (DNB.) Zur Winterhilfsaktion der Hitler-Jugend vom 17. bis 19. Dezember hat der Reichsjugendführer den folgenden Tagesbefehl an dieHitler-Iugend erlassen: Der jährliche Einsatz für das WHW. des deutschen Volkes ist für die Hitler-Jugend nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern von allen Taten des Jahres die s ch ö n st e, weil sie s e l b st l o s ist. Ihr, meine Kameraden und Kameradinnen, sollt vom 17. bis 19. Dezember eure nationalsozialistische Gesinnung wieder unter Beweis stellen. Unsere Sammelbüchsen sind Waffen im Kampf für die Volksgemeinschaft!
Berlin, 15. Dez. (DNB.) Der Ches der Ordnungspolizei, General der Polizei D a l u e g e, machte im Rahmen einer Vortragsreihe der Verwaltungsakademie Berlin zum Thema „Derkehrö- unfallbekämpfung und Verkehrserziehung" Ausführungen im Hinblick auf das Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrsordnung. Der Hauptgrund der hohen Verkehrsunfallziffern ist in der G e - fchwindigkeitssteigerung des Verkehrs zu suchen. Die in ungeheurem Tempo vorwärtsgetriebene' Motorisierung in Deutschland schnellt seit 1933 mit einem gewaltigen Sprung in die Höhe. Dies hat zur Folge, daß der größte Teil der Verkehrsteilnehmer sich nicht in demselben Tempo auf die veränderten Verkehrsverhältnisse umzustellen vermag.
Die Statistik lehrt, daß 82,3 v. H. aller Unfälle sich innerhalb geschlossener Ortsteile ereignen. Aber die Unfälle außerhalb geschlossener Ortsteile haben durch die Schwere des Zusammenstoßes die weitaus höheren Verlust- Ziffern an Menschenleben und Material zu verzeichnen. Da bei nahezu ein Viertel der Unfallanlaß in der Nichtbeachtung der Vorfahrt liegt, ergibt sich daraus die Notwendigkeit, daß die Polizei dieser Gefahr besondere Sorgfalt widmen mußte.
Die neue Straßenverkehrsordnung weicht schon grundlegend dadurch ab von der alten, daß bisher die Strafbarkeit von Verkehrsvergehen weitgehend' abhängig gemacht war von den eingetretenen Folgen. Die Grundregel der neuen Straßenverkehrsordnung stellt dagegen bewußt jedes Verhalten unter Strafe, durch das der Verkehr gefährdet werden kann. Damit ist der Polizei die Handhabe gegeben, bereits gegen jedes vorschriftswidrige Verhalten einzuschreiten, auch
eniger Verkehrsunfälle durch Verkehrserziehung!
General Oaluege über die neue Straßenverkehrsordnung
Paris, 16. Dez. (DNB. Funkspruch.) In der Kammer stellte der Hauptberichterstatter fest, daß der Haushalt ursprünglich einen Einnahme- Überschuß in Höhe von 1,602 Millionen Franks ausgewiesen habe. Heute ergebe sich ein Ausgabenüberschuß von 285 Millionen Franks. Der. rechtsgerichtete Abgeordnete Gaston Görard wies darauf hin, daß die industrielle Erzeugung in Frankreich in der Zeit von 1932 bis 19A7 durchschnittlich nur um 2 v. H. gestiegen sei, während der GesarntdurchschnittderStei- g'erung in der Welt 61 betrage. Auf dem Gebiet aller Fertigwaren sei die Einfuhr aus - ländischer Erzeugnisse ständig im Steigen begriffen, während die Ausfuhr immer mehr abnehme. Der wahre Haushaltsfehlbetrag belaufe sich auf fast 30 Milliarden Franks. Ein anderer Abgeordneter wies darauf hin, daß die K a u f l u st des französischen Volkes im Laufe des Jahres 1937 sehr stark nack- gelassen habe. Die Lage der Bauern habe sich keineswegs gebessert. Die Verkaufspreise für Getreide seien im Vergleich zur Vorkriegszeit stark gesunken.
Der rechtsgerichtete Abgeordnete Senats wies darauf hin, daß die Grenzen der französischen B e - steuerungsmöglichkeiten bereits überschritten seien. In direkter Nachfolgeschaft betrage die Erbschaftssteuer bereits 30 v. H. des Gesamtwertes, bei Erbnachläsien unter entfernteren Verwandten erhöhe sich diese Zahl sogar auf 40 o. H. Auf diese Weise werde der französische Familienbesitz schnell vernichtet werden.
Der Pariser Abgeordnete Fernand Laurent erklärte, die Höhe der zu erwartenden Einnahmen
der Deutschen Arbeitsfront, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, entschlossen, den Hinterbliebenen der im Jahre 1937 bei Unfällen tödlich verunglückten Reichsautobahnarbeiter eine besondere Zuwendung von je 100 RM. zu überweisen.
Der Treuhänder der Arbeit Dr. D ä s ch n e r hat zu Weihnachten den bei den B a u v o r h a b e n d e s Re i ch e s einschließlich Reichsautobahnen beschäftigten Arbeitern den Anspruch auf freie Heimfahrt zum Wohnort und zurück zur Baustelle tariflich zugesichert, um auch diesen Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, die Festtage im Kreise ihrer Familie zu verbringen.
Filmtheater
am 24. Dezember geschlossen.
Berlin, 15.(DNB.) Die Reichsfilm. Kammer teilt mit: Im Einvernehmen mit dem Präsidenten der Reichsfilmkammer hat die Fachgruppe Filmtheater angeordnet, daß — ebenso wie in den Vorjahren — sämtliche deutschen Filmtheater am 2 4. Dezember 1937 geschlossen zu halten sind. Durch diese Anord-
Frankreichs Volkssroniexperimeni
Scharfe Kritik an Finanz- und Wirtschaftspolitik.
nung soll sowohl dem Theakerbesitzer als auch der gesamten Gefolgschaft die Möglichkeit geboten werden, den Heiligen Abend im Kreise der
nungwege nach freiem Ermessen und in jedem beliebigen Ausmaß, ü. h. sowohl in gebietsmäßiger wie in personeller Hinsicht, Gliederungen bestimmter Parteiorganisationen a u f z u - lösen. Der Zweck dieses neuen Gesetzes ist kein anderer als der, die den verschiedenen Volksgruppen im tschechischen Nationalitätenstaat noch offen gelassenen Möglichkeiten, für ihre Gleichberechtigung ein^utreten und sich organisatorisch zu behaupten, weiterzu beschneiden.
Daß dieses Gesetz in einem Augenblick vorgelegt wird und durchgepeitscht werden soll, in dem sich in Europa manche Hoffnungen regen, daß auch die Tschechoslowakei ihren längst fälligen Beitrag zur Entspannung liefern möge, läßt die tschechische Aktion besonders schwerwiegend erscheinen. Zwar 'cheut man sich infolge des wachsenden Interesses im Auslande vor einem offenen Chauvinismus
ien die für die Belange ihres Volkstumes ent» (offen eintretenden und darum von einer über-
-.altigenden Mehrheit getragenen nationalen Parteien. Dafür glaubt man, mit örtlichen Mitteln, also durch Auflösung einzelner lokaler Gliederungen den gleichen Effekt zu erzielen und dem Derteidigungskampf der Volksgruppen gegen das behördlich gestützte System tschechischer V« gungspolitik das Rückgrat zu brechen.
D e l b o s ist also gerade in einem Augenblick in Prag eingetroffen, wo im Schatten der Bündnisse ein weiteres Glied einer Politik angefügt roirb, die unter Außerachtlassung sowohl der eingegangenen Verpflichtungen wie der Menschenrechte den Kampf gegen die Gleichberechtigung der Volksgruppen im Staat führt. Diese Politik kann nicht einmal für sich in Anspruch nehmen, eine „Politik des Status quo" im Sinne der Konservierung der Frie-
Gin Verleumder des Generals Krauß verurteilt.
Wien, 15. Dez. (DNB.) Gegen den General Krauß, der im Weltkrieg die österreichischen Divisionen jener Armee befehligte, die unter dem Oberkommando Generals von Below den Sieg von Karfreit und Tolmein erfocht, hatte die „Wiener Stadtstimme" den Vorwurf erhoben, General Krauß habe die Ehre der alten Armee in den Schmutz gezogen, das österreichische Soldatentum beschimpft und die Offiziere nach dem Zusammenbruch 1918 zum Treubruch aufgefordert. Außerdem hatten die „Wiener Stadtstimme" General Krauß mit Rücksicht auf einen Artikel, §en er im „Völkischen Beobachter" zum Geburtstag des Führers veröffentlicht hatte, oes staatsfeindlichen Verhaltens bezichtigt. Der Hauptschriftleiter der „Wiener Stadt- ftimme , Dr. Steiner, wurde nunmehr in vollem Umfange der Privatanklage für schuldig erklärt und zu 200 Schilling Geldstrafe oder zu vier Tagen Arrest verurteilt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß das Werk des Generals Krauß „Die Ursachen unserer Niederlagen" in keiner Weise eine Verletzung der Ehre der alten Armee darstelle und daß General Krauß ferner auch die Offiziere der alten Armee nach dem Zusammenbruch nicht zum Treu- bruch aufgefordert haben könne, da diese ja von Kaiser Karl selbst des Treueides entbunden worden feien. Zu dem Artikel im „Döl. tischen Beobachter" erklärte das Gericht, daß Freundschaftskundgebungen zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich niemals als staatsfeindlich angesehen werden können.
nalitäten auszubreiten.
Der Umstand, daß man in Prag in keiner Weise im unklaren darüber ist, welche friedens- störende Wirkung die bisherige Nationalitätenpolitik ausgelöst hat, läßt berechtigten Zweifel aufkommen, inwieweit überhaupt die tschechische Politik Beiträge, zur Entspannung zu leisten wünscht. In Prag weiß man genau, daß eine Verständigungspolitik mit dem Reich über das Schicksal der judetendeutschen Volksgenossen hinweg unter fein en Umständen in Frage kommt. Daher kann der Erfolg einer Politik, roie sie jetzt in der Tschechoslowakei aufs neue wieder kraß in Erscheinung tritt, nur darin bestehen, daß allen praktischen Friedensbemühungen der Weg bebenflid) verbaut wird.
Auch Ungarn und Slowaken protestieren
Prag, 15. Dez. (DNB.) In einer Unterredung mit einem Mitarbeiter der „Zeit" wandte sich der Vorsitzende der Vereinigten Magyarischen Parteien, Esterhazy, gegen die beabsichtigten Verschärfungen des Parteiauflösungsgesetzes und wies darauf hin, daß alle bisherigen derartigen Gesetze, wie z. B. das Schutzgesetz, das Pressegesetz, weiter die Zensurmaßnahmen, die Einstellung der Blätter, Auflösung von Parteien, und nun auch diese Regelung zum Parteiauflösungsgesetz durchaus antidemokratisch seien. Der Abgeordnete Dr. Sidor stellte fest, daß die slowakische Volks Partei gegen die Vorlage sei, die einen Eingriff in die verfassungsmäßig verbürgte Versammlungs- und Wortfreiheit darstellt. Auch der Vorsitzende der Slowa- tischen Volkspartei Pater Hlinka erklärte, die Slowakische Volkspartei werde gegen diese Vorlage kämpfen. Sie werde ihr Recht verteidigen, wenn es sein müsse auch mit dem Leben.
Zeug nach Schanghai gebracht worden. Unter den vier Ausländern, die auf dem Kanonenboot „Pa- nay" getötet worden waren, befindet sich auch ein italienischer Journalist namens Sandri. Ein Vertreter des japanischen Außenamtes suchte im Auftrage des Ministers den italienischen Botschafter Auriti auf und drückte ihm das tiefste Bedauern der japanischen Regierung aus. Die japanische Botschaft in Schanghai teilt mit, daß sämtliche 2 7 Ausländer, die sich innerhalb des Stadtkernes von Nanking aufhalten, wohlauf sind. Unter ihnen befinden sich sechs Deutsche, 18 Amerikaner, ferner ein Engländer und zwei Russen, Diplomatische Vertreter fremder Mächte halten sich nicht mehr in Nanking auf. In der Sicherheitszone befinden sich noch 150 000 Chinesen.
Ein japanisch-britischer Aotenwech'el.
London, 15. Dez. (DNB.) Im Untechaus gab Eden auf eine Anfrage des Führers der Opposition A 111 e e hin eine weitere Erklärung zur Lage im Fernen Osten. Eden erinnerte das Haus daran, daß sofort nach dem Angriff auf bri= tifdje Schiffe auf dem Jangtse der britische Botschafter in Tokio die schürfsten Vorstellun- g e n bei der japanischen Regierung erhoben habe. Dann verlas er den Wortlaut der Note, die der japanische Außenminister am Dienstag an den englischen Botschafter in Tokio gerichtet hatte. Diese Note lautet:
«Euere Exzellenz! Die Kaiserlich-Japanische Regierung bedauert aufs tiefste die Zwischenfälle, bei denen die britischen Kriegsschiffe „Lady Birb“, „Bee", „Lricket" und „Scarab" zufälligerweise am 12. Dezember in der Nähe von Wuhu und Nanking bombardiert worden sind. Ich spreche hiermit im Namen der Regierung mein tiefstes Bedauern aus. Ich habe die Ehre, Euere Exzellenz darüber zu informieren, daß die Kaiserliche Regierung s o - fort die notwendigen Maßnahmen ergriffen hat, um eine Wiederholung derartiger Zwischenfälle zu verhindern, und füge hinzu, daß sie sich mit denen, die für die Zwischenfälle verantwortlich sind, sofort nach Abschluß der Nachprüfung entsprechend auseinandersehen wird, ebenso wie die Regierung bereit ist, den notwendigen Schadensersatz an England zu zahlen. Die Kaiserliche Regierung hofft ernstlich, daß diese bedauerlichen Zwischenfälle die traditionelle Freundschaft zwischen den beiden Ländern nicht beeinträchtigen werden."
Eden gab dann bekannt, die Regierung werde der lapanischen Regierung heute eine Mitteilung über- lenöen. Dabei lege sie besonderen Nachdruck auf den örnft ber Situation und auf die Folgerungen, die sich ihrer Meinung nach hieraus ergäben. Die Re-
fei in dem vorliegenden Haushaltsplan Übertrieben worden. Der Plan enthalte nicht einmal alle notwendigen Ausgaben. Die tatsächlichen Ausgaben würden die normale Ausgabenhöhe um rund 40 Milliarden Franken überschreiten. Wenn die Kammer diesen Haushalt angenommen habe, werde man sie um die Genehmigung von zusätzlichen Krediten ersuchen. Innerhalb zweier Jahre habe sich die innere Schuld Frankreichs um 50 Milliarden erhöht und betrage nunmehr 500 Milliarden.
Fast eine halbe Milliarde Franken Unterschuß derpariierWeltausstellung.
Paris, 15. Dez. (DNB.) Senator C a i l l a u x hat als Vorsitzender des Ausschusses zur Begutachtung der Verwaltung der Pariser Weltausstellung die plötzlichen Aenderungen der Pläne während der Ausstellung bemängelt. Im Endergebnis feien die auf 300 Millionen angesetzten Ausgaben auf 1443,9 Millionen gestiegen. Demgegenüber standen Einnahmen von 150,7 Millionen Franken, so daß der eigentliche Unterschuß 1293,2 Milliarden Franken betrage. Hiervon seien abzuziehen die Z u s ü s s e des Staates, der Stadt Paris, aus dem großen Arbeitsprogramm und von der Nationallotterie in einer Gesamthöhe von 813 Millionen Franken, so daß der Staat nunmehr noch einen Unterschuß von 480,2 Millionen Franken decken müsse. Das Parlament müsse also diese Summe noch bewilligen. Die Wiedereröffnung der Ausstellung im Jahre 1938 würde weitere 450 Millionen Franken kosten. \
Familie zu ©erbringen, tim Unklarheiten zu vermeiden, wird insbesondere darauf hingewiesen, daß Tag des 24. Dezember keiner- führungen irgendwelcher Art
Peking, 15. Dez. (DNB.) Die „Vorläufige Regierung der Republik China" besteht, wie jetzt be» rannt wird, aus einem Ausschuß von acht Mitgliedern, unter dem Vorsitz des Bürgermeisters von Peking, Tsckiangtschaotsun. Außer diesem Hauptausschutz wurden drei Unterausschüsse ins Leben gerufen: Für Rechtsprechung, Vollziehende Gewalt und Gesetzgebung. Der Rechtsprechungsausschuß wird von dem angesehenen Juristen und früheren Justizminister Tungkang geleitet. Der Vorsitzende des zweiten Ausschusses ist der frühere Finanzminister Wangkomin. Mit der Leitung des Gesetzgebungsausschusses wurde der ehemalige Erziehungsminister Tangerhho betraut. Der Exekutivausschuß umfaßt eine Abteilung für Oesfentliche Sicherheit, die von dem früheren Militärgouverneur der Provinz Kiangsu, General Tschkhsienyuan, verwaltet wird. Leiter der Abteilung für Wiederaufbau ist der frühere Vorsitzende des Anfu - Klubs, W a n g 11 a n g. Eine Kodifizierungs-Abteilung hat der frühere Justizminister T s ch u s ch e n übernommen. Schließlich ist noch^ eine Abteilung für Erziehung und Kultur geschaffen worden, der Tangerhho als Minister und Leihsouyung als Staatssekretär vorstehen.
Die neue Regierung, die bisher weder den Posten eines Staatspräsidenten, noch Ministerien für Aeußeres und Wehrmacht geschaffen hat, erhebt Anspruchau falle Gebiete, die bisher von der augenblicklich in Hankau und Tschungking residierenden Regierung geräumt wurden, und ist de facto von Japan anerkannt. Sie hat beschlossen, die Zollverwaltung von Nord- china einschließlich der Zollverwaltungen von Tientsin, Tschinwangtao utw anderen Flecken zu übernehmen und zu diesem Zweck Verhandlungen aufzunehmen. Die „Kommission zur Auf - rechterhaltung des Friedens", die in Tientsin nach der Besetzung durch japanische Truppen aus chinesischen Bürgern gebildet wurde, ist in eine „Stadtverwaltung von Tient - f in" umgewandelt worden, die der vorläufigen Regierung in Peking unterstellt ist. Der Vorsitzende des bisherigen „Friedensausschusses" in Tientsin, Kaolingwei, ist zum Bürgermeister von Tientsin bestellt worden. Eine ähnliche Umgruppie- rung ist in Peking erfolgt. Die dortige „Korn- Mission zur Aufrechterhaltung des Friedens" ist ebenfalls in dem Äerwaltungsapparat der vorläufigen Regierung aufgegangen. Der Dolchtzende des Pekinger „Friedensausschusses", T s ch i a n g - schaotsung, ist zum Bürgermeister ernannt worden.
Oer Zwischenfall auf dem Jangtse.
Schanghai, 15. Dez. (DNB.) Die Überlebenden des amerikanischen Kanonenbootes „P a . n a y" befinden sich an Bord des britischen Kanonenbootes ,Lady Bird" und des amerikanischen Kanonenbootes „O a h u" auf dem Wege nach Schanghai. Sie werden von einem japanischen Zerstörer und einem japanischen Kanonenboot begleitet. Drei schwer verwundete Be- satzungsmitglieder der „Panay", darunter der Kommandant sind in einem japanischen Flug
wenn ein schädigender Erfolg noch nicht eingetreten ist. Die Verkehrsdichte in unseren Großstädten ist durchaus noch steigerungsfähig. Dies dürste die Einführung des vorn Führer befohlenen Volkswagens bald beweisen. Diesem Moment war deshalb schon jetzt mit Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit des Kraftfahrzeuges durch ein absolutes Gebot des Rechtsfährens Rechnung zu tragen. Für die angeordnete Untersuchung auf A l - koholeinfluß bei an einem Verkehrsunfall beteiligten Personen wird die allgemein als zuverlässig anerkannte Mikromethode des schwedischen Arztes Professor Dr. Widmark benutzt. Außerdem ist zur Vermeidung eines einseitigen Urteils eine sogenannte klinische Untersuchung vorgeschrieben. Das Gutachten stützt sich auf die Ergebnisse beider Untersuchungen und ist somit auf eine absolut sichere Grundlage gestellt.
Die Statistik läßt bereits in aller Deutlichkeit einen Erfolg der Bemühungen in der Verkehrs- unfallbekämpfung erkennen. Die Kurve der M o - torisierung von 1932 bis 1936 ist in ständigem Ansteigen, daneben verläuft die Kurve der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang zunächst parallel, beginnt dann plötzlich gegenüber der Motorisierungskurve zurückzubleiben und nimmt jetzt einen völlig veränderten Verlauf. Bei den Hinweisen für die allgemeine Verkehrserziehung ist die uneigennützige Arbeit der 15 000 NSKK. - Männer hervorzuheben, die nach ihrer schweren Berufsarbeit ihre knappe Freizeit noch den Aufgaben der Verkehrserziehung widmeten. Eine Verkehrsakademie in der Reichshauptstadt soll als zentrale Schulungsstätte aller für die Verkehrsüberwachung und die Verkehrserziehung eingesetzten Lehrkräfte dienen.
Die tschechische Regierung hat hn Prager Parla-Idensverträge zu sein; denn sie zielt in unverhüllter ment eine Novelle zum Parteiauf- Form darauf ab, noch über Versailles, Trianon lösungsgesetz vom Jahre 1933 vorgelegt.! und St. Germain hinaus die Stellung der Tsche- Gegenüber dem bisherigen Verfahren, welches ein chen unter Nichtachtung der verbürg. Parteiverbot von einem R e g i e r u n a s b e s ch l u ß ten Lebensrechte d e r anderen Ratio.
gierung lenke weiter die Aufmerksamkeit auf gewisse Seiten der jüngsten Zwischenfälle, die in der Note der japanischen Regierung nicht erwähnt worden seien. Im einzelnen wünsche die Regierung eine Aktion, die es endgültig sicherstelle, daß sich derartige Zwischenfälle nicht wiederholten, die, wie die japanische Regierung selbst erkenne, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern beeinträchtigen müßten. Auf eine Anfrage des Labour-Ab- geordneten Fletcher, ob es nicht ratsam sei, das China-Geschwader zu verstärken, insbesondere einige Großschlachtschiffe in die fernöstlichen Gewässer zu entsenden, betonte Chamberlain nur, der Schutz britischer Interessen im Fernen Osten beschäftige die Regierung dauernd. Eine weitere Erklärung habe er oazu nicht abzugeben.
Die britische Note an Japan
nimmt in längeren Ausführungen auf die Vorfälle auf dem Jangtse Bezug. Die Regierung gibt ihrer Freude Ausdruck über die Note der japanischen Regierung, in der diese ihr tiefftes Bedauern über diese Vorfälle ausspricht. Es wird auch mit Genug- ttlung festaestellt, daß die japanische Regierung ihre Bereitschaft kundgetan hat, die Schuldigen zu betrafen. Die englische Regierung wünscht, daß die für bie Angriffe auf die britischen Handelsschiffe verantwortlichen japanischen Offiziere und Soldaten in gleicher Weise zur Verantwortung gezogen werden wie diejenigen, die für die Vorfälle auf ben Kriegsschiffen verantwortlich sind. Es sei klar, daß die bisher von der japanischen Regierung unternommenen Schritte, um derartige An- griffe zu verhindern, sich als Fehlschlag erwiesen haben. Die britische Regierung müsse daher jetzt ersuchen, darüber informiert zu werden, daß tat» ächlich Maßnahmen ergriffen worden sind, die an- jetan sind, derartige von ihr beanstandete Zwischen- älle abzustoppen.
gen nach China zu entsenden, so werde auch England seine Einheiten verstärken, und - zwar möglicherweise würden zwei Schlachtschiffe mit einer entsprechenden Anzahl von Zerstörern und U-Booten aus dem Mittelmeer entsandt werden. — „Daily Mail" hebt hervor, daß die brittsche Protestnote voll und ganz die britische Meinung zum Ausdruck bringe. Wenn Japan gute Beziehun- gen zu England beibehalten wolle, so seien sofortige Wiedergutmachung und Vermeidung weiterer Zwischenfälle am Platze.
"Daily Herald" sagt, die Tatsache, daß der Wortlaut der Note nach Washington ge. oral) t e t worden sei, zeige, daß die Regierungen Englands und Amerikas in enger Zusammenarbeit stünden. Die brittsche Regierung be» Idjaftige sich jetzt ernstlich mit der Frage einer Z _ _ ftarfung der britischen Flottenein- h e 11 en hn Femen Osten. — „Daily Expreß" meint, wenn Washington sich entschließ«, Berstärkun-


